Laufsocke ist nicht gleich Laufsocke. Läufer wissen das. Reibung führt zu Blasenbildung, und jeder hat sich wohl schon mal aufgrund einer schlecht sitzenden oder zu großen Socke eine Blase gelaufen. Grund genug, aktuelle Modelle verschiedener Hersteller einmal genauer unter die Lupe – oder besser gesagt: Füße – zu nehmen.
Unser Testfokus lag von Beginn an auf speziell für das Laufen konzipierten Socken, wie sie inzwischen viele Hersteller im Programm haben. Es fiel auf, dass speziell die kleinen Nischenhersteller, die sich speziell auf das Laufen und/oder Socken spezialisiert haben, die besten Produkte im Sortiment haben.
Unternehmen, die ihren Fokus nicht ausschließlich auf das Laufen richten und in deren Sortiment Laufsocken eher ein »Nischenprodukt« darstellen, tun sich nicht ganz so leicht. Neuerdings fällt auf, dass der Kompressionssocken-Trend wieder etwas am Abflauen ist. Wo vor noch nicht langer Zeit jede Socke mit einem Kompressionseffekt ausgestattet war, findet man dieses Feature aktuell seltener und nicht mehr so aggressiv beworben.
Alles in allem zeigte sich jedoch: Bei Markensocken kann man wenig falsch machen. Achtet man darüber hinaus auf ein paar Dinge, kann beim Kauf fast nichts schiefgehen.
Kurzübersicht
Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High
In den Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High fühlen sich die Füße einfach wohl. Ob Straße oder Trail, sie sitzen super und wissen funktionell zu überzeugen. Dank clever gesetzter Polsterung und intelligent eingearbeiteter Mesheinsätze finden sie genau die richtige Balance aus Komfort, Schutz und Klimamanagement, die wir uns bei einer Laufsocke erhoffen.
P.A.C. Reflective Pro Short RN 5.2

- Komfortable Gewebemischung
- Gute Atmungs- und Trocknungseigenschaften
- Reflektierende Elemente
- Mit Recyclingmaterial
Die P.A.C. Reflective Pro Short RN 5.2 sind sehr schnell zu Lieblingen geworden – hauptsächlich deswegen, weil sie so herrlich unkompliziert sind. Die Passform eignet sich für alle Fußformen, das Material trocknet schnell und die Socken sind darüber hinaus noch angenehm flexibel. Eine komfortable Socke, die sich für Läufe aller Art eignet.
CEP The Run Compression Socks Mid Cut

- Komfortables Bündchen
- Auch bei kalten Temperaturen einsetzbar
- Ausgezeichneter Sitz
- Gute Atmungs- und Trocknungseigenschaften
- Für hochsommerliche Läufe zu warm
Die CEP The Run Compression Socks Mid Cut sind vielseitig einsetzbar – egal ob für kurze Straßenläufe, Trailruns oder Wettkämpfe. Sie verfügen über ein sehr komfortables Bündchen und sind erstaunlich robust. Trotzdem ist ihr Gewebe weich und Schweiß wird schnell nach außen transportiert. Besonders am Knöchel ist die Kompression spürbar, und die generell enge Sockenform sorgt dafür, dass sich keine Blasen oder Reibestellen bilden.
X-Bionic Trail Anatomix Crew

- Exzellente Passform
- Clever gesetzte Polsterung
- Guter Feuchtigkeitstransport
- Nahtlos gearbeitet
- Teuer
Absolut alles an den X-Bionic Trail Anatomix Crew ist exzellent und die Socke besitzt alle Qualitäten, die eines Testsiegers würdig wären. Allerdings gehören sie auch zu den teuersten Socken im Test. Wenn der Preis keine Rolle spielt, dann sollte man hier auf jeden Fall zuschlagen, denn der Sitz ist ausgezeichnet und funktionell liefern sie alles, was wir uns von einer guten Laufsocke wünschen.
Kiprun Run 900 Strap

- Sehr gute Passform
- Angenehmes Material
- Schneller Feuchtigkeitstransport
- Gute Haltbarkeit
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Zu langer Schaft
Fair im Preis, stark in der Leistung – wir hatten viel Spaß mit den Kiprun Run 900 Strap. Gerade der sehr kompakte Sitz hat uns überzeugt. Sie bleiben fest am Fuß sitzen – kein Verrutschen, kein Faltenwerfen, keine Irritationen. Dazu noch nahezu nahtlos verarbeitet und mit einem guten Feuchtigkeitstransport haben wir unsere Läufe mit den Socken genossen.
Vergleichstabelle
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- Sehr gute Passform
- Gute, clever gesetzte Polsterung
- Leicht und luftig
- Guter Feuchtigkeitstransport
- Starker Mix aus Direktheit und Schutz

- Komfortable Gewebemischung
- Gute Atmungs- und Trocknungseigenschaften
- Reflektierende Elemente
- Mit Recyclingmaterial

- Komfortables Bündchen
- Auch bei kalten Temperaturen einsetzbar
- Ausgezeichneter Sitz
- Gute Atmungs- und Trocknungseigenschaften
- Für hochsommerliche Läufe zu warm

- Exzellente Passform
- Clever gesetzte Polsterung
- Guter Feuchtigkeitstransport
- Nahtlos gearbeitet
- Teuer

- Sehr gute Passform
- Angenehmes Material
- Schneller Feuchtigkeitstransport
- Gute Haltbarkeit
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Zu langer Schaft

- Toller Sitz
- Anschmiegsames Material
- Gute Haltbarkeit
- Hoher Tragekomfort
- Teuer

- Angenehme Polsterung
- Gute Haltbarkeit
- Komfortable Gewebemischung
- Geruchsmindernde Eigenschaften

- Sehr angenehmer Materialmix
- Gute Passform
- Bequem
- Viele schöne Styles
- Geruchsmindernde Eigenschaften
- Teuer
- An heißen Tagen etwas warm am Fuß

- Schnelltrocknend
- Komfortabel
- Geruchsmindernde Eigenschaften
- Wenig Dämpfung
- Teuer

- Aufwändige Verarbeitung
- Schnelle Trocknung
- Komfortables Material

- Angenehme Materialstärke
- Schnelle Trocknung
- Gute Haltbarkeit
- Reflektierende Elemente
- Wenig Dämpfung
- Teuer

- Leicht und luftig
- Guter Feuchtigkeitstransport
- Guter Sitz
- Reflektoren
- Nahezu keine Polsterung

- Tolle Atmungsaktivität
- Sehr elastisch
- Guter Knöchelschutz
- Aktuell wenig Farbvarianten erhältlich

- Attraktiver Preis
- Dreierpack
- Hergestellt in der EU
- Zweifelhafte Haltbarkeit
- Teuer

- Geruchsminderne Eigenschaften
- Gutes Klimamanagement
- Angenehme Haptik
- Teuer

- Effektive Vermeidung von Scheuerstellen
- Sehr elastisch
- Kommt bei der Haltbarkeit nicht an die Empfehlungen heran

- Nahtlos eingearbeitetes Mesh
- Leicht und luftig
- Guter Feuchtigkeitstransport
- Ordentlicher Sitz
- Könnte kompakter sitzen
- Wenig Polsterung
- Haltbarkeit nur solide

- Angenehmer Tragekomfort
- Reflektierende Elemente
- Saugen sich voll
- Etwas zu breiter Schnitt im Zehenbereich

- Schöne Verarbeitung
- Komfortabel und warm
- Für einen Laufsocken zu wenig luftig

- Komfortabel
- Sehr elastisch
- Saugen sich voll
- Sitzen vergleichsweise locker

- Guter Sitz
- Gummierung sorgt für Grip
- Material fühlt sich gummiartig an
- Viel geschwitzt am Fuß
- Hotspots gelaufen
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Von Merinowolle bis Fersenpolster: Laufsocken im Test
»Früher war alles einfacher – auch bei Laufsocken. Einfach Vaters geerbte Baumwollsocken anziehen – und los ging’s!« So eine Aussage können eigentlich nur Sportler treffen, die sich noch nicht näher mit der Konstruktion moderner Laufsocken auseinandergesetzt haben. Denn mit klassischen Baumwoll- oder Tennissocken aus Papas Kleiderschrank haben Laufsocken nur wenig zu tun – es sind vielmehr kleine technische Wunderwerke.
So sorgen Polsterzonen an Zehen und Fersen bei vielen Socken für Dämpfung und Komfort, Mesh-Zonen am Fußrücken für Belüftung und breitere Bündchen für eine rutschfeste Passform. Ein Band über dem Mittelfuß sorgt für einen straffen Sitz und generell schließen sich Laufsocken sehr kompakt um den Fuß, denn ein Verrutschen oder Faltenbildung laden Blasen geradezu ein. Aus einem ähnlichen Grund reduzieren Hersteller die Nähte auf das absolut Nötige, denn auch diese erzeugen Reibung. Ein ergonomischer Schnitt ist ein Muss, viele Socken sind dazu speziell auf die jeweilige Fußseite geschnitten. Eine Durchblutungsförderung durch Kompressionssocken ist hochgradig umstritten, doch sorgen sie für einen festen Sitz und verbessern die Tiefenwahrnehmung, was die Stabilität erhöhen kann.
Materialien und Schafthöhe
Dem Material kommen gleich mehrere Aufgaben zu. Einerseits soll es sich angenehm am Fuß anfühlen, andererseits soll es selbst durch seine Beschaffenheit keine Irritationen auslösen. Dazu muss es überschüssige Hitze sowie Feuchtigkeit schnell ableiten und soll bestenfalls auch noch lange halten. Synthetische Materialien haben dabei in der Regel den besten Feuchtigkeitstransport und trocknen extrem schnell. Moderne Kunstfasern fühlen sich dabei meist sehr angenehm und weich auf der Haut an. Das gute Gefühl auf der Haut kann, muss aber nicht, durch die Beimischung von Merinowolle oder in kleinerem Umfang auch mit Baumwolle (in sehr geringem Umfang) verbessert werden. Gerade die Wolle sorgt für einen guten Temperaturausgleich und eine geruchsneutralisierende Wirkung. Ist aber der Anteil sehr hoch, nimmt die Faser mehr Feuchtigkeit auf und trocknet langsamer. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann zu einer verstärkten Blasenbildung führen.
Auch die Schafthöhe sollte man sich anschauen. Sehr kurze Socken, sogenannte No-Shows, schließen meist mit dem Schuhschaft ab. Im Sommer kommt so mehr Luft auf die Haut und man hat weniger Bräunungsstreifen. Ein so kurzer Schaft ist auf dem Trail aber durchaus unangenehm, denn hier kommen deutlich mehr Dreck und Steinchen unter die Socke – das will man auf keinen Fall. Knielange Socken gibt es im Laufbereich eigentlich nur bei Kompressionssocken, deren Wirksamkeit wir ja gerade schon angesprochen haben. Der Klassiker ist die mittellange, überknöchelhohe Socke. Sie ist die Allrounderin für jedes Gelände.
Gibt es also die eierlegende Wollmilchsau? Durchaus, wie unsere Empfehlungen zeigen. Ein Socken wie der Testsieger deckt ein sehr breites Spektrum an Läufer-Bedürfnissen ab. Doch auch Läufer, deren Fokus auf dem Trailrunning oder Wettkämpfen liegt, oder wer schlichtweg nicht gleich 25 Euro für ein Paar Laufsocken ausgeben möchte, wird mit Sicherheit fündig.
Unser Favorit
Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High
Die Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High bringen so viele kleine Details mit, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Dabei fügt sich alles sinnvoll ineinander und zeigt, dass man sich hier ernsthaft Gedanken gemacht hat, was Läufer brauchen.
Obwohl komplett aus Synthetik, fühlt sich das Material sehr angenehm am Fuß an. Der erste Eindruck, den wir hatten: leicht und luftig. Kein Wunder, denn Mesheinsätze wurden am Fußrücken in Querstreifen eingearbeitet. Auch an warmen Tagen entstand keine unangenehme Hitze im Schuh und Feuchtigkeit wanderte schnell nach außen.
Richtig gut hat uns der kompakte Sitz am Fuß gefallen. Ein straffes Band am Mittelfuß hält die Socke perfekt in Form und fühlt sich angenehm unterstützend an. Der ergonomische Schnitt ist passend auf die jeweilige Fußseite abgestimmt. Dazu verzichtet Compressport fast vollständig auf Nähte, was zusammen mit den komfortablen Bündchen ein sehr rundes Tragegefühl erzeugt.
Was uns richtig gut gefällt, ist die Ansetzung der Polster. An den Zehen, der Ferse und über die Achillessehne hinweg wird sie als Punkte ins Material eingewoben. Wo ansonsten eine durchgängige Polsterfläche besteht, bleibt die Struktur so offener. Dadurch laufen sie sich direkt wie ungepolsterte Socken und bringen doch einen Schutz an die sensiblen Stellen. Wenn man bedenkt, wie aufwändig die Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High gearbeitet sind, kommen sie preislich sehr fair daher.
Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High im Testspiegel
Bisher gibt es keine seriösen Testberichte zu unserem Favoriten. Auch die Stiftung Warentest und Ökotest haben bislang keine Skisocken getestet. Sollten interessante Testberichte erscheinen, tragen wir die Ergebnisse an dieser Stelle nach.
Weitere Empfehlungen
P.A.C. Reflective Pro Short RN 5.2

- Komfortable Gewebemischung
- Gute Atmungs- und Trocknungseigenschaften
- Reflektierende Elemente
- Mit Recyclingmaterial
Nachdem wir die Reflective Pro Short RN 5.2 der Schweinfurter Socken-Experten P.A.C. länger im Einsatz hatten, können wir viel Positives über sie sagen. Die die Knöchel überdeckenden Socken bestehen aus komfortablem Mischgewebe, das zum Teil aus recyceltem Polyamid besteht – das ist angenehm elastisch und schnelltrocknend zugleich.
Der Clou: Am »Heck« des Sockens, unterhalb des Bündchens, fügt PAC eine reflektierende Textilschicht ein – so wird man bei Läufen im Dämmerlicht besser gesehen. Dazu kommen abriebfestere Materialzonen im Zehen- und Fersenbereich sowie ein integrierter Insektenschutz – besonders praktisch, wenn man gerne auch bei humiden Verhältnissen unterwegs ist.
Nicht zuletzt hat uns auch das Preis-Leistungs-Verhältnis gefallen. Die Socken gehen für ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis über den Ladentisch und wir haben es auch nach vielen »Test(durch)läufen« nicht geschafft, nennenswerte Abnutzungserscheinungen hervorzurufen.
CEP The Run Compression Socks Mid Cut

- Komfortables Bündchen
- Auch bei kalten Temperaturen einsetzbar
- Ausgezeichneter Sitz
- Gute Atmungs- und Trocknungseigenschaften
- Für hochsommerliche Läufe zu warm
Die CEP The Run Compression Socks sind Laufsocken zum Mit-der-Zunge-Schnalzen. Warum so viele Vorschusslorbeeren? Nun, sie sind vielseitig einsetzbar und dabei noch pflegeleicht, komfortabel und angenehm atmungsaktiv. Die typischen Socken eben, bei denen man direkt ein gutes Gefühl hat.
Ein Blick auf die von CEP eingesetzten Technologien beweist, dass das nicht nur Einbildung ist. Besonders am Knöchel ist eine angenehme Unterstützung zu spüren, der Knöchel wird stabilisiert, Ermüdungserscheinungen treten (gefühlt) erst später auf als bei anderen Laufsocken. Die sich eng an der Anatomie orientierende Sockenform sorgt zudem dafür, dass sich keine Reibestellen und Blasen bilden. Erstaunlich ist auch die für eine Kunstfasersocke geringe Geruchsentwicklung und die tolle Belüftung.
Nach zahlreichen Läufen haben uns die CEP The Run Compression Socks nicht nur von der Passform, sondern auch von der Elastizität und vor allem auch von der Robustheit her überzeugt. Er lässt sich leicht waschen und man muss keine besonderen Pflegehinweise beachten. Auch die gelegentliche 60-Grad-Wäsche steckt die Socke locker weg. Je nach Sportgeschäft/Onlinehändler ist er zwar nicht ganz billig, aber sein Geld wert!
X-Bionic Trail Anatomix Crew

- Exzellente Passform
- Clever gesetzte Polsterung
- Guter Feuchtigkeitstransport
- Nahtlos gearbeitet
- Teuer
Die X-Bionic Trail Anatomix Crew gehören definitiv zu den besten Laufsocken, die wir testen durften. Schnitt, Passform, Funktionalität und Ausstattung – sie bringt alles mit. Doch jetzt kommt das große ABER: Leider sind die Socken auch sehr teuer. Andere Hersteller, auf einem ähnlich hohen Niveau, bieten ihre Socken teilweise für den halben Preis an.
Wer nicht so sehr aufs Geld schauen muss oder die Socken im Angebot findet, sollte hier aber auf jeden Fall zuschlagen. Sie sitzen exzellent und sind ergonomisch super auf den Fuß geschnitten. Wo immer wir mit ihnen gelaufen sind, verrutscht ist nie etwas und potenziell kritische Stellen sind klasse ausgepolstert. Das gilt nicht nur für Zehen, Ferse und Achillessehne. Besonders die leichte Polsterung unterhalb des Fußknöchels hat uns gut gefallen, da wir hier häufiger Probleme bekommen.
Laut Marketing soll die Zehenbox helfen, die Zehen gespreizt zu halten, davon haben wir aber in der Praxis nichts übermäßig viel gespürt. Sehr gut zu spüren war dagegen ein starker Feuchtigkeitstransport, der von einem nahtlos eingearbeiteten Mesh beflügelt wird.
Kiprun Run 900 Strap

- Sehr gute Passform
- Angenehmes Material
- Schneller Feuchtigkeitstransport
- Gute Haltbarkeit
- Preis-Leistungs-Verhältnis
- Zu langer Schaft
Im Testzeitraum haben wir immer wieder fast automatisch zu den Kiprun Run 900 Strap gegriffen, was eindeutig für sie spricht. Die Socken der Decathlon-Eigenmarke sind super Allrounder, die wir an wärmeren Tagen ebenso gerne tragen wie an kühleren Tagen. Ob es draußen trocken oder nass ist, irgendwie haben wir uns immer in ihnen wohlgefühlt.
Spitze ist der sehr feste Sitz am Fuß, was zusammen mit der nahtlosen Verarbeitung jegliche Irritationen vermeidet. Wenn es als Qualitätskriterium gilt, dass eine gute Socke eine ist, die man beim Laufen vergisst, dann gehört die hier auf jeden Fall in diesen erlesenen Kreis.
Das Einzige, was uns etwas gestört hat, war der zu lange Schaft. Für eine wadenlange Kompressionssocke ist sie zu kurz, für eine klassisch überknöchelhohe etwas zu lang. Dadurch endet sie, voll hochgezogen, irgendwo unangenehm mitten auf der Wade. Da einem aber niemand vorschreibt, den Schaft ganz hochzuziehen, war das später in der Praxis überhaupt kein Problem mehr.
Funktionell erfüllt die Kiprun Run 900 Strap all unsere Wünsche. Sie transportiert Feuchtigkeit gut ab und auch die Haptik empfinden wir als angenehm. Nimmt man dazu den äußerst fairen Preis, können wir die Socke einfach jedem ans Herz legen.
Außerdem getestet
X-Socks Run Discovery
Die Run Discovery des schweizerischen Herstellers X-Socks machen ihrem Namen alle Ehre: Mit ihnen geht man einfach gerne auf Entdeckungstour – pardon – Entdeckungslauf. Das ist zum einen dem weichen und trotzdem robusten und langlebigen Material geschuldet und zum anderen dem tollen Tragekomfort. Das Bündchen der Socken ist angenehm weich, dazu kommt eine schlaue Unterteilung in unterschiedlich gewebte Materialzonen. Am Fußrücken sind die Socken schön atmungsaktiv, an Zehen und der Ferse kommt abriebfesteres Material zum Einsatz.
Typisch für X-Socks ist der Erfindungsreichtum: So hat das Unternehmen an der Ferse einen sogenannten »Lambertz-Nicholson Achilles Tendon Protector 4.0« eingenäht. Was sich nach Raumschiff Enterprise anhört, soll die Achillessehne schützen – und tatsächlich hat man ein wenig das Gefühl, als würde die beim Betasten etwas wulstig wirkende »Heckpartie« der Socken etwas bewirken. Ob nun der »Airflow Channel«, dessen Vorhandensein an der Unterseite der Socken sich X-Socks rühmt, etwas bringt, sei dahingestellt – klar ist indes, dass die 15-Euro-Socken bei uns für Läufe aller Art bis hin zur Langstrecke in die engere Wahl kommen.
Smartwool Run Targeted Cushion Compression OTC Socks
Kompressions-Laufsocken aus kuscheliger Merinowolle? Das stimmte uns zunächst einmal skeptisch. Kann das funktionieren? Eines frühen Morgens ziehen wir die Smartwool Run Targeted Cushion Compression OTC Socks über und sind schon hier erstaunt – der Anziehvorgang geht etwas zügiger vonstatten als mit der Kunstfaser-Konkurrenz, was an der Geschmeidigkeit des Materials liegen dürfte. Man schlüpft einfach schneller rein.
Einmal angezogen, starten wir mit den Socken auf eine kleine Laufrunde über die Isartrails südlich von München. Es ist ein kühler Frühlingsmorgen – ideal für die Socken, da sie aufgrund ihrer Höhe bzw. Länge etwas mehr Wärme spenden. Angenehm auch, dass hier nichts scheuert. Das Mischgewebe der Socken, das zu 49 Prozent aus Wolle und zu 31 Prozent aus recyceltem Nylon besteht, liegt schön weich auf der Haut.
Schnell entscheiden wir uns dazu, die Socken auch auf einem längeren Laufausflug zu tragen, diesmal ist es eine 25 Kilometer lange Trailrunning-Runde bei nasskalten Bedingungen. Nachdem uns die Runde bis auf 2100 Meter Höhe führt, behagt uns die Wärmeleistung der über die Waden reichenden Socken erneut ganz besonders. Doch nicht nur das – auch der ausgezeichnete Sitz bleibt im leicht feuchten Zustand stets erhalten. Zwar saugen sich die Socken etwas voll, fangen aber nicht an zu rutschen und trocknen während der Einkehr in der Hütte schnell.
Natürlich sind die Smartwools kein Schnäppchen, gehören für uns aber ab sofort zum Wohlfühlequipment für lange Läufe und Trailruns – hier ist das Geld definitiv gut angelegt.
Danish Endurance Long Distance Running Socks
Long Distance Running Socks nennt Danish Endurance die von uns getesteten Laufsocken. Fragt sich, was mit »Long Distance« gemeint ist, schließlich sind mit »Langdistanz« in der Leichtathletik bereits Laufstrecken mit wenigen Kilometern gemeint – eine Entfernung, bei der Ultraläufer nur müde lächeln können. Aber ums Philosophieren geht es in diesem Fall ja nicht, sondern ums Laufen, und so schnüren wir die Schuhe und legen los.
Gleich beim Anziehen überzeugen uns die Socken aufgrund ihrer Flexibilität. Sie tragen sich fast so bequem wie Omas Stricksocken, punkten anders als diese jedoch auch beim Laufen. Die Polsterung ist angenehm unauffällig und komfortabel, die aus Kunstfasern bestehenden Socken sind pflegeleicht und behalten ihre Form. Das Beste kommt zum Schluss – drei Paar gibt es zu einem fairen Preis von knapp über 30 Euro. Das ist nicht hinterhergeschmissen, aber immer noch deutlich günstiger als viele Konkurrenzsocken.
Smartwool Run Zero Cushion Ankle Socks
Die Run Zero Cushion Ankle Socks von Smartwool ähneln den Stance Light Run Crew Socks – auch hier haben wir es mit auf das Wesentliche reduzierten Laufsocken ohne Dämpfung zu tun. Damit richten sie sich an etwas fortgeschrittene Läufer, die wissen, was sie wollen. Entsprechend toll läuft es sich in ihnen auch – kein schwammiges Gefühl, keine Gefahr für Blasenbildung.
Kommen noch die Vorteile der Merinowolle dazu, woraus die Socken zu mehr als 50 Prozent bestehen: Schnelle Trocknung, kaum bis keine Geruchsentwicklung und hoher Tragekomfort. Was darüber hinaus noch auffällt, ist der zügige Feuchtigkeitstransport.
Die Smartwools ziehen wir für Läufe aller Längen nun gerne aus dem Schrank – speziell wenn es um Aktivitäten geht, die sich über mehrere Tage erstrecken und bei denen man nicht dazu kommt, die mitgenommene Bekleidung zu waschen.
Stance Run Light Crew
Die Stance Light Run Crew Socks gehören zu den am besten verarbeiteten Laufsocken im Test. Allein das Material liegt schon toll in der Hand und weckt Vertrauen. Die relativ dünnen Socken haben darüber eine ausgezeichnete Passform und eignen sich für unser Verständnis für die verschiedensten Laufsportdisziplinen. Allerdings sollte man etwas Erfahrung mitbringen, da, wie bereits gesagt, die Socken selbst nur wenig dämpfen.
Im Test tragen wir sie primär auf Trailruns aller Längen, bis hin zum Marathon. Was sollen wir sagen? Wir haben die Socken schnell liebgewonnen! Zwar fällt die Polsterung eher gering aus, dafür ergeben sich aufgrund des relativ engen Sitzes auch auf langen Strecken keine Scheuerstellen. Zuletzt fällt auf: Diese Laufsocken trocknen schnell und lassen Feuchtigkeit zügig entweichen. Im Vergleich zu dickeren Socken saugen sie sich auch kaum voll, wenn es während längerer Läufe einmal regnen sollte. Auf die Stance ist schlichtweg Verlass.
P.A.C. RN 8.2 Reflective Merino
Die 8.2. Running Reflective Merino von P.A.C. sind schon beim Reinschlüpfen eine Wohltat, was natürlich am Materialmix liegt. 42 Prozent Merinowolle und 10 Prozent Seide sind laut P.A.C.-Website in den Socken enthalten – das sorgt in der Tat für ein seidiges, kuscheliges Tragegefühl.
An Zehen und Ferse sind die Socken mit einer Polsterzone aus frotteeartigem Gewebe versehen, am Zehenrücken und am Schaft ist das Gewebe etwas dünner und atmungsaktiver. Im Test setzen wir die Socken für Läufer aller Art ein. Wir haben den Eindruck, dass sie sich für kurze bis mittellange Läufe, die nicht zu anspruchsvoll sind, am besten eignen. Für die Langdistanzen braucht es für unsere Begriffe einen Socken mit etwas robusterem Gewebe – zumindest dann, wenn er länger halten soll.
Besonders gut gefallen hat uns, dass P.A.C. bei den 8.2 Running Reflective Merino zum Teil auf recycelte Materialien setzt – in diesem Fall das im Socken verwendete Polyamid. Zudem verfügt die Socke auf der Rückseite des Bündchens über einen reflektierenden Streifen. Damit nicht genug: Der Hersteller hat in den Socken auch einen Mücken- bzw. Zeckenschutz integriert.
Smartwool Athlete Edition Run Crew Socks
Die Smartwool Trail Run Crew Socks sind nur sehr knapp an einer Empfehlung vorbeigeschrammt. Die Laufsocken sind komfortabel, haben geruchsmindernde Eigenschaften und bringen auch sonst alle Vorteile mit, die Socken aus Merinowolle auszeichnen: zuallererst das tolle Feuchtigkeitsmanagement.
Es kann daran liegen, dass wir die falsche Charge erwischt haben, aber unser Test-Paar begann insbesondere bei Läufen, die unter nassen Bedingungen stattfanden, ein wenig zu kratzen. Nachdem wir tendenziell zu den Läufern gehören, die empfindliche Haut haben, ein Ausschlusskriterium. Wir haben allerdings noch ein paar weitere Smartwool-Modelle im Test-Köcher und werden die Testergebnisse zu diesen im Rahmen des ersten Testupdates nachliefern.
P.A.C. Reflective Pro Mid Compression RN 6.2
P.A.C. hat mit seinen RN 6.2 Running Reflective Pro Mid Compression ein friedliebendes Sockenpaar auf den Markt gebracht – am Bündchen ist ein Peace-Zeichen eingewebt. P.A.C. wäre nicht P.A.C., wenn die Technik der Socken nicht vom Feinsten wäre. Wie viele andere P.A.C.-Sockenkollegen verfügen auch die RN 6.2 über eine reflektierende Zone hinten am Bündchen, dazu kommen abriebfeste Zonen an Zehen und Ferse.
Ein gutes Zehntel des Socken besteht aus recyceltem Material. Besonders schlau ist auch der integrierte Insektenschutz: Stechen die kleinen Biester im Bereich des Bündchens, den sie oft auch dann erreichen, wenn man eine lange Laufhose trägt, besonders gerne.
Warum der Socken nicht weiter oben gelandet ist, liegt in diesem Fall ein wenig an seiner Extravaganz, auch in der Farbgebung – Weiß ist für unsere Begriffe für Laufsocken, die auch im Gelände getragen werden, etwas unpassend. Aber wie heißt es so schön? Über Geschmack lässt sich streiten – und wer die Socken ausschließlich bzw. überwiegend auf Straßenläufen trägt, wo Schlammlöcher eher Seltenheitswert haben, kann getrost zugreifen.
Wrightsock Coolmesh II
Die Wrightsock Coolmesh II schrammen nur knapp an einer Empfehlung vorbei. Ihr Konzept ist überaus clever: Die doppelschichtige Konstruktion sorgt dafür, dass die Socken nicht direkt auf der Haut, sondern die beiden Textilschichten aneinander reiben.
Wir haben selbst schon mehrere Wrightsock-Garnituren im Einsatz gehabt und waren jeweils recht begeistert – soviel vorneweg. Allerdings zeigte sich, dass die Socken nicht ganz an die Haltbarkeit von »einschichtigen« Standardsocken heranreichen, zumindest dann, wenn es ans Eingemachte geht und man die Socken häufig verwendet.
Echten Wrightsock-Fans wird das egal sein, denn sie sind mit dem Kauf ihre Blasenprobleme im Idealfall los. Da macht eine vergleichsweise kurze Haltbarkeit keinen riesigen Unterschied. Um die Socke als »Verschleißteil« gleich mehrfach im Schrank liegen zu haben, ist sie jedoch für unseren Geschmack ein wenig zu teuer. Von daher legen wir diese ansonsten sehr komfortablen und hautfreundlichen Socken in erster Linie Läufern ans Herz, die schon einmal Probleme mit Blasen hatten und/oder diesen vorbeugen wollen.
Falke RU4 Endurance
Mit Falke macht man nie etwas grundlegend falsch – das gilt auch für den RU4. Wie bei vielen anderen Socken des Herstellers aus NRW fühlt man sich auch im RU4 auf Anhieb wohl. Im Vergleich zu vielen anderen grellbunten Testkandidaten kommt der Falke in seinem Blau sehr dezent daher – nichts Unübliches für den deutschen Traditionshersteller.
Im Test hat es die Socke indes etwas schwer. Sie kommt vom Sitz und von der Atmung nicht ganz an die Konkurrenz heran. Vielleicht liegt es daran, dass wir sie fast ausschließlich bei warmen bis heißen Temperaturen getestet haben. Hierbei fehlt ihr schlichtweg die Luftigkeit, die andere Socken auszeichnet.
Hätte der Test die Unterkategorien »Trailrunning« und »Winterlaufsocken«, würde der Falke RU4 besser abschneiden, da er bei kälteren Temperaturen angenehm warm hält. So ist ihm aber lediglich ein hinterer Platz beschieden.
Under Armour Dry Run Cushion Mid Crew Socks
Die Under Armour Dry Run Cushion Mid Crew Socks ereilt ein ähnliches »Schicksal« wie den Nike Multiplier Socks: Sie sind uns ein wenig zu unspezifisch aufs Laufen abgestimmt. Schön gemachte Sportsocken sind sie allemal, neigen aber speziell an den Zehen bei schmal- bis mittelbreiten Füßen zu »Faltenwurf« beziehungsweise zur Bildung von Wülsten.
Im Test tragen wir die Socken, um erst einmal die Trocknungseigenschaften auszuprobieren – an einem taunassen Morgen bei der Hunderunde. Das Reinschlüpfen funktioniert dank der mit reflektierendem Material beschichteten Hinterseite des Bündchens sehr einfach. Leider fällt uns noch etwas auf – entgegen anderer Hersteller, die diese Herausforderung etwas besser meistern, saugen sich die UA-Socken relativ stark voll, was sich schnell unangenehm anfühlt. Alles in allem ein schön gemachter, bequemer Socken, den wir aber eher als »aufs Laufen frisierten Fitnesssocken« denn als reinen Laufsocken ansehen.
Nike Multiplier Socks
Auch Nike hat mit den Multiplier Laufsocken im Rennen. Diese kommen aber, insbesondere was die Passform und Verarbeitungsqualität angeht, nicht ganz an die Top-Socken heran – zumindest unserer Meinung nach. Zwar sind Polster an Ferse und Zehen ebenso vorhanden wie luftigere, fast schon mesh-artige Zonen am Oberfuß, das Tragegefühl der Socken hat uns indes nicht überzeugt. Sie tragen sich schlichtweg ein bisschen zu leger und sitzen zu locker.
Die Multiplier sind beileibe keine schlechten Socken und dürften Nike-Fans und Läufern, die einen Allround-Socken suchen, der sich zur Not auch im Alltag tragen lässt, treue Dienste leisten. Für leistungsorientierte Läufer gibt es aber schlichtweg bessere Modelle, die entweder a) noch luftiger sind oder b) über eine bessere Verarbeitung verfügen. Auch wenn das am Ende etwas pauschalisierend klingt – man merkt, dass Nike kein ausgewiesener Sockenexperte ist, sondern, wie Under Armour auch, vielerlei Sportprodukte anbietet. Auch was die technischen Details angeht, haben andere Hersteller die Nase vorne.
Darn Tough Micro Crew Ultra-Lightweight
In einem Test für die besten Wandersocken mit hoher Alltagstauglichkeit wären die Darn Tough Micro Crew Ultra-Lightweight vermutlich ganz vorne gelandet. Fast zur Hälfte aus Merinowolle gefertigt, fühlen sie sich gleich beim ersten Anziehen unheimlich bequem an. Beim Laufen fanden wir sie dagegen fast ein bisschen zu warm und durch den hohen Merino-Anteil haben sie zwar ein insgesamt gutes Klimamanagement und unterdrücken die Geruchsbildung, aber verglichen mit anderen Modellen hängt der Feuchtigkeitstransport etwas hinterher.
Dazu gibt es hier keine dezidiert linke bzw. rechte Socke, wodurch der allgemein sehr gute und straffe Sitz im Zehenbereich hinterherhinkt. Diese kleinen Makel sind alle zusammen nicht dramatisch und wir mochten die Socken sehr gerne. Doch zusammen mit dem recht hohen Preis hat es für eine Empfehlung leider nicht gereicht. Aber sie haben das Potenzial zu einem langlebigen, komfortablen Allrounder, die wir auch wegen der vielen, bildschönen Styles gerne auch im Alltag tragen.
New Balance Pro Run Crew Socks
In einem weniger stark besetzten Testfeld hätten es die New Balance Pro Run Crew Socks durchaus zu einer Empfehlung geschafft. Sie sitzen sehr angenehm am Fuß, das Material fühlt sich gut an und keinerlei störende Nähte sorgen für Irritationen. Ihre straffe Passform sorgt dafür, dass sie beim Laufen nicht verrutschen oder Falten werfen. Da das Material eher leicht ist, fühlen sie sich luftig an; Feuchtigkeit wird gut nach außen geleitet. Dazu stehen sie auch preislich vernünftig da.
Viel Negatives lässt sich eigentlich gar nicht über die Socken sagen. Ja, sie haben nahezu keine Polsterung und das merkt man bei langen Strecken und auf dem Trail schon. Dafür fühlen sie sich sehr direkt im Schuh an, was dem Gespür für den Untergrund zuträglich ist. Große Verschleißerscheinungen konnten wir nicht feststellen, aufgrund des dünnen Materials könnten sie aber eventuell etwas schneller durch sein. Wie gesagt: Mit weniger starker Konkurrenz hätten wir sie noch höher eingestuft.
Adidas Run x Adizero Socken
Über die Adidas Run x Adizero Socken gibt es wenig Schlechtes zu sagen. Sie machen einen rundherum ordentlichen Job, besonders wenn man sie an heißen Tagen trägt. Das Material transportiert Feuchtigkeit schnell ab, wobei das großflächige, nahtlos eingearbeitete Mesh, das fast den gesamten Fußrücken abdeckt, stark unterstützt. Ein ordentlicher Sitz und ein vernünftiger Preis machen aus ihr eine sehr passable Socke.
Allerdings kommt sie mit sehr wenig Polsterung und sitzt nicht so straff um den Fuß, wie wir das gerne gehabt hätten. Dadurch entstand mehr Reibung, als wir bei einer Laufsocke mögen. Das war uns auf der Straße schon aufgefallen, auf dem Trail wurde es noch deutlicher. Ein etwas strafferer Sitz und ein stützendes Mittelfußband hätten ihr gutgetan. Auch was die Haltbarkeit angeht, haben wir nach dem Praxistest ein wenig Zweifel. Sie ist nicht schlecht, aber verglichen mit anderen Socken haben wir hier nicht den Eindruck, als könnten wir sie länger als eine Saison laufen.
UYN Run Trail One Grip Socks
Die UYN Run Trail One Grip Socks und wir sind wirklich keine Freunde geworden. Schon alleine die Haptik des Materials mochten wir vom ersten Hineinschlüpfen an nicht – es fühlt sich sehr unangenehm künstlich und starr auf der Haut an. Schon beim normalen Gehen in den Socken haben sich diese schwitzig angefühlt. Dabei kann man zu ihren Gunsten sagen, dass sie sehr gut am Fuß sitzen und außer dem Material keine Irritationen erzeugen. Eine Gummierung im Material gibt ihr einen guten Grip, was hilft, wenn man auf glatten Flächen geht.
Das ist aber nicht ihr Haupteinsatzzweck. Zu einem Lauf auf dem Trail sind wir mit den Socken gar nicht erst gekommen, da wir schon durch einen einfachen Lauf auf der Straße richtige Hotspots (Vorstufen zu Blasen) unter der Sohle spürten. Blasen wollten wir keine riskieren, denn schließlich hatten wir noch diverse andere Socken zu testen. Der Grip hilft, damit die Socke besser am Schuh haftet, uns ist es allerdings lieber, wenn sie gut am Fuß haftet. Reibung zwischen Socke und Schuh ist okay – Reibung zwischen Socke und Haut auf keinen Fall.
So haben wir getestet
Alle 23 Laufsocken werden vor dem ersten Tragen gewaschen. Wir testen sie sowohl auf der Straße als auch auf dem Trail. Dabei stellen wir sicher, dass wir mit jedem Paar Socken mindestens 30 Kilometer laufen. Außerdem achten wir darauf, dass wir nach Möglichkeit jedes Modell bei unterschiedlichem Wetter tragen.
Um unser Gefühl für die Socken zu vertiefen, tragen wir sie während des Testzeitraums auch im Alltag und beim Workout im Fitnessstudio. Wir gehen davon aus, dass viele Menschen ihre Laufsocken durchaus auch in anderen Bereichen tragen. Bewertet haben wir allerdings fast ausschließlich die Eindrücke aus den Testläufen.
Während unserer Läufe konzentrieren wir uns insbesondere auf den Halt, die Haptik, das Tragegefühl, das Feuchtigkeitsmanagement sowie etwaige Abnutzungserscheinungen. Das Tragen der Socken im Alltag und bei anderem Sport hilft uns dabei, die Socken möglichst lange und häufig am Fuß zu haben. Dadurch decken wir mehr Klimabedingungen ab und bekommen einen besseren Eindruck von der Langlebigkeit.
Die wichtigsten Fragen
Welche Laufsocken sind die besten?
Die besten Laufsocken sind für uns die Compressport Pro Racing Socks V4.0 Run High, denn ihr intelligentes Design schafft eine super Balance aus Komfort und Funktionalität mit einem erstklassigen Sitz. Aber es gibt auch andere Empfehlungen in unserem Test.
Was zeichnet Laufsocken aus?
Laufsocken sind speziell an die Bedürfnisse von Läufern abgestimmte Socken. Robustere Materialien verhindern schnelles Abnutzen, Polster und atmungsaktivere Zonen sorgen auch bei anspruchsvollen Läufen für optimierten Komfort. Einige Hersteller setzen auf Kompression, um Ermüdungserscheinungen vorzubeugen.
Kann ich zum Laufen nicht einfach Tennis- oder Baumwollsocken anziehen?
Das macht man in der Regel nur einmal – oder nur, wenn man sehr leidensfähig ist. Baumwoll- und andere für das Laufen ungeeignete Socken saugen sich schnell voll und sind in der Regel nicht ausreichend elastisch. Die Folge ist Faltenbildung und/oder Reibestellen und Blasen.
Welche Materialmischung ist die beste für Laufsocken?
Pauschal ist das nicht zu beantworten. Straßen-Wettkämpfer bevorzugen eventuell eine reine Kunstfasermischung, Ultra-Trailrunner einen Merino-Mischgewebesocken. Es lohnt sich, mit der Zeit eine kleine Sockensammlung anzulegen, um die eigenen Vorlieben auszuloten.
Wann sollte ich Laufsocken austauschen?
Besser zu früh als zu spät! Oft gibt einem der Fuß rechtzeitig eine Rückmeldung: Spätestens, wenn das Material schon fast durchgewetzt ist, sollte man dem Laufkomfort zuliebe zu einem Neukauf schreiten.
Soll ich hohe, halbhohe, niedrige oder sogar No-Show-Socken zum Laufen kaufen?
Das ist ein Stück weit Geschmackssache, wir können nur Denkanstöße geben. Wer auch im Wadenbereich Kompression haben möchte, wird um halbhohe oder gar knielange Socken nicht herumkommen. Diese erfordern allerdings etwas Geduld beim Anziehen. Für den schnellen Feierabendlauf tun es auch niedrige Socken. Mit No-Show-Socken fühlt man sich insbesondere beim Trailrunning schnell ungeschützt – Steine und Gestrüpp können den Knöchel verletzen. Beim Straßenlauf spielt diese „Gefahr“ wiederum kaum eine Rolle.




















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