Die Augen sind das Fenster zur Seele, sagt man. Lange, geschwungene Wimpern lenken noch einmal mehr Aufmerksamkeit auf sie. Der Blick wirkt wacher und die Augen wirken größer, nehmen optisch mehr Raum im Gesicht ein. Der Erfolg von Mascara spricht Bände. Doch auch die beste verlängernde Wimperntusche ist nur so gut, wie der Schwung der Wimpern es hergibt.
Nicht jedem ist ein voller, geschwungener Wimpernfächer von Natur aus vergönnt. Für gerade wachsende Wimpernhärchen, die man selbst mit imposanter Länge frontal nicht sieht, gibt es ein bewährtes Beauty-Tool: Die Wimpernzange.
Klassische Lash Curler, wie sie im Englischen heißen, können auf den ersten Blick austauschbar aussehen. Bei näherem Hinsehen und erst recht beim Ausprobieren entdeckt man schnell kleine, aber entscheidende Details in Handhabung, Passform und Resultat.
Wir haben 23 Wimpernzangen auf diese Eigenschaften getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Kevyn Aucoin The Eyelash Curler

- Für die meisten Augenformen geeignet, vor allem für große
- Runder Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Sehr weiches, gut sichtbares Kissen
- Große Öffnung
- Teuer
Unser Testsieger Kevyn Aucoin: The Eyelash Curler ist auch ein Liebling von Redakteuren und Make-up-Artists weltweit. Er passt durch seine universelle Konstruktion den meisten Augenformen. Mit der großen Öffnung, dem weichen Kissen und makelloser Verarbeitung arbeitet es sich noch einmal komfortabler.
Zwilling Wimpernzange
Zwilling hat uns mit seiner Wimpernzange komplett vom Hocker gehauen. Nicht nur eignet sich die Wimpernzange im Gegensatz zu fast allen anderen im Test für jede Augenform, sie liegt auch noch optimal und sicher in der Hand und zaubert ein erstklassiges Ergebnis nach nur wenigen Anläufen. Mit dieser Wimpernzange bleiben keine Wünsche offen.
TouchBeauty TB2003B

- Relativ universelle Form
- Auf Mascara anwendbar
- Schnell aufgeheizt
- Sofortiger Effekt
- Günstig
- Wimpern im Winkel schwierig
- Unhandliche Anwendung
- Keine Batterien mitgeliefert
- Klapprige Verarbeitung
Der Clou an der TB2003B von TouchBeauty ist, dass sie beheizt ist. Das formt die Wimpern nicht nur schneller, sondern auch nachhaltiger. Zwar könnten Anfänger bei den ersten Versuchen Schwierigkeiten haben, doch nach ein bisschen Übung ist diese Wimpernzange ein Geschenk des Himmels. Innerhalb kürzester Zeit formt sie gebogene Wimpern, die die Augen mit einem schönen Schwung umrahmen. Sorgen um eine Verbrennung muss man sich auch nicht machen: Die Wimpernzange wird nicht zu heiß und ist zudem mit einem Silikonpad geschützt.
Surratt Relevée Lash Curler

- Für die meisten Augenformen, v. a. für kleine, tiefsitzende
- Mit Abstand flachster Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Relativ große Öffnung
- Hochwertig im matt-schwarzem Design
- Wimpern auf Schwarz schwierig zu erkennen
- Sehr teuer
- Ersatz-Pads sehr teuer
Waren bisher alle Wimpernzangen zu groß? Dann sollten Sie unbedingt einmal den flachen Surratt Relevée Lash Curler anvisieren. Kombiniert mit dem schrägen Arbeitswinkel macht es das professionelle Tool besonders einfach und schmerzfrei, die Wimpern zu formen – bis in den äußersten Augenwinkel. Der Preis ist happig, auch für die Nachfüllkissen, doch man merkt es dem Luxus-Tool auch an: Es liegt sehr sicher in der Hand, hat ein stabilisierendes Gewicht und rutscht aufgrund des matten Finishes weniger.
Fidwall Wimpernzangen-Set

- Universell
- Halbe Zange ein Highlight
- Dicht am Wimpernkranz
- Effektiv und sofort biegend
- Günstig
- Starker Knick
- Vorsichtiges Drücken erforderlich
- Große Zange eng und schwierig zu justieren
- Klobig, behindert Sicht
- Keine Ersatz-Pads verfügbar
Die schmalere der beiden Curler im Fidwall-Set ist eine große, positive Überraschung. Durch ihr direktes Scharnier ohne seitliche Bügel gelangt man mit der Zange direkt an den Wimpernansatz. Sie knickt die Härchen intensiv, selbst bei wenig Druck. Man hat jedoch volle Kontrolle darüber, wie intensiv und direkt man den Effekt setzen möchte. Dafür sollte man zumindest ein wenig Übung und Sicherheit mit Wimpernformern haben. Die klobige Form ist bei dem günstigen Preis schnell vergessen. Die größere Zange kann man zusätzlich benutzen, allein würden wir sie jedoch nicht empfehlen.
Vergleichstabelle
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- Für die meisten Augenformen geeignet, vor allem für große
- Runder Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Sehr weiches, gut sichtbares Kissen
- Große Öffnung
- Teuer

- Für die meisten Augenformen
- Runder Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Große Öffnung

- Relativ universelle Form
- Auf Mascara anwendbar
- Schnell aufgeheizt
- Sofortiger Effekt
- Günstig
- Wimpern im Winkel schwierig
- Unhandliche Anwendung
- Keine Batterien mitgeliefert
- Klapprige Verarbeitung

- Für die meisten Augenformen, v. a. für kleine, tiefsitzende
- Mit Abstand flachster Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Relativ große Öffnung
- Hochwertig im matt-schwarzem Design
- Wimpern auf Schwarz schwierig zu erkennen
- Sehr teuer
- Ersatz-Pads sehr teuer

- Universell
- Halbe Zange ein Highlight
- Dicht am Wimpernkranz
- Effektiv und sofort biegend
- Günstig
- Starker Knick
- Vorsichtiges Drücken erforderlich
- Große Zange eng und schwierig zu justieren
- Klobig, behindert Sicht
- Keine Ersatz-Pads verfügbar

- Für die meisten Augenformen, insbesondere runde
- Sicherer, komfortabler Halt
- Öffnet sich automatisch
- Sehr weich (kein Knick, Effekt schwächer)
- Keine Ersatz-Pads verfügbar
- Teuer

- Für die meisten Augenformen, insbesondere kleine
- Hochwertige Verarbeitung
- Öffnung könnte weiter sein
- Keine Ersatz-Pads verfügbar (baugleich Shiseido)
- Teuer

- Für die meisten Augenformen, insbesondere kleine
- Öffnung eng
- Teuer

- Universell
- Biegt sofort ohne viel Druck
- Ganz dicht am Lid anwendbar
- Präzise Anwendung
- Kompakt
- Friemelige Anwendung mit Lernkurve
- Für Fortgeschrittene & Visagisten
- Harter Knick bei kräftigem Druck
- Erschwerte Sicht auf Spiegel
- Teuer
- Hygenischer Silikonkopf mit Präzisionsspitze
- Flacher Bogen
- 3 potente Wärmestufen
- Akku + USB-C statt Batterien
- Hochwertig verarbeitet
- Auf höchster Stufe ziemlich warm
- Ungetuscht kein nennenswerter Effekt
- Mascara lässt sich zwischen den Lamellen etwas schwierig entfernen

- Für die meisten Augenformen, v. a. für größere, runde
- Runder Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Man braucht mehrere Anläufe
- Enge Öffnung
- Teuer

- Für kleine, runde Augen
- Runder, kurzer Bogen
- Relativ große Öffnung
- Öffnet sich automatisch
- Relativ teuer
- Keine Ersatz-Pads verfügbar

- Für die meisten Augenformen
- Runder, mittellanger Bogen
- Langanhaltendes Ergebnis
- Griff fällt klein aus
- Keine Ersatz-Pads verfügbar

- Universell
- Halbe Länge
- Präzise Anwendung
- Große Öffnung
- Umständliche Anwendung
- Fast gerade Auflagefläche
- Keine Ersatz-Pads verfügbar
- Etwas klapprig und dünn
- Teuer

- Für die meisten Augenformen
- Schickes schwarzes Design
- Günstig
- Man braucht mehrere Anläufe
- Aufgesteckter Kamm versperrt Sicht, wenig Nutzen
- Keine Ersatz-Pads verfügbar

- Für große, runde Augen
- Langer, stark gewölbter Bogen
- Günstig
- Für durchschnittliche Augenform zu stark gewölbt
- Nahezu gerade Auflagefläche
- Etwas klapprig und leicht
- Keine Ersatz-Pads verfügbar
- Nur auflegen, kein Klemmen
- Runder Bogen
- Sehr einfach anzuwenden
- Effekt schwach
- Kein Hitzeschutz
- Batterien notwendig (nicht dabei)
- Viel Aufwand
- Schwierig zu reinigen

- Für große, runde Augen
- Langer, stark gewölbter Bogen
- Günstig
- Für durchschnittliche Augenform zu stark gewölbt
- Nahezu gerade Auflagefläche
- Enge Öffnung
- Dadurch schwierig justieren
- Etwas klapprig und leicht

- Für die meisten Augenformen
- Lid wird leicht eingeklemmt
- Keine Ersatz-Pads verfügbar

- Für sehr runde, große Augen
- Günstig
- Für durchschnittliche Augenform zu stark gewölbt
- Nicht ergonomisch (Wange im Weg)
- Gerade Auflagefläche
- Flaches Pad
- Enge Öffnung

- Für große Augen
- Langer, flacher Bogenn
- Schickes Design
- Für durchschnittliche Augenform zu weit
- Dadurch schwierig justieren
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Für den perfekten Augenaufschlag: Wimpernzangen im Test
Mit den richtigen Genen muss man sich keine Sorgen um seinen Augenaufschlag machen. Viele Menschen sind jedoch nicht bereits mit einem schönen Schwung gesegnet, sondern haben von Natur aus eher kurze und mehr gerade Wimpern. Wer zur zweiten Gruppe gehört, muss den Traum aber nicht an den Nagel hängen, denn sogenannte Wimpernzangen haben sich bereits seit langer Zeit bewährt. Mit ihnen und der richtigen Anwendung kann jeder einen gebogenen, schönen Wimpernkranz erhalten, wodurch die Wimpern länger und die Augen größer wirken. Dabei unterscheiden sich Wimpernzangen mehr, als man im ersten Moment annehmen würde.
Wie funktioniert eine Wimpernzange?
Alle Wimpernzangen verfolgen einen einzigen Zweck: schwungvolle, länger wirkende Wimpern, die die Augen schön umrahmen und größer aussehen lassen. Das gelingt, indem sie einen Knick am Wimpernansatz hinterlassen. Damit dieser möglichst homogen und natürlich aussieht, gibt es Modelle mit unterschiedlich gebogenen Bügeln für verschiedene Augenformen. Ebenso beeinflusst auch die Form und der Widerstand der meist austauschbaren Kissen eine Rolle.
Den Feinschliff verpasst man dem Wimpernaufschlag mit einer stimmigen Technik. Zwar ist die Anwendung selbsterklärend: Die Wimpern werden zwischen die zwei Bögen gelegt und beim Schließen der „Scherenform“ zusammengepresst. An welcher Stelle man ansetzt, wie lange man wo presst und auch in welchem Winkel, trägt zum finalen Resultat bei.
Für langanhaltenden Schwung sorgt nicht zuletzt auch eine gute Wimperntusche. Hier lohnt es sich gewiss, verschiedene auszuprobieren, eventuell auch eine wasserfeste Mascara, wenn man das Gefühl hat, das Ergebnis würde vorzeitig in die Ursprungsform zurückfallen.
Im Zweifelsfall kann man mit etwas Wärme nachhelfen. Das gelingt bequem mit Wimpernformern mit Heizfunktion.
Welche Unterschiede gibt es bei Wimpernzangen?
Mit dem Begriff „Wimpernzange“ assoziiert man in der Regel automatisch den klassischen Lash Curler in Scherenform mit zwei Bügeln zum „Kneifen“ der Wimpern. Sie sind intuitiv und bequem in der Anwendung, verhältnismäßig günstig und haben austauschbare Kissen-Pads aus etwa Silikon.
Für große oder kleine Augen, runde oder mandelförmige Form
Die Chance ist hoch, dass man hoffnungsvoll eine günstige Wimpernzange ausprobiert und maßlos enttäuscht oder schmerzhaft gezwickt wurde. Auch wenn Wimpernzangen „alle gleich“ aussehen und sich auf den ersten Blick nur in Farben und vielleicht Griffformen zu unterscheiden scheinen, ist ihr Design keinesfalls beliebig. Es gibt durchaus Unterschiede mit (ein-)gravierend unterschiedlichen Eigenschaften, die über die Verarbeitungsqualität und festen Halt hinausgehen:
-
Krümmung der Bügel
-
Breite der Bügel
- Winkel der Auflagefläche
- Größe der Öffnung
-
Abschluss der biegenden Kante
-
Härtegrad des Kissens
-
Wölbungsform des Kissens
-
Widerstand des Scharniers
Je nach Kombination der Eigenschaften eignen sich die Wimpernzangen eher für runde, offene oder flache, mandelförmige Augen, die meist auch mit einem Schlupflid einhergehen. Insbesondere das Verhältnis von Bogenrundung und dem Winkel, in dem die Auflagefläche nach außen hin herabfällt, ist für die Passgenauigkeit und auch Ergonomie beim Zusammenpressen entscheidend.

Lohnt sich eine teure Wimpernzange?
Die meisten günstigen Modelle, beispielsweise aus der Drogerie, Modegeschäften oder Gemischtwarenläden, entstammen Massenproduktionen. Es erweckt den Eindruck, als gelte das Motto „lieber zu groß als zu klein”. Häufig wird vor allem der Abfallwinkel dabei kaum geneigt, und so passen die Zangen vor allem kleinen Augen kaum, sind viel zu rund. Das führt nicht nur zu schlechten Ergebnissen, sondern auch zu Frust beim Anlegen, Schmerzen beim Pressen und letztlich einem ungleichmäßigen Ergebnis, das mit einer durchdacht geformten Wimpernzange deutlich schöner wäre.
Um unterschiedliche Augenformen zu berücksichtigen und mehrere Größen anbieten zu können, müssen Hersteller individuelle Modelle gestalten, müssen diese selbst designen und eine kleine Produktion in Auftrag geben. Das bedeutet leider nicht, dass jede teure Zange auch gut oder besonders ist. Die Chance, dass man ein passenderes Modell für sich findet, steigt jedoch. Auch die Verarbeitung ist in der Regel besser, der Widerstand justiert und Klappern wird vermieden. Die Krönung sind individuelle Pads mit schöner Rundung, einem abgestimmten Widerstand und vielleicht auch einer abgesetzten Farbe.

Über die traditionelle Wimpernzange hinaus gibt es besonders geformte Modelle, zum Beispiel mit gebogenem oder seitlichem Griff für bessere Sicht. Außerdem gibt es „halbe“ Zangen, sogenannte Half Lash Curler, mit denen man partiell arbeiten kann. Das kann für empfindliche Augen angenehmer sein oder wenn man keine zum Auge passende Zangenform findet.
Professionelle Make-up-Artists wiederum arbeiten gern mit „Kneifern“, weil sie aus einem anderen Winkel an die Wimpern greifen müssen und so mehr Kontrolle darüber haben, welche Härchen wie gebogen werden. Geübte nehmen dafür auch mal eben einen Teelöffel: Die harte Kante kombiniert mit dem Polster des Daumens ergeben schließlich dasselbe Prinzip. Mit präzisen Bewegungen kann man so gezielt Schwung einbringen. Das kann man natürlich auch einmal selbst probieren.
Elektrische Wimpernzangen & -former
Bei beheizten Wimpernzangen geht man im Grunde genauso vor. Manche Hersteller empfehlen vor der Anwendung, ein pflegendes Wimpernserum aufzutragen, das wie ein Hitzeschutz wirken soll – ähnlich einem Hitzeschutzspray auf den Haaren, bevor man zum Glätteisen oder Lockenstab greift. Je nachdem, welches Modell man verwendet, wird sogar zum Auftragen einer Wimperntusche geraten, um die Wimpern „vorzubereiten“, während man zugleich die Zange auf die gewünschte Temperatur erhitzt.
Wie auch bei der klassischen Wimpernzange, fixiert man auch die elektrische am oberen Wimpernkranz und drückt diesen vorsichtig und leicht nach oben. Teilweise sind Schutzborsten vorhanden, um das Auge ausreichend zu schützen, doch das ist nicht immer der Fall. Zudem sollte man trotz Hitzeschutz auf der Hut sein und Fingerspitzengefühl haben. Nach der Anwendung kann man, wie auch bereits oben genannt, auf Mascara, Haarspray oder auch falsche Wimpern zurückgreifen.
Vorteilhaft bei beheizbaren Wimpernzangen ist, dass sie die Wimpern nicht einklemmen, womit man schon einmal ausschließen kann, dass man sie sich ausreißt oder sie hängen bleiben. Ganz ungefährlich sind sie teilweise dennoch nicht, denn wie immer spielt die Verarbeitung eine große Rolle. Bei guten Modellen kann praktisch nichts schiefgehen, bei schlechten kann es schon einmal zu Verbrennungen kommen. Deshalb auch hier: Unbedingt Vorsicht walten lassen!
Elektrische Wimpernformer hingegen klemmen die Wimpern nicht wie eine Zange ein, sondern werden auf die Wimpern aufgelegt und in Form geschoben. Der Effekt ist entsprechend eher zurückhaltend und auch nicht sehr langlebig. Besonders bei diesen Modellen macht die Vorbereitung mit Wimperntusche viel Sinn. Um den Effekt zu verstärken, kann man einen gekühlten Löffel sofort nach der Anwendung auflegen, wie einen Cool Shot einer Warmluftbürste.
Wimpernzange richtig anwenden
Die Handhabung klassischer Scheren-Wimpernzangen ist selbsterklärend. Hat man die Finger am Griff platziert, legt sich der vielleicht etwas furchteinflößende erste Eindruck von der „Gerätschaft“. Die Finger haben volle Kontrolle über die Zange und das Polster schützt die feinen Härchen. Entspannter arbeitet es sich, wenn man sich auf den Spiegel fokussiert und weniger darauf, was vor dem Auge passiert.
Leider versperrt einem die eigene Hand immer auch ein wenig die Sicht. Den Dreh hat man jedoch schnell raus. Hinderlicher ist eher, dass man dennoch per se nie den richtigen Blickwinkel auf die Pressstelle haben kann. Aus Erfahrung sei versichert, dass eine passend geformte Wimpernzange gerade diesen Aspekt enorm erleichtert.
Schritt für Schritt
Beim Wimpernformen sollten die Lider leicht geschlossen, aber entspannt sein. Dafür legt man entweder den Kopf etwas in den Nacken oder positioniert den Spiegel so, dass man schräg nach unten hineinschaut.
Die Zange wird weit geöffnet an das Auge herangeführt. Liegen die Wimpern zwischen den Bügeln, justiert man die Position, während noch ein lockerer Spalt offen ist, sodass besonders in den Augenwinkeln keine Härchen eingeklemmt werden können.
Nun kann man den Kopf etwas aufrichten. Eine Orientierungshilfe ist das Kissen. Wenn man den Eindruck hat, es ist in etwa ein bis zwei Millimeter vom Lid positioniert, kann man die Wimpernzange zunächst leicht zusammendrücken. Zieht und zwickt nichts und die Wimpernspitzen schauen oben gleichmäßig heraus, drückt man fest zusammen.
Je nach Wimpernzangenmodell, Wimpernlänge und gewünschtem Ergebnis hat man nun zwei Möglichkeiten:
- Man hält die Zange für 15 Sekunden fest und lässt los. Das Ergebnis ist ein drastischer Knick, der für einen starken Fächer sorgt. Gut für kurze Wimpern oder einen dramatisches Look.
- Man lockert den Griff nach einigen Sekunden minimal und wandert mit der Zange ein- oder mehrmals einige Millimeter in Richtung Spitzen. Dieses Ergebnis sind mehrere, leichte Biegungen für ein natürlicher aussehendes Ergebnis.
Bei Bedarf wiederholen. Anschließend mit Mascara tuschen, um das Ergebnis zu fixieren.
„Verknickt“? Mit etwas Wasser oder beispielsweise Mizellenwasser auf einem Wattepad betupft, gehen die Wimpern wieder in ihre Ursprungsform zurück. Tränchen vermeidet man daher auch deswegen besser. Sobald sie trocken sind, noch einmal probieren.
Alle Hersteller weisen ausdrücklich darauf hin, Wimpernzangen nur an Wimpern zu verwenden, die ungetuscht sind. Bei täglichem Einsatz sollte man sich daran halten, um Härchenbruch zu vermeiden.
Immer ungetuscht biegen!
Realitätsnäher ist es, dass man der Versuchung selten widerstehen kann, es auch mal auf Mascara auszuprobieren. Auch wer falsche Wimpern aufklebt und sie mittels eines Lash Curlers zusammendrücken möchte, wird bereits getuschte Wimpern haben. Dann sind behutsamer Umgang und wenig Druck besonders wichtig. Die kombinierte Wimperntusche sollte eine sein, die nach dem Trocknen noch geschmeidig und biegsam bleibt.
Gern wird empfohlen, die Wimpernzange vor der Anwendung mit einem Föhn anzuwärmen. Alternativ kann man sie in heißes Wasser tauchen und trocken tupfen. Um die empfindliche Partie aber nicht zu verbrennen und zu reizen, sollte man die Temperatur immer erst mit den Fingern testen.
Ein weiterer „Hack“ ist es, das Kissen der Zange zunächst mit Haarspray zu benetzen. Allerdings ist das heikel. Es müsste noch flüssig sein, um die fixierenden Polymere auf die Wimpern zu übertragen. Dann könnten sie jedoch auch in die Augen gelangen, wofür sie keinesfalls ausgelegt sind. Auch würden die Wimpern dann verkleben und nicht mehr ordentlich tuschbar sein.
Die Wimpernzange sollte regelmäßig, bestenfalls nach jeder Anwendung, gereinigt werden, insbesondere wenn die Lider geschminkt sind. Kurz mit etwas Alkohol abwischen, gegebenenfalls etwas rubbeln und weglegen genügt, und Bakterien haben kaum eine Chance.

Üblicherweise liegen jedem Lash Curler Ersatz-Pads bei und können meist nachgekauft werden. Sie sollten ausgetauscht werden, sobald das Material Veränderungen aufweist, beispielsweise verformt, rissig oder verfärbt ist. Leider bieten nicht alle Hersteller Ersatz an. Es gibt jedoch zahlreiche günstige Optionen von Fremdherstellern, die auf generische Zangen passen sollten. In der Regel haben die Pads eine Länge von etwas mehr als 30 Millimetern. Es ist davon auszugehen, dass die Hersteller Ersatz-Pads anbieten würden, hätten sie besondere Eigenschaften.
Unser Favorit
Kevyn Aucoin The Eyelash Curler

- Für die meisten Augenformen geeignet, vor allem für große
- Runder Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Sehr weiches, gut sichtbares Kissen
- Große Öffnung
- Teuer
Es gibt keinen negativen Aspekt am Kevyn Aucoin The Eyelash Curler und keine Best-of-Liste, in der die Wimpernzange der professionellen Marke nicht empfohlen wird. Ihre ausgewogene, durchdachte Form macht sie nahezu universell und zugleich komfortabel in der Anwendung. Obwohl sie auch kleinen Augen zu mehr Wimpernschwung verhilft, profitieren vor allem große Augen mit störrischen Wimpern von ihrer Konstruktion. Von Profis wird sie besonders für eine runde Augenform und für dicke Härchen empfohlen.

Der Bogenschwung und die Weite sind moderat gekrümmt, dafür der Abfallwinkel der Auflagefläche relativ steil. Das macht sie ergonomisch, und sie passt sich der Form des Wimpernkranzes gelungen an. Kein Ziepen, kein „Herumeiern“. Besonders der „Flip“ gelingt hier schmerzfrei, also das Schieben des Lids nach oben, während man presst.
Die Verarbeitung ist makellos bis zur Niete. Sie löst unseren bisherigen Favoriten von Zwilling auch deshalb ab, weil man gerade aufgrund der ähnlichen Konstruktion die raffinierten Details erkennt. Der Mehrpreis erscheint uns hier gerechtfertigt. Die Nachfüll-Pads sind auch etwas teurer, aufgrund der Eigenheiten absolut okay.

Sie bietet die größte Öffnung im Test, sodass man die Wimpern nicht erst „einfädeln“ muss. Auch die knallrote Farbe des Kissens erleichtert einem die Positionierung des Wimpernfächers, weil man sie im Kontrast optimal erkennt. Die Konsistenz des Pads ist besonders. Sie ist etwas weicher als die meisten anderen. Diese Elastizität macht sich beim Zusammendrücken bemerkbar und sorgt dafür, dass man trotz hohem Druck beim Pressen eher eine Kurve als eine harte Kante knickt.
Kevyn Aucoin The Eyelash Curler im Testspiegel
Der Kevyn Aucoin The Eyelash Curler wird in zahlreichen internationalen Modemagazinen, Testportalen und besonders von Make-up-Artists immer wieder aufgrund seiner recht universellen Form und zweckmäßigen Features empfohlen, darunter Wirecutter (New York Times), das Beauty-Magazin Allure, Glamour US und UK, Elle oder Harper’s Bazaar UK.
Weitere Empfehlungen
Zwilling Wimpernzange
Von der Wimpernzange von Zwilling waren wir im Test begeistert, hier wurde alles richtig gemacht. Vor allem die Tatsache, dass der Hersteller es geschafft hat, eine Wimpernzange für jeden Augentyp zu konstruieren, hat uns positiv überrascht. Zwar wurde sie von unserem Favoriten aufgrund kleinerer Details abgelöst, doch dafür ist dieses Modell preiswerter.

Schon beim Auspacken sind uns die tolle, stabile Verarbeitung und die drei beigelegten, türkisen Ersatz-Silikonpads aufgefallen. Dunkle Wimpernhärchen sind hierauf viel besser zu sehen als auf den üblichen schwarzen Bändchen. Der Widerstand ist hier ausbalanciert, sodass der Knick nicht zu hart ausfällt. Nachfüll-Pads sind im Fünfer-Pack günstig nachbestellbar.
Die Zange lässt sich leicht und sorgfältig am Wimpernkranz ansetzen und greift alle Wimpern auf einmal, ohne dabei das Lid zu verletzen, und mit nur ein wenig Druck und in drei Anläufen à fünfzehn Sekunden zaubert die Zwilling einen natürlich schönen Schwung in die eher kurzen und vor allem sehr geraden Wimpern der Testerinnen. Toll!
Die Zwilling Wimpernzange aus Edelstahl liegt sehr angenehm in der Hand, lässt sich schön greifen und drücken. Zu keiner Zeit übt man zu viel Druck auf die Finger aus und hat stets Kontrolle über Position und Pressung. Das Scharnier öffnet sich mühelos, klappert nicht und unterstützt den sicheren Halt. Zwilling verspricht einen ergonomischen Griff. Nach unserem Test können wir dem nur zustimmen – auch größere Hände kommen gut damit zurecht.
TouchBeauty TB2003B

- Relativ universelle Form
- Auf Mascara anwendbar
- Schnell aufgeheizt
- Sofortiger Effekt
- Günstig
- Wimpern im Winkel schwierig
- Unhandliche Anwendung
- Keine Batterien mitgeliefert
- Klapprige Verarbeitung
Als eine von drei elektrisch beheizten Wimpernzangen im Test sind wir mit äußerster Skepsis und Vorsicht an die TouchBeauty TB2003B herangegangen – und waren wider Erwarten erstaunt und begeistert. Nachdem man sich erst einmal an die ungewohnte Form und Funktion gewöhnt und seine Angst vor Verbrennungen abgelegt hat, läuft der Rest von ganz allein ab – keine andere Wimpernzange im Test hat uns so schnell so beeindruckende Ergebnisse geliefert.

Die Wimpernzange besteht aus Kunststoff und ist recht gut verarbeitet. Auf uns macht sie einen stabilen und robusten Eindruck, wenn sie auch nicht an die Qualität von Edelstahl herankommt, wie er von Zwilling und Tweezerman verwendet wird. Die TB2003B mag also vielleicht nicht ganz so lang haltbar sein wie die Konkurrenz. Dafür punktet sie mit anderen Vorteilen, die wir so nicht erwartet hatten.
Schiebt man den Schalter auf „on“, leuchtet bei vollen Batterien eine grüne LED und verweist auf die Aufwärmphase. Nur wenige Sekunden muss man sich gedulden, bis sich der im Kissen gebettete Draht erwärmt und das Silikon die Farbe wechselt. In der Beschreibung gibt es leider keinen Hinweis auf automatische Abschaltung. Anschließend legt man nur noch die Wimpern auf und presst mit dem Daumen auf der Innenseite für rund 15 Sekunden. Das ist nicht sehr komfortabel und knirscht ein wenig, funktioniert aber durchaus gut.
Anders als klassische Wimpernzangen wird hier mit einem Schiebemechanismus gearbeitet. Das bedeutet, dass die Zange so nah wie möglich am Wimpernkranz angelegt und anschließend der Schieber mit dem Daumen nach oben gedrückt wird. So werden die Wimpern fixiert und gebogen. Was konventionelle Zangen mit viel Druck erreichen, schafft sie beeindruckend mit Wärme. Starkes Pressen ist wegen der Konstruktion und des Plastiks nicht möglich, aber auch nicht nötig.
Die Form ist leider nicht universell, sodass man vermutlich Kompromisse eingehen muss. Wir empfehlen, den Fokus auf den äußeren Augenwinkel zu legen, ansonsten gibt es einen unschönen Knick in der Mitte der längsten Wimpern. Hier ist definitiv Übung notwendig, bis man es für seine Lidform homogen hinbekommt.
Die Gebrauchsanweisung erläutert alles Wesentliche, jedoch nur auf Englisch und Chinesisch. Hier erfährt man, dass das Silikonpad nicht austauschbar ist und man für den Betrieb zwei nicht im Lieferumfang inbegriffene AAA-Batterien benötigt. Eine Akku-Lösung wie bei dem anderen getesteten TouchBeauty-Modell wäre komfortabler und hochwertiger. Im Vergleich wirkt dieses Modell billig und klapprig, insbesondere beim friemeligen Batteriewechsel. Ärgerlich: Die für Akku-Batterien typische 1,2-Volt-Spannung funktioniert hier nicht.
Zum Reinigen muss die TouchBeauty abgestellt werden, um möglichen Verbrennungen und Schäden am Gerät vorzubeugen. Der Hersteller rät aus hygienischen Gründen zu einer Säuberung nach jedem Gebrauch. Dabei muss besonders das Silikonpad beachtet werden. Auf Alkohol oder andere ätzende Flüssigkeiten sollte unter allen Umständen verzichtet werden. Stattdessen empfiehlt der Hersteller den Gebrauch von Wasser oder neutralem Spülmittel zur Reinigung.
Surratt Relevée Lash Curler

- Für die meisten Augenformen, v. a. für kleine, tiefsitzende
- Mit Abstand flachster Bogen
- Abfallende Auflagefläche
- Relativ große Öffnung
- Hochwertig im matt-schwarzem Design
- Wimpern auf Schwarz schwierig zu erkennen
- Sehr teuer
- Ersatz-Pads sehr teuer
Der Surratt Relevée Lash Curler ist noch gar nicht so lang auf dem Markt, hat jedoch zügig das Herz von Enthusiasten und Profis durch seine besondere Form und hochwertige Verarbeitung erobert. Die Besonderheit ist ein besonders flacher Bogen: Während die meisten Hersteller rund einen Zentimeter Wölbung konstruieren (generische eher mehr), beträgt flach liegend der Abstand zur höchsten Stelle nur sieben Millimeter. Ein Träumchen für alle mit eher tief sitzenden, mandelförmigen Augen. Der Schwung wird hier viel mehr über die angenehm abfallende Auflagefläche herausgeholt.

Die Öffnung lässt sich rund einen Zentimeter weit öffnen, sodass man komfortabel alle Wimpern hindurchstecken kann. Bei passender Lidform justiert sich der Curler von selbst. Das Pad ist durchschnittlich hart und zaubert so einen deutlichen Schwung. Sie bereitet vermutlich durch das matte Finish ein leicht samtiges Gefühl beim Zusammendrücken. Es ist kein Widerstand per se, sondern ein sehr kontrolliertes Anwendungsgefühl.
Der Relevée Lash Curler ist besonders gut verarbeitet und liegt auch sicher und schwer in der Hand. Als einziges Modell im Test hat er runde Eingriffsösen und bietet auch Platz für dickere Finger. Die Metallstangen sind besonders dick und bieten eine große Auflagefläche. Zudem bietet der leicht raue, matte Lack zusätzlichen Grip. Die schwarze, matte Lackierung ist extrem edel und wirkt auch sehr solide und kratzfest. Leider hat sie den großen Nachteil, dass man die Wimpernhärchen nur schwer erkennen kann. Immerhin ist die obere Blende dafür sehr schmal.
Bei so viel Raffinesse und Qualität überrascht der gehobene Preis nicht. Die Investition wird aber für all jene, die sich über zu runde Zangen geärgert haben, absolut lohnen. Umso mehr tut es weh, dass ein einzelnes Ersatz-Pad so viel kostet wie manch eine Zange.
Fidwall Wimpernzangen-Set

- Universell
- Halbe Zange ein Highlight
- Dicht am Wimpernkranz
- Effektiv und sofort biegend
- Günstig
- Starker Knick
- Vorsichtiges Drücken erforderlich
- Große Zange eng und schwierig zu justieren
- Klobig, behindert Sicht
- Keine Ersatz-Pads verfügbar
Das Fidwall-Wimpernzangen-Set haben wir wegen der besonders geformten Konstruktion ausgesucht, uns allerdings aufgrund des dicken Plastiks nicht viel davon versprochen. Dass sich die kleinere der beiden Zangen als Favorit entpuppt, ist eine große Überraschung. Nicht nur ist die Handhabung einwandfrei, auch der Effekt ist überragend.
Bereits leichtes und kurzes Zusammendrücken resultiert in einem deutlichen, fast rechtwinkligen Knick. Hier sei gesagt: Man sollte die Zange sehr behutsam anwenden, um nicht zu viel Druck auf die Härchen auszuüben oder die Haut zu kneifen. Leichter und an mehreren Stellen zu kneifen, bereitet hiermit jedoch keinen Aufwand. Der Knick ist sofort da, sodass es weder mehr Zeit, noch Kraft erfordert. Zugegeben: Auf den ersten Blick ist das nicht unbedingt die Optik, die wir anvisieren, und wegen des punktuellen Drucks ist der Look auch nicht so haltbar wie eine sanfte Kurve. Mit Wimperntusche glättet sich jedoch das Ergebnis zu einem natürlicheren Schwung.

Die größere Zange bietet zwar denselben Effekt, ist jedoch schwieriger zu positionieren. Ihre Öffnung ist schon beinahe zu schmal, sodass man im Spiegel nicht direkt sehen kann, wo sie ansetzt. Das kann in unerwünschter Formgebung resultieren oder gar im Kneifen des Lids. Man kann die große Zange allerdings gut für die Längen benutzen. Extra dafür anschaffen müsste man sie jedoch nicht. Unsere Empfehlung gilt daher eigentlich nur der schmaleren von beiden. Die öffnet sich auch um einige Millimeter weiter.
Das Plastik wirkt zwar nicht sehr hochwertig, ist jedoch stabil. Durch die weiße Farbe hebt sich die Zange deutlich von den Härchen ab, sodass man besser sehen kann, wo man sie anlegt. Grüne Ersatz-Pads für die Fidwall sind im Beutel enthalten, jedoch nicht separat erhältlich. Sie sind im Querschnitt wie ein »T« geformt, bieten eine flache Auflagefläche und durchschnittlichen bis harten Widerstand. Man wird sie nicht einfach durch generische Pads ersetzen können. Sie sitzen jedoch fest, sind passgenau und verformen sich nicht, sodass man hoffentlich nicht so schnell Bedarf für Ersatz haben wird.
Außerdem getestet
Tweezerman ProMaster Lash Curler
Vom Tweezerman ProMaster Lash Curler aus der Studio Collection sind nicht nur wir, sondern auch viele Redakteure als Option für kleine, tiefsitzende Augen überzeugt. Mitunter, weil man keine Nachfüll-Pads für sie erwerben kann, musste sie beim Test-Update ihren Platz unter den Empfehlungen räumen. Dennoch ist sie ein hochwertig verarbeitetes Tool für eine viel zu selten vernachlässigte Zielgruppe.
Dafür wurde das Bügelpaar relativ flach und nicht zu weit geformt, sodass die Lider tief sitzender Augen über die gesamte Breite gefasst und die Wimpern gleichmäßig gegriffen werden. Das sorgt nicht nur für einen homogenen Knick, sondern beugt auch Ziepen vor. Die Schere könnte sich nach unserem Geschmack noch etwas weiter öffnen lassen. Dafür gleitet das Scharnier geschmeidig auf und zu. Das lässt sich die Marke aber auch kosten.
Der Hersteller verwendet auch hier rostfreien Edelstahl und fertigt seine Wimpernzange stabil und robust an. Der Griff und die Größe stimmen mit der Tweezerman Classic Zange überein und weisen damit die gleichen Vor- und Nachteile auf wie das Schwestermodell. Daher gilt auch hier: Mit einer großen Hand sollte man sich vielleicht doch überlegen, lieber zur Zwilling zu greifen, wenn man dauerhaft eingeklemmte und strapazierte Finger vermeiden möchte.
Reinigen lässt sich die ProMaster wie alle klassischen Wimpernzangen problemlos mit einem feuchten Tuch und etwas Wasser, und schon sind sämtliche Rückstände verschwunden. Auch hier sollte man auf ätzende Flüssigkeiten und Alkohol verzichten, um Schäden und Verletzungen zu vermeiden.
Auch diese Wimpernzange stattet Tweezerman mit dem Siegel „hypoallergen“ aus. Laut Website bezieht sich das auf die Silikonpads und nicht etwa auf das Metall. Damit handelt es sich also um alles andere als ein Alleinstellungsmerkmal.
Tweezerman Classic
Die Tweezerman Classic ist im Vergleich zum spezifischen ProMaster Lash Curler ein recht universelles Modell für durchschnittlich geformte Augen und ist daher eine günstige Alternative zu unseren Empfehlungen, tendenziell für etwas kleinere Augen. Ihr fehlen kleinere Raffinessen, die Funktion und der Anwendungskomfort sind jedoch tadellos, ebenso wie die Verarbeitung des Edelstahls.
Der Griff der Classic ist ausgesprochen angenehm, liegt optimal in der Hand und drückt nicht. Selbst nach längerer Anwendung muss man nicht absetzen, um die Finger zu entspannen. Zudem lässt sie sich sehr einfach und vor allem flüssig bedienen und stockt zu keinem Zeitpunkt. Aber nicht nur für die Finger ist die Classic ein tolles Beauty-Tool, denn vor allem die Augen profitieren von ihrer simplen und fließenden Handhabung.
Die Tweezerman Classic kam bei uns in beinahe exakt derselben Verpackung an wie die Zwilling, und auch Tweezerman legte sehr großzügig drei schwarze Ersatzkissen aus Silikon bei. Sie sind durchschnittlich weich bis hart für etwas intensivere Krümmung. Aktuell sind Ersatzeinheiten für dieses Modell online nicht zu finden. Sie sind als Silikon hypoallergen, worauf der Hersteller hinweist. Es handelt sich jedoch um das Standardmaterial für diesen Einsatz.
TouchBeauty TB-2052
Die elektrisch beheizbare TouchBeauty TB-2052 in unserem Test kam leider auch ohne Batterien an und war zudem etwas anders aufgebaut als unsere Empfehlung TB2003B vom selben Hersteller. Demnach erfolgte auch eine abweichende Anwendung: Statt mit einem Zangenmechanismus arbeitet dieses Modell mit einem beheizten Bürstensystem. In der Theorie klingt das toll, in der Praxis gestaltet sich der Vorgang aber als äußerst aufwendige Zitterpartie.
Ohne ein geschütztes Silikonpad ist man der Hitze ausgeliefert und muss besonders wachsam und vorsichtig sein, um sich nicht versehentlich das Augenlid zu verbrennen. Selbst mit einem ruhigen Händchen macht die Anwendung absolut keinen Spaß. Die Wimpern müssen praktisch einzeln gebogen werden, und auch wenn der Effekt sofort sichtbar wird, ist der Vorgang doch recht mühsam und der Arm wird zwangsläufig schwer. Da hilft es auch nichts, dass die elektrische Wimpernzange an sich schön in der Hand liegt und optisch ansprechend designt wurde. Aussehen ist eben nicht alles.
Catrice Lash Curler
Verletzungsgefahr besteht bei Wimpernzangen im Normalfall nicht, solange man darauf achtet, nicht das Augenlid einzuklemmen und nicht zu dicht am Wimpernkranz zu pressen. Das passiert am ehesten beim Catrice Lash Curler. Denn bei diesem rutscht man trotz stabilem Griff recht schnell ab, und so kam es auch bei uns im Test dazu, dass ein Augenlid schmerzhaft eingeklemmt wurde im Versuch, möglichst viele Wimpern gleichzeitig zu fassen. So kamen wir zu dem Schluss, dass sich diese Wimpernzange eher für große, runde und hervorstehende Augen eignet, bei denen man nicht Gefahr läuft, leicht abzurutschen. Tiefliegende und schmale Augen bergen ein höheres Verletzungsrisiko und können außerdem von der Zange nur schwer erreicht und gefasst werden. Immerhin hat der Hersteller daran gedacht, Ersatzpads beizulegen, und bietet diese angeblich universale Wimpernzange für einen vergleichsweise geringen Preis an.
Essence Eyelash Curler
Laut Kundenrezensionen weicht der neue rosa eloxierte Essence Eyelash Curler auch in der Form von der von uns zuvor getesteten Version in Bronze ab. Da nun eine andere Testerin für uns ihre Wimpern „quetscht“, haben wir keinen Direktvergleich. Begeistert hinterlässt uns die Wimpernzange jedoch nicht. Zweckmäßig trifft es am besten. Durch den hohen Bogen und fast rechtwinkligen Winkel der Arbeitsfläche ist die Anwendung wenig komfortabel und passt eher zu großen, hervorstehenden Augen. Wer nur dieses Modell aufgrund des günstigen Preises kennt, dem sei versichert: Es geht viel, viel besser, angenehmer und ohne Knicke an unerwünschten Stellen des Wimpernbands.
Shu Uemura Eyelash Curler
Der Eyelash Curler von Shu Uemura hat uns in mehreren Hinsichten stark enttäuscht. Für diesen hohen Preis hatten wir schon fast ein Wunder erwartet, doch bekommen haben wir eine Wimpernzange mit einem locker sitzenden Griff, der keinen sicheren Halt bietet und daher ein schmerzhaftes Abrutschen praktisch heraufbeschwört. Die Verarbeitung ist gut, jedoch bleiben Fingerabdrücke sichtbar an der Oberfläche haften. Mitgeliefert wird nur ein einziges Ersatzkissen aus Silikon, natürlich in Extra-Plastik eingepackt. Die Anleitung befindet sich auf der Rückseite der Schachtel in Japanisch und in Englisch, zumindest hat Shu Uemura an erklärende Bilderchen gedacht. Die Bedienung ist selbsterklärend und die Passform in Ordnung, doch der Effekt ist praktisch nicht existent. Selbst nach mehreren Minuten und mehrmaligem neuen Ansetzen ist kaum eine Veränderung festzustellen. Schade.
Ebelin Wimpernformer
Den Aspekt der Umwelt hat sich am ehesten noch Ebelin zu Herzen genommen, denn der Hersteller verwendet von allen Produkten im Test das wenigste Plastik und greift mehr auf Karton zurück. Die Wimpernzange liegt leider ähnlich locker wie der Eyelash Curler von Shu Uemura in der Hand und fühlt sich außerdem etwas billig an. Bei dem geringen Preis haben wir aber schon beinahe damit gerechnet. Ebelin glänzt nicht mit einer besonders hochwertigen Verarbeitung, doch immerhin tut die Wimpernzange genau das, was sie soll. Nach mehreren Anläufen, einigem Druck und viel Geduld hat man endlich einen einigermaßen gelungenen Bogen in den Wimpern – vorausgesetzt, die Augen liegen nicht tief und sind nicht mandelförmig. Denn auch hier wird dieser Augentyp von einem weiteren Hersteller nicht berücksichtigt und runde, hervorstehende Augen in den Vordergrund gerückt. Da nutzen auch die beiden beigelegten Ersatzkissen aus Silikon nichts.
MAC Half Lash Curler
Der Name ist Programm beim MAC Half Lash Curler. Dank der schmalen Arbeitsfläche arbeitet man sektionsweise, am naheliegendsten sind wohl Drittel. Damit handelt es sich um ein Präzisionswerkzeug für besonders viel Kontrolle, wo wie viel Schwung vergeben wird. Findet man keine passende Form oder hat keine Lust, sich durchzutesten, kann eine schmale Zange die Lösung sein. Ebenso, wenn man nur partiell formen möchte, zum Beispiel außen für ein Cat Eye.
Ansonsten wird dasselbe Scherenprinzip traditioneller Wimpernzangen genutzt. Das Scharnier ist jedoch etwas locker und hat für unseren Geschmack minimal zu viel Spiel. Das Edelstahl ist sehr dünn und die Gesamtgröße auch eher zierlich. Mit gesunden, nicht zu großen Händen sollte es jedoch nicht hinderlich sein. Ärgerlicher ist vielmehr, dass man bis auf das beigelegte Ersatz-Pad keine separat nachkaufen kann. Für eine professionelle Marke eigentlich ein Unding, insbesondere zu dem Preis.
Der Knick wird aufgrund der recht harten Auflagefläche durchaus auffällig. Für eher weichere Kurven muss man hier ein wenig üben. Insgesamt ist es eher ein Tool mit Lernkurve und bedarf Geduld beim Einsatz. Nicht nur muss man dreimal so oft kneifen wie bei einem vollen Curler, sondern ist das Justieren auch etwas langwieriger. Schnell biegt man auch einmal Härchen an der Außenkante nicht wie gewünscht.
NYX Eyelash Curler
Für eine Nische von Menschen mit kugelrunden, hervorstehenden, aber schmalen Augen ist der stark gekrümmte NYX Eyelash Curler vermutlich ein Segen im Kontrast zu üblichen Wimpernzangen. Für den Großteil ist die Form leider viel zu eng. Möchte man den oberen Bogen plan auf das Lid legen, drückt man mit den äußeren Kanten unangenehm ins Lid, sogar auf den Augapfel. Lockert man es, entsteht mittig ein viel zu großer Abstand zum Wimpernkranz und knickt statt am Ansatz mehr oder weniger mittig auf die Wimpern.
Erschwerend kommt hinzu, dass der Winkel zum Griff zu wenig gekrümmt ist und so die Wange einer intuitiven Haltung im Weg steht. Man muss unweigerlich schon ein wenig angeschrägt starten. Es ist ein Modell, das die Befürchtungen beim Anblick von Wimpernzangen ausnahmsweise bestätigt. Es würde nicht überraschen, wenn es manch Käufer vom Nutzen von Wimpernzangen abgeschreckt hätte. Da trösten der günstige Preis, die grauschwarze Optik und die ansonsten solide Verarbeitung leider nicht drüber hinweg.
Preo Prima Shogyo Curl Up C-2000
Ein Profi-Tool aus Japan ist der Preo Prima Shogyo Curl Up C-2000 und sieht einem Nagelknipser erschreckend ähnlich. Aber keine Sorge, die Kante ist wie die ganze Zange dickwandig. Wobei gesunder Respekt bei der Anwendung durchaus gefragt ist. Es gibt keinen Bügel, der das Auge schützen könnte. Dafür kann man ganz dicht an den Wimpernansatz ansetzen und kann besonders aus sehr kurzen Härchen den letzten Mikrometer herausholen. Auch die unteren Wimpern lassen sich damit ohne Verrenkungen curlen.
Zwei sehr starre Metallteile sind am Ende vernietet. Der Widerstand ist deutlich, sodass man zwar volle Kontrolle darüber hat, wann und wie stark man drückt, allerdings muss man schon ein wenig Kraft in den Fingern haben, um es ordentlich zu pressen. Wiederum entsteht bereits nach wenigen Sekunden ein deutlicher Knick, sodass man viel kürzer pressen muss. Das Ergebnis ist entsprechend etwas kantig.
Neben den verbauten Silikonröllchen gibt es noch ein Döschen mit sechs Ersatz-Pads. Ein solches kann man relativ günstig nachkaufen, es läuft jedoch auf einen Import hinaus. Auch die Zange wird aus Japan eingeflogen und eher von kleinen Shops angeboten. Während sie in der Heimat ziemlich günstig ist, zahlt man hier einen saftigen Aufpreis. Wenn man mit ihr einmal umgehen kann, lohnt sich die Investition, wenn alles andere versagt.
TouchBeauty Silicone Heated Eyelash Curler
Auf den ersten Blick ist der TouchBeauty Silicone Heated Eyelash Curler beeindruckend verbaut. Da man kein Batteriefach benötigt, sondern per USB-C-Kabel am Boden laden kann, ist das Plastikgehäuse wie aus einem Guss. Matt, glatt und handlich. Dazu der nahtlos aufgesteckte Silikonkopf mit zwei Arbeitsflächen. Das hätten wir uns auch vom anderen Modell der Marke gewünscht. Denn an das Resultat der kneifenden Zange kommt dieser Wimpernformer zum Auflegen nicht ganz heran. Insbesondere ohne Wimperntusche ist nur wenig Schwung herauszuholen. Auf getrockneter Mascara benötigt man Geduld und muss ein wenig an der Falttechnik arbeiten. Bei störrischen Wimpern wird man an Grenzen stoßen.
Man kann zwischen drei Temperaturen wählen: ± 55°, ± 65° und ± 75°, wobei die höchste schon ziemlich warm wird. Bei empfindlichen und trockenen Augen könnte es im täglichen Einsatz unangenehm werden. Auch bei sensiblen Lidern reduziert man besser auf eine kleinere Stufe. Immerhin schützt das weiche Silikon vor direktem Kontakt mit der Wärmequelle. Das ist für solche Former nicht selbstverständlich. Klar liegt auch hier der Vorteil bei der hygienischen Reinigung. Damit diese mühelos gelingt, sollte man die Tusche auch immer gut durchtrocknen lassen. Ansonsten halten die Reste zwischen den Lamellen selbst mit einem Bürstchen etwas hartnäckig.
Wer keine großen Sprünge erwartet und viel Wert auf ein sehr praktisches Gerät legt, vielleicht auch ergänzend zu einer traditionellen Zange, zahlt einen fairen Preis.
Brilliant Beauty Eyelash Curler
Eines muss man ihr lassen: Die Brillant Beauty Eyelash Curler ist auf jeden Fall ansehnlich. Mit ihren Regenbogenfarben macht sie optisch echt was her, und der mitgelieferte kleine Aufbewahrungsbeutel ist ein nettes Extra. Die Verarbeitung ist in Ordnung, doch betätigen lässt sich die Zange eher schwerfällig: Der Griff hapert und drückt, und die Wimpern bleiben leicht am Pad kleben – zwar nicht fest genug, um sie herauszureißen, doch es ziept dennoch. Das Ergebnis ist verschwindend gering. Selbst nach mehrmaligem Ansetzen ist kaum ein Effekt feststellbar, und der winzige Schwung, den man schließlich herausbekommt, bleibt nicht lange sichtbar und verschwindet genauso schnell, wie er gekommen ist. Zumindest wurden zwei Ersatzpads aus Silikon mitgeliefert, und kleine Hände dürften bei der Handhabung weniger Schwierigkeiten haben. Für große Hände eignet sich die Wimpernzange hingegen gar nicht.
Shiseido 213 Eyelash Curler
Der Shiseido 213 Eyelash Curler ist eine der bekannteren Wimpernzangen aus Asien, richtet sich aber nicht ausschließlich an tief sitzende Augen. Die Form entspricht in etwa der unseres Testsiegers von Kevyn Aucoin lässt sich jedoch nicht annähernd so weit öffnen. Auch ist sie nahezu baugleich mit der Wimpernzange von Nars, was nicht überrascht, weil beide Marken demselben Konzern gehören. Wenn man nicht gerade ein Schnäppchen erwischt, würden wir auch zum schwarzen Modell raten. Nicht nur, weil es durch die Lackierung edler aussieht, sondern sich auch minimal weiter öffnen lässt. Bogenform, Kissendruck und Haptik sind ansonsten identisch. Dem Paket liegt ein Ersatzkissen bei, weitere sind separat erhältlich.
Nars Eyelash Curler
Der Nars Eyelash Curler wirkt auf uns wie die edlere Version des Shiseido Eyelash Curler. Immerhin gehören beide Marken zum selben japanischen Konzern. Entsprechend berücksichtigen beide auch die Anforderungen tiefer sitzender Augen.Obwohl die Zange von Nars sich etwas weiter öffnen lässt als die von Shiseido, kommen beide an die komfortable Öffnung des Testsiegers nicht heran. Der Unterschied ist jedoch nicht groß genug, als dass man upgraden müsste. Die Form der Nars, also der Winkel des Bogens, entspricht demunseres Favoriten von Kevyn Aucoin.
Die Zange ist stabil, hochwertig verarbeitet und wirkt durch die matte, schwarze Lackierung sehr edel. Ein wenig wundert es, dass man nicht das Farbschema der Nars-Pinsel übernommen und das Kissen rot gefärbt hat. Die Pads sind eher hart und sorgen so für eine starke Biegung ohne sichtbaren Knick. Leider sind keine Ersatz-Pads erhältlich, jedoch kann man praktischerweise die omnipräsenten von Shiseido einsetzen, wenn man den Härtegrad beibehalten möchte.
Dior Backstage Eyelash Curler
Dem Dior Backstage Eyelash Curler sieht man den gehobenen Preis sofort an und spürt ihn auch bei der Anwendung. Die ergonomisch geformten Griffe haben ein Soft-Touch-Finish und bieten sicheren Halt. Weil die Zange sich dank einer Feder im Mittelteil automatisch öffnet, sind auch keine Ringe zum Durchgreifen nötig. Der dadurch entstehende, leichte Widerstand erhöht abermals die Stabilität und Kontrolle über das Biegen. Ohne Ösen kann die Zange einem aber aus der Hand rutschen.
Ein weiterer Vorteil der Form ist, dass kein Scharnier auf die Wange drückt. Der Rahmen rechts und links ist dem Gesicht näher. So kann man die Zange angenehm auf die Wange ablegen und erhält so zusätzliche Stabilität. Da stört es auch nicht, dass sie sich nicht allzu weit öffnet. Die Wimpern schlüpfen bis zum Ansatz durch die Öffnung hindurch. Die Form ist relativ universell und in Breite und Winkel ausbalanciert, tendenziell jedoch eher rund und somit für runde Augen vorteilhafter als für kleine.
Man sollte es vermeiden, die Zange bei der Anwendung zusätzlich waagerecht gegen die Wange zu drücken. Da sie von selbst aufspringt, kann sie schon einmal in die Haut kneifen. Den Dreh hat man allerdings schnell heraus.
Das Kissen ist bei dieser Zange vergleichsweise weich. Die Konsequenz ist eine gemäßigte Biegung. Wünscht man sich einen dramatischen Effekt, ist dies nicht das ideale Gerät. Insgesamt ist die Verarbeitung stabil und in makellosem, seidenmattem Schwarz lackiert. Aufgrund des Soft-Touch-Finishes sind die Griffe allerdings ein wenig empfindlich und Make-up-Reste vom vorherigen Schminken bleiben daran sofort haften.
Wet’n’Wild High On Lash
Die günstige Wet’n’Wild High On Lash scheint bis auf eine Ausnahme baugleich mit der Wimpernzange von Essence zu sein. Sie ist eher breit und hat einen hohen Bogen. Damit ist sie eher für große, hervorstehende Augen in Ordnung. Bei kleinen Augen wird der Knick nicht durchgehend am Ansatz platziert und biegt entweder außen oder innen mitten in den Wimpern. Wie lästig das ist, merkt man oft erst, wenn man eine besser konstruierte Zange probiert hat. Passt es dennoch mit der Augenform, würden wir diese Zange der Essence gegenüber vorziehen, weil sie sich ein kleines Stück weiter öffnen und so einfacher anlegen lässt. Dafür sieht der Lack nicht ganz so glatt aus.
Die Kissen sind durchschnittlich weich und biegen sichtbar, ohne einen harten Knick zu hinterlassen. Ersatzkissen sind nicht enthalten und werden von Wet’n’Wild auch nicht explizit angeboten. Da sie jedoch nicht ungewöhnlich sind, können sie sicherlich von Fremdherstellern bezogen werden.
So haben wir getestet
Für unseren Test wählen wir Wimpernzangen unterschiedlicher Preisklassen aus Drogerien, Parfümerien und dem Online-Handel aus. Dabei berücksichtigen wir sowohl bekannte Marken als auch weniger etablierte Hersteller sowie verschiedene Zangenkonstruktionen, um Modelle für unterschiedliche Augenformen und Wimpernlängen einordnen zu können. Zusätzlich prüfen wir elektrische Wimpernformer.
Entscheidend für die Bewertung sind eine stabile Verarbeitung, eine sichere Haptik und vor allem die Form der Zwinge. Sie darf weder zu breit noch zu stark gewölbt sein, damit sie dicht am Wimpernansatz greift und für viele Augenformen geeignet ist. Wir erfassen den Winkel der Wölbung und der Stanzfläche in Relation zum Griff sowie den Härtegrad des Kissens. Die Konstruktion soll das Risiko des Einklemmens oder Stechens minimieren. Idealerweise liegen Ersatz-Pads bei oder sind separat erhältlich.
Im ersten Durchgang werden die Wimpernzangen von zwei Personen mit runder sowie mandelförmiger Augenform getestet. Die Testperson in den darauffolgenden Updates hat tief sitzende, durchschnittlich große Augen mit leichtem Schlupflid. Ihre Wimpern sind moderat lang, jedoch durch den parallelen Wimpernserum-Test etwas länger als gewohnt. Von Natur aus sind sie leicht gebogen.
Die wichtigsten Fragen
Welche Wimpernzange ist die beste?
Die Kevyn Aucoin The Eyelash Curler konnte uns im Test nicht nur mit einer makellosen Verarbeitung überzeugen, sondern auch tadelloser Handhabung an den meisten Augenformen. Sehr ähnlich, nicht ganz so raffiniert, dafür günstiger ist die gelungene Wimpernzange von Zwilling.
Für wen eignen sich Wimpernzangen?
Im Prinzip kann jeder eine Wimpernzange benutzen, denn sie sind für kurze, lange, dicke und dünne Wimpern geeignet. Manche Modelle sind für alle Augen konzipiert, andere wiederum fokussieren sich auf bestimmte Augentypen, dazu muss man einfach nur die Herstelleraufgaben überprüfen.
Wie bleiben die Wimpern den ganzen Tag lang gebogen?
Nach der Anwendung der Wimpernzange sind die Wimpern schön gebogen, doch lange bleibt dieser Effekt in der Regel nicht erhalten. Um zu verhindern, dass die ganze Mühe umsonst war, greift man am besten auf Mascara zurück. Mit dem nachträglichen Tuschen der Wimpern bleibt der Schwung für eine längere Zeit erhalten. Als Alternative kann man aber auch auf Haarspray zurückgreifen, das man allerdings auf das Pad der Zange sprüht und nicht auf die Wimpern selbst.
Macht eine Wimpernzange die Wimpern kaputt?
Nein, eine gute Wimpernzange schadet oder schwächt die Wimpern nicht, vorausgesetzt man wendet sie richtig an und setzt sie nicht täglich ein. Das Kissen in der Wimpernzange federt den Schwung ab und schützt so die Wimperrn. Um auf Nummer Sicher zu gehen und da es sich hier um ein sehr empfindliches Werkzeug handelt, sollte man aber auch bereit sein, in eine qualitativ wertige, langlebige und gute Wimpernzange zu investieren.




























































































