Es gibt kaum ein anderes Küchengerät, das so viele Namen trägt wie der simple Kaffeebereiter mit französischen Wurzeln, italienischem Patent und preisgekrönten dänischen Modellen, die heute immer noch gern gekauft werden. Im Handel findet man die French Press zum Beispiel auch unter den Bezeichnungen Siebstempelkanne, Kaffeepresse, Kaffeedrücker, Bodumkanne, Cafetière oder Chambordkanne.
Das einfache Funktionsprinzip ist wahrscheinlich das Geheimnis ihres Erfolgs. Die klassische Stempelkanne besteht aus einer Kanne und einem Pressstempel mit integriertem Metallsieb, der das im Wasser schwimmende Kaffeepulver nach unten drückt. Der Kaffee aus einer French Press zeichnet sich durch viel Körper aus, da das Sieb, anders als feinporiges Filterpapier, die im Kaffee enthaltenen Fette und Öle nicht herausfiltert.
Wir haben 26 Kaffeepressen getestet. Die Preisspanne reicht von rund 16 bis 370 Euro. Hier sind unsere empfohlenen Kaffeebereiter in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Grønenberg French Press
Die French Press von Grønenberg ist unser Testsieger. Ausschlaggebend waren unter anderem ihre sehr hochwertige Verarbeitung und die gute Handhabung. Die äußerst robuste Stempelkanne aus doppelwandigem gebürstetem Edelstahl hat ein klares, zeitloses Design und kann eine lebenslange Begleiterin sein. Der Hersteller Grønenberg will laut eigener Aussage bei seinen Produkten für Nachhaltigkeit sorgen, weshalb er einen umfassenden Ersatzteilservice anbietet.
Bodum Caffettiera
Die Bodum Caffettiera ist ein Klassiker unter den Pressstempelkannen und steht als stellvertretender Namensgeber für die French Press. Klassisch ist bis heute das nahezu unveränderte Design der Kanne seit ihrer Markteinführung in den 1970er-Jahren. Sie besteht aus hitzebeständigem Borosilikatglas und sitzt in einer Halterung aus verchromtem Edelstahl. Die »Bodumkanne« ist Kult und funktionierte in unserem Test einwandfrei.
Milu French Press
Die French Press von Milu ist unser Preistipp. Die mittlere Ausführung fasst 600 Milliliter, was circa drei Tassen Kaffee entspricht. Im Lieferumfang sind ein praktischer Dosierlöffel, Korkuntersetzer und Ersatzsieb enthalten. Diese schlichte French Press macht genau das, was sie soll, und für vergleichsweise wenig Geld bekommt man einen funktionstüchtigen Kaffeebereiter.
Fürstenberg French Press Datum

- Hochwertige Verarbeitung
- Sehr edle Optik und Haptik
- Spülmaschinenfest
- Schwer
- Keine Messskala
- Sehr teuer
Luxus pur gibt es mit der Fürstenberg French Press. Der Kaffeebereiter stammt aus einer Porzellanmanufaktur und hat demnach wenig mit den meisten anderen Testkandidaten gemein. Deckel und Korpus bestehen aus Porzellan, der Stempel klassisch aus Edelstahl. Die hervorragende Verarbeitung und Materialqualität haben ihren Preis. Die Fürstenberg ist mit großem Abstand die teuerste in unserem Test und daher nur denjenigen zu empfehlen, die eine ganz besondere French Press suchen und vorhaben, diese zu besonderen Anlässen vorzuführen.
Stoke Voltaics Joulle Kettle Pot

- Integrierter Wasserkocher
- Hält den Kaffee lange warm
- Zuhause, aber auch außerhalb einsatzbereit
- Robust
- Mit praktischer Handschlaufe und Ovalring
- Ohne Steckdose unbrauchbar
- Teuer
Dieses Modell hebt sich nicht nur optisch ab: Die Stoke Voltaics Joulle Kettle Pot ist ein echtes Multitalent. Neben dem klassischen »French-Pressen« kann sie sogar Lebensmittel aufwärmen und kochen. Ob zuhause, im Urlaub oder beim Campen – dank praktischer Handschlaufe und Ovalring kann der Kaffeebereiter überallhin mitgenommen werden.
Vergleichstabelle
Bis zu 10 Produkte auswählen und direkt gegenüberstellen.



























- Hochwertige Verarbeitung
- Kompaktes, cleanes Design
- Mit Messskala
- Spülmaschinenfest
- Nachhaltige Verpackung
- Kratzgeräusch bei Betätigung des Stempels

- Hochwertige Verarbeitung
- Spülmaschinenfest
- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Bruchrisiko
- Unschöne Warnhinweise auf dem Glas
- Keine Messskala

- Gute Verarbeitung
- In drei Größen erhältlich
- Messlöffel und Korkuntersetzer im Lieferumfang
- Spülmaschinenfest
- Günstig
- Glaskanne kann nicht aus der Halterung genommen werden
- Glasboden wird sehr heiß
- Keine Messskala

- Hochwertige Verarbeitung
- Sehr edle Optik und Haptik
- Spülmaschinenfest
- Schwer
- Keine Messskala
- Sehr teuer

- Integrierter Wasserkocher
- Hält den Kaffee lange warm
- Zuhause, aber auch außerhalb einsatzbereit
- Robust
- Mit praktischer Handschlaufe und Ovalring
- Ohne Steckdose unbrauchbar
- Teuer

- Leicht
- Hält Kaffee lange warm
- To-Go-Modell
- In neun verschiedenen Farben erhältlich
- Stempel lässt sich etwas schwerer drücken

- Hochwertige Verarbeitung
- Liegt gut in der Hand
- Kompaktes, cleanes Design
- Mit Messskala
- Spülmaschinenfest
- Unangenehmes Geräusch, wenn Edelstahl aneinanderkratzt beim Stempel

- Hochwertige Verarbeitung
- Angenehme Bedienung mit griffigem Silikonhenkel
- Ansprechende Optik
- Tropft leicht beim Ausschenken
- Keine Messskala

- Hochwertige Verarbeitung
- Liegt gut in der Hand
- Kompaktes, cleanes Design
- Mit Messskala
- Spülmaschinenfest
- Unangenehmes Geräusch beim Bewegen des Stempels

- Hochwertige Verarbeitung
- Liegt sehr gut in der Hand
- Besonderes Design
- Mit Messskala
- Hält lange warm
- In der 1.000-ml-Größe schwer
- Nicht spülmaschinenfest
- Etwas teurer

- Großes Fassungsvermögen
- Stempel lässt sich perfekt drücken
- Sichtbare Fingerabdrücke bleiben auf der Oberfläche zurück
- Schwer

- Edles Design
- Großes Fassungsvermögen
- Sichtbare Fingerabdrücke bleiben auf dem Deckel zurück
- Schwer

- Gute Verarbeitung
- Schönes Design
- Messskala
- Spülmaschinenfest
- Unangenehmes Geräusch beim Herunterdrücken des Stempels

- Solide Verarbeitung
- Nostalgisches Aussehen
- Spülmaschinenfest
- Hohes Verbrennungsrisiko durch extrem heiße Kanne
- Schwer
- Keine Messskala
- Teuer

- Gute Verarbeitung
- Spülmaschinenfest
- Ergonomischer Griff
- Deckel wird heiß

- Angenehme Bedienung
- Spülmaschinenfest
- Schönes Design
- Mit Messskala
- Gute Isolierung
- Unangenehmes Geräusch, wenn Edelstahl aneinanderkratzt beim Stempeln

- Gute Verarbeitung
- Reisetaugliche Größe
- Steht sehr wackelig
- Nicht spülmaschinenfest
- Ohne Messskala

- Weiterer Bodum-Klassiker in drei Designvarianten und vier Größen
- Spülmaschinenfest
- Stempel lässt zuviel Spielraum, wenn er ganz unten ist
- Keine Messskala

- Ansprechendes klares Design
- Hält lange warm
- Extrem kratzempfindlich
- Nicht spülmaschinenfest
- Keine Messskala

- Hochwertige Verarbeitung
- Unspektakuläres Design mit viel Kunststoff
- Keine Messskala

- Besonderes Design, in vielen Farben erhältlich
- Mit Messskala
- Spülmaschinenfest
- Gute Isolierung
- Verarbeitung könnte besser sein
- Deckel schließt nicht komplett ab

- Ungewöhnliches Vintage-Design
- schlechte Verarbeitung
- nicht spülmaschinenfest
- keine Messskala

- Lebenslange Herstellergarantie
- Spülmaschinenfest
- Teilweise frei liegende Glaskanne erhöht Verbrennungsrisiko
- Scharfkantig

- Besonderes Design mit Holzelementen
- Schlechte Verarbeitung
- Sehr stoßempfindlich
- Nicht spülmaschinenfest

- Kaffeesatz kann direkt in den Kompost gestempelt werden
- In acht verschiedenen Farben erhältlich
- Perfekte Kaffee-Satz-Trennung
- Wasser läuft zu schnell durch den Filter, Stempeln ist nicht möglich
- Stempel lässt sich nur sehr schwer drücken

- Stempel lässt sich gut bedienen
- Inklusive Portionier-Löffel
- Mäßige Verarbeitung
- Viel Kunststoff
- Keine Messskala
- Kaffee schmeckt sehr wässrig
- Viel Kaffeesatz im Getränk
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Volles Kaffeearoma: French Press im Test
Schon vom Anbau bis zur Röstung ist die Welt des Kaffees erstaunlich vielfältig. Kein Wunder, dass es auch so viele verschiedene Zubereitungstechniken gibt. Je nach geschmacklicher Vorliebe und je nachdem, wie viel Zeit man investieren möchte, kann man sich danach seinen Kaffeebereiter aussuchen. Zwei handwerkliche Methoden stellen wir hier einmal gegenüber:
Die Handfilter-Zubereitung wird auch als »Pour over« (übergießen) bezeichnet. Dabei wird das heiße Wasser portionsweise in kreisenden Bewegungen über das Pulver gegossen. Wie in einem Topf mit Blumenerde versickert es langsam, dringt schließlich durch das Filterpapier, und der fertige Kaffee tröpfelt in die Kanne. Daher heißen die typischen trichterförmigen Filterhalter auch »Dripper« (to drip = sickern, tröpfeln). Filterkaffee ist sehr sauber und fein aromatisch.
Kaffee aus der French Press hat geschmacklich mehr Fülle und Körper, da die im Kaffee enthaltenen Öle und Fette nicht herausgefiltert werden.
Ganz anders funktioniert dagegen die French Press: In ihr werden die komplette Wasser- und Kaffeepulvermenge sofort vermischt, und es findet unmittelbar eine Extraktion statt. Daher spricht man hier vom »Full Immersion«-Prinzip (vollständiges Eintauchen). Da der Siebstempel das Treibgut nach der Ziehzeit nur nach unten drückt und grob filtert, verbleiben Öle und weitere Stoffe im Kaffee. Deshalb schmeckt er besonders vollmundig und kräftig, und ein wenig Schlick am Boden der Tasse zu finden, ist ganz normal.
Welche French-Press-Kannen gibt es?
Aufgebaut als klassische Stempelkanne hat die French Press einen beweglichen Pressstempel, der zusammen mit einem Metallsieb in einer Glas-, Keramik-, oder Metallkanne sitzt. In der Auswahl des Kannenmaterials liegt auch der größte und entscheidende Unterschied zwischen den zahlreichen Modellen. Da die French Press im Aufbau immer gleich ist, unterscheiden sich die Formen der Kannen kaum. Eine gewisse Designvielfalt findet man noch bei den Griffen und Deckeln. Farbliche Varianten sind auch bei den pulverbeschichteten French-Press-Modellen aus Edelstahl möglich.
Fast alle Kaffeebereiter werden in mehreren Größen angeboten. Als Standard haben sich 350 Milliliter (zwei Tassen), 600 Milliliter (drei Tassen) und 1.000 Milliliter (fünf Tassen) etabliert. Da der in einer French Press zubereitete Kaffee möglichst sofort eingeschenkt und getrunken werden sollte, ergibt es Sinn, eine bedarfsgerechte Größe auszusuchen. Viele French-Press-Fans haben mehrere Größen im Haus, um sowohl für sich als auch bei Besuch optimal ausgerüstet zu sein.
Was eine French Press ausmacht
Die French Press ist keine Diva: Ohne Chichi und Tamtam benötigt sie außer Wasser und Kaffee keine weiteren Utensilien und ist daher auch sehr nachhaltig im Gebrauch. Außerdem ist eine Stempelkanne handlich, im besten Fall gut zu reinigen und sehr einfach zu bedienen. Berücksichtigt man einige handwerkliche Regeln, kann man mit einer French Press hervorragenden Kaffee zaubern.

Die Kanne
Sie ist das Herzstück der French Press. Es gibt sie aus Glas, Edelstahl oder Keramik. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile.
French-Press-Glaskannen sind hitzebeständig, geschmacks- und geruchsneutral und können problemlos auch im Geschirrspüler gereinigt werden. Die größte Schwäche der Glaskanne ist ihre Zerbrechlichkeit. Wer sich dennoch für eine French Press mit Durchblick entscheiden möchte, sollte im Vorfeld prüfen, ob Ersatzkannen des entsprechenden Modells nachzukaufen sind. Das Glas sollte nicht zu dünn sein, damit man sich bei den hohen Wassertemperaturen nicht an der Kanne verbrüht. Hochwertige Glaskannen bestehen aus Borosilikatglas. Es ist äußerst hitzebeständig, kratzfest und zerspringt nicht.
Material und Wärmespeicherung hängen zusammen. Einfache Glaskannen speichern keine Wärme, die doppelwandigen Modelle aus Edelstahl, Steingut oder Thermo-Glas hingegen schon.
Stempelkannen aus doppelwandigem Edelstahl (wie dem verbreiteten Chrom-Nickel-Stahl 304) können den Kaffee wesentlich länger warm halten als ihre Brüder und Schwestern aus Glas oder Keramik. Zur Thermofunktion sollte man allerdings wissen: Je länger der Kaffee zusammen mit dem gepressten Kaffeepulver in der Stempelkanne verbleibt, desto bitterer wird das Getränk. Es gibt aber noch ein anderes Argument für eine doppelwandige Stahlkanne – ihre Robustheit. Etwaige Beulen und Dellen werden höchstens außen sicht- und spürbar sein. Leider ertönt bei der Betätigung des Stempels ein unangenehmes Geräusch, da hier Metall an Metall reibt und kratzt. Bei unseren stählernen Testkandidaten war das Geräusch mal mehr, mal weniger ausgeprägt. French Presses aus Edelstahl sind schwerer und meist etwas teurer als Modelle mit Glaskanne.
Eine dritte mögliche Variante sind Stempelkannen aus Keramik. Bekannte Hersteller sind hier Stelton und Le Creuset. Die French Press von Le Creuset aus buntem Luxus-Steinzeug war ebenfalls unter unseren getesteten Modellen. Kaffeebereiter aus Steingut und Porzellan gehören zu den teuersten Kannen auf dem Markt. Das Material isoliert etwas besser als Glas. Die Kannen sind relativ schwer und leider höchst bruchempfindlich. Dafür wirken Pressstempelkannen aus Keramik optisch hochwertig und heben sich klar von den anderen Modellen ab.
Der Griff
Um die French Press gut handhaben zu können, sollte der Griff ergonomisch und stabil sein, denn Kaffeebereiter mit einem Liter Fassungsvermögen können gefüllt rund zwei Kilogramm oder mehr wiegen. Um den Kaffee sicher und ruhig in die Tassen gießen zu können, darf der Griff nicht zu dünn sein und selbstverständlich auch nicht heiß werden. Wichtig ist auch, dass man beim Zugreifen nicht mit der heißen Kannenoberfläche in Berührung kommt. Bei ausgefallenen Gestaltungsideen kann dieser Sicherheitsabstand zu kurz ausfallen.
Viele Griffe bestehen aus Kunststoff, weitere gern verwendete Materialien sind Holz, Keramik oder Edelstahl. Alle Materialien sind gut geeignet, wenn die Form stimmt und der Griff, wie bereits erwähnt, den nötigen Abstand zum heißen Kannenkörper hat. In unserem French-Press-Test war dies bei allen Modellen der Fall.

Der Stempel
Er ist der eigentliche Namensgeber unserer French Press oder Stempelkanne und besteht in der Regel aus Griff, Deckel, Rundstab, einem perforierten Sieb aus Edelstahl, einer Stabilisierung für das Sieb und Schraubelementen zum Zerlegen. Der Stempel sollte seitlich mit der Kanneninnenwand dicht schließen, darf aber gleichzeitig auch nicht zu schwergängig sein. Das Sieb bestimmt, wie sauber der Kaffee nach der Ziehzeit gepresst werden kann. Je feiner das Sieb, desto schwergängiger ist unter Umständen der Filtervorgang. Ist das Sieb zu grob, verbleibt mitunter zu viel Kaffeesediment im Getränk.
Ein French-Press-Stempel sollte nach jedem Gebrauch zerlegt werden, damit die Einzelteile gereinigt werden können. Sie bestehen aus Edelstahl und ein einfaches Abspülen genügt. Hin und wieder sollte man etwas gründlicher sein, da sich die Öle und Fette des Kaffees bei mehrmaligem Gebrauch im Sieb absetzen. Alle Stempel unserer Modelle im Test ließen sich wunderbar zerlegen und reinigen.

Equipment & Zubereitung
Die Zubereitungsform von Kaffee mit einer French Press ist auch deshalb beliebt, da sie keine weiteren Hilfsmittel erfordert. Auch die Reinigung gelingt in den meisten Fällen mühelos. Der praktische Kaffeebereiter wird allerdings nicht immer so genutzt, wie es für ein optimales Ergebnis notwendig wäre. Anders als bei der Kaffeemaschine sollte man hier einige Details beachten.

Wer Wert auf eine perfekte Kaffeezubereitung legt und Spaß daran hat, sollte sich neben der French Press eine Waage (alternativ einen Messlöffel), einen Wasserkocher und eine Kaffeemühle zulegen. Als Timer kann auch das Handy genutzt werden. Welcher Kaffee am besten geeignet ist, hängt vom eigenen Geschmack ab. Besonders gut gelingt ein Kaffee mit hohem Arabica-Anteil und mittlerer Röstung. Idealerweise kauft man ganze Bohnen und mahlt sich die benötigte Menge immer frisch. Hat man diese Möglichkeit nicht, kann man im Kaffeegeschäft seines Vertrauens auch für French Press gemahlenen Kaffee kaufen und ihn im Vakuumbehälter aufbewahren.
Der richtige Mahlgrad entscheidet
Wie bei fast allen Arten der Kaffeezubereitung ist der richtige Mahlgrad der Kaffeebohnen wichtig. Für die French Press empfiehlt sich ein mittlerer Mahlgrad. Bei manuellen oder elektrischen Kaffeemühlen mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk sollte man auf ein ebenmäßiges Mahlergebnis achten. Optisch erinnert die korrekte Körnung an Grieß. Bei der Menge kann man sich daran orientieren, dass 60 Gramm Kaffeepulver auf einen Liter Wasser kommen. Das sind etwa sechs gehäufte Esslöffel. Ist der Kaffee zu fein gemahlen und man arbeitet ohne Waage, kann es leicht passieren, dass man zu viel Kaffee verwendet, da mehr auf die Löffel passt. Es lohnt sich, ein wenig zu experimentieren: Schmeckt der Kaffee beispielsweise zu sauer, ist der Mahlgrad etwas feiner zu wählen.
Der Brühvorgang
Geht das „Stempeln“ zu leicht oder schwimmt das Kaffeemehl schon unten, hat man zu lange gewartet und der Kaffee ist wahrscheinlich schon zu stark.
Das Wasser sollte nach dem Kochen auf 96 bis 90 Grad abkühlen, bevor es zügig in kreisenden Bewegungen in die Kanne gegossen wird. Jetzt auf keinen Fall schon den Stempel herunterdrücken! Sondern: Einmal kurz umrühren oder die Kanne schwenken, Deckel und Sieb mit ausgefahrenem Stempel auf die Kanne setzen und lediglich bis zur Wasseroberfläche herunterdrücken. So kühlt das Getränk während der Extraktion nicht unnötig ab. Die optimale Ziehzeit liegt zwischen vier und fünf Minuten. Wer mag, kann den Kaffee auch etwas länger oder kürzer ziehen lassen. Wartet man allerdings zu lange, wird er nicht kräftiger, sondern bitter.
Nach der gewünschten Ziehzeit darf „gestempelt“ werden. Sind Deckel und Sieb korrekt in der Kanne positioniert, kann der Stempel langsam und gleichmäßig heruntergedrückt werden. Voilà, schon ist der Kaffee fertig. Falls er nicht sofort getrunken wird, sollte er in eine andere Kanne umgefüllt werden, da der Kaffeesatz weiterhin zieht und Bitterstoffe in den Kaffee abgibt.
Unser Favorit
Grønenberg French Press
Der einwandfreie Zubereitungs- und Reinigungsprozess hat die Stempelkanne von Grønenberg zur besten French Press in unserem Vergleichstest gemacht. Die durchweg hochwertige Verarbeitung dieses Kaffeebereiters spricht für sich und konnte auch im Vergleich zu bekannten Größen wie der Caffettiera von Bodum überzeugen. In unserem French-Press-Test haben wir die Größe mit einem Fassungsvolumen von 600 Milliliter verwendet.
Eine robuste French Press für den Langzeitgebrauch
Grønenberg ist eine noch relativ junge Marke, gegründet 2017. Das Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz spricht sich in seiner Unternehmensdarstellung dafür aus, die Kaffeezubereitung so umweltfreundlich wie möglich zu machen. Das beginnt schon bei der plastikfreien, sparsamen Verpackung: Da die French Press komplett aus robustem Edelstahl besteht, genügt ihr als Transportzuhause ein Karton aus recycelter Wellpappe. Ebenfalls lose beigelegt sind drei Ersatzfilter. Apropos Ersatz: Die Firma Grønenberg bietet für ihr gesamtes Sortiment an Kaffee-Equipment einen Ersatzteilservice an, allein sieben nachzukaufende Einzelteile für die French Press. Der Erwerb einer komplett neuen Kanne ist damit nicht nötig, was Geld und kostbare Ressourcen spart.
Im Vergleich zu manchen anderen Modellen ist das Design der French Press von Grønenberg sehr schlicht und unspektakulär – sie ist eine zeitlose Puristin, die sich in jede Kücheneinrichtung integriert. Nahezu baugleich und ebenfalls aus Edelstahl sind die Modelle von Blumtal und Morgenheld in unserem Test. Die gebürstete Stahloberfläche sieht nicht nur edel aus, sondern ist auch unempfindlich gegen Kratzer. Beim genauen Betrachten und Befühlen bemerkt man die wirklich schöne Verarbeitung in den Bereichen des Schnabels und des Griffs. Der Deckel schließt perfekt auf der Kanne ab, was nicht bei allen getesteten Pressstempelkannen der Fall war.
Die French Press von Grønenberg verfügt über eine isolierte, doppelwandige Kanne aus 304er-Edelstahl. Die Messskala an der Innenwand ist hilfreich, da ein Stahlkorpus nun einmal undurchsichtig ist und man den Füllstand von außen nicht abschätzen kann. Die Wandung der Grønenberg-Kanne ist mit acht Millimetern extra stark. In unserem Praxistest war das Getränk auch noch nach einer Stunde ordentlich heiß. Länger sollte man den Kaffee in einer French-Press-Kanne aber auch nicht stehen lassen, da er sonst zu bitter wird. Idealerweise genießt man ihn sofort oder füllt ihn um.
Die Kaffeezubereitung funktionierte mit der Grønenberg einwandfrei. Und das Ergebnis schmeckte ebenfalls. Kanne und Stempel waren im Anschluss sehr leicht und schnell zu reinigen. Laut Hersteller dürfen auch alle Teile der French Press in den Geschirrspüler, was für viele Nutzerinnen und Nutzer sicher ein Plus ist.

Den Kaffeebereiter von Grønenberg gibt es in drei Füllgrößen: 1.000 Milliliter für circa fünf Tassen, 600 Milliliter für drei und 350 Milliliter für zwei Tassen. Die kleinste Kanne geht sicher auch gern mit auf Reisen. Im Fazit gibt es an unserem Testsieger nichts auszusetzen. Das zeitlose Design und die robuste Verarbeitung machen den Kaffeebereiter zu einem langlebigen Begleiter. Im Preisvergleich ist die French Press von Groenenberg mit rund 40 Euro ein eher teures Model, aber bei der Haltbarkeit relativieren sich die Anschaffungskosten schnell.
Grønenberg French Press im Testspiegel
Die Kollegen von Spiegel haben im Dezember 2024 ebenfalls French-Press-Kannen getestet. Unser Testsieger wird in puncto Nachhaltigkeit dafür gelobt, dass er einen Ersatzteilservice anbietet. Auch dass die Kanne spülmaschinenfest, modern und solide ist, wird positiv hervorgehoben. Gleiches gilt für die Messskala. Negativpunkte waren die Produktion in China (trotz Herstellersitz in Deutschland) und dass der Kaffee anfangs noch etwas metallisch schmeckte.
Weitere Empfehlungen
Bodum Caffettiera
Keine andere French Press steht mit ihrem Namen allein schon für das Produkt wie die Bodum Caffettiera. In den 1970er-Jahren auf den Markt gebracht, sieht die Pressstempelkanne des dänischen Herstellers heute noch nahezu genauso aus wie damals. Gute Dinge ändert man eben nicht.
Die Bodum Caffettiera hat eine Glaskanne aus hitzebeständigem Borosilikatglas und sitzt in einem verchromten Edelstahlrahmen. Der auffällige Kunststoffdeckel und -griff bieten eine sichere und bequeme Handhabung. Die Caffettiera gibt es in zwei Größen. Wir haben die große 1.000-Milliliter-Kanne getestet.

In der Kaffeezubereitung funktioniert die Bodum Caffettiera genau wie die anderen Kannen im Test sehr gut. Durch das Glas kann man den Füllstand gut ablesen, und die fehlende Messskala ist nicht so tragisch. Ein kleiner Wermutstropfen ist das Branding auf der Kanne. Sehr umfangreich wird in mehreren Sprachen vor dem heißen Glas im Gebrauch gewarnt. Laut Bodum können alle Teile im Geschirrspüler gereinigt werden. Empfehlenswert ist es, lediglich die Kanne maschinell zu reinigen und die restlichen Utensilien per Hand zu spülen.
Mit der klassischen Bodum Caffettiera kann man nichts falsch machen. Sie ist stabil und preislich attraktiv. Ersatzkannen sind problemlos für alle Größen nachzukaufen.
Milu French Press
Die French Press von Milu ist ein kleiner Überraschungstipp. Wie die meisten anderen Pressstempelkannen wird dieses Modell in drei Größen angeboten. Wir haben in unserem Test die mittlere Größe mit einem Fassungsvolumen von 600 Milliliter verwendet.
Optisch ist die Milu eine zierliche French Press, bestehend aus bruchsicherem Glas, das in einem Kunststoffmantel sitzt. Mit ihren 344 Gramm ist sie ein absolutes Leichtgewicht im Testvergleich und daher auch eine ideale Begleiterin auf Reisen. Schön fanden wir, dass im Lieferumfang noch ein natürlicher Korkuntersetzer, ein Dosierlöffel und ein Original-Ersatzsieb enthalten sind.

In der Kaffeezubereitung funktionierte die Milu einwandfrei. Schade ist, dass das Glas nicht aus dem Kunststoffmantel herauszunehmen ist. Laut Hersteller können alle Bestandteile in der Spülmaschine gereinigt werden. Insgesamt bietet die French Press von Milu ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist für knapp 20 Euro eine gute Wahl für zu Hause oder auf Reisen.
Fürstenberg French Press Datum

- Hochwertige Verarbeitung
- Sehr edle Optik und Haptik
- Spülmaschinenfest
- Schwer
- Keine Messskala
- Sehr teuer
Sie ist ein absoluter Hingucker. Die Fürstenberg French Press Datum sticht deutlich aus dem Testfeld hervor. Statt Edelstahl, Glas und Kunststoff haben wir es hier mit einem für eine French Press ungewöhnlichen Material zu tun: Porzellan. Lediglich der Stempel besteht aus Edelstahl. Die in der Porzellanmanufaktur gefertigte French Press ist sehr gut verarbeitet. Man trifft auf keine einzige Kante oder Kerbe. Der Porzellankorpus wie auch der Porzellandeckel schließen sehr gut ab und fühlen sich so hochwertig an, wie die Kanne aussieht. Hier ist bei der Bedienung natürlich Vorsicht geboten. Immerhin möchte man das Porzellan nicht zerbrechen.
Wir wollten wissen, ob der edle Kaffeebereiter auch so guten Kaffee zubereitet, wie es die Optik verspricht: Wir befüllen die Kanne, die eine Füllmenge von satten 1,25 Litern Kaffee hat, und lassen den Kaffee kurz ziehen. Der Stempel lässt sich beinahe ohne jeglichen Widerstand nach unten drücken. Wir befürchten kurz, dass dies losen Kaffeesatz im Kaffee zur Folge hat, aber unsere Bedenken sind unbegründet. Tatsächlich finden wir in unserer Tasse kaum Kaffeesatz. Das Sieb arbeitet also hervorragend.
Auch geschmacklich überzeugt die Fürstenberg French Press aus der Datum-Serie. Tatsächlich gefiel im Vergleich zu den weiteren Testkandidaten des Updates 12/2024 sämtlichen Testern in der Redaktion der Kaffee aus der Porzellan-Kanne am besten. Obwohl wir jedes Mal dasselbe Kaffeepulver verwendeten und die gleiche Ziehzeit einhielten, schmeckte der Fürstenberg-Kaffee allen am meisten.
Einziger kleiner Negativpunkt, der uns aufgefallen ist: Beim Ausschenken tropft etwas Kaffee an der Kanne entlang nach unten. Hier hilft es, den Schnabel der Kanne kurz an der Tasse abzustreifen oder ein Tuch bereitzuhalten. Ein Trost ist, dass die Reinigung der French Press erdenklich einfach funktioniert. Immerhin ist sie spülmaschinengeeignet.
Die French Press Datum von Fürstenberg liefert also absoluten Luxus – allerdings auch zu einem hohen Preis. Mit ihren über 350 Euro eignet sich die Kanne zum Beispiel als besonderes Geschenk oder als Ergänzung in einer edlen Küchenausstattung. Dafür bekommt man allerdings auch eine ausgezeichnete Verarbeitung, ein edles Design und sehr leckeren Kaffee.
Stoke Voltaics Joulle Kettle Pot

- Integrierter Wasserkocher
- Hält den Kaffee lange warm
- Zuhause, aber auch außerhalb einsatzbereit
- Robust
- Mit praktischer Handschlaufe und Ovalring
- Ohne Steckdose unbrauchbar
- Teuer
Zwar muss man für die Stoke Voltaics Joulle Kettle Pot etwas tiefer in die Tasche greifen – dafür kann sie aber deutlich mehr, als wir ihr anfangs zugetraut hatten. Die Kanne besteht aus Edelstahl, wirkt robust und bietet Platz für 470 Milliliter Kaffeegenuss. Sie ist außerdem das einzige Modell in unserem Testbericht, das keinen zusätzlichen Wasserkocher benötigt. Denn Wasser kochen kann sie – selbstständig und flott! Nach zweieinhalb Minuten köcheln gute 90 Grad im Becher.
Eine ordentlich hohe Temperatur, die auf der äußeren Oberfläche auch spürbar ist, wäre da nicht die Neopren-Ummantelung. Die Stoffhülle lässt kaum Hitze durch. Daran befestigt sind obendrein auch eine Handschlaufe sowie ein praktischer Ovalring. Somit ist die Presse handlich, mobil und dank Material relativ wasserabweisend. Sie eignet sich sehr gut für unterwegs, z. B. beim Camping oder im Urlaub.
Doch bevor es ans Eingemachte geht, prüfen wir den Lieferumfang: Mit dabei sind ein Rührstäbchen aus Edelstahl und ein Stromkabel mit C13-Anschluss. Letzteres passt perfekt in die Kanne und kann praktikabel verstaut mitgenommen werden. An der Fußleiste der Kanne befindet sich auch die Buchse, die mit einer Silikonkappe gut geschützt auf- und zugeklappt werden kann. Des Weiteren lassen sich hier mit einem Schiebeknopf die Modi Getränke, Essen und Popcorn auswählen. Richtig gelesen – in der French Press können wir sogar Suppen und Popcorn zubereiten! Für den Test braucht es das zwar nicht, aber wir waren einfach zu neugierig. Unser Fazit: Das Popcorn war etwas zu knusprig, aber lecker.

Gerade beim Zubereiten von Lebensmitteln finden wir, dass der Pressstempel vom Deckel abmontiert werden sollte. Das Abschrauben war zwar etwas kniffelig, aber auch kein Ding der Unmöglichkeit. Alles wieder zusammenzubauen ging deutlich schneller.
Anders als bei klassischen Modellen wird der gemahlene Kaffee nun direkt in das kochend heiße Wasser gelöffelt. Mit dem beigelieferten Edelstahlstäbchen lässt sich alles sehr gut verrühren. Auch beim Stempeln gab es keine Probleme. Wir mussten kaum Druck ausüben, der Filter gleitet schnell und einfach bis zum Boden hinab. Zu unserer Zufriedenheit werden Kaffee und Satz auch wirklich gut getrennt. Kleine Körner fängt der Filter prima auf.
Für perfektes Aroma sollte das Wasser 90 bis 97 Grad heiß sein
Das größte Manko hierbei ist wohl die Reinigung: In den Geschirrspüler kann die French Press selbstverständlich nicht. Damit wäre die Elektrik hinüber. Nachdem wir das Stromkabel vom Becher getrennt und den Anschluss mit anhängender Silikonkappe verschlossen hatten, mussten wir nur noch den Neoprenmantel abnehmen. Der ist etwas fest gespannt, kann aber dennoch gut ab- und übergezogen werden. Unter fließendem Wasser lässt sich der Edelstahlbecher nun auch reinigen. Wir nehmen noch ein Tuch zur Hand, damit nirgendwo Wasser eintritt, wo es nicht hinsoll.
Insgesamt hat uns die Stoke Voltaics Joulle Kettle Pot nicht nur überrascht, sondern auch überzeugt. Zwar betont der Hersteller, dass sie sich als Camping-Gefährte am besten beweist, wer aber Wasserkocher, Suppentopf, Popcornmaschine und French Press in einem möchte, dem können wir diesen Allrounder auch für Zuhause wärmstens empfehlen.
Außerdem getestet
Le Creuset Kaffeebereiter
Der Le Creuset Kaffeebereiter ist eine beeindruckende Kanne, die nicht nur guten Kaffee macht, sondern auch ungenutzt die Küche schmückt. Die französische Marke ist vielen für ihr farbenfrohes Kochgeschirr aus luxuriösem Steingut bekannt. Seit fast 100 Jahren stellt Le Creuset alles her, von Bratpfannen über Öfen bis hin zu Kaffeebereitern. Wir haben die French Press in der Farbe Rot getestet. Wer es schlichter oder anders mag, kann das Modell auch in vielen anderen Farben auswählen.
Die Steinzeugkanne fasst einen Liter Wasser, ist blickdicht und hat leider keine Messskala, sodass der Füllstand nie abgelesen werden kann. Mit ihren 1,3 Kilogramm ist die Le Creuset ein echtes Schwergewicht. Beim Gießen im Test hatte man das Bedürfnis, die zweite Hand dazuzunehmen, aber dabei verbrennt man sich richtig die Finger, da die nahezu unisolierte Kanne sehr heiß wird. Die Kanne ist spülmaschinenfest, und der Einsatz kann schnell mit der Hand gereinigt werden.
Insgesamt ist die keramische French Press von Le Creuset wirklich ein Schmuckstück, konnte aber hinsichtlich der Handhabung nicht so überzeugen wie unser Testsieger. Preislich ist die French Press mit ihren rund 60 Euro eine gut durchdachte Anschaffung.
Kela Venecia
Sie gefällt uns schon auf den ersten Blick: Die Kela Venecia aus Borosilikatglas kombiniert Retro-Look mit modernem Design. Die Edelstahlfüße sehen schick aus und sorgen für einen stabilen und sicheren Stand. Der Deckel schließt sehr gut ab und verfügt über kleine, siebähnliche Aussparungen am Ausschank – ähnlich den Kannen von Bodum. Der Silikongriff fühlt sich sehr angenehm an. Alles in allem stimmt hier die Verarbeitung.
Also machen wir uns an den Praxistest und bereiten Kaffee zu. Hier vermissen wir eine Messskala, so wie bei vielen anderen Kaffeebereitern aus Glas. Der Stempel lässt sich mit angenehmem Widerstand absenken. Nach dem Ausschenken tropft es leicht, hier sollte man darauf achten, keine Kaffeeflecken auf dem Tischuntersetzer zu hinterlassen. Was den Kaffeegeschmack betrifft, gehen die Meinungen unter unseren Testern stark auseinander. Während die einen den Kaffee als genau richtig empfinden, ist er anderen zu stark. Dementsprechend sollten nur diejenigen bei der Kela Venecia zuschlagen, die ihren Kaffee gerne etwas stärker trinken.
Morgenheld French Press für 3 Tassen
Die Morgenheld French Press für 5 Tassen begrüßt mit einem kompakten, puristischen Design und besteht aus gebürstetem Edelstahl 304. Sie sieht unserem Testsieger von Grønenberg und der French Press von Blumtal zum Verwechseln ähnlich. Wir hatten im Januar 2025 bereits eine Morgenheld French Press in der Größe für fünf Tassen (1.000 Milliliter) getestet und mit diesem Testexemplar offenbar Pech: So entdeckten wir Flecken am Griff, die sich nicht wegpolieren ließen, und als wir bei der Kaffeezubereitung den Stempel hinunterdrücken wollten, kostete dies viel Kraft. Auch fanden wir vergleichsweise viel Kaffeesatz im Getränk. An der nun getesteten 600-Milliliter-Kanne haben wir dagegen nichts auszusetzen. Sie isoliert auch sehr gut: Nach über einer Stunde war der vollmundig schmeckende Kaffee noch dampfend heiß. Im Lieferumfang sind drei zusätzliche Filtersiebe enthalten, und zur Reinigung darf die French Press in die Spülmaschine.
Campo Libre Giorgio
Die Campo Libre Giorgio macht einen sehr guten ersten Eindruck. Die Verarbeitung ist top, und auch die Optik gefällt uns. Der doppelwandige und vakuumisolierte Edelstahl wurde in mattem Rosa verziert. Insgesamt stehen hier sechs Farben zur Verfügung, um einen kleinen Farbtupfer in die oftmals sehr schlichten Küchengeräte zu bringen. Dank einer Messskala kann der Füllstand innen abgelesen werden. Ein zusätzliches Filtersieb wird mitgeliefert.
Die Bedienung ist sehr angenehm. Der Stempel lässt sich problemlos nach unten drücken, und das Ausschenken klappt ohne Kleckern. Auch Kaffeesatz finden wir kaum in unseren Tassen. Geschmacklich landet der Kaffee aus der Campo-Libre-French-Press im Mittelfeld. Alles in allem ist die Giorgio eine gute Wahl, auch wenn unsere Empfehlungen etwas besser abgeschnitten haben.
Kichly EU0315
Bei der Kichly EU0315 fiel uns die Beurteilung leicht. Hier konnten uns weder die Materialqualität noch die Bedienung überzeugen. Allgemein fühlen sich das Borosilikatglas und der Kunststoff nicht hochwertig an. Ein Portionierlöffel aus Plastik wird mitgeliefert. Ansonsten gibt es keine großen Besonderheiten an der French Press von Kichly. Eine Messskala fehlt, der Ausschank tropft und kleckert, und der Deckel sitzt sehr wacklig auf der Kanne. Auch der Kaffee, den wir in der Kichly zubereiten, kann uns nicht überzeugen. Die Redaktion ist sich einig: Hier handelt es sich geschmacklich um den wässrigsten aus dem Update im Dezember 2024. Somit gibt es keine Kaufempfehlung.
Poliviar 7379
Schick sieht sie aus, die Poliviar French Press. Der doppelwandige Edelstahl ist bei unserem Testmodell mit einem matten Grün überzogen, und die Holzgriffe machen den natürlichen Look komplett. Das Holz fühlt sich angenehm und griffig an. Leider entdecken wir auf dem Deckel einige Kratzer in der grünen Lackierung. Zudem schließt der Deckel nicht komplett mit der Kanne ab. Es wirkt ein wenig so, als wenn man hier zwei leicht abweichende Formen benutzt hätte. Mit der French Press werden zwei zusätzliche Filtersiebe geliefert.
Im Praxistest kann die Poliviar dann wieder glänzen. Innen kann man anhand einer Messskala den Füllstand ablesen, und der Stempel lässt sich sehr angenehm bedienen. Geschmacklich landete das Kaffeeergebnis für die meisten Tester im guten Mittelfeld. Besonders Fans von mildem Kaffee haben hier einen geeigneten Kandidaten vor sich. Gut gefällt uns auch, dass die Kanne ohne Kleckern ausschenkt und wir wenig Kaffeesatz in unseren Tassen finden. Außerdem lässt sich die French Press in der Spülmaschine reinigen.
Blumtal French Press Lisa
Die French Press Lisa von Blumtal besteht voll und ganz aus Edelstahl und ähnelt optisch unserem Testsieger und der French Press von Morgenheld. Das kompakte, zeitlose Design scheint also das Zeug zum Klassiker zu haben. Die Blumtal-Kanne ist im Vergleich zu den nahezu baugleichen Modellen in unserem Testfeld zwar etwas dünnwandiger – keine acht, sondern circa sechs Millimeter stark, isolierte aber trotzdem gut: Nach mehr als einer Stunde war der Kaffee immer noch heiß. Er schmeckte kräftig aromatisch, wie es bei einer French Press sein soll. Die Verarbeitungsqualität wirkt rundum hochwertig, und die French Press darf in die Spülmaschine. Mitgeliefert werden drei Ersatzfilter, so ist man für einige Zeit gewappnet. Im Januar 2025 haben wir eine French Press von Blumtal getestet, die beim Betätigen des Stempels besonders unangenehme Kratz- und Quietschgeräusche von sich gab. Beim Nachtest mit einer identischen Kanne mussten wir uns zum Glück nicht mehr die Ohren zuhalten.
Silberthal French Press aus Edelstahl
Die Silberthal French Press besteht aus Edelstahl. Doch sie ist, obwohl ihr Name es vermuten lassen würde, gar nicht silberfarben, sondern von einem matten Schwarz überzogen. Das schlichte Design gefällt uns, auch die Verarbeitung der Kaffeepresse ist sehr gut. Mit einem Liter Fassungsvermögen ist sie einer der größeren Kaffeebereiter. Zwei kleine Symbole am Deckel geben einen Hinweis darauf, ob die Kanne geschlossen ist oder ob man gerade daraus ausschenken kann. Zwar ist diese Beschriftung nicht wirklich notwendig, doch ein nettes Detail.
Da die Silberthal French Press wie andere Kannen im Testfeld komplett aus Edelstahl besteht, ertönt beim Aneinanderreiben von Stempel und Kanneninnenwand ein unangenehmes, metallisches Kratzen. Allerdings ist das Geräusch etwas weniger ausgeprägt als bei manchen anderen Modellen aus Edelstahl. Besonders bei diesem Modell ist das vierstufige Filtersystem mit zwei Edelstahlsieben. Bis auf den Stempel muss die Kanne per Hand abgewaschen werden. Durch die Größe geht das allerdings trotzdem sehr einfach und man kommt überall gut hin.
Westmark Brasilia
Als wir die Westmark Brasilia aus der Verpackung geholt haben, war unsere erste Reaktion: „Ach, die ist ja putzig!“ Und als Nächstes: „Und da soll ein halber Liter reinpassen?“ Die Westmark wirkt auf den ersten Blick sehr unscheinbar, doch sie hält, was sie verspricht: 500 Milliliter Füllvolumen. Dabei nimmt sie sehr wenig Platz weg, was sie zu einem idealen Reisebegleiter macht.
Die Kaffeepresse besteht aus einer Glaskanne und einem Edelstahlstempel und ist alles in allem gut verarbeitet. Leider steht sie etwas wackelig auf den Metallbeinen. Auch in die Spülmaschine darf der Westmark-Kaffeebereiter nicht. Da ist Handarbeit angesagt. Allerdings lässt sich die French Press sehr schnell und einfach reinigen. Wer also einen kleinen Wegbegleiter zu einem günstigen Preis sucht, kann hier bedenkenlos zuschlagen.
Navaris French Press
Die Navaris French Press fällt auf durch ihr Vintage-Design. Optisch macht sie etwas her, wenn auch mit einem etwas ungewöhnlich eingedrehten Henkel. Nur die Verarbeitung könnte etwas besser sein. Der Metallring am oberen Teil der Glaskanne ist etwas schief und rutscht manchmal hin und her. Das kann für das Glas gefährlich werden.
Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass der Kaffeebereiter von Navaris nicht für die Spülmaschine geeignet ist. Nur der Stempel darf in die Maschine, die Kanne muss per Hand gespült werden. Diese ist bei unserem Testmodell mit einem Füllvolumen von 350 Millilitern recht schmal und daher selbst mit zierlichen Händen nicht so einfach zu reinigen. Aktuell gibt es die Navaris French Press nur in zwei größeren Formaten (für 600 und 1.000 Milliliter).
Bialetti Preziosa
Sie darf in unserem Test natürlich nicht fehlen – eine French Press des italienischen Spezialisten für Mokka- und Kaffeebereiter Bialetti, die Marke mit dem kleinen Gentleman mit Schnurrbart. Die Preziosa besteht aus einer Glaskaraffe aus hitzebeständigem Borosilikatglas und sitzt in einem rostfreien Edelstahlgerüst mit Deckel und Stempel.
Der Griff des italienischen Kaffeebereiters ist ein ergonomischer Soft-Touch-Griff. Die French Press ist gut verarbeitet und mit ihren 665 Gramm recht schwer. Insgesamt muss man das sehr klassische und etwas klobige Design mögen. Die Kaffeebereitung funktionierte gut. Der Reinigungsprozess war etwas fummeliger und der Stempel ist etwas dünner als bei anderen Modellen. Mit knapp 30 Euro für das große Modell liegt die Kanne im oberen Preissegment.
Kichly French Press
Die French Press von Kichly besteht aus einer doppelwandigen Edelstahlkanne, die schwarz beschichtet ist. Der Kaffeebereiter wirkt dadurch sehr edel und klar. Er fasst ein Volumen von einem Liter, andere Größen stehen nicht zur Auswahl. Der Hersteller wirbt mit der besonderen Robustheit des Stahlkorpus, allerdings bekam die Kanne bei normalem Testgebrauch bereits leichte Kratzer. Da es das gleiche Modell auch aus unbeschichtetem Edelstahl gibt, wäre das vielleicht eine Option, wenn einen etwaige Abriebstellen stören.
Die French Press von Kichly ist nicht spülmaschinengeeignet. Beim ersten Wiederzusammenbau des Stempels war die Druckkopfschraube bereits überdreht und fasste nicht mehr.
Cafe Du Chateau French Press
Die French Press von Cafe du Chateau verspricht als Kaffeebereiter mit hitzebeständiger Glaskaraffe großartigen Geschmack und gute Qualität. Diese French Press verfügt über ein vierstufiges Filtersystem mit zwei Edelstahlsieben.
Die Glaskaraffe sitzt in einem Edelstahlrahmen. Deckel, Filter und Griff bestehen ebenfalls aus Edelstahl der Güteklasse 304. Im Test störten die zum Teil sehr scharfen Kanten im Griffbereich. Die Reinigung war ebenfalls komplizierter als bei vergleichbaren Modellen.
Als einzige Verpackung im Test bestand das Inlay aus Styropor, und nach dem Auspacken klebten die einzelnen Styroporpartikel statisch aufgeladen am Edelstahlkorpus.
Lambda Coffee French Press
Die French Press von Lambda Coffee gehörte auf den ersten Blick zu unseren Favoriten. Der schwarze Edelstahlkorpus im puristischen Design hat Stil und ist in Kombination mit dem Holzgriff ein echter Hingucker. Leider war die Verarbeitung auf den zweiten Blick eher mangelhaft. Die Beschichtung wies in unserem Testmodell bereits am Anfang viele Fehler auf, und die Verarbeitung war vor allem im Deckelbereich ungenügend, sodass der Deckel nicht nahtlos auf dem Kannenrand saß. Die Kaffeezubereitung klappte, und der Stempel aus Edelstahl ließ sich für die Reinigung problemlos zerlegen. Die Wärmeisolierung funktionierte aufgrund der doppelwandigen Edelstahlkonstruktion sehr gut.
Bodum Chambord
Die Bodum Chambord gehört zu den klassischen Bodumkannen. Auch diese ist aus hochwertigem Borosilikatglas gefertigt und sitzt in einem Rahmen aus Edelstahl, der vor Verbrennungen schützt. Das Besondere bei dieser Kanne ist, dass der Deckel ebenfalls aus Edelstahl besteht und lediglich der Knauf aus hitzebeständigem Kunststoff gefertigt ist. Ein kleines Manko im Test war, dass der ausgefahrene Stempel bei voll ausgenutzter Kanne etwas viel Spielraum nach unten lässt. Dadurch wird der Kaffeesatz nicht stark genug gestempelt und gegebenenfalls geht Aroma verloren. Sehr schön sind die Designvarianten, die es bei diesem Modell zur Auswahl gibt. Leider ist diese French Press verhältnismäßig teuer.
Bodum Kenya
Die Bodum Kenya ist eine wirklich gute und preisgünstige Alternative zur Bodum Caffettiera. Die Karaffe besteht aus hitzebeständigem Borosilikatglas, Griff und Korpusrahmen sind aus Kunststoff und der Stempel aus Edelstahl. Alle Teile sind spülmaschinenfest, wobei die Empfehlung eigentlich immer ist, die Filter und Stempelbestandteile per Hand zu reinigen. Wie für alle Bodum-Kannen gibt es Ersatzkaraffen zu kaufen für den Fall, dass sie mal kaputtgeht. In diesem Fall ist die Ersatzkanne aber manchmal teurer als die ganze French Press.
Waldwerk French Press
Die French Press von Waldwerk überzeugte uns durch konsequente Nachhaltigkeit. Bereits beim Auspacken hat man das Gefühl, dass der Hersteller sich viele Gedanken gemacht hat. Die eigentlich schnöde Wellpappe wurde durch Druck und Konstruktion der raffinierten Umverpackung aufgewertet. Das beiliegende Booklet erklärt dann auch die Gedanken, die sich die vier Schwarzwälder Gründer beim Design der Kanne gemacht haben, und ihre nachhaltige Philosophie. Eine kurze Anleitung, wie der perfekte French-Press-Kaffee gelingt, wird zusammen mit zwei Ersatzsieben ebenfalls mitgeliefert.
Die Kanne der French Press besteht aus rostfreiem, doppelwandigem Edelstahl 304. Der stabile Griff und der Druckknauf sind aus hochwertigem, lasiertem Eichenholz gefertigt. Alle verwendeten Materialien garantieren eine maximale Langlebigkeit dieser French Press. Durch die isolierende Wirkung der doppelten Wand war der Kaffee in unserem Test sogar nach anderthalb Stunden noch sehr warm. Ein kleiner Nachteil ist für einige vielleicht die Tatsache, dass die Kanne nicht spülmaschinengeeignet ist. Im Test zeigte sich aber, dass sich der Stempel ohne Probleme zerlegen und schnell reinigen ließ.
Wer auf Nachhaltigkeit und gutes Design Wert legt, wird mit dem Kaffeebereiter von Waldwerk lange Freude haben. Die Anschaffungskosten sind relativ hoch, stehen aber, wie wir finden, durch die Langlebigkeit der Kanne im Verhältnis. Durch ihre robuste Verarbeitung kann die Kanne auch gut als Begleiterin auf Reisen eingesetzt werden.
Klausberg KB-7758
Mit der Klausberg KB-7758 French Press lässt sich der Kaffee nicht nur klassisch, sondern auch großzügig zubereiten: 1000 Milliliter Fassungsvermögen reichen locker, um eine ganze Frühstücksrunde zu versorgen. Die Kanne besteht aus geriffeltem Glas. Optisch gefällt uns das sehr gut, jedoch ist sie aufgrund ihres Materials eher schwer und ihre Oberfläche etwas rutschig.
Beim Eingießen des Wassers fallen uns zwei Dinge auf: Der Korpus wird warm – der Glasgriff hingegen überhaupt nicht. Der bleibt nämlich kühl. Mit der Klausberg-Presse lässt sich auch sehr heißer Kaffee gut servieren. Unschön ist allerdings, dass das Glas innen ordentlich beschlägt. Außerdem sind unsere Fingerabdrücke deutlich auf dem Deckel zu sehen. Optisch kein Hingucker.
Nach vier Minuten Ziehzeit drücken wir den Stempel sanft herunter. Das funktioniert einwandfrei und geht superleicht. Jedoch verhindert ein Stopper oberhalb des Deckels, dass wir den Stempel bis ganz nach unten drücken können. Das ist unüblich, aber im Grunde nicht schlimm. Schließlich soll der Kaffee nicht zerquetscht werden. Brühe und Satz werden dennoch sehr gut getrennt. Am Schnabel der Klausberg KB-7758 befindet sich noch ein zusätzlicher Filter. Letztendlich landet kein einziges Korn vom Kaffeesatz in unserer Tasse.
Die Klausberg KB-7758 ist eine French Press, die tut, was sie soll. Auch beim Reinigen ist uns nichts aufgefallen. Das geht einfach und schnell per Hand. Der Hersteller verspricht auch, dass das Glasmodell spülmaschinenfest ist.
Espro P0 Ultralight Travel Coffee Press
Die Espro P0 Ultralight Travel Coffee Press bringt gerade mal 280 Gramm auf die Waage und auf den ersten Blick wirkt sie wahnsinnig dünn. Daher haben wir vermutet, dass wir uns an der äußeren Oberfläche die Hände verbrennen werden. Aber auch wenn es im Inneren kocht – außerhalb spürt man vom heißen Kaffeegetränk kaum etwas.
Das To-go-Modell ist in neun verschiedenen Farben erhältlich und besitzt einen praktischen Tragegriff am Deckel. Wer die Edelstahlkanne als klassischen Thermobecher nutzen möchte, kann den Stempel auch ganz einfach herausnehmen. Aber wie lange bleibt die Flüssigkeit im Inneren letztendlich heiß? Beim Test wollten wir es ganz genau wissen und haben uns daher ausreichend Zeit beim Kaffeetrinken gelassen. Tatsächlich: Auch nach drei Stunden war unser Muntermacher noch angenehm warm – zwar nicht mehr brühend heiß, aber perfekt trinkwarm.
Ihr größtes Manko ist wohl der Stempel, der sich etwas schwerer drücken lässt. Sie kann zwar mit anderen Modellen aus unserem Testbericht nicht mithalten, dennoch ist das eher Meckern auf höchstem Niveau. Hinzukommt, dass Kaffee und Satz wirklich perfekt getrennt werden.
Die Espro P0 Ultralight Travel Coffee Press lässt sich ganz einfach und schnell unter fließendem Wasser reinigen. Laut Hersteller darf sie auch in die Spülmaschine. Wer also viel und lange unterwegs ist, der wird mit dieser To-go-French-Press glücklich werden. Mit einem Kauf macht man hier definitiv keinen Fehler.
Ozavo oz230
Ganz klassisch, aber robust und mit einem Füllvolumen von bis zu 1000 Millilitern macht die Ozavo oz230 auf den ersten Blick einen ordentlichen Eindruck. Sie besteht vollkommen aus Edelstahl, was wir beim Anheben auch merken. Mit 950 Gramm ist sie kein Fliegengewicht, steht dafür aber fest auf der Arbeitsplatte.
Was während der vier Minuten Ziehzeit im Inneren vor sich geht, können wir nicht nachvollziehen – dafür beobachten wir, wie heiß die äußere Oberfläche beim Kaffeezubereiten wird. Wir raten davon ab, die Kanne am Korpus zu greifen, aber auf den Griff strahlt die Wärme nicht aus. Unschön sind jedoch unsere Fingerabdrücke, die sichtbar auf der French Press zurückbleiben.
Positiv ist dafür das Stempeln: einfach, schnell, geschmeidig – das Sieb lässt sich wirklich perfekt runterdrücken. Optimal gefiltert wird aber leider nicht. Beim Test fällt uns auf: Ein bisschen Satz bleibt immer in der Tasse zurück. Dafür können wir bei der Reinigung nicht meckern – Kanne und Stempel lassen sich einfach und schnell per Hand abwaschen, dürfen aber theoretisch auch in den Geschirrspüler. Die Ozavo macht soliden Kaffee und für den Preis finden wir das vollkommen in Ordnung.
AeroPress 90BL01
Die Aero Press 90BL01 gibt es in acht verschiedenen Farben, da ist bestimmt jedermanns Lieblingsnuance dabei! Sie kommt mit einem Satz Papierfilter, die in den abnehmbaren Kopf gelegt werden sollen. Mit im Karton sind außerdem ein Portionierlöffel und ein Kunststoffschaber.
Wer allerdings kräftigen Espresso mag, wird mit dem Modell aus Tritan-Kunststoff nicht unbedingt glücklich. Anders als die meisten French-Press-Modelle wird der Korpus nämlich direkt auf eine Tasse gesetzt. Oben hinein kommen gemahlener Kaffee und unser gekochtes Wasser.
Das Stempeln ist so schwer, dass wir mit der sickernden Flüssigkeit nicht mithalten können. Den Kaffee vier Minuten ziehen lassen? Dank Schwerkraft wandert unser Heißgetränk in nur wenigen Sekunden durch Filter und hinein in die Tasse. Das klassische »French-Pressen« kann man demnach vergessen. Den Sinn hinter diesem Stempelsystem haben wir auch bei einem zweiten Test nicht verstanden: Es funktioniert schlichtweg nicht. Deswegen können wir auch nicht viel zur Isolierung des Modells sagen. Das heiße Wasser wandert einfach zu schnell hinab, ehe es das Gehäuse zu sehr erhitzen könnte. Positiv ist immerhin, dass wirklich kein einziges Korn oder andere Rückstände in unsere Tasse wandern. Der Papierfilter fängt alles auf.
Außerdem müssen wir an dieser Stelle das Reinigungsprinzip loben. Hier punktet das Modell auf ganzer Linie: Der Adapter an der Vorderseite lässt sich einfach abschrauben. So kann man den Kaffeesatz ganz unkompliziert in den Müll schieben – raffiniert! Die Aero Press 90BL01 ist hierbei auch der einzige Kaffeebereiter in unserem Test, der das kann. Bei den meisten Modellen muss der Satz nämlich herausgelöffelt oder unter fließendem Wasser im Waschbecken entsorgt werden.
Stichwort Reinigung: Kunststoffbehälter und Stempel aus Tritan können theoretisch in den Geschirrspüler, beides lässt sich aber auch per Hand abwaschen. Trotzdem können wir hier keine Kaufempfehlung aussprechen. Als French Press sollte sie zumindest ihrer Hauptaufgabe nachkommen können.
So haben wir getestet
In unseren Tests von French-Press-Kaffeebereitern prüfen wir zunächst alle Produkte nach dem Auspacken auf Größe, Ausstattung und Verarbeitung. Dabei vergleichen und bewerten wir diese Merkmale nach klar definierten Kriterien. Auch das Design fließt in die Bewertung ein, wobei wir uns bewusst sind, dass dieser Aspekt subjektiv empfunden wird.
Für den praktischen Teil der Tests bereiten wir Kaffee mit den jeweiligen Modellen zu. Wir nutzen stets das volle Fassungsvermögen der jeweiligen Kanne und verwenden ein standardisiertes Verhältnis von 60 Gramm Kaffeepulver pro Liter Wasser. Der Kaffee zieht in allen Modellen vier Minuten, bevor wir den Stempel betätigen und die Qualität der Ergebnisse begutachten. Um den Geschmack als variablen Faktor auszuschließen, bewerten wir die Ähnlichkeit des Geschmacks zwischen den Modellen.
Zusätzlich beurteilen wir die Funktionalität des Stempels sowie die Fähigkeit der Kannen, den Kaffee warmzuhalten. Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Tests ist die Reinigung: Wir prüfen, wie einfach oder aufwendig sich die einzelnen Modelle reinigen lassen. Bei der abschließenden Gesamtbewertung spielt auch der Preis des jeweiligen Modells eine nicht unerhebliche Rolle.
Die wichtigsten Fragen
Was ist die beste French Press?
Die beste French Press ist für uns die von Grønenberg. Sie überzeugt mit einwandfreier Funktionalität, tadelloser Verarbeitung und mit klarem Design.
Welche Kaffeesorte ist am besten für die French Press geeignet?
Man kann grundsätzlich alle Kaffees, die für die Zubereitung außerhalb der Espressowelt geröstet wurden, verwenden. Es lohnt sich, den lokalen Röster seines Vertrauens zu fragen und einfach ein oder zwei Sorten auszuprobieren. Wer sich für eine Mischung mit hohem Arabica-Anteil mit mittlerer Röstung entscheidet, liegt fürs erste gut. Am Ende zählt aber wie immer der eigene Geschmack.
Wie muss der Kaffee für die French Press gemahlen sein?
Der richtige Mahlgrad ist bei der Zubereitung von Kaffee mit einer French Press sehr wichtig. Die Größe der Körnung entscheidet mitunter, ob der Kaffee zu bitter oder sauer wird. Als Faustregel gilt ein mittlerer Mahlgrad, bei dem das Ergebnis an Grießkörner erinnert. Doch an erster Stelle steht der individuelle Geschmack, und wer Lust und eine eigene Mühle hat, darf gern etwas experimentieren und schauen, welcher Mahlgrad im Ergebnis am besten schmeckt.
Kann man in einer French Press auch Tee zubereiten?
Ja, das kann man. French-Press-Kannen werden auch gern für die Zubereitung von Tee oder Cold Brew Coffee verwendet.
Was kostet eine gute French Press?
Wie bei den meisten Dingen gibt es auch unter den French Presses eine große Preisspanne. Je nach Marke, Qualität, Design, Fassungsvermögen und Ausstattung kann der Preis stark variieren. Eine gute French Press mit doppelwandiger Glaskanne bekommt man für rund 30 Euro. Designmodelle aus Holz und Edelmetallen können auch gern bis zu mehreren Hundert Euro kosten.


















































































