Gut gerührt ist halb gemauert. Für kleine Projekte lohnt sich die Anlieferung von Fertigbeton nicht und einen 130-Liter-Betonmischer möchte man sich auch nicht in den Garten stellen. Hier kommen handliche Rührwerke ins Spiel. Diese Mörtelrührer mischen den Fertigmörtel beziehungsweise eine Zement-Kies-Mischung im Mörtelkübel.
Wir haben 14 Mörtelrührer getestet; 12 sind zurzeit lieferbar. Der Preis der Handrührwerke im Test lag zwischen rund 60 bis knapp 130 Euro. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Stanley FME190-QS

- 14-cm-Rührwerk
- Langsam anlaufend
- Langes, dickes Kabel
- Drehzahl am Taster
- Griff etwas klein
- Lautstärke
Die Stanley FME190-QS ist ein Mörtelrührer mit kompaktem Verstaumaß, Kraft für größere Mengen und einem langsamen Anlaufen. Das vermindert die Spritzgefahr ungemein. Äußerst praktisch für die Beweglichkeit auf der Baustelle ist das 4,1 Meter lange Stromkabel als dicke, robuste Ausführung.
Vonroc PM502AC

- 13,5-cm-Rührwerk
- Langsam anlaufend
- Langes Kabel
- Drehzahl am Rädchen
- Gummierter Griff
- 16 Schippen nur mit Geduld
- Kleinerer Rührkorb
Der Vonroc PM502AC bietet viel Leistung fürs Geld und ist dabei kompakt und angenehm zu handhaben. Dank des zweiteiligen Rührstabs lässt er sich platzsparend verstauen. Das macht ihn zu einer praktischen Wahl für Heimwerker, die einen kräftigen und vielseitig einsetzbaren Mörtelrührer suchen.
Stier RW160-2
Der Stier RW160-2 kommt mit gleicher Motorisierung wie unser Testsieger daher, hat aber anstelle eines Rührkorbs mit 14 cm ein 16-cm-Rührwerk. Damit ist die Mörtelkiste noch schneller durchgemischt. Breite, wuchtige, metallverstärkte Griffe machen kraftvolles Hantieren möglich – auch durch zwei Personen, wenn es mal hart auf hart kommt. Bei Stier wird die Drehzahl separat am Rädchen festgelegt.
Scheppach PM1800D
Der Scheppach PM1800D mischt mit seinen beiden Quirlen besonders schnell. Dabei bewegt sich das Rührwerk nahezu selbstständig durch die Maurerbutte, das bedeutet, weniger Armkraft ist vonnöten. Zwei Gänge und die Drehzahlregelung ermöglichen eine gute Anpassung an unterschiedliche Materialkonsistenzen.
Eibenstock 7753 Rührwerk EHR 14.1 SK Set

- Langes, dickes Kabel mit Schuko
- Elektronikschalter – stufenlose Drehzahl
- bequeme Kreuzgriff-Haltung
- Weniger Spritzer: Konischer Wendelrührer WG 120
- Nicht für größere Mengen Zementmörtel
- Hochtonige Lautstärke
- Kohlebürstenwechsel für den Laien nicht vorgesehen
Das Eibenstock 7753 Rührwerk EHR 14.1 SK Set mit Wendelrührer und Drehzahlregelung am Taster ist optimal für flüssige Mischungen. Das Gerät läuft langsam an und ist per Kreuzgriff bequem zu halten. Insgesamt spritzt es weniger. Ein dickes 3-Meter-Kabel und ein stabiler Quirl runden den Mörtelrührer ab.
Vergleichstabelle
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- 14-cm-Rührwerk
- Langsam anlaufend
- Langes, dickes Kabel
- Drehzahl am Taster
- Griff etwas klein
- Lautstärke

- 13,5-cm-Rührwerk
- Langsam anlaufend
- Langes Kabel
- Drehzahl am Rädchen
- Gummierter Griff
- 16 Schippen nur mit Geduld
- Kleinerer Rührkorb

- 16-cm-Rührwerk für große Mengen
- Langsam anlaufend
- Drehzahl separat am Rädchen
- Breiter Griff aus Stahl
- Moderates Geräusch
- Kurzes, dünnes Kabel
- Standgas: Unfälle möglich

- Langsam anlaufend
- Drehzahl am Rädchen
- Gegenläufige Quirle bewegen sich selbst vorwärts
- Schneller durch große Mengen
- Breiter Griff
- Kurzes Kabel
- Laut bei hoher Drehzahl
- Quirle unten scharfkantig
- Griff nicht gummiert

- Langes, dickes Kabel mit Schuko
- Elektronikschalter – stufenlose Drehzahl
- bequeme Kreuzgriff-Haltung
- Weniger Spritzer: Konischer Wendelrührer WG 120
- Nicht für größere Mengen Zementmörtel
- Hochtonige Lautstärke
- Kohlebürstenwechsel für den Laien nicht vorgesehen

- Langes Kabel
- Kraft für 14-cm-Rührwerke
- Langsam anlaufend
- Taster rutschsicher in Kerbe
- Drehzahl am Rädchen
- Moderates Geräusch
- Keine Ersatzkohlen mitgeliefert
- Schlechtes Werkzeug
- Rührwerk separat kaufen
- Standgas: Unfälle möglich

- Langsam anlaufend
- Dickes Kabel
- Drehzahl separat am Rädchen
- Kohlen einfach zugänglich
- Kurzes Kabel
- Griff aus Kunststoff, beweglich
- Lautstärke

- Langes Kabel
- Drehzahl am Taster
- Breiter, stahlverstärkter Griff
- Kohlen einfach zugänglich
- Moderates Geräusch
- Ungleichmäßiges Rühren
- Für kleine Mengen

- Sehr leicht
- Langes Kabel
- Handlich bei kleinen Mengen
- Kohlen einfach zugänglich
- Robuster Eindruck
- Nur ein Gang
- Läuft sehr schnell an: für Farbe ungeeignet
- Keine Drehzahlregelung
- Nur kleine Mengen

- Langsam anlaufend
- Drehzahl separat am Rädchen
- Kohlen einfach zugänglich
- Inklusive Farbquirl und zweitem Gestänge
- Kurzes Kabel
- Griff aus Kunststoff, beweglich
- Für kleine Mengen
- Lautstärke

- 14-cm-Rührkorb
- Dickes Kabel
- Drehzahl separat am Rädchen
- Kohlen einfach zugänglich
- Kleiner Griff, mangelhafte Kontrolle
- Schnell anlaufend
- Rühren dauert lange
- Lautstärke

- Langsam anlaufend
- Drehzahl separat am Rädchen
- Dünnes, kurzes Kabel
- Beweglicher Griff aus Kunststoff
- Taster muss komplett gedrückt werden
- Lautstärke
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Bestens betoniert: Mörtelrührer im Test
Mörtelrührer sind das Mittel der Wahl, wenn kräfteschonend kleine Mengen Mauer- oder Putzmörtel, Estrichbeton oder Zement-Kies-Mischungen hergestellt werden. Gleiches gilt auch für das Anrühren von Farben, wenn etwa Farbpigmente in Kalk- oder Leinölfarben gerührt werden.
Rührwerk: Nicht nur für Mörtel
Der Fokus der Rührwerke liegt auf Mörtel- und Betonmischungen, entsprechend sind alle beiliegenden Rührkörbe solche für Kies, also für steinige Mischungen. Diese geschwungenen Rührer graben sich wie eine Schraube von selbst in den Kies. Diese Rührer lassen wässrige oder ölige Mischungen leicht spritzen, gerade wenn man mit den Umdrehungen nicht sehr vorsichtig ist. Für Farben gibt es spezielle Rührkörbe mit Stäben. Diese Rondenrührer wühlen die Flüssigkeit weniger auf, es spritzt kaum noch.

Kraft: Zwei Gänge
Mörtelrührer mit zwei Gängen sind fast schon der Standard, auch die günstigen Einsteigergeräte bieten das. Im ersten Gang mischen Sie die trockene Mischung mit dem Wasser, hierbei braucht der Antrieb die meiste Kraft am Rührwerk. Im zweiten Gang wird die Mischung dann auf eine gleichmäßige Konsistenz gerührt. Jetzt braucht es weniger Kraft, dafür mehr Geschwindigkeit.
Die Drehzahl kann reguliert werden
Alle Rührwerke haben eine Regulierung der Drehzahl. Je nach Gang laufen sie dann mit bis zu 800 Umdrehungen pro Minute. Entweder die Regulierung erfolgt am Start-Taster wie mit einem Gasgriff, oder sie erfolgt separat über ein Einstellrädchen.
Beides hat seine Vor- und Nachteile. Das separate Rädchen fixiert die gewünschte Geschwindigkeit, Sie drücken den Start-Taster komplett und müssen sich nur auf das Halten des Gerätes konzentrieren. Geschwindigkeit per Start-Taster erfordert, dass Sie ständig die Umdrehungen mit dem Finger halten müssen. Dafür sind Sie aber beim Ändern der Geschwindigkeit schneller und es kann beim Rühr-Start nicht passieren, dass der Motor sprunghaft auf volle Geschwindigkeit geht und Zement oder Farbe spritzt.
Das Gestänge
Die mit M14-Gestänge verschraubten Rührkörbe aller Handrührwerke im Test können untereinander getauscht werden. Der Handel bietet zahlreiche Varianten und Ersatzlösungen an. Zum Lösen und Fixieren werden Maulschlüssel der Größe 22 benötigt. Diese liegen den Rührgeräten immer bei, sind aber durch die Bank minderwertig und haben keine echte Werkzeugqualität.

Zwingend: Mörtelkübel
Zum Mischen braucht es einen Mörtelkübel. Der muss rund sein, denn das Rührwerk gelangt nicht in Ecken. Das Projekt bestimmt die Größe der Wanne, Mörtelwannen gibt es von 40 bis 90 Liter. Jetzt brauchen Sie nur noch einige Säcke Fertigmörtel, Fliesenkleber oder Gips und es kann losgehen.
Ein Mörtelkasten erleichtert das Mischen
Wenn Zement und Kies separat zusammengemischt werden, empfehlen wir zusätzlich einen Mörtelkasten. Dort hinein kommt der Zement direkt aus dem Sack. Um zum Beispiel für ein Fundament das Mischungsverhältnis 4:1 zu erhalten, schaufeln Sie nach vier Schippen Kies genau eine gleich große Schippe Zement aus dem eckigen Kasten. Das arbeitet sich besser, als den Zement schaufelweise aus dem Papiersack zu graben.
Wartung
Mörtelrührer haben immer ein Getriebe, auch Modelle mit einem Gang. Hier muss das Wälzlager-Fett nach vielen Betriebsstunden getauscht werden, selbst wenn sich die Anleitungen dazu ausschweigen. In den meisten Fällen lassen sich die Getriebe leicht öffnen.

Praktische Tipps
Erst trocken, dann nass: Mischen Sie den Mörtel nach Anleitung: Auf einen 25-Kilogramm-Sack Fertigmörtel kommen zum Beispiel drei bis dreieinhalb Liter klares Wasser. Soll der Mörtel fließen, dann nehmen Sie etwas mehr Wasser, soll er zum Mauern mit Steinen formbar sein, dann etwas weniger. Mischen Sie selbst Zement und Kies, müssen Sie auch noch die Feuchtigkeit vom Kies in die Rechnung einbeziehen.
In den Mörtelkübel kommt zuerst die trockene Fertigmischung aus dem Sack. Danach geben Sie vorsichtig das Wasser hinzu. Jetzt kommt Ihr Rührwerk zum Einsatz.
Sofort reinigen: Jeder Rührkorb ist nur so gut wie sein Zustand. Das Eisen muss blank sein, feste Mörtelreste behindern den Rührvorgang und erhöhen den Verschleiß. Dafür sollten vor der Arbeit ein Eimer mit Wasser sowie harte Bürsten vorbereitet werden. So kann direkt nach dem Rühren und vor der Verarbeitung des Mörtels das Rührwerk gereinigt werden. Unser Tipp: Reinigen Sie das Rührwerk am besten sofort nach jedem Rührvorgang.
Schutzbrille tragen: Für alle Arbeiten mit Zement gilt grundsätzlich: Es spritzt und kleckert, Mörtel- oder Zementpulver können in die Augen gelangen. Zement ist giftig und reizt die Schleimhäute – Brille, Handschuhe und lange Kleidung schützen. Nicht zwingend, aber ratsam sind Ohrenschützer, denn die Rührgeräte machen bei hohen Umdrehungen mächtig Krach.
Unser Favorit
Stanley FME190-QS

- 14-cm-Rührwerk
- Langsam anlaufend
- Langes, dickes Kabel
- Drehzahl am Taster
- Griff etwas klein
- Lautstärke
Die Stanley FME190-QS hat ein langes Kabel, rührt schnell, läuft schön langsam an und hat ein dickes, langes Stromkabel von 4,1 Metern Länge. Wäre damit schon alles gesagt? Nein, denn die Drehzahl kann variabel am Start-Taster gehalten werden, quasi wie ein Gasgriff an einem Trimmer. Damit der gedrückt werden kann, muss ein versenkter Sicherheitstaster direkt daneben eingedrückt werden, das hält Kinder vom Einschalten ab.
Das Rührwerk besteht, wie bei Mörtelrührern üblich, aus Gestänge und Rührkorb, es gibt also zwei M14-Verschraubungen. Entsprechende Schlüssel der Größe 22 liegen bei. Ihre Qualität ist gering, das ist unisono bei allen Geräten im Testfeld der Fall.
Wir haben mit dem 1.600 Watt starken Gerät Mörtel gerührt und wurden mit dem 14-cm-Rührwerk recht schnell fertig. Sehr große Mengen, die über 16 Schaufeln hinausgehen, sind für den Stanley zu viel, hier braucht es einen 15- oder 16-cm-Rührkorb.

Die Kohlebürsten des Motors können einfach getauscht werden. Dazu müssen nur die Kreuzschrauben gelöst und die schwarze Kappe abgenommen werden. Ein Ersatzpaar Kohlebürsten für unseren Testsieger kostet um die zehn Euro.
Langsamer Anlauf
Als angenehm haben wir das langsame Anlaufen des Antriebs empfunden, das verhindert Spritzer und ruckartiges Losdrehen der Maschine. Dies ist auch so, wenn wir den Taster schnell durchdrücken, der Antrieb läuft immer langsam an.
Durch die kompakte Bauweise ist der Stanley markant kleiner als unsere anderen Empfehlungen. Die Griffe liegen nur 24 cm weit auseinander, gemessen von Mitte zu Mitte. Rührwerke mit wuchtigen Griffstücken haben hier 30 cm. Die Stanley ist damit für den Ein-Personen-Betrieb gemacht. Gelungen sind die Gummi-Kantenstücke und die gummierten Griffbereiche.
Nachteile?
Der Stanley FME190-QS ist mit dem etwas kleinen Griff für Bediener mit sehr großen Händen mitunter etwas zu klein.
Die Ohrenschützer mussten wir bei diesem – aber auch bei vielen anderen Rührgeräten – aufsetzen, die Geräuschkulisse von Motor und Getriebe wurde im zweiten Gang bei hohen Umdrehungen zu penetrant.
Stanley FME190-QS im Testspiegel
Vom Stanley FME190-QS gibt es bislang keine weiteren seriösen Testberichte. Auch Stiftung Warentest und Ökotest haben noch keine Mörtelrührer getestet. Sollte sich das ändern, tragen wir die Testergebnisse für unseren Sieger hier nach.
Weitere Empfehlungen
Vonroc PM502AC

- 13,5-cm-Rührwerk
- Langsam anlaufend
- Langes Kabel
- Drehzahl am Rädchen
- Gummierter Griff
- 16 Schippen nur mit Geduld
- Kleinerer Rührkorb
Der Vonroc PM502AC ist ein kräftiger Mörtelrührer für kleine und mittlere Mengen. Mit dem 13,5-Zentimeter-Quirl schaffen wir in unserem Test auch 16 Schippen groben Kies & Zement. Das dauert zwar länger als mit einem Rührwerk für große Mengen, beim Anrühren von Mörtel spüren wir aber sogar noch Leistungsreserven.
Besonders gut gefällt uns die Drehzahlregelung. Der Vonroc bietet zwei Gänge und ein separates Rädchen für die Drehzahl an der Griffinnenseite an. Unter Last hält der Motor die dort eingestellte Geschwindigkeit konstant. Noch viel besser: Beim Start läuft die Maschine angenehm langsam an. Das verhindert Spritzer und erlaubt uns, auf Gegebenheiten in der Wanne zu reagieren. Leise ist der Vonroc nur bei niedriger Drehzahl. Bei hohen Geschwindigkeiten greifen wir zum Gehörschutz.

Auch beim Handling überzeugt uns die Vonroc PM502AC. Der breite Kunststoffgriff liegt gut in der Hand und vier Gummi-Bumper an den Ecken schützen die Konstruktion beim Ablegen oder bei einem Sturz. Den wassergeschützten Taster finden wir praktisch, denn wo gemauert wird, da ist auch viel Wasser. Eine Standgaseinstellung gibt es nicht – sobald wir den Taster loslassen, stoppt der Motor. Die einen werden das vermissen, wir sehen es aber für den Unfallschutz positiv an.

Das drei Meter lange Stromkabel hat eine praktische Länge und ist ausreichend robust für den Baustelleneinsatz. Der zweiteilige Rührstab macht das Gerät kompakt beim Transport. Der Hersteller legt gleich noch einen passenden Beutel bei. Weniger gefällt uns dagegen das schmächtige, dünne Werkzeug für die M14-Aufnahme: Statt dieses 22-Millimeter-Schlüssels sollte man echte Maulschlüssel nehmen.
Auch die Wartung bereitet uns kaum Arbeit: Nach dem Lösen von vier Kreuzschrauben ziehen wir die Abdeckung über dem Motor ab und erreichen die Motorbürsten. Insgesamt gefällt uns der Vonroc im praktischen Test durch seine Kombination aus kräftigem Motor, guter Regelbarkeit, angenehmem Handling und ordentlicher Ausstattung.
Das drei Meter lange Stromkabel hat eine praktische Länge und ist ausreichend robust für den Baustelleneinsatz. Der zweiteilige Rührstab macht das Gerät kompakt beim Transport. Der Hersteller legt gleich noch einen passenden Beutel bei. Weniger gefällt uns dagegen das schmächtige, dünne Werkzeug für die M14-Aufnahme: Statt dieses 22-Millimeter-Schlüssels sollte man echte Maulschlüssel nehmen.
Wir empfehlen den Vonroc PM502AC allen, die auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten und einen kräftigen, gut regelbaren Mörtelrührer für kleine bis mittlere Mengen suchen.
Stier RW160-2
Der Stier RW160-2 hat mit 1.600 Watt und zwei Gängen viel Kraft, hinzu kommt ein mächtiges 16-cm-Rührwerk. Das prädestiniert die Maschine für große Mengen. Wir haben damit in überschaubarer Zeit Mischungen aus 26 Schaufeln gerührt. Für große Menschen von Vorteil: Der Stier Mörtelrührer hat zusammen mit dem Rührstab eine Länge von 93 cm – das ist überdurchschnittlich.

Dabei muss die Maschine mit viel Kraft und Einsatz festgehalten werden, gerade am Anfang des Mischens. Der 30 cm breite Griff mit optisch markanten Metallstreben ist dafür ideal. Hier biegt nichts und sogar zwei Personen können den Stier halten.
Das Rührwerk des Stier läuft langsam an, auch wenn die separat am Rädchen eingestellte Drehzahl mal auf höchste Stufe gesetzt ist. Das macht die Maschine sicher, denn ein ruckartiges Losdrehen ist nicht möglich und in Wasser oder Farbe spritzt es nicht ungewollt.
Verschleißwarnung
Die Kohlebürsten verstecken sich unter der schwarzen Kappe, die mit Kreuzschrauben fixiert ist. Eine LED weist auf deren Verschleiß hin, was wir für eine sehr gute Idee ansehen.
Das moderate Geräusch fiel uns ebenfalls positiv auf. Beim RW160-2 konnten wir sogar auf die Ohrenschützer verzichten.
Der Stier RW160-2 hat einen fixierbaren Gasgriff, der Antrieb läuft weiter, ohne dass der Start-Taster gehalten werden muss. Das ist einerseits ein Vorteil, andererseits aber auch eine Gefahr, weil das Not-Aus jetzt nicht mehr funktioniert.
Wirklich ärgerlich war jedoch das zwei Meter kurze und zu dünne Stromkabel des Stier RW160-2. Bastler sollten das sofort tauschen, dafür müssen nur die Griffkappe und der Motordeckel mit Kreuzschrauben demontiert werden. Etwas Löterfahrung ist dazu jedoch nötig.
Scheppach PM1800D
Der Scheppach PM1800D eignet sich vor allem für größere Mengen. Das Doppelrührwerk arbeitet mit zwei gegenläufigen 11-Zentimeter-Quirlen, die deutlich mehr Material bewegen als ein einzelner – auch großer – Quirl. In unserem Test haben wir die Maurerbutte weitgehend gefüllt und damit problemlos 24 Schippen groben Kies & Zement durchgemischt.
Die gegenläufigen Quirle erleichtern uns die Arbeit: Beim normalen Führen in der Mitte müssen wir zunächst viel Kraft aufbringen, können das Rührwerk aber auch so ansetzen, dass es sich an der Wand der Maurerbutte entlang selbstständig nach vorn bewegt. Wir müssen dann nur noch leicht gegenhalten und am Rand entlanglaufen. Diese Eigenschaft empfinden wir beim Arbeiten mit 16 plus Schippen als einen der größten Vorteile des Scheppach.

Einen Nachteil der Doppelquirle sehen wir beim Kontakt mit dem Boden der Maurerbutte. Durch ihre Bauform können die Quirle keinen schützenden Ring besitzen, sodass die scharfkantigen Wendeln den Boden stark beanspruchen. In unserem Test hatten wir am Ende zwei Löcher darin – allerdings war die Maurerbutte schon ziemlich alt und der Untergrund weich. Wer das Risiko reduzieren möchte, sollte die Wanne auf einen harten, ebenen Untergrund stellen. Dadurch gibt der Boden beim Arbeiten weniger nach und der Quirl kann ihn schwerer durchstoßen.

Die Drehzahl wählen wir über ein Rädchen an der Griff-Innenseite und zusätzlich über das Zweiganggetriebe. Der Motor läuft zwar schnell an, in der Praxis stört uns das aber kaum, weil wir die Drehzahl vor dem Start niedrig einstellen können. Bei kleinen Drehzahlen hat der Motor allerdings keine Kraftreserven im zähen Mörtel, hier muss grundsätzlich mit Mittel bis Hoch gearbeitet werden. Bei voller Drehzahl wird der PM1800D allerdings sehr laut. Für längeres Arbeiten auf höchster Stufe empfehlen wir deshalb unbedingt einen Gehörschutz.
Beim Griff fehlt die Gummierung. Das ist für uns aber kein gravierender Nachteil, weil der breite, umlaufende Griff gut in der Hand liegt. Deutlich störender finden wir das nur zwei Meter lange Stromkabel – wir haben es nachgemessen. Für den Einsatz auf der Baustelle hätten wir uns hier mehr Bewegungsfreiheit gewünscht.
Bei der Ausstattung gefällt uns, dass sich die beiden Quirle werkzeuglos wechseln lassen. Die mit links und rechts markierten Quirle stecken wir dank Bajonettaufnahme einfach aus. Dazu muss nur der Ring nach unten gezogen werden. Eine Standgaseinstellung gibt es nicht, sodass der Motor beim Loslassen des Tasters stoppt und das Unfallrisiko sinkt. Die Kohlebürsten erreichen wir über Schraubkappen und können sie bei Bedarf unkompliziert wechseln.
Wir empfehlen den Scheppach PM1800D allen, die regelmäßig sehr große Mengen Mörtel oder Beton mischen und dabei möglichst schnell vorankommen möchten.
Eibenstock 7753 Rührwerk EHR 14.1 SK Set

- Langes, dickes Kabel mit Schuko
- Elektronikschalter – stufenlose Drehzahl
- bequeme Kreuzgriff-Haltung
- Weniger Spritzer: Konischer Wendelrührer WG 120
- Nicht für größere Mengen Zementmörtel
- Hochtonige Lautstärke
- Kohlebürstenwechsel für den Laien nicht vorgesehen
Das Eibenstock 7753 Rührwerk EHR 14.1 SK Set ist eine seltene Variante mit Kreuzgriff. Am Solo-Griffstück befindet sich ein Gasgriff für die Drehzahlregelung per Finger. Das Ganze ergibt eine andere Ergonomie als mit den typischen Zweihand-Griffstücken. Das Rühren in schwerem Beton geht nicht so gut von der Hand. Bei flüssigen Qualitäten zeigen sich aber die Vorteile: Der Quirl kann zielgenauer gelenkt werden, die eine Hand hält das Gerät, während die zweite die Bewegung steuert. Rechts- oder Linkshänder, die Frage stellt sich hier nicht, der Gasgriff kann von rechts oder von links bedient werden.
960 Watt sind im Vergleich schwach. Beim Mischen einer zähen Kies-Zement-Mischung bemerken wir das auch. Hochviskose Gemische sind nicht die Stärke der Maschine, sie ist fokussiert auf Baustoffe mit niedriger Viskosität, z. B. Farbe, Leim, Spachtel- und Ausgleichsmassen sowie Fliesenkleber. Einen zweiten Gang gibt es nicht, der Antrieb läuft gleichmäßig.

Die Nenndrehzahl ist mit 0–390 Umdrehungen pro Minute gering, aber optimal für leichte Flüssigkeiten. In Verbindung mit dem mitgelieferten Wendelrührer WG 120 lassen sich Farben oder selbst Wasser spritzfrei rühren. Laut Anleitung soll der Gasgriff nur beim Einsenken auf niedriger Stufe gehalten werden, nicht dauerhaft. Der Grund: Die Kühlung des Motors ist nur bei maximalen Umdrehungen optimal.
Die Qualität des Eibenstock 7753 hat Vorzüge und Nachteile: Sehr gut gefallen uns der solide, aus einem Stück bestehende Quirl sowie das dicke, 2,9 Meter lange Gummikabel und sein massiver Knickschutz. Als erstes Gerät bisher hat es einen Schuko-Stecker mit Schutzleiter. Das erhöht die Sicherheit, sollte das Gerät einmal ins Wasser fallen. Das Getriebe kann nach dem Lösen von vier Schrauben an der Motorkappe nachgefettet werden.
Das Gehäuse wirkt äußerlich billig: Der Rundgriff hat keine innere Armierung, er besteht aus Kunststoff. Griffe und Ecken haben keine Gummierung bzw. Stoßkanten zum Schutz. Das hochtönige Geräusch beim Rühren missfällt uns ebenfalls. Ein Wechsel der Kohlebürsten ist laut Anleitung nicht vorgesehen, gleichwohl sind diese im Handel erhältlich. Das Gehäuse muss dafür komplett zerlegt werden (Spezialschrauben).
Wir empfehlen den Eibenstock 7753 für Trockenbauer, Fliesenleger, Maler und Stuckateure, die niedrigviskose Mischungen nutzen und ein besonders leichtes, handliches Modell suchen.
Außerdem getestet
Collomix Unimix U900
Der Collomix Unimix U900 eignet sich in unserem Test nur für kleine Mengen. Mit maximal 16 Schippen grobem Kies im Kies-Zement-Gemisch kommt der Rührer zwar ohne nennenswerten Einbruch der Drehzahl durch, braucht dafür aber ziemlich lange. Der 12-Zentimeter-Quirl bewegt das zähe Gemisch vergleichsweise langsam durch die Maurerbutte. Für größere Mengen ist das Gerät damit nicht geeignet.
Auch beim Handling sehen wir Schwächen. Der relativ kleine, nicht gummierte Griff liegt weniger angenehm in der Hand. Positiv fällt uns dagegen das drei Meter lange Kabel auf, auch wenn es vergleichsweise dünn ausfällt. Einen Standgasbetrieb gibt es nicht, sodass der Motor beim Loslassen abschaltet und das Unfallrisiko sinkt.
Für uns ist vor allem die fehlende Drehzahlregelung ein Problem. Der U900 besitzt nur eine Geschwindigkeitsstufe und dreht beim Einschalten sofort los. Für sehr flüssige Materialien wie Farbe eignet er sich deshalb nicht. Zum Wechseln des Quirls liegt außerdem kein Werkzeug bei. Die Motorbürsten können wir dagegen einfach erreichen, sie befinden sich unter einer Kappe.
Bosch Professional GRW 140
Der Bosch Professional GRW 140 arbeitet besonders sauber, Farben oder dünnflüssiger Estrich verspritzen nur selten. Grund dafür ist der langsame Anlauf des Zweigang-Modells. Die Endgeschwindigkeit wird über den Gang und ein separates Rädchen eingestellt, bis 750 U/min sind möglich.
Das schwere Gehäuse wird von einem Zweihand-Griff aus Kunststoff auf einem Stahlrahmen eingerahmt. Die feste Konstruktion ist an den Griffstücken und Enden deutlich gummiert, was Kratzer verhindert und ein sanftes Ablegen erlaubt. Das vier Meter lange, moderat dicke Stromkabel gefällt ebenfalls. Ein Rührkorb gehört nicht zum Lieferumfang, in die M14-Aufnahme passt aber jeder Standard-Rührkorb.
Beim Mischen von Beton zeigt sich der Bosch kraftvoll: Mit einem 120-Millimeter-Rührkorb setzen wir 120 Liter Kies im ersten oder zweiten Gang in Bewegung. Der Starter-Taster lässt sich über einen Druckknopf arretieren, sodass sich das Gerät ohne Finger am Sicherheitstaster betreiben lässt. Die rote Taste ist gut eingefasst und dadurch leicht zu bedienen. Die Kohlebürsten sind einfach zugänglich und werden über eine Status-LED angekündigt; auch das Getriebe lässt sich nachfetten.
Bei hoher Drehzahl ist der 1.400-Watt-Antrieb allerdings ähnlich laut wie günstigere Modelle. In der Praxis wirkt der Geräuschpegel durch den langsamen, leisen Anlauf dennoch moderat. Bei niedrigen Drehzahlen ist der Bosch deutlich leiser als viele günstige Geräte. Der Hersteller gibt bei hoher Drehzahl 95,5 dB(A) Schalldruckpegel an.
Metabo RWE 1200
Der Metabo RWE 1200 ist das längste Rührwerk im Testfeld, 106 cm kommen zusammen, wenn wir das mitgelieferte Zwischenstück aufschrauben. Ohne selbiges sind es 19,5 cm weniger. Der Metabo hat einen soliden, stahlbewehrten Griff.
Das Anlaufen des Motors ist nur dann langsam, wenn vorsichtig auf den Start-Taster gedrückt wird. In der Hektik drückt man den aber schnell mal ganz durch, was zu ungewollten Spritzern führt. Die Drehzahl wird allein mit dem Gasgriff reguliert.
Beim Rühren ist uns unter Last ein ungleichmäßiger Motorlauf aufgefallen. Das lag nicht an übermäßiger Belastung, denn der schmale 12-cm-Rührkorb sucht sich keinen großen Widerstand im Kies. Für große Mengen ist dieser Rührkorb zu klein.
Gefallen haben uns das lange – aber leider dünne – vier Meter lange Kabel und das moderate Geräusch. Die Kohlebürsten sind austauschbar, allerdings braucht es ein Werkzeug in Form eines Innensechskantschlüssels, um die Kappe zu entfernen.
Einhell TC-MX 1400-2 E
Der Einhell TC-MX 1400-2 E ist ein Einsteigermodell, das langsam anläuft und mit einem Getriebe mit zwei Gängen bestückt ist. Die Drehzahl wird separat am Rädchen eingestellt. Leider ist das Stromkabel dünn und nur zwei Meter kurz, das nervt auf der Baustelle.
Der Kunststoffkorpus des Griffes ist etwas beweglich, nach hohem Druck zeigten sich kleine Spannungsverfärbungen im Material. Negativ ist uns der unrunde Lauf des Gestänges beim Einhell-Rührwerk aufgefallen, hier fehlt es wohl an der Maßgenauigkeit bei der Produktion. Der Start-Taster muss konsequent komplett gedrückt bleiben. Das stört mit der Zeit, weil bereits ein leichtes Nachgeben die Maschine ausgehen lässt.
Beim Thema Kohlebürsten verweist Einhell – wohl zur eigenen Absicherung – auf das Wechseln durch eine Elektrofachkraft. Praktisch kann das aber auch der Laie, die Bürsten befinden sich unter der schwarzen Abdeckung.
Güde GRW 1400
Der Güde GRW 1400 läuft nur dann langsam an, wenn man am Rädchen eine niedrige Drehzahl gewählt hat. Wer das vergisst, erlebt ungewollte Spritzer, denn der Mörtelrührer dreht sehr schnell los. Der kleine Griff an dem Güde-Quirl sorgt bei kleinen Mengen für eine gute Kontrolle. Die Ecken sind nicht gummiert, der Kunststoff kratzt beim Ablegen des Handrührwerks auf dem Boden.
Das dicke, 3,1 Meter lange Kabel war eine sehr gute Idee, ebenso die einfach zugänglichen Kohlebürsten. Die Arbeit ist mit dem Güde erst nach längerer Zeit fertig, denn mit nur einem Gang kann im halbfertigen Mörtel keine Stufe zugeschaltet werden. Die Umdrehungen reichen von 0 bis 760 und sind zwar gleich hoch wie auch bei den anderen Rührwerken, jedoch muss der Antrieb diese mit einem Gang abfahren.
Scheppach PM1400
Der Scheppach PM1400 läuft langsam an, aber nur dann, wenn am Rädchen eine niedrige Drehzahl gewählt wurde. Ungewollte Spritzer können im hektischen Alltag also passieren. Weit mehr haben wir uns am kurzen, dünnen zwei Meter langen Kabel sowie am winzigen 11,5-cm-Rührkorb gestört. Für unsere Menge von 16 Schippen in der Mischung dauerte das viel zu lang. Mit diesem Aufsatz taugt der Mörtelrührer von Scheppach nur für kleine Mengen oder als Ersatz für den Rührstab im Farbeimer. Wie zum Ausgleich dafür legt der Hersteller einen zweiten Rührkorb bei, einen für Farbe und Flüssiges.
Positiv sind die einfach zugänglichen Kohlebürsten. Der Griff aus Kunststoff ist etwas beweglich, er ist nicht metallverstärkt. Die dicken Gummikappen an den Ecken schützen das Rührgerät beim Ablegen, sind beim Hantieren aber irritierend, weil sie nur aufgesteckt sind. Mit etwas Druck kann man sie abziehen.
Atika RW 1400
Der Atika RW 1400 ist im Kern baugleich mit dem Scheppach PM1400, hat aber in Details Verbesserungen erhalten – und daher eine bessere Bewertung. Das Stromkabel ist mit zwei Metern sehr kurz, aber immerhin sehr dick und robust. Die vier schwarzen Stoßkanten am Griff sind aus einem härteren PVC gefertigt und lassen sich nicht so leicht abziehen wie beim Handrührwerk von Scheppach. Vor allem aber hat der Rührkorb 14 cm im Durchmesser, so war unsere Arbeit schneller erledigt.
Griff-Stabilität und Eigenheiten des Antriebs sind aber identisch mit dem Scheppach PM1400. Bei hoher Drehzahl läuft der Mörtelrührer von Atika zu schnell an und der Kunststoffgriff ist nicht metallverstärkt.
So haben wir getestet
Wir haben 14 Mörtelrührer getestet. Weil der Fokus auf Mörtel- und Betonarbeiten liegt und hierbei auch die härtesten Anforderungen zu erwarten sind, haben wir uns für ein entsprechendes Projekt entschieden. Unser erstes Beton-Projekt war ein Fundament für eine Wärmepumpen-Außeneinheit, später kamen Hühnerstall und anderes hinzu. Dafür mischen wir Zement, groben Kies und Wasser im Verhältnis 1:4 und nutzen alle Testkandidaten zum Anrühren. Selbstverständlich lassen sich mit den Rührgeräten auch andere Baustoffe und Farben anmischen.
Mischleistung: Wir testen zunächst mit einer einheitlichen Menge und erhöhen die Belastung anschließend auf 16 Schippen groben Kies. Leistungsstärkere Geräte müssen zusätzlich 24 Schippen bewältigen. Dabei messen wir die Mischzeit und beurteilen, wie gleichmäßig die Geräte das Kies-Zement-Gemisch durchmischen. Auch die Kraft, die wir beim Führen des Rührwerks aufbringen müssen, fließt in die Bewertung ein.
Handhabung & Ergonomie: Beim Mischen beurteilen wir Gewicht, Balance und Griffposition. Wir führen die Rührwerke mit Kraft durch die Maurerbutte und achten auf die Stabilität von Griffen und Gehäuse, Vibrationen und den nötigen Kraftaufwand. Bei Doppelrührwerken prüfen wir außerdem, ob die gegenläufigen Quirle die Führung erleichtern.
Drehzahlregelung & Anlauf: Wir prüfen, wie und ob sich die Drehzahl einstellen lässt und wie schnell der Motor beim Einschalten hochdreht. Außerdem beobachten wir, ob die Drehzahl auch bei zähem Kies-Zement-Gemisch stabil bleibt. Eine gut regelbare, niedrige Drehzahl ist insbesondere bei flüssigen Materialien wie Farbe wichtig.
Verarbeitung & Robustheit: Wir schauen uns Griffe, Gehäuse, Schalter und die Verbindung zwischen Antrieb und Rührstab an. Bei M14-Aufnahmen achten wir auf die Länge des Gewindes und dessen Spiel. Auch Kabel, Kabeldurchführung und die allgemeine Verarbeitungsqualität fließen in die Bewertung ein.
Ausstattung & Praxisdetails: Wir prüfen Rührquirle und deren Durchmesser sowie den Wechsel der Quirle. Dabei achten wir auf benötigtes und mitgeliefertes Werkzeug. Auch praktische Details wie Kabellänge, Transportmöglichkeiten und der Zugang zu den Motorbürsten spielen eine Rolle.
Sicherheit: Wir testen den Sicherheitstaster und beobachten, ob der Motor beim Loslassen sofort abschaltet. Besonderes Augenmerk legen wir auf mögliches Standgas. Ein Mörtelrührer im Test hatte ein solches Feature: der Stier RW160-2. Hier lässt sich der Sicherheitstaster arretieren. Das kann beim Mischen schwerer Baustoffe angenehm sein, birgt aber ein Sicherheitsrisiko, weil das Gerät beim Loslassen weiterläuft. Deshalb werten wir Standgas als Nachteil.
Lautstärke: Wir beurteilen die Geräuschentwicklung bei niedriger und hoher Drehzahl sowie beim Mischen unter Last. Besonders bei hohen Drehzahlen werden viele Rührwerke unangenehm laut. Wo möglich, messen wir zusätzlich den Schalldruckpegel. Ein Gehörschutz ist grundsätzlich sinnvoll.
Für das Testurteil betrachten wir Mischleistung, Handhabung, Drehzahlregelung, Verarbeitung, Ausstattung, Sicherheit und Lautstärke. Entscheidend ist dabei nicht nur die einzelne Messung, sondern wie gut sich das jeweilige Rührwerk im praktischen Einsatz bewährt.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste Mörtelrührer?
Unser Testsieger Stanley FME190-QS ist ein Modell mit kompaktem Verstaumaß, Kraft für größere Mengen und einem langsamen Anlaufen. Das vermindert die Spritzgefahr ungemein. Äußerst praktisch für die Beweglichkeit auf der Baustelle ist das 4,1 Meter lange Stromkabel als dicke, robuste Ausführung.
Welche Mengen kann ein Mörtelrührer durchmischen?
Wir haben im Test Mischungen mit 16 und 26 Schippen Mischvolumen ausprobiert. Mit 16 Schippen kommen alle Mörtelrührer klar. Für das große Mischvolumen von 26 Schippen braucht es aber 1.600 bis 1.800 Watt Leistung, zwei Gänge und einen Rührstab mit einem Rührkorb von 14, besser 16 cm Durchmesser. Noch besser: ein Doppel-Quirl. Kleinere Quirls brauchen viel zu lange.
Kann jeder einen Mörtelrührer halten?
Wie stark sich ein Bediener gegen die Griffstücke des Mörtelrührers stemmen muss, hängt von der Menge im Mörtelkübel ab. Geht es zu schwer, dann nehmen Sie ein paar Schippen weniger. Mit flüssigen Werkstoffen oder bei der Verwendung als Farbrührer sind die Rührwerke nicht schwer zu halten.
Wie laut sind Mörtelrührer?
Die Rührwerke sind für den Sonntag zu laut. Alle Mörtelrührer im Test machen bei hohen Umdrehungen sehr viel Lärm, wir empfehlen einen Gehörschutz. Vom Mischvolumen hängt die Lautstärke nicht ab, die Quirls erzeugen bei geringem und bei hohem Mischvolumen die gleiche Lautstärke.
Welche Aufsätze passen an einen Mörtelrührer?
Das M14-Gewinde ist Standard bei Mörtelrührern. Angeboten werden etwa Quirle für Farben als Ersatz für den klassischen Rührstab, die anders gebaut sind als solche für festere Baustoffe wie Mörtel.
Kann man mit einem Mörtelrührer auch Farbe mischen?
Ja. Grundsätzlich eignen sich die Geräte auch zum Mischen von Farbe, Kleber oder anderen flüssigeren Baustoffen. Dafür sind Rührwerke mit gut regelbarer, niedriger Drehzahl besser geeignet. Für flüssige Materialien gibt es außerdem spezielle Wendelrührer, die auf die jeweilige Mischung abgestimmt sind. Modelle, die nur mit einer hohen Geschwindigkeit anlaufen, können beim Einschalten Material verspritzen und sind für solche Arbeiten weniger praktisch. Wir empfehlen aktuell den Eibenstock 7753 Rührwerk EHR 14.1 für solche Zwecke.









































































































