Akku-Kompressoren unterscheiden sich prinzipiell nicht von üblichen Luftkompressoren. Jedoch sind Kompressoren sehr leistungshungrig und daher muss man bei der Akku-Variante in Kauf nehmen, dass sie nicht dieselbe Luftleistung erreichen und auch der Akku nicht sehr lange durchhält. Dafür sind sie jedoch mobil einsetzbar und können etwas Leistung mit einem Druckspeicher kompensieren.
Wir haben 11 Akku-Kompressoren ausführlich unter identischen Bedingungen getestet. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Einhell TE-AC 36/150 Li OF
Alles Gute ist nie beisammen und selten bezahlbar. Der Einhell TE-AC 36/150 Li OF ist aber zumindest nahe dran. Im aktuellen Test der Akku-Kompressoren erreicht er die beste Luftleistung und bringt etwa 50 Liter gespeicherte Druckluft mit. Trotz der vielen Vorzüge bleibt er aber vor allem erschwinglich. Nur zu den leisen Akku-Kompressoren gehört er leider nicht.
Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF
Die Kenndaten des Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF sind denen unseres Testsiegers von Einhell recht ähnlich. Die Lautstärke ist ähnlich, die Luftleistung ähnlich, nur der Kessel ist etwas kleiner. Dafür bekommt man beim Metabo-Akku-Kompressor die gewohnte massive Baustellenqualität und einen Brushless-Motor.
Aircraft Airboy Silence 111 AS OF E

- Gute Verarbeitungsqualität
- Mit Luftfilter
- Sehr leise
- Gute Luftleistung
- Zwei Manometer
- Teuer
Kompressoren sind laut oder bringen nur wenig Luftleistung. Das muss nicht sein, denn der Aircraft Airboy Silence 111 AS OF E beweist, dass es auch leise bei guter Luftleistung geht. Gerade mal 72 dB erreicht der wirklich sehr leise Akku-Kompressor und presst trotzdem so viel Luft wie seine Konkurrenten.
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- Gute Verarbeitungsqualität
- Mit Luftfilter
- Sehr gute Luftleistung
- Laut

- Gute Verarbeitungsqualität
- Brushless Motor
- Sehr gute Luftleistung
- Laut

- Gute Verarbeitungsqualität
- Mit Luftfilter
- Sehr leise
- Gute Luftleistung
- Zwei Manometer
- Teuer

- Gute Verarbeitungsqualität
- Brushless Motor
- Leise
- Mittlere Luftleistung
- Teuer

- Gute Verarbeitungsqualität
- Mit Luftfilter
- Sehr gute Luftleistung
- Laut

- Gute Verarbeitungsqualität
- Zwei Manometer
- Mit Zubehör
- Laut
- Qualmt im Test

- Brushless Motor
- Gute Luftleistung
- Schlechte Verarbeitung
- Laut

- Gute Verarbeitungsqualität
- Schlechte Luftleistung

- Mäßige Verarbeitung
- Laut
- Sehr kleiner Lufttank
- Sehr schlechte Luftleistung

- Gute Verarbeitungsqualität
- Gute Luftleistung
- Kein Druckminderer
- Kein Manometer
- Kein Druckspeicher
- Sehr laut
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Mobile Druckluft: Akku-Kompressoren im Test
Akku-Kompressoren arbeiten wie typische Kompressoren mit einem Kolben in einem Zylinder. Umgedreht zum Verbrennungsmotor erzeugt hier aber nicht eine Explosion einen Druck und bewegt den Kolben, was anschließend in eine Drehbewegung umgewandelt wird. Bei einem Kompressor erzeugt der Motor die Drehbewegung, diese bewegt den Kolben und im Zylinder entsteht ein Druck, der anschließend genutzt werden kann.
Die Auf- und Abbewegung in Kombination mit der stoßweisen Druckerzeugung ist der Grund, warum Kompressoren so laut sind. Reduzieren lässt sich die Lautstärke, indem zwei Zylinder verbaut werden, die gegenläufig arbeiten und bei halber Drehzahl dieselbe Luftmenge erzeugen. Bei solch kleinen und mobilen Geräten ginge das jedoch zulasten des Gewichtes und es ist nicht zu erwarten, dass es besonders leise Akku-Kompressoren geben wird.
Dasselbe gilt für Rotations-, Scroll- oder Schraubenkompressoren. Der Aufbau ist komplizierter und mit höheren Kosten verbunden, was sich bei relativ günstigen Akku-Kompressoren kaum rechnet.

Wo bringt ein Akku-Kompressor Vorteile?
Fakt ist, die Leistung von Akku-Kompressoren ist beschränkt und sie sind nur begrenzt für den Einsatz von Druckluftwerkzeugen geeignet. Sieht man sich die Herstellerdaten zur Luftmenge an, wird schnell offensichtlich, warum das so ist.
Die aktuell getesteten Akku-Kompressoren versprechen eine Abgabeleistung von 38 bis 95 l/min, wobei sich diese Angaben in den meisten Fällen auf das Maximum bei 0 bar beziehen. Das heißt, wenn Luftmenge nur frei verpufft.
Angaben zur Luftleistung sind oft nur eine Mogelpackung
Einhell ist bei seinen Angaben da etwas fairer und gibt die Luftmenge bei unterschiedlichen Drücken an. Während das Maximum bei 95 l/min liegt, sind es bei 4 bar noch 70 l/min und bei 7 bar nur noch 50 l/min.
Das sind keine großen Luftmengen und man sollte sich gut überlegen, wo man einen solchen Akku-Kompressor einsetzen möchte. Die einfachste Nutzung wäre natürlich das Ausblasen von Schmutz, wo die Luftmenge im Grunde eine untergeordnete Rolle spielt. Wie auch beim Aufpumpen von Bällen, Luftmatratzen oder Fahrradreifen beziehungsweise Autoreifen, was allerdings auch kleinere Akku-Luftpumpen können.
Auch beim Aufpumpen von Bällen oder kleineren Wasserspielzeugen kann ein Akku-Kompressor hilfreich sein. Für Luftmatratzen und Co. sollte man aber doch lieber zu sogenannten Hybrid-Luftpumpen greifen, die Druckluft und ein Gebläse mit großer Luftleistung bieten.

Akku-Kompressoren und Druckluftwerkzeuge
Trotzdem lassen sich Akku-Kompressoren durchaus mit Druckluftwerkzeugen nutzen. Und zwar immer dann, wenn es nicht um große Luftmengen geht. Mit Druckluftschleifern oder Schlagschraubern wäre ein Akku-Kompressor völlig überfordert. Diese benötigen leicht um die 150 l/min bei 6 bar. Das schafft kein Akku-Kompressor.
Druckluft-Tacker oder Druckluft-Blindnietpistolen benötigen dagegen nur kürzere Impulse an Druckluft und können problemlos mit einem Akku-Kompressor genutzt werden. Genau das sind dann auch Werkzeuge, die mobil, wie beispielsweise auf dem Dach, genutzt werden. Hier entfalten Akku-Kompressoren ihre Vorteile.

Mit oder ohne Druckspeicher?
Prinzipiell profitiert ein Kompressor immer von einem Druckspeicher. Schließlich kann dieser für einen kurzen Moment eine zu geringe Luftleistung kompensieren. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass Akku-Kompressoren für den mobilen Einsatz ausgelegt und daher gut zu transportieren sein sollten. Ein großer Speicher macht den Kompressor nicht unerheblich größer und schwerer.
Wer seinen Akku-Kompressor hauptsächlich zum Aufpumpen von Autoreifen nutzen möchte, kann getrost auf einen Druckspeicher verzichten. Hier geht es eher darum, mobil zu sein. Solange der Kompressor den Reifen des Autos aufpumpt, läuft er und ein Speicher würde keine Vorteile bringen.
Druckspeicher bieten einen kleinen Luftvorrat, machen den mobilen Kompressor aber größer und schwerer.
Anders sieht es bei der Nutzung eines Druckluft-Tackers oder der Blindnietpistole aus. Diese brauchen immer nur kurz eine geringe Luftmenge, die mit einem hohen Druck angefordert wird. Das bietet ein Druckspeicher, der mehrere Einsätze erlaubt, ehe der Kompressor wieder anspringt. In dem Fall würde das kurze Anlaufen des Kompressors auch deutlich mehr Energie benötigen.
Gleiches gilt bei Reinigungsarbeiten, wenn mit Druckluft Späne oder Schmutz entfernt werden sollen. Solche Vorgänge benötigen über einen kurzen Zeitraum größere Luftmengen, die ein Akku-Kompressor ohne Speicher nicht bieten kann.
Was bietet der Druckspeicher?
Wer davon ausgeht, dass ein größerer Druckspeicher auch automatisch mehr Luftvorrat bietet, der irrt sich ein wenig. Auch wenn die Größe des Speichers in Litern angegeben wird, spielt der Maximaldruck, mit dem die Luft hineingepresst wird, eine zusätzliche und sogar wichtige Rolle.
Je größer der Druck ist, umso mehr Luft wird gespeichert. Aufschluss gibt die einfache Rechnung: Volumen des Speichers x Druck = gespeicherte Luftmenge.
Ein 6 Liter großer Kessel speichert bei 8 bar demnach 48 Liter Luft. Ein etwas kleinerer, 5 Liter großer Kessel bei 10 bar, jedoch 50 Liter, also steht trotz einer etwas geringeren Größe ein minimal größeres Luftvolumen zur Verfügung.

Kleine Kompressoren mit großem Mundwerk
Luftkompressoren sind laut, was ihrer Arbeitsweise geschuldet ist. Durch einen besonderen Aufbau, mehrere Zylinder oder eine Dämmung lässt sich die Geräuschkulisse zwar eindämmen, nur würde das bei einem kleinen Akku-Kompressor kaum Sinn machen. Er würde dadurch größer, unhandlicher und letztendlich auch teurer werden. Das rechnet sich bei solch relativ günstigen Geräten schlichtweg nicht.
Es ist leider auch nicht so, dass die kleineren Akku-Kompressoren deutlich leiser als große Kompressoren sind. Der große Kompressor Einhell TA-AC 190/24/8 wird beispielsweise vom Hersteller mit einer Lautstärke von 97 dB angegeben. Der deutlich kleinere Akku-Kompressor Einhell TE-AC 36/6/8 kommt laut Hersteller aber auch auf 94 dB.
Von der geringeren Größe sollte man sich also nicht täuschen lassen und in direkter Nähe immer einen Gehörschutz tragen. Das gilt für große Kompressoren ebenso wie für Akku-Kompressoren.
Unser Favorit
Einhell TE-AC 36/150 Li OF
Der Einhell TE-AC 36/150 Li OF arbeitet zwar nicht leise, dafür ist er mit Abstand der leistungsfähigste Akku-Kompressor in unserem Ensemble. Im Test erreichte er deutlich die beste Luftleistung, und die beiden genutzten Akkus zeigten sich davon nur wenig beeindruckt. Sein Vorgänger Einhell TE-AC 36/6/8 kommt auf eine ähnlich gute Leistung.

Faire Angaben
Die meisten Kompressor-Hersteller beschränken sich darauf, die maximale Ansaugleistung anzugeben. Ein Wert, der absolut nichts über die echte Leistung eines Kompressors aussagt. Die Ansaugleistung gibt lediglich an, wieviel Luft unter Idealbedingungen eingesaugt werden kann. Das ist leider reine Theorie.
Entscheidend für den Einsatz eines Kompressors oder Akku-Kompressors ist die Abgabeleistung. Aber auch hier kann gemogelt beziehungsweise mit den falschen Werten gearbeitet werden. Gibt der Hersteller hier nur einen Wert X an, bezieht sich das in den meisten Fällen auf die Abgabeleistung bei 0 bar. Allerdings lassen sich 0 bar nicht nutzen.
Einhell gehört zu den sehr wenigen Herstellern, die die Abgabeleistung unter verschiedenen Belastungen angibt. Dann wird aus der theoretischen Ansaugleistung von 150 l/min eine Abgabeleistung von 95 l/min (0 bar), 70 l/min (4 bar) oder 50 l/min (7 bar). Diese Zahlen sind weit weg von den 150 Litern der Ansaugleistung. Darum ist es so wichtig, dass der Hersteller diese angibt.
Sinnvolle Ausstattung, aber kein Zubehör
Bei der Ausstattung könnte man meinen, dass der Einhell TE-AC 36/150 Li OF nicht ganz so perfekt wie andere Akku-Kompressoren ist. Schließlich sieht man nur ein Manometer und nicht, wie bei den meisten, zwei Manometer für den Kessel- und den eingestellten Betriebsdruck.
Aber braucht man das zweite Manometer für den Kesseldruck wirklich? Entscheidend ist doch der eingestellte Arbeitsdruck und möchte man wirklich mal wissen, welcher Druck im Kessel anliegt, muss nur der Arbeitsdruck auf Maximum gestellt werden und das Manometer zeigt den Druck im Kessel an. Auf das zweite Manometer kann man somit auch verzichten.
Akku und Ladegerät haben wir als Ausstattung im Test absichtlich außen vor gelassen. Die meisten Hersteller bieten eine Akku-Familie und ihre Geräte mit oder ohne Akku an. Das entscheidet man also beim Kauf. Etwas schade ist allerdings, dass es zu unserem Testgerät absolut kein Zubehör gab und aktuell scheint es auch nur diese Solo-Variante zu geben.
Wir hoffen, dass sich das noch ändert, denn wie beim Vorgänger ist alles dafür vorbereitet und der Einhell TE-AC 36/150 Li OF ist mit einem extra Fach ausgestattet, das mehrere Düsen aufnehmen kann. Die benötigte Ausblaspistole lässt sich oberhalb des Geräts anstecken, liegt aber auch nicht bei.
Beste Leistung im Test
Unser Test bestand darin, dass der integrierte Kessel und gleichzeitig ein weiterer mit 20 Liter Fassungsvermögen gefüllt werden mussten. Die dafür benötigte Zeit haben wir gestoppt und daraus die effektive Luftleistung in diesem Anwendungsfall errechnet.
Der Einhell TE-AC 36/150 Li OF füllte das geforderte Volumen am schnellsten und schlägt dabei seinen Vorgänger, den Einhell TE/AC 36/6/8 Li OF – wenn auch nur sehr knapp.
Mit der benötigten Zeit sind wir auf eine effektive Abgabeleistung von 82 l/min gekommen. Geht man von einem durchschnittlichen Gegendruck von 3 bar aus (anfänglich 0 am Ende 6 bar), ist das gut mit den Angaben von Einhell (70 l/min bei 4 bar) vergleichbar.
Nicht ganz so schön ist dabei allerdings die Geräuschkulisse. Satte 93 dB blasen einem um die Ohren, was schon mächtig laut ist. Allerdings waren im aktuellen Test lediglich der Makita AC001GZ mit 80 dB und der Ryobi R18AC-0 mit 90 dB spürbar leiser. Die Luftleistung beider Geräte ist aber nicht mit der von unserem Testsieger vergleichbar.
Einhell-Akkus (18 V)
Einhell TE-AC 36/150 Li OF im Testspiegel
Über den Einhell TE-AC 36/150 Li OF gibt es aktuell keine aussagekräftigen Testberichte. Sollten wir welche finden, werden wir sie hier für Sie nachreichen.
Weitere Empfehlungen
Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF
Anfänglich haben wir überlegt, ob der Akku-Kompressor Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF wirklich eine Empfehlung werden sollte. Die Tatsache, dass er absolut identisch zum Prebena Vitas 100-Akku ist und hier offensichtlich zwei Anbieter dasselbe Modell unter einem anderen Namen verkaufen, hinterlässt schon einen faden Beigeschmack.
Letztendlich hat sich aber gezeigt, dass gleich Aussehendes noch lange nicht gleich sein muss. Selbst dann nicht, wenn die verbaute Technik identisch ist. Es gibt einen deutlichen Qualitätsunterschied zwischen beiden Produkten, welcher den geringen Preisunterschied nicht rechtfertigt. Dann doch lieber zum Metabo greifen.
Ansonsten schlägt sich der Metabo-Akku-Kompressor im Test richtig gut. Er wirkt extrem solide, hochwertig und nutzt die CAS-Akku-Allianz, bei der sich mehrere Unternehmen ein Akkusystem teilen.
Ausgestattet ist der Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF mit zwei Manometern für den Kessel- und den eingestellten Betriebsdruck, sowie einem Stellrad für den Betriebsdruck. Der integrierte Druckspeicher ist mit 5 Litern zwar nicht sehr groß und kommt bei anliegenden 8 bar nur auf einen Luftvorrat von 40 Litern, dafür ist dieser ausgesprochen schnell gefüllt.
In unserem Test benötigte der Metabo 125 Sekunden, um 150 Liter Luft mit 6 bar zu speichern. Das entspricht einer Luftleistung von 72 Litern pro Minute, was gar nicht so weit weg von unserem Testsieger von Einhell mit 78 l/min ist.
Metabo-Akkus (18 V)
Unser Test zeigt aber leider auch, dass viel Leistung meist auch viel Lärm macht. Und mit 93 dB muss man mit dem Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF schon einiges an Lärm erdulden.
Der Akku-Kompressor Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF zeigt sich ausgesprochen massiv und gut verarbeitet. Er ist zwar etwas lauter, trumpft aber mit einer sehr guten Luftleistung und einer sehr großen Akku-Familie auf.
Aircraft Airboy Silence 111 AS OF E

- Gute Verarbeitungsqualität
- Mit Luftfilter
- Sehr leise
- Gute Luftleistung
- Zwei Manometer
- Teuer
Wenn der Kolben eines Kompressors die Luft presst und diese dann schlagartig in das System abgegeben wird, entsteht das bekannte und laute Knattern eines Kompressors. Schließlich machen sie das etwa 3 bis 5.000 Mal pro Minute, um auf eine gute Luftleistung zu kommen.
Leiser wird es nur, wenn sich der Antriebsmotor langsamer dreht und damit die Bewegungen verlangsamt werden. Dadurch sinkt proportional allerdings auch die Luftleistung. Um das wieder auszugleichen, sind im Aircraft Airboy Silence 111 AS OF E zwei Zylinder untergebracht. Das macht ihn leise bei hoher Effektivität, aber eben auch teurer.
Einen ebenso positiven Effekt erzielen Luftfilter an der Ansaugung. Nicht weil sie die Luft filtern, sondern weil sie die Ansauggeräusche dämmen. Daher ist es nicht nachvollziehbar, warum nicht jeder Akku-Kompressor damit ausgestattet ist. Das Stück Schaumstoff in einer Metallhülle sollte sich marginal auf die gesamten Produktionskosten auswirken.

Der Aircraft Airboy Silence 111 AS OF E nutzt beide Möglichkeiten, um die Geräuschkulisse einzudämmen, und wir konnten im Test gerade mal 72 dB im Abstand von 40 cm messen. Das ist aktuell mit Abstand der beste Wert. Selbst unsere bisherige leise Empfehlung lag bei 80 dB. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.
Durch zwei verbaute Zylinder muss der Aircraft trotzdem nicht an Leistung einbüßen und in etwas über zwei Minuten wurde der eigene 6-Liter-Tank plus ein weiterer mit 20 Litern mit 6 bar Luftdruck gefüllt. Das ist zwar kein Spitzenwert, aber dennoch ziemlich flott.
Zum Einsatz kommen Akkus der AMP-Share-Familie. Der Steckplatz ist allerdings etwas ungünstig gewählt.
Versorgt wird der Motor dabei mit einem 18- beziehungsweise 20-V-Akku der AMP-Share-Familie. Hierbei teilen sich verschiedene Unternehmen, wie Bosch, Fein, Rothenberger, Brennenstuhl oder Steinel, ein Akku-System. Hauptsächlich kommen also Bosch-Professional-Akkus zum Einsatz. Etwas schade ist nur, dass nur ein Akku Platz findet und dieser hinten ziemlich weit absteht.
Bosch-Professional-Akkus (18 V)
Fakt ist, der Akku-Kompressor Aircraft Airboy Silence 111 AS OF E ist ziemlich teuer und jeder muss für sich entscheiden, ob es die leise Arbeitsweise wert ist. Aber wenn wir einen Akku-Kompressor mit »sehr leise« auszeichnen, dann ist er eben auch sehr leise und beim Aircraft muss man dafür nicht einmal auf Leistung verzichten.
Außerdem getestet
Scheppach C-ACT160/6-X
Mal abgesehen von den nicht ganz perfekt verputzten Schweißnähten wirkt der Scheppach C-ACT160/6-X richtig hochwertig und gut verarbeitet. Ansonsten bleibt er im Mittelfeld der getesteten Geräte. Mit bis zu 90 dB (im Test) ist er zwar ziemlich laut, aber das sind eben viele Akku-Kompressoren. Dasselbe gilt für die Luftleistung, die in unserem Test auf 52 l/min kommt. Das ist durchschnittlich, nichts Besonderes, aber eben auch nicht schlecht.
Dabei fällt wieder einmal auf, dass es nicht viele Hersteller gibt, die ganz genau aufzeigen, wie hoch die tatsächliche Abgabeleistung bei unterschiedlicher Druckleistung ist. Scheppach macht das und sammelt damit Pluspunkte. Die Angabe von 54 l/min bei 4 bar deckt sich sogar mit unserem Messwert von 52 l/min bei 0 bis 6 bar.
Auch in puncto Ausstattung gibt es nichts zu meckern und der 10 kg schwere Kompressor bringt einiges an Zubehör mit. Dazu ist er mit zwei Manometern ausgestattet, die den Kessel- und den anliegenden Arbeitsdruck anzeigen. Für eine extra lange Arbeitszeit sorgen dazu zwei Akku-Steckplätze.
Der Scheppach mag nicht besonders hervorstechen, bietet insgesamt aber ein rundes Paket. Da kann man glatt vergessen, dass der erste Einsatz nicht ganz geruchlos war. Irgendwo wurde nicht ganz sauber mit Öl oder Fett gearbeitet, so dass durch die erzeugte Wärme einiges an Qualm aufstieg. Das sollte sich im weiteren Gebrauch aber legen.
Makita AC001GZ
Der Makita AC001GZ fällt im Test ein wenig aus der Reihe. Als einziger speichert er seine Druckluft mit über 9 bar (9,3 bar gemessen). Dazu kommt mit 7,6 Litern auch der größte Druckspeicher. Multipliziert man beide Werte, ergibt sich eine gespeicherte Luftmenge von satten 71,4 Litern.
Doch das ist nicht der einzige Vorteil, den der Makita mitbringt. Wie die meisten Akku-Kompressoren ist er mit zwei Manometern ausgestattet, die den gespeicherten Kesseldruck und auch den eingestellten Arbeitsdruck anzeigen. Der Arbeitsdruck lässt sich leicht über das dazwischenliegende Drehrad einstellen.
Was den Makita AC001GZ aber so besonders macht, ist seine fast schon als angenehm zu bezeichnende Lautstärke von 80 dB. Angenehm zumindest, wenn man im Vergleich vorher alle anderen Kompressoren mit 90 bis 99 dB gehört hat.
Die geringere Lautstärke resultiert aus mehreren Faktoren. Den ersten bilden die dicken und weichen Gummifüße, wodurch sich keine Schwingungen übertragen. Dazu kommt eine gedämpfte Luftabsaugung über einen Luftfilter und einen dünnen Schlauch, der das blubbernde Geräusch der Luft beim Ansaugen entfernt.
Der dritte, nicht ganz so schöne Punkt ist die Kompressorleistung. Die erreicht nicht das Niveau unserer anderen Empfehlungen, Einhell und Metabo. Sie kamen im Test auf eine effektive Luftleistung von 78 beziehungsweise 72 l/min. Beim Makita muss man sich mit 43,6 l/min begnügen. Dafür ist er im Vergleich aber eben auch deutlich leiser und hat als Ausgleich mehr Luft gespeichert.
Einhell TE-AC 36/6/8 Li OF
Der Einhell TE-AC 36/6/8 Li OF ist der Vorgänger unseres aktuellen Testsiegers, muss sich aber absolut nicht hinter ihm verstecken. Auf den ersten Blick ist abgesehen von der geänderten Lackierung nicht mal ein Unterschied auszumachen.
Beide Modelle gehören der Einhell-Akku-Familie an und arbeiten mit identischen Akkus. Ebenso identisch sind Größe und Gewicht, und der kleine Unterschied bei der Lautstärke kann auch auf Messdifferenzen zurückgeführt werden.
Nur bei der Luftleistung scheint Einhell beim Nachfolger etwas nachgebessert zu haben, und mit unserem Testaufbau kamen wir auf eine um 4 Liter pro Minute bessere Luftleistung. Das ist nicht wirklich viel und da der Einhell TE-AC 36/6/8 Li OF mit etwas mehr Zubehör daherkommt, bleibt er weiterhin eine gleichberechtigte Alternative.
Prebena Vitas100-Akku
Auf den ersten und auch auf den zweiten Blick sieht der Prebena Vitas 100-Akku aus wie der Metabo Power 160-5 18 LTX BL OF. Derselbe Aufbau, ähnliche Herstellerangaben, Akkus und Ladegeräte sind identisch. Es steht lediglich ein anderer Name drauf und der Prebena ist lackiert, während der Metabo pulverbeschichtet zu sein scheint. Was läuft hier verkehrt?
Letztendlich ist der Preisunterschied nicht so groß. Prebena und Metabo gehören zum CAS (Cordless Alliance System) und teilen sich das Akku-System. Wer mag, kann mit dem Prebena-Akku-Kompressor also gern ein paar Euro sparen, muss aber eine etwas schlechtere Qualität in Kauf nehmen.
Das zeigt sich als Erstes in der einfachen Lackierung, während Metabo seinen Kompressor offenbar pulverbeschichtet. Zumindest wirkt der raue Farbauftrag hochwertiger und vor allem nicht so anfällig auf Kratzer.
Ein weiterer Punkt fiel uns bei der Verarbeitung auf. Während am Metabo keine Mängel zu finden waren, ist der Prebena Vitas 100-Akku sehr schlecht geschweißt. An einer Stelle wurde dabei ein Loch in das Rohr gebrannt und eine Schweißnaht hat gar nicht erst gehalten. Dazu wurden Schweißpickel nicht entfernt und der Kessel mit Beschädigungen lackiert.
Im praktischen Test sind sich beide Modelle von Prebena und Metabo wieder sehr ähnlich. Der Prebena hat für das Befüllen unseres Druckspeichers 152 Sekunden benötigt und Metabo 125 Sekunden. Das ist kein großer Unterschied und kann verschiedene Ursachen, selbst im Akku, haben. Der ist anschließend leerer als bei Metabo. Die verbaute Technik scheint ansonsten identisch zu sein.
Ryobi R18AC-0
Kleiner ist besser! Leider stimmt das nicht immer, auch wenn der erste Eindruck sehr gut ist. Der Akku-Kompressor Ryobi R18AC-0 zeigt sich ausgesprochen gut und vor allem massiv verarbeitet. Bei ihm ist zwar weniger verkleidet als bei anderen Geräten, aber was an der Verrohrung zu sehen ist, sieht gut aus.
Gut gefällt uns auch, dass es zwei Manometer für Kessel- und Betriebsdruck gibt und sich das Rad zum Einstellen des Luftdrucks sogar verriegeln lässt. Das bietet im aktuellen Test kein anderer. Ebenso wie den Reset-Taster, der betätigt werden soll, wenn »Sollte überschreitet, schaltet sich der Druckluftkompressor automatisch ab.« Vermutlich ist die Arbeitstemperatur gemeint.
Dass die Arbeitstemperatur überschritten wird, kann tatsächlich vorkommen. Die Luftleistung des kleinen Akku-Kompressors ist nämlich eher bescheiden und der Ryobi benötigte 6 Minuten, ehe der eigene kleine 3,8-Liter- und unser 20-Liter-Tank mit 6 bar Luft gefüllt wurden. Damit ist er im Vergleich dreimal langsamer als unsere Empfehlung von Einhell und man muss sich die Frage stellen, ob es wirklich Sinn macht, auf einen so kleinen Akku-Kompressor zu setzen.
Greenworks GD24AC
Der Greenworks GD24AC ist ein kompakter Akku-Kompressor, der mit einem 24-V-Akku betrieben wird. Seine Verarbeitung wirkt eher einfach. Am Kondensat zeigten sich sogar Rostspuren. Der praktische Test konnte mit dem Greenworks GD24AC leider nicht abgeschlossen werden. Nach 6 Minuten wurden 4 bar erreicht, nach 9,5 Minuten schließlich 5 bar, und nach 13 Minuten war der Akku leer. Die 6 bar wurden in dieser Zeit nicht erreicht. Zumindest nicht nach unserer Druckanzeige: Beide Manometer am Kompressor zeigten 6,3 bar an. Das ist bemerkenswert, denn alle getesteten Akku-Kompressoren wurden mit demselben Manometer überprüft – bei keinem anderen Gerät kam es zu einer solchen Abweichung.
Einhell TE-AC 36/8 Li OF
Wir würden es gern eleganter formulieren, aber letztendlich passt der Einhell TE-AC 36/8 Li OF eher in die Kategorie der Akku-Luftpumpen als zu den Akku-Kompressoren. Er bietet zwar eine Schnellkupplung, um verschiedene Druckluftgeräte zu nutzen, aber für Druckluftwerkzeuge ist er nicht geeignet. Bälle oder Fahrradreifen eignen sich da schon eher.
So ganz ohne Druckspeicher wird es selbst mit einem Druckluft-Tacker schwer und für Werkzeuge mit stetigem Druckbedarf ist er auch nicht geeignet, da Kompressoren niemals im Dauerbetrieb genutzt werden sollten.
Letztendlich bleibt nur das Füllen von Fahrradreifen, Bällen, Luftmatratzen und anderen Kleinteilen, die mit Druckluft versorgt werden müssen. Genau dafür ist der Einhell TE-AC 36/8 Li OF bestens gerüstet. Zwei Akkus sorgen für eine längere Einsatzbereitschaft, der Druckluftschlauch ist gleich integriert und im eingebauten Fach sind mehrere Düsen zu finden. Wie mit einem Aktenkoffer geht es zum Einsatz.
So haben wir getestet
Ehe alle Akku-Kompressoren zum Praxistest antreten, werden die technischen Daten aufgenommen, jedes Gerät wird gewogen und vermessen. Dabei werden auch die Luftleistungen der Hersteller notiert, später aber wieder verworfen. Kaum einer gibt an, bei welchem Druck die Daten aufgenommen werden, und daher sind sie auch nicht vergleichbar.
Beim zweiten Punkt der Bestandsaufnahme sehen wir uns jeden Akku-Kompressor ganz genau an, begutachten das Zubehör, die Funktionen und vor allem die Verarbeitungsqualität. Wenn bereits vor der ersten Verwendung die Anschlüsse rosten oder Schweißnähte brechen, ist das sicher kein gutes Zeichen.
Die Hersteller von Kompressoren sind leider nicht in der Lage, vernünftige Angaben zur Luftleistung zu machen. Die oft genannte Ansaugleistung ist ein virtueller Wert, der absolut nichts über die Leistung im Betrieb aussagt. Auch die Abgabeleistung hilft wenig, wenn nicht angegeben wird, bei welchem Druck sie gemessen wird. Ohne Gegenlast bewegt ein Kompressor natürlich viel mehr Luft als unter Last.
Um die Luftleistung unter identischen Bedingungen zu testen, verbinden wir jeden einzelnen Akku-Kompressor mit unserem Druckluftsystem, in dem sich ein 20-Liter-Druckspeicher befindet. Diesen lassen wir bis auf 6 bar aufpumpen und stoppen die dafür benötigte Zeit.
Da nebenbei auch der Kessel des Akku-Kompressors aufgefüllt wird und dieser nicht immer gleich groß ist, addieren wir diese Literzahl dazu. Anschließend multiplizieren wir sie mit 6, da bis auf 6 bar gepumpt wird, und dividieren das Ergebnis durch die benötigte Zeit. So wissen wir, wie viel Luft pro Minute bewegt wird.
Das Ergebnis fällt zwar etwas höher aus als vom Hersteller angegeben, da der Kompressor anfänglich bei 0 bar Gegendruck arbeitet und erst am Ende gegen 6 bar, doch die Bedingungen sind für alle gleich und die Ergebnisse daher vergleichbar. Rechnerisch sollte die errechnete Luftleistung für etwa 2,5 bar gelten.
Während des Tests wird die Lautstärke in einem Abstand von etwa 40 cm gemessen und anschließend darf jeder Akku-Kompressor seinen Kessel einmal bis zum Abschaltdruck füllen.
Mit einer verschlossenen Reifenfüllpistole wird dann der anliegende Druck gemessen. Die Druckanzeige der Reifenfüllpistole ist sicher auch nicht besser genormt als die Manometer der Kompressoren. Alle Akku-Kompressoren werden mit ein und derselben Druckprüfung kontrolliert. Multipliziert mit der Kesselgröße ergibt das die gespeicherte Luft.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste Akku-Kompressor?
Der beste Akku-Kompressor ist für uns der Einhell TE-AC 36/150 Li OF. Er ist nicht der leiseste, bietet aber ein sehr gutes Verhältnis zwischen Lautstärke und Luftleistung. Preislich ähnlich, mit etwas mehr Zubehör, ist aber auch sein Vorgänger, der Einhell TE-AC 36/6/8 Li OF eine gute Alternative. Zumindest so lange, wie das Modell noch angeboten wird.
Wie viel bar sollte ein Akku-Kompressor haben?
Die meisten Kompressoren liefern 8 bar und mehr wird auch selten benötigt. Allerdings kompensiert ein höherer Druck einen kleineren Speicherkessel. In einen 8-Liter-Kessel passt bei 8 bar dieselbe Luftmenge wie in einen 6,4-Liter-Kessel bei 10 bar.
Gibt es Silent-Akku-Kompressoren?
Wer sucht, wird vielleicht fündig. Allerdings dürfte das Angebot überschaubar und enorm teuer sein. Um aus einem Kompressor einen Silent-Kompressor zu machen, wird ein spezieller Kompressor benötigt oder es müssen zwei genutzt werden, die langsamer und ruhiger laufen. Eine solche Technik lohnt sich für kleine Akku-Kompressoren einfach nicht.
Können mit einem Akku-Kompressor Luftdruckwerkzeuge genutzt werden?
Eventuell, allerdings ist die erreichbare Luftmenge deutlich geringer als bei großen Kompressoren mit Netzanschluss und man muss auf die benötigte Luftmenge der Werkzeuge achten. Für Schlagschrauber, Luftdruck-Bohrer und Luftdruck-Schleifer reicht diese nicht. Sehr kleine Lackierpistolen sind vielleicht noch möglich. Der Aufgabenbereich der Akku-Kompressoren liegt eher bei Reinigungsarbeiten, Drucklufttackern oder dem Aufpumpen von Reifen.


































































