Ein Satellit sendet Signale, der Parabolspiegel (Satellitenschüssel) fängt sie ein, reflektiert sie und bündelt sie dabei wie eine Lupe. Aufgenommen werden sie dann vom LNB, welcher sie an den Receiver weiterleitet. So unscheinbar die Technik des LNBs auch erscheint, ohne funktioniert leider nichts.
Wir haben 20 LNBs getestet. Drei davon können wir besonders empfehlen, sie folgen in der Kurzübersicht und werden später nochmals ausführlicher besprochen.
Kurzübersicht
DUR-line +Ultra Quad LNB

- Gute Empfangswerte
- Gute Verarbeitung
- Langer Spannhals
- Sehr guter Wetterschutz
- Keine Angabe zum Rauschmaß
Ein guter LNB muss dem Wetter standhalten, sollte also solide gebaut sein und eine gute Empfangsleistung mitbringen. All das vereint der DUR-Line +Ultra Quad LNB. Auch auf die Kennzeichnung des SKEW-Winkels wird nicht verzichtet, und der lange Spannhals bietet genug Spielraum.
Inverto Premium Quad Universal PLL LNB

- Gute Empfangswerte
- Geringe Leistungsaufnahme
- Guter Wetterschutz
- Etwas schwacher Signalpegel
Der Inverto Premium Quad Universal PLL LNB ist unserem Testsieger recht ähnlich und muss sich mit seinen Empfangswerten nicht verstecken. Lediglich der Signalpegel ist sichtbar schwächer, was sich aber erst bei langen Kabelverbindungen negativ auswirkt.
Humax LNB143s
Nicht ganz so günstig bietet der Humax LNB143s im Test die besten Empfangswerte und mit die beste Signalverstärkung. Qualitativ kann er absolut überzeugen und lässt sich auch nicht von Regen beeindrucken. Angaben zum Energiebedarf verschweigt der Hersteller leider.
Vergleichstabelle
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- Gute Empfangswerte
- Gute Verarbeitung
- Langer Spannhals
- Sehr guter Wetterschutz
- Keine Angabe zum Rauschmaß

- Gute Empfangswerte
- Geringe Leistungsaufnahme
- Guter Wetterschutz
- Etwas schwacher Signalpegel

- Sehr gute Empfangswerte
- Sehr gute Verarbeitung
- Sehr gute Verstärkung
- Inkl. vier F-Stecker
- Guter Wetterschutz
- Keine Angabe zur Leistungsaufnahme

- Gute Empfangsleistung
- Rauschmaß 0,1 dB
- Guter Regenschutz
- Kurzes Feedhorn

- Gute Empfangswerte
- Langes Feedhorn
- Mäßiger Wetterschutz

- Langes Feedhorn
- Guter Regenschutz
- Mäßige Empfangswerte

- Guter Regenschutz
- Mäßige Empfangswerte
- Mäßige Verarbeitung

- Gute Empfangswerte
- Sehr gute Verarbeitung
- Guter Wetterschutz
- Kurzer Spannhals

- Sehr gute Empfangswerte
- Gute Verarbeitung
- Guter Wetterschutz
- Keine Angabe zum Rauschmaß
- Sehr hohe Leistungsaufnahme
- Schwacher Signalpegel

- Langes Feedhorn
- Guter Signalpegel
- Sehr hohe Leistungsaufnahme
- Mäßige Verarbeitung
- Regenschutz zweifelhaft

- Gute Empfangswerte
- Sehr gute Verarbeitung
- Keine Angabe zum Rauschmaß
- Sehr hohe Leistungsaufnahme

- Sehr geringe Leistungsaufnahme
- Guter Wetterschutz
- Mäßige Empfangswerte
- Keine Angabe zum Rauschmaß
- Kurzer Spannhals

- Hoher Signalpegel
- Inkl. acht F-Stecker
- Guter Wetterschutz
- Mäßige Empfangswerte
- Keine Angabe zur Leistungsaufnahme

- Guter Signalpegel
- Guter Regenschutz
- Kaum Herstellerangaben
- Mäßige Verarbeitung

- Gute Verarbeitung
- Acht Anschlüsse
- Mit Regenschutz
- Mäßige Empfangswerte
- Hohe Leistungsaufnahme

- Guter Signalpegel
- Sehr geringe Leistungsaufnahme
- Schlechte Empfangswerte
- Kurzer Spannhals

- Guter Signalpegel
- Mäßige Empfangswerte
- Keine Angabe zur Leistungsaufnahme

- Schlechte Empfangswerte
- Kurzer Spannhals
- Gummihülle kurz und hart
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Sauberes Signal: LNBs im Test
LNB steht für Low Noise Block, also »rauscharmer Signalumsetzer«. Kurz gesagt, setzt er die vom Satelliten eingefangenen Signale im Frequenzbereich von 10,7 bis 12,75 GHz in den Frequenzbereich von 950 bis 2150 MHz um, damit sie möglichst verlustfrei über das Antennenkabel (Koaxialkabel) übertragen werden können.
Aber eigentlich ist der LNB kein LNB, sondern ein LNBF, nämlich ein Low Noise Block Feed. Feed steht hierbei für das Feedhorn (Einspeisungshorn) – den vorderen runden Teil am Empfangskopf. Dieses besteht aus einem Metallrohr, das die eingefangenen elektromagnetischen Wellen weiterleitet und dabei von störenden Strahlen aus dem Umfeld abschirmt.
Eine besondere Aufgabe des LNBs besteht darin, zwischen horizontalen und vertikalen Wellen zu unterscheiden, wofür es zwei Antennen im Empfangskopf gibt, die horizontal und vertikal angeordnet sind. Welches Signal davon gerade benötigt wird, entscheidet die Spannungsversorgung, die durch das Antennenkabel vom Receiver kommt.
Die Arbeitsweise eines LNBs ist kompliziert, ein kleiner Einblick hilft aber bei der Auswahl des richtigen LNBs.
Zusätzlich gibt es noch das Low- und das Highband mit unterschiedlichen Frequenzbereichen, zwischen denen mit einer aufgelagerten Schaltfrequenz von 22 kHz gewechselt werden kann. Allerdings sind das bereits Details, die den Nutzer nicht wirklich interessieren müssen.
Wichtig ist zu wissen, dass es vier Bereiche gibt: Horizontal Low- und Highband, Vertikal Low- und Highband. Abgekürzt werden sie mit HL, HH, VL und VH. Die Problematik daran ist, dass ein LNB nicht alles auf einmal kann und daher an einem LNB-Anschluss auch nur ein Receiver angeschlossen werden kann.
Wird versucht, mehrere Receiver hintereinander an einem Anschluss zu nutzen, können sie nur unterschiedliche Sender schauen, die gemeinsam in einem der vier genannten Bereiche liegen. Wird an einem Receiver der Sender und dabei der Bereich gewechselt, sitzt der zweite Nutzer ohne Bild vorm TV-Gerät.

Was ist der SKEW-Winkel?
Wer sich ein LNB oder die LNB-Aufnahme genauer ansieht, wird feststellen, dass es dort häufig eine Winkelangabe gibt, um den LNB zu verdrehen. Das kann mitunter nötig sein, da die Erde eine Kugel ist, der Satellit aber gerade über der Erde steht und die Ausrichtung der horizontalen und vertikalen Wellen stimmen muss.
Befindet sich der Satellit auf demselben Längengrad wie die Empfangsanlage – also genau in Richtung Süden –, kann der LNB gerade mit 0° verbaut werden. Befindet er sich jedoch weiter östlich oder westlich vom eigenen Standort, neigt er sich mit der Erdkugel. Um das auszugleichen, muss der LNB im selben Winkel geneigt werden. Nur so bleibt horizontal auch horizontal und waagerecht weiterhin waagerecht.
Mit dem Twin, Quad und Octo bis zu acht Zuschauer
Jeder Nutzer benötigt für sein Satelliten-Fernsehen also einen LNB – einen sogenannten Single-LNB. Um mehrere Nutzer zu versorgen, würde man mehrere LNBs benötigen oder LNBs, die mehrere Ausgänge für mehrere Nutzer beziehungsweise Receiver besitzen.
Der Quad-LNB ist für 4 Teilnehmer, der Quattro-LNB benötigt einen zusätzlichen Multischalter, der die Anzahl der Teilnehmer bestimmt.
Solche Empfangsköpfe nennt man je nach Anzahl der Anschlüsse Twin-LNB (2), Quad-LNB (4) oder Octo-LNB (8). Sie besitzen einen integrierten Multischalter und damit lassen sich direkt mehrere Receiver nutzen. Der Nachteil dabei ist, dass jeder Receiver ein eigenes Kabel vom Receiver bis zum LNB benötigt und die maximale Anschlusszahl auf acht begrenzt ist.
Wer mehr als acht Sat-Anschlüsse benötigt, der sollte zu einem Quattro-LNB greifen. Dieses greift über vier Anschlüsse die vier Bänder ab und sendet diese an einen Multischalter. Der ist in der Lage aufzuteilen, welcher seiner Nutzer welches Signal bekommt. Das können dann durchaus auch 16 oder mehr verschiedene Nutzer sein.

Man muss allerdings aufpassen, ein Quad-LNB nicht mit einem Quattro-LNB zu verwechseln. Der Quad-LNB sendet an jeden Anschluss die gesamte Bandbreite, also alle vier Bereiche. Der Quattro-LNB hat dagegen vier Anschlüsse für jeweils einen Bereich und benötigt einen Multischalter zur Aufbereitung.
Quattro-LNB und Multischalter für mehr Komfort
Natürlich bedeutet der zusätzliche Multischalter zum Quattro-LNB auch zusätzliche Kosten. Dafür kann er aber auch besondere Vorteile mit sich bringen. Der erste ist natürlich, dass weitaus mehr als 8 Nutzer möglich sind. Hier sollte man bereits beim Kauf den möglichen Bedarf einkalkulieren.
Aufschluss über die mögliche Teilnehmerzahl gibt ein einfacher Zahlencode, der zu jedem Multischalter gehört. 4/12 bedeutet beispielsweise vier Eingänge (das Quattro-LNB) und zwölf Ausgänge für zwölf Teilnehmer. 8/12 würde bedeuten, dass es acht Eingänge für zwei Quattro-LNBs gibt, die auf zwei verschiedene Satelliten für zwölf Teilnehmer ausgerichtet sind.
Oft ist vorn aber auch eine ungerade Zahl zu finden, wie beispielsweise 5/12. Dann gibt es neben den vier Anschlüssen für den Quattro-LNB noch einen weiteren für eine terrestrische Einspeisung. Das kann dann die UKW-Antenne oder DVB-T sein. Getrennt wird das terrestrische Signal wieder in der Anschlussdose.

Monoblock-LNB
Eine Sonderform unter den LNBs bildet der Monoblock-LNB. Dieser beinhaltet im Grunde zwei LNB, die seitlich nebeneinander miteinander kombiniert wurden. Der Versatz sorgt dafür, dass mit einer Satellitenschüssel gleich zwei Satelliten empfangen werden können.
Aber Vorsicht: Es muss auf den genauen Versatz geachtet werden. Der beträgt in den meisten Fällen rund 6°, um Astra 19,2° Ost und Hotbird 13° Ost empfangen zu können. Der benötigte DiSEqC-Schalter ist in den meisten Fällen bereits integriert. Werden zwei einzelne LNBs genutzt, wird dieser zusätzlich benötigt.
Ansonsten gilt für Monoblock-LNBs bei den Anschlüssen dasselbe wie bei allen anderen. Es gibt also Monoblock-Single-LNBs, Monoblock-Twin-LNBs oder Monoblock-Quad-LNBs.
Unicable LNB
Der Unicable-LNB funktioniert im Grunde wie ein Quad-LNB. Die Signale werden aufgenommen, die Frequenzen heruntergesetzt, verstärkt und in die Koaxialkabel geschickt. Doch genau da gibt es einen kleinen Unterschied. Während ein Quad-LNB alle Frequenzen auf vier verschiedene Kabel schickt, mischt der Unicable-LNB diese und leitet sie auf nur ein Koaxialkabel.
Das setzt jedoch voraus, dass die angeschlossenen Receiver diese gemischten Frequenzen »verstehen« und wieder aufteilen können. Es werden daher spezielle Unicable-Receiver benötigt. Häufig ist auch die Bezeichnung »Einkabel tauglich« oder »Unicable tauglich« zu lesen.
Der Vorteil des Unicable-LNBs liegt klar auf der Hand. War bisher ein Single-LNB verbaut und ist nur ein Koaxialkabel verlegt, können durch den Austausch des LNBs und neuer Receiver jetzt bis zu vier Teilnehmer unterschiedliche Programme sehen. Dazu muss das Kabel zum LNB nicht neu verlegt werden.
Wichtige Daten für einen LNB
Beim Kauf eines LNBs werden einem viele Daten aufgezählt. Aber was bedeuten diese und was davon ist wichtig? Als Erstes wären da die Eingangsfrequenz, die Ausgangsfrequenz und die Oszillatorfrequenz. Die sind natürlich wichtig, bei den Universal-LNBs aber identisch. Diese Angaben können also erst einmal außer Acht gelassen werden.
Das Rauschmaß oder die Rauschzahl sollte möglichst klein sein und unter 0,4 dB liegen. Die Verstärkung darf dagegen gern mit 55 und mehr Dezibel angegeben sein.
Der wohl wichtigste Punkt ist das Rauschmaß oder die Rauschzahl. Diese gibt an, wie gut Störungen unterdrückt werden. Nimmt man beispielsweise den analogen Radioempfang oder einen einfachen Verstärker an, ist immer ein leises Hintergrundrauschen zu hören. Wird die Musik dann lauter gestellt, wird automatisch auch das Rauschen lauter.
Das Rauschmaß gibt an, wie laut dieses »Rauschen im Hintergrund« ist. Das heißt, je niedriger der Wert (in Dezibel) ist, desto besser. Heutige LNBs liegen zwischen 0,1 und unter 1 dB. Allerdings hängen diese Angaben stark von der Art der Messung ab und nicht jeder angegebene Wert ist auch der, der beim Kunden letztendlich ankommt. Daher verzichten einige Anbieter auf diese Angabe.

Das Gleiche gilt leider auch für die Verstärkung (ebenfalls in Dezibel), die versprochen wird. Auch hier wird von Idealwerten ausgegangen und nicht immer sind die Angaben wirklich glaubwürdig. Da ist es leider sinnvoller, sich im Netz zu belesen und auf Erfahrungswerte zu verlassen.
Angaben zu HD, 3D oder digital sind völliger Unsinn
Es klingt natürlich toll, wenn auf der Verpackung steht, dass der LNB UHD-tauglich oder 4K-ready ist. Solche Angaben sind selbst namhaften Herstellern wie Humax oder Grundig zu finden. Nur deshalb machen sie noch lange keinen Sinn.
Dem LNB ist es völlig egal, wie die übertragende Fernsehsendung heißt, ob sie in 3D ausgestrahlt wird oder der Ton in Stereo oder Dolby Atmos an die Ohren gelangt. Es werden lediglich hochfrequente Wellen aufgefangen, heruntergesetzt, verstärkt und weitergeleitet. Welche Informationen diese Wellen enthalten, ist dabei absolut irrelevant.
Dasselbe gilt für den Begriff »Digital-LNB« oder »Digital-Fernsehen«. Es gibt keine Analog- und Digital-LNBs. Der Ursprung dieser Bezeichnung liegt in den Frequenzbereichen. In den Anfangszeiten wurde nur das Low-Band genutzt und die ersten LNBs konnten auch nur dieses verarbeiten.
Mit vielen neuen und vor allem digitalen TV-Sendern reichte das Low-Band nicht mehr aus und es kam das High-Band dazu. Da siedelten sich natürlich vor allem die neuen digitalen TV-Sender an. Wer diese auch empfangen wollte, brauchte einen neuen LNB, der das Low- und das High-Band verarbeiten konnte – den Universal-LNB.
Wer nicht wechseln wollte, konnte hauptsächlich nur die älteren analogen TV-Sender empfangen und schnell wurden die älteren LNBs dadurch zu analogen LNBs und die neuen Universal-LNBs zu Digital-LNBs. Auf die Empfangstechnik bezogen gibt es einen solchen Unterschied aber gar nicht.

Ganz wichtig bei einem LNB ist die Übertragung. Passt die nicht, nützt die beste Verstärkung oder das niedrigste Rauschmaß nichts. Daher ist es wichtig, dass auf ein gutes Koaxialkabel mit geringer Dämpfung und hoher Abschirmung geachtet wird und die Verbindungen (F-Stecker) frei von Korrosion sind.
Das fängt bereits am Empfangskopf an. Hier ist vor allem wichtig, dass die Anschlüsse trocken bleiben, und daher sollten die Anschlüsse über einen Regenschutz verfügen. Bei Single- und Twin-LNBs besteht dieser meist aus einer Gummihülle, die nach dem Anschrauben des F-Steckers in das Gehäuse gedrückt wird.
Bei Quad-, Quattro- oder Octo-LNBs wäre das zu umständlich und es gibt eine sogenannte Wetterschutzkappe. Diese wird nach dem Anschließen der Kabel beziehungsweise der Stecker nach unten gezogen und deckt alle Anschlüsse gleichzeitig ab.
Unser Favorit
DUR-line +Ultra Quad LNB

- Gute Empfangswerte
- Gute Verarbeitung
- Langer Spannhals
- Sehr guter Wetterschutz
- Keine Angabe zum Rauschmaß
Unser Testsieger soll eine gute Verarbeitung mitbringen, die Anschlüsse vor Regen und anderen Wettereinflüssen schützen und natürlich einen guten Empfang bieten. All diese Punkte treffen auf den DUR-Line +Ultra Quad LNB zu. Die Empfangswerte sind gut bis sehr gut, es gibt keinen besseren Wetterschutz und auch qualitativ kann der LNB überzeugen.
Einen Testsieger unter den LNBs zu finden, ist nicht so einfach, da alle ihren Job machen und der vielleicht wichtigsten Angabe zum Rauschmaß nicht zu trauen ist. Gerade Markenhersteller verzichten daher ganz auf eine solche Angabe.
Beim DUR-Line +Ultra Quad LNB gibt es diese Angabe und das Rauschmaß soll 0,1 dB betragen. Unter welchen Umständen der Wert ermittelt wurde und ob er auch dann noch gilt, wenn sich der LNB an seinem Einsatzort befindet, ist nicht nachvollziehbar. Daher ziehen wir diese Angabe nicht zur Bewertung heran.
Praktische Hinweise auf dem Beipackzettel
Aber auch ohne Angabe des Rauschmaßes hat es der Quad-LNB von DUR-Line ganz nach oben geschafft. Das fängt bereits beim Auspacken mit einem vernünftigen Beipackzettel an. Dieser gilt zwar gleich für das Single-, das Twin-, das Quad- und das Quattro-LNB, liefert aber alle wichtigen Angaben.
Sehr gut gefällt uns dabei auch die Rückseite, auf der bebildert erklärt wird, worin die Unterschiede der verschiedenen LNBs liegen und wie sie angeschlossen werden. Daraus geht sogar hervor, dass ein Quattro-LNB mit externem Multischalter die Einspeisung von terrestrischen Signalen ermöglichen kann.

Der beste Wetterschutz
Viel Wert haben wir beim Test der LNBs auf den Wetterschutz gelegt. Bei Quad- und Quattro-LNB besteht dieser meist aus einem ausziehbaren Gehäuse, das die Anschlüsse verdecken soll. Dabei haben wir auf zwei wichtige Merkmale geachtet: Kann Regenwasser in diese Abdeckung laufen und wie viel vom Stecker wird tatsächlich abgedeckt?
Beide sprechen für den DUR-Line +Ultra Quad LNB. Zum einen wird der Wetterschutz aus dem Gehäuse herausgezogen und die obere Kante wird vom Gehäuse abgedeckt. Damit ist sichergestellt, dass kein Regenwasser hineinlaufen kann.
Noch besser ist die Länge des Wetterschutzes. Mit einem Überstand von fast 16 mm über den Anschlüssen stellt der DUR-Line-LNB den absoluten Rekord im Test auf. Damit werden tatsächlich die gesamten F-Stecker abgedeckt und vor Regen geschützt. Das schafft in der Form kein anderer LNB.

Perfekte Ausrichtung und gute Empfangswerte
Ein wichtiger Punkt für uns im Test war, wie sich der LNB ausrichten lässt. Dazu gehört in erster Linie eine Markierung für die axiale Ausrichtung, also wie weit nach vorn oder hinten der LNB im LNB-Halter positioniert wird. Diese Markierung ist natürlich vorhanden.
Dennoch kann es mal sein, dass die Komponenten nicht so richtig zueinanderpassen oder gerade bei günstigen Satellitenschüsseln, dass der Feedarm und damit der Brennpunkt nicht stimmt. Dann ist es von Vorteil, wenn der Spannbereich am LNB etwas größer ist und Spielraum zur Korrektur bietet.
Einige LNBs beschränken sich hierbei auf eine Länge von 30 mm. Die LNB-Halterung selbst ist mitunter aber schon 20 mm und so bleiben maximal 5 Millimeter nach vorn oder hinten als Spielraum. Der DUR-Line +Ultra Quad LNB bietet 45 Millimeter Platz und sollte damit jeden Fehler im Brennpunkt ausgleichen.
Wie man im Bild sieht, war bei der Test-Satellitenschüssel eine solche Korrektur auch nötig und damit erreichte der DUR-Line +Ultra Quad LNB mit die besten Empfangswerte. In allen Punkten von Signalpegel über Verstärkung bis zur Signalqualität lag er nur knapp unter den Bestwerten aller LNBs im Test.
DUR-Line +Ultra Quad LNB im Testspiegel
Bisher gibt es noch keine weiteren seriösen Tests des DUR-Line +Ultra Quad LNB. Sollte sich das ändern, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach.
Weitere Empfehlungen
Inverto Premium Quad Universal PLL LNB

- Gute Empfangswerte
- Geringe Leistungsaufnahme
- Guter Wetterschutz
- Etwas schwacher Signalpegel
Die Unterschiede im Test der LNBs waren weder im Preis noch in den Messwerten gravierend. Daher lohnt es sich durchaus auch, über den Tellerrand zu schauen. Mit unseren Alternativen sollte jeder seinen passenden LNB finden.
Beließt man sich in Foren, gilt der Name Inverto schon fast zu den Geheimtipps und tatsächlich hat auch uns der Inverto Premium Quad Universal PLL LNB richtig gut gefallen. Er reicht nicht ganz an unseren Testsieger von Dur-line heran, ist dafür aber auch ein wenig günstiger.
Zu vielen unserer Tests empfehlen wir einen Preistipp. Bei den LNBs ist das kaum möglich, da die Preisspanne der getesteten Quad-LNBs lediglich 30 Euro vom günstigsten bis zum teuersten beträgt.
Sollte es eine solche Empfehlung geben, wäre das ganz sicher der LNB von Inverto, der genau ins Mittelfeld der Preisspanne fällt. Weniger sollte man nicht ausgeben, viel mehr macht aber auch wenig Sinn, da dafür die Unterschiede zu gering sind.
Was bekommt man nun mit dem Inverto Premium Quad Universal PLL LNB? Kurz gesagt, richtig gute Qualität zu einem fairen Preis.
Die beginnt als Erstes mit dem ausziehbaren Wetterschutz. Der ist innenliegend, wodurch im ausgezogenen Zustand kein Wasser hineinlaufen kann. Der Überstand zu den Anschlüssen ist mit 8,5 Millimetern in Ordnung, könnte aber besser sein. Unser Testsieger kommt immerhin auf 15 Millimeter, viele begnügen sich aber auch mit 5 oder 6 Millimetern.
Sehr gut gefällt uns die mit 120 mA angegebene Stromaufnahme, die im Test kein anderer LNB unterbietet. DUR-line bewirbt diesen Wert mit »Blue ECO«.
Interessant ist die Anordnung der Anschlüsse, die bei keinem anderen LNB im Test hintereinanderliegen. Dadurch lassen sich die Koaxialkabel zwar etwas schlechter beziehungsweise mit mehr Abstand zum LNB bündeln, dafür gestaltet sich das Feststehen der F-Stecker ohne extra Schlüssel doch um einiges einfacher.
Zum Einstellen des LNBs ist alles da, was da sein muss. Eine Markierung zur axialen Position gibt es zwar nicht, aber hier sollte man eh mithilfe des Satfinders die richtige Position finden. Beim Finden des SKEW-Winkels bedarf es wiederum keiner Suche, denn die benötigte Kennzeichnung ist vorhanden und auch so angebracht, dass man sich gut danach richten kann.
Als positiv oder gut kann auch das Testergebnis der Empfangswerte bewertet werden. Der Signalpegel war mit 75 dBμV zwar etwas niedrig, die Verstärkung mit 11,1 dB und die Signalstärke mit 54 Prozent aber dennoch sehr gut.
Der des Inverto Premium Quad Universal PLL LNB fiel durch eine gute Verarbeitung und durchweg gute Werte auf. Insgesamt ist alles nicht ganz so perfekt wie bei unserem Testsieger, aber dafür ist der Inverto auch etwas günstiger.
Humax LNB143s
Unsere Alternativen sind dem Testsieger entweder ähnlich, besonders günstig oder bringen eine besondere Eigenschaft mit. Die Stärke des Humax LNB143s liegt dabei ganz klar in seiner Empfangsstärke.
Der erste Eindruck des Humax LNB143s gefällt uns. Alles ist sauber verarbeitet, die Spaltmaße am Gehäuse stimmen und das relativ hohe Gewicht von 188 Gramm vermittelt ein Gefühl von guter Qualität. Auch der Kunststoff des Gehäuses fühlt sich hochwertig und sehr stabil an.
Was uns nicht ganz so gut gefällt, ist der außenliegende Wetterschutz. Außenliegend bedeutet, dass der bewegliche Teil über dem Gehäuse liegt und damit Regen von oben reinlaufen kann. Passiert das, kann er über kleine Löcher im unteren Teil ablaufen. Schöner wäre es natürlich, wenn die kleinen Löcher gar nicht erst nötig wären.
Pluspunkte gibt es wieder bei der Länge der Wetterschutzkappe. Die F-Stecker werden zwar nicht ganz abgedeckt, der Überstand zu den Anschlüssen beträgt aber immerhin 10 Millimeter, was der zweitbeste Wert im Test der LNBs ist.
An der Ausrichtung des Humax LNB143s gibt es wenig zu kritisieren. Eine axiale Markierung zur Ausrichtung gibt es zwar nicht, dafür bietet die Aufnahme immerhin einen Spielraum von 35 mm und auch Markierungen zur SKEW-Winkel-Einstellung fehlen nicht.
Die größten Pluspunkte holt der Humax-LNB aber bei den Empfangswerten im Test. Zum höchsten ermittelten Signalpegel von 85 dBμV fehlt dem Humax gerade mal 1 dBμV. Die Verstärkung von 11,4 dB kann kein anderer überbieten und auch kein anderer schaffte eine bessere Signalqualität von 55 Prozent.
Die Wetterschutzkappe des Humax LNB143s ist nicht perfekt umgesetzt und hat noch Luft nach oben. Dafür erzielte der Humax die besten Empfangswerte im Test und bringt eine erstklassige Verarbeitung sowie vier F-Stecker mit.
Außerdem getestet
Schwaiger Single LNB Digital LNB1
Über 1000 Bewertungen auf Amazon mit dem Ergebnis von 4,6 Sternen. Seit mehr als acht Jahren wird der Schwaiger Single LNB Digital LNB1 hier bereits angeboten.
Informiert man sich genauer, scheint das Modell sogar noch viel älter zu sein. Da sich an der Satellitentechnik im Grunde nichts mehr ändert, ist das daher ein Zeichen solider Arbeit.
Man muss aber leider auch sagen, dass aktuellere Modelle etwas bessere Werte erreichen. Sei es bei der Empfangsleistung oder dem Rauschmaß von 0,3 dB.
Gut gefällt uns der Wetterschutz, der aus einer Gummihülle besteht, die den Stecker komplett abdeckt. Auch am Gehäuse gibt es nichts zu kritisieren, es wirkt solide und ist sauber verarbeitet.
Grundlegend macht man mit dem Schwaiger Single LNB Digital LNB1 daher nichts falsch und die etwas schlechtere Empfangsleistung macht sich maximal bei wirklich grenzwertigen Empfangsmöglichkeiten bemerkbar.
Inverto Single Black Ultra
Es ist immer schade, wenn wir bei der Bewerbung eines LNBs etwas von Ultra HD, 4K oder 8K lesen, denn ob Sendungen in Ultra HD empfangen und gesehen werden können, hängt nicht vom LNB ab.
Bei soliden Empfangswerten kann man mit jedem LNB Sendungen in Ultra HD empfangen. Nicht nur mit dem Inverto Single Black Ultra, bei dem das explizit angegeben wird.
Man muss aber auch sagen, dass die Kennzahlen gerade beim Phasenrauschen sehr gut sind. Das macht sich bemerkbar, wenn ein stabiler Empfang nicht immer garantiert werden kann.
Was uns nicht ganz so gefällt, ist die Verarbeitung. Die Stoßflächen der Gehäuseschalen liegen oben beziehungsweise unten und schließen nicht gleichmäßig. Kommt es zu Undichtigkeiten, kann Regenwasser in das Gehäuse fließen.
Auch den Schutz des F-Steckers finden wir nicht ganz optimal. Bei Quad- und Quattro-LNBs ist die verschiebbare Hülse sicher die beste Wahl, bei Single-LNBs ist eine Gummihülle aber effizienter.
Dennoch wäre der Inverto Single Black Ultra eine gute Wahl, mit der man nichts verkehrt macht. Nur Highlights setzt er nicht.
Humax Green Power 313
Wer aktuell nach einem Single-LNB sucht, der sollte beim Humax Green Power 313 zugreifen und bekommt für 8 Euro (Stand 08/2026) einen einfachen, aber soliden LNB.
Mit seinen guten Werten könnte das Humax somit ein Preistipp sein, jedoch schwankt der Preis ziemlich und bei bis zu 13 Euro ist es wieder nur ein LNB von vielen.
Im Test erreichte er recht gute Empfangswerte und der Hersteller wirbt immerhin mit einem geringen Rauschmaß von nur 0,1 dB.
Der Hersteller wirbt zusätzlich mit einem hohen Empfangspegel, was wir mehr oder weniger bestätigen können. Im Test erreichten wir 81 dBμV, was gut ist. Es gibt aber auch deutlich bessere Testergebnisse.
Nichtsdestotrotz reden wir hier von kleinen Unterschieden, die sich maximal im Übergang zwischen sehr schlechtem und gar keinem Empfang bemerkbar machen. Unter normalen Bedingungen sind die Werte irrelevant.
Der Nutzung des Humax Green Power 313 steht von daher nichts im Wege. Erst recht nicht, wenn der Preis mal wieder sehr gut ist.
Fuba DEK 217
Der Fuba DEK 217 ist für ein Twin-LNB nicht gerade günstig, aber dafür fühlt sich das Kunststoffgehäuse auch wirklich hochwertig an. Wie bei vielen anderen LNB gibt es zwar erkennbare Spaltmaße, die auch Spiel haben, die Stoßkanten sind aber seitlich und nicht oben, wo Wasser in das Gehäuse laufen kann.
Bei den Empfangswerten beeindruckt der Fuba allerdings nicht so ganz. Die Empfangsstärke ist im Test mit 77 dBμV eher mau, was auch für die gemessene Verstärkung gilt, und 52 Prozent Signalqualität reichen es auch nur für Mittelmaß.
Wenn der Fuba DEK 217 auftrumpfen kann, dann durch seine stabile Bauweise, einen sehr guten Wetterschutz und eine geringe Leistungsaufnahme. Aber so ganz reicht das nicht, um den Verkaufspreis zu rechtfertigen.
HB-Digital UHD 404
Bei manchen Produktbeschreibungen und Werbeversprechen schlägt man schon die Hände über dem Kopf zusammen. Der HB-Digital UHD 404 ist dafür das absolute Paradebeispiel. Was soll man dem Hersteller noch glauben?
Bereits in der Bezeichnung wird die Abkürzung UHD genutzt, die rein gar nichts mit dem Satellitenempfang zu tun hat. Dazu liest man noch etwas von Ultra HDTV, 4K, Ultra HD und Full HD. Alles toll klingende Abkürzungen, die nur nichts zum LNB oder dem Satellitenempfang aussagen.
Was dagegen etwas zum LNB aussagt und womit ebenso geworben wird, ist die »extreme Hitze- und Kältebeständigkeit«. In den technischen Daten findet man dazu auch die Angabe der Betriebstemperatur, die von –40 bis 60 °C reicht. Das deckt sich also mit fast allen LNBs und hebt sich in keiner Weise »extrem« hervor.
Lässt man jedoch die kuriosen Werbeversprechen weg, bleibt ein nicht zu teures Quad-LNB mit recht soliden Empfangswerten, an denen es weniger zu kritisieren gibt. Man kann nur hoffen, dass das so bleibt, denn in den Regenschutz kann von oben Wasser hereinlaufen und die Ablauflöcher für das Wasser liegen höher als die Öffnungen für die Kabelanschlüsse.
Red Opticum LQP-04H
Beim Red Opticum LQP-04H kauft man ein wenig die Katze im Sack. Zwar gibt der Hersteller an, dass er »Ready for 3D & HD« ist, was nichts über den LNB aussagt, verzichtet aber auf Angaben zur Verstärkung oder der Stromaufnahme.
Und genau die Verstärkung fiel im Test nicht besonders positiv auf. Sie reichte zwar immerhin für einen Signalpegel von 82 dBμV, die Signalqualität war dabei jedoch nicht so gut.
Ansonsten kann man sich aber gar nicht so sehr beklagen. Die Empfangsleistung ist insgesamt zwar eher mittelmäßig, aber natürlich lässt sich damit fernsehen. Dasselbe gilt für die Verarbeitungsqualität, die sich nicht besonders auszeichnet, aber auch nicht schlecht ist. Positiv fiel sogar der Wetterschutz auf, der ausgesprochen gut umgesetzt wurde und weit über die Anschlüsse reicht.
TechniSat Universal Octo-LNB 0000/8398
Ob man sich für ein Octo-LNB mit acht Anschlüssen entscheidet oder in einem solchen Fall doch lieber zu einem Quattro-LNB mit Switch greift, bleibt jedem selbst überlassen. Acht Kabel am LNB und am Feedarm sind jedenfalls eine Hausnummer. Dafür sollte es schon gute Gründe geben.
Aber selbst wenn diese vorhanden wären, würden wir uns wohl eher nicht für den TechniSat Universal Octo-LNB 0000/8398 entscheiden. Die Stromaufnahme ist aufgrund der acht Anschlüsse mit 210 mA schon recht hoch und die Empfangswerte konnten einfach nicht überzeugen.
Während die meisten LNBs mit unserer kleinen Camping-Schüssel auf einen Signalpegel von über 80 dBμV kommen, zeigt das Messgerät beim TechniSat nur 76 dBμV an. Dasselbe gilt für die Verstärkung von nur 10,3 dB und der ziemlich schlechten Empfangsqualität von nur 48 Prozent. Selbst der bisher günstigste LNB lieferte bessere Werte.
Grundig GLQD401
Der Grundig GLQD401 ist ein solides Quadro-LNB für vier Teilnehmer. Dabei gleich ein Hinweis, dass man bei der Bezeichnung sehr genau hinschauen sollte. Ohne das D – also GLQ401 – handelt es sich um ein Quattro-LNB, welches einen externen Multischalter erfordert, dafür dann aber für mehr Teilnehmer geeignet ist.
Am GLQD401 gibt es kaum etwas auszusetzen. Die Verarbeitung sieht gut aus, der Empfangspegel ist zwar nicht ganz so stark, wie bei anderen, aber ansonsten passen die Empfangswerte. Praktisch ist ebenso, dass ein einfacher Schlüssel für die F-Stecker beiliegt.
Ein ausziehbarer Regenschutz für die Anschlüsse ist vorhanden und er ist auch so konstruiert, dass kein Regenwasser hineinlaufen kann. Allerdings könnte er etwas länger sein. Bei Schlagregen oder windigem Wetter werden die Verbindungen weiterhin nass.
Kathrein KEL 444
Kathrein ist der Name, wenn es um gute Satelliten-Empfangstechnik geht. Und auch der Kathrein KEL 444 besticht vor allem durch eine massive und schwere Bauweise. Leider spiegelt sich das auch im Preis wider und da ist es nicht ganz nachvollziehbar, dass die Verarbeitung nicht ganz so perfekt wirkt.
Da sind die Spaltmaße nicht einheitlich oder sitzt die Abdeckung am Feedhorn sehr ungleichmäßig, sodass es deutliche Absätze gibt. Das ist sicher nicht dramatisch und stört auch nicht weiter, aber so manch günstiger LNB wirkt da besser.
An den Empfangswerten gibt es wenig auszusetzen. Wie beim Grundig ist zwar der Empfangspegel etwas schwächer, dafür liefern Verstärkung und Signalqualität sehr gute Werte ab. Diese sind zu unserer Empfehlung der besten Empfangswerte identisch.
Was uns nicht ganz so gut gefällt, ist der recht hohe Strombedarf und der etwas knappe Wetterschutz. Es kann zwar absolut kein Wasser hineinlaufen, bei seitlichem Regen aber noch immer gegen die Stecker spritzen.
Schwaiger LNCR0004
Der Hersteller Schwaiger wirbt beim Schwaiger LNCR0004 vor allem mit dem Begriff »SunProtect« und damit, dass der Empfangskopf besonders resistent gegen Hitze ist. Bis zu 10 Minuten soll er 200 °C aushalten. Das mag regional Sinn ergeben, aber in Deutschland trotz Klimaerwärmung wohl eher nicht.
Trotzdem gefällt uns natürlich die sehr robuste und auch offensichtlich hochwertige Verarbeitung. Da gibt es weder Grat noch Absätze, wo keine Absätze sein sollten.
Nicht ganz so gut gefällt uns der Wetterschutz. Zum einen ist er außen aufgesetzt, was dafür sorgt, dass Regenwasser hineinlaufen kann. Es gibt zwar Löcher als Ablauf, aber besser wäre es, erst gar kein Wasser reinzulassen.
Zum anderen fällt der Regenschutz extrem kurz aus. Er ist gerade mal 5 Millimeter länger als der Anschluss selbst und damit bleibt der größte Teil des F-Steckers weiterhin dem Wetter ausgesetzt. Das ist im aktuellen Test leider der schlechteste Wert.
An den Empfangswerten gibt es dagegen nichts zu kritisieren. Alle Werte liegen im Bereich der besten LNBs.
DUR-line Blue Eco Quad LNB
Wie der Name des DUR-line Blue Eco Quad LNB bereits sagt, ist er blau, sparsam und es handelt sich um einen Quad-LNB. Blau ist dabei zwar nebensächlich, wird aber gern mit Sparsamkeit in Verbindung gebracht, und das ist der DUR-line-LNB wirklich.
Zumindest ist er mit einer Stromaufnahme von 120 mA angegeben. Nur etwas wirklich Besonderes ist das nicht. Viele LNBs im Test weisen ähnliche oder sogar bessere Werte auf. Das ist im Vergleich zu 220 mA bei anderen LNBs zwar gut, aber können halt auch andere.
Qualitativ gibt es nichts am Blue Eco Quad auszusetzen. Alles wirkt solide verarbeitet und gut gefällt uns, dass der ausziehbare Wetterschutz aus dem Gehäuse kommt. Damit kann es nicht passieren, dass Wasser hineinläuft. Er dürfte allerdings deutlich länger sein. Gerade mal 6,6 mm ist die Abdeckung länger als die Anschlüsse. Damit ist zu viel vom Stecker im Regen.
Bei den eingefangenen Signalen kann der DUR-line Blue Eco Quad LNB nicht wirklich punkten. Beim Signalpegel haben wir 81 dBμV gemessen, dazu eine Verstärkung von 10,7 dB und eine Signalqualität von 52 Prozent. Das ist für die verwendete kleine Camping-Schüssel sicher nicht schlecht, aber auch nicht so gut wie viele andere LNBs im Test.
PremiumX PXQS-SE
Der PremiumX PXQS-SE gehört nicht nur vom Preis her zu den günstigeren LNBs. Und trotz des guten Preises liegen auch noch acht F-Stecker bei. Dafür fühlt sich der Kunststoff etwas spröde an und gibt unter Druck auch leicht nach. Viel Stabilität ist da also nicht vorhanden.
Interessant ist auch, dass gerade die günstigen Anbieter versuchen, ihre LNBs mit den Begriffen 4K, UHD, HDTV, FullHD oder 3D TV schmackhaft zu machen. All diese Angaben haben absolut nichts mit dem LNB zu tun, klingen und verkaufen sich aber offenbar recht gut.
Dennoch darf man eben den Preis nicht vernachlässigen und dafür macht auch ein LNB von PremiumX seinen Job. Gerade was den Wetterschutz betrifft, ist der PremiumX sogar besser als manch anderer. Der ausziehbare Schutz liegt innen, es kann also kein Wasser hineinlaufen. Auch der Überstand von etwas über 8 Millimetern über den Anschluss ist ganz gut.
Die Empfangsleistung ist eher durchwachsen. 85 dBμV ist der Signalpegel recht kräftig, die Verstärkung von 10,7 dB fällt dafür etwas geringer aus und auch die Signalqualität ist mit 52 Prozent kein Spitzenwert.
Telestar Skysingle HC
Der Single-LNB Telestar Skysingle HC ist günstig und leistete bereits im Test der Satellitenschüsseln gute Dienste. Dort bewies er auch, dass mit dem richtigen Parabolspiegel auch sehr gute Empfangswerte möglich sind. Die besten Werte beliefen sich da auf 88 dBμV Signalpegel, 23 dB Verstärkung und 99 Prozent Signalqualität.
Mit der kleinen Camping-Satellitenschüssel war es schon schwerer, auf gute Werte zu kommen, und hier reicht es nur zu einem Signalpegel von 83 dBμV, einer Verstärkung von 10,4 dB und zu einer Signalqualität von 50 Prozent. Mit einer kleinen Satellitenschüssel und dem Telestar-LNB sind die Möglichkeiten demnach schon etwas beschränkt und er sollte nicht die erste Wahl sein.
Ansonsten gibt es trotz des sehr günstigen Preises aber nichts zu bemängeln. Nichts am Gehäuse wirkt billig oder schlecht verarbeitet und die Stromaufnahme fällt mit 120 mA relativ gering aus.
Auch am Wetterschutz, der aus einer ziemlich langen und sehr flexiblen Gummihülle besteht, gibt es wenig auszusetzen. Maximal ließe sich kritisieren, dass sie nur mäßig klemmt. Aber sitzt sie einmal, bewegt sich am LNB nichts mehr und sie würde auch nicht von alleine abfallen.
PremiumX PXS-SE
PremiumX liefert im Test den günstigsten Quad-LNB, was man diesem auch anmerkt. Unter den Single-LNBs sind die Unterschiede nicht ganz so groß, da es sich hierbei eher selten um hochwertige LNBs handelt. So besticht auch der PremiumX PXS-SE nicht durch besondere Qualitätsmerkmale.
Wiederum kann aber auch nicht behauptet werden, dass irgendetwas billig erscheint. Nicht mal der Wetterschutz, denn der fehlt und liegt leider nicht bei. Laut Angebot sollte allerdings einer dabei sein. Er scheint der Gleiche wie beim HB-Digital UHD 101S zu sein, und der kann nicht wirklich überzeugen.
Die Empfangswerte sehen da schon etwas besser aus. Zumindest im Vergleich unter den Single-LNBs, die alle recht günstig sind. Sie fallen nahezu identisch zum Quad-LNB von PremiumX aus und passen zur günstigen Preisklasse.
HB-Digital UHD 101S
Äußerlich ist der Single-LNB HB-Digital UHD 101s definitiv der am besten verarbeitete Single-LNB. Spaltmaße zwischen den Gehäuseteilen gibt es nicht, denn diese sehen wie verschweißt und damit absolut gleichmäßig und dicht aus. Damit ist das Limit an positiven Eigenschaften aber schon erreicht.
Mit einer Stromaufnahme von 240 mA ist der UHD 101s der Hungrigste unter allen getesteten LNBs. Bei den Empfangswerten aber dennoch der schlechteste. Hierbei muss aber nochmal erwähnt werden, dass absichtlich mit einer sehr kleinen Satellitenschüssel getestet wurde, um es den LNBs auch wirklich schwer zu machen. Der Fernsehempfang wäre trotzdem gewährleistet.
Negativ fiel auch die Gummihülle auf, die als Wetterschutz dienen soll. Diese ist ziemlich hart, recht kurz und hat eingesetzt sehr viel Spiel. Auch das recht kurze Feedhorn bringt keine Vorteile. Nicht immer ist der Brennpunkt der Satellitenschüssel exakt gearbeitet und mit einem sehr kurzen Spannhals hat man kaum Möglichkeiten, etwas auszugleichen.
So haben wir getestet
An einem LNB gibt es keine mechanischen Teile, es muss nichts aufgebaut werden und es gibt auch keine besonderen Ausstattungen. Ein LNB wird verbaut, wofür die meisten Empfangsköpfe eine Aufnahme mit einem Durchmesser von 40 mm verfügen. Ist die Satellitenanlage einmal ausgerichtet, muss der LNB nur noch funktionieren.
Das macht es bereits schwer, LNBs unterschiedlich zu bewerten, und auch bei den technischen Daten sind kaum Unterschiede auszumachen. Ein- und Ausgangsfrequenzen sind identisch und Angaben zur Verstärkung oder dem Rauschmaß sind mehr Theorie als Praxis. Daher verzichten selbst namhafte Hersteller mitunter auf Angaben zum Rauschmaß.
Unterschiede gibt es auf jeden Fall, was die Anzahl der Anschlüsse betrifft. Nur ist das kein Qualitätsmerkmal, da jeder für sich entscheiden kann, ob er ein Single-, Twin- oder Quad-LNB kauft. Quattro-LNBs haben wir außen vorgelassen, da diese nicht direkt mit Single-, Twin- oder Quad-LNBs vergleichbar sind.
Daher werden zwar alle technischen Daten aufgenommen, in die Bewertung fließt aber lediglich die Stromaufnahme ein. Große Hersteller verzichten – wie bereits gesagt – auf Angaben zum Rauschmaß und gerade bei günstigen Modellen sind die Angaben erstaunlich gut.
Die erste Bewertung gilt somit der Verarbeitung und vor allem dem Wetterschutz. Bei Single-LNBs ist dieser durch Gummi-Hülsen gegeben und Quad-LNBs setzen eher auf einen ausziehbaren Wetterschutz, der die Anschlüsse vor Regenwasser schützen soll. Auch wenn ein solcher Wetterschutz auf den ersten Blick nahezu identisch aussieht, gibt es feine Unterschiede, die sich auf den Wassereinlauf und die abgedeckte Fläche beziehen.

Im praktischen Test müssen alle LNBs zeigen, wie gut sie Signale mit einer extra kleinen Satellitenschüssel einfangen und verstärken. Gemessen werden die Werte mit unserem Testsieger der Satfinder. Dabei prüfen wir, inwieweit es Markierungen für den SKEW-Winkel gibt und welchen Spielraum die Aufnahme für axiale Anpassungen bietet.
Unterschiede in der Empfangsleistung können dabei zwar nachgewiesen werden und nicht selten spiegeln sich dabei auch der Preis des LNBs wider, aber echte große Ausreißer gibt es nicht. Also auch günstige LNBs machen ihren Job und wenn wir von einem »schwachen Signalpegel« oder einer »geringer Verstärkung« schreiben, handelt es sich meist nur um kleine Unterschiede.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste LNB?
Die Preisunterschiede zwischen Single-, Twin- und Quad-LNBs sind nicht so groß, sodass wir immer zu einem Quad-LNB für vier Teilnehmer raten würden. Da ist für uns der DUR-Line +Ultra Quad LNB der beste für die meisten. Er lieferte im Test mit die besten Empfangswerte und bringt den besten Wetterschutz der Anschlüsse mit.
Was ist ein LNB?
LNB ist die Abkürzung für Low Noise Block – rauscharmer Signalumsetzer. Die vom Satelliten gesendeten Wellen liegen im Frequenzbereich von 10,7 bis 12,75 GHz. Eine weitere Übertragung durch das Koaxialkabel würde in diesem Bereich hohe Verluste bedeuten. Daher wird die Frequenz vom LNB auf den Bereich von 950 bis 2.150 MHz heruntergesetzt. Zeitgleich werden die Signale verstärkt, was möglichst ohne Störrauschen erfolgen sollte. Daher auch rauscharmer Signalumsetzer.
Wie kann ein LNB geprüft werden?
Im Grunde gar nicht oder zumindest nicht mit heimischen Möglichkeiten. Kommt am Receiver kein Signal mehr an, kann das viele Ursachen haben. Die einfachste Methode, den Fehler zu finden, wäre, Einzelteile kurzzeitig zu ersetzen. Eventuell einen anderen Receiver testen, testweise ein anderes LNB einsetzen oder testweise ein kürzeres Kabel zwischen LNB und Receiver setzen.
Quad-LNB oder Quattro-LNB? Was ist der Unterschied?
Der LNB empfängt vier verschiedene Frequenzbänder: Horizontal-Lowband, Horizontal-Highband, Vertikal-Lowband und Vertikal-Highband. Diese können mit einem Single-LNB nicht gleichzeitig genutzt werden.
Das Quad-LNB besitzt einen integrierten Multischalter und ermöglicht es vier Teilnehmern, über die vier Anschlüsse alle vier Frequenzbänder zu nutzen. Dazu muss für jeden der vier Receiver ein extra Antennenkabel zum LNB gelegt werden.
Das Quattro-LNB besitzt keinen eingebauten Multischalter und teilt die vier Frequenzbänder auf die vier Anschlüsse auf. Der dazu benötigte Multischalter muss extra gekauft und im Haus installiert werden. Dafür gibt es Multischalter, die über 16 und mehr Anschlüsse verfügen und damit 16 oder mehr Teilnehmer ermöglichen.
Wozu ist die Winkeleinstellung am LNB?
Könnte man von Deutschland aus den Fernsehturm Çamlıca in Istanbul sehen, würde er durch die Erdkrümmung schief erscheinen und man müsste den Kopf neigen, um ihn gerade zu sehen. So ist es auch mit Satelliten, die nicht in südlicher Richtung, sondern im Südosten oder Südwesten liegen. Für einen guten Empfang ist die horizontale Ausrichtung des LNBs zum Satelliten wichtig und durch das Verdrehen des LNBs (den Kopf neigen) wird die Schräglage durch die Erdkrümmung ausgeglichen.

































































