TestSport & Outdoor WandernHerren-Trekkingschuh-Test

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Herren-Bergschuh Test: Herren Bergschuh Aufmacher Wandern Foto: Garmont

Der beste Herren-Trekkingschuh

Aktualisiert:
Letztes Update: 23. Juni 2026

Wir haben den Test überprüft und die Verfügbarkeit einzelner Produkte aktualisiert. Unsere Empfehlungen sind weiterhin aktuell.

6. November 2025

Im November 2025 wird unser Herren-Bergschuh-Test zum Herren-Trekkingschuh-Test. In diesem Test sammeln wir Modelle, die unter die Meindl-Kategorien B und B/C fallen. Schuhe der Kategorien A und A/B finden Sie in unserem Herren-Wanderschuh-Test.

Im Rahmen dieser Umstrukturierung haben wir sechs weitere Trekkingstiefel getestet. Neuer Testsieger ist der Lowa Randir GTX Mid. Auch der La Sportiva Aequilibrium Trek GTX und der Salewa Puez 2 Mid Powertex haben eine Empfehlung erhalten. Der Mammut Kento Tour High GTX, der Scarpa ZG Lite GTX und der Garmont Vetta Tech Geo GTX sind nun unter „Außerdem getestet“ zu finden.

19. November 2024

Wir haben alle Bergschuhe aus unserem Wanderschuh-Test ausgegliedert und behandeln sie hier nun als separaten Test.

Weitere Updates

Trekkingschuhe sind die Allrounder unter den Outdoorschuhen. Schließlich müssen die hochschaftigen Schuhe vieles leisten: Guter Grip auf allen Untergründen, ausreichend Umknickstabilität auch mit schweren Rucksäcken, zuverlässige Performance bei Eis und Schnee, ein gewisses Maß an Atmungsaktivität sowie Wasserdichtigkeit sind nur die wichtigsten Punkte.

Trekkingschuhe müssen darüber hinaus deutlich mehr wegstecken als die leichteren Wanderschuhe. Wobei es der Begriff »Schwergewichte« nicht ganz trifft, gibt es doch auch hier inzwischen abgespeckte Modelle, die Gewichtsoptimierern Freude bereiten. Egal ob Hochgebirgstrekking mit Gletscherkontakt, klassisches Hüttentrekking oder Weitwanderungen in den Alpen, in unserem Test ist für alle alpinen Einsatzbereiche etwas dabei. Auch Schuhe für klassische Bergtouren mit leichten Klettereinlagen finden sich im Test.

Kurzübersicht

Testsieger

Lowa Randir GTX Mid

Auch für schwere Lasten ist der hochwertig verarbeitete, robuste und vielseitige Trekkingschuh einsetzbar.
Test Herren-Trekkingschuh: Lowa  Randir GTX Mid
  • Ausgezeichneter Tragekomfort
  • Toller Grip auf allen Unter­gründen
  • Schöne Verarbeitung
  • Leichtgängige Schnürung
  • Preis

Der Lowa Randir GTX Mid ist ein zeitgemäßer Allround-Trekkingstiefel für eine Vielzahl von Einsatzszenarien. Ganz ausgezeichnet gefällt die Kombination aus gutem, komfortablem Sitz und Umknickstabilität. Mit dem Randir lassen sich auch schwere Rucksäcke locker stemmen, der Schuh selbst ist aber mitnichten schwer – das Paargewicht von 1.500 Gramm ist für einen Stiefel seiner Klasse absolut in Ordnung. Der Randir GTX Mid gehört nicht zu den absoluten Leichtgewichten, aber das will er auch gar nicht sein. Er kombiniert das Beste aus beiden Welten: (noch) überschaubares Gewicht und Solidität.

Auch gut

La Sportiva Aequilibrium Trek

Ein innovativer, leichter und grobstolliger Stiefel mit breitem Einsatzbereich: Der La Sportiva fühlt sich von Bergtour bis Trekking wohl.
Test Herren-Trekkingschuh: La Sportiva Aequilibrium Trek
  • Komfortable Innenpolsterung
  • Sehr griffige Sohle
  • Hohes Maß an Flexibilität
  • Preis

Mit dem Aequilibrium Trek GTX hat La Sportiva einen innovativen Allrounder im Programm, der Langstreckenwanderern genauso behagen wird wie alpin-orientierten Bergsportlern. Der Schuh verfügt nicht nur über eine sehr griffige Sohle, sondern auch über ein hohes Maß an Flexibilität und Tragekomfort. Durch das frische italienische Design zieht man den Schuh einfach gerne an – der schön verarbeitete Aequilibrium Trek GTX hebt sich auf angenehme Weise von der Masse ab.

Komfortabel

Aku Trekker Lite III GTX

Der Aku ist ein echter Allround-Trekkingschuh mit komfortablem Einstieg, leichtgängiger Schnürung und gutem Seitenhalt.
Test Herren-Wanderschuh: AKU Trekker Lite III GTX
  • Schöne Verarbeitung
  • Unkomplizierter Einstieg
  • Materialien größtenteils aus der EU
  • Oberschuh aus Textil, fragwürdige Haltbarkeit

Aku hat mit seinem Trekker Lite III GTX einen komfortablen, nachhaltig hergestellten Trekkingschuh im Sortiment, der für Tagestouren genauso gut geeignet ist wie für längere Unternehmungen. Gut hat uns die unkomplizierte Passform gefallen – der Schuh lädt förmlich zum Hineinschlüpfen ein. Durch seinen vergleichsweise hohen Schaft eignet er sich auch zum Transport schwererer Lasten.

Für klassische Bergtouren

Hanwag Makra Pro GTX

Sehr komfortabler, schön verarbeiteter Berg- und Trekkingschuh: Der Hanwag begleitet zuverlässig klassische Bergtouren.
Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Makra
  • Sehr komfortable Polsterung
  • Robuste, langlebige Verarbeitung
  • Vielseitiger Alpinschuh
  • Schwer

Beim Makra Pro GTX ist Hanwag gelungen, was bei Trekkingschuhen eher Seltenheit ist: schon aus dem Hineinschlüpfen ein »Aha«-Erlebnis zu machen. Der Schuh ist prädestiniert für längere Wanderungen aller Art, von der Weitwanderung bis zur Alpenüberquerung. Doch auch vor technischeren Bergtouren bis zu leichten Hochtouren braucht man mit dem Makra Pro GTX nicht zurückzuschrecken.

Gewichtstipp

Salewa Puez 2 Mid Powertex

Der Salewa ist ein sehr leichter, flexibler und mit einer griffigen Sohle ausgestatteter Allroundschuh mit tollem Tragegefühl.

Leicht, leichter, Puez 2 Mid Powertex: Mit nur 986 Gramm Gewicht gehört der Salewa-Schuh zu den leichtesten Modellen im Test. Doch Gewicht allein hat noch keinem Schuh zu einer Empfehlung verholfen, und so ist es insbesondere das angenehme Tragegefühl, das hier den Ausschlag gab. Die zuverlässige Wasserdichtigkeit und die griffige Sohle runden die überzeugende Ausstattung des Textilstiefels ab und machen ihn zu einem sehr vielseitigen Begleiter für Gewichtsoptimierer.

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Testsieger
Test Herren-Trekkingschuh: Lowa  Randir GTX Mid
Lowa Randir GTX Mid

Auch gut
Test Herren-Trekkingschuh: La Sportiva Aequilibrium Trek
La Sportiva Aequilibrium Trek

Komfortabel
Test Herren-Wanderschuh: AKU Trekker Lite III GTX
Aku Trekker Lite III GTX

Für klassische Bergtouren
Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Makra
Hanwag Makra Pro GTX

Gewichtstipp
Test Herren-Trekkingschuh: Salewa Puez 2 Mid
Salewa Puez 2 Mid Powertex

Herren-Bergschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx E1730
Garmont Vetta Tech Geo GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Garmont  Rambler 2.0 GTX
Garmont Rambler 2.0 GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Dachstein Super Ferrata MC GTX
Dachstein Super Ferrata MC GTX

Test Herren-Wanderschuh: Garmont Vetta Tech GTX
Garmont Vetta Tech GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Salewa Alp Trainer II Mid GTX
Salewa Alp Trainer II Mid GTX

Test Herren-Trekkingschuh: Lowa Cevedale Pro GTX Mid
Lowa Cevedale Pro GTX Mid

Test Herren-Wanderschuh: Mammut Kento Tour High GTX
Mammut Kento Tour High GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Meindl Island Pro MFS
Meindl Island Pro MFS

Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Alverstone II GTX
Hanwag Alverstone II GTX

Test Herren-Wanderschuh: Scarpa  ZG Lite GTX
Scarpa ZG Lite GTX

Herren-Trekkingschuh Test: Helly Hansen Ascender Mid HT
Helly Hansen Ascender Mid HT

Test Herren-Trekkingschuh: Meindl Litepeak GTX
Meindl Litepeak GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex
Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex

Test Herren-Wanderschuh: Millet Super Trident GTX M
Millet Super Trident GTX M

Test  Herren-Wanderschuh: Dolomite Steinbock GTX 2.0
Dolomite Steinbock GTX 2.0

Testsieger
Lowa Randir GTX Mid

Test Herren-Trekkingschuh: Lowa  Randir GTX Mid
  • Ausgezeichneter Tragekomfort
  • Toller Grip auf allen Unter­gründen
  • Schöne Verarbeitung
  • Leichtgängige Schnürung
  • Preis
Auch gut
La Sportiva Aequilibrium Trek

Test Herren-Trekkingschuh: La Sportiva Aequilibrium Trek
  • Komfortable Innenpolsterung
  • Sehr griffige Sohle
  • Hohes Maß an Flexibilität
  • Preis
Komfortabel
Aku Trekker Lite III GTX

Test Herren-Wanderschuh: AKU Trekker Lite III GTX
  • Schöne Verarbeitung
  • Unkomplizierter Einstieg
  • Materialien größtenteils aus der EU
  • Oberschuh aus Textil, fragwürdige Haltbarkeit
Für klassische Bergtouren
Hanwag Makra Pro GTX

Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Makra
  • Sehr komfortable Polsterung
  • Robuste, langlebige Verarbeitung
  • Vielseitiger Alpinschuh
  • Schwer
Gewichtstipp
Salewa Puez 2 Mid Powertex

Test Herren-Trekkingschuh: Salewa Puez 2 Mid
  • Leicht
  • Hohe Umknickstabilität
Garmont Vetta Tech Geo GTX

Herren-Bergschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx E1730
  • Leicht
  • Exakter Antritt
  • Breit einsetzbar
  • Hoher Anteil an Recycling­materialien
Garmont Rambler 2.0 GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Garmont  Rambler 2.0 GTX
  • Hohe Umknickstabilität
  • Vielseitig einsetzbar
  • Sehr griffige Sohle
  • Fersen- und Zehenschutz
Dachstein Super Ferrata MC GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Dachstein Super Ferrata MC GTX
  • Schöne Verarbeitung
  • Abriebfeste Zehenkappe
  • Präziser Tritt
  • Griffige Sohle
  • Preis
Garmont Vetta Tech GTX

Test Herren-Wanderschuh: Garmont Vetta Tech GTX
  • Schöne Verarbeitung
  • Griffige Michelin-Sohle
  • Funktionale Schnürung
  • Komfortable Neopren-Manschette
  • Schaft für lange, hochalpine Bergtouren zu niedrig
Salewa Alp Trainer II Mid GTX

Test  Herren-Wanderschuh: Salewa Alp Trainer II Mid GTX
  • Leicht
  • Schöne Verarbeitung
  • Gute Kraftübertragung
  • Griffige Vibramsohle
  • Schnürsystem etwas störanfällig
Lowa Cevedale Pro GTX Mid

Test Herren-Trekkingschuh: Lowa Cevedale Pro GTX Mid
  • Sehr robust
  • Schöne Verarbeitung
  • Hohe Umknickstabilität
  • Steigeisenfest
  • Schwer
  • Preis
Mammut Kento Tour High GTX

Test Herren-Wanderschuh: Mammut Kento Tour High GTX
  • Schöne Verarbeitung
  • Griffige Sohle
  • Breites Einsatzspektrum
Meindl Island Pro MFS

Test  Herren-Wanderschuh: Meindl Island Pro MFS
  • Sehr robuste Verarbeitung
  • Hohe Umknickstabilität
  • Feste Konstruktion
  • Hohes Maß an Zuverlässigkeit
  • Schwer
  • Preis
Hanwag Alverstone II GTX

Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Alverstone II GTX
  • Sehr stabil
  • Griffiges Profil für grobes Gelände
  • Hohe Umknickstabilität
  • Für Leichtsteig­eisen geeignet
  • Schwer
  • Preis
Scarpa ZG Lite GTX

Test Herren-Wanderschuh: Scarpa  ZG Lite GTX
  • Griffige Sohle
  • Funktionale Schnürung
  • Bequemes Fußbett
Helly Hansen Ascender Mid HT

Herren-Trekkingschuh Test: Helly Hansen Ascender Mid HT
  • Leicht
  • Zuverlässig wasserdicht
  • Griffige Sohle
  • Wenig nachhaltige Materialien
Meindl Litepeak GTX

Test Herren-Trekkingschuh: Meindl Litepeak GTX
  • Hoher Tragekomfort
  • Guter Fersenhalt
  • Tolle Bewegungsfreiheit
  • Preis
  • Etwas schwammiger Schaft
  • Keine exakte Angabe zum Herstellungsland
Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex

Test  Herren-Wanderschuh: Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex
  • Tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schöne Verarbeitung
  • Schwer
  • Preis
  • Etwas niedriger Schaft
  • Etwas unflexible Konstruktion
Millet Super Trident GTX M

Test Herren-Wanderschuh: Millet Super Trident GTX M
  • Schöne Verarbeitung
  • Preis
  • Sohlenaufbau zu steif
Dolomite Steinbock GTX 2.0

Test  Herren-Wanderschuh: Dolomite Steinbock GTX 2.0
  • Wasserdichte Membran
  • Inkonsistenter Sohlen­aufbau
  • Bei schwererer Beladung etwas schwammiges Gehgefühl
Getestete Größe
44,5
44,5
44
44,5
44
44,5
44,5
45
44,5
44,5
44,5
44 2/3
44,5
44
44,5
44,5
44,5
44,5
44 2/3
44,5
Gewicht (nachgemessen, Paar)
1500 g
1304 g
1228 g
1512 g
976 g
1140 g
1412 g
1334 g
1252 g
1180 g
1788 g
1376 g
1868 g
1620 g
1336 g
1084 g
1404 g
1512 g
1216 g
1352 g
Passform
normal
normal
normal
normal
normal
normal
normal bis breit
normal
normal
normal bis breit
normal bis breit
normal
im Test war die breite Version
normal
schmal bis normal
normal
normal bis breit
normal
Normal
normal
Eignung
Berg- und Hüttentouren, Trekking
Berg- und Hüttentouren, Trekking
Berg- und Hüttentouren, Trekking
Bergtouren bis hin zu kurzen alpinen Trekkings
Leichte Trekking- und Wandertouren
Bergtouren, auch mit kurzen Kletter- oder Klettersteigpassagen
Wanderungen und Bergtouren aller Art
Bergtouren, Klettersteige
Moderate Bergtouren, Klettersteige, Hüttentouren
Bergtouren, Klettersteige
Hochtouren, hochalpine Trekkingtouren
Hütten- und Bergtouren bis leichte Hochtouren
Bergtouren und Wanderungen im groben Gelände, auch mit viel Gepäck
Trekkingtouren, Bergtouren bis an die Gletschergrenze
Bergtouren bis hin zu kurzen alpinen Trekkings
Wanderungen, einfache Trekkings
Bergtouren, Wanderungen, leichte Trekkings
Für alpine Bergtouren bis leichte Hochtouren geeignet
Zustiege, Bergtouren, technische Wanderungen
Klassische Berg- und Wandertouren
Hergestellt in
Deutschland
EU
Rumänien
Kroatien
Vietnam
Vietnam
Vietnam
k. A.
Vietnam
Vietnam
Italien
Vietnam
Deutschland
k. A.
Rumänien
Vietnam
k. A.
k. A.
Vietnam
Rumänien
Sohle
Vibram
Vibram
Vibram
Vibram
Pomoca
Michelin
Vibram
Vibram
Michelin
Vibram
Vibram
Vibram
Vibram
Vibram
Vibram
Eigenentwicklung
Vibram
Vibram
Vibram
Michelin
wasserdicht?
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Powertex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Helly Tech)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)
Ja (Gore-Tex)


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Alle Infos zum Thema

Trittsicher am Berg: Trekkingschuhe im Test

Die Hersteller werden nicht müde, sich bei Trekkingschuhen mit Fachbegriffen, neuen technischen Kniffen und Innovationen voneinander abzugrenzen und so zu versuchen, jede Saison das Schuh-Rad neu zu erfinden. Anders als bei Wanderschuhen für leichtere Unternehmungen dreht sich das Rad in diesem Schuhsektor jedoch nicht ganz so schnell. Trotzdem ist festzustellen: Speziell was das Gewicht angeht, lassen sich die Hersteller eine Menge einfallen. Zuverlässige Trekkingschuhe findet man inzwischen auch im Gewichtsbereich unter 1.500 Gramm.

Was unterscheidet Trekking- und Bergstiefel von Wanderschuhen?

Hier ist ein Blick auf die von der bayerischen Firma Meindl eingeführte Schuh-Kategorisierung nützlich. Sie teilt outdoortaugliche Schuhe anhand verschiedener Merkmale (z. B. Schafthöhe, Sohlenhärte, Flexibilität der Zwischensohle) in die Klassen A, A/B, B, B/C, C und D ein. Die Kategorie A umfasst »Lightwalker«, also leichte Wander-Halbschuhe, A/B relativ weiche Wanderschuhe für einfachere Wege und B weichere Trekkingschuhe, von Meindl »Trekking-Klassiker« genannt.

B/C entspricht hingegen einem »Trekkingschuh für ambitioniertes Trekking – mittlere Alpin-Einsätze und Klettersteige (Leichteisen möglich)«, C einem »Hochgebirgsschuh – besonders trittstabil für Alpin-Trekking in Fels, Wand, Geröll und Gletscher, für Steigeisen geeignet« und D einem »ultimative[n] Hochgebirgsschuh – absolut verlässlich bei extremen Einsätzen im kritischen Gelände, absolut steigeisenfest« (alle Zitate von Meindl). Die hier getesteten und vorgestellten Schuhe entsprechen samt und sonders den Kategorien B/C und C. Schuhe der Kategorien A und A/B finden Sie in unserem Wanderschuh-Test.

Vibram-, Michelin- und Pomoca-Sohle

Die italienische Marke Vibram spielt in der Schuhindustrie eine ähnliche Rolle wie die Marke Bosch in der Automotive- und E-Bike-Industrie. Wander- und Trekkingschuhe sind ohne das sechseckige Logo schlichtweg nicht denkbar. Im Test verwenden die meisten Hersteller Vibram-Sohlen. Warum aber diese Marktdominanz? Das liegt ganz einfach daran, dass Vibram sich schon sehr früh einen Namen in der Trekking- bzw. Bergschuhindustrie gemacht hat und nur wenig Konkurrenz zu fürchten hatte. Schon 1937 meldete Firmengründer Vitale Bramani seine Sohle zum Patent an.

Nur wenige Hersteller setzen auf Eigenentwicklungen, meistens sind es günstigere Produkte. Doch auch andere Markenhersteller wie Michelin und Pomoca spielen eine immer größere Rolle und Vibram ist nicht mehr alleine auf dem Markt.

Zwischensohle

Die Zwischensohle bezeichnet den Schuh-Unterbau – also jenes Bauteil des Schuhs, das zwischen der tatsächlichen Schuh-Außensohle und dem Fußbett liegt. Bei schweren Hochtouren-Bergschuhen ist die Zwischensohle eher hart, um dem Träger auch auf grobem Geröll und auf alpinen Steigen ausreichend Halt und Gehkomfort zu bieten. Außerdem würde eine zu weiche Zwischensohle nicht die für die Verwendung von Steigeisen notwendige Festigkeit aufweisen. Trekkingschuhe haben oft eine etwas weichere Zwischensohle, die einen Mittelweg zwischen schweren Alpinstiefeln und weichen Wanderschuhen darstellt.

Herren-Wanderschuh Test: Photo 1469026140142 Cb239ea68152
Auf solchem Terrain ist eine harte Zwischensohle hilfreich.

Obermaterial

Den guten alten Vollleder-Trekkingschuh gibt es zwar noch – hier ist zum Beispiel der Meindl Island zu nennen – er ist inzwischen jedoch eher die Ausnahme. An Stelle des Leders sind die verschiedensten Materialkombinationen getreten. Wie bei den Laufschuhen zeigt sich auch bei den Trekkingschuhen der Trend zu Modellen, die über textile Obermaterialien verfügen. Sehr oft werden Textil und Leder kombiniert, um den Schuh an exponierten Stellen ausreichend robust zu machen und trotzdem ein leichtes Gewicht zu erreichen.

Schafthöhe

Führt der Weg durch technisch anspruchsvolles Gelände und stehen auch leichte Kletterpassagen auf dem Programm, sollte man zu einem Trekkingschuh mit hohem Schaft greifen.

Das hat mehrere Gründe. Zum einen lastet bei höherem Rucksackgewicht auch eine höhere Belastung auf Fuß und Fußgelenk. Kommt dann noch unwegsames Gelände hinzu, wird gleichzeitig auch die Gefahr, umzuknicken, größer. Ein Kapselanriss, der durch das falsche Schuhwerk in hochalpinem Gelände zustande kam, kann sich fatal auf die weitere Tour auswirken. Ein Schuh mit hohem Schaft bietet speziell in hochalpinem Gelände mehr Sicherheit, was insbesondere für Bergsteiger gilt, die noch nicht so routiniert unterwegs sind und deren Gehapparat nicht so durchtrainiert ist.

Wasserdichte Membrane bei Trekkingschuhen

Gore-Tex ist mit den Jahren zum Industriestandard bei wasserdichten Schuhen geworden. Nur wenige Hersteller arbeiten mit anderen wasserdichten Membranen und Materialien, zum Beispiel Helly Hansen mit Helly Tech oder Salewa mit Powertex. Zwar spielt die Atmungsaktivität bei Schuhen keine ganz so große Rolle wie bei Hardshell-Jacken – schaden kann eine atmungsaktive Membran aber garantiert nicht. Es gibt aber auch Lederschuhe, die ganz ohne Membran auskommen. Hier ist eine etwas sorgfältigere Pflege notwendig, wenn man lange Freude an den Schuhen haben will.

Passform

Die Passform spielt unserer Erfahrung nach bei Trekkingschuhen zwar durchaus eine Rolle, diese ist jedoch im Vergleich zu Laufschuhen von untergeordneter Bedeutung. Soll bedeuten – Hersteller von Trekkingschuhen sind etwas weniger experimentierfreudig, ein richtiggehend »schmaler Schnitt« kommt selten vor. Inzwischen haben auch italienische Hersteller nachgezogen, von denen einzelne einst für einen eher schmalen Leisten bekannt waren. Im Gegenteil bieten einzelne Hersteller inzwischen extrabreite Versionen einzelner Schuhmodelle an, die zum Beispiel bei Hanwag mit einem »W« bzw. »Wide« gekennzeichnet sind. Hier haben auch breite Zehen Platz!

Unser Favorit

Testsieger

Lowa Randir GTX Mid

Auch für schwere Lasten ist der hochwertig verarbeitete, robuste und vielseitige Trekkingschuh einsetzbar.
Test Herren-Trekkingschuh: Lowa  Randir GTX Mid
  • Ausgezeichneter Tragekomfort
  • Toller Grip auf allen Unter­gründen
  • Schöne Verarbeitung
  • Leichtgängige Schnürung
  • Preis

Der Lowa Randir GTX Mid hat uns im Test am besten gefallen. Er kombiniert die Vorteile eines etwas schwereren, robusteren Trekkingschuhs mit denen eines Leichtgewichts. »Moderne Neuinterpretation klassischer Trekkingschuhe« schreibt Lowa, und tatsächlich hat es das oberbayerische Unternehmen geschafft, einen gut verarbeiteten Schuh auf die Leisten zu stellen, der mit 1.500 Gramm Paargewicht noch nicht zu viel wiegt. Der Schaft ist nicht zu steif und nicht zu weich, die Umknickstabilität ist hoch. In Kombination mit einem sehr komfortablen Fußbett möchte man mit dem Randir GTX Mid am liebsten gleich auf die Langstrecke gehen. Dazu ist die Sohlenkonstruktion noch nicht zu steif. Der Randir passt sich also dem Untergrund noch ein Stück weit an.

1 von 8
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Die Lowa Randir Mid GTX haben uns in der Gesamtschau am besten gefallen.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
An der Front verfügen die Schuhe über einen Geröllschutz.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Die Schnürung des Randir ist sehr leichtgängig.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Kleine »Poller« sorgen dafür, dass die Zunge nicht verrutscht.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Die Vibram-Sohle bietet auf den unterschiedlichsten Untergründen für ordentlichen Grip.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Das Innenfutter des Randir ist weich und komfortabel.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Auch an der Ferse verfügt der Schuh über einen Geröllschutz.
Herren-Trekkingschuh Test: Lowa Randir Gtx Mid
Zum leichteren Handling ist eine Anziehschlaufe vorhanden.

Im Test nehmen wir den Schuh mehrmals für kürzere Wanderungen aus dem Regal und einmal entführen wir ihn auf eine Mehrtageswanderung in den Zentralalpen. Hier gefallen uns insbesondere der bewegungsfreundliche, angenehm gepolsterte Schaft und das Innenfutter. Es sorgt dafür, dass es im Schuh schön warm bleibt.

Insbesondere die Verarbeitung des Lowa Randir GTX Mid hat uns sehr gut gefallen. Der wiederbesohlbare Schuh wird in »klebegezwickter Bauweise« hergestellt, wie Lowa selbst schreibt. Das bedeutet eine hohe Langlebigkeit und eine sehr solide Verarbeitung. Wo sich bei einigen »Light Hikern« im Test schon erste Abnutzungserscheinungen, wie z. B. tiefe Kratzer in der Zwischensohle, zeigen, rührt sich beim Randir noch rein gar nichts. Auch Lowa verwendet zwar an einzelnen Stellen Textil statt Leder, um das Gewicht zu drücken, aber noch nicht so exzessiv wie andere Hersteller. »Der Schuh ist eine Bank« schießt es uns durch den Kopf, und ein Tipp für all jene, die einen Schuh erwerben wollen, der nicht schon nach zwei bis drei intensiveren Saisons den Geist aufgibt.

Lowa Randir GTX Mid im Testspiegel

Das Magazin Bergsteiger hat den Randir GTX Mid im Jahr 2025 verschiedenen Lesern zum Testen gegeben. Leser Michael Steinhauser kommt zu folgendem Fazit:

Der Schuh hat mich in allen Belangen überzeugt. Besonders das leichtgängige und präzise Schnürsystem erleichtert die Anpassung optimal. […] Auch auf rutschigem Untergrund bot er hervorragenden Grip und Sicherheit. Die hochwertige Verarbeitung vermittelt Langlebigkeit, und das spürt man bei jedem Schritt.

Das Outdoor-Magazin beurteilt den Randir im Herbst 2024 wie folgt:

Der hohe, stabile, in Deutschland gefertigte Lederstiefel schmiegt sich durch seine gleitende, effektive Schnürung weich um den Fuß, bietet damit viel Halt und vermittelt Zutrauen. Im Gelände überzeugt er mit top Abrollverhalten, Präzision sowie sehr verwindungssteifen sowie griffigen Sohlen – die stark genug dämpfen, um auch Forstpisten zu genießen. Selbst Trekkingtouren meistert der Newcomer.

Die Stiftung Warentest hat zuletzt im Oktober 2022 einige Wander- und Trekkingschuhe getestet, darunter war jedoch keine unserer Empfehlungen. Sollten weitere Testberichte erscheinen, tragen wir sie hier nach.

Weitere Empfehlungen

Auch gut

La Sportiva Aequilibrium Trek

Ein innovativer, leichter und grobstolliger Stiefel mit breitem Einsatzbereich: Der La Sportiva fühlt sich von Bergtour bis Trekking wohl.
Test Herren-Trekkingschuh: La Sportiva Aequilibrium Trek
  • Komfortable Innenpolsterung
  • Sehr griffige Sohle
  • Hohes Maß an Flexibilität
  • Preis

Wow, was für ein Schuh! Schon beim Auspacken zieht der La Sportiva Aequilibrium Trek GTX die Blicke auf sich. Anstatt farblich schwach abgesetzter Ziernaht hier und Schnörkel da setzt La Sportiva auf Color Blocking: Die in unserem Fall feurig rote Heckpartie kontrastiert mit einem zurückhaltenden Grau und dem einladenden Gelb des Innenschuhs. Auch die zweifarbigen Schnürsenkel sorgen für Farbtupfer.

Kann der Schuh auf einer anspruchsvollen Wanderung halten, was die Optik verspricht? Durchaus, wie wir auf einer Dreitagestour durch die Osttiroler Alpen feststellen. Auf der Runde mit mehr als 4.000 Höhenmetern ist alles geboten. Trockene Pfade, Schnee bis 20 Zentimeter Höhe, Bachdurchwatungen, blanker Fels, einfache Kletterpassagen – dazu kommt ein ordentlich gefüllter Rucksack mit etwa 13 Kilogramm Gewicht. All das meistert der Schuh mit Bravour.

1 von 7
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
Die La Sportiva Aequilibrium Trek GTX bringen frisches italienisches Design in den Schuhschrank.
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
An den Zehen verfügen die Schuhe über einen Geröllschutz.
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
Die Schnürung ist angenehm leichtgängig.
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
Auch La Sportiva setzt auf eine Vibram-Sohle.
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
Der Schaft bietet viel Bewegungsfreiheit, ist aber nicht zu weich.
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
Am Heck verfügt der Aequilibrium Trek GTX über eine flexible Manschette.
Herren-Trekkingschuh Test: La Sportiva Aequilibrium Trek Gtx
Die Textilelemente reduzieren das Gewicht, sind aber nicht für die Ewigkeit gemacht.

Zuerst einmal hat uns der Grip der stark profilierten Außensohle gut gefallen. Der Schuhspitze haben die Italiener eine abriebfeste Gummibeschichtung verpasst, sie bietet bei kurzen Kletterpassagen besten Halt. Auffällig ist die starke Sprengung des Schuhs: Zwischen Absatz und Vorderfuß besteht ein Niveauunterschied von 12 Millimetern. Das sorgt für ein gutes Abrollverhalten. Dazu kommt ein flexibler, aber doch ausreichend Halt bietender Schaft. Die Umknickstabilität ist erstaunlich, genau wie das Gewicht des Schuhs. Bei Größe 44,5 bringt er nur 1.304 Gramm auf die Waage.

Man merkt an diesem Schuh schlichtweg, über wie viel Erfahrung La Sportiva in sehr unterschiedlichen Bereichen des Bergsports hat. Beim La Sportiva Aequilibrium Trek GTX sind Einflüsse aus dem Trailrunning-, Berg- und Kletterschuhbereich festzustellen. Herausgekommen ist ein toller Allrounder, der sich beim Himalaya-Trek mit großem Rucksack so wohlfühlt wie bei der Feierabendtour auf den Hausberg.

Komfortabel

Aku Trekker Lite III GTX

Der Aku ist ein echter Allround-Trekkingschuh mit komfortablem Einstieg, leichtgängiger Schnürung und gutem Seitenhalt.
Test Herren-Wanderschuh: AKU Trekker Lite III GTX
  • Schöne Verarbeitung
  • Unkomplizierter Einstieg
  • Materialien größtenteils aus der EU
  • Oberschuh aus Textil, fragwürdige Haltbarkeit

Der Aku Trekker Lite III GTX ist ein Klassiker im Firmen-Sortiment. Der für seine Schafthöhe relativ leichte Schuh (Paargewicht 1.228 Gramm bei Größe 44) ist in unseren Augen eine gelungene Kombination aus leichtem Gewicht und hoher Umknickstabilität. Wir würden den Schuh jedenfalls ohne Umschweife für ein längeres, anspruchsvolles Trekking nutzen.

Der angenehm unaufdringlich designte Trekkingschuh fällt gleich zu Beginn durch die weit nach vorn aufklappbare Zunge auf – der »Einstieg« in den Schuh gelingt sehr leicht. Auffällig ist der robuste Geröllschutz, der einmal rundum läuft. Was die Lebensdauer des Schuhs angeht, haben wir wenig Bedenken, werden ihn aber etwas länger tragen, um fundierte Angaben machen zu können.

1 von 8
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Mit 1.228 Gramm sind die Aku Trekker Lite III GTX für einen vollwertigen Trekkingstiefel angenehm leicht.
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Aku hat den Trekker Lite III GTX mit einem Rundum-Geröllschutz versehen.
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Das Vibram-Profil sorgt auch hier für einen erstaunlichen Grip.
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Die drei Haken am Schaft sorgen für besten Halt.
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Der Aku …
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
… ist einfach schön verarbeitet und macht auch Matschparaden klaglos mit.
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Man schlüpft einfach gerne rein – beim Aku Trekker Lite III GTX hat uns vor allem der große »Einstieg« gefallen.
Herren-Wanderschuh Test: Aku Trekker Lite Iii Gtx
Der Schuh ist an den Zehen recht breit geschnitten.

Aku verwendet im Vergleich zu anderen Herstellern beim Oberschuh relativ wenig Leder, was natürlich das Gewicht drückt. Der Trekker Lite III GTX fühlt sich leicht an und will ausgeführt werden. Speziell für Weitwanderer, die auch in hochalpinen Regionen unterwegs sind, ist er damit eine empfehlenswerte Wahl.

Was den Aku Trekker Lite III GTX zu guter Letzt ebenfalls auszeichnet, ist seine gutmütige Passform und das recht weiche Innenmaterial. Er ist ein Fußschmeichler, der auch Bergsteigern und Trekkern behagen dürfte, die mit bisherigen Schuhen ihre liebe »Passform-Not« hatten. Übrigens geht die Gore-Tex-Membran erstaunlich weit nach oben. Ist also mal ein Bach oder Fluss im Weg, meistert der Schuh die Querung ohne Probleme.

Für klassische Bergtouren

Hanwag Makra Pro GTX

Sehr komfortabler, schön verarbeiteter Berg- und Trekkingschuh: Der Hanwag begleitet zuverlässig klassische Bergtouren.
Test Herren-Wanderschuh: Hanwag Makra
  • Sehr komfortable Polsterung
  • Robuste, langlebige Verarbeitung
  • Vielseitiger Alpinschuh
  • Schwer

Der Hanwag Makra Pro GTX ist einer der komfortabelsten Trekkingschuhe im Test – das ist nicht nur so dahingesagt. Der Schuh fühlt sich beim ersten Reinschlüpfen fast schon kuschelig an, so viel Grips hat Hanwag in die Polster gesteckt. Im geschnürten Zustand fühlt sich der Schuh trotzdem nicht schwammig an, was unter anderem an der Schnürhilfe liegt, einem kleinen Plastik-Klemmer, durch den man den Schuh zunächst im Vorfußbereich schnürt und dann erst am Schaft, was zu einer spürbaren Verbesserung der »Straffheit« führt.

Wollen wir also den Schuh gleich mal in sein »natürliches Habitat« entführen, eine mehrtägige, hochalpine Hüttenwanderung in Osttirol. Positiv fällt direkt der Gehkomfort auf, da wird das (Berg-)Wandern tatsächlich zu Müllers Lust! Bäche durchwaten ist dank Gore-Tex kein Problem. Zum Glück, wie wir bald merken, denn es sind unzählige Bäche, die wir aufgrund der Schneeschmelze durchwaten werden.

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Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Der Hanwag Makra Pro in der Draufsicht: ein schönes Stück Schusterkunst.
Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Besonders überzeugend fanden wir die Polsterung. Da schlüpft man gerne hinein!
Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Auch was für’s Auge: Das Hanwag-Design hat uns gut gefallen.
Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Der Makra Pro GTX eignet sich auch für leichte Hochtouren.Leichtsteigeisen lassen sich problemlos befestigen.
Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Gore-Tex inside: Der Makra Pro GTX ist zuverlässig wasserdicht.
Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Gewohnt griffig ist die eigens mit Hanwag entworfene, gewichtsreduzierte Vibram-Sohle.
Herren-Wanderschuh Test: Hanwag Banks Gtx
Auf »halber Höhe« befinden sich ein kleiner Fixator, durch den sich die Schnürung im Vorderfußbereich festziehen lässt, ehe man den Schuh komplett schnürt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Umknickstabilität. Bei der Querung steiler Schneefelder fühlt sich der Schuh so richtig wohl. Durch die unnachgiebige Zwischensohle kann man mit dem Schuh auch seitlich präzise antreten, was selbstverständlich auch im Feld von Vorteil ist.

Es bleibt festzuhalten: Der Makra Pro GTX ist ein Schuh fürs Grobe und fürs Alpine. Er fühlt sich im Fels so wohl wie im Schnee und richtet sich an Alpinisten, die ihr Können im Gebirge ausloten und beweisen wollen. Weniger geeignet ist er für subalpine Weitwanderungen, hierfür ist er zu schwer und zu fest. Dass es Hanwag gelungen ist, einen Schuh mit diesem Einsatzprofil derart komfortabel zu gestalten, ist für uns das Alleinstellungsmerkmal des Makra Pro GTX.

Gewichtstipp

Salewa Puez 2 Mid Powertex

Der Salewa ist ein sehr leichter, flexibler und mit einer griffigen Sohle ausgestatteter Allroundschuh mit tollem Tragegefühl.

Leicht, tolle Umknickstabilität, griffige Sohle: Die Salewa Puez 2 Mid Powertex haben sich schnell einen Platz in unseren Wanderer-Herzen erobert.

Mit nur 986 Gramm Paargewicht reihen sie sich insbesondere bei den hochschaftigen Schuhen sehr weit oben in der Gewichtstabelle ein. Dabei sind sie etwas höher als einige halbhohe Konkurrenzmodelle und bieten so Umknickstabilität bei gleichzeitig gutem Knöchelschutz. Der Clou dabei: An der Rückseite ist der Schaft erstaunlich flexibel und stretchig. Ein etwa zwei Zentimeter breites Elastikband umschmiegt die Achillessehne, ohne Druck auszuüben. Die Produktentwickler haben sich bei der Konstruktion des Schuhs jedenfalls einiges gedacht, und das merkt man auch, wenn man hineinschlüpft: Es ist fast so, als würde man einen Socken anziehen.

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Herren-Trekkingschuh Test: Salewa Puez 2 Mid
Mit deutlich weniger als einem Kilogramm gehören die Salewa zu den leichtesten Schuhen im Test.
Herren-Trekkingschuh Test: Salewa Puez 2 Mid
An der Schuhspitze haben die Puez 2 Mid Powertex einen Geröllschutz.
Herren-Trekkingschuh Test: Salewa Puez 2 Mid
Das Profil des Schuhs ist an der Ferse für besseren Grip nach oben gezogen.
Herren-Trekkingschuh Test: Salewa Puez 2 Mid
Salewa setzt auf eine Pomoca-Sohle.
Herren-Trekkingschuh Test: Salewa Puez 2 Mid
Die Powertex-Membran macht den Schuh zuverlässig wasserdicht.
Herren-Trekkingschuh Test: Salewa Puez 2 Mid
Ein Stretchband sorgt für guten Halt an der Ferse.

Im Test setzen wir die Puez 2 Mid Powertex im Rahmen moderater Touren im Voralpenland und den bayerischen Alpen ein und haben dabei auch mal etwas schwereres Gepäck auf dem Rücken. Hierbei kann die von Pomoca gelieferte Außensohle in Kombination mit der angenehmen Dämpfung punkten. Die Stollen haben das richtige Maß, um es mit allen möglichen Felsarten aufzunehmen. Der Schuh fühlt sich auf Schotter genauso wohl wie auf gelegentlichen Kletterpassagen. Auch auf lehmigem oder gar matschigem Boden bietet er guten Halt. Bachdurchwatungen können ihm nichts anhaben, Salewas Powertex-Membran sei Dank.

Hand aufs Herz – mit einem soliden, schweren Trekkingschuh hat der Salewa Puez 2 Mid Powertex wenig zu tun. Wer aber »nur« ein kurzes Hüttentrekking bei wärmeren Temperaturen geplant hat und gelegentliche Speedhikes auf den Lieblingsgipfel, ist hier sehr gut beraten.

Außerdem getestet

Meindl Litepeak GTX

Meindl Litepeak GTX – der Name sagt eigentlich schon alles. Wer mit leichtem Schuhwerk auf nicht allzu schwierige Gipfel möchte, ist hier gut aufgehoben. Mit einem Gewicht von rund 1.400 Gramm pro Paar gehört der Schuh zwar nicht zu den leichtesten im Test, ist aber immer noch alles andere als schwer.

Im Rahmen unseres Tests trugen wir den Schuh auf Touren unterschiedlicher Längen. Von der leichten Bergtour auf unseren Hausberg Zwiesel über Gassirunden bis hin zu einer Mehrtageswanderung in den Kalkalpen war alles dabei. Aufgefallen ist uns hierbei gleich das Fußbett. „Air-Active Soft Print Drysole« nennt es sich im Meindl-Firmensprech und gehört definitiv zu den komfortabelsten im Test. »Weich, aber nicht zu weich« ist vielleicht die passendste Umschreibung. Das Fußbett bietet viel Komfort auf Strecken aller Längen, ohne dabei ein zu schwammiges Gefühl hervorzurufen.

Sehr gut hat uns auch die Schnürung gefallen. Hier setzt Meindl auf sein Variofix-System, das für einen tollen Fersenhalt sorgt. Die Schnürsenkel sind mit zwei dünnen Drähten verbunden, die den Fuß, je nachdem, wie fest man schnürt, Richtung Heck des Schuhs »komplimentieren«, um es mal so auszudrücken. Alles in allem können wir sagen: Nur knapp ist der Meindl Litepeak GTX an einer Empfehlung vorbeigeschrammt.

Mammut Kento Tour High GTX

Gespannt packen wir den Mammut Kento Tour High GTX aus. Er ist der erste richtige Trekkingschuh von Mammut, den wir im Test haben, und legt einen Punktstart hin. Auf unserer Testtour muss es der technisch designte Schuh gleich mit Schneefeldern aufnehmen. Es ist schnell klar: Hier kann er absolut punkten, aber auch an leichteren Kletterstellen fühlt sich der Schuh wohl.

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Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men
Herren-Wanderschuh Test: Mamut Kento Tour High Gtx Men

Wie nur wenig andere Modelle im Test punktet der Kento bei vielen alpinsportlichen Disziplinen, egal ob anspruchsvoller Hüttenzustieg oder Klettersteig, den Schuh möchte man so schnell nicht tauschen. Gut hat uns gefallen, dass der Schuh trotz seines Leder-Obermaterials noch angenehm leicht ist. Er bringt nur wenig mehr als 1.400 Gramm auf die Waage.

Wer eine einfache Hochtour plant, der wird mit dem Kento Tour High GTX ebenfalls zufrieden sein. Am Schuh lassen sich Leichtsteigeisen problemlos befestigen.

Nicht zuletzt isst bekanntermaßen auch das Auge mit, das wissen auch die Produktentwickler bei Mammut. Daher haben sie ihren neuesten Zögling angenehm bunt gestaltet, nicht zu schrill, sondern gerade recht, um sich einer gewissen Aufmerksamkeit sicher zu sein. Herausgekommen ist ein Multitool für anspruchsvolle Bergsteiger, die sich nicht mit dem Durchschnitt zufriedengeben.

Scarpa ZG Lite GTX

Scarpa ist einer der erfolgreichsten italienischen Outdoorschuh-Hersteller und hat schon unzählige Expeditionen in die hohen Berge der Welt mit robustem Schuhwerk ausgestattet. Das merkt man zweifelsohne auch dem ZG Lite GTX an. Die robuste Verarbeitung mit einer steifen Zwischensohle prädestiniert den Schuh für Wanderungen, bei denen es auch mal zur Sache geht – sei es, weil der Weg geröllig, alpiner und damit steiler wird, sei es, weil sich die Distanz der Tagesetappe in die Länge zieht.

Mit seinen 1.336 Gramm ist er immer noch ausreichend leicht, um am Fuß nicht durch zu viel Gewicht aufzufallen. Auch hier sorgt eine Vibram-Profilsohle für einen ausgezeichneten Grip: Sie fällt im Falle des ZG Lite GTX etwas breiter und aggressiver aus als beim Mammut und bietet somit auch auf technischeren, ausgesetzten Pfaden und Wegen und beim Tragen schwererer Rucksäcke guten Halt.

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Herren-Wanderschuh Test: Dsc00065
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Herren-Wanderschuh Test: Dsc00069

Scarpa setzt auf Spaltleder als Obermaterial, das durch textile Elemente ergänzt wird. In Kombination mit der robusten, flexiblen Kunststoff-Zehenkappe sorgt das Leder für eine lange Lebensdauer, auch wenn man den Schuh oft im Einsatz hat. Nicht zuletzt schafft der Scarpa ZG Lite GTX meisterhaft den Spagat zwischen leichtem Trekkingschuh und klettersteigtauglichem Leichtbergstiefel. Durch seinen hohen Schaft nimmt es der Schuh auch mit schwereren Lasten auf.

Wie wenige andere Schuhe im Testfeld deckt der ZG Lite GTX somit ein breites Spielfeld an Einsatzbereichen ab und ist damit eine gute Wahl für Wanderer, die sich nicht sicher sind, wohin die nächste Bergreise genau führen soll, und die gerade deswegen einen möglichst vielseitigen Schuh suchen.

Garmont Vetta Tech Geo GTX

Der Vetta Tech Geo GTX wurde erstmals »mit CO₂-reduzierter Belastung« entwickelt, wie es Hersteller Garmont formuliert. Der Schuh hebt sich schon optisch ab – Beige und Grau dominieren, und das Obermaterial aus 60 Prozent recyceltem Polyamid macht einen etwas »faserigeren« Eindruck als bei einem Lederschuh. Und noch etwas fällt auf: Mit einem Paargewicht von 1.140 Gramm liegt der Schuh 110 Gramm unter seinem »ledernen« Bruder Vetta Tech GTX.

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Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
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Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Geo Gtx

Es lohnt sich also, einen Blick auf die Materialzusammenstellung zu werfen. Hält der Vetta Tech Geo GTX, was Garmont verspricht? Wir haben den Schuh nicht in seine Einzelteile zerlegt, doch allein schon das Obermaterial und die Sohle machen von Haptik und Optik her einen recycelten Eindruck. Das soll nun nicht bedeuten, dass der Vetta Tech Geo GTX aussieht wie ein »Ökotreter« – weit gefehlt. Italienische Schuhhersteller erlauben sich nur selten designtechnische Fehltritte.

Garmont hat seine beliebte und vor allem auch bewährte Vetta-Serie mit dem Vetta Tech Geo GTX um einen zukunftsweisenden Schuh erweitert. Das Einsatzprofil des Schuhs gleicht dabei dem des Vetta Tech GTX – er ist für Klettersteige genauso gut geeignet wie Berg- oder Hüttentouren mit felsigen Passagen. Speziell wegen des leichten Gewichts und des etwas helleren, freundlichen Designs ist uns der hochschaftige Zustiegsschuh im Test schnell ans Herz gewachsen. Nur zu hoch sollte es nicht hinausgehen – der Schuh eignet sich maximal für Leichtsteigeisen und bietet nicht so viel Stabilität wie ein Schuh mit einem noch höheren Schaft.

Was uns an Garmont-Schuhen schon immer gut gefallen hat, ist der breit konstruierte Vorderfußbereich. Auch Wanderer mit einem etwas breiteren Fuß dürften sich im Vetta Tech Geo GTX gut aufgehoben fühlen.

Lowa Cevedale Pro GTX Mid

Sehr schöne Verarbeitung, ein schönes Stück Schuhmacherkunst: Der Lowa Cevedale Pro GTX Mid ist ein Trekkingschuh für Trekker und Bergsteiger, die hoch hinaus wollen. Wie der Name schon sagt – der Monte Cevedale ist ein mehr als 3.700 Meter hoher, stark vergletscherter Berg in der Ortlergruppe –, fühlt sich der Schuh auch auf Gletscherpassagen wohl. Die Befestigung von Kipphebelsteigeisen ist problemlos möglich.

Ein Schuh für Extreme und daher auch sehr robust gearbeitet. Der rundumlaufende Geröllschutz erhöht die Haltbarkeit, der mit einer soften Manschette ausgerüstete Schaft verhindert das Eindringen von Schnee und Eis. Der hohe Schaft hält den Fuß sicher an Ort und Stelle. Der Cevedale gehört zu den Schuhen, mit denen ein Umknicken so gut wie unmöglich erscheint. Dazu kommt eine steife Zwischensohle und die bewährt griffige Vibram-Außensohle.

Um in einem Trekkingschuh-Test eine Empfehlung zu bekommen, ist der sehr robuste, toll gearbeitete Schuh ein wenig »zu viel«. Für das Gletschertrekking ideal, schafft er es in diesem Test nicht ganz nach oben, was aber an dieser Stelle keineswegs bedeuten soll, dass man es hier mit nicht einem Spitzenschuh zu tun hat. Er wird vor allem Gipfelaspiranten begeistern, die die nächste Gletschertour planen.

Dachstein Super Ferrata MC GTX

Gerade noch rechtzeitig hat es der Dachstein Super Ferrata MC GTX in den Test geschafft. Uns bleiben nur noch wenige Wochen zum Testen. So nehmen wir den Schuh kurzerhand auf eine anspruchsvolle, schnelle und vor allem steile Tour im Karwendel mit. Zwar werden wir ihn nicht in einem Klettersteig testen können, aber doch auf einem steilen, felsdurchsetzten Pfad durch das Gumpenkar hinauf auf das 2.452 Meter hohe Gamsjoch.

Was sofort auffällt, ist die tolle Passform des nur gut 1.300 Gramm schweren Schuhs – übrigens ein toller Wert für einen Lederstiefel. Der Super Ferrata MC GTX schmiegt sich dem Fuß förmlich an, man fühlt sich sofort wohl. Die Zehenkappe ist aus abriebfestem Material gefertigt, was sich insbesondere bei Steil- und Kletterstücken bezahlt machen dürfte. Am Gipfel unserer Test-Tour angekommen, erwischt uns ein ordentlicher Graupelschauer. Zum Glück hat der Super Ferrata MC Gore-Tex, der Fuß bleibt also angenehm trocken und warm.

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Herren-Wanderschuh Test: Dachstein (2)

Beim Abstieg überzeugt der Stiefel durch einen festen, kontrollierten Grip – durch das geringe Volumen weiß man bei diesem Schuh stets, wo man hintritt. Trotz der glitschigen Felsen erleben wir keinen einzigen Ausrutscher. Nicht zuletzt sorgt der aus Neopren gefertigte Schaft stets dafür, dass man ein angenehmes, sicheres Tragegefühl hat.

Dachstein ist mit dem Super Ferrata GTX ein schöner Allrounder gelungen, der bei Weitem nicht nur beim Klettersteigeinsatz, sondern auch bei alpineren, felsdurchsetzten Wandertouren punkten kann. Besonders gefallen hat uns, dass der Schuh rundum durchdacht ist – da ist nicht zu viel dran und nicht zu wenig. Der niedrige Schaft lässt dem Fuß viel Bewegungsfreiheit, was im Fels von Vorteil ist. Allein Schwerlastträger würden sich einen etwas höheren Schaft wünschen.

Helly Hansen Ascender Mid HT

Der vergleichsweise hochschaftige Helly Hansen Ascender Mid HT hat uns durchaus gut gefallen! Wie bei Helly Hansen üblich setzt der norwegische Hersteller auf firmeneigene Sohlen- und Textiltechnologien. Die wasserdichte Technologie Helly Tech, die wir schon bei Jacken testen konnten, hält Nässe zuverlässig draußen: Im Test durchwateten wir mehrfach Bäche, ohne dass sich eine Spur von Feuchtigkeit bemerkbar machte. »Dank einer wasserdichten Membran und wasserabweisendem Material mit versiegelten Nähten bieten die Schuhe optimalen Schutz bei wechselhaftem Wetter« schreibt Helly Hansen und beweist mit Helly Tech, dass es nicht unbedingt Marktführer Gore-Tex sein muss, um einen Schuh ordentlich dicht zu machen.

Auch der Grip der Schuhe hat uns überzeugt. Im Test setzten wir die Schuhe nicht nur auf leichten Bergtouren, sondern auch bei Wanderrunden mit der Familie und im Urlaub ein – auf allen möglichen Untergründen. Dazu kommt eine unkomplizierte Passform und die angenehme DÄmpfung, die den Schuh für eine breite Kundenschicht interessant macht. »Schnell reingeschlüpft und schnell losgelaufen« lautet das Motto, dank der weit nach vorne klappenden Zunge und der leichtgängigen Schnürung.

Die testinterne Konkurrenz des Helly Hansen besteht im Salewa Puez 2 Mid Powertex, der in eine ganz ähnliche Kerbe schlägt. Er wiegt einige Gramm weniger und ist etwas stromlinienförmiger designt – zwei Kleinigkeiten, die zwar in diesem Test den Ausschlag gegeben haben, Helly-Hansen-Fans jedoch nicht davon abhalten sollen, diesen funktionalen und zuverlässig wasserdichten Schuh zu erwerben.

Garmont Vetta Tech GTX

Garmont, ein Familienunternehmen aus Norditalien, präsentiert mit dem Vetta Tech GTX einen schön geschusterten Crossover-Schuh aus Wander- und Bergstiefel. Egal, ob Klettersteig oder Hüttenwanderung, der Vetta Tech GTX macht einfach Spaß und überzeugt mit einem ausgezeichneten Komfort.

Reinschlüpfen, wohlfühlen und loslegen – so könnte man den Testeindruck des Garmont Vetta Tech GTX in wenigen Worten zusammenfassen. Der Schuh spielt in Sachen Gehkomfort im Testvergleich ganz vorne mit und vermittelt Wanderern und Bergsteigern von Beginn an die nötige Sicherheit, die man auf Touren aller Schwierigkeitsgrade braucht. Für schwere Lasten und lange, technische Bergtouren ist er aufgrund des niedrigen Schafts zwar nicht so gut geeignet, kann seine Stärken aber auf kürzeren Touren auf allen möglichen Untergründen – auch mit längeren Felsabschnitten – voll ausspielen.

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Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Gtx
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Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Gtx
Herren-Wanderschuh Test: Garmont Vetta Tech Gtx

Garmont empfiehlt den Vetta Tech GTX auch für Klettersteige. Hier ermöglicht das Multitalent ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit, das man zum Erreichen kleiner Tritte oder Stufen braucht. Gut hat uns auch die Vernähung gefallen. Man merkt, dass man bei Garmont, obwohl die Schuhe nicht am Firmensitz in Italien, sondern in Vietnam genäht werden, einen sehr genauen Blick auf die Verarbeitungsqualität wirft. Wer einen sehr vielseitigen und noch relativ leichten Schuh sucht, der ein breites bergsportliches Spektrum abdeckt, ist hier richtig.

Salewa Alp Trainer II Mid GTX

Auf Anhieb sehr gut gefallen hat uns der Salewa Alp Trainer II Mid GTX. Der Traditionshersteller und Outdoor-Vollausstatter hat in den vergangenen Jahren den Sprung vom oftmals etwas belächelten Nischenproduzenten (zumindest im Schuhbereich) zum ernstzunehmenden Schuhhersteller geschafft.

Salewa ruft aktuell Modelle des Alp Trainer 2 Mid GTX zurück, die vor April 2022 hergestellt wurden.

Der Grund: Wenn die Schuhe zu locker oder gar nicht geschnürt sind, ist es unwahrscheinlich, aber möglich, dass sich der Schnürsenkelhaken an der Innenseite des einen Stiefels an einem losen Stahlseil an der Innenseite des anderen Stiefels verfangen kann, wodurch eine Stolper- und/oder Sturzgefahr entsteht.

Bei allen später produzierten Modellen ist das Stahlseil an der Innenseite nun komplett verdeckt. Wer bereits ein Paar der zurückgerufenen Stiefel besitzt, kann sich mit Salewa in Verbindung setzen und es umtauschen lassen.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.salewa.com/de-de/rueckruf.

Wir gehen übrigens davon aus, dass die Shops, auf die wir verlinken, bereits die neue, fehlerfreie Charge vertreiben – trotz möglicherweise veralteter Produktbilder. Falls Sie dennoch ein vor April 2022 hergestelltes Modell erhalten sollten, gilt natürlich der Anspruch auf Umtausch.

Unsere Sympathie für den grau-schwarzen Schuh mit den neongrünen Farbtupfern rührt in erster Linie von seiner gutmütigen, recht breiten Passform her. Wander- und Bergfans, die bisher eher unter zu schmalen Schuhen zu leiden hatten, werden begeistert sein – hier zwickt nichts und engt nichts ein, speziell im Vorderfußbereich bietet der Salewa eine Menge Platz. Gut gefallen hat uns auch die auf Anhieb schön griffige Vibram-Sohle, die die perfekte Balance aus Kraftübertragung und Gummihärte mitbringt. Ergebnis ist ein Grip, der im Testfeld seinesgleichen sucht.

In einem ersten Test entführen wir den Schuh auf eine 500-Höhenmeter-Tour mit dem Nachwuchs in der Kraxe. Schnell zeigt sich: Dieser Schuh will mehr! Trotz seines mittelhohen Schafts bietet er mit dem schweren Gepäck (wir haben etwa 20 Kilogramm am Rücken) einen guten Umknickschutz. Unser Weg führt über steile, mitunter schlammige Wurzelpfade, über Kies- und Wiesenwege. Der Schuh gibt sich nirgends die Blöße, das ist die super Kombination aus Sicherheit, Grip und Umknickschutz. Auffällig ist auch die breite Zehenbox – wer auf großem Fuß lebt, fühlt sich hier gut aufgehoben!

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Herren-Wanderschuh Test: Salewa (1)
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Herren-Wanderschuh Test: Salewa (5)

Dann, kurz bevor wir wieder den Startpunkt erreichen, passiert es: Die dünnen Schnüre des Salewa-eigenen 3F-Systems am linken Schuh, mit dem der Fuß besser im Schuh fixiert werden soll, verhaken sich mit einer Öse der Schnürung des rechten Schuhs. Beinahe legt es uns der Länge nach hin – die Schnüre sind aus Metall. Am linken Schuh ist die Plastikführung des 3F-Systems eingerissen, die Schnur steht nun etwas hervor. Unser Tipp: Um dies zu verhindern, sollte man beim Schnüren der Alp Trainer II GTX darauf achten, dass die Metallschnüre des 3F-Systems eng am Schaft anliegen! Außerdem sollten sich die Salewa-Produktdesigner überlegen, ob sie das 3F-System nicht etwas »stolpersicherer« unterbringen können (siehe Hinweis!).

Meindl Island Pro MFS

Der Meindl Island Pro MFS ist die gepanzerte Limousine unter den Trekkingschuhen und eine echte Schuh-Legende. Der Volllederschuh wird seit mehreren Jahrzehnten nahezu unverändert hergestellt und genießt unter qualitätsbewussten Bergsteigern einen unzweifelhaften Ruf.

Der hochschaftige Schuh ist der stabilste, aber mit 934 Gramm pro Schuh auch einer der schwersten im Test. Er richtet sich somit an Outdoorsportler, die etwas Robustes und Festes suchen. Wobei Outdoorsportler vielleicht der falsche Begriff ist, denn mit diesem Schuh »Sport« zu treiben, trifft es nicht ganz. Der Island Pro MFS ist ein Partner für ernsthafte Bergsteiger, Weitwanderer, Winterwanderer und auch Jäger. Irgendwo schnell rauflaufen – das geht mit dem Meindl Island Pro MFS zwar auch, für die Quick&Dirty-Fraktion gibt es jedoch besser geeignete Schuhe.

Wo man bei diesem Schuh auch hinsieht, erblickt man langlebige, verlässliche und durchdachte Detaillösungen. Nach vier Schlaufösen sorgen fünf Haken am Schaft dafür, dass der Volllederschuh fest sitzt, aufgrund seines extrahohen Schafts so fest wie kaum ein anderer im Test. Die Vierfachnaht zwischen Vorderschuh, Ferse und Schaft ist vom Feinsten, das Prädikat »Made in Germany« darf sich Meindl auch auf die Fahnen schreiben. Dieser Schuh will und soll lange getragen werden. Es kursiert ein Podcast mit Meindl-Chef Lukas Meindl im Netz, in dem er von mehreren Jahrzehnte alten Island-Modellen erzählt, die zur Neubesohlung eingeschickt wurden. Beeindruckend!

Mit dem Island Pro MFS schwimmt Meindl bewusst gegen den »Leichter, schneller, weiter«-Trend. Diesen Schuh im Schrank stehen zu haben, ist ein Statement. Er ist, um es mit einer viel zitierten Liedzeile zu sagen, »gekommen, um zu bleiben«.

Salewa Mountain Trainer Mid Gore-Tex

Salewa ist eine der größten Bergsportmarken auf dem deutschsprachigen Markt. Die Marke wird auch gerne als »Vollsortimenter« bezeichnet, was bedeutet, dass es von Salewa im Outdoorsport-Bereich schlichtweg alles zu kaufen gibt – von A wie Abseilachter bis Z wie Zelt.

Die ursprünglich in München gegründete und inzwischen zur Südtiroler Oberrauch-Gruppe gehörende Marke bietet schlichtweg alles, was das Bergsteigerherz begehrt. Unser Verhältnis zu Salewa ist indes etwas zwiespältig. Zwar haben wir durchaus gute Erfahrungen mit Salewa gemacht – eine wasserdichte, zuverlässige Powertex-Überhose vor rund 25 Jahren machte den Anfang. Andere Produkte – wir erinnern uns an ein leidlich gut verarbeitetes, aber undichtes Zelt – haben uns weniger begeistert.

Zu den Mountain Trainer Mid Gore-Tex schöpfen wir jedoch sofort Vertrauen. Schon als wir sie aus dem Karton ziehen, machen die Schuhe einen grundsoliden, für einen alpinen Trekkingschuh erstaunlich leichten und auch schön designten Eindruck. Das »Mid« im Namen deutet darauf hin, dass die Schuhe einen mittelhohen Schaft haben und so Knöchel und Unterschenkel deutlich mehr Bewegungsspielraum ermöglichen. Ein Hinweis darauf, dass die Mountain Trainer Mid Gore-Tex für die etwas agileren Einsätze gedacht sind, also zügige Bergbesteigungen oder Klettersteigbegehungen anstatt von langen Trekkingtouren.

Im Test führen wir die Schuhe auf eine hochalpine, gletscherfreie Tour auf den 3.291 Meter hohen Keeskogel in den Hohen Tauern aus – genau das Metier, in dem sich der Mountain Trainer Mid Gore-Tex wohlfühlen müsste. Und der Schuh enttäuscht nicht im Geringsten. Die steife, aber nicht zu steife Zwischensohle sorgt in Kombination mit der Vibram-Profilsohle für homogene Abrollvorgänge und einen ordentlichen Grip, und auch von der Passform des in Rumänien hergestellten Schuhs sind wir schnell überzeugt. Der niedrige Schaft verleiht dem Schuh wie erwartet ein hohes Maß an Flexibilität. Wer den Schuh beim Queren langer Schneefelder nutzt, sollte allerdings Gamaschen dabei haben. Wir holen uns nasse Füße, was aber mit jedem anderen hochschaftigen Schuh aufgrund des sulzigen Schnees auch passiert wäre.

Salewa ist mit diesem Modell ein toller Wurf gelungen. Der Schuh eignet sich zwar maximal für Leicht- bzw. Riemensteigeisen, fühlt sich aber trotzdem speziell in höheren Bergen, bei denen es viel Felskontakt und eventuell auch kleinere Klettereinlagen gibt, am wohlsten. Allein bei Gletscher- und Eistouren muss er höherschaftigen, steiferen Schuhen den Vortritt lassen.

Garmont Rambler 2.0 GTX

Der Garmont Rambler 2.0 GTX nimmt es mit allem auf – und macht seinem Namen alle Ehre, schließlich heißt »Rambler« auf Deutsch so viel wie »Wanderer«. Der Schuh fühlt sich jedoch nicht nur auf Wanderwegen im herkömmlichen Sinn wohl, das wird schon beim Auspacken deutlich. Vom Design her erinnert der Schuh an einen Hochtourenstiefel – instinktiv trauen wir dem Schuh sehr viel zu. Garmont hat seinen Stammsitz im italienischen Veneto, was man am farbenfrohen, unkonventionellen Design erkennt.

Im Test geht es gleich mal auf zwei etwas schroffere Karwendel-Zweitausender. Auf dass sich der Schuh beweisen möge! Beim Reinschlüpfen fällt die breite Passform der Garmonts sofort positiv auf – auch etwas breitere Füße haben hier problemlos Platz. Auf unserem gewundenen, wurzeldurchsetzten Pfad über groben Schotter können die Vibram-Sohlen zeigen, was sie draufhaben – und das tun sie auch! Gut gefällt uns auch die direkte, feste Schnürung, die bereits beim ersten Schnürvorgang den Fuß gut fixiert, was bei anderen Modellen, wie wir feststellen mussten, beileibe keine Selbstverständlichkeit ist.

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Herren-Wanderschuh Test: Garmont
Herren-Wanderschuh Test: Garmont (1)
Herren-Wanderschuh Test: Garmont (2)
Herren-Wanderschuh Test: Garmont (3)
Herren-Wanderschuh Test: Garmont (4)

Ein etwas alpineres Ziel – womöglich sogar mit Querung eines Schneefelds – wäre für den Schuh auch kein Problem gewesen. Auch beim Weg bergab punktet der Rambler 2.0 GTX mit einem ausgezeichneten Grip. Egal ob nasser Wiesenpfad, schmaler Steig, ausgewaschener Fahrweg oder am Ende Teerstraße – der Garmont Rambler 2.0 GTX kann alles. Aufgrund der Gore-Tex-Membran kann man auch durch Bäche waten. Je nach Händler berappt man für den Schuh zwischen 160 und 180 Euro – nicht viel Geld, wenn man bedenkt, was der Schuh bietet und wie breit er sich einsetzen lässt.

Millet Super Trident GTX M

Etwas zu starr, etwas zu undefiniert: Vom Millet Super Trident GTX M waren wir ein wenig enttäuscht. Der Schuh verspricht schon vom ersten optischen Eindruck viel – immerhin hat der französische Traditionshersteller einen Namen zu verlieren. Der halbhohe Schuh siedelt sich bei den Leichtbergstiefeln an und kann auch als Zustiegsschuh genutzt werden.

Im Test führen wir den rund 200 Euro teuren Schuh auf mehrere kurze Bergtouren aus – mal mit mehr Beladung, mal mit weniger. Zwar fällt die Entscheidung knapp aus, doch schon nach der ersten Tour wird klar, dass der Millet beim Komfort nicht ganz mithalten kann, hier haben Hanwag, Garmont und auch Mammut leicht die Nase vorne. Auf einer zweiten Test-Tour nehmen wir den Schuh nochmals unter die Lupe. Doch der erste Eindruck hat uns nicht getäuscht. Zwar ist der Millet Super Trident GTX M von Funktion und Verarbeitung her vergleichbaren Schuhen wie dem Garmont Vetta GTX durchaus ebenbürtig, uns fehlt beim Reinschlüpfen jedoch der »Aha-Effekt«, der die Konkurrenz auszeichnet.

Hanwag Alverstone II GTX

Wow, der Schuh ist echt ’ne Wucht – das denkt man sich beim Hanwag Alverstone II GTX schon beim Auspacken. Das Auge kauft auch beim Trekkingstiefel mit, und so fällt das hochschaftige Modell in seinem rot-schwarzen Design sofort auf. Mit 1.620 Gramm pro Paar bei Größe EUR 44 ist der Hanwag zwar einer der schwersten Schuhe im Test, bietet aber – und das wird schon beim ersten Anziehen klar – viel Steifheit und damit auch Trittsicherheit im technischen Gelände.

»Moderner, stabiler und doch leichter Trekkingschuh für anspruchsvolles Terrain, Alpenüberquerungen mit Gipfelambitionen« – so beschreibt Hanwag den Alverstone II GTX auf seiner Homepage und so wird der Bergstiefel auch gleich von uns auf eine hochalpine Bergtour im hintersten Ötztal entführt.

Das feste Fußbett mit steifer Zwischensohle bietet dem Fuß komfortablen und sicheren Halt auf den verschiedensten Untergründen. Es ist eine Freude, mit dem Alverstone II GTX erst über einen steilen Steig und später wegloses, blockiges und gerölliges Gelände bis hinauf in die Gletscherregionen am Alpenhauptkamm zu steigen. Sogar auf dem blanken Gletschereis kann der Schuh punkten, auch wenn er diesmal nicht in die Verlegenheit kommt, sich auch mit Leichtsteigeisen beweisen zu müssen – dafür wäre er grundsätzlich auch geeignet.

Die Passform ist überragend – man merkt dem Alverstone II GTX an, dass Hanwag über viel Erfahrung in der Fertigung klassischer Bergstiefel hat. Wer einen toll verarbeiteten Schuh für ausgedehnte Bergtouren im schwierigeren Gelände sucht und auch vor Gletscherpassagen oder Mehrtages-Hochgebirgstouren nicht zurückschreckt, ist mit dem Hanwag Alverstone II GTX optimal beraten.

Dolomite Steinbock GTX 2.0

Der Dolomite Steinbock GTX 2.0 – was für ein schön gemachter, modern wirkender, aber doch klassisch gefertigter Schuh! Hergestellt in Rumänien, stammt der Schuh aus einem renommierten Haus. Dolomite zählt zu den traditionsreichsten italienischen Schuhherstellern.

Eines ist jedoch anzumerken: Dolomite mag über viel Erfahrung in der Fertigung von Freizeitschuhen verfügen, was Schuhe für den alpinen Einsatz angeht, sieht es etwas anders aus. Erst in den letzten Jahren versucht der Hersteller, der seit Mitte der 2010er Jahre zum Schweizer Scott-Sports-Konzern gehört, wieder im Bereich alpinerer Schuhe zu punkten und damit zu seinen Wurzeln zurückzukehren – gegründet wurde das norditalienische Unternehmen nämlich bereits 1897.

Der Weg zurück zu den Wurzeln ist etwas wurzelig und holprig – so wie der Steig, auf dem wir den Steinbock 2.0 GTX testen. Um auf der relativ kompakten 200-Höhenmeter-Wanderung eine hohe Belastung zu simulieren, nehmen wir gleich mal die zweieinhalbjährige Tochter in der Kindertrage mit, das macht rund 20 Kilo Zuladung.

Schlupft man in den Dolomite hinein, fühlt man sich gleich wohl. Etwas schmal fällt der Schuh aus, was aber nicht von Nachteil ist – an unseren Füßen sitzt der Schuh gut. Weniger schön ist die insgesamt etwas schwammige Konstruktion. Der Schuh fühlt sich insgesamt etwas inhomogen an. Ob das an der Michelin-Außensohle oder dem Aufbau der Zwischensohle liegt, sei dahingestellt. Uns kommt es jedenfalls so vor, als ob Dolomite hier noch einen drauflegen könnte.

Beim Bergabgehen vermittelt er dem Schuh etwas zu wenig Sicherheit, die Zwischensohle wirkt auch hier zu weich. Natürlich haben wir immer noch eine hohe Zuladung – rund 20 Kilo lasten auf dem Rücken. Mit etwas leichterer Zuladung ist die Sache vielleicht eine andere.

Fazit: Im Vergleich zur italienischen Konkurrenz in Form von La Sportiva und Scarpa hat es Dolomite (noch) schwer. Vielleicht muss sich das Unternehmen erst noch stärker an den Wurzeln orientieren – das Zeug dazu hat Dolomite jedenfalls.

So haben wir getestet

Alle Trekkingschuhe werden auf unterschiedlich langen Touren auf unterschiedlich schwierigen Wegen getestet. Die Bandbreite reicht dabei von einfacheren Pfaden bis hin zu alpinen Steigen durch grob gerölliges Gelände, kurzen Kletterpassagen und auch Gletscherquerungen.

Dabei prüfen wir insbesondere, inwiefern sich die Schuhe beim Gehkomfort und bei der Verarbeitung unterscheiden. Weitere Testkriterien sind der Geröllschutz, die Leichtgängigkeit der Schnürung und die Steigeisenfestigkeit. Welche Art von Sohle verwenden die Hersteller? Aus diesen Kriterien lässt sich gut ablesen, für welche Touren die Schuhe letzten Endes geeignet sind.

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Herren-Trekkingschuh Test: Trekking Schuh Herren Gruppenbild
Herren-Wanderschuh Test: Wanderschue Alle
Herren-Wanderschuh Test: Wanderschuhe Alle
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Test: Wanderschuhe Gruppenbild
Herren-Wanderschuh Test: Gesamt (3)
Herren-Wanderschuh Test: Herren Wanderschuh Gruppenfoto
Herren-Wanderschuh Test: Gruppenbild

Die Beladung variiert ebenfalls: Von leichten Tagesrucksäcken mit weniger als fünf Kilo Gewicht bis zu schweren Trekking- und Hochtourenrucksäcken mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm tragen wir (fast) alles auf dem Rücken, was Träger hat – Kindertragen inbegriffen. Sämtliche von den Herstellern als wasserdicht angegebenen Schuhe wurden darüber hinaus beim Durchwaten von Bächen auf ihre Wasserdichtigkeit überprüft.

Die wichtigsten Fragen

Welche Herren-Trekkingschuhe sind die besten?

Unser Favorit ist der Lowa Randir GTX Mid, eine innovative, handwerklich sehr schön gemachte Neuinterpretation eines Trekkingschuhs mit ausgezeichneter Seitenstabilität für Touren aller Art. Es gibt in unserem Test aber auch interessante Alternativen.

Was macht einen guten Trekkingschuh aus?

Ein guter Trekkingschuh hat einen hohen Schaft, der vor Umknicken schützt. Das ist besonders dann wichtig, wenn man schwerere Lasten trägt, wie zum Beispiel Seil, Steigeisen und Gurtzeug. Dazu sollten Trekkingschuhe eine griffige Profilsohle und eine gut bedienbare, feste Schnürung haben. Auch ein bequemes Fußbett, das während langer Tage in den Bergen für den notwendigen Gehkomfort sorgt, ist von Vorteil.

Was bedeutet "bedingt steigeisenfest" und "steigeisenfest" bei einem Trekkingschuh?

Bedingt steigeisenfest bedeutet, dass die Schuhe über eine ausreichend steife Sohlenkonstruktion verfügen, um Leichtsteigeisen anzulegen und eine einfachere Hochtour mit Gletscherkontakt in Angriff zu nehmen. Steigeisenfest bedeutet hingegen in der Regel, dass die Schuhe über einen Absatz oberhalb der Ferse verfügen, an dem Kipphebelsteigeisen befestigt werden können. Eine praktische Orientierungshilfe ist die Kategorieneinteilung des bayerischen Berg- und Wanderschuhexperten Meindl. Bedingt steigeisenfeste Trekkingschuhe entsprechen der Kategorie B/C, steigeisenfeste Trekkingschuhe den Kategorien C und D, wobei letzterer auch für Kipphebelsteigeisen geeignet ist, was bei der Kategorie C noch nicht garantiert ist. Die hier getesteten und vorgestellten Schuhe entsprechen den Kategorien B/C und C.

Was darf ein Trekkingschuh kosten?

Günstige Trekkingschuhe gibt es ab etwa 140 Euro, die meisten Modelle kosten zwischen 180 und 260 Euro, teure auch mal mehr. Für einen qualitativ hochwertigen Trekkingschuh sollte man gute 200 Euro einplanen.

Stichwort Wasserdichtigkeit – was ist zu beachten?

Das Thema Wasserdichtigkeit bringt man im Outdoor-Sektor hauptsächlich mit einem Namen in Verbindung: Gore-Tex. Doch nicht nur Schuhe mit Gore-Tex sind wasserdicht, sondern auch solche mit SympaTex und anderen, weniger bekannten Technologien. Viele Marken verwenden eigene Membrane, deren Funktion jedoch nicht so verbrieft ist wie bei Gore-Tex (GTX) und SympaTex (STX). Lederstiefel gibt es auch gänzlich ohne wasserdichte Membran – hier ist regelmäßige Pflege ein Muss, damit sie ihre Wasserdichtigkeit nicht verlieren.

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