Ob beim Wandern oder Radfahren, auf dem Campingplatz, auf Festivals oder im eigenen Garten: Es gibt vielfältige Szenarien, in denen man die eigenen vier Wände vorübergehend gegen ein Zelt eintauscht. Schon vor Tausenden von Jahren übernachteten Menschen in Zelten aus Holzgestellen, die mit Tierfellen überzogen waren.
Heute bestehen Zelte überwiegend aus leichten, strapazierfähigen und wasserdichten Kunststoffen. Bei den Gestängen kommen überwiegend Glasfaser und Aluminium zum Einsatz. Für jede Art von Unternehmung gibt es das passende Zelt. Wir haben 49 Modelle getestet – von ultraleichtem Trekkingzelt zum Familienzelt für sechs Personen. Hier sind unsere Empfehlungen in der Kurzübersicht.
Kurzübersicht
Robens Lodge 3 Exp

- Starkes Gewichts-Platzverhältnis
- Zwei große Eingänge mit eigener Apside
- Hochwertige Komponenten und Verarbeitung
- Starke Ausstattung
- Gute Belüftung
- Reißverschlüsse am Außenzelt nicht umlaufend.
Für uns ist das Robens Lodge 3 Exp der beste Allrounder im Test. Das Kuppelzelt ist leicht und gut packbar genug, damit man es beim Trekken oder auf Radreisen gut mitnehmen kann, bietet gleichzeitig aber viel nutzbare Fläche. Der Schlafraum reicht für drei, und wenn man nur zu zweit unterwegs ist, ist er geradezu luxuriös bemessen. Dazu gefallen uns die beiden Eingänge mit relativ großen Apsiden. Da fühlt man sich auch beim Campen und auf Festivals gut aufgehoben. Bei alldem ist die Materialqualität herausragend.
Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black

- Extrem schneller Auf- und Abbau
- Wärmereduzierende Außenhaut
- Zwei Apsiden
- Sehr gute Durchlüftung
- Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
Das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black ist ein ausgezeichnetes Faltzelt mit zwei Eingängen, vernünftiger Verarbeitungsqualität und solidem Platzangebot. Es baut sich blitzschnell von allein auf. Vorteil gegenüber vielen ähnlichen Modellen: Es passt in den Rucksack oder auf den Gepäckträger und fällt nicht negativ durch ein sperriges Packmaß auf. Damit eignet es sich auch hervorragend als unkompliziertes Festivalzelt.
Salewa Denali II
Erschwinglich, stabil, geräumig, hochwertig verarbeitet, leicht und schnell auf- sowie abgebaut: Das Salewa Denali II ist das optimale Kuppelzelt fürs Trekking, egal ob zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Mit zwei Eingängen und zwei Apsiden bietet es ideale Voraussetzungen für zwei Reisende. Die 2,4 Kilogramm sind im Rucksack keine Belastung für den Rücken, und der Packsack trägt mit 47 × 20 × 14 Zentimetern nicht dick auf. Für um die 200 Euro gibt es kaum ein besseres Trekkingzelt als das Salewa Denali II.
Tatonka Rokua 2

- Sehr geräumig
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Kleines Packmaß, leicht
- Einfacher Auf- und Abbau
- Sehr gute Belüftung
- Teuer
Dieses Trekkingzelt macht richtig viel Spaß: Das Tatonka Rokua 2 ist ein Tunnelzelt und glänzt durch eine geräumige Innenkabine, zwei Eingänge, zwei Apsiden, einfachen Auf- und Abbau, eine ausgezeichnete Belüftung und hochwertiges, silikonbeschichtetes Nylon-Ripstop-Gewebe. Zudem bringt es nur 2,6 Kilogramm auf die Waage und passt in jeden Rucksack.
Skandika Hammerfest 4 Plus

- Extrem geräumig
- Zwei getrennte, abgedunkelte Schlafkabinen
- Bodenplane
- Unproblematischer Auf- und Abbau
- Aufbau alleine schwierig
- Recht hohes Gewicht
Keine Sorge, im Skandika Hammerfest 4 Plus überstehen vierköpfige Familien auch mal Regentage ohne größere Probleme. Platz ist hier ausladend und reichlich vorhanden. Zwei Schlafkabinen, ein geräumiger Wohn- sowie ein stattlicher Eingangsbereich vermitteln das Gefühl einer mobilen Ferienwohnung. Für hervorragende Belüftung ist gesorgt, und die mitgelieferte schwarze Bodenplane sorgt für Sauberkeit im Zelt, falls der Rasen vom Regen mal aufgeweicht ist.
Outwell Earth 3 Plus

- Einfacher Auf- und Abbau
- Hochwertige Verarbeitung
- Sehr große Apside
- Starkes Preis-Leistungsverhältnis
- Dunkle, aber nicht düstere Schlafkabine
- Nur ein Eingang am Innenzelt
- Nur eine, dafür aber große Apside
Wer ein günstiges Zelt für den Campingurlaub zu zweit oder mit der Kleinfamilie sucht, dem können wir das Outwell Earth 3 Plus empfehlen. Obwohl es schon für deutlich unter 200 Euro zu haben ist, bietet es viel Raum für zwei bis drei Personen und eine großzügig bemessene Frontapside. Die Qualität ist für das Preissegment auf einem hohen Niveau und uns hat der einfache, unkomplizierte Aufbau gefallen. Dazu ist das Platz-Gewichts-Verhältnis erstaunlich gut. Das passt auch dann noch, wenn der Kofferraum schon ziemlich voll ist.
Vergleichstabelle
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- Starkes Gewichts-Platzverhältnis
- Zwei große Eingänge mit eigener Apside
- Hochwertige Komponenten und Verarbeitung
- Starke Ausstattung
- Gute Belüftung
- Reißverschlüsse am Außenzelt nicht umlaufend.

- Extrem schneller Auf- und Abbau
- Wärmereduzierende Außenhaut
- Zwei Apsiden
- Sehr gute Durchlüftung
- Ungemütlich durch schwarzen Innenraum

- Sehr gut verarbeitet
- Einfacher Auf- und Abbau
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Kleines Packmaß, leicht
- Sehr gute Belüftung
- Helle Zeltfarbe zieht Insekten an

- Sehr geräumig
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Kleines Packmaß, leicht
- Einfacher Auf- und Abbau
- Sehr gute Belüftung
- Teuer

- Extrem geräumig
- Zwei getrennte, abgedunkelte Schlafkabinen
- Bodenplane
- Unproblematischer Auf- und Abbau
- Aufbau alleine schwierig
- Recht hohes Gewicht

- Einfacher Auf- und Abbau
- Hochwertige Verarbeitung
- Sehr große Apside
- Starkes Preis-Leistungsverhältnis
- Dunkle, aber nicht düstere Schlafkabine
- Nur ein Eingang am Innenzelt
- Nur eine, dafür aber große Apside

- Hochwertige Verarbeitung
- Zwei große Eingänge, zwei Apsiden
- Gute Belüftung
- Firststange für mehr Kopffreiheit
- Nachhaltige Materialauswahl
- Könnte etwas mehr Platz gebrauchen
- Abbau nervig

- Extrem leicht
- Sehr geringes Packmaß
- Schnell auf- und abgebaut
- Apside
- Exzellent verarbeitet
- Teuer

- Leicht, geringes Packmaß
- Hochwertige Verarbeitung
- Steht sehr stabil
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Ausgezeichnete Belüftung
- Teuer

- Sehr gute Verarbeitung
- Extrem geräumige Apside
- Kleines Packmaß, leicht
- Einfacher Auf- und Abbau
- Ordentliche Durchlüftung
- Teuer
- Nur ein Eingang

- Sehr windstabil
- Hochwertig verarbeitet
- Kompaktes Abmaß
- Einfacher Auf- und Abbau
- Gute Durchlüftung
- Für zwei Personen recht eng

- Sehr schnell auf- und abgebaut
- Große Türen, geräumige Apsiden
- Hochwertig verarbeitet
- Bodenplane
- Relativ leicht

- Sehr schnell auf- und abgebaut
- Leicht
- Kompaktes Packmaß
- Hochwertig verarbeitet
- Zwei geräumige Apsiden
- Sturmleinen müssen separat erworben werden

- Technical-Cotton-Außenzelt
- Robust und atmungsaktiv
- Gute Innenausstattung
- Große Apside
- Abgedunkelte Schlafkabine
- Schlafkabine etwas zu düster
- Heizt sich schnell auf
- Etwas nerviger Auf- und Abbau
- Liegefläche recht kurz

- Ordentliche Verarbeitung
- Gutes Platzangebot
- Eine große Apside
- Zwei Eingänge
- Etwas nerviger Auf- und Abbau
- Sehr düstere Schlafkabine
- Recht heiß im Inneren

- Hochwertige Komponenten
- Leicht und klein verpackbar
- Guter Wetterschutz
- Einfacher Aufbau
- Nur eine relativ kleine Apside
- Raumverlust im Kopfbereich

- Wird aufgepumpt, schneller Auf- und Abbau
- Sehr geräumig
- Zwei getrennte, abgedunkelte Schlafkabinen
- Gute Durchlüftung
- Hohes Gewicht
- Teuer

- Sehr geräumig
- Alleine und einfach auf- und abzubauen
- Drei Eingänge
- Sehr große Apside
- Gute Durchlüftung
- Teuer

- Schneller Auf- und Abbau durch Regenschirm-Mechanismus
- Ordentlich verarbeitet
- Dunkle Kabine heizt sich nicht so stark auf
- Zwei Eingänge, große Apside
- Dunkler Innenraum drückt aufs Gemüt

- Recht leicht
- Einfacher Auf- und Abbau
- Gut verarbeitet
- Große Apside
- Nur ein Eingang
- (Zu) geringe Sitzhöhe
- Teuer

- Sehr leicht
- Super geringes Packmaß
- Schnell auf- und abgebaut
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden

- Sehr schnell auf- und abgebaut
- Innovative Konstruktion
- Hochwertig verarbeitet
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Kleines Packmaß, leicht

- Sehr schnell auf- und abgebaut
- Hochwertig verarbeitet
- Windstabil
- Kleines Packmaß, leicht
- Nur ein Eingang, nur eine Apside
- Für 2 Personen recht beengt

- Sehr leicht
- Extrem handliches Packmaß
- Einfacher Auf- und Abbau
- Gute Durchlüftung
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Wanderstöcke werden benötigt
- Stangen im Fußbereich passen nicht richtig

- Steht sehr stabil
- Gute Verarbeitung
- Relativ leicht und klein zu verstauen
- Aufbau dauert etwas länger
- Nur ein Eingang und eine Apside (kann je nach Witterung auch von Vorteil sein)

- Einfach auf- und abzubauen
- Kleines Packmaß
- Gut verarbeitet
- Apside
- Nur ein Eingang

- Teilbare, verdunkelte Schlafkabine
- Separater Wohnraum
- Drei Fenster
- Hochwertig verarbeitet
- Sehr teuer
- Aufbau alleine schwierig
- Großer Packsack, hohes Gewicht

- Einfacher Aufbau
- Hochwertig verarbeitet
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Kleines Packmaß
- Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz

- Sehr geräumig, Platz für drei Personen
- Riesige Apside
- Acht Innentaschen
- Hochwertige Materialien
- Einfacher Aufbau
- Gestänge sitzt ziemlich fest in Gestängekanälen
- Teuer

- Problemloser Auf- und Abbau
- Große Apside mit Boden
- Verdunkelte Kabine (heizt sich nicht ganz so stark auf)
- Gute Durchlüftung
- Recht schwer
- Für Großgewachsene evtl. etwas zu kurz

- Schneller Auf- und Abbau
- Geräumige Apside
- Gute Verarbeitung
- Kleines Packmaß, leicht
- Ordentliche Durchlüftung
- Bodenplane könnte etwas stärker sein

- Sehr leicht, sehr kleines Packmaß
- Hochwertig verarbeitet
- Innenzelt als Moskitoschutz nutzbar
- Geräumiger Vorraum

- Gut verarbeitet
- Zwei Eingänge
- Kleines Packmaß
- Ordentliche Belüftung
- Boden für Vorzelt
- Nur eine Apside

- Geräumig
- Ordentliche Apsidengröße
- Gutes Packmaß
- Lässt sich schnell auf- und abbauen
- Belüftung nicht optimal
- Defekte Naht

- Sehr kleines Packmaß, leicht
- Lässt sich schnell auf- und abbauen
- Innentaschen und Haken
- Kleine Apside
- Geringes Platzangebot
- Für Großgewachsene zu kurz
- Mittelmäßige Verarbeitung

- Recht einfacher Auf- und Abbau
- Sehr geräumige Apside
- Aluminiumbeschichtung
- Recht labiles Gestänge
- Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
- Loch im Vorzelt, Nähte der Tragetasche gerissen

- Extrem schneller Aufbau
- Günstig
- Solider Wetterschutz
- Funktioniert gut als Strandmuschel
- Material wirkt einfach
- Apsiden sehr klein
- Etwas windanfällig
- Liegefläche eher kurz

- Super leicht
- Extrem handliches Packmaß
- Einfach auf- und abzubauen
- Umlaufende Apside
- Nur ein Eingang
- Für 2 Personen sehr beengt
- Für größere Personen kein aufrechtes Sitzen möglich

- Sehr schneller Auf- und Abbau
- Innentasche und Haken
- Günstig
- Riecht unangenehm
- Verarbeitung und Materialien
- Kein Innenzelt
- Keine Apside
- etwas kurz
Wohn-/Vorraum: 200 x 385 x 200 cm
Wohnraum/Apside: 190 x 180 cm
Schlafkabinen (2): 260 x 140 cm
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Unterkunft zum Mitnehmen: Zelte im Test
Ein einzelner Radfahrer benötigt ein anderes Zelt als eine ganze Familie, in extrem windreichen Gebieten werden an ein Zelt andere Anforderungen als in schneereichen Regionen gestellt. Während es dem Wanderer auf ein extrem kompaktes Packmaß und kurze Aufbauzeit ankommt, macht sich der Motorradfahrer möglicherweise nicht über jedes Gramm Zusatzgewicht Gedanken, bevorzugt dafür aber eine megastabile Zelt-Konstruktion.
Für jedes Einsatzszenario gibt es Zelttypen, die ihre individuellen Stärken haben und deshalb eher geeignet sind als andere Zelte. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Zeltarten mit Vor- und Nachteilen vor.
Tunnelzelte sind leicht und geräumig
Tunnelzelte sind echte Raumwunder, weil ihre Wände steil verlaufen. Sie bieten ein starkes Raum-Gewichts-Verhältnis (welches aber auch von den verwendeten Materialien abhängt). Man bekommt sie in Ein-Personen-Varianten und für die Großfamilie. Zum Aufbau braucht es mindestens ein, meist aber mehrere parallel zueinander stehende Gestänge. Tunnelzelte können aus nur einem Raum oder auch aus mehreren Kabinen bestehen, etwa einem Wohnraum und einer separaten Schlafkammer. In vorgebauten Apsiden kann man kochen oder Gepäck verstauen, manche sind auch groß genug, um darin zu sitzen.
Dieser Zelttyp steht jedoch nicht alleine, er benötigt Heringe und Sturmleinen, weshalb die Stellfläche in der Regel größer dimensioniert sein sollte. Aufgrund der großen Seitenfläche ist das Tunnelzelt zudem recht windanfällig. In Windrichtung aufgebaut und sicher verspannt, trotzt das Tunnelzelt aber auch hohen Windstärken ohne Probleme.

Kuppel- bzw. Igluzelte sind sehr beliebt und weit verbreitet. Sie lassen sich schnell aufbauen und bestehen aus zwei sich kreuzenden Gestängebögen. Igluzelte sind mit angebauten Apsiden erhältlich, haben einen oder zwei Eingänge und bieten einen guten Kompromiss aus Gewicht, Platzangebot und Stabilität. Allerdings verlieren sie im Kopfbereich durch ihre Form an Raum, weshalb moderne Varianten hier gerne ein weiteres Gesänge einbauen, das den Kopfbereich weiter aufspannt.
Eine der Stärken: Kuppelzelte stehen alleine auch ohne Heringe und Leinen und lassen sich problemlos verstellen. Bei Schnee und Sturm sind sie grundsätzlich stabiler als Tunnelzelte und beherbergen zwischen einer und fünf Personen. Kuppelzelte lassen sich je nach Bauart klein verstauen und sind solide Allrounder.

Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich so genannte Wurfzelte. Hier ist der Name Programm: Es genügt, das Zelt aus seiner Tasche herauszunehmen und vor sich auf die Wiese zu werfen. Keine zwei Sekunden später hat sich das Zelt eigenständig entfaltet und aufgebaut.
Wurfzelte haben in der Regel eine Kuppelform und sind speziell bei Kindern und Jugendlichen beliebt, aber auch bei Erwachsenen, die ihre Behausung blitzschnell nutzen wollen, ohne sich erst noch um das Zusammenstecken und Einfügen von Gestängen sowie um den Aufbau des Zeltes kümmern zu müssen.
Wurf- bzw. Pop-up-Zelte stehen zwar extrem zügig, brauchen aber Übung, um sie wieder zu verpacken. Dazu passen sie in keine klassische Transporttasche – sie werden vielmehr kreisrund verpackt. Die Taschen haben einen Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern und können so beispielsweise nicht im Rucksack oder kaum auf dem Gepäckträger eines Fahrrads transportiert werden.

Beim First- bzw. Giebelzelt, das ein klassisches Haus nachbildet, handelt es sich um einen sehr alten Zelttyp. Es lässt sich quasi in jeder beliebigen Größe konzipieren und eignet sich damit nicht nur für eine Person, sondern bei Bedarf auch für ganze Schulklassen.
Gegenüber modernen Zeltformen hat das Firstzelt jedoch viele Nachteile. Durch die schrägen Zeltwände ist die Raumausnutzung nicht optimal, zudem stören die Haltestangen im Eingangsbereich. Firstzelte sind zudem sehr windanfällig und verfügen häufig über kein zusätzliches Innenzelt, wodurch Kondenswasser ein Problem ist. Apsiden lassen sich nur separat anbauen.

Mit der teuerste Zelttyp ist der sogenannte Geodät, der in der Regel bei professionellen Expeditionen zum Einsatz kommt. Ein Geodät ähnelt einem Kuppelzelt, allerdings kreuzen sich die Gestänge hier nicht nur einmal, sondern mindestens zweifach. Dadurch wird das Zelt extrem stabil und kann hohe Windgeschwindigkeiten aushalten.
Geodätzelte stehen frei, richtig fest verankert und verzurrt ist man in ihnen selbst bei Schneefall und Sturm sicher. Dieser Zelttyp fühlt sich unter Extrembedingungen richtig wohl.

Neben Pyramidenzelten bzw. Tipi-Zelten, die viel Platz dank großer Grundfläche bieten, werden seit einiger Zeit auch erste Luftzelte am Markt angeboten. Diese verwenden mit Luft gefüllte Schläuche als Gestänge. Der Auf- und Abbau gelingt dadurch relativ schnell, defekte »Gestänge« können problemlos repariert werden. Die Windanfälligkeit ist jedoch deutlich höher als bei Zelten mit Fieberglas- oder Aluminiumgestänge.
Darauf müssen Sie beim Zeltkauf achten
Die Frage, die Sie sich beim Zeltkauf zuerst stellen müssen: Für welchen Einsatzzweck benötigen Sie das Zelt? Brauchen Sie ein Familienzelt für den Campingplatz, einen leichten Allrounder, der aufs Fahrrad und in den Rucksack passt, ein Festival-Zelt, das blitzschnell steht, oder ein Expeditionszelt für schneereiche oder sehr windige Gegenden? Je nachdem können Sie festlegen, ob Sie sich für ein Kuppel-, ein Tunnel-, ein Wurf- oder ein Geodätzelt entscheiden sollten. Mit Tunnel- und Igluzelt haben Sie die meisten Möglichkeiten und sind sehr flexibel.
Vergleichen Sie Gewicht und Packmaß
Der nächste Aspekt ist die Frage nach der Anzahl der Personen, die im Zelt schlafen wollen. Sind Sie alleine unterwegs, im Zweier-Team, mit Kind oder in größerer Runde? Genügt ein Wohnraum oder macht eine separate Schlafkabine Sinn? Für Einzelpersonen gibt es zum Trekking super Leichtgewichtzelte, die kaum Platz benötigen. Wenn Sie sich für den Zelttyp und die Größe entschieden haben, vergleichen Sie Gewicht und Packmaß. Die Unterschiede sind hier zum Teil erheblich. Beim Wandern macht sich jedes zusätzliche Kilo relativ schnell auf dem Rücken bemerkbar. Beim Campen macht ein Kilo mehr oder weniger selten einen Unterschied, aber auch der Platz im Kofferraum ist eventuell begrenzt.
Lassen Sie sich bei Zelten nicht von den Außenmaßen täuschen. Die Innenkabinen sind immer kleiner. Vorbauten können hier enorm viel Platz schlucken. Planen Sie bei der Länge mindestens 30 Zentimeter zu Ihrer Körpergröße hinzu – nichts ist nerviger, als wenn Sie dauernd an der Zeltwand hängen. Pro Person sollte man eine Mindestbreite von 50 bis 60 cm einkalkulieren, sonst wird es wenig komfortabel. Reguläre Standard-Isomatten haben eine Breite von 51 cm. In der Large-Größe sind es schnell 63–66 cm. Am besten macht man die Breite von der Größe und Menge der Isomatten abhängig, die hinein sollen.
Bevor wir uns dem Material widmen, stellen wir zunächst noch einige allgemeine Aspekte vor. Falls Sie alleine unterwegs sind, genügt wahrscheinlich ein Eingang. Ab zwei Personen können zwei Eingänge sinnvoll sein, auch das Durchlüften gelingt dann effektiver. Wir finden Apsiden ein extrem nützliches Extra. Diese kleinen Anbauten eignen sich unter anderem zum Kochen bei schlechtem Wetter. Hier können Sie auch Gepäck verstauen oder schmutzige Schuhe abstellen. Sie werden glücklich sein, wenn Sie diese nicht mit ins Zelt nehmen müssen. Eine Apside ist praktisch, zwei sind bei Mehr-Personen-Zelten zu empfehlen.
Innen- und Außenzelt sind Pflicht
Ebenfalls unabdingbar bei einem modernen Zelt sind Innen- und Außenzelt. So wird verhindert, dass Kondenswasser ins Zeltinnere tropft und beispielsweise den Schlafsack durchnässt. In sehr warmen und trockenen Regionen wird man es schätzen, wenn man das Außenzelt schnell demontieren kann, um sehr luftig zu übernachten, aber trotzdem vor Moskitos und Insekten geschützt zu bleiben.
Falls Sie im Winter reisen möchten, achten Sie darauf, dass sich das Außenzelt bis zum Boden hinunterziehen lässt. So wird das Hereinwehen von Schnee verhindert.
Auch wenn man es zunächst als unwichtig erachtet: Die Farbe des Zeltes entscheidet nicht nur darüber, ob man gut getarnt ist oder perfekt gesehen wird (wichtig, wenn man beispielsweise auf einer Expedition unterwegs ist, hier kann eine Signalfarbe im Notfall über Leben und Tod entscheiden). Farben sind auch mit dafür verantwortlich, ob sich der Innenraum schneller aufheizt, und haben zudem Auswirkungen auf die Psyche. Warme Farbtöne verschaffen eine freundliche und angenehme Atmosphäre, während Blau beispielsweise nachgesagt wird, eine eher etwas bedrückende Stimmung zu verursachen. Sehr düstere Zelte sind zwar toll, weil sie nachts das Licht draußen halten, sind aber tagsüber bedrückend und machen es schwer, ohne Lampe in ihnen etwas zu finden.
Nahezu jeder Hersteller gibt für seine Zelte eine Wassersäule an. Dieser Wert informiert darüber, ab welchem Wasserdruck das Gewebe wasserdurchlässig wird. Eine Zelthaut sollte mindestens 1.500 Millimeter Wassersäule aushalten, damit sie als wasserdicht gilt. Ein höherer Wert ist ratsam. Beim Zeltboden empfehlen wir eine Wassersäule von mindestens 5.000 Millimetern. Allein wenn man sich hinkniet, verursacht das Knie auf nassem Boden einen immensen Druck auf die Plane.
Bei den Materialien kommen heute überwiegend Nylon und Polyester fürs Außenzelt zum Einsatz, im Idealfall mit Polyurethan- oder Silikon-Beschichtung. Silikon-Beschichtungen gelten als hochwertiger und langlebiger. Sie verleihen auch Zelten mit geringerer Wassersäule dauerhaft einen besseren Nässeschutz. Polyester ist leicht, reiß- und scheuerfest, dehnt sich nicht bei Nässe, trocknet schnell und ist zudem pflegeleicht. Polyamid (Nylon) hat ähnlich gute Eigenschaften, kann sich bei Nässe jedoch dehnen, ist aber nochmals leichter. Wurde ein Nylonstoff im so genannten Ripstop-Verfahren durch stärkere Kett- und Schussfäden verarbeitet, dehnt er sich bei Nässe kaum noch und die Reißfestigkeit steigt. Eine Silikonisierung als Beschichtung steigert zudem die UV-Beständigkeit und die Scheuerfestigkeit.
Achten Sie darauf, dass Ihr neues Zelt einen wannenartigen Boden hat. Speziell in sehr regenreichen Gebieten wird Ihr Zelt nicht so leicht überschwemmt. Außerdem wird verhindert, dass Schmutz in das Zeltinnere geweht wird.

Kontrollieren Sie, ob die Nähte exakt sind. Bei hochwertigen Zelten sollten die Stiche präzise sein. Doppelkappnähte sind zu empfehlen, bei denen der Faden durch vier Gewebeschichten verläuft. Bei teuren Zelten sollten speziell behandelte bzw. mit Baumwolle ummantelte Polyesterfäden verarbeitet werden. Vorteil: Werden diese nass, quellen sie auf und verschließen die Nadelstichlöcher, wodurch das Eindringen von Feuchtigkeit erschwert wird. Bei guten Zelten sind die Nähte zusätzlich getaped. Bei nicht getapten Nähten empfiehlt es sich, mit einem Nahtdichter nachzuhelfen.

Günstigere Zelte haben Gestänge aus Fiberglas. Diese Zeltstangen sind schwerer und nicht so haltbar wie Aluminiumgestänge, die deutlich weniger wiegen. Je glatter das Gestänge ist, desto leichter gleiten die Stangen durch die Kanäle im Stoff. Auch hier ist Aluminium deutlich im Vorteil. Falls Sie Gewicht sparen wollen, investieren Sie in Heringe aus Aluminium. Gegenüber billigeren Heringen aus Stahl können Sie einige Gramm weniger auf der Waage ablesen. Alu-Heringe in V- oder X-Form halten zudem besser in weichen, sandigen Böden.
Die richtige Zeltpflege
Das Gute vorneweg: Zelte muss man in der Regel nicht wie eine Regenjacke nachimprägnieren. Denn Zelte arbeiten für den Wetterschutz mit einer Beschichtung aus entweder PU oder Silikon. Silikonbeschichtungen gelten als etwas hochwertiger, da sie geschmeidiger sind, weniger leicht verkleben und flexibler sind. Aber auch PU-Beschichtungen verrichten einen super Job und stehen Silikon in nicht viel hinterher.
Vor dem Wegpacken und der Lagerung des Zeltes empfiehlt es sich, es zu lüften und ordentlich trocknen zu lassen. Ein feuchtes Zelt kann Schimmel ansetzen, ein nicht gelüftetes muffig werden. Da synthetische Stoffe auf Dauer unter UV-Einstrahlung leiden, sollte man das ruhig an einem schattigen Plätzchen machen. Wer zu Hause chronischen Platzmangel hat, kann das Zelt verpackt lagern (es tut ihm aber gut, hin und wieder ausgepackt zu werden). Eine offenere Lagerung tut dem Zelt gut, denn das reduziert die Gefahr, dass die Beschichtung verklebt.
Kritische Stellen, wie Nähte, sollte man vor dem Urlaub checken und sie eventuell nachbehandeln. Generell lohnt es sich, das Zelt vor dem Urlaub mal aufzubauen und auf Schäden und Vollständigkeit zu prüfen.
Unsere Favoriten
Robens Lodge 3 Exp

- Starkes Gewichts-Platzverhältnis
- Zwei große Eingänge mit eigener Apside
- Hochwertige Komponenten und Verarbeitung
- Starke Ausstattung
- Gute Belüftung
- Reißverschlüsse am Außenzelt nicht umlaufend.
Im Robens Lodge 3 Exp haben wir das beste Allround-Zelt in unserem Test-Lineup gefunden. Egal, ob man zum Campingurlaub aufbricht oder eine lange Wandertour durch Skandinavien geplant hat, wir können das Robens empfehlen. Warum? Weil es einerseits die Qualität und Transportfähigkeit für Trekkingabenteuer mitbringt, andererseits aber auch ein super Platzangebot liefert, um sich beim Campen ausbreiten zu können.

Je nachdem, was man von dem Zelt mitschleppt, kommen 3,2 bis 3,5 Kilogramm zusammen. Ultraleicht ist das zwar nicht, aber auf zwei bis drei Personen verteilt trägt es sich trotzdem gut. Am Abend wird man dafür mit einem einfachen Aufbau, viel Platz und einem super Wetterschutz belohnt.
Da das Innenzelt nicht nur 165 cm breit, sondern auch 225 cm lang ist, stoßen selbst große Menschen nicht an. Der Platz im Inneren reicht für drei Personen aus. Für zwei Personen oder Eltern mit einem Kind ist er sehr großzügig bemessen. Beim Wandern echter Luxus, beim Campen ausreichend, damit man sich ordentlich ausbreiten kann.
Dazu kommen zwei separate Eingänge. Dank ihnen kann man nachts raus, ohne den Partner zu stören. Die Eingänge sind seitlich angebracht, wodurch sie weitflächiger gestaltet werden können. Zu jedem Eingang gehört eine ausreichend große Apside. Klar, die sind nicht so groß wie bei einem »richtigen« Familien-Campingzelt, aber an Gewicht, Packmaß und Vielseitigkeit gemessen sind sie schön geräumig und gut nutzbar.
Das Lodge 3 Exp ist als Kuppelzelt mit einer guten Innenhöhe von 120 cm designt. Es beseitigt aber auf clevere Art ein klassisches Problem von Kuppelzelten: den sehr eng und schmal zulaufenden Kopfbereich. Dafür spannt man beim Aufbau eine zusätzliche Firststange oben in die Kuppel, wodurch das Zelt weiter aufgespannt wird. Das vergrößert nicht nur den Innenraum, sondern hält auch die Apsiden weiter geöffnet.
Für den Aufbau muss man nur wenige Minuten veranschlagen, weil das Innenzelt einfach ans Gestänge geklippt wird. Anschließend braucht man nur noch das Außenzelt drüberziehen und einhängen und schon steht das Zelt. Obwohl das Zelt so schon frei steht, empfiehlt es sich trotzdem, es mit ein paar Heringen zu fixieren, um die Zeltwände und Apsiden straff zu spannen. Da man das Innenzelt auch alleine aufstellen kann, lässt sich darin eine warme Nacht auch nur sehr luftig verbringen.
In den Ecken des Innenzelts finden wir jeweils zwei Innentaschen. Oben in der Kuppel spannt sich zudem eine kleine Wäscheleine und es ist ein Haltenetz eingehängt, in dem man nasse Wäsche, eine Lampe oder sonstigen Kleinkram schnell zur Hand hat. Ein weiteres starkes Feature sind die Abdeckungen, die man über das Mesh der Zelttüren zippen kann. Wenn es mal kühler ist, sperrt man so besser den Wind aus. Ansonsten lässt man sie offen und zusammen mit den aufstellbaren Belüftungsöffnungen kommt genug Luft ins Zelt.
Das Außenzelt aus Recyclingmaterial hat eine Wassersäule von 5.000 mm, der Boden starke 10.000 mm; im Windtest hat das Zelt laut Hersteller 112 km/h erreicht. Wir hatten das Zelt bei starkem Regen und heftigem Wind im Garten stehen, ohne Nässe ins Innere zu bekommen. Hochwertige Aluminium-Gestänge runden die wirklich gute Materialauswahl ab.
Preislich befindet sich das Lodge 3 Exp in einem für seine Klasse sehr fairen Bereich. Wer hier zuschlägt, bekommt viel Zelt und viele Möglichkeiten für seinen nächsten Urlaub. Fast egal, was geplant ist.
Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black

- Extrem schneller Auf- und Abbau
- Wärmereduzierende Außenhaut
- Zwei Apsiden
- Sehr gute Durchlüftung
- Ungemütlich durch schwarzen Innenraum
Während klassische Wurfzelte häufig im Durchmesser ein sehr ungünstiges Packmaß haben und sich kaum für Wanderer oder Radfahrer eignen, lässt sich das Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black mit 59 × 20 Zentimetern auch ganz bequem am/im Rucksack oder auf dem Gepäckträger verstauen. Das Zelt ist damit für Outdoor-Einsätze noch vielseitiger zu verwenden. Mit 4,7 Kilo ist das Quechua freilich kein Leichtgewicht.

Als Hauptmaterial kommt beim Faltzelt 100 Prozent Polyester zum Einsatz, zusätzlich verwendet der Hersteller Polyoxymethylen und Glasfaser. Das Außenzelt hat eine Wassersäule von 2.000 Millimetern, der Kabinenboden von 5.000 Millimetern. Decathlon hat das Zelt im Windkanal getestet und gibt eine Empfehlung bis 50 Stundenkilometer, was Windstärke 6 entspricht.
Vom Aufbau sind wir absolut begeistert. Nach dem Herausholen aus dem Packsack muss man lediglich an zwei roten Schlaufen ziehen – das Zelt entfaltet sich dann wie ein Regenschirm. Die Bezeichnung »2 Seconds« trägt das Quechua damit absolut zu Recht in seinem Namen. Es ist selbsttragend, Heringe sind lediglich erforderlich, um die beiden Apsiden abzuspannen. Das Kuppelzelt ist von beiden Seiten durch geräumige Türen zugänglich. Die Eingänge der Innenkabine bestehen zur Hälfte aus einem Moskitoschutz und zur anderen Hälfte aus einem atmungsaktiven Mesh-Material.

In den beiden Vorzelten kann man Schuhe und kleinere Rucksäcke verstauen. Die Innenkabine ist komplett schwarz. Das muss man mögen, wir stehen eher auf frische und helle Farben. Quechua verspricht eine 99-prozentige Dunkelheit selbst bei Tageslicht. Kann man beispielsweise aufgrund starken Regens die Türen nicht öffnen, muss man auch tagsüber im Inneren mit einer Taschenlampe hantieren, um etwas zu sehen. Langschläfern dürfte die Dunkelheit im Zelt jedoch gefallen.
99-prozentige Dunkelheit auch am helllichten Tag
Das silberne Außenzelt soll Sonnenlicht reduzieren und ein zu starkes Aufheizen des Innenbereichs verhindern. Die Kabine ist 205 x 145 Zentimeter groß – sehr große Personen, die sich richtig lang machen, berühren wahrscheinlich mindestens eine der Wände. Die Nutzhöhe von 110 Zentimetern ermöglicht entspanntes, aufrechtes Sitzen.

Eine Person mit richtig viel Gepäck kann sich platzmäßig im 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black so richtig austoben. Bei zwei Personen sollte man checken, ob man sich hier auch mit Equipment noch wohlfühlt. Eine Version für drei Personen ist Decathlon zufolge angedacht.
Die Durchlüftung gelingt problemlos – einerseits durch zwei geräumige gegenüberliegende Türen, andererseits durch zwei mechanische Belüftungsöffnungen. Die Bodenwanne ist etwas hochgezogen und verhindert hereinlaufendes Regenwasser. An den beiden Kopfenden befindet sich jeweils eine Tasche. Eine Schnur in der Mitte des Zelts erlaubt das Aufhängen von Gegenständen.
Die Materialqualität ist insgesamt für diese Preisklasse um die 100 Euro absolut in Ordnung. Decathlon wirbt auf seiner Homepage damit, dass alle Quechua-Zelte zu 100 Prozent reparierbar sind. Die Schlafkabine ist übrigens am Fiberglasgestänge eingehakt. Bei Bedarf kann man diese entfernen, um nur das Außenzelt zu nutzen.

Die gute Nachricht: Das Faltzelt lässt sich genauso schnell abbauen und verstauen, wie es sich aufbauen ließ. Ein Druck auf zwei Knöpfe in der Außenhülle genügt, und das 2 Seconds Easy 2 faltet sich zusammen. Mit wenigen Handgriffen verschwindet das Zelt im geräumigen Packsack. Per Gummizug kann man diesen komprimieren, sodass sich das Volumen effektiv verkleinert.
Wer Angst hat, dass Unbekannte nachts auf die beiden Knöpfe drücken und so das Zelt zum Einsturz bringen: Wickelt man die Schnur jeweils rundherum um den jeweiligen Knopf, ist es nicht mehr möglich, diesen zu betätigen.
Wer zum gelegentlichen Übernachten beispielsweise auf Konzerten oder für Kurztrips ein Zelt sucht, das auch noch in den Rucksack oder auf den Gepäckträger passt, findet im Quechua 2 Seconds Easy 2 Fresh & Black ein extrem spannendes Modell. Schneller lässt sich ein vollwertiges Zelt mit zwei Eingängen, vernünftiger Verarbeitungsqualität und solidem Platzangebot nicht aufbauen.
Salewa Denali II
Ob beim Wandern, Radfahren oder Camping – das Salewa Denali II ist ein tolles Kuppelzelt mit zwei Eingängen und zwei Apsiden. Mit einem Gewicht von 2,4 Kilo und einem geringen Packmaß von 47 x 20 x 14 Zentimetern gibt es keinen Grund, das Salewa nicht überall dabei zu haben. Zudem ist die faltbare Unterkunft für rund 200 Euro erschwinglich.

Das Zelt ist auch als identisches Modell Denali III und Denali IV mit entsprechend mehr Platz erhältlich. Wem das Konzept dieses Zelts gefällt, muss sich nur noch für die optimale Größe entscheiden.
Das Kuppelzelt ist für drei Jahreszeiten konzipiert – nur im Winter bei Schnee sollte man sich nach einer anderen Behausung umschauen. Das Außenzelt besteht aus beschichtetem 68D-Polyester-Ripstop, bei der Innenkabine setzt Salewa auf 50D-Polyester-Ripstop, und für den Boden kommt 70D-Nylon zum Einsatz.
Die Materialien sind sehr reißfest, leicht und robust, die Nähte sitzen exakt. Für den Boden gibt es eine separate Plane, die wir empfehlen. Denn bei steinigem Untergrund ist dieser dann einfach besser geschützt.

Aluminium wird bei den Zeltstangen und bei den Heringen verwendet. So sind die drei mit Gummiband verbundenen Gestänge-Elemente ebenfalls sehr leicht. Auf sehr hartem Boden sollte man noch stabilere Heringe dabeihaben, sonst besteht die Gefahr, dass sich die Salewa-Helfer verbiegen.
Im ersten Schritt baut man die Innenkabine auf. Dazu werden die Alu-Stangen durch kurze Gestängekanäle geschoben und außen in Metallösen fixiert. Die Stangen laufen über Kreuz. Jetzt wird das Innenzelt mit Kunststoffclipsen aufgehängt. Die kurze Alustange dient dazu, dem Dach die nötige Spannung zu geben.
Nach fünf Minuten steht das Denali II
Final wird nur noch das Außenzelt über das Innenzelt geworfen und unten an den Gestänge-Enden befestigt. Als Kuppelzelt steht das Salewa eigenständig. Die Sturmleinen optimieren lediglich die Standfestigkeit, zudem werden die beiden Lufteinlassöffnungen in Form gebracht. Auch die Apsiden erhalten erst ihre Form, wenn sie mit Heringen abgespannt werden.
Ohne einen Blick in die Anleitung zu werfen, ist das Denali II im Test nach fünf Minuten aufgebaut. Einen Helfer benötigt man nicht.
Wer alleine reist, hat im 2,10 Meter langen und 1,20 Meter breiten Denali jede Menge Platz – für sich selbst und für sein Gepäck. Reist man zu zweit, profitiert man vom Privileg, dass jeder seinen eigenen Eingang und eine eigene Apside hat. 60 Zentimeter sind nicht üppig, reichen aber aus – wenn man das Gepäck in den beiden Vorräumen unterbringt. Das Denali III ist 1,80 Meter breit, das Denali IV kommt gar auf 210 x 220 Zentimeter.
Die Innenhöhe beim von uns getesteten Denali II beträgt einen Meter. So kann man entspannt sitzen, ohne den Dachhimmel zu berühren.

Die Apsiden sind jeweils 60 Zentimeter tief und haben eine Fläche von 0,7 Quadratmetern. Rucksäcke und Schuhe finden hier Platz – und wenn man vorsichtig ist, kann man sich in den Vorräumen auch eine Mahlzeit kochen. Ob man die linke oder die rechte Seitenplane der Apsiden aufrollt, bleibt einem selbst überlassen.

Freundliche Atmosphäre
Im Innenraum des Zelts fühlt man sich pudelwohl. Die gelbe Farbe erzeugt eine sehr angenehme und freundliche Atmosphäre, auch an Regentagen wird man hier nicht depressiv.
Kleiner Nachteil: Das Gelb zieht Insekten an. Deshalb sollte man immer die Moskitonetze geschlossen halten. Die beiden Türen bestehen jeweils komplett aus einem Moskitonetz. Durch zwei Reißverschluss-Zipper kann man die Türen sehr flexibel öffnen.
Die Belüftung gelingt im Denali II vorzüglich. Neben den beiden Türen stehen zusätzlich zwei seitliche Belüftungen in der Zeltplane mit Reißverschlüssen parat. So kann man je nach Temperaturen und Witterungsbedingungen dezent oder radikal lüften und für frische Luft im Innenraum sorgen.
Wer Kleidung zum Trocknen aufhängen möchte, kann dazu die im Deckenbereich gespannte Schnur nutzen. Der Boden ist wannenförmig nach oben gezogen, damit kein Regenwasser hereinlaufen kann. Wir hatten unser Salewa-Zelt zwei Tage hintereinander im Dauerregen aufgebaut. In den Innenbereich drang keine Feuchtigkeit ein. Dank der Polyurethan-Beschichtung perlt Wasser effektiv von der Außenhaut ab.
Für ein Zelt in der Preisklasse um die 200 Euro stimmen beim Denali II sowohl die Verarbeitung als auch die Materialien. Die Reißverschlüsse sind robust, die Nähte sitzen sauber, und auch das Gestänge macht einen stabilen Eindruck. Der qualitative Unterschied zu einem Zelt, das für 80 bis 100 Euro weniger angeboten wird, ist mehr als deutlich.

Nach dem Abbauen verschwindet das Zelt wieder blitzschnell im Packsack – alles zusammen ist innerhalb weniger Minuten erledigt.
Für uns ist das Salewa Denali II ein tolles Kuppelzelt für vielseitige Einsatzzwecke. Klassisches Camping ist genauso möglich wie eine Wanderung im Gebirge oder eine mehrtägige Trekking-Radtour. Preis, Qualität und Platzangebot stimmen – schließlich hat man mit Denali II, Denali III und Denali IV die freie Auswahl.
Tatonka Rokua 2

- Sehr geräumig
- Zwei Eingänge, zwei Apsiden
- Kleines Packmaß, leicht
- Einfacher Auf- und Abbau
- Sehr gute Belüftung
- Teuer
Keine Frage, das Tatonka Rokua 2 ist kein günstiges Tunnelzelt, das man sich mal eben für den nächsten Wochenendtrip holt. Wer dieses Zelt besitzt, wird aber garantiert nicht enttäuscht: Platzangebot, Verarbeitungsqualität und Aufbau sind top und jeden Euro wert.
Das Rokua 2 bringt gerade mal 2,6 Kilo auf die Waage und benötigt verpackt lediglich 55 x 20 Zentimeter. Aufgebaut ist das Tatonka aber ein richtig großes Zelt mit zwei Eingängen und zwei geräumigen Apsiden. Das Außenzelt kommt auf stattliche 4,30 Meter in der Länge. Die Innenkabine ist angenehme 2,40 Meter lang und 1,50 Meter breit – zu zweit kann man es sich hier gutgehen lassen. Die Deckenhöhe des Zeltes von einem Meter reicht zum entspannten Sitzen aus.
Das Raumgefühl im Rokua 2 mit weißem Dachhimmel ist super angenehm und luftig. Hier hält man notfalls auch mal einen Regentag aus, ohne unter Platzangst leiden zu müssen.

Das Zelt-Material macht einen extrem hochwertigen Eindruck, ist leicht und reißfest. Zum Einsatz bei der Zeltplane kommt fünffach silikonbeschichtetes Nylon-6.6-Ripstop-Gewebe mit 20 Denier Faserstärke. Das Innenzelt ist aus luftdurchlässigem Nylon-Ripstop-Gewebe gefertigt und der Zeltboden aus PU-beschichtetem Nylon schützt mit 10.000 Millimeter Wassersäule vor Nässe von unten. Das Außenzelt weist eine Wassersäule von 3.000 Millimetern auf.
Außenzelt und Innenzelt bereits miteinander verbunden
Das Außenzelt und die Innenkabine sind miteinander verbunden, der Aufbau erfolgt also in einem Arbeitsgang. Dazu müssen drei 8,6 Millimeter starke und sehr leichte Alustangen durch Gestängekanäle geschoben werden. Auf der einen Seite haben diese einen festen Anschlag, auf der anderen Seite werden diese jeweils in einen kleinen Kunststofffuß gesteckt. Die Mittelstange ist etwas länger als die beiden außenliegenden Gestängebögen, hier wäre eine farbliche Markierung hilfreich.
Als Tunnelzelt steht das Rokua 2 nicht alleine, deshalb muss es mit den Aluheringen am Boden befestigt und anschließend mit den reflektierenden Abspannleinen verspannt werden. Das gelingt alleine mühelos und ist eine Sache weniger Minuten. Für einen perfekten Stand muss man das Zelt nach dem Aufbau noch ein wenig nachspannen, was durch die Tatonka-Konstruktion aber sehr einfach zu realisieren ist. Klasse: Werden die Sturmleinen nicht benötigt, kann man diese sauber in kleinen Taschen am Außenzelt verstauen.

Die beiden Apsiden vor den Eingängen sind jeweils knapp einen Meter tief: Schuhe und Rucksäcke finden hier Platz, und auf dem Gaskocher lässt sich bei Regen das Mittag- oder Abendessen zubereiten.
Der Eingangsbereich ist jeweils sowohl durch einen Reiß- als auch durch einen Klettverschluss gesichert. Das Innenzelt verfügt über großzügige Moskitonetz-Türen, eine hochgezogene Bodenwanne und vier Taschen zum Verstauen von Kleinigkeiten. An der Decke verlaufen zwei Schnüre, etwa um eine leichte Lampe oder Kleidungsstücke aufzuhängen.

An beiden Seiten sind im Außenzelt zwei Lüfter integriert. Zusammen mit den beiden Eingängen lässt sich das Tunnelzelt perfekt belüften. Selbst an heißen Tagen kann man einen Hitzestau vermeiden. Sind beide Türen geöffnet, zieht eine angenehme Brise durch das Innenzelt.

Tatonka bietet eine passende Zeltunterlage an. Auf steinigem Terrain ist diese Anschaffung sinnvoll. Ansonsten macht der Boden aus 70den Nylon Taffeta 190T PU einen recht robusten Eindruck.
Falls man das Rokua 2 im Regen abbaut, ist es möglich, das Innenzelt auszuhängen und trocken zu verstauen. Beim nächsten Zeltaufbau wird dann das Außenzelt zuerst errichtet, anschließend wird das trockene Innenzelt eingehängt.
Verstärkte Eckpunkte
Die Qualität des Tunnelzelts ist insgesamt absolut überzeugend. Schon wenn man das Außenzelt in der Hand hält, merkt man die gute Verarbeitung und das hochwertige Material – günstigere Zelte können hier nicht mithalten.
Wasser perlt wunderbar an der Zeltplane ab, einen heftigen Regenschauer überstand das Zelt ohne geringste Schwierigkeiten.
Ein Plus sind auch die verstärkten Eckpunkte mit Gurtbandschlaufen. Die Sturmleinen sind massiv am Außenzelt befestigt, an der Belüftungshaube sitzen sogar drei Befestigungspunkte.
Abgebaut verschwindet das Tunnelzelt blitzschnell wieder im Packsack, das Material lässt sich wunderbar stopfen. Der Packsack landet anschließend im Rucksack oder auf dem Gepäckträger des Fahrrads, durch das geringe Gewicht macht er sich hier kaum bemerkbar.

Verarbeitung, Platzangebot, Gewicht, Material, zwei Eingänge, zwei Apsiden sowie einfacher Auf- und Abbau – das Tatonka Rokua 2 liefert viele Argumente zum Kauf. Ja, das Zelt ist teuer. Aber wir sind sicher, dass sich die Investition über die Jahre amortisiert.
Skandika Hammerfest 4 Plus

- Extrem geräumig
- Zwei getrennte, abgedunkelte Schlafkabinen
- Bodenplane
- Unproblematischer Auf- und Abbau
- Aufbau alleine schwierig
- Recht hohes Gewicht
Schlafen, wohnen, gemütlich zusammen sein: All das ist in einem Familienzelt enorm wichtig, wenn man viel Zeit mit seinen Liebsten verbringt. Skandika hat mit dem Hammerfest 4 Plus ein sehr geräumiges und preiswertes Kuppelzelt für vier Personen mit intelligentem Raumkonzept und jeder Menge Komfort konzipiert.
Zum Preis von knapp 200 Euro ist das Skandika ein erschwingliches Familienzelt. Viel günstiger käme man für vier Personen in zwei Hotelzimmern auch nicht weg – für gerade mal eine Nacht. Wir sind erstaunt, dass die Tasche mit 70 x 26 x 26 Zentimetern noch vergleichsweise klein ausfällt, schließlich steckt hier richtig viel Zelt drin. Auch das Gewicht von 11 Kilo ist noch akzeptabel – im Notfall lässt sich diese Herberge sogar auf dem Gepäckträger eines Fahrrads transportieren.

Den Namen Hammerfest hat Skandika nicht zufällig gewählt. Hammerfest gilt als eine der nördlichsten Städte der Welt – das himmelblaue Familienzelt soll die Farben des Meeres und des Himmels symbolisieren.
Gefertigt ist das Kuppelzelt außen aus Polyester, auch das Innenzelt besteht aus demselben Material. Dazu kommt der schwarze Zeltboden aus Polyethylen. Die Zeltnähte sind versiegelt, die Außenhaut ist zusätzlich mit Polyurethan beschichtet. Als Wassersäule gibt der Hersteller 3.000 Millimeter an. Beim Gestänge kommt 9,5 Millimeter starkes Fiberglas zum Einsatz, die Aufstellstangen für die Vordächer sind aus 16 Millimeter starkem Stahl gefertigt.

Die Schlafkabinen und der Vorbau müssen mit Leinen gespannt werden, erst dann stehen diese. Die eigentliche Kuppel hingegen ist eigenstabil. Die beiden schwarzen Schlafkabinen werden über Clips eingehängt, das funktioniert total unkompliziert. Und der große schwarze Zeltboden wird ebenfalls an einigen Befestigungspunkten gesichert. Das hat den Vorteil, dass dieser kaum verrutscht und gut fixiert ist. Die Schlafkabinen verfügen über einen eigenen Boden.
Richtig gut gefallen uns die massiven Heringe. Durch den abgeflachten Kopf lassen sich diese problemlos auch in härtere Böden einschlagen. Der grüne Aufsatz hilft dabei, die Heringe wieder ohne allzu großen Aufwand aus dem Boden zu ziehen.
Die Abmessungen des Hammerfest 4 Plus sind stattlich. Das Gesamtmaß beträgt 500 x 385 Zentimeter. Hiervon entfallen auf die beiden Schlafkabinen jeweils 200 x 150 Zentimeter. Unter der Kuppel, im Herzstück des Zentrums, haben die Bewohner eine Fläche von 200 x 220 Zentimetern für Sitzmöbel, zum Spielen und Essen. Dazu kommt noch der große Vorbau mit 200 x 165 Zentimetern . Auch an Regentagen hält man es im Skandika-Zelt problemlos aus, ohne sofort unter einem Lagerkoller zu leiden.
Die Schlafkabinen aus schwarzem Stoff sind super abgedunkelt, worüber sich Langschläfer freuen dürften. Hochgezogene Bodenwannen schützen im Extremfall vor Wassereinbruch, große Türen erleichtern den Zugang zum Schlafgemach. Moskitonetze halten nervige Insekten ab. Ist man nur zu zweit unterwegs, kann man bei Bedarf auch eine Schlafkabine aushängen und somit den Wohnbereich vergrößern.
Das Hammerfest verfügt über zwei gegenüberliegende Eingänge. Klappt man die Eingangstüren nach oben, so kann man diese mit Hilfe der mitgelieferten Stahlstangen in Sonnendächer verwandeln. So ist eine optimale Luftzirkulation im Zeltinneren sichergestellt. Frische und kühlere Luft kann nun ungehindert durch das Familienzelt ziehen.
In der Spitze des Kuppeldachs ist eine zusätzliche Belüftungsöffnung aus Netzgewebe eingearbeitet, und an der Rückwand der Schlafkabinen findet man weitere Ventilationsöffnungen. Die vier Bewohner müssen sich über mangelnde Frischluft keine Sorgen machen.
Zur Innenausstattung gehören ferner ein Haken zum Aufhängen einer Campingleuchte und Organizer-Taschen in den Schlafkabinen. Die Verarbeitung ist gut, die Materialqualität kann allerdings nicht mit der von teureren und kompakteren Tunnel- oder Kuppelzelten mithalten. Aufgrund der großen Angriffsfläche muss man das Hammerfest an windigen Tagen sehr gut befestigen, Sturmleinen sind ausreichend vorhanden.
Der Abbau ist unkompliziert, es dauert halt etwas, die langen Stangen aus den Zelttaschen herauszuziehen. Zudem muss man Zelt und Boden sauber falten und die Luft vollständig aus dem Paket herausdrücken, damit dieses wieder halbwegs unproblematisch in der Tasche verschwindet.
Für weniger als 200 Euro bietet Skandika mit dem Hammerfest 4 Plus ein sehr geräumiges Familienzelt mit durchdachter Raumaufteilung an. Von uns gibt es eine klare Kaufempfehlung!
Outwell Earth 3 Plus

- Einfacher Auf- und Abbau
- Hochwertige Verarbeitung
- Sehr große Apside
- Starkes Preis-Leistungsverhältnis
- Dunkle, aber nicht düstere Schlafkabine
- Nur ein Eingang am Innenzelt
- Nur eine, dafür aber große Apside
Campingurlaub klingt günstig, aber bei allen Anschaffungen, die man braucht, geht er schnell ganz schön ins Geld. Das Outwell Earth 3 Plus schont den Geldbeutel, denn es ist schon für deutlich unter 200 Euro zu haben. Ein echtes Schnäppchen für Gelegenheitscamper oder alle, die nicht so tief in die Tasche greifen können oder wollen.

Qualität bekommt man dafür auf jeden Fall, denn der Campingexperte Outwell wird seinem Ruf gerecht. Im Vergleich mit anderen Zelten in dieser Preisklasse wirkt einfach alles einen Tick sauberer verarbeitet. Das Glasfasergestänge geht sauberer zusammen und macht einen stabilen Eindruck. Als Zeltboden sitzt eine robuste, hochgezogene Wanne mit 10.000 mm Wassersäule unter einem, das Außenzelt schafft 3.000 mm. Wir hatten es bei einigen Regentagen mit viel Wind im Garten stehen und wurden gut geschützt.
Als Tunnelzelt ist das Earth 3 Plus nicht selbststehend, kann aber schon mit wenigen Heringen gut abgespannt werden. Die Abspannleinen bringen dann noch mehr Stabilität und Zug auf das Zelt. Was uns gut gefallen hat: Das Zelt ist schnell aufgebaut. Die Gestänge müssen nur durch einen kurzen Kanal und werden ansonsten festgeklippt. Das erleichtert den Aufbau enorm. Drei Gestänge rein, mit Heringen fixiert und schon steht das Teil.
Beim ersten Aufbau muss man noch das Innenzelt einhängen. Für weitere Aufbauten kann man aber beide Teile verbunden lassen und sie gekoppelt aufstellen.
In der etwas abgedunkelten Schlafkabine finden zwei bis drei Personen Platz – ideal für eine Familie mit Kind. Aus unserer Sicht trifft die Kabine eine gute Balance aus dunkel, aber nicht düster, wodurch wir uns hierdrinnen wohlgefühlt haben. Dabei hilft auch, dass das Innenzelt sehr luftig gehalten ist und wir über eine große Öffnung am hinteren Teil viel Luft ins Zelt bekommen. In Innentaschen kann man Kleinkram ordentlich verräumen.
Das Innenzelt hat nur einen Ausgang, dafür sitzt davor aber eine angenehm große Apside. Von dieser führen zwei Ausgänge nach draußen. So hat man auch die Möglichkeit, beide zu öffnen und im schattigen Vorraum zu sitzen. Da die Bodenwanne die gesamte Apside schützt, ist hier auch jegliches Equipment sicher aufgehoben.
Dank der Tunnelform wird der Innenraum mit 180 cm Breite und 120 cm Höhe gut genutzt. Die Schlafkabine ist 210 cm lang, die Apside 190 cm. Als Packmaß muss man ca. 60 x 20 cm veranschlagen, wobei das Zelt ungefähr 5,5 Kilogramm auf die Waage bringt. Im Vergleich zu anderen Familienburgen eher ein Leichtgewicht. Klar, zum Trekken wird man es nicht mitnehmen, aber selbst wenn man mit dem Motorrad unterwegs ist, bekommt man es gut unter.
Das Outwell Earth 3 Plus macht nichts außergewöhnlich überragend, aber es ist in allen Belangen gut bis sehr gut. Dazu hat es Stärken beim relativ einfachen Auf- und Abbau sowie ein gutes Gewicht und Packmaß. Die Qualität des Zelts ist einfach gut, was gerade im Verhältnis zum Anschaffungspreis für uns ein wichtiger Punkt war. Gemessen an dem, was man dafür bekommt, ist es ein echtes Schnäppchen.
Außerdem getestet
Nordisk Oppland 2 SI
Mit dem Nordisk Oppland 2 SI haben wir ein zusätzliches, hochwertiges Tunnelzelt im Test. Für uns tritt es in direkte Konkurrenz zum Tatonka Rokua 2. Beides sind ausgereifte Trekking-Zelte, die sich aber in wichtigen Details unterscheiden. Qualitativ agieren beide Tunnelzelte auf identischem Niveau. Rein konzeptionell gefällt uns beim Tatonka besser, dass hier zwei Eingänge und zwei Apsiden vorhanden sind. Wer hingegen eine Apside mit riesiger Größe bevorzugt und auch nur einen Eingang benötigt, ist mit dem Nordisk besser beraten.
Das Oppland, benannt nach der norwegischen Provinz mit Verwaltungssitz in Lillehammer, wird im kompakten Packsack (50 × 15 Zentimeter) geliefert, der sowohl im Rucksack als auch auf dem Gepäckträger Platz findet. Mit 2.900 Gramm wiegt das Nordisk-Zelt 300 Gramm mehr als der Mitbewerber von Tatonka. In den meisten Fällen dürften diese drei Tafeln Schokolade nicht den entscheidenden Ausschlag geben. Wer jedoch auf jedes Gramm achten will bzw. muss, landet in diesem Fall beim Rokua 2.
Preislich ist das Nordisk etwas teurer – die Preisspanne für die beiden Zelte fällt bei unterschiedlichen Anbietern allerdings enorm groß aus.
Das Oppland 2 SI lässt sich super schnell von einer Person aufbauen, einen Helfer benötigt man nicht. Wahlweise stellt man Außen- und Innenzelt in einem Arbeitsgang auf. Alternativ errichtet man bei Regen erst das Außenzelt und zieht dann das Innenzelt ein, damit es gut vor Feuchtigkeit geschützt wird. Das Einhängen ist dank Kunststoffclips und Gummiverbindern ein Kinderspiel, der Mechanismus ist stabil und durchdacht.
Das Außenzelt besteht aus Nylon mit Silikon-Beschichtung, beim Innenzelt mit hochgezogener Bodenwanne kommt ebenfalls Nylon zum Einsatz. Wasser perlt an der Außenhaut wunderbar ab, die Wassersäule liegt bei 3.000 Millimetern . Die grüne Zeltbahn ist leicht, reißfest und fühlt sich sehr hochwertig an. Alle Nähte sitzen perfekt, das Nordisk ist seinen Anschaffungspreis wert.
Zum Aufbau müssen lediglich drei Gestängebögen aus superleichtem und stabilem Aluminium in farblich markierte Gestängekanäle eingefügt werden. Als Tunnelzelt steht dieses nicht eigenständig, sechs Heringe genügen jedoch, damit das Oppland bezugsfertig ist. Maximal benötigt man 20 Heringe, um alle reflektierenden Zeltleinen zu verspannen.
Mit 4,30 Meter haben das Nordisk und das Tatonka die gleiche Außenlänge. Während das Oppland-Innenzelt auf 220 x 145 Zentimeter kommt, ist das Rokua 2 mit 240 x 150 Zentimeter etwas geräumiger. Aber auch im Nordisk-Tunnelzelt können sich großgewachsene Abenteurer entspannt ausstrecken, ohne mit Kopf oder Füßen die Wände zu berühren. Die maximale Innenraumhöhe beträgt einen Meter, allerdings fällt diese auf 95 Zentimeter auf der gegenüberliegenden Seite ab. Das Raumgefühl kann mit dem im Rokua 2 nicht ganz mithalten.
Wer sich eine XXL-Apside wünscht, kommt beim Nordisk-Tunnelzelt voll auf seine Kosten. Diese hat eine stattliche Tiefe von zwei Metern und ist über einen seitlichen Eingang zu erreichen. Rucksäcke, Schlafsäcke, Wanderschuhe, Kocher und Kochgeschirr – hier lässt sich alles problemlos verstauen. Ein großer Vorteil. Dafür haben die Insassen halt nur einen Eingang zur Verfügung.
Im Rokua gibt es zwei Apsiden mit jeweils 95 Zentimetern Tiefe. Bei zwei Reisenden hat also jeder seinen eigenen Vorraum und seinen eigenen Eingang. Konzeptionell finden wir dies praktischer als einen Eingang und eine Apside – aber letztendlich ist das eine persönliche Entscheidung. Außerdem ist der Lüftungskomfort bei zwei Eingängen besser.
Das Nordisk hat innen vier Taschen und zwei Haken im Deckenbereich. Der Eingangsbereich lässt sich fast kreisförmig komplett öffnen, die Tür verschwindet sauber in einer Tasche. Die gelbe und dadurch angenehm freundliche Innenkabine lässt sich durch ein Moskitonetz und/oder eine Nylontür verschließen. Der Reißverschluss ist stabil und hochwertig.
Für ordentlichen Durchzug sorgt eine dem Eingang gegenüber angebrachte Belüftungsöffnung, die sich ebenfalls per Reißverschluss öffnen lässt. Der Reißverschluss am Außenzelt, um die Tür zu öffnen, ist rundherum vor Regen geschützt.
Fest verspannt steht das Nordisk Oppland sehr stabil und trotzt mühelos höheren Windgeschwindigkeiten. Auch der Abbau gelingt ruckzuck, das Verstauen von Zelt, Gestänge und Heringen im Packsack ist blitzschnell erledigt.
Verarbeitungsqualität und Raumangebot sind sehr gut. Speziell die riesige Apside des Oppland 2 SI ist ein Alleinstellungsmerkmal. Das Nordisk-Tunnelzelt hat keine nennenswerte Schwäche. Ob nur ein Eingang und eine Apside oder lieber zwei Eingänge und zwei Apsiden wie beim Tatonka Rokua 2 – Sie müssen selbst entscheiden, welches Konzept Sie eher bevorzugen.
High Peak Kite 2
Preiswert, einfach aufzubauen, stabil, gut verarbeitet und mit ordentlichem Platzangebot: Das High Peak Kite 2 ist ein Tunnelzelt, das sich auf vielen Unternehmungen als idealer Begleiter herausstellen dürfte.
Mit einem Gewicht von gerade mal 2,8 Kilo und einem Packmaß von 52 x 15 Zentimetern erfüllt das Campingzelt alle Voraussetzungen, um zu Fuß, per Fahrrad, auf dem Motorrad oder im Auto mitgenommen zu werden. Zudem eignet es sich für ein breites Einsatzspektrum: Auf dem Campingplatz fühlt es sich genauso wohl wie in freier Natur oder bei einem Festival. Das Kite 2 ist damit ein perfekter Allrounder.
Vor dem Aufbau kann man sich den Blick in die Anleitung fast sparen. Die beiden Gestänge aus 7,9 Millimeter starkem Fiberglas sind unten rot und blau gekennzeichnet, genauso wie die beiden Einschubschächte am Zelt, in die man die Stangen einschieben muss. Diese werden zunächst auseinandergefaltet und ineinandergesteckt. Durch einen inneren Gummizug halten die einzelnen Elemente fest zusammen.
Außen- und Innenzelt des High Peak sind bereits bei Auslieferung miteinander verbunden, das Innenzelt ist an Gummibändchen aufgehängt. Die grüne Außenhaut besteht aus Polyester mit Polyurethan-Beschichtung. Wasser perlt hier gut ab, nach einem Regenguss ist das Tunnelzelt schnell wieder trocken. Die Wassersäule gibt der Hersteller mit 3.000 Millimetern an, die Nähte sind zusätzlich versiegelt. Beim Innenzelt kommt ebenfalls atmungsaktives Polyester zum Einsatz.
Nach dem Durchschieben der beiden Stangen werden diese mit ein wenig Kraftaufwand gebogen und außen in Ösen eingeklemmt. Als Tunnelzelt steht das Kite 2 nicht selbstständig. Es muss mit Heringen am Boden festgesteckt und verspannt werden. Das dauert rund fünf Minuten, schon ist das High Peak bezugsfertig.
Der Innenraum ist 230 Zentimeter lang. So kann sich auch eine Zwei-Meter-Person ausstrecken, ohne die Außenwand zu berühren. Bei einer Breite von 120 Zentimetern ist das Kite 2 für zwei Personen konzipiert. Sollte mehr Platz erforderlich sein: Das Kite 3 ist 40 Zentimeter breiter und mit 105 Zentimetern 15 Zentimeter höher – auch das kann von Vorteil sein, denn bei 90 Zentimetern Deckenhöhe lassen sich Berührungen mit dem Kopf nicht vermeiden.
Der rote Polyester-Boden wirkt frisch und ansprechend. Er fällt recht dünn aus. Auf steinigem Untergrund ist es sinnvoll, eine Schutzplane dabei zu haben. Zwei Taschen sind dazu gedacht, um Kleinkram zu verstauen. Ein Haken dient zur Befestigung einer Lampe. Die hochgezogene Bodenwanne hält Wasser und Schmutz vom Innenzelt fern.
Das Innenzelt lässt sich wahlweise mit einem Moskitonetz oder einer Polyestertür verschließen. Die Reißverschlüsse sind hochwertig und leicht zu bedienen. Vor dem Eingang sitzt eine geräumige Apside mit einer Tiefe von 90 Zentimetern – bei Regen kann man sich hier eine Mahlzeit zubereiten und Kleider trocknen. Am Innenzelt ist ebenfalls ein roter Boden angenäht, der sich in das Vorzelt auslegen lässt – damit verringert sich das Risiko, Schmutz mit in das Zelt hineinzutragen.
Der ein Meter breite Eingangsbereich hat ein Folienfenster integriert. Die beiden Reißverschlüsse sind abgedeckt. Faulstreifen an allen drei Seiten der Apside halten ebenfalls Schmutz und Feuchtigkeit ab.
Mit der Verarbeitung des Tunnelzelts sind wir für diese Preisklasse sehr zufrieden. Die Nähte sind sauber, der Innenraum blieb bei unseren Tests von eindringendem Wasser verschont, und das Außenzelt trocknet schnell – Regen perlt hier effektiv ab, das Zelt ist wasserdicht. Der große Abstand zwischen Außen- und Innenzelt sorgt zudem dafür, dass kein Kondenswasser nach innen gelangt. Die Belüftung des Tunnelzelts ist gut, dafür sorgen zwei Dauerventilationen mit Abstandshalter.
Der »Bedienkomfort« des Kite 2 ist hoch. So muss man die Türen nicht erst aufrollen, sondern kann diese in eine festgenähte Tasche falten. Die mitgelieferten roten Sturmleinen lassen sich flexibel in der Länge verstellen und ermöglichen es, das Zelt fest und sturmsicher zu verankern. Für Reinigungszwecke kann man das Innenzelt, das an Gummibändern aufgehängt ist, problemlos entfernen.
Genauso schnell, wie das High Peak aufgebaut ist, ist es auch wieder zerlegt. Die beiden Fiberglasstangen kann man mühelos aus den Gestängekanälen herausziehen. Anschließend genügt es, das Zelt mehrmals zu falten und die Luft herauszupressen. Die Tasche ist groß genug, um Zelt, Gestänge und Stahlheringe (jeweils in eigenen Säckchen) ohne Mühe zu verstauen.
Mit dem High Peak Kite 2 erhält man für rund 100 Euro ein gut verarbeitetes Tunnelzelt mit großer Apside, vernünftigem Innenraum, kleinem Packmaß und geringem Gewicht, das sich schnell auf- und abbauen lässt, qualitativ aber nicht mit dem Tatonka Rokua 2 mithalten kann.
MSR Elixir 2 V2
Wer sein Zelt nicht im Auto, sondern im Rucksack oder auf dem Gepäckträger seines Fahrrads transportiert, benötigt ein leichtes Zelt mit kompaktem Packmaß. Beides trifft auf das MSR Elixir 2 V2 zu.
Das in Grau und Grün erhältliche Kuppelzelt, das ein wenig an ein Geodät erinnert, wiegt gerade mal 2.240 Gramm und braucht zusammengefaltet nicht mehr als 56 × 17 Zentimeter. So gibt es kein Argument, Elixir 2 nicht mit auf den nächsten Trip zu nehmen.
Das Außenzelt besteht aus 68D-Ripstop-Polyester, beim Innenzelt kommt 40D-Ripstop-Nylon zum Einsatz. Sehr gut: MSR liefert eine zusätzliche Bodenplane aus 70D-Taffeta-Nylon mit . Alle Materialien sind mit PU/DWR beschichtet. Der Zeltboden hat eine Wassersäule von 3.000 Millimetern, die Außenhaut des Zelts von 1.500 Millimetern. Das sehr leichte und stabile Gestänge wurde aus Aluminium gefertigt.
Beim Auspacken des Gestänges bekommt man strahlende Augen: Das Konzept ist durchdacht, die Materialqualität überzeugt. Faltet man die einzelnen Aluminiumstangen mit einem Durchmesser von 8,5 Millimetern auseinander, so entstehen zwei lange Gestängebögen, die miteinander verbunden sind. Der Aufbau ist jetzt ein Kinderspiel: Man legt das Innenzelt auf den Boden und hakt die Gestänge-Enden in die Metallösen ein, wodurch sich die beiden Bögen aufrichten.
Jetzt klipst man nur noch die Kunststoffhalterungen des Innenzelts in das Gestänge, fertig! Nach zwei Minuten steht zumindest ein provisorischer Unterschlupf. Für mehr Stabilität wird im oberen Bereich eine zusätzliche kurze Aluminiumstange eingesetzt. Im finalen Schritt wird das leichte Außenzelt über die Bögen gelegt und an vier Punkten festgeklipst.
Dabei kann man nichts falsch machen, da man sich nur an der farbigen Markierung orientieren muss. Nach maximal fünf ganz gemütlichen Minuten ist das Elixir 2 V2 aufgebaut. Das Zelt ist selbsttragend, lediglich die beiden Türen der Apsiden muss man mit zwei Heringen aufspannen. Die roten Heringe bestehen ebenfalls aus leichtem und stabilem Aluminium.
Im Innenraum fühlt man sich extrem wohl. Der rote und der weiße Stoff sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Der Boden ist leicht hochgezogen, um das Innere vor hereinlaufendem Wasser zu schützen. Selbst mit einer Körpergröße von 1,88 Meter kann man entspannt sitzen (Innenhöhe 100 Zentimeter) und sich gemütlich hinlegen (Länge 210 Zentimeter).
Die beiden Apsiden, jeweils mit einer Tiefe von 65 Zentimetern, schlucken ausreichend Gepäck oder nasse Schuhe. Das Innenzelt des MSR ist nicht riesig, bietet aber zwei Personen mit Gepäck ausreichend Platz. Kleinkram verschwindet in zwei geräumigen Taschen, an der Decke kann man beispielsweise eine Lampe aufhängen.
Durch zwei große Türen lässt sich das Elixier perfekt lüften, zudem befinden sich im Dach zwei Lüfter. Alle Nähte unseres Zelts sind sauber verarbeitet, dieses steht sehr stabil und dürfte auch stärkerem Wind mühelos trotzen. Unseren Regentest besteht es ohne Probleme.
Leider gehören zum Lieferumfang keine Abspannleinen. In windstillen Gebieten kann man sich diese sparen, zur Sicherheit sollte man aber lieber welche dabei haben.
Praktisch: Wer will, kann auch das Außenzelt separat ohne Innenzelt aufbauen – tagsüber als schattiges, aber luftiges Plätzchen für eine Pause mag das eine Option sein.
Der Abbau und das Einpacken des Kuppelzeltes sind genauso schnell zu realisieren wie der Aufbau. Nach fünf Minuten ist alles erledigt. Zelt, Boden, Gestänge und Heringe verschwinden glücklicherweise ohne Anstrengung im knallroten Packsack.
Wer ein relativ leichtes Zelt für zwei Personen mit geringem Packmaß, toller Verarbeitung und sehr kurzer Aufbauzeit sucht, findet im MSR Elixir 2 V2 einen interessanten Begleiter für Rucksack oder Gepäckträger.
Marmot Limelight 2 Personen
Beim ebenfalls überzeugenden Marmot Limelight 2 handelt es sich um ein leichtes und schnell aufzubauendes Kuppelzelt mit sehr guter Verarbeitung, zwei großen Eingängen und zwei Apsiden. Das Packmaß ist mit 46 × 18 Zentimetern gering, das Gewicht mit 2,55 Kilo ebenfalls. Praktisch: Mitgeliefert wird eine passgenaue Bodenplane.
Das Zelt besteht aus Polyester, beim leichten und gleichermaßen robusten Gestänge kommt 8,5 bzw. 9 Millimeter starkes Aluminium zum Einsatz. Klasse: Das über Kreuz verlaufende Gestänge ist eine Einheit, die blitzschnell zusammengesteckt ist. Die vier Enden werden am Innenzelt befestigt, zu zweit gelingt das noch einfacher. Das Innenzelt wird wiederum am Gestänge eingeklipst. Fertig! Die Montage des Außenzelts, das über Klickverbinder am Innenzelt justiert wird, ist ebenfalls ein Kinderspiel.
Zwei Dinge fallen positiv auf: Beide D-förmigen Türen sind angenehm groß, eine ist sogar überdimensioniert, wodurch das Ein- und Aussteigen oder das Hantieren am Gepäck in den Apsiden enorm erleichtert wird. Zudem verläuft das Gestänge bis auf Schulterhöhe senkrecht und macht dann erst eine Bogenform, wodurch man auch weiter außen und nicht nur in der Mitte des Zelts aufrecht sitzen kann.
Mit einer Länge von 2,21 Meter können auch größere Reisende bequem im Zelt liegen. Reist man zu zweit mit viel Gepäck, kann man sich über jede Menge Platz freuen. Erhältlich ist das Limelight 2 in leuchtendem Orange und einer Grün-/Grau-Variante. Letztere hatten wir im Test. Ein besonderes Wohlfühlambiente kommt bei dieser Farbgebung nicht auf.
Im Innenzelt findet man drei Taschen, an der Decke hängt ein Haken, etwa für eine Lampe. Die Wassersäule liegt bei 1.500 Millimetern. In unserem Test blieb der Innenraum trotz mehrerer Starkregen komplett trocken. Durch die großen Türen und zusätzlichen Lufteinlässe gelingt die Durchlüftung problemlos.
Das gilt auch für den Abbau – selbst ohne große Übung ist nach rund fünf Minuten wieder das komplette Zubehör mit den leichten Aluheringen im Packsack verstaut. Damit ist das Marmot Limelight 2 das ideale Zelt ohne nennenswerte Schwächen für Outdoor-Freunde, das allerdings kein Schnäppchen ist.
High Peak Kira 3.0
Das High Peak Kira 3.0 ist ein Kuppelzelt mit geräumiger Apside. Innenzelt und Außenzelt sind aus Polyester gefertigt, die Außenhaut ist mit einer Aluminiumschicht überzogen, die bis zu 17 Prozent wärmereduzierend sein und den UV-Sonnenschutzfaktor 80 aufweisen soll. Das Gestänge besteht aus 7,9 Millimeter starkem Fiberglas, das sehr flexibel und nicht sonderlich stabil wirkt.
Auch das Außenzelt macht qualitativ nicht den hochwertigsten Eindruck. Schon direkt nach dem Auspacken entdecken wir ein Loch im Vorzelt. Der Aufbau gestaltet sich glücklicherweise recht problemlos. So müssen die beiden Gestängebögen nicht durch einen Kanal geführt werden. Vielmehr wird das Zelt eingehängt, was eine Menge Zeit spart. Anschließend wird das Außenzelt drübergezogen. Hier muss im Eingangsbereich eine dritte Stange durchgefädelt werden. Damit die Apside steht, sind zwei Heringe erforderlich.
Die Apside hat eine Tiefe von 1,20 Meter und schluckt reichlich Gepäck. Außerdem lädt sie zum Kochen ein. Zutritt verschafft man sich entweder seitlich oder von vorne. Obwohl das Zelt nur einen Eingang hat, lässt es sich relativ gut lüften. Hierzu tragen auch zwei Dauerventilationen bei. Im Vorbau ermöglichen zwei Klarsichtfolienfenster den Blick ins Freie.
Das Innenzelt ist komplett schwarz gehalten. Das dürfte alle freuen, die morgens länger schlafen wollen und sich von Sonnenlicht gestört fühlen. Wir empfinden die Atmosphäre jedoch als wenig gemütlich und zu düster. Drei Innentaschen nehmen Kleinkram auf, ein Lampenhalter eignet sich zum Befestigen einer Leuchte. Die neongrünen Reißverschlüsse sind gut sichtbar, die Bodenwanne ist hochgezogen.
Ideal ist das Zelt für zwei Personen mit viel Gepäck. Großgewachsene können gerade so liegen, ohne anzustoßen. Die Sitzhöhe fällt mit 1,20 Meter ordentlich aus. Der Abbau geht relativ flott. Beim Einpacken sind bereits zwei Nähte der Tasche gerissen, die Qualität macht hier nicht den allerbesten Eindruck.
Wechsel Outpost 3
Das Wechsel Outpost 3 ist ein wirklich interessantes Tunnelzelt mit innovativem Schnitt der Grundfläche, diese fällt asymmetrisch aus. So ist eine Seite der Kabine 2,90 Meter, die andere nur 2,10 Meter lang. Dank einer Breite von 173 Zentimetern finden hier drei Personen Platz. Die Apside vor dem Eingang fällt sehr groß aus, auch sie ist asymmetrisch geschnitten und je nach Seite 110 bzw. 195 Zentimeter tief. Hier lässt sich jede Menge Gepäck verstauen, auch Kochen ist kein Problem. Im vorderen Zeltbereich kann man bei einer Höhe von 1,20 Meter angenehm sitzen, nach hinten reduziert sich diese jedoch auf nur noch 93 Zentimeter.
Zum Aufbau werden drei Gestängebögen benötigt. Das sehr leichte und hochwertige Aluminiumgestänge ist farblich markiert, so findet man im mit Polyurethan beschichteten Ripstop-Polyester 68D sofort die richtigen Gestängekanäle, die ebenfalls entsprechend markiert sind. Der Aufbau gelingt schnell und ist keine Herausforderung. Außen- und Innenzelt sind fest miteinander verbunden. Praktisch sind die einstellbaren Heringsschlaufen, auch bei den Heringen setzt Wechsel auf Aluminium.
Im orangefarbenen Innenraum fühlt man sich wohl. Insgesamt acht Taschen ermöglichen die Aufnahme von Kleinigkeiten wie Armbanduhr oder Taschenlampe. Im Eingangsbereich kann man entweder die Seiten oder die Mitte öffnen. Darüber hinaus lässt sich im breiteren Bereich der Apside der komplette Türbereich öffnen. Die Belüftung des Outpost 3 gelingt sehr gut. Die Wassersäule liegt bei 5.000 Millimetern.
Vorzüglich fällt die Verarbeitung aus. Die Nähte sind getapet, die Abspannpunkte verstärkt, die Abspannleinen reflektieren und lassen sich problemlos aufrollen. Mit 4.100 Gramm ist das Wechsel Outpost 3 kein absolutes Leichtgewicht, das Packmaß fällt mit 54 x 21 Zentimetern aber handlich aus. Lediglich das Herausziehen des Gestänges aus den engen Gestängekanälen erwies sich als etwas fummelig. Ansonsten bietet das Tunnelzelt viel Platz und eine sehr geräumige Apside, ist jedoch nicht ganz preiswert.
Jack Wolfskin Gossamer II
Das Jack Wolfskin Gossamer II ist ein idealer Begleiter für alle Radler und Wanderer, die nicht viel Gepäck mit sich herumschleppen möchten. So wiegt das Tunnelzelt gerade mal 2.280 Gramm, der 57 x 17 Zentimeter große Packsack lässt sich im Rucksack gut verstauen.
Mit einer Innenraumhöhe zwischen 60 und 90 Zentimetern ist das Gossamer II keine Behausung, um sich hier tagsüber stundenlang drin aufzuhalten. Das Tunnelzelt eignet sich primär zum Schlafen. Zum Aufbau wird zunächst das Innenzelt mit zwei Bögen errichtet. Das Aluminiumgestänge ist sehr leicht. Pfiffig: Es ist bereits dezent vorgebogen. In warmen Nächten kann man auf das Außenzelt aus Polyester verzichten. Das feine Moskitonetz beschert dann eine wunderbare Rundumsicht. Der Aufbau gelingt schnell, das Außenzelt wird eingehakt und zusätzlich mit Klettverschlüssen gesichert.
Das Innenzelt ist im Kopfbereich 125, an seiner schmalsten Stelle 105 Zentimeter breit. Man sollte die Person also schon mögen, mit der man unterwegs ist. Soloreisende hingegen haben im Gossamer II sehr viel Platz für Gepäck, zwei Taschen nehmen Kleinkram auf. Auch im 80 Zentimeter tiefen Vorraum kann man deutlich mehr als nur seine Schuhe verstauen.
Zugang zum Tunnelzelt verschafft man sich wahlweise von links oder rechts. Die Reißverschlüsse sind geschützt, die Aluminiumheringe superleicht. Gut verspannt steht das Gossamer mit einer Wassersäule von 4.000 Millimetern bombenfest. Abgebaut ist es ruckzuck und lässt sich auch blitzschnell wieder in den Packsack stopfen. Für Puristen auf Achse ist das Jack Wolfskin Gossamer II ein qualitativ sehr hochwertig verarbeiteter Schlafplatz, der unterwegs kaum Platz beansprucht.
High Peak Woodpecker 3
Das High Peak Woodpecker 3 ist das Kuppelzelt-Pendant zum Tunnelzelt High Peak Kite 2. Farb- und Materialauswahl sind identisch. Zwei Gestängebögen richten das Zelt auf, ein dritter, kurzer verleiht dem Dach mehr Stabilität. Innen- und Außenzelt sind fest verbunden, nach fünf Minuten steht das Woodpecker 3. Abspannleinen und Heringe sind prinzipiell nicht erforderlich, da das Kuppelzelt selbsttragend ist.
Zu den Vorteilen gehören die beiden Eingänge und die zwei recht geräumigen Apsiden mit einer Tiefe von jeweils 60 Zentimetern. Die Bodenwanne ist hochgezogen. Wahlweise kann man die Eingänge komplett öffnen oder die Bereiche links bzw. rechts geschlossen lassen. So ist man flexibel und kann auf die jeweilige Windrichtung reagieren.
Die Innenzelthöhe von 1,10 Meter reicht aus, um bequem knien zu können. Die Schlafkabine ist 220 Zentimeter lang und 180 Zentimeter breit. Bis zu drei Personen haben hier Platz, paradiesisch ist es zu zweit mit Gepäck. Wer großgewachsen ist und im Schlaf die Beine ausstreckt, hat unter Umständen ein Rendezvous mit einer der Zeltwände. Hier sitzen zwei Taschen, am Haken der Decke kann man eine Lampe aufhängen. Dank der beiden Eingänge lässt sich das High Peak perfekt lüften, außen sitzen zudem zwei Luftöffnungen. Die Wassersäule liegt bei 3.000 Millimetern.
In der 50 x 18 Zentimeter großen Tasche verschwindet das 3,5 Kilo schwere High Peak Woodpecker 3 blitzschnell. Wir können es als Iglu-Alternative zum Kite 2 wärmstens empfehlen.
Lumaland Pop Up Wurfzelt
Das Lumaland Pop Up Wurfzelt wird wie ein Regenschirm nach oben gezogen und richtet sich dann selbstständig auf. Dazu muss man das Sicherungsseil ziehen und die Gelenkstangen auffalten. Fünf Sekunden, und das Igluzelt steht. Leider besteht es nur aus einer Schicht und verzichtet auf separates Innen- und Außenzelt. Lediglich ein größerer Überwurf verdeckt den cleveren Mechanismus.
Der Innenraum riecht unangenehm, Material (Polyester) und Nähte wirken einfach. Bei einer Höhe von 110 Zentimetern kann man knien und sitzen, ohne die Decke zu berühren. Die Grundfläche von 210 x 190 Zentimetern genügt notfalls für drei Personen, allerdings sind 2,10 Meter gerade für Großgewachsene schon arg kurz, hier lässt sich ein Kontakt mit der Zeltwand nicht vermeiden. Durch das fehlende Innenzelt wird der Schlafsack morgens durch das Kondenswasser dann garantiert nass.
Als Extras gibt es eine Tasche und einen Haken. Die Belüftung ist unterdurchschnittlich. Im einzigen Eingang ist die Polyester-Bahn innen angebracht, das Moskitonetz, das sich ebenfalls per Reißverschluss entfernen lässt, sitzt außen. Eine Apside fehlt. Die Demontage des Zeltes dauert nicht viel länger als der Aufbau, in der Tasche ist alles schnell verstaut. Mit einem Meter Länge fällt diese jedoch sehr wuchtig aus, für Rad- und Wandertouren scheidet das Lumaland damit eigentlich aus. Es wiegt 3,1 Kilo, die Wassersäule ist mit 2.000 Millimetern gering.
Coleman Kobuk Valley 3
Mit dem Kobuk Valley 3 hat Coleman ein Igluzelt mit verdunkelter Schlafkabine im Portfolio, die bis zu 99 Prozent des Tageslichts absorbiert und die Temperatur tagsüber um bis zu 5 Grad Celsius reduzieren soll. Das Innenzelt wird an zwei Fiberglasstangen geclipst, das Außenzelt aus Polyester und Polyurethan-Beschichtung wird anschließend drübergezogen. Der Aufbau gelingt problemlos.
Der Eingangsbereich ist sehr groß, der Boden stabil, und selbst die 110 Zentimeter tiefe Apside kann mit der Bodenplane ausgeschlagen werden. Die Schlafkabine reicht mit 210 x 180 Zentimetern sogar für drei Personen, weil man das Gepäck im Vorzelt verstauen kann. Auch die Innenzelthöhe ist mit 120 Zentimetern angenehm. Ausgestattet ist der Wohn- und Schlafbereich mit drei Taschen sowie einer Öse zur Befestigung einer Lampe.
Das Kobuk Valley 3 hat eine Nachtschlafkabine. Hier ist es auch tagsüber extrem dunkel – letztendlich ist es eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob einem das gefällt oder man lieber einen hellen Innenraum bevorzugt. Die Apside mit zwei Kunststofffenstern lässt bei Bedarf auch dann ein wenig Licht einfallen, wenn diese verschlossen ist. Angenehm fällt auf, dass sich das Coleman-Zelt nicht ganz so stark erhitzt. Für Frischluft sorgen zudem jeweils zwei Lufteinlässe im Vor- und Hauptzelt.
Die Wassersäule beträgt gute 4.500 Millimeter, die Nähte sind zusätzlich abgeklebt. Im Test hatten wir keine Feuchtigkeitsprobleme, das Zelt zeigte sich schön wasserdicht. Mit 5,1 Kilo ist das Coleman Kobuk Valley 3 leider recht schwer. Das Packmaß fällt mit 58 × 16 × 16 Zentimetern jedoch kompakt aus.
High Peak Nevada 4
Platz für bis zu vier Personen bietet das High Peak Nevada 4. Dabei handelt es sich um ein Kuppelzelt mit Vorbau. Das Innenzelt hat die Maße 205 x 240 x 130 Zentimeter. Die Sitzhöhe ist sehr angenehm, und auch als großgewachsener Camper kann man entspannt liegen, ohne mit dem Kopf oder mit den Füßen die Wände zu berühren. Natürlich kann man im Notfall auch mit vier Personen im Nevada schlafen. 60 Zentimeter Platz pro Person sind halt nicht besonders üppig. Mit drei Leuten fällt die Nacht deutlich entspannter aus. Ist man zu zweit unterwegs, freut man sich über jede Menge Stauraum für das Gepäck.
Hinzu kommt eine Apside mit einer Tiefe von 80 Zentimetern. Neben den Schuhen kann man hier auch die Rucksäcke lagern. Ein zweiter Eingang fehlt leider, was sich negativ auf die Belüftung auswirkt. Gerade wenn man tatsächlich zu viert unterwegs ist, wäre ein zusätzlicher Eingang hilfreich.
Zum Aufbau wird das Innenzelt in die beiden 7,9 Millimeter starken Fiberglasgestängebögen gehängt. Das Außenzelt wird mit Schlaufen und Heringen befestigt. Vorne zieht man einen zusätzlichen Gestängebogen ein, an den sich die Apside anschließt. Das Nevada 4 steht innerhalb weniger Minuten, der Aufbau gelingt auch alleine ohne Probleme. Das Außenzelt dürfte gerne einen Tick größer ausfallen, Außen- und Innenzelt haben bei unserem Modell nicht hundertprozentig perfekt zusammengepasst. Nach dem Abbau verschwindet das Zelt später wieder ruckzuck in seiner Tasche. Diese fällt mit dem Packmaß von 54 x 18 Zentimetern angenehm klein aus. Mit 4.150 Gramm ist das High Peak kein absolutes Leichtgewicht.
Als Material kommt Polyester zum Einsatz, die Wassersäule beträgt 2.000 Millimeter. Zur Ausstattung gehören vier Innentaschen und eine Öse zum Aufhängen einer Lampe. Der olivfarbene Innenraum ist hell, die Bodenwanne ist hochgezogen.
Das Gestänge macht nicht den stabilsten Eindruck. An windigen Orten sollte man das Nevada deshalb unbedingt mit den Sturmleinen sichern. In der Tür befindet sich ein Fenster mit Moskitonetz. Auf der dem Eingang gegenüberliegenden Seite ist eine Lüftungshutze angebracht – einen perfekten Durchzug zum Lüften erzielt man hiermit jedoch nicht.
High Peak setzt auf Doppelnähte. Eine Naht unterhalb des Reißverschlusses war bei unserem Nevada 4 bereits defekt, das Garn war gerissen. Wir haben deshalb Zweifel, ob dieses Kuppelzelt für die Ewigkeit konzipiert ist.
Für gelegentliche Kurzeinsätze, einen Festival-Besuch oder einen Wochenendausflug ist es für etwas mehr als 100 Euro eine preiswerte Übernachtungsmöglichkeit für bis zu vier Personen. Wer regelmäßig unterwegs ist und sein Zelt auch härter beanspruchen möchte, sollte sich in einer anderen Preisklasse umschauen.
Coleman Darwin 2
Das Coleman Darwin 2 ist ein einfaches Zwei-Personen-Zelt für Festival-Besucher oder Kurzzeit-Camper ohne hohe Ansprüche und Platzbedarf. Die gute Nachricht: Das 2,8 Kilo leichte Kuppelzelt steckt in einer sehr handlichen Tasche, die gerade mal ein Packmaß von 14 x 44 Zentimetern aufweist. So lässt sich das Darwin 2 auch problemlos im Rucksack oder auf dem Gepäckträger transportieren.
Der Aufbau des Coleman ist ein Klacks und blitzschnell erledigt: Zwei Gestängebögen aus 8,5-mm-Fiberglas werden mit dem Innenzelt durch Clipse verbunden, anschließend wird das Außenzelt aus Polyester übergeworfen, durch Schlaufen am Gestänge befestigt und unten durch Heringe fixiert.
Das Innenzelt fällt mit 210 × 140 Zentimetern zumindest auf dem Papier halbwegs geräumig aus. Im Test stießen wir im Liegen mit einer Körpergröße von 1,88 Meter entweder mit den Füßen oder mit dem Kopf an die Seitenwände. Wir haben mit einem Zollstock die Angaben des Herstellers überprüft, diese stimmen. Der starke Neigungswinkel der Wände ist offenbar für das geringere Raumangebot verantwortlich. Die kleine Apside im Eingangsbereich nimmt Schuhe auf, Rucksäcke bekommt man hier allerdings nicht unter. Mit zwei Personen und Gepäck wird es im Inneren schnell kuschelig. Die Innenhöhe fällt mit einem Meter ordentlich aus.
Zwei Innentaschen nehmen Kleinigkeiten auf, ein Haken an der Decke eignet sich zum Aufhängen einer Lampe. Der Eingangsbereich lässt sich komplett durch ein Moskitonetz schützen. Die Bodenwanne ist hochgezogen. Zwei gegenüberliegende Lüftungshauben können für eine Dauerbelüftung aufgestellt werden. Durch nur einen Eingang ist eine vernünftige Klimatisierung schwieriger als bei zwei Eingängen.
Der Innenraum fällt durch den hellen Grünton recht freundlich aus. Als Wassersäule gibt Coleman 3.000 Millimeter an. Im Test perlte das Wasser sauber vom Darwin 2 ab. Qualitativ bekommt man das, was man für rund 75 Euro erwarten darf. Wir gehen davon aus, dieses Kuppelzelt ist nicht für Generationen konzipiert. Die Reißverschlüsse sind nicht von höchster Qualität. Teilweise mussten wir diese erneut öffnen und schließen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Nähte sind ebenfalls nicht immer Maßarbeit: An zwei, drei kleinen Stellen zogen sich bei unserem Darwin bereits Fäden, die Nähte waren jedoch noch dicht.
Für einen Kurztrip ohne viel Gepäck hält man es auch zu zweit im Coleman Darwin 2 aus – man sollte sich dann allerdings mögen. Viel Platz hat man nicht. Auf- und Abbau gelingen mühelos, das Zelt ist auch wieder ruckzuck in der Tasche verstaut. Die Apside fällt klein aus, die Durchlüftung gelingt mittelmäßig, und auch die Verarbeitung setzt keine neuen Standards. Für seinen Preis erfüllt das Darwin jedoch unsere Erwartungen. Anspruchsvolle Camper oder Trekkingfans sollten etwas tiefer in die Tasche greifen.
Outwell Cloud 2
Für zwei Personen ist das Outwell Cloud 2 als klassisches Kuppelzelt konzipiert. Die rund 150 Euro teure Behausung ist in einer recht kompakten Tasche (56 x 18 Zentimeter) untergebracht und wiegt 4,5 Kilo – damit lässt sich das Cloud 2 gerade noch so im Rucksack transportieren.
Der Aufbau ist simpel: Wahlweise baut man Außen- und Innenzelt in einem Arbeitsgang auf oder erst das Außenzelt und hängt dann die Schlafkabine ein. Zwei lange Gestängebögen aus 8,5 Millimeter starkem Fiberglas werden über Kreuz in Gestängetaschen eingeschoben, vorne dient eine kürzere und etwas dünnere Fiberglasstange zur Formgebung der Apside. Jetzt müssen nur noch einige Kunststoffclips mit Zelt am Gestänge befestigt werden. Außer der Apside, die gespannt werden muss, steht das Cloud 2 eigenstabil. Die neongelben Sturmleinen sind sehr gut zu erkennen, Stahlheringe werden mitgeliefert.
Rückseitig befindet sich ein zusätzlicher Eingang, allerdings verfügt dieser über keinen eigenen Vorraum. Die Apside hat eine Tiefe von einem Meter, hier lassen sich Gepäck und Schuhe verstauen. Durch zwei seitliche Fenster fällt Licht ins Vorzelt. Das Überzelt besteht aus Polyester, das Innenzelt aus Polyester-Mesh-Gewebe. Beim Boden kommt Polyethylen zum Einsatz. Für das Vorzelt liefert Outwell eine Bodenplane mit, die sich ankletten lässt. Eine etwas fummelige Lösung.
Als Wassersäule gibt der Hersteller 3.000 Millimeter an. Die Verarbeitung des Zelts ist gut, die Nähte sind präzise, der Boden des Innenzelts ist wannenförmig hochgezogen. Beim Salewa Denali II gefällt uns das Material des Außenzelts aber noch besser, außerdem schätzen wir es sehr, dass hier zwei Apsiden vorhanden sind. So hat jeder Bewohner seine eigene kleine Abstellkammer. Auch der gelbe Innenraum wirkt freundlicher und entspannter. Wer es im Zelt allerdings generell lieber dunkel hat, auch um morgens länger schlafen zu können, dürfte das Outwell Cloud 2 bevorzugen.
Der Innenraum hat die Maße 2,10 Meter mal 1,40 Meter. Wer groß ist und sich im Liegen lang macht, berührt möglicherweise mit Kopf und/oder Füßen die Seitenwände. Dies kann auch beim Knien mit dem Dachhimmel passieren, denn mit einem Meter fällt die Innenraumhöhe nicht besonders üppig aus. Für zwei Personen reicht die Zeltbreite locker aus.
Innen findet man zwei Taschen für Kleinkram, an einer Schlaufe an der Decke kann man eine Lampe aufhängen. Durch die zwei Eingänge und eine aufstellbare Belüftungshutze gelingt der Frischluftaustausch im Cloud 2 mühelos. Unseren Berieselungstest hat das Kuppelzelt makellos überstanden. Für den Aufbau braucht man als Ungeübter maximal zehn Minuten, der Abbau gelingt problemlos in der Hälfte der Zeit.
Abgesehen von der zweiten fehlenden Apside hat das Outwell Cloud 2 keine nennenswerte Schwäche. Im direkten Vergleich mit dem Salewa, das innen etwas schmaler ist, dafür aber beide Eingänge mit einem Vorzelt versehen hat, würden wir das etwas höherwertigere Denali II vorziehen.
Vango Helvellyn 300
Unwegsames Gelände und windige Regionen, hier fühlt sich das Vango Helvellyn 300 als halbgeodätisches Zelt pudelwohl. Drei Gestängebögen aus Aluminium verleihen dem Zelt viel Stabilität. Mit dem Packmaß von 48 x 18 Zentimetern lässt sich das grüne Zelt in den meisten Rucksäcken verstauen, das Gewicht von 3,52 Kilo ist noch halbwegs rückenfreundlich.
Zwei Stangen haben die identische Länge, die dritte ist etwas kürzer. Farbige Markierungen an den Gestängetaschen illustrieren sofort, wo welche Stange hinkommt. Da alle drei Stangen komplett durchgeschoben werden müssen, dauert der Aufbau etwas länger als bei Zelten, bei denen das Außenzelt nur eingeclipst wird. Der Aufbau ist alleine problemlos zu meistern. Beim ersten Versuch haben wir rund 15 Minuten benötigt.
Vorteil: Das Helvellyn 300 steht eigenständig, lediglich der Vorbau muss mit zwei Heringen am Boden befestigt werden. Das Innenzelt mit einer Länge von 2,20 Meter und einer Breite zwischen 1,70 und 1,50 Meter eignet sich für drei Personen, zu zweit genießt man paradiesische Wohn- und Schlafverhältnisse. Hinzu kommt die Höhe von 1,10 Meter, die Berührungen mit der Decke nahezu unmöglich macht.
Der orange Innenraum versprüht eine gemütliche und freundliche Atmosphäre, hier fühlt man sich wohl. Das Innenzelt kann direkt in einem Rutsch mit aufgebaut werden, es ist im Außenzelt eingehängt. Außen- und Innenzelt bestehen aus Polyester, die Wassersäule des Helvellyn 300 liegt bei 3.000 Millimetern. Der Boden hat eine hochgezogene Wanne und ist in den Ecken zusätzlich verstärkt. Zwei Taschen sind für Kleinkram eingenäht.
Konzeptionell muss man sich gut überlegen, ob das Vango das richtige Zelt für die beabsichtigten Trips ist. Denn es hat nur einen Eingang und eine Apside. In sehr sturmreichen Gebieten mit niedrigen Temperaturen ist dies von Vorteil, wer in unkompliziertem Terrain und bei unproblematischen Witterungsbedingungen unterwegs ist, wird wohl einen zweiten Eingang sehr zu schätzen wissen, gerade, wenn man zu dritt im Zelt schläft. Zwei Eingänge ermöglichen zudem eine bessere Durchlüftung.
Die Apside des Helvellyn 300 ist einen Meter tief, nimmt also das Gepäck auf und erlaubt es unter Umständen sogar, zu kochen. Die beiden Seitenteile lassen sich einzeln oder gleichzeitig öffnen. Für sehr moskitoreiche Gegenden ist das Geodätzelt eher nicht geeignet, da es in der Tür auf ein separates Moskitonetz verzichtet.
Unsere künstliche Berieselung hat das Vango innen unbeschadet überstanden. Alle Nähte des Außenzeltes und des Zeltbodens sind verschweißt, Verarbeitung und Materialien geben keinen Anlass zu Kritik. Verstaut ist das Zelt blitzschnell, weil der Packsack eine riesige Öffnung hat. Die Zielgruppe, die sich für ein Geodätzelt interessiert, ist wahrscheinlich vergleichsweise klein. Zum fairen Preis von weniger als 300 Euro erhält man eine ausgereifte Unterkunft. Vango bietet mit dem Helvellyn 200 das Geodätzelt zusätzlich in einer kleineren und etwas günstigeren Variante an.
Nordisk Halland 2 PU
Falls Sie ein Tunnelzelt suchen und Ihnen das Tatonka Rokua 2 zu teuer ist und Sie etwas mehr Qualität als beim preiswerten High Peak Kite 2 wünschen, sollten Sie sich mal das Nordisk Halland 2 PU näher anschauen. Dieses Tunnelzelt für etwas mehr als 200 Euro ist ebenfalls eine interessante Behausung für unterwegs für zwei Personen.
Der Name Halland bezeichnet eine schwedische Provinz an der Westküste Schwedens, die man mit diesem Zelt problemlos besuchen könnte. Konzipiert ist das Halland 2 PU als Zwei-Stangen-Konstruktion. Damit man die beiden leichten und hochwertigen Aluminium-Stangen an der richtigen Stelle einfädelt, sind diese unterschiedlich in Silber und Rot lackiert. Auch die roten Aluminium-Heringe machen optisch was her.
Im Auslieferungszustand wird zunächst das Außenzelt aufgebaut, anschließend gut geschützt vor Regen das Innenzelt. Dies erfolgt per Haken und über Klickverschlüsse. Nach fünf bis zehn Minuten ist alles erledigt. Wer will, kann Außenzelt und Innenkabine zusammen ab- und anschließend wieder im Verbund aufbauen.
Das 3 Kilo schwere Zelt braucht im 50 x 15 Zentimeter großen Säckchen nicht viel Platz. Auch das Einpacken ist schnell wieder erledigt.
Im Gegensatz zum teureren Tatonka Rokua 2 hat das Halland 2 lediglich einen Eingang und eine Apside. Mit einer Tiefe von weit mehr als einem Meter bietet diese ausreichend Platz für Gepäck, im Notfall kann man hier auch wettergeschützt kochen. Praktisch: Öffnet man die vordere Tür, die mit Reißverschluss und Klettverschlüssen vor Regen und Zugluft gesichert ist, kann man diese in die Innentasche der Apside stecken. Jetzt stört diese nicht und wird auch nicht schmutzig.
Tunnelzelt-spezifisch steht auch das Nordisk nicht eigenständig. Es muss folglich mit Heringen und am besten noch zusätzlich mit Sturmleinen gesichert werden. Dann trotzt es dem Hersteller zufolge problemlos Windgeschwindigkeiten von bis zu 25 Metern pro Sekunde, was 90 Stundenkilometern entspricht.
Mit einer Kabinenhöhe von 100 Zentimetern – zumindest im Eingangsbereich – ist das Halland 2 genauso hoch wie das Tatonka Rokua 2. Entspanntes Sitzen ist möglich, je nach Körpergröße berührt man im Knien jedoch die Decke. Denn diese fällt zum Ende des Zelts auf 75 Zentimeter ab. Dank einer Länge von 2,15 Metern kann man ganz bequem liegen, die Breite von 130 Zentimetern eignet sich für zwei Personen. Alleine kann man im Nordisk natürlich fürstlich wohnen und jede Menge Platz genießen.
Zum Verstauen von Kleinigkeiten findet man im Zelt vier und in der Apside zwei Taschen. Die Tür kann man wahlweise komplett öffnen oder ein Moskitonetz zum Schutz vor ungebetenen Gästen eingezogen lassen. Zwei Lampenhalter sind im Deckenbereich befestigt. Für eine ordentliche Luftzirkulation sorgen zwei Belüftungsöffnungen vorne und hinten. Die sandfarbene und damit angenehm helle Innenkabine bildet einen schönen Kontrast zum braunen Boden.
Die Reißverschlüsse lassen sich problemlos ziehen und sind ebenso wie die Nähte gut verarbeitet. Das Zelt besteht aus Polyester – während Über- und Innenzelt eine Wassersäule von 3.000 Millimetern aufweisen, kommt der Zeltboden auf 8.000 Millimeter. Unseren Bewässerungstest hat das Halland 2 problemlos bestanden.
Im Vergleich bietet das deutlich teurere und etwas leichtere Tatonka Rokua 2 einen größeren Innenraum mit zwei Eingängen und zwei Apsiden. Wem ein Eingang reicht, erhält mit dem Nordisk Halland 2 PU ein gut verarbeitetes und einfach aufzubauendes Tunnelzelt für Trekkingtouren und Ausflüge auf den Campingplatz.
Coleman Castle Pines 4
Wenn Familien zwei Wochen an der Nordsee oder in den Bergen im Zelt verbringen möchten, brauchen sie Platz, im Idealfall getrennte Kabinen zum Schlafen. Für solche Einsätze ist das Coleman Castle Pines 4 ein interessantes Campingzelt.
Dass das Coleman mit einem kompakten Igluzelt nicht zu vergleichen ist, fällt schon an der Tragetasche auf. Mit 70 x 30 x 30 Zentimetern ist diese deutlich voluminöser als bei vielen anderen Zelten. Das Gewicht von satten 16,8 Kilo verdeutlicht: Diese portable Herberge, konzipiert als Tunnelzelt, transportiert man am besten im Auto und nicht auf dem Fahrrad oder gar im Rucksack.
Gefertigt ist das Außenzelt des Castle Pines 4 aus Polyester mit PU-Überzug, der Boden aus Polyethylen ist verschweißt. Die Wassersäule beträgt 6.000 Millimeter. Den Aufbau sollte man zu zweit durchführen, sonst wird es schwierig. Vier Stangen aus Fiberglas – drei richtig lange und eine kurze – werden durch Schächte im Außenzelt gezogen. Das Gestänge wird nacheinander in Bogenform gebracht und in kleine Metallstifte eingehängt. Dadurch richten sich Außen- und Innenzelt von alleine auf.
Das Tunnelzelt steht nicht eigenständig. Es genügt jedoch, die äußeren Spannleinen mit Heringen am Boden zu befestigen, schon haben die drei Bögen ausreichend Halt. Das kleine Vordach, das durch die kurze Fiberglasstange seine Form bekommt, wird ebenfalls verspannt. Nach maximal 15 Minuten ist alles erledigt, mit etwas Übung klappt das sogar noch schneller. Spannleinen und Gurte sind bereits in großer Zahl am Coleman festgenäht, sodass man dieses auch gegen Sturm effektiv schützen kann.
Das Zelt besteht aus dem 5 Quadratmeter großen Wohnraum sowie der 5,9 Quadratmeter großen Schlafkabine. Praktisch: Diese lässt sich durch eine Stoffwand in der Mitte trennen – eingezogen wird diese über einen Reißverschluss. Inklusive Sonnendach kommt das Tunnelzelt auf eine stattliche Länge von 4,70 Metern. Der Innenbereich ist 2,80 Meter breit, das Vorzelt hat eine Länge von 1,65 Metern, die Schlafkabine von 2,10 Metern. Das reicht aus, um sich entspannt hinzulegen. Sehr komfortabel: Die Höhe beträgt mit bis zu 1,90 Meter Stehhöhe, sodass sich die meisten Camper aufrecht im Zelt bewegen können.
Zugang zum Wohnbereich verschafft man sich entweder über den vorderen Eingang oder rechts über die Seitentür. Beide haben jeweils ein separates Moskitonetz. Die Verarbeitungsqualität des Campingzelts ist gut, die Nähte sind abgeklebt, alle verwendeten Materialien wurden mit einer feuerhemmenden Beschichtung versehen.
Die Schlafkabine ist innen komplett schwarz gehalten, um besser schlafen zu können. Zudem soll das Obermaterial die Sonneneinstrahlung auffangen und für eine angenehmere Innentemperatur sorgen. Sowohl in der Kabine als auch im Eingangsbereich findet man Taschen in Hülle und Fülle. Im Vorzelt sitzen insgesamt drei Fenster mit durchsichtiger Folie, die sich abdecken lassen. Auch um die Durchlüftung muss man sich keine Sorgen machen. Hinter der Schlafkabine kann man die Intensität der Frischluftzufuhr individuell anpassen.
Der Abbau ist prinzipiell einfach. Heringe aus dem Boden raus, Leinen einwickeln und Gestänge zerlegen. Jetzt sollte man das Zelt recht präzise zusammenlegen, damit man es ohne Anstrengung wieder in die Tragetasche reinbekommt.
Das Coleman Castle Pines 4 ist kein Schnäppchen: Dafür bietet es aber vier Personen in bis zu drei Bereichen Platz, ist relativ schnell aufgebaut und hochwertig verarbeitet.
MSR Mutha Hubba NX
Das MSR Mutha Hubba NX macht richtig Lust, sofort die Wanderschuhe anzuziehen und zu einer Outdoor-Expedition aufzubrechen. Es ist geräumig und exzellent verarbeitet. Lediglich der vergleichsweise hohe Preis von mehr als 500 Euro macht es möglicherweise uninteressant für viele Gelegenheits-Abenteurer, die kein so großes Budget eingeplant haben. Ansonsten macht man mit dem leichten Kuppelzelt alles richtig.
Unser Testmuster bringt mit Tasche und sämtlichem Zubehör 2.400 Gramm auf die Waage. Damit ist es etwas schwerer als die meisten reinrassigen Leichtgewichtzelte. Das Packmaß fällt mit 50 x 15 Zentimetern sehr kompakt aus. Wer es jedoch noch handlicher mag, findet in unserem Test Alternativen.
Der Aufbau des Mutha Hubba NX ist ein Kinderspiel. Das Innenzelt wird einfach auf dem Boden ausgebreitet, anschließend steckt man die einzelnen, hochwertigen Aluminium-Gestängekomponenten zusammen, die aus einem einzigen Element bestehen. Die vier Gestänge-Enden werden außen in die kleinen Metallösen am Zelt eingesteckt, anschließend spannt man die beiden Bögen und clipst die Aufhänger ein. Spätestens jetzt sollte man das Innenzelt an vier Schlaufen mit den roten, leichten Alu-Heringen verspannen.
Im finalen Schritt zieht man das leichte Außenzelt über, spannt die beiden Apsiden ab und kann je nach Bedarf sechs Sturmleinen verspannen. Nach maximal 5 Minuten steht das MSR-Zelt in unserem Test. Der Aufbau gelingt wie der Abbau absolut problemlos, und auch das Verstauen im Packsack ist ein Kinderspiel. Wer will, kann auch erst das Außenzelt aufbauen und dann das Innenzelt einhängen, bei Regen möglicherweise eine sinnvolle Option. Eine passende Zeltunterlage, ein so genannter Footprint, ist separat erhältlich.
Das Material des Innen- und Außenzelts gefällt uns richtig gut. Es handelt sich um ein sehr leichtes, dünnes und trotzdem reißfestes Nylongewebe, das Außenzelt ist mit Silikon und Polyurethan beschichtet, dadurch perlt Wasser hier mühelos ab. Nähte (teilweise doppelte Kappnähte) und Reißverschlüsse sind top und bieten keinen Anlass zu Kritik.
Der Innenraum ist von zwei Seiten zu erreichen, jede der beiden Apsiden hat eine Tiefe von 76 Zentimetern . Hier finden jeweils ein großer Rucksack und Schuhe Platz. Das Innenzelt hat die Maße 213 x 172 Zentimeter, die Höhe beträgt 110 Zentimeter. Aufrechtes Sitzen, ohne mit dem Kopf die Decke zu berühren, ist folglich auch für größere Personen problemlos möglich. Dies gilt auch für entspanntes Liegen, die Seitenwände stören nicht während des Schlafs. Zwei Erwachsene genießen ausreichend Platz mit Gepäck, ein Kind kann noch zusätzlich mühelos im Innenraum schlafen. Mit drei Erwachsenen wird es hingegen etwas eng.
Der rote Boden ist an den Wänden hochgezogen, zusammen mit den Grau- und Grüntönen entsteht eine gemütliche Atmosphäre. Wer morgens ein vollkommen abgedunkeltes Innenzelt bevorzugt, sollte nach einem anderen Modell Ausschau halten. Alternativ ist das Mutha Hubba NX anstelle des grünen mit einem grauen Außenzelt erhältlich.
Insgesamt fünf Schlaufen an der Decke ermöglichen das Aufhängen beispielsweise einer leichten Lampe oder einer Wäscheleine. Die Innenhöhe im Zelt ist konstant, was den Wohnkomfort steigert. Praktisch: Eine neue Firststange sorgt dafür, dass das Außenzelt nicht mehr mit dem Innenzelt in Berührung kommt.
In den Türen befinden sich große Moskitonetze, die sich per Reißverschluss öffnen lassen. Auch an den Seiten des Innenzelts sind große Moskitonetze eingearbeitet. Durch die gegenüberliegenden Eingänge gelingt eine optimale Lüftung des MSR, für sehr kalte Regionen ist es durch seine luftige Konstruktion nicht geeignet. Belüftungshutzen in den Eingangsbereichen erlauben eine manuelle Regulierung des Luftaustauschs. Die seitlichen Türen in den Apsiden sind durch einen Reiß- und einen zusätzlichen Klettverschluss gesichert.
Uns sind beim MSR Mutha Hubba NX keine Schwachstellen aufgefallen. Es steht sehr stabil, trotzt stärkerem Wind, ist leicht, kompakt zu verstauen, hat einen großen, gemütlichen Innenraum und zwei Eingänge sowie zwei Apsiden. Wer ein hochwertiges Kuppelzelt sucht, liegt mit dem MSR garantiert richtig. Allerdings muss man in der Regel mehr als 500 Euro hinblättern.
Salewa Litetrek II
Das Salewa Litetrek II ist ein kompaktes 2-Personen-Doppelwandzelt für alpines Trekking. Mit der Verpackungsgröße 40 x 19 Zentimeter braucht es im Rucksack nicht viel Platz. Die von uns gemessenen 2,5 Kilo machen es nicht zum Super-Leichtgewichtzelt, aber wer nicht auf jedes Gramm achten muss und nicht viel Platz benötigt, hat mit dem Salewa viel Spaß. Windkanal-Messungen der Technischen Universität München zufolge hält das Litetrek II Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h stand.
Der Aufbau ist von einer Person mühelos innerhalb von fünf Minuten zu erledigen. Drei Aluminiumstangen müssen zunächst zusammengesetzt werden. Anschließend breitet man das Semi-Geodät auf dem Boden aus – Außen- und Innenzelt sind bereits miteinander verbunden. Die beiden langen Stangen verlaufen über Kreuz und werden jeweils außen in kleine Taschen gesteckt. Jetzt muss man nur noch die Bögen spannen und das Außenzelt einclipsen. Der kürzere Gestängebogen spannt den Eingangsbereich, hier wird das Salewa ebenfalls über Clips eingehängt. Fertig!
Das Litetrek II steht auch ohne Heringe, deutlich mehr Spannung erzielt man jedoch, indem man es mit den mitgelieferten leichten Alu-Heringen im Boden verankert. In windigen Regionen lässt sich das Zelt zusätzlich über Sturmleinen sichern. Eine passende Zeltunterlage hat Salewa im Sortiment.
Das Außenzelt besteht aus hochwertigem und leichtem 50-D-Ripstop-Nylon mit Silikon- und PU-Beschichtung, die Wassersäule liegt bei 3.000 Millimetern. Der Boden ist aus robustem PU-beschichtetem 70-D-Ripstop-Nylon mit 5.000 Millimeter Wassersäule gefertigt. Das Innenzelt aus 66-D-Ripstop-Polyester verfügt über einen Eingang aus Mesh-Material mit integriertem Mückennetz. Der Eingangsbereich des Innenzelts kann über einen Reißverschluss fast vollständig geöffnet und in einer festgenähten Tasche verstaut werden. Das gilt auch für den Eingang des geräumigen Außenzelts.
Der Schlafbereich fällt mit 210 x 120 Zentimetern nicht überdimensioniert aus. Großgewachsene Personen, die sich nachts strecken, stoßen entweder mit dem Kopf oder mit den Füßen gegen eine Zeltwand. Alleine ist das Platzangebot ausreichend, zu zweit sollte man sich schon mögen. Aufrechtes Sitzen ist nur in der Mitte mit einer Höhe von 100 Zentimetern möglich, nach außen hin fällt diese auf 85 Zentimeter ab. Das Litetrek II eignet sich damit weniger zum Wohnen, sondern primär zum Schlafen.
Nachteil, zumindest wenn man auf eine perfekte Klimatisierung steht, viel Gepäck hat und zu zweit unterwegs ist: Das Salewa hat nur einen Eingang und nur eine Apside. Diese fällt mit einer Tiefe von 40 Zentimetern recht klein aus, auf den 0,56 Quadratmetern finden zwei mittelgroße Rucksäcke und Schuhe Platz. Auf Kosten des Innenzelts lässt sich die Apside etwas vergrößern.
Der Boden ist an den Außenseiten hochgezogen. Durch das neongelbe Innenzelt wirkt der Innenraum sehr freundlich, insgesamt hat Salewa mit Grau, Weiß und Neongelb eine attraktive Farbgebung gefunden. Für Langschläfer ist es morgens im Innenraum wahrscheinlich nicht dunkel genug. An der Decke befindet sich eine Schlaufe zum Aufhängen von Kleinigkeiten.
Zur Regulierung der Frischluftzufuhr lässt sich im Deckenbereich auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangs ein kleines Rückpanel von innen und außen mit Reißverschlüssen öffnen. Konstruktionsbedingt durch nur eine Tür ist es im Litetrek II immer etwas wärmer als in einem Zelt mit zwei Eingängen.
Idealerweise als schnell auf- und abzubauendes Trekkingzelt ist das Salewa Litetrek II ein interessantes, recht leichtes Modell mit toller Verarbeitung. Es eignet sich auch für windreichere Regionen, steht eigenständig und benötigt nicht viel Platz. Vor dem Kauf sollte man unbedingt überlegen, ob man mit einem Eingang und nur einer Apside zurechtkommt.
Zum Preis von um die 300 Euro rangiert das Salewa im Mittelfeld, ist für Hobby-Outdoor-Freaks aber gerade noch erschwinglich.
Exped Lyra III
Wer ein leichtes Kuppelzelt mit ordentlichem Platzangebot für zwei Personen und super bequemem Aufbau sucht, macht mit dem Exped Lyra III keinen Fehler. Das Zelt ist für rund 440 Euro kein Schnäppchen, aber eine empfehlenswerte Unterkunft für Radfahrer und Wanderer.
2,3 Kilo bringt das Lyra III auf die Waage – würde es weniger als 2 Kilo wiegen, hätten wir es als Leichtgewichtzelt-Empfehlung weiter oben aufgenommen. Kommt es nicht auf jedes Gramm an, kann man bedenkenlos zum Exped greifen. Der Packsack lässt sich mit 50 x 21 Zentimetern unproblematisch verstauen.
Ein Hingucker ist das goldene Gestänge, das komplett miteinander verbunden ist. Die einzelnen Stangensegmente aus Aluminium sind durch eine elastische Kordel zu einem geschlossenen Gestänge zusammengefasst. Dadurch reduziert sich die Aufbauzeit. Nachdem man das Innenzelt auf dem Boden ausgebreitet hat, werden die vier Enden der Gestänge in entsprechende Metallösen gesteckt. Das Innenzelt errichtet sich so blitzschnell und wird für eine optimale Spannung am Gestängebogen festgeclipst. Eine obere Querstrebe, ebenfalls im Gestängekomplex integriert, spannt das Dach in Richtung der beiden Apsiden auf.
Das Überzelt wird im Bodenbereich am Innenzelt eingeclipst, farbige Markierungen machen einen fehlerhaften Aufbau unmöglich. Das Zelt kann, muss aber nicht, mit den mitgelieferten Kunststoffheringen am Boden verankert werden. Es steht frei. Nur die beiden Apsiden müssen mit den Heringen abgespannt werden. Diese sind jeweils bis zu 60 Zentimeter tief und bieten nicht nur Platz für Gepäck, sondern auch die Chance zum Kochen. Die Apsidenfläche beträgt 1,35 Quadratmeter.
Die mitgelieferten Heringe verfügen über Widerhaken, die sich fest im Boden verankern. Bei harten Böden kann es allerdings Probleme geben, diese einzuschlagen.
Angenehm groß für ein derart leichtes Zelt fällt die Liegefläche mit 215 x 160 Zentimetern aus. Zu zweit ist das Platzangebot top, zu dritt geht notfalls auch, dann sollte man sich aber gut kennen. In der Mitte punktet das Exped mit einer ausgezeichneten Sitzhöhe von 1,15 Meter, aber auch in den Randbereichen sind Berührungen mit der Decke nahezu ausgeschlossen. Und 2,15 Meter dürften in den allermeisten Fällen reichen, um sich entspannt lang zu machen.
Zwei Innentaschen und mehrere Aufhänger an der Decke erhöhen den Wohnkomfort. Das grün-gelbe Innen- sowie das hellgrüne Außenzelt versprühen eine angenehme Atmosphäre. Morgens ist es natürlich recht hell.
Innenzelt, Außenzelt und Boden bestehen aus 68-D-Polyester mit PU-Beschichtung. Das Außenzelt hat eine Wassersäule von 3.000, der Boden von 5.000 Millimetern. Starkregen perlt problemlos ab, der Innenraum bleibt im Test vollkommen trocken. Die Verarbeitungsqualität ist top, an Nähten und Reißverschlüssen haben wir nichts zu bemängeln.
Exped hat im Innenzelt nicht an feinmaschigem Moskitonetz gespart. Im unteren Drittel schützt dichteres Ripstop-Nylon gegen Wind. Durch die beiden Eingänge kann man das Lyra III perfekt lüften. Angestaute Hitze entweicht sofort, bei Bedarf hat man immer ein angenehmes Lüftchen im Innenzelt. Dieses ist auch freistehend als Moskitozelt verwendbar. Praktisch: Am Außenzelt sind gelbe Abspannschnüre in kleinen Täschchen verstaut.
Der Abbau des Lyra III ist blitzschnell erledigt, Gestänge und Zelt verschwinden mühelos im geräumigen Packsack. Für zwei Personen ist das Exped ein sehr gutes Kuppelzelt mit geringem Gewicht, kleinem Packmaß und gutem Platzangebot.
Ferrino Piuma 2
Sehr viel kompakter, leichter und puristischer geht es kaum: Das Ferrino Piuma 2 ist ein echtes Leichtgewichtzelt und mit rund 1,4 Kilo das zweitleichteste Zelt in unserem Testfeld. Es dient primär als Schlafunterkunft für eine Person, längere Aufenthalte bereiten ob der geringen Innenzeltgröße wenig Freude.
Das Tunnelzelt wird in einem superkompakten Packsack transportiert. 33 x 16 Zentimeter kann man in jedem Rucksack freihalten. Außen- und Innenzelt sind beim Piuma 2 bereits miteinander verbunden. Beim Aufbau muss man lediglich das Außenzelt mit den kleinen, schwarzen Aluheringen an vier Punkten fixieren. Anschließend wird eine längere Alustange durch einen Stoffkanal geschoben und gewölbt. Das gelingt mühelos, das Herausziehen der Stange ist etwas fummeliger. Hier bevorzugen wir Zeltlösungen, bei denen das Außenzelt am Gestänge eingeclipst wird.
Damit richtet sich das Ferrino schon auf und erreicht seine finale Form. Es fehlt lediglich noch eine kurze Stange, die dem Fußbereich mehr Spannung und Volumen verleiht. Eine Person schafft den Aufbau problemlos in maximal 5 Minuten. Sturmleinen können je nach Bedarf gespannt werden und gehören zum Lieferumfang.
Das leichte Gestänge besteht aus einer gehärteten Aluminiumlegierung. Beim grünen Außenzelt kommt 20 D Nylon Ripstop mit Silikon und einer Wassersäule von 2.000 Millimeter zum Einsatz, der rote Zeltboden aus 30 D Nylon Ripstop ebenfalls mit Silikonbeschichtung hat eine Wassersäule von 3.000 Millimeter. Das Zeltmaterial ist robust und leicht.
Ins Innere gelangt man seitlich über eine geräumige Tür, hinter der sich die riesige Moskitonetztür im Innenzelt befindet. Beide lassen sich dauerhaft hochwickeln. Der Innenraum fällt mit 220 x 65 Zentimeter sehr übersichtlich aus. Zum Liegen reicht die Fläche auch für Großgewachsene. Alleine kann man sich nachts im Schlaf entspannt umdrehen, zu zweit darf man jedoch keine Angst vor Berührungen haben, es wird dann schon gewaltig eng. Aufrecht sitzen geht bei einer Höhe von 90 Zentimeter ebenfalls nicht, außerdem fällt das Piuma 2 nach einer Seite hin enorm ab, die Liegerichtung ist damit vorgegeben.
Die Apside ist nicht sonderlich tief – an ihrer tiefsten Stelle 40 Zentimeter – dafür verläuft diese über die Längs- bis zur Kopfseite des Zelts. Schuhe und kleines Equipment lassen sich mühelos verstauen, bei einem größeren Rucksack ist es hingegen kaum zu vermeiden, dass dieser an die Außenwand des Ferrino stößt. Durch eine kleine Reißverschlussöffnung gelangt man an die Utensilien im Vorzelt hinter dem Kopfbereich.
Im Innenraum findet man zwei Taschen für Kleinigkeiten. Die rote Bodenwanne ist hochgezogen, im Außenzelt und am Boden sind die Nähte versiegelt, um eine bestmögliche Wasserdichtigkeit zu erzielen. Ein großes Moskitonetz erstreckt sich über den Eingangsbereich und das Fußende. Für eine optimale Frischluftzufuhr muss man die Eingangstür öffnen – Zelte mit zwei Eingängen bieten hier Vorteile. Der Innenraum ist angenehm hell und verbreitet eine entspannte Atmosphäre, morgens ist es jedoch nicht richtig dunkel.
Wer alleine unterwegs ist, ein Zelt überwiegend zum Schlafen benötigt und auf jedes Gramm und jedes Zentimeter Packmaß achten will, liegt mit dem Ferrino Piuma II richtig. Zu Preisen zwischen 250 und 300 Euro ist es kein Schnäppchen, aber ein Begleiter, den man immer und überall dabei haben kann.
Forclaz Trekkingzelt Tarp MT900
Wer beim Wandern eine kleine Unterkunft zum Übernachten für bis zu zwei Personen dabei haben möchte und auf jedes Gramm im Rucksack achtet, der findet im Decathlon Forclaz Trekkingzelt Tarp MT900 eine extrem leichte Lösung. Das kompakte Zelt wiegt gerade mal 1.300 Gramm. Innovativ: Das MT900 verzichtet auf ein eigenes Gestänge und wird mit Hilfe handelsüblicher Wanderstöcke aufgebaut. Diese gehören nicht zum Lieferumfang.
Mit seiner recht überschaubaren Innengröße von 220 Zentimeter in der Länge und 125 bzw. 105 Zentimeter in der Breite ist das Forclaz logischerweise kein Campingzelt, sondern primär ein Schlechtwetterschutz und eine Behausung zum Übernachten. Diese kann man aber wirklich immer und überall dabei haben. Einerseits wegen des geringen Gewichts, andererseits wegen des super handlichen Packmaßes von 35 × 12 × 11 Zentimeter. Das komprimierte Volumen beträgt gerade mal 4 Liter.
Der Aufbau ist etwas ungewöhnlich, weil das MT900 nicht mit klassischen Gestängebögen aus Fiberglas oder Aluminium daherkommt. Erforderlich sind zwei Wanderstöcke mit einer Ideallänge von 115 Zentimeter, länger als 120 Zentimeter sollten diese nicht sein. Wer Teleskopstöcke verwendet, kann die passende Länge exakt einstellen.
Um das Trekkingzelt zu errichten, werden zunächst vier Heringe an den jeweiligen Ecken befestigt. Diese bestehen aus Aluminium, eine spezielle Kopfform macht die Heringe sehr robust. Im trockenen Rasen haben die Heringe im Test vorzüglich gehalten. Das Außen- und das Innenzelt sind bereits miteinander verbunden. Es genügt, einen Wanderstock auf jeder Seite senkrecht zu den Türen unter das Außenzelt in spezielle Taschen zu schieben. Die Spitze der Wanderstöcke erhält in angenähten kleinen Metallösen Halt. Schon steht das MT900.
Kurze Aluminiumstangen werden im Fußraum eingesetzt, damit dieser mehr Stabilität und Volumen erhält. Ärgerlich: Bei unserem Modell ließen sich die Stangen nur auf jeweils einer Seite sicher in die angenähte Tasche einstecken, der Abstand zur zweiten Tasche war zu gering, sodass die Stangen zu lang waren. Durch das Verankern der Spannseile fiel dieses Manko nicht weiter auf, trotzdem hat hier die Fertigung nicht präzise gearbeitet.
Das Decathlon-Zelt steht deutlich stabiler als erwartet. Dem Hersteller zufolge wurde es im Windkanal bis zu Windgeschwindigkeiten von 70 km/h (Windstärke 8) erfolgreich getestet. Auch am Tag unseres Aufbaus war es sehr windig, was jedoch kein Problem war. Mit den Heringen sicher verankert trotzte das MT900 stärkeren Böen mühelos.
Das Außenzelt besteht aus 20-Denier-Polyester mit einer Wassersäule von 2.000 Millimeter, beim Boden kommt 40-Denier-Polyamid zum Einsatz (3.000 Millimeter Wassersäule), beide Materialien wurden mit einer Polyurethanbeschichtung innen und einer Silikonbeschichtung außen versehen. Alle Nähte sind zudem mit thermogeklebtem Band versiegelt.
Der orangefarbene Boden und das helle Innenzelt versprühen eine angenehme und gemütliche Atmosphäre. In zwei Taschen kann man Kleinkram verstauen, zudem ist es möglich, beispielsweise eine Lampe dank Haken an der Decke zu befestigen. Ist man alleine unterwegs, reicht das Platzangebot im Decathlon-Zelt locker aus. Zu zweit sollte man sich gerade auf längeren Touren schon mögen, sonst können die rund 60 Zentimeter pro Person zum Problem werden. Die Höhe von 95 Zentimeter ist natürlich nicht üppig, aber ausreichend.
Praktisch sind die zwei Eingänge, die jeweils eine eigene, bis zu 70 Zentimeter tiefe Apside haben. So können Schuhe und Rucksack draußen bleiben, und nachts muss man nicht übereinander klettern, falls man mal raus will.
Abgesehen von der erwähnten Problematik mit den kurzen Stangen im Fußraum sind wir mit der Verarbeitung und der Materialqualität des kleinen Trekkingszelts sehr zufrieden. Das Zeltmaterial ist sehr leicht, aber enorm stabil. Wasser perlt wunderbar ab. Die Bodenwanne des Innenzelts ist wannenförmig hochgezogen. Durch die beiden großen Eingänge mit Moskitonetz kann das MT900 sehr gut belüftet werden, außerdem sind zwei Belüftungsöffnungen verbaut.
Decathlon hat das Außenzelt übrigens bewusst in Weiß gehalten. »Greige«, so lautet die offizielle Bezeichnung, ist die Farbe von Textilien im Rohzustand, also ohne jegliche Färbung. So werden Energie, Wasser und Chemikalien eingespart, außerdem wurden beim MT900 dem Hersteller zufolge die CO2-Emissionen so um 18 Prozent reduziert.
Der Abbau des Mini-Zelts ist blitzschnell erledigt. Heringe und Wanderstöcke raus, Zelt einrollen, rein in den Packsack und fertig!
Uns überzeugt das Konzept des Decathlon Forclaz Trekkingzelt Tarp MT900: Minimales Gewicht, winziges Packmaß, hochwertige Materialien, unkomplizierter Aufbau und vernünftiges Platzangebot – so freut man sich darauf, wenn man bei der nächsten Wanderung von der Dunkelheit überrascht wird.
Ferrino Blow 2
Das Ferrino Blow 2 ist das Pendant zum weiter unten vorgestellten Ferrino Piuma 2. Hierbei handelt es sich um kein Tunnel-, sondern um ein Kuppelzelt. Wir empfehlen das Blow 2 als Leichtgewichtzelt mit super kompaktem Packmaß. Es wiegt nur 1,7 Kilo, ist ab rund 300 Euro zu haben, hat zwei Eingänge und zwei Apsiden und braucht zusammengelegt nur 38,5 x 14 Zentimeter.
Der Aufbau des Blow 2 erfolgt mittels zweier sich kreuzender Aluminiumbögen, die schnell zusammengesteckt sind. Die entsprechenden Metallösen an den Zeltecken und die Stangenenden sind farblich markiert, sodass ein fehlerfreier Aufbau garantiert ist. Das Blow 2 steht eigenständig, die mitgelieferten Alu-Heringe benötigt man nur zwingend, um die beiden Apsiden abzuspannen. Das Ferrino ist mit zwei Eingängen ausgestattet.
Die beiden Stangen werden durch kurze Stofftaschen des Innenzelts geführt, anschließend clipst man das Innenzelt noch am Gestänge fest und setzt eine zusätzliche kurze Alustange im Dachbereich ein, um die Stabilität zu erhöhen. Fertig! Nach zwei Minuten steht das Innenzelt und ist in warmen Gegenden auch schon bezugsfertig.
In der Regel zieht man noch das Außenzelt über. Dieses wird an vier Ecken am Gestänge befestigt, farbige Markierungen sorgen hier ebenfalls sofort für Klarheit. Nur die beiden Apsiden abspannen, fertig! Selbst wenn man die aufziehende Regenfront schon sieht, steht das Ferrino Blow 2 rechtzeitig, damit man nicht nass wird. Die bereits angebrachten Sturmleinen kann man bei Bedarf noch nachträglich verspannen und im Boden befestigen. Leider liefert der Hersteller hierfür zu wenige Heringe mit.
Der Innenraum ist mit einer Länge von 2,10 Meter und einer Breite zwischen 1,25 und einem Meter erwartungsgemäß nicht riesig, irgendwo muss das geringe Gewicht ja herkommen. Auch mit einer Körperlänge von 1,88 Meter kann man aber liegen, ohne gleich die Wand zu berühren. Der Hersteller bewirbt das Blow 2 als Zwei-Personen-Zelt. Das ist prinzipiell nicht falsch, man muss dann halt damit leben, dass pro Person nur 50 bis etwas mehr als 60 Zentimeter in der Breite zur Verfügung stehen. Viel komfortabler ist es hingegen als Alleinreisender.
Die Zelthöhe in der Mitte des Innenraums beträgt einen Meter, am Rand ist es etwas weniger. Aufrechtes Sitzen ohne Deckenberührung ist problemlos möglich. Ein großer Vorteil sind die beiden Eingänge und die beiden Apsiden. Ist man nicht alleine unterwegs, hat jeder seinen eigenen Eingangsbereich mit bis zu 55 Zentimeter tiefer Apside. Rucksäcke, Schuhe und Kochgeschirr lassen sich hier locker verstauen.
Um die Belüftung des Blow 2 ist es bestens bestellt. Öffnet man beide Eingänge, zieht es angenehm durch, der Innenraum wird mit Frischluft geflutet. Zwei kleine Hutzen im Dach dienen zusätzlich dazu, den Luftaustausch zu beeinflussen.
Das Innenzelt verfügt über zwei große Moskitonetztüren. Die beiden Außentüren auf jeder Seite lassen sich jeweils gleichzeitig öffnen, bei schlechtem Wetter schlüpft man von einer Seite aus ins Zelt. Die Materialqualität überzeugt: Beim Außenzelt kommt Nylon Ripstop 20 D, beim Boden Nylon Ripstop 30 D jeweils mit Silikonbeschichtung zum Einsatz. Die Nähte sind versiegelt, die Wassersäule liegt bei 2.000 (Außenzelt) bzw. 3000 Millimeter (Boden). Wasser perlt sofort ab, das Material ist leicht und sehr robust. Der Innenraum wirkt durch den roten und grünlichen Farbton sehr freundlich.
In der Kuppel befindet sich ein Haken, beispielsweise zum Aufhängen einer Lampe. Zwei Innentaschen nehmen Handy, Schlüssel und Co. auf.
Der Abbau des Ferrino geht noch schneller als der Aufbau: Wichtig: Beide Stangen lassen sich ruckzuck aus dem Gestängekanal im Stoff entfernen, hier gibt es kein Gefummel. Das Reinstopfen von Zelt, Heringen und Gestänge in den Packsack ist ebenfalls ein Kinderspiel.
Falls Sie ein leichtes, noch bezahlbares Kuppelzelt mit geringem Packmaß, zwei Apsiden und zwei Eingängen für bis zu zwei Personen suchen: Das Ferrino Blow 2 ist auf jeden Fall eine gute Wahl.
Rejka Antao II Light UL
Rejka hat mit dem Antao II Light UL ein leichtes Tunnelzelt für zwei Personen mit einem Eingang und einer Apside gebaut. Das Rejka liegt in der oberen Preisklasse.
1.800 Gramm bringt das Antao II Light UL auf die Waage, es gibt kaum einen Grund, warum man den 38 x 13 Zentimeter kleinen Packsack nicht im Rucksack oder auf dem Zweirad dabeihaben kann. Wer gelegentlich plant, das Innenzelt in sehr warmen Regionen ohne das Außenzelt aufzubauen, der muss sich nach einem anderen Modell umschauen. Denn die beiden Gestängebögen werden am Außenzelt angebracht, so ist es nicht möglich, das Innenzelt separat zu bewohnen.
Bei unserem Testzelt sind Außen- und Innenzelt noch nicht miteinander verbunden. Wir bauen zunächst das Außenzelt auf und hängen das Innenzelt anschließend ein. Prinzipiell gibt es keinen Grund, diese Verbindung noch einmal zu trennen.
Zum Aufbau des Antao II Light UL benötigt man zwei Gestängebögen. Die beiden Bögen aus Aluminium mit einem Durchmesser von 8,5 Millimeter haben unterschiedliche Farben, die Gestängekanäle des Außenzelts sind an den Einschublaschen mit der entsprechenden Gestängefarbe markiert. Das Gestänge wird jeweils mit der abgerundeten Seite bis ans Ende des Kanals eingeschoben. Der Alu-Pin an der anderen Seite wird in die Alu-Öse gesteckt, die am Außenzelt mit angenäht ist. Vier der insgesamt zehn mitgelieferten leichten Alu-Heringe sind erforderlich, um das Tunnelzelt am Boden zu fixieren und aufzurichten.
Der Aufbau ist nach maximal fünf Minuten erledigt. In dieser Zeit kann man auch die Sturmleinen verspannen und noch das Innenzelt einhängen. Der Abbau gelingt später noch schneller. Alle vier Ecken des Rejka sind mit Nachspannbändern ausgerüstet. So kann man die Spannung bei Bedarf erhöhen oder verringern, was sinnvoll ist, etwa wenn sich das Material je nach Temperatur etwas dehnt.
Das Innenzelt kommt an seiner höchsten Stelle im vorderen Eingangsbereich auf 90 Zentimeter, zur gegenüberliegenden Seite nimmt die Höhe um einige Zentimeter ab. Eine größere Innenraumhöhe wäre wünschenswert, so stößt man mit 1,88 Meter im Knien immer an das Zeltdach. Hier verläuft eine Schnur zum Aufhängen von Wäsche oder einer Lampe, mit dieser lassen sich Kollisionen mit dem Kopf ebenfalls nicht vermeiden. Der Hersteller nennt als maximale Körpergröße 1,84 Meter.
Die Innenraumlänge von 2,20 Meter macht es möglich, sich bequem hinzulegen. Das Antao II Light UL ist 1,25 Meter breit, im hinteren Teil verjüngt es sich auf 1,10 Meter. Für zwei Personen ist das Platzangebot völlig ausreichend. Denn Gepäck wandert in die 1,10 Meter tiefe Apside, Rucksäcke und Schuhe lassen sich hier locker verstauen.
Außen ist das Rejka grün, das gelbe Innenzelt und der graue Boden versprühen eine wohnliche Atmosphäre. Zwei Taschen nehmen Kleinigkeiten auf, der Boden ist als Wanne hochgezogen. Das Nylon-Außenzelt ist beidseitig mit Silikon beschichtet, Regentropfen perlen hier gut ab. Alle Materialien sind reißfest, an der Qualität der Nähte haben wir nichts zu bemängeln.
Natürlich bietet ein Zelt mit zwei Eingängen bessere Möglichkeiten zum Lüften. Beim Antao II Light UL kann man an der dem Eingang gegenüberliegenden Seite sowohl im Innen- als auch im Außenzelt per Reißverschluss einen Ausschnitt öffnen, um das Raumklima zu verbessern. Ein Moskitonetzeinsatz im oberen Türbereich optimiert die Durchlüftung ebenfalls.
Das Rejka Antao II Light UL überzeugt als Tunnelzelt. Ein wenig mehr Innenhöhe wäre wünschenswert. Wer unbedingt einen zweiten Eingang möchte, sollte zum qualitativ noch besseren Tunnelzelt Tatonka Rokua 2 greifen.
Qeedo Quick Oak Dark
Ein Zelt konzipiert wie ein Regenschirm und im Inneren dunkel wie die Nacht: Qeedo hat sich beim Quick Oak Dark nette Features einfallen lassen, die so einige Interessenten ansprechen dürften. Festivalbesucher beispielsweise, die ihr Zelt blitzschnell aufgebaut haben möchten und eine dunkle Kabine bevorzugen, die morgens ein längeres Schlafen ermöglicht und ein Aufheizen in der prallen Sonne verhindert.
Wer mit dem Auto reist, dürfte sich am vergleichsweise hohen Gewicht von 7,5 Kilo und dem Packmaß von 80 x 24 x 24 Zentimeter nicht stören. Für Wanderungen ist das Qeedo-Zelt hingegen ungeeignet.
Außer der Stange für den Eingangsbereich, die man noch separat zusammenstecken muss, ist das Kuppelzelt mit so genanntem Quick-Up-System bereits vollständig vormontiert. Das bedeutet, das Gestänge ist in das Zelt integriert, das wie wie ein Regenschirm aufgespannt wird. Dazu ist etwas Kraft erforderlich, denn die gesteckte Konstruktion wird zusammengedrückt, bis sie einrastet. Je größer man ist, desto einfacher lässt sich dies realisieren. Anschließend faltet man noch die Gelenke mit den Kohlefaserstangen auseinander und bringt das Quick Oak Dark in Position.
Als Kuppelzelt steht dieses eigenständig und ohne Heringe, lediglich die beiden Apsiden muss man abspannen. Die vordere Apside hat eine Tiefe von rund 80 Zentimeter und einen festen Boden, der mit den Heringen verspannt wird. Hier passt jede Menge Gepäck hinein. Die hintere Apside mit einer Tiefe von um die 20 Zentimeter eignet sich lediglich für Schuhe.
Die Schlafkabine hat eine Größe von zwei mal zwei Meter. Zehn oder zwanzig Zentimeter mehr wären schön, denn mit einer Körpergröße von 1,88 Meter stößt man schnell mit Kopf oder Füßen an die Zeltwände, wenn man sich lang ausstreckt. Zu dritt kann man es sich im Quick Oak Dark gut gehen lassen, die Innenraumhöhe von 1,30 Meter ermöglicht entspanntes Sitzen ohne Deckenkontakt.
Zwei Taschen nehmen Schlüssel, Handy, Feuerzeug und Co. auf. Außerdem sind an der Decke diverse Befestigungsringe für Lampen, Wäschestücke und andere Accessoires angebracht. In den Dachhimmel kann man ein kleines mitgeliefertes Netz einhängen, um Gegenstände abzulegen.
Der Innenraum des Qeedo ist selbst am Tag dunkel wie die Nacht, wenn beide Türen verschlossen sind. Hier erkennt man kaum die Hand vor Augen. Dies muss man mögen. Vorteil: Das Zelt heizt sich auch durch die weiße Außenhaut nicht so stark auf, Langschläfer werden vom Sonnenlicht nicht geweckt. Allerdings stellt sich kein gemütliches Wohnklima ein, wie es in einem orangen, roten, gelben oder grünen Zelt der Fall ist. Die permanente Dunkelheit kann sich schnell negativ aufs Gemüt auswirken, und an einem ständigen Griff zur Taschenlampe führt kein Weg dran vorbei, weil man oft was sucht und nicht so schnell findet.
Das Innenzelt ist durch schwarze Moskitonetze von den beiden Apsiden getrennt. In den großen Vorraum und dadurch auch in das Zelt lässt man bei Bedarf Licht durch zwei Folienfenster fallen, die man selbstverständlich ebenfalls verdunkeln kann.
Oben im Zelt sind Dauerlüfter integriert, in den Seitenwänden sind Lüftungsflächen eingelassen. Im Zusammenspiel mit den beiden geräumigen Eingängen stellt man im Quick Oak Dark blitzschnell ein angenehmes Raumklima her.
Alle Nähte sind versiegelt, das Außenzelt mit einer Wassersäule von 4.000 Millimeter besteht aus Polyester und wurde mit einer PU-Beschichtung mehrfach überzogen. Das Material macht einen stabilen Eindruck und erweist sich im Test als sehr wasserdicht.
Der Abbau des Zelts gelingt ruckzuck, alles verschwindet mühelos in der Tragetasche. Das Qeedo Quick Oak Dark zum Preis von rund 200 Euro hat abgesehen vom hohen Gewicht und der recht sperrigen Tasche keine nennenswerten Schwächen. Es lässt sich schnell aufbauen, verfügt über zwei große Eingänge und eine große Apside. Die Schlafkabine dürfte gerne etwas länger sein. Wer kein Sonnenlicht im Innenraum mag, wird mit dieser Variante glücklich. Für alle anderen eignet sich ein Blick auf das Qeedo Quick Oak, das mehr Licht in den Innenraum hineinlässt etwas günstiger ist.
Vaude Allround Ferret XT 4 Trekkingzelt
Darfs ein bisschen größer sein? Dann ist das Vaude Allround Ferret XT 4 Trekkingzelt möglicherweise die richtige Wahl. Das Tunnelzelt bietet Platz in Hülle und Fülle und lässt sich einfach auf- und abbauen. Mit 4,8 Kilo ist es kein Leichtgewicht, im 55 mal 20 Zentimeter großen Packsack auf dem Gepäckträger des Fahrrads aber noch mühelos zu transportieren.
Die Liegefläche fällt mit 2,30 Meter x 2,30 Meter mehr als stattlich aus. Auch Großgewachsene fühlen sich hier pudelwohl und kommen den Zeltwänden nicht zu nah. Übernachtungen mit vier Personen sind möglich, zu dritt genießt man ein tolles Platzangebot. Die Höhe im Innenzelt fällt von 125 auf 85 Zentimeter ab – zumindest im Eingangsbereich ist Sitzen ohne Deckenkontakt problemlos möglich.
Ein besonderes Merkmal des Allround Ferret XT Trekkingzelt 4 ist seine große Apside mit einer Tiefe von 1,90 Meter. Rucksäcke, Kochgeschirr, Schuhe und Schlafsäcke – hier findet alles seinen Platz. Die Zubereitung von Mittag- oder Abendessen ist ebenfalls kein Problem. Die Gesamtlänge des Tunnelzelts beläuft sich auf stattliche 4,30 Meter.
Vor dem Aufbau muss man sich trotzdem keine Sorgen machen. Drei Alustangen werden in farblich markierte Gestängekanäle eingeschoben. Eine Seite ist zugenäht, auf der anderen Seite wird das freie Gestänge-Ende in einer kleinen Gestängeaufnahme aus Kunststoff fixiert. Das Vaude steht nicht frei, deshalb wird zunächst eine Seite mit den mitgelieferten Aluheringen am Boden befestigt, anschließend richtet man das Allround Ferret durch Ziehen auf und spannt die große Eingangsapside mit Heringen ab.
Ins Zelt gelangt man wahlweise durch drei Türen, entweder seitlich oder frontal durch den »Haupteingang«. Reißverschlüsse werden durch Überlappung mit Klettverschlüssen abgedeckt und sind damit vor Regen geschützt. In die riesige Tür zum Innenzelt ist teilweise ein Moskitonetz integriert. Acht Abspannleinen halten das Vaude auch bei Sturm sicher auf dem Boden, 20 Heringe gehören zum Lieferumfang.
Das Außenzelt besteht aus Polyester und ist mit Polyurethan beschichtet, der Stoff hält einer Wassersäule von 3.000 Millimeter stand. Regen perlt mühelos und weitgehend rückstandslos ab. Der Zeltboden ist für eine Wassersäule von bis zu 5.000 Millimeter konzipiert, dieser ist leicht wannenförmig hochgezogen. Das Zelt besteht laut Hersteller aus mindestens 50 Prozent recyceltem Polyester.
Außen- und Innenzelt werden in einem Rutsch aufgebaut, das Innenzelt ist eingehängt und lässt sich schnell entfernen. Im Inneren findet man zwei Taschen und eine an der Decke verlaufende Schnur zum Aufhängen von Wäsche und Equipment. Die Atmosphäre ist hell und freundlich, das Außenzelt erstrahlt in einem Grünton.
Wir checken im Test jede Naht und finden keine kritische Stelle. Alles ist sauber und robust verarbeitet. Um die Luftzirkulation ist es durch drei Türen und drei regengeschützte, verstellbare Belüftungsöffnungen bestens bestellt. Am Fußende kann man das Außenzelt bis zum Gestängebogen hochrollen – so sorgt man für ein angenehmes Lüftchen im Innenraum.
Platz bietet das Allround Ferret XT Trekkingzelt 4 in Hülle und Fülle – der Innenraum ist 5,1 Quadratmeter groß, zusammen mit der Apside wächst die Fläche auf stattliche 9,3 Quadratmeter. Das Vaude ist kein günstiges Tunnelzelt, für Familien ist das Tunnelzelt jedoch eine äußerst geräumige Behausung, die im Packsack gar nicht mal so viel Platz benötigt und nicht zwingend ein Auto zum Transport erfordert.
Robens Starlight 2
Wer alleine oder zu zweit in sehr windigen Regionen unterwegs ist und ein leichtes Zelt sucht, findet im Robens Starlight 2 eine interessante Lösung. Das kleine Tunnelzelt ist dank symmetrischer Doppelkeilform so konstruiert, dass es auch bei Sturm sicher stehenbleibt.
Gerade mal 2,5 Kilo leicht und verpackt nur 43 x 16 Zentimeter groß ist das Zelt zu Fuß oder per Fahrrad der ideale Begleiter. Für klassische Camper ist das Starlight 2 wahrscheinlich nicht die erste Wahl, bietet es doch vergleichsweise wenig Platz. Das Zelt richtet sich speziell an Outdoor-Freaks, die einen sicheren und windgeschützten Unterschlupf für die Nacht beim Trekking benötigen.
Besonderheit: Für den Aufbau des Tunnelzelts benötigt man lediglich eine Stange. Dem Set liegt eine 8,5 Millimeter starke mit Gummischnüren verbundene Alustange bei. Diese Hauptstange ist vorgebogen.
Alle anderen vier kurzen Eckstangen sind bereits mit dem Zelt verbunden. Diese Eckstangen haben die Aufgabe, im Kopf- und Fußbereich für mehr Platz zu sorgen.
Die Innenkabine und das Außenzelt sind bereits miteinander verbunden. Das Zelt besteht aus Polyester, welches bei direktem Kontakt mit Feuer nicht brennt, sondern schmilzt. Über die Nähte des Überzeltes wurde ein flexibles Tape geklebt und hitzeversiegelt.
Zum Aufbau des Robens wird die Hauptstange quer durch den Gestängekanal in der Mitte des Außenzelts geschoben. Anschließend werden die Stangenenden in den Ösen der mittleren Abspannschlaufen platziert, sodass sich ein Bogen bildet. Die Ecken des Zelts werden straff gespannt und mithilfe der verstellbaren Schlaufen und Heringe befestigt. Jetzt müssen nur noch die Kunststoffhaken an die Mittelstange geclipst werden, wodurch sich das Zelt komplett aufrichtet. Im finalen Schritt sollte man die Sturmleinen am Boden verankern.
Beim ersten Versuch dauert der Aufbau des Starlight 2 maximal zehn Minuten, beim nächsten Mal lässt sich diese Zeit problemlos unterbieten. Auch alleine bereitet es nicht die geringsten Probleme, das Tunnelzelt zu errichten.
Sind alle Schnüre stramm gespannt, macht das Starlight 2 einen sehr stabilen Eindruck. Der Hersteller hat es einer dauerhaften Windgeschwindigkeit von 145 Stundenkilometer ausgesetzt, Spitzenwerte von 160 km/h sollen dem Zelt ebenso nichts ausgemacht haben.
Der Eingang zum Zelt ist seitlich angebracht. Ist die Tür hochgerollt, ergibt sich ein breiter Eingangsbereich. Die Apside mit einer maximalen Tiefe von 50 Zentimeter in der Mitte fällt nicht besonders groß aus, eignet sich aber zum Abstellen von schmutzigen Schuhen.
Mit 2,10 Meter eignet sich die Liegefläche auch für größere Personen. Die Breite fällt mit 90 Zentimeter eher schmal aus. Alleine fühlt man sich hier pudelwohl, zu zweit muss man ein wenig zusammenrücken. Das geht auch, allzu viel Gepäck sollte man dann allerdings nicht dabei haben.
In der Mitte ist das Starlight einen Meter hoch, hier kann man gut sitzen. Nach außen fällt das Zelt jedoch auf beiden Seiten ab, hier platziert man am besten Füße oder Kopf.
Ausgeklügelt zeigt sich das Campingzelt beim Thema Belüftung. Hier hat der Hersteller sehr gute Arbeit geleistet. An beiden Enden sind Lüftungsöffnungen integriert, die man per Reißverschluss öffnen kann. Eine zusätzliche Öffnung befindet sich im Dachhimmel – sowohl im Innen- als auch im Außenzelt. Je nach Intensität der gewünschten Frischluftzufuhr kann man diese jeweils separat mit Reißverschlüssen schließen. So wird einem Hitzestau im Zelt effektiv vorgebeugt, obwohl nur ein Eingang vorhanden ist.
Die Verarbeitung ist klasse, das leichte Gestänge ist stabil, alle Nähte des Campingzelts sind sauber verarbeitet. Hinzu kommen fluoreszierende Reißverschlüsse. Trotz der insgesamt recht flachen Bauweise ist das Raumgefühl noch ordentlich. Hierfür sorgen die Eckstangen im Kopf- und Fußbereich. Auch die Konstruktion überzeugt: Weil Außenzelt, Stangen und Spannseile durch Fixierungsschlaufen miteinander verbunden sind, wird die Druckbelastung bei starken Windböen gleichmäßig auf das gesamte Zelt verteilt.
Nicht zum Wohnen, aber zum Übernachten und als perfekter Wetter- und Windschutz ist das Robens Starlight 2 eine Empfehlung. Auf- und Abbau sind simpel, die Verarbeitung ist hochwertig, und auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.
Aretus Wurfzelt 2-4 Personen
Das Aretus Wurfzelt 2-4 Personen verfolgt einen ganz eigenen Ansatz, denn es lässt sich wie ein Sonnenschirm aufspannen. Wer also keine Lust auf einen komplizierten Zeltaufbau hat, baut hier in Minutenschnelle sein mobiles Zuhause auf. Was auf dem Papier super klingt, ist aber mit ein paar Tücken behaftet.
Der Aufbau geht wirklich schnell. Versprochen wird eine Zeit von unter einer Minute, was auch passt, wenn man nur das Zelt aufspannt. Da es aber doch einige Heringe braucht, um auch wirklich stabil zu stehen, braucht man in der Praxis dann doch etwas länger. Der Mechanismus macht einen ordentlichen Eindruck, dennoch sind wir gespannt, wie häufig er ein Auf- und Abbau verträgt.
Denn eine Sache kann man schnell feststellen: Die verbauten Materialien sind vergleichsweise einfach gehalten. Zeltwände und Boden sind aus günstigem Polyester, dem Zelt liegen normale Rund-Heringe bei. Wenn die Kids im Garten campen wollen, man ein unkompliziertes Zelt fürs Festival oder gelegentliche Zelteln sucht, sollte das aber kein Problem sein. Wir hatten allerdings das Problem, dass es uns das Zelt trotz ordentlicher Abspannung in einem Sturm etwas verhauen hat.
Die Liegefläche ist breit genug, damit auch vier Leute im Zelt Platz finden. Nur leider bietet es nur zwei recht kleine Apsiden an. Das Gepäck muss also auch innen untergebracht werden, weshalb man realistisch eher von einem 2-3 Personen-Zelt reden kann. Durch den speziellen Aufbau verliert das Zelt gerade nach oben raus im Kopfbereich jedoch einiges an Platz. Zudem ist die Liegefläche mit 205 cm relativ kurz, was aber nur zum Tragen kommt, wenn man die Breite voll ausnutzt.
Packmaß und Gewicht sind durch die Konstruktion auch eher hoch. Fürs Trekken oder Bikepacken würde man das Zelt nicht einpacken. Als Campingzelt ist es aber noch vollkommen im Rahmen, was die Packgröße anbelangt. Und zusammengepackt bekommt man das Zelt auch wieder gut in seine Tasche.
Was beim Aretus praktisch ist: Man kann das Innenzelt aushängen und es auch als Strandmuschel nutzen. Die Wassersäule ist mit 3.000 mm angegeben, leider nicht genau spezifiziert, ob sich das auf das Außenzelt, den Boden oder beides bezieht. Einer regnerischen Nacht hat es in unserem Test gut standgehalten. Wie lange der Wetterschutz Bestand hat, gilt es bei den eher einfachen Materialien abzuwarten.
Obelink River 3 TC
Am Obelink River 3 TC fanden wir viel Positives, aber auch ein paar Dinge, die uns davon abgehalten haben, es noch höher einzustufen. Was heraussticht, ist das Baumwoll-Polyester-Gemisch im Außenzelt. Moment, Baumwolle? Kann das bei einem Zelt funktionieren? Klar. Bei solchen, häufig als Technical Cotton bezeichneten Fasern, quillt die Baumwolle auf, wenn sie feucht wird und verschließt so das Gewebe komplett vor eindringendem Regen.
Wer sich darauf einlässt, merkt schnell, dass das funktioniert. Ein weiterer Vorteil der Technical Cotton: Durch sie wird das Zelt atmungsaktiver. Eine Kondenswasserbildung wird stärker unterbunden und das Zelt fühlt sich besser »atmend« an. Ein Nachteil liegt aber auf der Hand, denn nach einer verregneten Nacht braucht das Zelt doch erheblich länger, um wieder zu trocknen. Das wollen wir aber nicht überstrapazieren, denn trotz allem trocknet es immer noch schnell genug. Wer es in der Früh nicht super eilig hat, aufzubrechen, wird das gar nicht mitbekommen.
Außerdem werden solche Zelte generell deutlich schwerer und größer im Packmaß. Das trifft auch auf das Oberlink River zu. Mit 10 kg ist es kein Leichtgewicht. Wer beim Campen genug Platz im Kofferraum hat, für den ist das kein Problem. Zum Trekken oder Bikepacken ist es aber gänzlich ungeeignet.
Der Materialmix im Außenzelt zusammen mit der Polyethylene-Bodenplane macht das Zelt allerdings auch sehr robust. Da die Bodenplane mit dem Außenzelt fest verbunden ist, erhöht das den Schutz. Auch am Innenzelt ist nochmal genau die gleiche robuste Bodenplane vernäht. Fast zu viel des Guten, aber stören tut es nicht.
Da das Material recht schwer ist und die Glasfasergestänge nicht sehr glatt sind und häufiger mal auseinandergleiten, ist der Aufbau nicht ganz so geschmeidig, wie bei anderen Zelten. Das Innenzelt muss anschließend noch ins Außenzelt eingehängt werden, was aber alles in allem recht gut von der Hand geht. Uns ist es beim Aufbau nie ganz gelungen, die Zeltwände richtig straff zu bekommen, aber da es kein Expeditionszelt ist, geht das schon in Ordnung.
Eine Sache ist uns aber wirklich negativ aufgefallen: So atmungsaktiv das Außenzelt ist, durch das schwarze Material hat es sich in der Sonne sehr stark aufgeheizt und abends war trotz guter Belüftung eine ganz schöne Hitze im Zelt. Außerdem ist das Zelt recht dunkel. Super, wenn man schlafen möchte, ansonsten aber etwas bedrückend.
Skandika Kuppelzelt Dale 4 Sleeper

- Ordentliche Verarbeitung
- Gutes Platzangebot
- Eine große Apside
- Zwei Eingänge
- Etwas nerviger Auf- und Abbau
- Sehr düstere Schlafkabine
- Recht heiß im Inneren
Ja, wir haben schon verstanden, dass die dunkle Schlafkabine beim Skandika Kuppelzelt Dale 4 Sleeper bewusst so gestaltet wurde. Unser Ding ist es jedoch nicht. Wir sehen die Vorteile, denn bei hellen Zelten kommt viel Licht durch und lässt einen später einschlafen und früher aufwachen. Trotzdem bevorzugen wir einen helleres, freundlicheres Zuhause und setzen nachts lieber eine Schlafmaske auf.
Wer aber genau nach so etwas sucht, dem bietet Skandika hier eine gute Alternative. Das Zelt kommt zudem mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis daher, an der Qualität hatten wir nichts auszusetzen. Klar, das Dale ist ein Campingzelt, setzt daher nicht auf ultraleichte Materialien und bringt 6,5 kg auf die Waage – auf Wanderschaft geht damit niemand, fürs Campen ist das aber komplett im Rahmen.
Wie bei allen Zelten mit Glasfasergestänge gleiten diese nicht so gut durch die Gestängekanäle und rutschen häufiger auseinander, da sie nicht ganz so straff zusammensitzen, wie ihre Alu-Kollegen. Trotzdem ging der Aufbau des Außenzelts gut von der Hand. Allerdings fanden wir das Einhängen des Innenzelts an einem heißen Tag mit bereits stark aufgeheiztem Innenraum als eher mühsam.
Was wir toll fanden, war die über einen weiteren Gestängebogen groß ausfallende Apside. Hier bekommt man einiges an Equipment unter. Dazu spendiert Skandika uns noch einen zweiten Eingang hinten am Zelt. Super, wenn man durchlüften möchte und außerdem praktisch, wenn man nachts mal schnell rausmuss. In der Frontapside sind zudem verschließbare Fenster eingelassen, was zumindest diese angenehm hell macht.
Mit 10.000 mm Wassersäule am Boden und 3.000 mm am Außenzelt bleibt man auch trocken, wenn der Urlaub nasser ausfällt. Auch im Praxistest hat sich der Wetterschutz als sehr zuverlässig gezeigt. Das Dach ist oben offen bzw. mit einem Mesh gehalten, das von einer seitlich offenen Plane abgedeckt wird. Dadurch wird eine solide Belüftung sichergestellt, ohne dass der Regenschutz darunter leidet.
Vier Personen finden in dem Zelt Platz, wobei die Innenbreite von 260 cm auch breite Isomatten erlaubt. Bei der Innenlänge von 210 cm könnten sehr große Menschen anstoßen, aber für gängige Größen reicht es vollkommen aus. Der Packsack dagegen hätte aus unserer Sicht etwas größer ausfallen können. Gerade bei Campingzelten ist ein größer bemessener Packsack eigentlich kein Problem.
Skandika liefert mit dem Dale 4 Sleeper sehr viel Positives ab und hat uns alles in allem gut gefallen. Die dunkle Kabine muss man mögen, wollen wir aber nicht zu negativ bewerten, weil es dafür ja durchaus einen sinnvollen Grund gibt.
Goalpine Eskapade II
Das Goalpine Eskapade II hat uns richtig gut gefallen. Es ist im Kern ein Kuppelzelt mit einem dritten Gestänge, dass das Zelt etwas weiter aufspannt. Mit seinem leichten Gewicht kann man es auf jeden Fall noch gut zum Wandern mitnehmen, aber auch als höherwertiges Zelt fürs Campen und Festivals ist es brauchbar.
Um auf seine leichten 2,2 kg zu kommen, arbeitet das Zelt mit einem stabilen Aluminiumgestänge und setzt auf ein silikonbeschichtetes Außenzelt. Beides reduziert nicht nur das Gewicht, sondern sorgt auch für eine höhere Langlebigkeit. Die Wassersäule wird mit 3.000 bis 4.000 mm angegeben, was für uns gerne genauer hätte sein können. Auch zu wissen, sie sich das bei Boden und Außenzelt ausdrückt, wäre schön. Bei unserem Regentest hatten wir im Innenzelt jedoch kein Problem.
Eher ungünstig fanden wir die Anbringung des Reißverschlusses am Fronteingang des Außenzelts. Die Überlappung geht nicht von innen nach außen, sondern von außen nach innen. Bei heftigem Regen hat sich hier etwas Nässe unterm Reißverschluss gebildet.
Der Auf- und Abbauch ist sehr einfach gestaltet, wir mussten dafür nicht mal in die Anleitung schauen, so selbsterklärend ist er. Schön finden wir auch, dass sich das Innenzelt separat aufstellen lässt, denn so kann man in trocken-heißen Nächten das Außenzelt weglassen und luftiger schlafen.
Mit drei Belüftungen und diversen Innentaschen ist das Zelt an sich gut ausgestattet. Allerdings besitzt es nur einen Eingang und eine Apside, die aus unserer Sicht dazu noch relativ klein ausfällt. Das ist unser vielleicht größter Kritikpunkt an einem ansonsten sehr gelungenen Zelt.
Durch die Kuppelkonstruktion steht das Zelt frei, braucht aber trotzdem mindestens sieben Heringe, damit die Wände straff gespannt sind. Die V-förmigen Aluheringe halten aber auch in weichem Boden sehr gut. Mit der Kuppelkonstruktion geht im Kopfbereich auch etwas Platz verloren. Das wird durch den dritten Gestängebogen teilweise aufgefangen, aber was das anbelangt, haben wir im Test bessere Umsetzungen gesehen.
Seinen Preis unter 200 Euro ist das Eskapade II auf jeden Fall wert. Auch wenn uns ein paar Kleinigkeiten nicht vollends überzeugt haben, mochten wir das Zelt sehr gerne.
Vaude Allround Space 2 Personen Zelt
Das Vaude Allround Space 2 Personen Zelt hat nur um Haaresbreite unsere Empfehlungen verpasst. Das zeigt, wie sehr wir das Zelt in diesem hochwertigen Testfeld gemocht haben. Durch ein cleveres Konzept und seinen guten Allroundfähigkeiten ist es auf jeden Fall einen zweiten und dritten Blick wert.
Zwei parallele Gestängebögen spannen das Zelt tunnelartig auf, doch quer über die Bögen verläuft eine Riststange. Durch sie bekommt das Zelt mehr Breite und Stabilität. Auch der Raum der Apsiden vergrößert sich dadurch leicht. Aufgebaut ist das Ganze im Handumdrehen, denn die Konstruktion ist ziemlich selbsterklärend.
Dabei können das Innen- und Außenzelt gekoppelt aufgebaut werden. Das vermeidet nervige Fummelarbeit, um das eine einzuhängen oder das andere sauber drüberzulegen. Wer das Zelt als Strandmuschel aufbauen möchte, kann das, es muss in dem Fall nur das Innenzelt ausgehängt werden. Leider gibt es nicht die Möglichkeit, nur das Innenzelt aufzubauen, wenn man in lauen Nächten luftig schlafen möchte.
Was uns beim Abbau wirklich genervt hat, war, dass das Gestänge nicht gut durch die Kanäle gleitet und wir immer im Ziehhamonika-Stil nachschieben mussten. Der quer geöffnete Packsack ist eine gute Idee, da man das Zelt dort einfacher reinbekommt, aber den Sack dann schön kompakt und klein zusammenzuziehen, wollte uns nicht mehr so recht gelingen.
Im Inneren des Zelts gibt es diverse Innentaschen und eine kleine Wäscheleine direkt oben im Giebel. Dazu bekommen wir zwei große Eingänge auf jeder Seite spendiert, die jeweils mit einer für diese Art Zelt recht großen Apside ausgestattet ist. Super, so hat jeder genug Platz, um seine Sachen neben sich unterzubringen.
Die Belüftung ist clever unter die Riststange eingearbeitet. Da kommt zu jeder Zeit viel Luft rein, ohne dass der Wetterschutz leidet. Mit 3.000 mm am Außenzelt und 5.000 mm am Boden ist die Wassersäule auch starkem Regen gewachsen. Bei uns hat das Zelt während einiger, kräftiger Regennächte draußen gestanden und das problemlos überstanden. Beim Material setzt Vaude, sehr Vaude-typisch, auf viel Recyclingmaterial.
Je nachdem, was man von dem Zelt alles mitnimmt, liegt sein Gewicht zwischen 2,8 und 3 kg. Damit ist es kein Leichtgewicht, aber immer noch gut genug, um es auch im Rucksack zu transportieren. Gerade wer Platz gegenüber Minimalgewicht bevorzugt, liegt hier richtig. Dazu ist es vielseitig genug, um einen auch beim Campen nicht zu sehr einzuengen.
Es bietet zwei Personen Platz und ist zum regulären Preis über 300 Euro zu Hause. Hätten wir nicht andere Zelte, die bei gleichem Gewicht größer sind und etwas weniger kosten im Test, hätte das Vaude Allround Space 2 ganz nach oben rutschen können. Hier war es eher die starke Konkurrenz, die es etwas ausgebremst hat. Trotzdem bleibt es für eins der wirklich starken Zelte im Test.
Nordisk Telemark 2 LW
Mit gerade mal 1.050 Gramm inklusive Gestänge, Heringen und Tasche ist das Nordisk Telemark 2 LW ein absolutes Leichtgewicht. Dank seines geringen Packmaßes von 41 x 12 Zentimetern findet es in fast jedem Rucksack Platz. Der Hersteller bewirbt das in rot und grün erhältliche Tunnelzelt als 2-Personen-Unterkunft: Theoretisch ist dies möglich, mit etwas Gepäck sollte man jedoch alleine unterwegs sein, um sich nachts und auch bei kleineren Pausen tagsüber richtig wohl zu fühlen.
Für um die 500 Euro ist das Telemark 2 LW kein günstiges Zelt. Es richtet sich an alle, die regelmäßig zu Touren aufbrechen und neben geringem Gewicht auf hohe Material- und Verarbeitungsqualität setzen.
Außen- und Innenzelt bestehen zu hundert Prozent aus Polyamid. Das Material ist leicht, reißfest und man spürt zwischen den Fingern, dass der Stoff von hoher Qualität ist. Für bestmögliche wasserabweisende Eigenschaften ist das Außenzelt beidseitig dreilagig mit Silikon beschichtet. Die Bodenplane ist mit Polyurethan überzogen, um eindringende Feuchtigkeit abzuwehren.
Der Aufbau ist nach drei Minuten alleine erledigt. Das liegt auch daran, dass nur eine leichte Aluminiumstange senkrecht zur Liegerichtung durch eine Stofftasche geschoben werden muss. Der Gestängekanal ist rückseitig zugenäht, vorne wird die Stange in einen kleinen Kunststofffuß eingesetzt. Der erforderliche Kraftaufwand ist minimal, schon erhält das Tunnelzelt seine charakteristische Wölbung in der Mitte. Außen- und Innenzelt sind bereits beim Auspacken miteinander verbunden.
Als Tunnelzelt steht das Nordisk nicht frei. Zum Aufbau muss man zunächst auf einer Seite die beiden ins Zelt eingearbeiteten kurzen Aluminiumstangen verspannen und die Schnüre mit den mitgelieferten leichten Alu-Heringen im Boden verankern. Jetzt zieht man das Nordisk auf der gegenüberliegenden Seite in die Länge, bis sich der Gestängebogen aufrichtet. Auch hier werden die Schnüre der kurzen Alu-Stangen im Boden fixiert, fertig! Das Telemark 2 LW ist bezugsfertig. Die Abspannleinen lassen sich leicht verstellen, um die Zugkraft zu erhöhen.
Das Innenzelt hat eine Größe von 220 x 135 x 100 Zentimeter. Aufrechtes Sitzen ist mit einer Körpergröße von knapp 1,90 Meter nicht möglich, man berührt die Decke. Zum Langmachen bietet das Nordisk hingegen ausreichend Platz. Alleine fühlt man sich pudelwohl, zu zweit sollte man den anderen auf jeden Fall mögen, denn die Privatsphäre bleibt definitiv auf der Strecke.
Das Telemark 2 LW verfügt über einen geräumigen Eingang. Klasse: Das Schließen des Vorzelts gelingt mühelos, weil man die beiden Stoffbahnen per Magnet fixiert und sich dann der Reißverschluss bequem bedienen lässt.
Die Apside hat nur eine Tiefe von 40 Zentimeter, erstreckt sich dafür aber über die komplette Seite des Zelts entlang der Liegefläche. Schuhe, Rucksack und Kleinkram kann man hier verstauen. Für ein derart leichtes und kompaktes Tunnelzelt fällt der Stauraum mehr als ordentlich aus. Super: Die Apside spannt sich automatisch komplett auf, damit man den Vorraum optimal nutzen kann.
Der Innenraum des von uns getesteten grünen Modells fällt in grün und gelb angenehm hell und freundlich aus. Eine perfekte Abdunklung ist allerdings nicht möglich. Die beiden seitlichen Türen zieren große Moskitonetze. Eine Seitentasche und zwei Schlaufen etwa zum Aufhängen einer Lampe sorgen für zusätzlichen Komfort.
Das Außenzelt hat eine Wassersäule von 2.000, der Boden von 8.000 Millimeter. Dieser fällt recht dünn aus, auf steinigem Untergrund ist es ratsam, eine zusätzliche Bodenplane zu verwenden. Nach einem Starkregen ist der Innenraum komplett trocken, Wasser perlt wunderbar an der Außenhaut ab. Alle Nähte sind einwandfrei verarbeitet.
Pfiffiges Extra: Zieht man die kleinen Eckstangen heraus und steckt die einzelnen Elemente zu einer längeren Stange zusammen, so kann man mit dieser die Eingangstür zu einer Art Sonnendach aufstellen. An windstillen Tagen lässt sich der gewonnene Vorraum bei entsprechender Vorsicht als Kochstelle verwenden.
Die Belüftung des Innenzelts gelingt ordentlich, wenn die Seitentür aufgerollt ist. Ventilationsöffnungen sind eingearbeitet. Das Außenzelt ist zudem nicht komplett bis zum Boden heruntergezogen. Der bogenförmige Zuschnitt ermöglicht, dass das Innenzelt des Telemark 2 LW besser atmen kann und sich kein Kondenswasser bildet.
Der Abbau des Nordisk-Zelts gelingt blitzschnell, im Packsack ist das Tunnelzelt wieder ruckzuck verstaut. Für uns ist das Nordisk Telemark 2 LW ein ideales Leichtzelt, bei der man aber sehr viel Geld für wenig Zelt zahlt. Gewicht, Packmaß, Material- und Verarbeitungsqualität, Platzangebot und Auf- sowie Abbau lassen keine Wünsche offen.
Quechua Air Seconds 4.2
Ein geräumiges Familienzelt nahezu ohne klassische Stangen aufbauen: Klingt gut, und ist es auch in der Realität, wie das Quechua Air Seconds 4.2 eindrucksvoll beweist. Nach rund zehn Minuten steht das geräumige Kuppelzelt mit Aufenthaltsraum und zwei abgetrennten Schlafkabinen. Das Beste: Trotz seiner immensen Größe kann man das Air Seconds 4.2 mühelos alleine aufstellen.
Wer denkt, dass das Zelt durch das Fehlen von Aluminium- bzw. Kohlefaserstangen ein Leichtgewicht ist, der irrt: Satte 18,5 Kilo bringt der 75 × 37 × 37 Zentimeter große Packsack auf die Waage. Damit eignet er sich primär für den Transport im Kofferraum eines Autos und nimmt sogar mehr Platz ein, als vergleichbare Zelte mit Gestänge.
Der Aufbau gelingt mühelos. Außen- und Innenzelt sind bereits miteinander verbunden. Im ersten Schritt breitet man das Air Seconds 4.2 aus und fixiert die vier Ecken mit Heringen im Boden. Stahlheringe gehören zum Lieferumfang. Mit Abspannleinen benötigt man eine Grundfläche von 23 Quadratmetern.
Jetzt wird auch schon der Griff zur Handpumpe. fällig. Diese liefert Decathlon nicht mit. Nacheinander werden vier Schläuche aufgepumpt. Eine Minute und wenig Kraftaufwand genügen pro Schlauch, um das Kuppelzelt quasi aus dem Nichts auferstehen zu lassen. Das ist schon klasse, aber der Preis für die Pumpe muss bei der Anschaffung und beim Platzbedarf mitberechnet werden.
Für mehr Stabilität bei Wind wird in den Dachhimmel eine Aluminiumstange eingesetzt. Außerdem spannt man zwei kleine Gestängebögen in die Sonnendächer über den Eingängen. Fertig, mehr ist nicht zu erledigen, das kleine Ferienhaus steht!
Ein erster Blick in den Innenraum entlockt uns ein lautes Wow! Hier ist Platz in Hülle und Fülle vorhanden. Der Raum zwischen den beiden Schlafkabinen ist 2,10 mal 2,60 Meter groß, die Stehhöhe von 1,95 Meter ist top. Jede der beiden Schlafkabinen kommt auf 1,40 Meter mal 2,60 Meter. Während der Aufenthaltsbereich angenehm hell ist – zwei Folienfenster lassen sich bei Bedarf abhängen – sind die Schlafräume innen komplett schwarz und optimal abgedunkelt. So wacht man morgens nicht bei den ersten Sonnenstrahlen auf. Ein so genanntes Fresh-Gewebe soll ein zu starkes Aufheizen des Zelts verhindern.
Decathlon hat beim Air Seconds 4.2 an Komfortmerkmalen nicht gespart. Die stabile Bodenwanne ist hochgezogen, transparente Moskitofenster sind mit Klappen versehen, in den Schlafkabinen und im Wohnraum findet man Aufbewahrungstaschen, an Deckenhaken kann man Taschenlampe und Co. aufhängen. Belüftungsklappen mit Reißverschlüssen stellen die Zufuhr von Frischluft sicher.
Das Außenzelt aus Polyester ist mit Polyurethan beschichtet, die Wassersäule liegt bei 2.000 Millimeter. Alle Nähte sind mit thermogeklebtem Band versiegelt. Decathlon testet die Wasserundurchlässigkeit seiner Zelte nicht nur im Freien, sondern auch unter Laborbedingungen. Dazu werden diese drei Stunden lang mit 200 Litern Wasser pro Stunde und Quadratmeter beregnet. Um die Stabilität des Air Seconds 4.2 zu testen, setzt Decathlon dieses der Windstärke 7 mit 60 Stundenkilometern aus.
Der Wohn- und Schlafkomfort im Luftzelt ist groß. Das Raumgefühl ist klasse, Nähte und Materialien hinterlassen einen hochwertigen Eindruck, das Außenzelt ist weit nach unten gezogen, damit Regen abläuft und das Innenzelt trocken bleibt. Auch mit vier Personen kann man sich während des Urlaubs mal aus dem Weg gehen – zwei halten in den Schlafkabinen ein Nickerchen, die anderen beiden treffen sich im Wohnbereich zum Spielen oder Plaudern.
Für knapp 500 Euro ist das Quechua Air Seconds 4.2 ein sehr geräumiges Familienzelt mit ausgereiftem Konzept. Klasse, dass man diese große Behausung mühelos in kürzester Zeit alleine aufstellen kann. Aber Preis und Platzbedarf sind nicht zu unterschätzen.
So haben wir getestet
Wir testen jedes Zelt einzeln. Dabei bauen wir jedes Zelt mehrmals ab und auf, um zu schauen, wie leicht dies initial und mit etwas Übung gelingt. Außerdem bewerten wir, wie einfach sich die Zelte wieder in den Taschen verstauen lassen, denn manchmal sind die Taschen so knapp konzipiert, dass das Verpacken zum Krampf wird. Bei den stehenden Zelten prüfen wir wie gut die Verarbeitung von Nähten, Stoffen und Gestänge ist und wie sicher die Zelte stehen.
Natürlich testen wir, wie viele Personen im jeweiligen Zelt ohne gravierende Einschränkungen Platz haben, wie viel Gepäck die Apsiden schlucken, wie robust die Bodenplane konzipiert und wie angenehm der Wohnbereich gestaltet ist. Anschließend testen wir, wie gut das Schlafklima ist bzw. wie gut sich das Zelt belüften lässt.
Auch der Aspekt der Wasserdichtigkeit ist entscheidend. Hier besprühen wir die Zelte mit einem Gartenschlauch. Da gerade der Nässeschutz vom Boden her am kritischsten ist, bauen wir viel Druck über mehrere Minuten auf, um zu schauen, ob Wasser von unten durchdrückt. Beim Außenzelt beobachten wir, ob allgemein und speziell an Kanten und Nähten zu einem Eindringen von Nässe kommt.
Zudem überprüfen wir das Gewicht der Zelte und deren Packmaß, lassen das aber je nach vorgesehenem Einsatzzweck in die Testbewertung einfließen. Auch die Ausstattung bewerten wir, denn eine gute Innenorganisation, Reparatur-Kits, Qualität der Heringe etc. spielt für den Gesamteindruck eine Rolle.
Wir küren zu allen getesteten Zelttypen unterschiedliche Testsieger. Wenn wir mitunter über das überschaubare Platzangebot oder die geringe Höhe eines Zeltes schreiben, so ist das nicht immer als Kritikpunkt zu verstehen. Es gehört vielmehr zur Charakteristik des entsprechenden Zelttyps. Wer zu Fuß ein leichtes Zelt mit kompaktem Packmaß mitnehmen will, darf logischerweise kein Raumwunder erwarten. Im Gegensatz überrascht es nicht, dass das Campingzelt für sechs Personen in keinen Rucksack passt.
Die wichtigsten Fragen
Welches Zelt ist das beste?
Das Robens Lodge 3 Exp ist der beste Allrounder im Test. Das Kuppelzelt ist leicht und gut packbar genug, damit man es beim Trekken oder auf Radreisen gut mitnehmen kann, bietet gleichzeitig aber viel nutzbare Fläche. Der Schlafraum reicht für drei Personen. Dazu gefallen uns die beiden Eingänge mit relativ großen Apsiden.
Welcher Zelttyp eignet sich für welchen Einsatzzweck?
Kuppelzelte lassen sich schnell aufbauen und stehen im Gegensatz zu Tunnelzelten eigenständig. Tunnelzelte wiederum bieten mit das beste Platzangebot. Wurf- und Faltzelte stehen innerhalb von Sekunden, eignen sich aber eher für Freizeitaktivitäten und nicht für lange Einsätze unter Extrembedingungen. Hierfür sind Geodäte optimal, die zwar sehr teuer sind, aber auch hohen Windgeschwindigkeiten trotzen.
Worauf sollte man beim Zeltkauf achten?
Ein gutes Zelt sollte aus Außen- und Innenzelt bestehen, damit kein Kondenswasser in den Innenraum tropft. Praktisch sind zwei Eingänge, auch zum Lüften. Apsiden nehmen Gepäck auf und eignen sich bei ungünstigem Wetter als Kochstelle. Das Außenzelt sollte mindestens eine Wassersäule von 1.500 Millimetern aushalten. Ein wannenartiger Boden schützt vor dem Eindringen von Wasser. Das Gestänge sollte stabil und leicht sein, Aluminium ist eine gute Wahl.
Wie groß sollte ein Zelt sein?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Ein Familienzelt, das im Auto transportiert wird, kann gar nicht genug Wohn- und Stauraum bieten, während einem Wanderer ein kleines Packmaß mehr zählt als ein riesiges Innenzelt ist. Als grobe Faustformel gilt: Pro Person sollte man eine Mindestbreite von 50 bis 60 Zentimetern einplanen. Ideal ist eine Zeltlänge, die 30 Zentimeter über der eigenen Körpergröße liegt, um sich entspannt ausstrecken zu können, ohne permanent an eine Zeltwand zu stoßen.
Spielt die Farbe des Zelts eine Rolle?
Ja, dunkle Zelte heizen sich deutlich stärker auf als solche in heller Farbgebung. Einige Hersteller bieten speziell abgedunkelte Innenkabinen an, damit man länger schlafen kann. Die Zeltfarbe entscheidet auch darüber, ob es gut gesehen wird oder sich recht unauffällig der Landschaft anpasst.
































































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