Stauraum ist in jeder Küche ein kostbares Gut – nicht nur in kleinen. Eine durchdachte Organisation kann den Alltag enorm erleichtern. Doch in der Realität sieht es oft anders aus: Denn egal, wie viel Platz man hat, wenn man nicht aufpasst, sind Schubfächer und Schränke in kurzer Zeit überfüllt.
Dabei lohnt sich eine aufgeräumte Küche gleich doppelt: Sie wirkt nicht nur einladender, sondern sorgt auch für entspannteres Kochen. Es hat schließlich etwas Befreiendes, wenn man nicht erst im Schubladen-Dschungel wühlen muss, um den Lieblingskochlöffel zu finden.
Weil wir mit unserer eigenen Küchenordnung nicht sonderlich zufrieden waren, haben wir uns für das neue Jahr vorgenommen, unsere Küche gründlich zu entrümpeln. Wir haben uns die Tipps und Tools aus diesem Ratgeber zunutze gemacht, um die hart erkämpfte Ordnung zu erhalten.
Regel für eine aufgeräumte Küche: Alles hat seinen Platz
Die Grundregel für eine aufgeräumte Küche lautet: Alles hat seinen festen Platz! Das verstehen wir. Aber wie setzt man diese Regel um? Denn sind wir mal ehrlich, trotz guter Vorsätze kann man beim Kochen schnell wieder in alte Muster fallen und schon ist’s mit der neuen Ordnung dahin!
Wie findet man den besten Platz für alle Küchenutensilien? Ein Plan, bei dem man jedem Schrank und jeder Schublade einen bestimmten Zweck zuordnet, kann dabei sehr nützlich sein. Ist der Plan notiert, heißt es: Regale ausräumen und Überblick verschaffen. Der nächste Schritt ist ein wenig schwieriger, denn man muss sich von unnötigen Dingen konsequent trennen. Im dritten Schritt schließlich wird alles, was bleiben darf, kategorisiert.
Wer diese Grundsatzregel einhält, spart sich zeitaufwändiges Aufräumen und findet die Helferlein in seiner Küche schneller und leichter.
Wie geht man vor?
Erster Schritt: Küche ausmisten
Jetzt geht es also ans Werk: Wir haben alle Schränke, Schubfächer und Schubladen ausgeräumt, um überhaupt zu wissen, was wir alles besitzen. Dabei haben wir die ein oder andere Überraschung aus den Tiefen unserer Küche geholt. Als die Schränke und Schubladen komplett leer waren, staunten wir nicht schlecht, wie viele Schätze vor uns lagen. Schätze, von denen wir gar nichts wussten oder die wir zumindest schon lang vergessen hatten.
Auch beim Ausmisten kann man organisiert vorgehen. Am besten, man legt drei Stapel an: Einer für alles, was man behält, ein weiterer für alle Dinge, die in einen anderen Raum gehören und einen letzten, für alles, was weg kommt.
Zweiter Schritt: Abschied nehmen
Es ist nicht immer leicht, sich zu trennen. Dieser Schritt fiel auch uns bei manchen Dingen schwer. Was, wenn man doch irgendwann noch einmal den alten Wasserkocher brauchen könnte? Oder was ist, wenn wir mal zu fünft Kartoffeln schälen wollen?
Tipp:
Viele kennen sicherlich das Problem: Man bekommt die zehnte Tasse geschenkt oder ein weiteres Geschirr-Service. Besonders letzteres nimmt unglaublich viel Platz weg und wird in den wenigstens Fällen wirklich regelmäßig gebraucht.
Falls man sich (beispielsweise von einem geerbten Geschirr-Set) nicht trennen möchte, sollte man überlegen, es an einem anderen Ort als der Küche aufzubewahren. Wie wäre es zum Beispiel in einer Vitrine oder einem Buffet? Dinge, die aus der Küche fliegen, könnten auch erst einmal in den Keller wandern, als Zwischenstation, falls sie nach dem Rauswurf wider Erwarten doch schmerzlich vermisst werden.
Beim Ausmisten ist es hilfreich, sich folgende Fragen zu stellen: Benutze ich das noch? Brauche ich beispielsweise wirklich 14 Tassen? Wie lange habe ich dieses Ding schon nicht mehr verwendet? Alles, was länger als zwölf Monate nicht beachtet wurde – raus. Ist etwas kaputt und lässt sich nicht mehr reparieren? Sind Lebensmittel möglicherweise schon abgelaufen?
Wichtig für den ersten Schritt zur Ordnung: Wann – außer beim Ein- und Auszug – hat man wirklich alle Küchenschränke leer? Das kann man ausnutzen und mit einem Lappen über alle Oberflächen gehen. Das hat noch nie geschadet!
Dritter Schritt: Kategorisieren und Zonen einhalten
Wer Geschirr und Besteck in der Nähe des Geschirrspülers platziert, spart Zeit beim Ausräumen der Maschine!
Jetzt, wo alles ausgeräumt ist, konnten wir alles kategorisieren. Wir haben die Bereiche und Zwecke der unterschiedlichen Küchenutensilien definiert.
Dabei ist wichtig, die Gegenstände nach Häufigkeit ihrer Verwendung kategorisiert werden: Unsere Gewürze und Öle kamen in die Nähe des Herd, damit wir sie beim Kochen schnell parat haben. Schneidemesser und -bretter bekamen ihren Platz in der Nähe der Arbeitsfläche.
Kaffee und Tee wohnen jetzt im Schrank über dem Wasserkocher und der Kaffeemaschine. In der Nähe der »Nasszone« – also beim Spülbecken und Geschirrspüler – sollte sich auch der Mülleimer befinden, denn vor dem Spülen entfernt man oftmals Essensreste.
Wenn alle Küchenutensilien dann Kategorien zugeordnet sind, kann die eigentliche Neuorganisation der Küche beginnen!
Küche organisieren
Wichtige Utensilien griffbereit
Dinge, die man häufig braucht, sollten auch schnell und einfach zu erreichen sein. Es bringt nichts, wenn man für einen Topf auf den Stuhl steigen oder sich nach einer Kelle in der untersten Schublade bücken muss. Viel genutztes Besteck, Geschirr, Töpfe, Pfannen, Gläser, Tassen oder Becher müssen sich ganz vorne im Regel oder Schubfach befinden und gut zugänglich sein.
Zusammengefasst: Oft benötigte Utensilien sollten mit einem Handgriff im Kochbereich zur Verfügung stehen. Dafür haben wir folgend ein paar Tipps, wie man das am besten umsetzen kann:
Utoplike Messer Organizer für die Schublade
Waldwerk Messer-Magnetleiste
Bei Gewürzen empfehlen wir Nachfüllpackungen zu kaufen und sie in schöne Behältnisse umzufüllen. So spart man nicht nur unnötige Verpackung, sondern erhält auch ein einheitliches Gesamtbild:
Oropy 2er Pack Gewürzregale
Wer keinen Platz zum Aufhängen hat, der kann seine Gewürze in Schubladen verstauen. Auch hierfür gibt es zahlreiche Lösungen. Tipp: Behältnisse, die beschriftet werden können, eignen sich perfekt. So findet man schnell das Gewürz seiner Wahl:

Essig und Öl lassen sich beispielsweise auf einem Drehteller dekorativ und griffbereit organisieren.
Auch für Töpfe und Pfannen gibt es einige Helfer, die das Leben (und das Kochen) erleichtern. Hier gibt es Organizer für Schränke, die einem das lästige Stapeln ersparen. Mit einem Handgriff hat man die Pfanne sofort an ihren angestammten Platz gestellt und beim Kochen sofort parat:
Joseph Joseph Erweiterbarer Pfannen-Organizer
Tipp: Aufhängen statt Hinstellen!
Mit diesem Trick spart man nicht nur den ohhnehin begrenzten Platz auf Arbeitstheken und Co. ein, sondern schafft zudem ein dekoratives Ambiente in seiner Küche. Perfekt zum Aufhängen eignen sich zum Beispiel Kochutensilien wie Pfannenwender, Kelle oder Kochlöffel. Hier zwei Beispiele:
Ksvaye Hakenleiste für Küchenutensilien
Soulong Topfdeckel Regal
Küchenutensilien, die seltener gebraucht werden, dürfen weiter hinten und weiter oben platziert werden. Dazu gehört zum Beispiel das Waffeleisen, der Sandwichmaker oder der Raclette-Grill. Wie man klobige Geräte besser in der Küche verstaut, ohne dass sie Platz auf der Arbeitsfläche wegnehmen, erklären wir etwas später.
Schubladen und Küchenschränke
Bei Schubladen können Antirutschmatten sehr sinnvoll sein. So verhindert man das Verrutschen von Einsätzen oder Küchengeräten/Geschirr etc. während man die Schubfächer öffnet oder schließt.
Was sich wo befinden soll, kommt natürlich auf die Arbeitsabläufe an. Und die sind bekanntlich sehr individuell. Doch auch beim Organisieren der Schubladen und Schränke helfen die verschiedenen Kategorien: Topflappen in der Nähe vom Backofen, Gefrierbeutel beim Gefrierschrank, Geschirrtücher bei der Spüle und so weiter.
Nützlich sind unter anderen Ordnungshelfer für die meist zu großen Küchenfächer. So kann man die Schubladen besser unterteilen, seine Kategorien zuordnen und Chaos vermeiden.
Folgend haben wir zwei Beispiele für mehr Staufläche und Struktur in großen Schubfächern aufgelistet:
Kitstorack Teleskopschublade
Practical Comfort Verstellbarer Schubladeneinsatz
Vorratsdosen oder -gläser eignen sich hervorragend, um Schubläden mit System aufzuräumen. Hier wird man schnell (und preiswert) auf dem Flohmarkt fündig. Die Lebensmittel bekommen zudem so eine schöne Verpackung und bei transparenten Behältnissen sieht man sofort, was drinnen ist und wie viel man davon noch hat! Wichtig ist, dass die Behältnisse sie spülmaschinenfest oder zumindest tiefkühlgeeignet sind. Auch ist wichtig, ob die Vorratsdosen luftdicht verschlossen werden müssen.

Vorratsdosen oder -boxen sind super, doch auch mit ihnen kann schnell Chaos entstehen. So zum Beispiel bei Tupperware. Jeder hat sie und doch landen sie meist unsortiert in einen Schrank oder ein Schubfach. Die Boxen zu sortieren ist noch relativ leicht, schließlich kann man sie gut zusammenstapeln. Die Deckel jedoch fliegen meist unkontrolliert im Schrank herum. Fast jeder ist schon mit einer gefüllten Box in der einen Hand vor dem Schrank gestanden und mit der anderen Hand wild rudernd nach dem passenden Deckel gesucht. Die Krux ist jedem klar, doch wohin mit den Deckeln? Für dieses Problem haben wir zum Beispiel dieses nützliche Gadget entdeckt, das – so einfach es ist – offensichtlich schon das ein oder andere Leben von Grund auf verändert haben soll:
Tescoma 899484
Geschirr lässt sich nicht nur super stapeln, sondern auch innerhalb des Schrankes auch in vertikalen Ordnungssystemen aufbewahren. Dabei sollten Schränke und Regale allerdings nicht übervoll sein:
Songmics Küchen-Organizer
Lebensmittel und Vorräte
1. Vorräte
Wie viele Vorräte man Zuhause hat, schwankt in der Regel. Mal hat man mehr, mal hat man weniger. Um hier Ordnung zu halten, sollte man zunächst vom Minimum ausgehen. Was hat man immer zu Hause und was braucht wirklich einen festen Platz?
Zudem stellt sich auch die Frage, welche Art von Vorräten man hat. Sind es Konserven, Flaschen, Gläser oder Kartons? Will man etwas umfüllen und was wird länger gelagert?
Lang haltbare Lebensmittel kann man außerhalb der Küche lagern
Ein erster Tipp: Nicht alles muss in der Küche gelagert werden. Manches kann zum Beispiel in einen – wenn vorhanden – Abstellraum Quartier finden. So unter anderem Küchenrolle, Taschentücher oder Filter für den Staubsauger. Auch Lebensmittel in Dosen und Gläsern, die oft jahrelang haltbar sind, müssen nicht in der Küche lagern. Ein dunkler, gleichmäßig temperierter Raum wie ein Keller eignet sich hierfür hervorragend.
2. Lebensmittel
Alle anderen Vorräte und Lebensmittel, die in der Küche bleiben sollen, können dann zum Beispiel in Vorratsdosen umgefüllt werden. Auch hier geht man aber mit System vor: Am besten ordnet man die Vorräte nach Verbrauchsdatum an, sodass Produkte mit näherem Ablaufdatum vorne stehen. Größere Gegenstände kommen am besten nach hinten und kleinere nach vorne. Zudem sollten die Inhalte der Schränke thematisch zusammenpassen: Kaffee und Tee in die eine Schublade, Backzutaten in eine andere.

Spüle und Arbeitsfläche
Eine aufgeräumte und saubere Arbeitsfläche erleichtert das Zubereiten von Speisen und sorgt für ein ordentliches Ambiente. Wer viel nach Rezept kocht, kann zum Beispiel auf eine platzsparende Ablage für Handy oder Kochbuch zurückgreifen. Die eher nicht so dekorative Küchenrolle kann ebenfalls stilvoll in Szene gesetzt werden:
Kegii Küchenrollenhalter
Die Spüle ist ein beliebter Ort für Dinge, die unmotiviert in der Gegend herumliegen. Schwamm oder Spülmittel haben selten einen eigenen Platz, an dem sie verweilen können, wenn sie einmal nichts zu tun haben. Hier gibt es praktische Organizer, die Chaos am Spülbeckenrand beseitigen und für Ordnung sorgen:
Black Sweden Home Spülbecken Organizer
Creahaus Spülschrank Organizer
Kühlschrank
Der Kühlschrank ist der Mikrokosmos der Küche und auch er sollte mit System sortiert werden. So vermeidet man, dass sich ein Glas in den Tiefen eines Kühlfaches versteckt und das Mindesthaltbarkeitsdatum schwänzt.
Tipp:
Eine Liste am Kühlschrank zu befestigen hilft, die Übersicht über den Inhalt des Kühlschranks zu behalten und Doppelkäufe zu vermeiden.
1. Praktische Kühlschrank-Organizer nutzen
Kühlschrank-Organizer können die Ordnung in den einzelnen Fächern erleichtern. Ein Drehteller im obersten Fach hilft zum Beispiel auch weiter hinten stehende Lebensmittel leicht zu erreichen.
Vacane Kühlschrank Schublade
2. Verschiedene Kühlbereiche nutzen
Wichtig ist zudem, wo man etwas im Kühlschrank lagert. Man kann den Kühlschrank tatsächlich nach den Temperaturen in seinem Inneren sortieren. Hier gibt es ein System, an das man sich halten kann:
Hauptteil (von oben nach unten)
- Fertige Speisen, Reste, Marmeladen
- Milchprodukte und Milchersatzprodukte
- Fleisch, Wurst, Fisch
- Gemüse und Obst
Kühlschranktür (von oben nach unten)
- Eier und Butter
- Dressings, Senf, Ketchup, angebrochene Konserven
- Säfte und angebrochene Getränke
Tipps, um Ordnung zu halten
Gleiche Materialien für Ordnung verwenden
Mehr Ordnung ist ganz klar auch etwas fürs Auge. Um ein einheitliches Bild in der Küche zu erhalten, sollte man sich für einen Stil entscheiden, der sich durch das ganze Ordnungssystem zieht. Gleiche Materialien helfen nämlich ein ruhiges Bild zu schaffen. Man sollte sich also für Tools und Gadget aus denselben Materialen oder derselben Farbgruppe entscheiden.
Zudem sollte sich man aber bei den nützlichen Organizern überlegen, wo man sie einsetzen will und welche Anforderungen sie erfüllen müssen. Müssen sie spülmaschinenfest sein? Müssen sie fest verschlossen sein?
Küchengeräte im Schrank »verstecken«
Ein letzter Trick: Damit die Arbeitsfläche möglichst frei bleibt, können alle Küchengeräte, die man nicht täglich braucht, auch ruhig in Schränke geräumt werden. Bei erhöhten Backöfen eignet sich der Platz hervorragend, um ein sperriges Küchengerät – wie beispielsweise eine Mikrowelle – zu verstauen.
Selten genutzte Küchengeräte kann man – wie bereits erwähnt – getrost weiter oben verstauen. Wer ein schönes Gesamtbild haben möchte, kann die Geräte in schöne Boxen verstauen. Anders sieht es natürlich bei Geräten aus, die man täglich benutzt. Wer sich jeden Tag einen frischen Smoothie macht, sollte den Smoothiemaker auch auf der Arbeitsfläche positionieren.
Offene Regale über der Arbeitsfläche
Offene Regale sind die Königsdisziplin für eine ordentliche Küche, denn sie kaschieren nichts. Jede kleinste Unordnung sieht man sofort. Aber dafür kann man mit offenen Regalen für ein schönes, offenes Ambiente sorgen.

Das geliebte Kochbuch von Oma, das ruhig jeder sehen soll, kann hier thronen oder die besondere Vase vom Flohmarkt bekommt ihren Auftritt. Ein Tipp: Wer Gläser verkehrt herum aufstellt, verhindert, dass sich Staub im Inneren ansetzt. Zudem sieht es einfach noch besser aus!
Etiketten sorgen für Ordnung
Zu guter Letzt sorgen Etiketten für mehr Ordnung und Struktur. Man kann sie selbst schreiben oder man besorgt sich eine Etikettiermaschine bzw. Beschriftungsgerät, wenn man auf noch mehr Ordnung steht.

Auch hier gilt: Einheitliche Etiketten sorgen für ein ruhigeres Bild. Wer sich für unterschiedliche Labeldesigns entscheidet, der braucht sich nicht wundern, wenn das Gesamtbild am Ende nicht stimmig ist.
Beschriftungsgeräte gibt es schon für wenig Geld. Welche empfehlenswert sind, lesen Sie in unserem Beschriftungsgeräte-Test.
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