Auf unserer Suche nach guten Geschenkideen für Hundebesitzer sind wir auf eine interessante Marke gestoßen: SmoothieDog. Obwohl wir selbst einen Hund haben, hatten wir von dem Konzept Smoothies für Hunde noch nichts gehört und waren direkt neugierig. Kann man sich darunter dasselbe vorstellen wie für uns Menschen – ein Vitaminbooster, ein gesunder Mittagssnack, ein Nährstofflieferant? Also ein »gesunder« Hundesnack?
SmoothieDog Eisform für Hundeeis + 6er Mix Probierset
Dabei sind wir auf noch ein weiteres Hunde-Zubehör gestoßen: den Doggyroller. Ein Belohnungsspender, der aussieht wie ein Deo-Roller aus dem Drogeriemarkt, und in den man flüssige Belohnungen gibt. Kann so eine Art von Belohnungssystem nützlich sein?
Doggyroller
SmoothieDog: Flüssiger Snack für Hunde
Das Konzept von SmoothieDog
Der Hersteller SmoothieDog bezeichnet seine Idee als »Revolution des Hundesnacks«. Da »gerade der Snackfutterbereich […] mit unnötigen Nebenerzeugnissen, Farb- und Aromastoffen [vollgestopft ist], will SmoothieDog eine Alternative bieten. Es geht also nicht darum, die Nahrung des Hundes durch Smoothies zu ersetzen, sondern eine andere, neue Art des Snacks zu etablieren.
Varianten und Abo-System
SmoothieDog hat eine Vielzahl an unterschiedlichen Geschmackssorten. Neben den sogenannten Klassikern (Lamm, Hund und Rind) gibt es auch »Special«-Smoothies wie »Trinkpause« (Ente), »Immunio« (Rind), »Gemüsebeet« (Veggie-Variante), »Sensitivo (Pferd) oder die »Morosche Karottensuppe«.
Die Smoothies kann man in unterschiedlichen Paketen kaufen: Eine einzelne Sorte oder als Mix in 3er (circa zehn Euro), 6er (circa 20 Euro) oder 12er Packs (circa 38 Euro). Das macht ungefähr einen Preis von drei Euro pro Flasche, die 250 Milliliter Flüssigkeit beinhaltet.
Mit dem Abo-System lassen sich 10 Prozent sparen. Das Gute daran: Es gibt keine festen Laufzeiten, es lässt sich jederzeit kündigen, pausieren oder anpassen. Zusätzlich kann eingestellt werden, ob man eine Lieferung alle vier, sechs, acht oder zehn Wochen möchte.
Inhaltsstoffe kurz erklärt
Bei den Inhaltsstoffen können wir nichts Merkwürdiges oder Kritisches erkennen. Schön finden wir, dass der Hersteller eine genaue Auflistung der von ihm verwendeten Inhaltsstoffe auf der Webseite zur Verfügung stellt. Das schafft Transparenz für die Kunden. Aber auch auf dem Glas selbst befindet sich eine kurze Auflistung der Inhaltsstoffe. Neben unterschiedlichen Fleischsorten (Huhn, Lamm, Rind, Ente, Pferd, Kaninchen, Fisch) enthalten die Smoothies noch verschiedene Obst- (zum Beispiel Banane, Beeren, Apfel) und Gemüse-Arten (Kürbis, Karotten, Zucchini, Kartoffeln).
Zusätzlich legen sie – wie SmoothieDog angibt – Wert auf die Aufzucht von Tieren und der Art der Schlachtung. Nach dem Öffnen muss der Smoothie gekühlt gelagert werden und ist dann ca. drei Tage haltbar.
Wir sehen auch einige Bezeichnungen auf den Gläsern, die viele Hersteller verwenden, wie »zuckerfrei«, »getreidefrei« oder »frei von Zusatz- und Aromastoffen«. Zucker sollte tatsächlich idealerweise nicht in Hundefutter enthalten sein, da dieser – wie auch bei uns Menschen – zu Gewichtszunahme und Zahnproblemen führen kann. Allerdings gibt es auch hier unterschiedliche Zuckerarten.
Bei unseren Recherchen sind wir aber immer wieder die Aussagen »getreidefrei« und »ohne Zusatzstoffe« gestoßen. Beide Aussagen werden derzeit als Qualitätskriterium für gutes Futter vermarktet.
An dieser Stelle wollen wir selbstverständlich nicht vom eigentlichen Thema abweichen; über Hundeernährung kann tagelang gesprochen werden. Doch in Kürze gesagt: Getreide ist grundsätzlich im Hundefutter nicht schlecht. Es hängt von mehreren Faktoren und natürlich vom Hund, dessen Gesundheit und Bedürfnissen ab. So ist Getreide generell nicht allergener als andere Futtermittel und ist auch kein wertloser Füllstoff wie es ihm oft nachgesagt wird, so beispielsweise die Tierklinik Ismaning zu diesem Thema.
Auch Zusatzstoffe werden aus unterschiedlichen Gründen bei Futtermitteln zugesetzt. Sie alle über einen Kamm zu scheren, wäre daher falsch, wie man bei Napfcheck zum Beispiel nachlesen kann. Unter Zusatzstoffen fallen nämlich auch wichtige Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren. Zudem werden Zusatzstoffe einem Prüfverfahren unterzogen, bevor sie überhaupt im Futtermittel verwendet werden können.
Da es sich aber bei SmoothieDog um einen Hundesnack und nicht um ein Alleinfuttermittel handelt, muss man natürlich dies natürlich immer in Relation setzen.
So haben wir SmoothieDog getestet
So viel zur Theorie. Aber wie praktikabel ist der flüssige Hundesnack im Alltag? Um das herauszufinden, haben wir die Smoothies von SmoothieDog in vier unterschiedlichen Anwendungsbereichen, die der Hersteller auch angibt, getestet.
Dabei hatten wir tatkräftige Unterstützung unserer Redaktionshündin Kira, konnten aber auch weiteren Testhund, Charlie, engagieren. Für den Test haben wir von SmoothieDog ein Bundle inklusive Eiswürfelform erhalten:
SmoothieDog Eisform für Hundeeis + 6er Mix Probierset
Als Topping
Zunächst haben wir die Smoothies von SmoothieDog als Topping fürs Futter oder als kleinen Schuss im Wasser als Trinkmotivation verwendet.
Bevor wir die Smoothies übers Futter verteilt haben, haben wir Kira an dem Smoothie schnüffeln lassen. Vom intensiven Geruch war sie direkt angetan; für unsere Menschennase war der intensive Geruch eher gewöhnungsbedürftig.
Vor dem Gebrauch noch einmal durchgeschüttelt, kam der Hunde-Smoothie Huhn über das Futter. Kira ist kein fressfauler oder sehr wählerischer Hund. Nach kurzem Schnüffeln schlang sie ihre Mahlzeit wie gewohnt hinunter. Auch ein bisschen Smoothie pur mit Wasser verdünnt, fand sie ausgesprochen schmackhaft. Bekömmlich war der Smoothie für sie auch, wir bemerkten keine Veränderungen im Stuhlgang.
Anders leider verhielt es sich bei unserem zweiten Tester Charlie. Zwar fand er den Hunde-Smoothie Lamm lecker, jedoch bekam der etwas ältere Herr davon Durchfall. Wir gehen davon aus, dass es an dem Smoothie lag, da sonst nichts an seinen Fressgewohnheiten verändert wurde. Ob das eine einmalige Sache war oder die Smoothies für ihn nicht bekömmlich sind, können wir an dieser Stelle nicht sagen, da wir selbstverständlich die Smoothies nicht weiter mit ihm getestet haben.
Zum Herstellen von Eis
Was wir beim Bundle mit Eiswürfelform (100 Prozent Silikon) schön fanden: Zusätzlich zu der Form gibt es Kaustangen aus Rinderhaut als »Eisstiel«, sodass man das Eis im gefrorenen Zustand besser greifen kann.
Während einer heißen Sommerwoche im August bereiteten wir also unser Hundeeis vor. Dafür verwendeten wir den Immunio-Smoothie, füllten ihn in die Formen ein, legten anschließend die Kausticks als Stiel in die Form und ab ins Gefrierfach. Am nächsten Tag haben wir Kira mit dem Smoothie-Eis eine kleine Abkühlung bereitet.

Das Eis ließ sich einfach aus der Form herausnehmen und war optisch auf jeden Fall ein Hingucker! Nach kurzem Schnüffeln schleckte sie schon eifrig daran, nahm es schließlich komplett in ihr Maul und verzog sich mit dem Eis auf ihr Plätzchen. Den Kaustick hat sie dann zum Schluss aufgehoben und an diesem fleißig herumgekaut. So gab es für sie auch gleich noch etwas Beschäftigung.
Zum Herstellen von Leckerlis
Auf der Webseite von SmoothieDog gibt es zahlreiche Rezeptideen für die Smoothies, von denen man sich inspirieren lassen kann. So haben wir uns entschieden, Hundekekse und – ja, Sie lesen richtig! – Gummi-Drops zu machen.
Die Rezepte sind sehr einfach gehalten. Neben den Smoothies benötigt man kaum weitere Zutaten und die Herstellung dauert nicht lange. Wer also feste Leckerlis selbst machen will, hat hier leichtes Spiel. SmoothieDog bietet eine Backform aus Silikon (Trixie Backmatte für ungefähr 15 Euro) an, wir hatten aber bereits selbst eine Zuhause, die wir für die beiden Rezepte verwendeten.
Während die Gummi-Drops zwei Stunden in den Kühlschrank mussten, waren die Hundekekse nach 20 Minuten im Backofen fertig. Die Hundekekse können getrocknet gut gelagert werden, die Gummi-Drops halten nur ca. zwei Tage lang im Kühlschrank. Den Rest der Gummi-Drops haben wir eingefroren.
Dann baten wir Kira zum Geschmackstest: Während sie die Kekse verschlang, war sie bei den Gummi-Drops zunächst etwas skeptisch. Wir gehen davon aus, dass die Konsistenz für sie etwas gewöhnungsbedürftig ist. Beide Leckerlis vertrug sie aber gut, wir bemerkten keine Veränderungen im Stuhl.
Als Beschäftigung in einer Schleckmatte
Das Konzept mit der Schleckmatte kennen wir – und Kira liebt ihre Schleckmatte. Für uns ein gutes Futterspielzeug, mit dem wir Kira immer mal wieder beschäftigen können. Wir haben sie bislang mit Leberwurst, Brühe oder Hüttenkäse befüllt. Im eingefrorenen Zustand ist Kira dann schon eine Weile mit dem Schlecken beschäftigt. Im Sommer sorgt die Matte auch für eine Erfrischung.
Dass man die Schleckmatte also auch mit den Smoothies von SmoothieDog füllen kann, liegt nahe. Hier bietet der Hersteller ebenfalls ein Bundle mit der sogenannten LickiMat an. Diese kann aber auch einzeln gekauft werden (zwischen sechs und 14 Euro).
Wir haben also auch auf die Schleckmatte etwas vom Smoothie gegeben und ins Gefrierfach gelegt.
Das Ergebnis auch hier: Kira hat die Smoothie-Schleckmatte sofort angenommen, eifrig geschleckt und war eine Zeit lang beschäftigt. Probleme in der Handhabung gab es ebenfalls nicht.

Doggyroller: Ein »Deo-Roller« als auffüllbarer Belohnungsspender
Schlecken statt kauen: Der Doggyroller
Selbstbefüllbare Tuben, in die man zähflüssige Snacks wie Leberwurst geben kann, waren uns bereits bekannt. Doch der Doggyroller, der aussieht wie ein Deo-Roller, war uns noch nicht untergekommen. Umso mehr wollten wir das Konzept ausprobieren und sehen, wie praktikabel der Roller ist.
Das Konzept
Wichtig ist zunächst: Zwar bietet SmoothieDog den Doggyroller in einem Bundle an. Doggyroller ist aber ein eigener Hersteller: Doggyroller wurde von Michael Tripold während seiner Ausbildung zum Hundetrainer 2020 gegründet.
Doggyroller
Das Konzept: Anders als feste Kauleckerlis kann der Doggyroller, so der Hersteller, geistige Stimulation bieten. Der Hund ist jedes Mal gefordert, um an die Belohnung heranzukommen. Andererseits soll der Schleckroller langsameres Fressen fördern und die Belohnungseinheit ausdehnen. Zudem können Halter mit dem Doggyroller besser regulieren, wie kalorienreich die Belohnung sein soll. Das ist natürlich bei Hunden mit Übergewicht von Vorteil. Außerdem beruhigt manche Hunde das Schlecken.
Der Hersteller betont allerdings auch, dass die Bedürfnisse und Vorlieben des Hundes zu berücksichtigen sind. Denn manche Hunde bevorzugen das Herumkauen auf Leckerlis, während andere die Herausforderung des Schleckens genießen. So kann man selbstverständlich auch beide Belohnungs-Formen kombinieren.
Infos und Varianten
Ein Doggyroller kostet zwischen zehn und 22 Euro – je nachdem, ob man ihn schlicht, mit Karabinerhalterung oder mit Karabinerhalterung und Lanyard bevorzugt. Für unseren Quickcheck haben wir den Doggyroller mit Karabinerhalterung für um die 17 Euro getestet.
Der Doggyroller selbst besteht aus Deckel, Roll-Teil sowie dem Füllbehältnis. Er lässt sich leicht auseinanderbauen und ist spülmaschinengeeignet. Praktisch fanden wir insbesondere den Karabiner samt Halterung. So kann man den Roller praktisch an Hose, Gürtel oder Leckerlibeutel befestigen.
Befüllen kann man den Doggyroller zum Beispiel mit Joghurt, verdünnten Pasten, Pürierte Schonkost, Hunde-spezifische Suppen und Brühen, Welpenmilch oder eben Smoothies.
So haben wir den Doggyroller getestet
Wir haben den Doggyroller mit den eher dickflüssigen SmoothieDog Smoothies und einer dünnflüssigeren Rinderbrühe speziell für Hunde getestet. Dabei hat uns Kira wieder unterstützt. Das Konzept mit dem Herausschlecken hat sie eigentlich sofort begriffen, hier gab es keinerlei Probleme. Wir haben den Doggyroller beim Gassigehen, beim Training und beim Mantrailing eingesetzt.

Mit SmoothieDog-Smoothies
Zunächst haben wir einen Smoothie von SmoothieDog in den Doggyroller gegeben – wie im Bundle vorgesehen. Die Handhabung ist einfach: Roller aufschrauben, Smoothie schütteln und hineingeben.
Anfangs lief es recht unkompliziert und praktisch. Trotz der Stücken im Smoothie funktionierte der Doggyroller einwandfrei. Die Kugel drehte sich reibungslos. Zwei Nachteile bemerkten wir, nachdem wir den Roller mit Smoothie einen ganzen Tag lang dabei hatten: Einerseits bildeten sich nach einer Zeit feste Klümpchen im Roller, die auch durch Schütteln nicht mehr flüssig wurden. Unser Tipp: Wenn Sie den Roller mit Smoothie verwenden, geben sie noch etwas Wasser hinzu, um Klümpchenbildung vorzubeugen.
Andererseits waren wir uns nach einem langen und heißen Tag (bei Temperaturen bis zu 30 Grad) unterwegs nicht sicher, ob der Smoothie noch genießbar ist und schütteten den Rest weg. Hier unser Tipp: Geben Sie nur so viel in den Schleckroller, wie Ihr Hund auch aufschleckt. Gerade bei flüssigen Belohnungen und insbesondere solchen, die keine Konservierungsstoffe beinhalten, sollte man zwecks Haltbarkeit vorsichtiger sein.
Mit Rinderbrühe
Dann haben wir etwas dünnflüssigere Rinderbrühe in den Doggyroller gegeben. Zunächst hatten wir die Befürchtung, dass diese möglicherweise zu flüssig für den Roller wäre. Allerdings wurden wir überrascht: Die Rinderbrühe blieb sicher im Schleckroller, nichts lief seitlich aus.
Der Vorteil: Es bilden sich keine Klümpchen und der Roller lässt sich einwandfrei verwenden. Allerdings hatten wir auch hier die Befürchtung, dass die Brühe an sehr warmen Tagen möglicherweise schlecht werden könnte. Da sind feste Leckerlis einfach im Vorteil.
Doggyroller beim Gassigehen und im Training
Wir haben den Roller zudem – wie auch der Hersteller aufzeigt – in unterschiedlichen Situationen getestet. Wir konnten den Schleckroller gut während des Trainings, beim Mantrailing und bei Social Walks verwenden. Hier fanden wir es deutlich leichter, Kira den Schleckroller als Belohnung hinzuhalten, als entweder Leckerlis aus dem Beutel zu klauben oder sie schon in der Hand halten zu müssen. Der Vorteil: Die Belohnung kommt schnell und direkt.
Auch beim Mantrailing werden wir den Doggyroller weiter verwenden. Der Grund: Da der Hund beim Trailen intensiv mit der Nase arbeitet, sollte die Belohnung eher flüssiger sein. Denn durchs Schnüffeln und schnellere Atmen verliert der Hund auch über seine Nasenschleimhaut schnell viel Flüssigkeit. Den Doggyroller mit einer flüssigen Leckerei mitzunehmen, ist sehr viel einfacher, als eine Dose mit feuchterem Leckerli vorzubereiten.
Bei den normalen Gassirunden war der Doggyroller für uns weniger hilfreich. Draußen mit all den Gerüchen war es für Kira einfach zu spannend, als dass sie mehrere Sekunden innehält und am Doggyroller schleckt. Oft war es so, dass sie sich dann lieber keine Belohnung abgeholt hat oder nur kurz an dem Roller geschnüffelt und kurz geschleckt hat. Beim Gassigehen sind für uns feste Leckerli im Beutel daher geeigneter.
Fazit
SmoothieDog
Sind Hunde-Smoothies eine nützliche Snack-Alternative? Unsere Antwort: Es kommt darauf an. Während unseres Praxis-Tests haben wir einige Vorteile der Smoothies erkannt. So kann man mit ihnen Rezeptideen wie Kekse oder Eis schnell und leicht umsetzen. Dass sie besonders schmackhaft sind, konnte uns zumindest Kira bestätigen. Auch wenn sie eigentlich keine Futter-Motivation braucht, sie ist einfach ein sehr gefräßiger Hund.
Für unterwegs finden wir die Smoothies nur bedingt nützlich. Besonders bei warmen Temperaturen hatten wir Sorge, dass die offenen Smoothies schlecht werden könnten. Im flüssigen Zustand als Trainingsmittel haben uns die Smoothies am wenigsten überzeugt. Zu oft bildete das Gemisch im Doggyroller Klumpen, die sich auch durchs Schütteln nicht mehr verflüssigen ließen. Und auch ohne Doggyroller ist es unterwegs nicht ganz praktikabel, die 250 Milliliter großen Glasflaschen immer mitzunehmen.
Braucht man aber Smoothies als Snack für Hunde? Unsere Meinung: Nein, nicht unbedingt. Hunde-Eis oder Leckerlis kann man auch mit anderen Zutaten (wie Brühe oder Ähnliches) gut selber herstellen. Und damit kommen wir zu dem eigentlichen Nachteil, den wir bei den Hunde-Smoothies von SmoothieDog sehen: Für ungefähr drei Euro pro 250 Milliliter-Flasche (je nachdem, welches Paket man kauft und ob man ein Abo hat), finden wir die Smoothies relativ teuer.
Aber: Wer wenig Aufwand betreiben möchte, kann auf die Smoothies zurückgreifen. Das Konzept ist recht einfach, die Handhabung simpel. Wem drei Euro pro Flasche nicht zu teuer ist, der findet hier sicherlich eine abwechslungsreiche Snack-Alternative. Denn positiv ist: Es bieten sich eine Menge an Einsatzmöglichkeiten, zudem bietet der Hersteller auch passende Bundles mit Zubehör an.
Doggyroller
Der Doggyroller wiederum hat uns insbesondere beim Training und Mantrailing überzeugt. In beiden Situationen war der Einsatz praktisch und unkompliziert. Beim Gassigehen hat der Doggyroller bei Kira aber wenig Beachtung erhalten. Hier konnten wir ihn nicht gut als Belohnung einsetzen.
Zudem haben wir dünnflüssigere Belohnungen in dem Roller bevorzugt. Die dickflüssigeren Belohnungen funktionierten zwar genauso, dafür war die Reinigung etwas aufwendiger.
Alle Infos zum Thema: Smoothies für Hunde
Bei uns Menschen sind Smoothies nichts Neues. Sie stehen mittlerweile in verschiedensten Zusammensetzungen und von zahlreichen Herstellern im Kühlregal. Sind aber Smoothies für Hunde nur ein »unnötiger«, neuer Trend oder können sie sinnvoll eingesetzt werden? Dieser Frage wollten wir im Zuge dieses Quickchecks auf den Grund gehen.
Warum Smoothies für Hunde?
Am häufigsten sind wir in diesen Zusammenhang auf das Argument der Flüssigkeitszufuhr gestoßen. Besonders im Sommer machen sich Halter von »trinkfaulen« Hunden manchmal Sorgen. Smoothies sollen Abhilfe schaffen, da die Flüssigkeit für den Vierbeiner ansprechender wird.
Außerdem sollen sich Hunde-Smoothies als Futtertopping für mehr Geschmack, als Trainingssnack oder bei Medikamentengabe und Zahnproblemen eignen. Aber auch als Beschäftigungsmöglichkeit (als Kong-Füllung oder auf einer Schleckmatte) oder als Basis für selbstgemachte Leckerlis sollen Smoothies gute Dienste leisten.
Sind Hunde-Smoothies allgemein sinnvoll?
Sind Hunde-Smoothies als Snack aber wirklich sinnvoll und – wie manche Hersteller schreiben – sogar gesundheitsfördernd? Das ist selbstverständlich abhängig vom konkreten Produkt. Daher sollten sich Hundehalter vor dem Kauf mit den Inhaltsstoffen und der Zusammensetzung auseinandersetzen. Smoothies dienen aber keinesfalls als Alleinfuttermittel; ersetzen also nicht das Hundefutter.
Fakt ist: 2023 war der Snack-Bereich bei Hundenahrung mit rund 750 Millionen Euro (Umsatz) vor Trocken- und Nassfutter am umsatzstärksten. Und auch der Trend der Humanization (also Vermenschlichung) von Tiernahrung ist weiterhin erkennbar. Die Forschung legt nahe, dass viele Tierbesitzer bereit sind, mehr für Futter auszugeben, das als gesund, natürlich und frei von künstlichen Zusatzstoffen vermarktet wird – oft inspiriert durch Trends in der menschlichen Ernährung. Nach dem Motto: Was für uns Menschen gut ist, ist für unsere Vierbeiner auch gut.
Verhält es sich so auch mit Hunde-Smoothies? Wir haben bei Dr. Julia Fritz, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik und Praxisinhaberin von napfcheck.de, nachgefragt. Zu den von vielen Herstellern angegebenen Verwendungs- und Einsatzmöglichkeiten konnte sie uns Folgendes erklären:
Für mehr Flüssigkeitszufuhr
Meistens ist bei einem gesunden Hund die Angst, dass er zu wenig Flüssigkeit zu sich nimmt, unbegründet. Hunde haben allgemein nicht so einen Flüssigkeitsverlust wie wir Menschen, da sie nicht gleichermaßen schwitzen, so Fritz. Nassfutter besteht beispielsweise zu 70 bis 80 Prozent aus Wasser, weshalb Hunde nicht Unmengen an zusätzlicher Flüssigkeitszufuhr benötigen. Hunde, die mit Trockenfutter (das logischerweise einen geringeren Wasseranteil aufweist) gefüttert werden, trinken in der Regel nach der Fütterung noch einen kräftigen Schluck aus dem Wassernapf. Manche Besitzer weichen das Trockenfutter in Wasser auf. Auch dann braucht es keine großen Mengen zusätzlicher Flüssigkeitszufuhr.
Wer überprüfen möchte, wie viel Wasser sein Hund am Tag ungefähr benötigt, kann sich die Seite futter-rechner.de anschauen. Meistens ist der Wasserbedarf gar nicht so groß, wie wir Menschen oft glauben – insbesondere wenn die Hunde Nass- oder Frischfutter bekommen.
Als Ergänzung bei BARF
BARF steht für »biologically appropriate raw food«, also biologisch artgerechte Rohfütterung.
Für Hunde, die ihre Nahrung über Rohfütterung beziehen, sind Smoothies auch wenig nützlich, so Fritz. Wer seinen Hund »barft«, muss sowieso Nahrungsergänzungen hinzugeben. Bei der Rohfütterung muss sichergestellt werden, dass der Hund genügend gute Fette, Vitamine und Mineralstoffe sowie in manchen Fällen auch Kohlenhydrate erhält, um eine optimale Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten. Als Geschmacksverstärker machen Smoothies bei rohem Fleisch ebenfalls wenig Sinn.
Smoothie als »Superfood« und Topping
Bei Hunden, die mit Nass- oder Trockenfutter als Alleinfuttermittel gefüttert werden, sind Smoothies als Topping auch nicht unbedingt notwendig. Denn ein Alleinfuttermittel ist gesetzlich so definiert, dass es den kompletten täglichen Nährstoffbedarf des Hundes abdecken muss. Hinzu kommt, dass die meisten Hunde-Smoothies größtenteils aus Wasser bestehen, der Nährstoffgehalt der Snacks ist somit sehr gering.
Eine Überdosierung an Nährstoffen durch Smoothies kann für den Hund, so Fritz, nicht gesundheitlich gefährlich werden. Allerdings könnten sich Gewohnheiten bei ständigem Hinzugeben der Smoothies einstellen, die man eventuell nicht will. So kann es sein, dass der Hund sein Futter nur noch mit dem Smoothie als Topping anrührt.
Smoothie als Geschmacksverstärker
Bei Hunden mit Übergewicht können Smoothies aufgrund ihres niedrigen Kaloriengehalts als Belohnung eingesetzt werden.
Smoothies als Geschmacksverstärker können in bestimmten Fällen eingesetzt werden, können also die Schmackhaftigkeit vom Futter verbessern – zum Beispiel bei Hunden, die wählerisch beim Futter, keine guten Fresser oder schon älter sind. Wie auch bei uns Menschen nehmen die Sinne beim Hund mit zunehmendem Alter ab. Hunde sind sogenannte »Riechfresser«. Das heißt, sie gehen bei der Wahl der Nahrung weniger mit den Augen als mit ihrer Nase. Für Hunde sind insbesondere Eiweiß und Fett schmackhaft. Vor allem bei Trockenfutter, das höhere Anteile von Kohlenhydraten enthält, können Smoothies eventuell den Geschmack des Futters verstärken.




























