Hundeanhänger gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. In unserem Test finden sich zahlreiche Fahrrad-Anhänger, die die Grundbedürfnisse an Komfort und Sicherheit befriedigen.
Dabei geht die Bandbreite weit auseinander. Günstige Hundeanhänger sind zum Teil schon unter 100 Euro zu haben, können jedoch qualitativ meist nicht überzeugen. Preisbewusste finden in der Mittelklasse um die 450 Euro bereits deutlich bessere Qualität, während Top-Anhänger, die mit bis zu 1.000 Euro und mehr zu Buche schlagen, auch anspruchsvolle Dauernutzer zufriedenstellen werden.
Kurzübersicht
Taxxi Dog
Beim Taxxi Dog stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis wie bei keinem anderen Anhänger im Test. Für faire 500 Euro erhält man einen schön designten, umfassend und hochwertig ausgestatteten Hundeanhänger mit überzeugenden Details, viel Stauraum für Zubehör und verstellbarer Federung. Besonders gut hat uns gefallen, dass auch ein Buggy-Set und eine Matratze im Lieferumfang enthalten sind.
Hamax Pluto

- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Sehr einfaches Zusammenklappen
- Federung
- Gut sichtbare Reflektoren
- Teuer
- Zubehör (Regenschutz) nur gegen Aufpreis erhältlich
Hamax hat mit seinem Pluto einen Hundeanhänger im Programm, der wie aus einem Guss erscheint. Funktional, wenig Schnickschnack, abgerundete Details – die Designer des Anhängers setzen auf eine schnörkellose Optik und ein hohes Maß an Alltagspraktikabilität. Besonders gut hat uns gefallen, wie elegant Hamax Schalter und Hebel in den Anhänger integriert hat.
Croozer Dog Enna

- Hochwertige Verarbeitung
- Auch als Buggy benutzbar
- Federung
- Umfangreiches Zubehör erhältlich
- Teuer
- Relativ schwer
Der Croozer Dog Enna setzt hinsichtlich Verarbeitung und Wertigkeit der Komponenten Maßstäbe. Zwar kostet der Hundeanhänger deutlich mehr als die meisten anderen Modelle, dafür spielt er qualitativ aber auch in der höchsten Liga. Damit ist er der ideale Begleiter für Hundebesitzer, die einen langlebigen, schön designten Anhänger für häufige Einsätze und/oder auch Radreisen suchen. Im Testvergleich räumt der Hundeanhänger des deutschen Herstellers zudem den Designtipp ab.
Veolo Dog 2.0

- Sehr stabile Ausführung
- Federung
- Für die Größe leicht
- Viele durchdachte Details
- Sehr teuer
- Sicherung des Hundes per Schlaufe
Bei der Entwicklung des Veolo Dog 2.0 wurde besonderes Augenmerk auf die Fahreigenschaften gelegt, doch natürlich ist das nicht der einzige Aspekt. Der Anhänger bietet viel Platz für Hunde bis 35 Kilogramm, ist für seine Größe erstaunlich leicht und bringt eine Fülle an Details mit, die ihn zum praktischen Begleiter machen. Seine großen Rohrdurchmesser sorgen für Stabilität und die Kupplung (nicht nur) für ein sehr gutes Fahrverhalten.
Trixie 12796

- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Auch als Buggy nutzbar
- Schnellfaltfunktion
- Verschiedene Größen erhältlich
- Gepolsterte Liegefläche
- Verarbeitung für den Dauereinsatz nicht ideal
Der Trixie 12796 mit Schnellfaltfunktion bringt alles mit, was man für den Einstieg in den Hunde-Radtransport braucht. Für unter 200 Euro liefert Trixie einen leicht bedien- und zum Buggy umbaubaren Anhänger, der hinsichtlich Verarbeitungsqualität für die gelegentliche Nutzung auf Kurz- und Mittelstrecken völlig ausreicht. Der Anhänger ist in drei Größenvarianten erhältlich und lässt sich mit dem optional erhältlichen Vorderrad zum Hundebuggy umbauen.
Vergleichstabelle
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- Auch als Buggy nutzbar (Zubehör im Lieferumfang)
- Feststellbremse
- Viele Taschen für Zubehör
- Faltbar
- Lichtset nach StVO im Lieferumfang
- Teuer

- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Sehr einfaches Zusammenklappen
- Federung
- Gut sichtbare Reflektoren
- Teuer
- Zubehör (Regenschutz) nur gegen Aufpreis erhältlich

- Hochwertige Verarbeitung
- Auch als Buggy benutzbar
- Federung
- Umfangreiches Zubehör erhältlich
- Teuer
- Relativ schwer

- Sehr stabile Ausführung
- Federung
- Für die Größe leicht
- Viele durchdachte Details
- Sehr teuer
- Sicherung des Hundes per Schlaufe

- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Auch als Buggy nutzbar
- Schnellfaltfunktion
- Verschiedene Größen erhältlich
- Gepolsterte Liegefläche
- Verarbeitung für den Dauereinsatz nicht ideal

- Sehr solide Verarbeitung
- Austauschbare, langlebige Komponenten
- Fidlock-Trinkflasche
- Viele Reflektoren
- Federung
- Teuer
- Etwas klobig
- Zubehör nur gegen Aufpreis erhältlich

- Tolle Grundausstattung
- Funktionale Detaillösungen
- Umfassendes optionales Zubehör
- Teuer
- Teures Zubehör
- Relativ schwer

- Hochwertige Verarbeitung
- Jogger-Set im Lieferumfang
- Herausnehmbarer Boden
- Rollfenster
- Lichtset nach StVO im Lieferumfang
- Teuer
- Kein Polster im Lieferumfang

- Gutes-Preis-Leistungs-Verhältnis
- Auch als Buggy nutzbar (Zubehör im Lieferumfang)
- Feststellbremse
- Taschen außen für Zubehör
- Faltbar
- Relativ schwer
- Keine Federung
- Kein Polster (kann zusätzlich erworben werden)

- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Robuste Verarbeitung
- Voluminöse Reifen: gute Federung
- Nur eine Größe (andere Modelle erhältlich)
- Schnelle Flugrost-Bildung

- Recycelte Materialien
- Kompaktes Faltmaß
- Relativ leicht
- Lichtset nach StVO im Lieferumfang
- Nur zu zweit aufbaubar
- Kein Regenschutz
- Kein Polster

- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Gute Basisausstattung
- Verarbeitung nicht sonderlich hochwertig
- Schnelle Flugrost-Bildung
- Kein Polster im Lieferumfang (optional erhältlich)
- Nur eine Größe

- Gepolsterte Liegefläche
- Durchdachte Details
- Verschiedene Größen
- Reduzierte Ausstattung gegenüber dem Trixie 12796

- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Großes Raumangebot
- Reißverschlusstasche für Leckerlies und Accessoires
- Etwas lieblose Gestaltung

- Leicht
- Faltbar
- Umklappbare Deichsel
- Räder haben deutlich Spiel
- Keine Sicherungsleine
- Schrauben ragen in den Innenraum
- Riecht auch nach Tagen noch stark
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Vierbeiner auf Zweirädern: Hundeanhänger im Test
Zuallererst stellt sich natürlich die Frage: Wozu wird ein Hundeanhänger überhaupt benötigt? Diese sind vor allem dann sinnvoll, wenn der Hund eine längere Strecke mitkommen soll, diese aber nicht komplett laufen kann. Wie beispielsweise eine längere Fahrradtour oder wenn es der Gang zum Tierarzt zulässt. Denn auch wenn Hunde bekanntlich viel Bewegung brauchen, kommen diese je nach Körpergröße auch schnell an ihre Grenzen. Das sollte nicht unterschätzt werden.
Bei Fahrradanhängern für Hunde gibt es große Qualitätsunterschiede – und ebenso große Preisdifferenzen: Man kann zwischen 100 und über 1.000 Euro investieren. Die Unterschiede liegen in der Verarbeitungsqualität, der Nutzungsfreundlichkeit, dem Fahr- und Liege- beziehungsweise Sitzkomfort und dem Design.
Preiswerte Anhänger werden aus günstigeren Materialien hergestellt, die bei häufiger Nutzung und langer Verwendung im Freien zu Flugrost und Korrosion neigen.

Was die Sicherheit angeht, sollten 16 km/h nicht überschritten werden – ein Wert, den die Hersteller in ihren Betriebsanleitungen gerne erwähnen. In der Praxis sind diese 16 km/h schnell erreicht. Aus der Erfahrung können wir sagen, dass auch 20 km/h kein Problem darstellen. Nur schneller sollte man es aus Liebe zum Tier – und zur Schonung des Anhängers – nicht angehen lassen.
Die meisten der von uns getesteten Hundefahrradanhänger lassen sich für den Transport im Kofferraum klein zusammenfalten. Klein bedeutet, dass sie quergestellt und mit eingeklappter Deichsel auch in einem Kleinwagen Platz finden. Der Einklappvorgang ist mal mehr, mal weniger kompliziert. Bis auf die Empfehlung von Trixie ist bei allen Anhängern etwas mehr Kraft nötig, um für das Zusammenfalten Versteifungsstreben zu entfernen beziehungsweise diese für den Aufbau wieder einzufügen.
Unser Favorit
Taxxi Dog
Beim Taxxi Dog ist alles dabei, was die Herzen von Hundebesitzern (und Hunden) höher schlagen lässt. Auch die Verarbeitungsqualität und die Details des rund 500 Euro teuren Anhängers haben uns gefallen. Wer häufiger mit dem Hund unterwegs ist und dafür einen soliden, langlebigen Anhänger sucht, ist hier optimal aufgehoben.
Schon beim Auspacken sind wir verblüfft, hatten wir doch von Taxxi, einem in Deutschland beheimateten Unternehmen, noch nichts gehört. Beim Aufbau merkt man: Taxxi will etablierten Marken wie Burley, Croozer und Co. Paroli bieten. Chassis und die per Knopfdruck abnehmbaren Laufräder machen einen soliden Eindruck, auch die Vernähung der Außenhülle wirkt langlebig.
Taxxi packt dem Anhänger darüber hinaus ein Buggy-Kit bei, das sich mit wenigen Handgriffen befestigen lässt. Zusammengefaltet findet der Anhänger, den es in Größe M bis 25 Kilogramm und Größe L bis 35 Kilogramm Belastbarkeit gibt, auch in kleineren Kofferräumen Platz. Ein schönes Feature ist auch die dreifach verstellbare Federung – ein Feature, das nur bei wenigen anderen Herstellern vorhanden ist.
Gefallen haben uns auch die kleinen Details wie beispielsweise die Befestigungshaken für die aufrollbaren Fenster und das schnell einsatzbereite und verstaubare Sonnenverdeck. Wir bleiben dabei: Kein anderer Anhänger bietet so viel Ausstattung und Qualität für so einen fairen Preis. Für Qualitätsbewusste ist der Taxxi Dog die beste Wahl.
Nachteile?
Es fiel uns schwer, hier gravierende Negativpunkte zu finden. Sicher sprechen wir, wie erwähnt, bei 500 Euro von viel Geld. Allerdings ist der Taxxi Dog nicht annähernd so teuer wie unsere Luxusklasse. Insgesamt finden wir das Preis-Leistungs-Verhältnis völlig in Ordnung, weswegen der Preis bei unserer Gesamtbewertung nicht stark ins Gewicht fällt.
Taxxi Dog im Testspiegel
Das Downtown Mag hat den Taxxi Dog M im August 2023 getestet und kommt zu folgendem Fazit:
Trotz ein paar Kinderkrankheiten ist der Newcomer TAXXI DOG Hundeanhänger mit Federung eine richtig attraktive Option für viele Hundeliebhaber. Die super Rundumsicht gefällt dem Sightseeing-affinen Hund, das sichere Fahrverhalten dem Herrchen.
Weitere Empfehlungen
Hamax Pluto

- Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Sehr einfaches Zusammenklappen
- Federung
- Gut sichtbare Reflektoren
- Teuer
- Zubehör (Regenschutz) nur gegen Aufpreis erhältlich
War Pluto nun ein Hund oder ein Planet oder beides? Wie dem auch sei – unser Testhund Poldi fühlte sich im Pluto des deutschen Herstellers Hamax fast so wohl wie auf einem Hundeplaneten. Aber auch Frauchen beziehungsweise Herrchen hat an diesem sehr elegant designten Hundeanhänger Freude.
Doch von Beginn an: Gleich fällt auf, dass der Anhänger über ein integratives Design verfügt. Anstatt »Extrateil hier und Extrateil da« ist hier alles dran und alles drin, was gleichzeitig bedeutet, dass der Anhänger nicht lange aufgebaut und zusammengeschraubt werden muss, sondern direkt aus dem Karton aufgeklappt werden kann.
Sitzt der Hund im Hänger, überzeugen die einfach zu bedienenden Lüftungsklappen an der Seite und die einfach per Hand verstellbare Federung. Wie bei vielen moderneren Fahrrad-Hundeanhängern lassen sich auch hier die Räder per Knopfdruck entfernen. Praktisch ist der verstellbare Haltebügel, der das Schieben vereinfacht.
Mit seinem kompakten Faltmaß und einer Zuladung bis 35 Kilo begeistert der Hamax Pluto insbesondere Nutzer, die im Kofferraum nicht viel Platz haben. Anstatt hakeliger und kantiger Hebel oder Scharniere sieht der Pluto aus wie aus einem Guss – wir fühlten uns an die Serie „Transformers“ erinnert, so elegant entfaltet sich der Anhänger.
Croozer Dog Enna

- Hochwertige Verarbeitung
- Auch als Buggy benutzbar
- Federung
- Umfangreiches Zubehör erhältlich
- Teuer
- Relativ schwer
Die Welt der Hundeanhänger teilt sich in zwei Hälften – zum einen Low-Budget-Modelle bis etwa 300 Euro, die zwar ihren Dienst tun, aber bei genauerem Hinsehen nicht die haltbarsten sind, und Anhänger von namhaften Herstellern, die zum Teil aus dem Kinderanhänger-Sektor stammen, wie der Croozer Dog Enna.
Rund 800 Euro und mehr für einen Hundeanhänger: »Dafür bekommt man ja bereits ein mehr als vernünftiges Fahrrad!«, mögen manche sagen. Doch lässt sich der Croozer Dog Enna nur schwerlich mit den anderen Fahrrad-Anhängern vergleichen. Verarbeitung, Materialien und Detaillösungen spielen schlichtweg in einer anderen Liga.
Der für mittelgroße Hunde bis 35 Kilogramm Gewicht geeignete Anhänger verfügt über eine integrierte »Airpad«-Federung. Dazu kommen eine Feststellbremse, ein abnehmbarer Spritzschutz und ein angenehm tiefer Ein- und Ausstieg.
Für den ersten Aufbau braucht es etwas Kraft, denn der mitgelieferte Stoßfänger lässt sich nur mit etwas Anstrengung montieren. Vorteil: Der Anhänger lässt sich am Stoßfänger mit einem Kabel- oder großen Bügelschloss gut an einen Laternenpfahl oder Ähnliches anschließen. Ist der Stoßfänger montiert, kann der Spaß – beziehungsweise die Tour – schon losgehen!
Die Handhabung des Anhängers macht ganz einfach Spaß. Die mit wertigen Lagern ausgestatteten Räder werden sehr einfach per Knopfdruck auf die Nabe montiert und abgenommen. Es ist kein umständliches Umkippen des Anhängers wie bei einigen anderen Modellen nötig. Auch der Klappmechanismus funktioniert zuverlässig und schnell.
Öffnungs- sowie Belüftungsmöglichkeiten hat der Dog Enna reichlich. Ein Augenschmaus sind die gefrästen Achsaufhängungen – da freuen sich auch Maschinenbauer! Die Kupplung der einklappbaren Deichsel lässt sich abschließen. Diese Option bietet ebenfalls kein anderer Anhänger im Testfeld. Lässt man also das Gespann für kurze Zeit unbeobachtet – zum Beispiel in der Stadt –, braucht man nicht gleich nervös zu werden. Wie wir bereits eingangs sagten: Was Optik und Haptik angeht, ist der Croozer Dog Enna im Test ungeschlagen und die beste Wahl für qualitätsbewusste Ästheten.
Veolo Dog 2.0

- Sehr stabile Ausführung
- Federung
- Für die Größe leicht
- Viele durchdachte Details
- Sehr teuer
- Sicherung des Hundes per Schlaufe
Der Veolo Dog 2.0 ist ein modular aufgebauter Anhänger. Das bedeutet, dass man den Basis-Trailer erwirbt und dazu dann den gewünschten Aufsatz kauft. Beides zusammen kostet circa 1.150 Euro. Wer mehr Zubehör möchte, zahlt natürlich nochmal drauf. Zur Auswahl stehen verschiedene Optionen für den Lastentransport sowie Veolo Dog 2.0 für den Transport des vierbeinigen Begleiters, wie am Namen zu erkennen ist – und der sich hier im Test stellt. Zum Zeitpunkt unseres Tests im September 2026 befindet sich der Anhänger noch im Status Prototyp – ausgeliefert werden soll er ab Februar 2027.
Mitgeliefert zum Test hat der Hersteller außerdem die Box 2.0, die für unseren Hundeanhänger-Test nicht relevant ist. Da sie aber schon mal da war, haben wir sie uns natürlich auch angeschaut, allerdings ohne sie ausführlich zu testen.
Der Basis-Trailer ist schnell zusammengebaut: Die Räder werden per Knopfdruck mit Quick-Lock-Technik sicher auf die Achse gesteckt, wobei die auf den Reifen aufgedruckte Laufrichtung beachtet werden muss. Die Deichsel wird mit zwei Schrauben am Rahmen befestigt. Dabei fällt bereits der sehr praktische Deichselständer auf, mit dem der Anhänger gerade steht und nicht nach vorn kippt. Die Elastomer-Federung war bei unserem Testmodell bereits montiert. Die 20-Zoll-Reifen sind mit Sclaverandventil (französisches Ventil, »Rennradventil«) ausgestattet, was wir bisher noch bei keinem anderen Fahrradanhänger gesehen haben.
Der Aufbau des Dog-2.0-Aufsatzes geht nicht intuitiv vonstatten. Hier helfen uns die Erklärungen des Herstellers weiter, da die Anleitung – Stichwort: Prototyp – noch nicht fertig gedruckt ist. Die Anleitung für den Dog 1.0 ist jedoch sehr gut gemacht, sodass wir davon ausgehen, dass der Dog 2.0 eine ebenso gute Anleitung erhält, die beim Serienmodell dann zur Verfügung steht.
Wir schrauben also die Bügel an, befestigen die Querstreben und das Verdeck. Wir ziehen alles fest und schließen die Klettverschlüsse und dann steht der geräumige Veolo Dog 2.0 vor uns. Zum schnellen Auf- und Zuklappen ist dieser Anhänger nicht gemacht, was unter anderem an der modularen Konzeption liegt. Zuletzt legen wir die waschbare Polstereinlage in den Innenraum, die uns für unsere Diva Panja allerdings ein wenig dünn vorkommt und die wir deshalb durch eine weitere Unterlage ergänzen. Andere Hunde sind wahrscheinlich weniger anspruchsvoll.
Beim Aufbau sind uns jede Menge durchdachte Details begegnet, die zeigen, dass sich hier jemand wirklich Gedanken gemacht hat. Da sind zum Beispiel die Haken, mit denen das Verdeck rundum am Rahmen gesichert wird – auch die Türklappen bekommen zusätzlich zum Reißverschluss diese Sicherung. Sehr gut gefallen hat uns auch der »Kofferraum«: Fährt ein Hund mit, der nicht den gesamten Platz benötigt, rollt man die im hinteren Teil angebrachte „Wand“ aus, befestigt sie an den vorgesehenen Ösen und hat dadurch im hinteren Teil Platz für Kleinigkeiten, die unbedingt noch mitmüssen. Auch vorn gibt es eine Extra-Wand, die allerdings aus Mesh besteht und von unten hochgerollt wird. Damit hat der tierische Passagier freie Aussicht während der Fahrt.
Belüftet wird der Innenraum durch Mesh vorn und an den Seiten; die hintere Klappe ist geschlossen. Für Fahrten bei Regenwetter lag unserem Testmodell außerdem eine Klarsicht-Regenplane bei. Nicht beigelegt waren unserem Prototyp Reflektoren – die sollen sich aber nach Auskunft des Herstellers beim endgültigen Serienmodell im Lieferumfang befinden.
Erstaunlich ist auch das Gewicht: Unser fertig aufgebauter Veolo Dog 2.0 zeigt auf unserer Waage etwa 12 Kilogramm an. Hier machen sich die Aluminiumrohre bezahlt, während viele andere Hundeanhänger auf Stahl setzen. Zugunsten des Gewichts und der Handhabbarkeit hat sich der Hersteller gegen eine Feststellbremse entschieden.
Für die Probefahrt müssen wir die firmeneigene, am Rad abschließbare Kupplung montieren. Auch diese ist gut durchdacht und stabil. Dies heißt allerdings auch, dass man sich auf Veolo-Anhänger oder das kompatible Thule-Kupplungssystem festlegt, denn mit »Standard-Kupplung« gibt es den Veolo-Anhänger nicht.
Dafür fährt sich der Anhänger dann aber weich wie Butter – das ist der Ausdruck, der uns bei diesem Fahrgefühl als Erstes in den Sinn kommt. Besonders im Vergleich zu günstigen Modellen ohne Federung ist der Unterschied beträchtlich, sogar wenn man auf dem Rad sitzt – der Unterschied für den Hund dürfte dann noch mal deutlicher ausfallen. Anteil daran hat besonders in Kurven sicherlich auch die Kupplung, die dank der Konstruktion mit der Kugel in Kurven sanft mitgeht und keinen Widerstand erzeugt. Selbst bei Auffahrten und anderen Unebenheiten hat man das Gefühl, der Veolo schwebt hinter einem her. Hier erfüllt die Elastomer-Federung ihre Aufgabe zur Zufriedenheit.
Der relativ kleine Testhund Panja brauchte ein wenig Hilfe beim Einsteigen, denn den hohen Einstieg mit dem großen Alu-Rohr davor ist sie nicht gewohnt. Dann hat sie aber das Platzangebot und die Aussicht genossen, die ihr der Anhänger bietet. Gesichert wurde sie mit unserer eigenen Leine an Schlaufen im Innenraum des Veolo Dog. Diese Leine ist allerdings selbst in der kürzesten Einstellung so lang, dass Panja ohne Probleme vorne aussteigen kann. Hier wird es bis zum Serienstart gegebenenfalls noch eine andere Lösung geben.
Natürlich gibt es bei so vielen Pluspunkten auch mindestens einen Nachteil: Das ist hier eindeutig der Preis, der richtig hoch ist. Unser Testmodell schlägt mit über 1.150 Euro zu Buche. Dafür bekommt man mit dem Veolo Dog 2.0 einen Anhänger, bei dem jedes Detail durchdacht ist und der trotz seiner Größe leicht ist und ein ganz besonderes Fahrgefühl bietet.
Trixie 12796

- Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- Auch als Buggy nutzbar
- Schnellfaltfunktion
- Verschiedene Größen erhältlich
- Gepolsterte Liegefläche
- Verarbeitung für den Dauereinsatz nicht ideal
Der Trixie 12796 ist in allen der drei angebotenen Größen inzwischen für unter 200 Euro zu haben und bietet dafür erstaunlich viel Funktion und Zubehör. Der integrierte Regenschutz und weitere Details wie die einfach bedienbare Feststellbremse gefallen uns besonders gut.
Wer seinen Hundeanhänger klein zusammenklappen will, ist beim Fahrrad-Anhänger von Trixie besonders gut aufgehoben. Der Anhänger mit Schnellfaltfunktion lässt sich mithilfe von recht einfach bedienbaren Druckknöpfen mit wenigen Handgriffen zusammenklappen. Optisch ansprechend ist er ebenfalls. Bedienelemente, Transportkäfig und Applikationen erfreuen Frauchen und Herrchen.
Die beiden Netz-Einsätze an der Ober- und Vorderseite können per Reißverschluss im Nu mit einem Klarsicht-Regenschutz versehen werden, an der mit Reflektoren ausgestatteten Rückseite befindet sich der Hauptzugang zum gut gepolsterten Innenraum. Das herausnehmbare Kissen ist weich, aber nicht zu weich – gerade recht, damit der Hund kein unsicheres Gefühl bekommt. Als einziger Hundefahrradanhänger im Test lässt sich beim Trixie die Bodenplatte zur Reinigung herausnehmen. Selbstverständlich ist der Trixie wie alle anderen Anhänger im Test mit einer Kurzleine als »Sicherheitsgurt« ausgestattet.
Baut man das für knapp 30 Euro optional erhältliche Vorderrad an, lässt sich der Anhänger auch als Buggy nutzen. Die integrierte, beidseitige und per Fuß bedienbare Feststellbremse macht sich im Hundebuggy-Einsatz besonders schnell bezahlt. Der neoprenummantelte Griff ist höhenverstellbar und fasst sich recht angenehm an. Die Naben der per Knopfdruck abnehmbaren Laufräder sind zwar qualitativ nur Mittelklasse, reichen aber für Kurz- und Mittelstrecken aus.
Auch was die Details angeht, hat sich Trixie Gedanken gemacht. Mehrere Taschen bieten Platz für Leckerli, Getränke und weiteren Kleinkram, reflektierende Elemente sorgen für Sicherheit im Straßenverkehr.
Für gelegentliche Stadtfahrten und Wochenend-Fahrradausflüge ist der Trixie eine hervorragende Wahl. Eine tägliche Nutzung beim Pendeln in jedem Wetter oder längere Radreisen wird der Anhänger aber vermutlich nicht lange mitmachen – da sollte man dann noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Im Test nutzte unser Border Collie Poldi den Trixie 12796 immerhin am liebsten mit. Liegt es am einladenden Design? Das weiß wohl nur Poldi selbst.
Außerdem getestet
DoggyTourer Marley
Der DoggyTourer Marley ist der Land Rover Defender unter den Hundeanhängern. Extrem robust, pfiffige, praxisorientierte Details, austauschbare Komponenten – als qualitätsbewusster Grobmotoriker gewinnt man ihn schnell lieb und nimmt die etwas eigenwillige Optik in Kauf. Das war es dann aber schon mit den Defender-Gemeinsamkeiten, denn im Gegensatz zum englischen Allradfahrzeug hat der Marley keinen Motor, ziehen muss man ihn schon selbst.
Kern des Pudels – Verzeihung, des Anhängers – ist eine massive Bodenwanne aus 1,5 Millimeter starkem Aluminiumblech, die mit beachtlichen 80 Kilogramm beladen werden kann. Mit diesem Wert sticht der DoggyTourer souverän hervor. Selbst zwei Hunde lassen sich damit problemlos transportieren, wenn man nicht gerade einen Landseer sein Eigen nennt.
Obendrein ist der Anhänger für schwere Hunde geeignet: Der Hersteller gibt Rassen wie Pointer, Irish Setter und Collies an. Nota Bene: Es geht übrigens auch noch größer, DoggyTourer bietet seine Hundeanhänger beispielsweise auch in einer vierrädrigen XL-Variante an. Der Marley kommt in Größe L.
Unser Border-Collie-Mischling fand im Marley jedenfalls problemlos Platz und hat sich auf dem im Anhänger verlegten Teppichboden sofort wohlgefühlt. DoggyTourer gibt an, dass dieser mit einem Dampfstrahler gereinigt werden kann. Wir haben es nicht ausprobiert, trauen es dem robusten Textil jedoch durchaus zu. Robust und absolut wasserdicht ist auch das Verdeck. Der Hersteller verzichtet auf zu viele Reißverschlüsse und Nähte, das Ergebnis ist ein hohes Maß an Wasserdichtigkeit.
Auch beim Blick auf die Räder offenbart sich der Fokus auf Langlebigkeit. Anstatt günstiger Konus-Kugellager oder Gleitlager sind Industriekugellager verbaut, die nicht so schnell verschleißen. Bei der Deichsel setzt DoggyTourer auf ein abschließbares Modell der Marke Weber.
Alles in allem finden wir den DoggyTourer Marley wirklich toll. Allerdings kostet er nicht wenig Geld. Dafür ist er aber kein »Anhänger für nur einen Hund« und dürfte zahlreiche Jahre ohne großen Verschleiß und Ausschlagen von Klappscharnieren oder Lagern seinen Dienst verrichten. Dafür spricht auch, dass DoggyTourer auf alle Aluminiumteile des Anhängers 25 Jahre Garantie gibt.
Thule Bexey
Thule ist im Bereich von Fahrrad-Kinderanhängern, Dachträgern, Dachzelten und Dachboxen seit Jahrzehnten eine feste Größe, wenn auch nicht unter den Marktführern. Die aus Schweden stammende Marke ist für ihr ansprechendes Produktdesign, ihre Qualität und die Erweiterungsmöglichkeiten bekannt. Das merkt man auch dem Bexey an.
Der Anhänger ist definitiv auch was fürs Auge und gefällt durch einen einfach bedienbaren Faltmechanismus. Räder und Deichsel lassen sich ebenfalls sehr einfach entfernen und anbringen – hier spielen Thule und Hamax in einer Liga. Ist der Innenraum schmutzig, können Boden und Seitenwände per Reißverschluss entfernt und gewaschen werden. Das mitgelieferte Deichselsystem punktet durch eine einfache Handhabung.
Nicht so gut gefallen hat uns das Gewicht: Der Hundeanhänger ist mit über 15 Kilogramm relativ schwer, was allerdings auch an der steifen Bodenwanne liegt, auf der die Konstruktion aufbaut. Ab Werk ist der Bexey mit einer relativ dünnen Polsterung ausgestattet. Für den Test hat uns Thule daher das für rund 100 Euro optional erhältliche »Dog Bed« mitgeschickt. Es ist bequemer ist als so manche Isomatte für Menschen – ein richtiges Kuschelteil, auf dem sich auch verwöhnte Hunde wohlfühlen dürften. Auch das Strolling-Kit liegt bei: ein recht simpler Alubügel und ein drehbares Vorderrad, das allerdings auch mit knapp 100 Euro zu Buche schlägt.
Bei Thule ist es ein bisschen wie beim Autokauf: Möchte man die Serienausstattung aufmöbeln, wird es ganz schön teuer. Da fahren andere Hersteller eine etwas fairere Preispolitik. Diese Tatsache in Kombination mit dem hohen Gewicht verleidet dem Anhänger einen Platz in unseren Empfehlungen.
Burley Bark Ranger
Burley und Fahrradanhänger – das gehört zusammen wie Volvo und die Einführung des Dreipunktgurts. So wundert es nicht, dass auch der Bark Ranger qualitativ zu überzeugen weiß. Der Anhänger lässt sich schnell aufstellen und zusammenfalten, außerdem hat uns die Geometrie gut gefallen. Der Bark Ranger bietet viel Kopffreiheit, was wir auch bei unserem »Testhund« bemerkt haben – soweit wir das beurteilen konnten, fühlte er sich nicht im Geringsten eingezwängt. Der Anhänger wird mit einem batteriebetriebenen Rücklicht ausgeliefert und ist in zwei Größen erhältlich. Die von uns getestete größere Version ist für Hunde bis 45 Kilogramm erhältlich, der kleinere Bark Ranger bis 34 Kilogramm.
Burley wäre nicht Burley, hätte es nicht auch an die Details gedacht. So gibt es viele reflektierende Elemente – zum Beispiel an den Einfassungen der »Fenster«. Ein mit zwei AAA-Batterien betriebenes Rücklicht befindet sich ebenso im Lieferumfang wie Reflektoren vorne und hinten. Schön ist auch der niedrige Einstieg, die guten Belüftungsmöglichkeiten und der niedrige Schwerpunkt – der Bark Ranger liegt auf der Straße wie ein Brett.
Etwas schade, aber Teil von Burleys Produktpolitik ist die Tatsache, dass man für viele Dinge, die sich bei anderen Herstellern im Lieferumfang befinden, extra zahlen muss – bis auf das Jogger-Kit. So kostet das »Pet Bed«, ein zugegebenermaßen luxuriöses Polster, stolze 69,90 Euro, der Regenschutz 44,90 Euro. Rechnet man alles zusammen, kann man also für die »Basics« nochmal gut 100 Euro draufschlagen. Ganz praktisch sind die zusätzlich anbringbaren Taschen, für die allerdings auch ein (in diesem Fall gerechtfertigter) Aufpreis gezahlt werden muss. Sogar ein Ski-Kit ist erhältlich für all jene, die ihren Bark Ranger auch auf Schnee nutzen wollen.
Trotz der Aufpreise für Dinge, die bei anderen Herstellern zur Grundausstattung gehören, bekommt der Bark Ranger eine Empfehlung. Das Unternehmen bürgt für Qualität, außerdem ist die Liste der erhältlichen Ersatzteile erstaunlich lang. Geht etwas kaputt, sollten zumindest Fachhändler in der Lage sein, das entsprechende Ersatzteil schnell liefern zu können.
Tiggo Doggyhut Premium
Der Tiggo Doggyhut Premium kam in der Größe XL zum Test. Er ist außerdem in den Größen M und L erhältlich. Zum Aufbau sind ihm ein Maulschlüssel und ein Inbus beigelegt, die gute Dienste leisten. Die Räder werden einfach per Knopfdruck angebracht, die Seiten werden aufgeklappt, mit einer Querstange fixiert und diese mit Splint gesichert. Die Deichsel wird in die Aufnahme eingesteckt, bis der Kugelschnäpper einrastet. Anschließend wird sie ebenfalls mit einem Splint gesichert.
Bewegt man den Doggyhut bei der Montage der verschiedenen Teile hin und her, macht sich das relativ hohe Gewicht bemerkbar. Das sorgt einerseits für Stabilität, will aber andererseits alles gezogen werden. An den Seiten des Rahmens finden sich die Feststellbremsen, die gleichzeitig als Radschutz dienen. Die Bremsen erfüllen ihren Zweck, das Rad zu blockieren und den Anhänger am Wegrollen zu hindern, allerdings kommen sie uns ein wenig schmal und scharf vor. Wir sehen hier das Risiko, dass der Reifen beschädigt wird, besonders, wenn er härter als mit 1 bar aufgepumpt ist.
Das Material macht einen guten festen Eindruck – besonders gut gefallen uns auch die Außentaschen an der hinteren Klappe und darüber, in denen sich allerlei Kleinkram verstauen lässt. Die vordere Klappe besteht komplett aus Mesh und darüber lässt sich ebenfalls per Reißverschluss eine Klappe aus Klarsicht-Kunststoff schließen. Auf dem Dach lässt sich per Reißverschluss eine Klappe öffnen, die dann ohne weiteren Schutz eine Öffnung bietet. Da der Hund im Inneren durch einen verstellbaren Gurt mit stabilem Karabiner gesichert ist, besteht nicht die Gefahr, dass er hinausspringt. Alle Klappen, die geöffnet werden, lassen sich mit praktischen Knebelverschlüssen befestigen.
Was uns bei der insgesamt hochwertigen Qualität etwas irritiert, ist die Tatsache, dass der Blick in den Innenraum vorne links und rechts Öffnungen offenbart, wo der Überzug so geschnitten ist, dass er nicht dicht abschließt. Weiterhin offenbart dieser Blick, dass der Hinweis „für einen großen Hund bis 45 kg oder mehrere kleine Hunde“ ernst gemeint ist, denn auf der gegenüberliegenden Seite der Sicherungsleine findet sich eine weitere Öse für einen solchen Gurt.
Der Einstieg ist angenehm niedrig und der Anhänger kippelt nicht, wenn er am Fahrrad befestigt ist, da die Achse relativ weit hinten liegt. Das Fahrgefühl ist angenehm, der Anhänger verhält sich sehr „weich“. Die Reifen haben wir allerdings nicht sehr hart aufgepumpt, da keine Federung vorhanden ist.
Der Umbau zum Jogger geht ratzfatz vor sich: Deichsel abnehmen, Rad einstecken und mit der Steckachse sichern, Aufnahme für den Bügel anschrauben (nur beim ersten Mal, danach können sie bleiben), Bügel einstecken, fertig.
Insgesamt ist der Doggyhut für seinen Preis ein guter, stabiler Anhänger und Buggy mit viel Platz in der Größe XL. Beim Umbauen und Verstauen macht sich allerdings sein relativ hohes Gewicht bemerkbar.
Klarfit Husky
Der Hersteller Klarfit gibt Hundebesitzern mit dem Husky City einen grundsoliden, preiswerten und geräumigen Fahrradanhänger an die Hand, der sich bis 45 Kilogramm Belastbarkeit eignet. Knapp 200 Euro ruft der Internet-Händler ab, ein fairer Betrag, wie wir finden.
Auf Anhieb hat uns das Design des in verschiedenen Farben erhältlichen Anhängers gefallen – insbesondere die reflektierenden Streifen auf Höhe des Reifens –, ein Feature, das beileibe nicht selbstverständlich ist. Vom ebenfalls getesteten Kesser Hundeanhänger Boxer unterscheidet sich der Klarfit Husky nur in Details, die aber nicht entscheidend sind. So verfügt er über die breitesten und voluminösesten Reifen im Test. Das ist nicht unwichtig, da die Reifen für Hund (und Radfahrer) unter der Fahrt mehr Komfort als schmalere Reifen bieten, wenn man den Luftdruck entsprechend reguliert.
Wer in den Urlaub fährt und den Fahrrad-Anhänger mitnehmen oder ihn im Winter platzsparend verstauen will, kann den Klarfit Husky City zusammenklappen. Das geht allerdings nicht so schnell vonstatten. Man muss dazu die ein wenig »Schraubarbeit« verrichten und die beiden Sterngriffschrauben sowie den Überrollbügel entfernen – so wie beim Aufbau. Dabei ist etwas Kraft vonnöten und lässt sich nicht mit einem Schnellklappmechanismus vergleichen. Zu beachten ist auch, dass Klarfit den Husky in nur einer Größenvariante anbietet. Für größere Hunde beziehungsweise andere Einsatzbereiche hat Klarfit weitere Modelle im Sortiment.
Wie auch bei den anderen Herstellern üblich stattet Klarfit den Husky City mit einer Kurzleine aus. Die integrierte Matte (ohne Polster!) lässt sich leicht reinigen. Die beiden mit Reißverschluss bedienbaren Öffnungen an der Oberseite und Front verfügen über ein Fliegengitter, das optional auch ohne Klarsicht-Abdeckung verwendet werden kann, um die Luftzirkulation zu verbessern.
Tiggo VS Classical
Nur etwas über 100 Euro ruft Tiggo für den VS Classical zum Testzeitpunkt ab – nicht viel Geld für einen Anhänger, der zumindest die Grundbedürfnisse von radfahrenden Hundebesitzern und ihren Vierbeinern abdeckt. Es fällt auf, dass der Anhänger über eine offene Wannenkonstruktion verfügt. Somit kann bei Regen im Vergleich zu den anderen Testanhängern leichter Wasser eindringen, was auf längeren Fahrten etwas störend sein könnte. Sonst ist aber alles dran, was man sich für den Einstieg in den Hundetransport per Rad wünscht.
Zwar hat der Tiggo keine gepolsterte Liegefläche, dafür lässt sich die (übrigens nicht herausnehmbare) Kunststoffmatte leicht reinigen. Der in nur einer Größe erhältliche Anhänger ist für Hunde mit einem Gewicht bis 30 Kilogramm geeignet, die Abmessungen 76 x 53 x 54 Zentimeter reichen für mittelgroße Hunde wie unseren Border-Collie-Mischling aus.

Der Aufbau geht etwas anders vonstatten als bei der Konkurrenz. Anstatt das Gestänge des Überrollkäfigs mit Sterngriffschrauben zu verschrauben, setzt der Hersteller auf Splinte. Was praktischer ist, ist am Ende doch Geschmackssache. Unserer Ansicht nach macht es keinen großen Unterschied, auch der Tiggo lässt sich mit wenigen Handgriffen für den Transport oder zur Lagerung zusammenfalten.
Wie bei den ebenfalls getesteten Modellen von Kesser, Klarfit und dem günstigeren Trixie ist das Klappsystem des Tiggo trotzdem nur für gelegentliches Zusammenklappen gedacht. Was die Qualität der Lager angeht, rangiert der Tiggo VS Classical ebenfalls auf Kesser- beziehungsweise Klarfit-Niveau. Nichts Berühmtes, aber für den gelegentlichen Hundeausflug beziehungsweise die Fahrt zur Gassistrecke reicht’s allemal!
Burley Tail Wagon
Gerne hätten wir dem Burley Tail Wagon einen besseren Platz im Test eingeräumt – doch speziell mit dem Taxxi Dog hat er einen Konkurrenten, dem er nicht ganz das Wasser reichen kann. Mit einem Preis, der fast an den des Taxxi Dog heranreicht, hätten wir eine ganze Menge erwartet – hier enttäuscht der ansonsten recht schön verarbeitete Tail Wagon. Er bietet zum einen kein inkludiertes Jogger-Set, auch die Taschenauswahl ist im Vergleich zur Konkurrenz überschaubar – auch legt Burley kein Polster bei, das muss (übrigens wie auch beim »großen Bruder« Bark Ranger) optional dazugekauft werden.
Eines hat uns ganz besonders irritiert – als wir den Anhänger das erste Mal aufbauen wollen, schaffen wir es alleine nicht, das Gestänge in die dafür vorgesehenen Öffnungen in der Deckplane/im Obermaterial einrasten zu lassen. Alles Quetschen und Zerren hilft nichts, wir müssen uns Hilfe holen.
Etwas Positives können wir dem Anhänger aber doch abgewinnen – das Design gefällt. Das Alugestänge bietet Flugrost keine Chance (von Schrauben einmal abgesehen) und der Tail Wagon lässt sich, vom kleinen Trixie einmal abgesehen, von allen getesteten Anhängern am kleinsten zusammenfalten.
Trixie 12813
Trixie hat zwei Fahrradanhänger für Hunde im Programm. Der 12813 ist der günstigere der beiden. Im Gegensatz zum Trixie 12796 ist der 12813 etwas einfacher ausgestattet, aber auch je nach Shop und Größe 70 Euro günstiger. Auch den 12813 gibt es in verschiedenen Größen. Die Gewichtsstaffelung ist die gleiche wie beim teureren Modell: für Hunde mit einem Gewicht bis 20 Kilogramm, 30 Kilogramm und 40 Kilogramm. Gut gefallen hat uns, dass Trixie auch für den günstigen Anhänger ein Buggy-Umbaukit anbietet. Dieses schlägt aber immerhin mit 55 Euro zu Buche.
In der 100- bis 250-Euro-Klasse ist der Preiskampf besonders hart, viele Amazon-Anbieter drücken ihre Produkte zu diesem Preis auf den Markt. Hier zieht Trixie, wenn auch knapp, den Kürzeren. Zwar hat der Anhänger ein recht komfortables, wenn auch etwas schwammiges Polster an Bord, dafür ist er im direkten Vergleich mit unserem empfohlenen Modell von Klarfit etwas teurer und gerät dadurch etwas ins Hintertreffen.
Trotzdem gibt es einige Details, die den Trixie 12831 auszeichnen, etwa den rundumlaufenden reflektierenden Streifen, der für mehr Sichtbarkeit im Straßenverkehr sorgt.
Kesser Hundeanhänger Boxer
Der Kesser Hundeanhänger Boxer entspricht im Großen und Ganzen dem Klarfit Husky bis auf wenige, aber für das Abschneiden im Test entscheidende Details. Dazu gehören die montierten Reifen, die weniger Volumen haben als die des Husky. Resultat ist eine etwas schlechtere Dämpfung auf ruppigen Feldwegen. Außerdem ist die Kabine des Kesser andersherum montiert beziehungsweise verschweißt als die des Husky. Unserem Test-Hund hat der daraus resultierende etwas kleinere Einstieg weniger behagt als die mitunter größeren Einstiegsluken bei der Konkurrenz.
Die weiteren Unterschiede sind eher optischer Natur. Kesser verzichtet darauf, das Chassis des Boxer seitlich zu verkleiden. Dadurch schaut das Grundgestell des Anhängers seitlich heraus, anstatt unter der Karosserie, vulgo Textilplane, zu verschwinden. Der etwas »ungehobelte« Look ist für uns ein weiterer kleiner Grund, warum der Kesser nicht ganz vorne mithalten kann. Auch die Laufräder des Kesser sind anders gestaltet. Zwar sind wir uns relativ sicher, dass die Naben exakt die gleichen sind, die Räder sind jedoch gekreuzt eingespeicht. Das mag robuster sein, dieser Vorteil spielt jedoch bei leichteren Hunden keine Rolle. Entscheidend ist für uns in diesem Fall erneut die etwas schickere Optik der radialen Einspeichung bei Klarfit. Das Auge fährt schließlich mit!
Wie dem auch sei, am Ende ist der Kesser beim Kauf etwas günstiger als die testinterne Konkurrenz. Ob das der kaufentscheidende Grund ist und einem die kosmetischen Nachteile egal sind, ist eine Frage des zur Verfügung stehenden Budgets.
SogesHome Hundeanhänger
Der SogesHome Hundeanhänger lässt sich leicht aufbauen: Deichsel ausklappen und mit dem Splint sichern, die Seiten aufklappen und mit der Querstrebe fixieren. Insgesamt dauert der Aufbau nicht mehr als zehn bis fünfzehn Minuten, wenn man bereits einmal Erfahrungen mit einem Fahrradanhänger gemacht hat. Ist man auf die Bedienungsanleitung angewiesen, wird es ein wenig schwieriger: Die Bilder sind klein und schwarzweiß, die Texte wenig aussagekräftig.
Die Freude darüber, dass die vorgeschriebenen Reflektoren im Lieferumfang sind, weicht schnell der Feststellung, dass diese einfach durch den Stoff gesteckt und mit einer Mutter gesichert sind – die Schraubenenden ragen ungeschützt in den Innenraum. Dies sehen wir als potenzielles Verletzungsrisiko für den Passagier.
Die Belüftung erfolgt durch Mesh an der vorderen und hinteren, jeweils durch Reißverschlüsse gesicherten Klappe. Die seitlichen »Fenster« sind mit Klarsicht-Kunststoff verschlossen und können nicht geöffnet werden. Auch auf dem Dach verbirgt sich unter einer Klappe eine Mesh-Öffnung, die sich ebenfalls nicht öffnen lässt. Klettbänder sorgen für den Halt der aufgerollten Klappen.
Der Einstieg ist für kleine Hunde sehr hoch – Testhund Panja musste hineingehoben werden. Als sie sich bewegte, um es sich bequem zu machen, kippelte der Anhänger, obwohl er am Fahrrad befestigt war, was ihre Freude am Anhänger deutlich trübte. Wegen der Schrauben und des fehlenden Sicherungsgurtes haben wir den Anhänger im Straßenverkehr nicht mit Hund, sondern mit Gewichten getestet.
Dank des geringen Gewichts lässt sich der Anhänger leicht bewegen. Die Fahrt verläuft wegen der nicht vorhandenen Federung etwas ruckelig, weshalb wir die Reifen nur mit 1 bar Luft gefüllt haben. Insgesamt vermittelt der Anhänger einen eher einfach und lieblos zusammengebastelten Eindruck, weswegen wir ihn nicht empfehlen würden.
So haben wir getestet
Die Anhänger in der ersten Testrunde bis zum Update 08/2025 wurden mit einem Border-Collie-Mischling und einer kleinen (13 kg) Podenca getestet. Die Streckenlängen belaufen sich dabei auf fünf bis zehn Kilometer, auch aus Tierschutzgründen. Primär fahren wir dabei auf Asphalt, aber auch kurze Kiesabschnitte sind dabei. Der Testzeitraum beträgt in etwa ein halbes Jahr. Die Modelle aus dem Update 10/2026 haben wir zusammen mit Hündin Panja über ein paar Wochen getestet.
Im Rahmen des Tests begutachten wir zunächst, wie leicht sich der Anhänger aufbauen lässt und ob der Aufbau intuitiv gelingt. Dabei achten wir auf die Verarbeitung und Stabilität: Macht der Anhänger einen robusten Eindruck oder wirkt er eher windig?
Anschließend testen wir, wie gut der Anhänger von unserem Hund angenommen wird und ob er sich darin wohlfühlt. Wir prüfen die Ausstattung und achten darauf, ob wichtiges Zubehör wie ein Polster oder eine Regenabdeckung bereits im Lieferumfang enthalten ist. Auch ein Insektengitter, eine Fixiermöglichkeit für die Hundeleine und eine gute Luftzufuhr durch per Reißverschluss zu öffnende Seitenfenster beziehen wir in die Bewertung ein.
Zuletzt nehmen wir die technischen Komponenten genauer unter die Lupe. Wir beurteilen die Qualität der Kupplung, prüfen, ob der Anhänger gefedert ist, und achten auf hochwertige Radlager.
Die wichtigsten Fragen
Welcher Fahrradanhänger für Hunde ist der beste?
Der beste Fahrradanhänger für Hunde ist für uns der Taxxi Dog. Er hat ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis, lässt sich klein zusammenfalten, hat durchdachte Details wie einen Regenschutz und lässt sich zum Buggy umbauen. Es gibt in unserem Test aber auch spannende Alternativen.
Verfügen Hundeanhänger über Insektengitter?
Auch Hunde möchten vor Insekten geschützt sein. Daher haben die meisten Anhänger Insektengitter, die sich zum Teil getrennt zu den „Seitenplanen“ aufklappen lassen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Produktbeschreibung indes genau durchlesen.
Kann man seinen Hund im Anhänger anleinen?
Alle hier getesteten Anhänger verfügen über Karabiner oder sogar Kurzleinen, an denen sich der Partner auf vier Pfoten anleinen lässt.
Welcher Fahrradanhänger ist groß genug für meinen Hund?
Einige Qualitätshersteller wie Croozer haben Größenratgeber auf ihren Websites, die einen guten Überblick bieten. Günstigere Hersteller geben in der Regel an, wie schwer der Hund für das jeweilige Modell ungefähr sein darf. Wie so oft lautet die Faustregel – besser etwas zu groß als zu klein.
Haben Fahrradanhänger für Hunde verschiedene Anhängerkupplungen?
Im Einsteiger- bis Mittelklasse-Sektor setzen alle Hersteller auf den gleichen Typ Anhängerkupplung. Bei diesem wird eine Metalllasche mit angeschweißtem Befestigungsbolzen am hinteren Ausfallende des Fahrrads unter dem Schnellspanner bzw. unter der Achsmutter befestigt, um daran anschließend den Hundefahrradanhänger mit einer splintgesicherten Deichsel zu fixieren. Dieses System ist nicht sonderlich aufwändig und ausreichend sicher. Negative Erfahrungen wie versehentliche „Abkopplungen“ haben wir nicht gemacht. High-End-Hersteller verbauen hingegen teils aufwändigere, abschließbare Kupplungen.
Wie lange sollte ein Hund maximal im Fahrradanhänger sitzen?
Wie lange es der Hund im Anhänger aushält, liegt im Ermessen des Besitzers. Hierzu strenge Regeln aufzustellen, ist müßig – für den Einstieg sind 30 Minuten Fahrt schon viel, trainierte „Mitfahrhunde“ halten es im Hundefahrradanhänger deutlich länger aus.
Haben Hundeanhänger Federungen?
Die günstigeren Hundeanhänger im Test haben keine Federungen – bis auf das, was von Reifen und Schlauch „weggefedert“ wird. Teurere Anhänger warten z. B. mit Elastomer-Federung auf, die speziell bei groben Unebenheiten für mehr Komfort im Anhänger sorgt.




















































































































