Frage der WocheKüche & Haushalt HaushaltshelferNachhaltiges Einkaufen

100 % unabhängig dank Ihres Klicks

Kaufen Sie ein Produkt über einen Link, der mit einem markiert ist, erhalten wir eine kleine Provision. So können wir Ihnen weiterhin kostenlos unab­hän­gige, fundierte Produkttests anbieten. Provisionen haben keinen Einfluss auf die Auswahl der Produkte, ihre Bewertung oder ihre Platzierung in unseren Empfehlungen.

Mehr dazu

Test: Nachhaltig Ratgeber Aufmacher Haushaltshelfer Foto: Top Stock Photos / Adobe Stock

Wie kaufe ich nachhaltiger ein?

Aktualisiert:
Letztes Update: 28. April 2026

Wir haben den Ratgeber inklusive der vorgestellten Produkte aktualisiert.

In den Nachrichten, auf Verpackungen, selbst in der YouTube-Werbung – von Nachhaltigkeit hört man an allen Ecken und Enden. Einige Hersteller streiten sich fast schon darum, das nachhaltigste Produkt auf den Markt zu bringen. Doch was hat es damit eigentlich auf sich?

»Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip bei der Nutzung von Ressourcen. Hierbei soll eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung gewährleistet werden, indem die natürliche Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme bewahrt wird, vor allem von Lebewesen und Ökosystemen.« (Quelle)

Kurz gesagt geht es bei Nachhaltigkeit darum, Ressourcen so zu nutzen, dass sie auch nachwachsen können – und nicht mehr verbraucht wird, als nachwachsen kann. Tiere, Pflanzen und Menschen dürfen dabei keinen Schaden nehmen und die Gesundheit sowie die Regenerationsfähigkeit unseres Planeten sollen gewährleistet werden.

Doch was hat Nachhaltigkeit mit Plastik zu tun? Die Produktion von Kunststoffen ist schnell erledigt, allerdings wird pro Kilogramm Plastik in etwa doppelt so viel CO₂ ausgestoßen. Die Umwelt wird somit unnötig stark belastet. Zusätzlich gelangen Kunststoffe – vor allem Mikroplastik – durch Regen und Abwasser in unsere Meere und dadurch in Fische, Säugetiere, Würmer, Muscheln und Zooplankton. Falls Sie gerne Fisch und Meeresfrüchte essen, nehmen Sie wahrscheinlich auch winzige Partikel an Plastik zu sich.

Und obwohl Recycling, Mülltrennung und Umweltschutz keine Fremdwörter in Deutschland sind, gehört unser Land europaweit zu den Spitzenreitern der Erzeuger von Verpackungsmüll. Was Sie machen können, um weniger Plastik beim Einkaufen zu verwenden, klären wir in diesem Ratgeber auf.

Tipps gegen Verpackungsmüll beim Einkaufen

Der erste Schritt gegen Plastikmüll im Supermarkt beginnt bereits vor dem Einkauf: Nehmen Sie eine Stofftasche oder einen Korb mit und verzichten Sie darauf, Einkaufstüten aus Plastik zu kaufen. In Deutschland gibt es Einkaufstüten seit 2016 nicht mehr kostenlos, was Verbraucher zusätzlich anregen soll, zweimal nachzudenken, bevor man jedes Mal eine Plastiktüte mit nach Hause nimmt. Außerdem spart man auf Dauer ein bisschen Geld, wenn man nicht jedes Mal für eine Tüte zahlt und direkt einen Stoffbeutel einpackt.

Im Laden angekommen sieht man in der Regel zunächst die Obst- und Gemüseregale. Dort empfehlen wir, lose Früchte mitzunehmen und auf in Plastik verpacktes Obst zu verzichten. Sie müssen Ihr Gemüse auch nicht in die kleinen Plastiktüten einpacken, die neben den Regalen hängen. Die frische Ware wird an der Kasse gewogen und darf direkt unverpackt mit nach Hause genommen werden – und das Plastik bleibt im Supermarkt.

Thermobecher

Thermos Stainless King

Der Thermobecher hat ein großes Fassungsvermögen, hält Getränke lange warm oder kalt und behält dabei eine angenehme Temperatur außen bei.
Test Wie kaufe ich nachhaltiger ein?: Thermos Stainless King
  • Sehr gute Isolierung
  • Auslaufsicher
  • Hohes Fassungs­vermögen
  • Austauschbarer Dichtungsring
  • Zerlegbarer Deckel
  • Auf/Zu-Beschriftung schwer zu sehen

Obst ist gekauft, nun geht es an den kühlen Snacks und Getränken vorbei. Dabei sind vor allem Coffee-to-go-Becher eine schnelle Versuchung für zwischendurch Die Plastikverpackungen werden jedoch, nachdem der Kaffee ausgetrunken ist, schnell weggeschmissen und produzieren erneut Plastikmüll. Wir empfehlen, frisches Kaffeepulver oder Kaffeebohnen zu kaufen und sich morgens heißen Kaffee im Thermobecher mitzunehmen. Auf Kapselmaschinen sollten Sie dabei verzichten.

Trinkflasche

Emsa Drink2Go Eco

Unser Testsieger ist die leichte und nachhaltige Tritan-Trinkflasche für den Alltag.
Test Trinkflasche: Emsa Drink2Go Eco
  • Leicht
  • 50% recyceltes Material
  • Haltegriff am Deckel
  • Größere Öffnung für Obst u. Ä.
  • Nicht einhändig bedienbar

Nicht nur beim Coffee-to-go, sondern generell bei Getränken ist es einfach, auf Einwegflaschen zu verzichten. Dabei können Sie zu Mehrwegflaschen greifen oder noch einen Schritt weiter gehen und einfach Leitungswasser trinken. Falls Sie am liebsten Kohlensäure in Ihren Getränken haben, könnte sich dann ein Wassersprudler lohnen. Darüber hinaus bieten einige Supermärkte Milch in Glasbehältern an, gleiches gilt für Joghurt.

Falls Sie bei Saft, Wasser und Co. zu Mehrwegflaschen greifen, empfehlen wir, Getränke aus der Region zu kaufen. Kurze Transportwege schonen die Umwelt, da weniger Abgase abgegeben werden. Mehrwegflaschen werden zwar auch aus Plastik hergestellt, allerdings wird es recycelt und wiederverwendet. Das ist zwar noch nicht ideal, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Angekommen bei den Regalen mit Grundnahrungsmitteln wie Nudeln, Reis und Kartoffeln sollten Sie möglichst zu größeren Vorratspackungen greifen. Gleiches gilt für weitere Produkte, die Sie regelmäßig verwenden – wie Waschmittel, Duschgel und Spülmittel. Einige Lebensmittel werden dabei bereits in Kartons anstatt in Plastik verpackt. Shampoo, Duschgel und Seife gibt es im festen Zustand, wobei ebenso auf Plastikmüll verzichtet wird.

Festes Shampoo

Foamie Shake Your Coconuts normales Haar

Durchdachte Form und besonderer Schaum in Kombination mit einer guten Formulierung, die nicht austrocknet.
Test Nachhaltiger einkaufen: Wie man Plastik vermeidet: Foamie Shake Your Coconuts normales Haar
  • Milchiger, weicher Schaum
  • Griffiges Haar
  • Praktische Form
  • Kordel
  • Seifiger Duft

Bei Spülmitteln und flüssiger Seife, aber auch bei Gewürzen bieten einige Hersteller Nachfüllpackungen an. Die sind meistens größer und entweder in plastikfreien oder recycelten Verpackungen abgefüllt. Anstatt jedes Mal einen neuen Behälter zu kaufen, lässt man das Produkt auffüllen, um Plastik- bzw. Verpackungsmüll entgegenzuwirken. Eine Nachfüllpackung entspricht je nach Produkt in etwa zwei bis drei Dosierungen der ursprünglichen Verpackung.

In Verbindung damit sollten Sie keine Lebensmittel kaufen, die mehrfach verpackt sind. Das beste Beispiel dafür sind in der Regel Süßigkeiten, die jeweils einzeln abgepackt in einer großen Plastikverpackung darauf warten, verspeist zu werden. Aber auch Obst und Gemüse oder Müsli sind oftmals zwei bis dreimal in Plastik und einem zusätzlichen Karton eingewickelt.

Bei den Kühlregalen angekommen, empfehlen wir, abgepackte Wurst und Käse einmal liegen zu lassen und die Frischetheke zu besuchen. Gleiches gilt für Fleisch. Falls Sie noch einen Schritt weiter gehen möchten, können Sie an der Theke selbst mitgebrachte Verpackungen nutzen. Die müssen hygienisch und sauber sein, dann ist es in Deutschland legal, Wurst, Käse und Ähnliches in eigene Brotdosen einpacken zu lassen. Plastik bleibt damit an der Theke liegen.

Bei der Suche nach Brot und frischen Semmeln fürs Frühstück lohnt es sich, zum Bäcker zu gehen. Alternativ bieten einige Supermärkte Brotbackautomaten und frische Brötchen an, die in der Regel in Papiertüten eingepackt werden.

Suchen Sie nach Läden mit unverpackter Ware in Ihrer Nähe

Falls Sie komplett auf gekaufte Verpackungen verzichten möchten, bieten sich Einkaufsläden mit unverpackten Waren an. Die sind meistens in größeren Städten angesiedelt und verzichten vollkommen auf Plastikmüll.

Zuletzt haben wir noch einen Tipp für Sie parat: Verfassen Sie einen Wochenplan mit Gerichten, die Sie gerne kochen möchten. Dabei sollten Sie sich überlegen, wie viel und wo Sie die dafür benötigten Lebensmittel kaufen möchten. Das Ganze regt zum Nachdenken über eingekaufte Mengen und möglichen Verpackungsmüll an und wirkt dem Kauf von Fertigprodukten entgegen, die meist in mehrere Schichten eingewickelt sind.

Passend zum Thema

Newsletter abonnieren und gewinnen!

In unserem wöchentlichen Newsletter verlosen wir jeden Sonntag dutzende Testgeräte. Jetzt anmelden und mitmachen!

Jubilaeum Faz
Faz Jubilaeum

Kommentare

0 Kommentare

Auch interessant

Über 1.000 Testberichte.
Kostenlos.
In deiner Hosentasche.

Kaufkompass-Smartphone-App
 Test: Getitongoogleplay Badge Web Color German
 Test: Download On The App Store Badge De Rgb Blk

Kaufkompass-App jetzt laden!

Close the CTA