Der Begriff „Akkuschrauber“ wird häufig falsch verwendet – von Heimwerkern ebenso wie von den Herstellern. Viele Geräte, die als Akkuschrauber bezeichnet werden, sind in Wirklichkeit keine. Sobald ein Gerät ein Bohrfutter und meist auch zwei Gänge für verschiedene Drehzahlen besitzt, handelt es sich nicht mehr um einen reinen Akkuschrauber, sondern um einen Bohrschrauber.
Im Gegensatz zum Bohrschrauber, der für zwei Aufgaben ausgelegt ist – Bohren und Schrauben – beschränkt sich der Akkuschrauber nur auf das Schrauben. Eine Gangschaltung ist überflüssig, denn die hohe Drehzahl zum Bohren wird gar nicht benötigt. Sie sind also in erster Linie darauf ausgelegt, beim Aufbau von Möbeln zu helfen. Besonders praktisch sind hier Mini-Akkuschrauber, mit denen man leicht an sonst schwierig erreichbare Schrauben kommt.
Akkuschrauber sind wirklich nur zum Schrauben gedacht und besitzen kein Bohrfutter!
Um keine Kritik aufkommen zu lassen – es gibt natürlich auch Akkuschrauber mit einem schaltbaren Getriebe, um verschiedene Drehmomente zu erreichen. Diese sind allerdings eher im professionellen Bereich und seltener bei privaten Anwendern zu finden.
Reine Akkuschrauber findet man im Haushalt eher selten. Die meisten Heimwerker setzen lieber auf vielseitige Geräte, die sowohl bohren als auch schrauben können. Eine Ausnahme bilden dabei die kleinen Minischrauber, die in der Schublade für kleine Schraubarbeiten bereitliegen oder zum Aufbau von Möbeln herausgeholt werden. Daher beschränkt sich dieser Test auf diese kleinen Akkuschrauber mit 3,6-Volt-Akku.
Kurzübersicht
Bosch Ixo 6. Generation
Der Bosch Ixo ist seit der ersten Generation einfach Kult. Das liegt jedoch nicht nur an seinem umfangreichen Zubehör, wie Winkelkopf, Korkenzieher oder Grillgebläse. Der kleine Schrauber bietet einfach erstklassige Qualität zu einem angenehmen Preis. Das aktuelle Gerät der 6. Generation bildet da keine Ausnahme. Der Ixo liegt gut in der Hand, bietet eine dreistufige Akku-Ladestandsanzeige, und wer mag, kann sich sogar eine Ladestation nachkaufen, mit der der kleine Schrauber stets griffbereit ist.
Hitachi DB3DL2WCZ
Der Hitachi Db3DL2WCZ ist für uns der beste Knickschrauber. Er hat einen wechselbaren Akku, was in diesem Segment nicht selbstverständlich ist. Im Lieferumfang sind sogar gleich zwei Akkus enthalten. Insgesamt ist der Schrauber sehr wertig und gut verarbeitet, der gummierte Griff sorgt für einen sicheren und angenehmen Halt. Damit man auch in schwierig zu erreichende Ecken kommt, lässt sich der Schrauber knicken, dann ist er für Linkshänder allerdings nicht mehr so leicht zu benutzen.
Bosch Go

- Praktische Werkzeugbox
- Inklusive Bit-Box
- Sehr hohe Drehzahl
- Gute Leistung
- 5 Drehmomentstufen
- Keine Akku-Anzeige
- Keine Beleuchtung
Reine Stabschrauber sind sehr individuelle Werkzeuge und oft nicht so gut zu handeln. Der Bosch Go ist da eine kleine und vor allem kräftige Ausnahme. Dank seiner automatischen Aktivierung kann er sicher gehalten werden und benötigt keine manuelle Bedienung.
Einhell TE-SD 3,6 Li

- Ladezustandsanzeige
- Ladestation mit Bithalter
- Sehr gute Arbeitsleuchte
- Drehmomentverstellung unpräzise
- Fest verbauter Akku
Eine günstigere Alternative ist der Einhell TE-SD 3,6 Li. Die Kombination aus Pistolengriff und Stabschrauber ist sehr gut gelöst: Man kann den Griff einfach um 180 Grad drehen und das Gerät so zum Stabschrauber machen. Auch der Einhell-Akkuschrauber ist sehr gut verarbeitet. Statt nur einer Arbeitsleuchte vorne hat er sogar zwei Leuchten – damit ist eine bessere Ausleuchtung möglich. Einmalig in dieser Kategorie und wirklich sinnvoll ist die Ladeschale zum Aufladen des Akkus. So leistungsstark wie einige andere Akkuschrauber ist er zwar nicht, mit knapp 30 Euro aber günstig und für die meisten Tätigkeiten völlig ausreichend.
Vergleichstabelle
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- Praktischer Koffer
- Perfekte Verarbeitung
- Hochwertiges Werkzeug
- Umfangreiches Zubehör erhältlich
- Lange Ladezeit mit enthaltenem Netzteil

- Gute Verarbeitung
- Hohes Drehmoment
- Wechselakku
- Schnelle Ladezeit
- Sehr flexible Drehmomentbegrenzung
- Für Linkshänder schwierig zu nutzen

- Praktische Werkzeugbox
- Inklusive Bit-Box
- Sehr hohe Drehzahl
- Gute Leistung
- 5 Drehmomentstufen
- Keine Akku-Anzeige
- Keine Beleuchtung

- Ladezustandsanzeige
- Ladestation mit Bithalter
- Sehr gute Arbeitsleuchte
- Drehmomentverstellung unpräzise
- Fest verbauter Akku

- Sehr gute Leistung
- Hohe Drehzahl
- Mit Drehmomenteinstellung
- Praktische Funktionen
- Dreistufige Akku-Anzeige
- Sehr groß und schwer

- Sehr gute Leistung
- Sehr gut verarbeitet
- Optionales Zubehör
- Micro-USB Anschluss
- Keine Akkuanzeige

- Praktische Werkzeugbox
- 3 Drehmomentstufen
- Gutes Zubehör
- Gute Verarbeitung
- Mittlere Leistung

- Sehr gut verarbeitet
- Optisch ansprechend
- 4 Drehmomentstufen
- Gutes Zubehör
- Sehr gute Leistung
- Keine Akkuanzeige
- Sehr unhandliche Form
- Geringe Drehzahl

- Drehmomenteinstellung
- Hohe Drehzahl
- Gute Aufbewahrung
- Sinnvolles Zubehör
- Lange Ladezeit
- Mäßig kraftvoll

- Mit Koffer
- Viel Zubehör
- Knickbar
- Extra Taschenlampe
- Keine Drehzahlregulierung
- Keine Drehmomenteinstellung
- Lange Ladezeit

- Praktischer Koffer
- Perfekte Verarbeitung
- Hochwertiges Werkzeug
- Hohe Drehzahl
- Besseres Netzteil würde Ladezeit weiter verkürzen
- Keine Beleuchtung

- Gute Verarbeitung
- USB-Kabel am Ladegerät
- Zuschaltbare LED
- Keine Ladezustandsanzeige
- Kein Wechselakku

- Viel Zubehör
- Ansprechende Aufbewahrung
- Dreistufige Akku-Anzeige
- Wenig Kraft
- Geringe Drehzahl
- Geringe Akku-Kapazität

- Sinnvolle Aufbewahrung
- Dreistufige Akku-Anzeige
- Wenig Kraft
- Geringe Drehzahl

- Sehr gutes Zubehör
- Wechselbare Aufsätze
- Günstig
- Kein Netzteil
- Zubehör mäßige Qualität
- Sehr kopflastig
- Mäßige Kraft

- Sinnvolle Aufbewahrung
- Etwas Zubehör
- Angenehme Handhabung
- Ausreichend kraftvoll
- Fehlende Akkuanzeige
- Geringe Drehzahl

- Klein und leicht
- Große Akku-Kapazität
- Keine Akkuanzeige
- Nicht griffig

- Günstig
- Gute Leistung
- Keine Akkuanzeige
- Mäßige Drehzahl

- Gute Haptik
- Lange Ladezeiten
- Fest verbauter Akku
- Einfache Ladezustandsanzeige

- Sehr leicht und handlich
- Geringe Drehzahl
- Schlechte Verarbeitung
- Geringe Akku-Kapazität
- Keine Akku-Anzeige

- Mit Bit-Wechsler
- Dreistufige Akku-Anzeige
- Sehr wenig Kraft
- Geringe Drehzahl
- Nichts zur Aufbewahrung

- Als Stabschrauber nutzbar
- Geringe Drehzahl
- Eigene Ladeanschluss
- Keine Akku-Anzeige

- Praktische Werkzeugtasche
- Gute Verarbeitung
- Handliche Form
- 2 Drehmomentstufen
- Extrem wenig Leistung
- Geringe Drehzahl
- Keine Akku-Anzeige

- Gutes Zubehör
- Mittlere Leistung
- Unpraktische Aufbewahrung
- Sehr groß und globig
- Lange Ladezeit
- Spezieller Ladeanschluss
- Wenig Drehzahl

- Praktische Werkzeugbox
- Viel Zubehör
- Klein und handlich
- Gute Drehzahl
- Sehr wenig Leistung
- Keine Akkuanzeige
- Micro-USB
- Sehr kleiner Akku

- Praktischer Werkzeugkoffer
- Dreifarbige Akkuanzeige
- Griffige Form
- Nur eigene Bits
- Keine Torx-Bits
- Extrem wenig Leistung

- Wirkt sehr hochwertig
- Stylisch
- 3 Drehmomentstufen
- Gute Bitauswahl
- Kein Netzteil
- Mäßige Leistung
- Sehr unhandlich
- Fehlende Akkuanzeige

- Knickbar als Stabschrauber
- 3 LEDs Akkuanzeige
- Winkelaufsatz möglich
- Geringe Drehzahl
- Mäßige Leistung

- Knickbar als Stabschrauber
- 3 LEDs Akkuanzeige
- 7 Drehmomentstufen
- Gute Drehzahl
- Spezielles Ladekabel nötig
- Sehr schwach
- Sehr lange Ladezeit

- Sehr stylisch
- Drehmomenteinstellung
- Praktische Beleuchtung
- Schwer zu halten
- Wenig Leistung
- Geringe Drehzahl

- Integrierte Bithalterung
- Revolver-Bitauswahl
- Zu großer Koffer
- Keine Drehzahlregulierung
- Keine Drehmomenteinstellung
- Groß und schwer

- Griffige Form
- Großer Akku
- Sehr wenig Leistung
- Unpraktische Verpackung
- Keine Akkuanzeige
- Micro-USB

- Aus Recyclingmaterial
- Geringe Drehzahl
- Glatte Oberfläche
- Unpraktische Aufbewahrung
- Sehr wenig Kraft
- Keine Akkuanzeige

- Einfacher Bitwechsel
- Lange Ladezeit
- Unhandlich groß
- Unpraktische Verpackung

- Winkelaufsatz im Lieferumfang
- Sehr lange Ladezeit
- Keine Ladezustandsanzeige
- Geringe Drehzahl
1500 mAh
1500 mAh
1500 mAh
1500 mAh
2000 mAh
2000 mAh
1300 mAh
2000 mAh
1500 mAh
2000 mAh
1500 mAh
1500 mAh
1500 mAh
2000 mAh
1500 mAh
1500 mAh
2000 mAh
1500 mAh
1500 mAh
1300 mAh
2000 mAh
2000 mAh
1500 mAh
1500 mAh
800 mAh
1500 mAh
1500 mAh
1500 mAh
1500 mAh
2000 mAh
1500 mAh
2000 mAh
1500 mAh
1500 mAh
1500 mAh
2. Gang: 0 – 600 min-1
Laser-Wasserwaage
eigene Bitform
knickbar
Drehmomenteinstellung
integrierte SchraubenHalterung
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Ein Muss, nicht nur für Heimwerker: Akkuschrauber im Test
In unserem Übersichtsartikel „Der beste Akkuschrauber“ finden Sie die Testsieger und Empfehlungen aus unseren vier großen Vergleichstests – vom Mini-Akkuschrauber über Akku-Bohr- und Akku-Schlagbohrschrauber“ bis zum Akku-Schlagschrauber.
Wie schon erwähnt, kann man Akkuschrauber nach ihrer Leistungsfähigkeit in verschiedene Klassen einteilen. Zum einen sind das die kleinen 3,6-Volt-Akkuschrauber, die in fast jedem Haushalt zu finden sind, und zum anderen die schweren Akkuschrauber mit deutlich mehr Leistung, die eher im professionellen Bereich genutzt werden.
Bei den 3,6-Volt-Maschinen handelt es sich um sehr kleine, kompakte und leichte Minischrauber, die überwiegend für Privatanwender konzipiert wurden. Eine Ausnahme bilden dabei die Stabschrauber, die für Berufsgruppen wie zum Beispiel Elektriker oder Monteure im Möbelbau im Einsatz sind.
Bei den Stabschraubern handelt es sich um schlanke und leichte Akkuschrauber, deren Gehäuse mitunter geknickt werden können. Diese Knickfunktion ist zum Beispiel bei der Montage von Möbeln äußerst hilfreich, weil man so gut an enge Stellen herankommt. Weiterhin sorgt sie für ein ermüdungsfreies Arbeiten, weil der Stabschrauber bei leichten Verschraubungen bequemer in der Hand liegt.
Kompaktschrauber mit Pistolengriff sind überwiegend für den Haushaltsgebrauch konzipiert. Außer der Bauform gibt es leistungstechnisch wenig Unterschiede zwischen Stab- und Kompaktschrauber.
Nur zum Schrauben, nicht zum Bohren gedacht
Sie besitzen eine Sechskantaufnahme, wodurch sie nur zum Schrauben, nicht aber zum Bohren geeignet sind. Ihre Drehzahl wäre in den meisten Fällen auch zu gering dazu. Solche Modelle tragen den Namen »Akkuschrauber« daher zurecht.
Wir wollen hier aber nicht verschweigen, dass es Bohrer gibt, die in die Hex-Aufnahme passen, und Hychika legt seinem Schrauber sogar einen bei. Allerdings ist das Bohren aufgrund der geringen Drehzahl eher sinnfrei.
Unser Favorit
Bosch Ixo 6. Generation
Der Ixo der 6. Generation hat wie auch andere Akkuschrauber von Bosch ein neues Design bekommen, das ist zwar moderner, aber irgendwie auch langweilig. Waren die ersten Ixos noch richtig cool, überzeugt das neue Modell eher durch innere Werte – und vor allem durch reichhaltiges (optionales) Zubehör.
Der neue Ixo ist nicht mehr so knubbelig, was die Ergonomie verbessert und wodurch er etwas besser und stabiler in der Hand liegt. Der Pistolengriff ist jetzt gerader, gibt mehr Halt und ermöglicht eine bessere Kraftübertragung.
Die Umschaltung der Drehrichtung erfolgt nun über einen Schiebeschalter, der sich oben am Griff befindet und gut zu erreichen ist. Beim Bosch PSB 18 LI-2 Ergonomic wurde das ähnlich umgesetzt, uns gefällt die Variante sehr gut. Die Richtungsauswahl erfolgt nicht mehr nach links und rechts, sondern nach vorne und hinten – genau die Richtung, in die gearbeitet wird.
Beim Zubehör bleibt der Ixo ungeschlagen. Und damit sind nicht die zehn Bits gemeint, die dem Schrauber bereits beiliegen. Kultstatus hat der Ixo durch Aufsätze, wie Winkelkopf, Schneideaufsatz, Grillgebläse, Korkenzieher oder Gewürzmühle erreicht – und genau die können weiterhin verwendet werden.
Gefühlvolles Schrauben dank stufenloser Drehzahlregulierung
Aber der Ixo 6 hat auch innere Werte. Mit 215 Umdrehungen in der Minute ist er zwar nicht der schnellste, es reicht aber für eine solide Schraubgeschwindigkeit. Sein Drehmoment von maximal 4,5 Newtonmetern bringt er gut rüber und schraubt damit kräftiger als so manches Gerät, bei dem dasselbe oder gar ein höheres Drehmoment angegeben wird. Damit auch kleinere Schrauben gefühlvoll eingedreht werden können, lässt sich die Drehzahl stufenlos regulieren. Eine Drehmomentbegrenzung gibt es jedoch nur durch einen zusätzlichen Aufsatz.
Den Bosch Ixo der 6. Generation halten wir für die beste Wahl für die meisten Anwender. Wenn Sie allerdings einen Knick-Akkuschrauber bevorzugen oder andere Prioritäten setzen, haben wir weitere interessante Alternativen für Sie.
Bosch Ixo (6. Generation) im Testspiegel
Bislang gibt es noch keinen Testbericht der Stiftung Warentest zum Bosch Ixo 6. Sobald sich das ändert, tragen wir die Ergebnisse hier für Sie nach. Das Fazit im Test (12/2019) von Techtest.org fällt überwiegend positiv aus:
»Kurzum, der Bosch IXO 6. Generation ist weiterhin ein klasse Zusatzgerät oder für den Studenten der nur mal ein paar Möbel zusammenbaut. Der IXO kann auch in der 6. Generation keinen großen Akkuschrauber vollständig ersetzen und das versucht dieser auch nicht. Dieser ist das kleine handliche Gerät für zwischendurch. Allerdings gibt es für 60€ auch bereits gute Akkuschrauber in der 12V Klasse, welche abseits der Größe, dem IXO überlegen sind. Dennoch einen IXO im Haus zu haben ist praktisch!«
Weitere Empfehlungen
Hitachi DB3DL2WCZ
Ausstattungstechnisch wartet der Hitachi DB3DL2WCZ mit so einigem auf. So hat er neben zwei Gängen eine Drehmomentbegrenzung mit 21 Abstufungen und eine Bohrstufe. Der klappbare Griff ist gummiert und liegt sehr gut in der Hand. Damit wird man nicht so schnell müde, auch wenn die Arbeitsbedingungen nicht ideal sind – beispielsweise in engen Ecken. Mit einem Knopf, der leicht versenkt auf der Oberseite des Knickgriffes sitzt, kann auf Wunsch eine LED zugeschaltet werden.
Toll finden wir die Idee, dem Schrauber ein Tischladegerät zu spendieren. Es liefert einen Ladestrom von drei Ampere und sorgt dafür, dass die beiden mitgelieferten Akkus mit ihren 1,5 Amperestunden jeweils in einer halben Stunde geladen sind. Und weil die Akkus danach auf ordentlich langes Arbeiten ausgelegt sind, kann man in der Regel unterbrechungsfrei arbeiten.
Schafft für seine Größe Beachtliches
Positiv überrascht wurden wir von der Einschraubleistung. Unser Testmodell schraubte problemlos Schrauben bis 5 × 80 mm in Vollholz, die wuchtige 6 x 100-mm-Schraube hat er zu 90 Prozent versenkt – für einen so kleinen Akkuschrauber ein beachtliches Ergebnis. Bei altgedienten Handwerkern würden Sie mit so einem Akkuschrauber auf jeden Fall eine hochgezogene Augenbraue ernten, was einem Ritterschlag gleichkommt.
Weiterhin fällt die feinfühlige Drehmomenteinstellung positiv auf. Auch bei kleinen Schrauben funktioniert das bündige Einschrauben hervorragend. Viele andere Akkuschrauber drehten kleine Schrauben dagegen zu tief ins Holz. Das ist unschön, da die Schraube eventuell kaputtgehen kann und außerdem das Material ein wenig Schaden nimmt.
Die vielen Abstufungen der Drehmomentbegrenzung des Hitachi sorgen dafür, dass auch kleine Schraubengrößen stets bündig eingeschraubt werden können. Hier erkennt man einmal mehr den ursprünglich angedachten Einsatzzweck, denn es kommt vor allem Monteuren und Hausbauern zugute, die beispielsweise Steckdosen verlegen oder die Küche aufbauen wollen – Vorhaben, die normales Heimwerken eigentlich schon übersteigen.
In dem Bewusstsein, eine sehr gute Maschine zu liefern, verzichtet Hitachi leider auf weiteres Zubehör im Lieferumfang. Im Gegensatz zu einigen anderen Kandidaten, die ein umfangreiches Bitset mitliefern, gibt es bei Hitachi lediglich ein Standardbit, den man gleich dem Sohnemann zum Spielen überlassen kann. Auch die Gebrauchsanweisung ist eher übersichtlich gehalten, allerdings in sämtlichen uns bekannten Sprachen lesbar.
Der Hitachi DB3DL2WCZ ist auf jeden Fall für alle haushaltsüblichen, aber auch anspruchsvollen Schraubarbeiten geeignet. Mit der schlanken und griffigen Bauart lässt er sich gut im Werkzeugkasten mitführen. Allerdings ist der Akkuschrauber mit rund 75 Euro recht teuer – für viele wohl zu teuer für die gelegentliche Anwendung im Haushalt.
Bosch Go

- Praktische Werkzeugbox
- Inklusive Bit-Box
- Sehr hohe Drehzahl
- Gute Leistung
- 5 Drehmomentstufen
- Keine Akku-Anzeige
- Keine Beleuchtung
Zugegeben, Liebe auf den ersten Blick war es beim Akkuschrauber Bosch Go nicht. Dazu fehlt das Arbeitslicht, eine Akkuanzeige sucht man vergebens und der Taster zum Einschalten sitzt sehr weit hinten – was die Bedienung erschwert. So dachten wir zumindest.
Bei der Aufnahme der technischen Daten zeigte sich der blaue Bosch Akkuschrauber aber in einem ganz anderen Licht. Mit einer Drehzahl von 360 U/min führt er aktuell (mit dem Bosch PushDrive) die absolute Spitze an. So schnell dreht sonst kein anderer.
Jetzt ist es bei Akkuschraubern aber so, dass eine hohe Drehzahl meist mit einer geringeren Leistung (Kraft) gleichzusetzen ist. Dem ist hier nicht der Fall und Bosch verspricht immerhin fünf Newtonmeter. Da verspricht so mancher zwar mehr, entscheidend ist aber die Umsetzung, und die zeigt der praktische Test.
Was uns ein wenig gestört hat, war die etwas kuriose Bedienung. Warum wird die Drehrichtung mit einem Schiebeschalter umgeschaltet und warum befindet sich der Taster zum Aktivieren so weit hinten? Die Antwort: Weil man ihn nicht wirklich braucht.
Wie der Bosch PushDrive wird auch der Bosch Go aktiviert, indem man den Taster nutzt oder den Akkuschrauber auf die Schraube drückt. Der Taster wird kaum benötigt und kann daher nach hinten wandern, wo auch die Drehrichtung umgeschaltet wird.
Im praktischen Test schlägt sich diese Möglichkeit ziemlich gut und wird lieber als der Taster zum Einschalten genutzt. Dabei erreicht der Bosch Go immerhin 332 U/min (gemessen) und bringt genug Leistung mit, um unsere Testschraube von 5 × 120 mm immerhin 96 mm im Holz zu versenken.
Für einen Stabschrauber ist das eine beachtliche Leistung, und in solchen Situationen ist die PushDrive-Funktion besonders von Vorteil. Gerade wenn viel Kraft benötigt wird, lässt sich der Akkuschrauber so greifen, dass er sicher in der Hand liegt. Dabei muss nicht darauf geachtet werden, wo sich die Bedienung befindet und dass ein Finger frei bleiben muss, um den Taster zu betätigen.
Der Bosch Go kann aber auch gefühlvoll und dafür besitzt er sechs einstellbare Drehmomentstufen (fünf + Max). Der Einstellring lässt sich zwar etwas schwer drehen, ermöglicht aber sehr gleichmäßige Abstufungen.
Einhell TE-SD 3,6 Li

- Ladezustandsanzeige
- Ladestation mit Bithalter
- Sehr gute Arbeitsleuchte
- Drehmomentverstellung unpräzise
- Fest verbauter Akku
Für Gelegenheitsschrauber ist der deutlich günstigere TE -SD 3,6 Li von Einhell nicht nur eine gute Alternative, sondern auch unser Preistipp.
Es handelt sich hierbei um einen handlichen Kompaktschrauber mit Pistolengriff, der dank seines drehbaren Griffs zu einem Stabschrauber umfunktioniert werden kann. Er bietet eine Drehmomentvorwahl, zwar nur in sieben Drehmomentstufen, für die meisten Arbeiten reicht das aber völlig aus.
Den Arbeitsbereich leuchten zwei helle LEDs aus, die am unteren Geräteteil jeweils rechts und links angeordnet sind. Vor allem bei Arbeiten in dunklen Ecken oder in schlecht ausgeleuchteten Räumen ist das eine echte Arbeitserleichterung.
Zum Laden setzt man den Akkuschrauber einfach in die Ladestation ein. Gut sichtbar oben auf der Maschine angeordnet ist eine Anzeige mit drei LEDs, die auf Knopfdruck den aktuellen Ladezustand anzeigen. Die Akkukapazität beträgt 1,5 Amperestunden und der Akku ist fest eingebaut, wechseln kann man den Akku also nicht. Dafür liefert Einhell elf Standard-Bits mit, mit denen die meisten anfallenden Schraubarbeiten erledigt werden können.
Im Praxistest zeigte sich, dass die Drehmomentvorwahl recht gut funktioniert. Schrauben, bis maximal 4,5 x 60 mm hat der kleine Helfer gerade noch so geschafft. Die Einstellung des Drehmoments funktioniert gut bei kleinen Schrauben, wie 3 x 25 und 3,5 x 25 mm. Bei der Schraube 3 x 40 mm mussten wir auf Stufe 6 umschalten, die aber keinen nennenswerten Unterschied zur Maximalstufe aufweist.
Auch wenn man beim Akkuschrauber von Einhell ein paar Abstriche machen muss, ist die Maschine leistungsmäßig immer noch absolut ausreichend, was man längst nicht von allen Schraubern in der Preisklasse behaupten kann.
Außerdem getestet
Dremel Blueprint 3-in-1 DD12V-S1
Den 12-Volt-Akkuschrauber Dremel Blueprint 3-in-1 DD12V-S1 richtig einzuordnen fällt schwer, und selbst Dremel hat damit so kleine Probleme. Sie bezeichnen ihn als Akku-Bohrschrauber, was wir etwas anders sehen. Die angegebene Drehzahl von 800 U/min liegt zwar deutlich über den anderen Akkuschraubern, reicht uns aber nicht so ganz zum Bohren. Dazu fehlt dem Gerät auch das Bohrfutter und für uns zählt es daher zu den Akkuschraubern.
Insgesamt ist der Multi-Schrauber ziemlich eigenwillig, aber durchaus interessant. Mit den kleinen 3,6-Volt-Akkuschraubern ist er kaum zu vergleichen, dagegen spricht schon der wechselbare 12-Volt-Akku. Logisch, dass er damit deutlich mehr Umdrehungen und auch mehr Leistung mitbringt. Im Vergleich zu Akku-Bohrschraubern mit 12 Volt fällt hier ohne Umschaltgetriebe alles deutlich schwächer aus.
Aber was macht den Blueprint 3-in-1 nun genau aus? Grundlegend ist er ein Akkuschrauber mit Bitaufnahme und Drehmomentsbegrenzung. Dazu bietet er auch eine Bohrstufe, die jedoch nichts an der Drehzahl ändert. Die Besonderheiten stecken im vorderen Griffbügel: Hier ist ein Wandscanner eingearbeitet, der im Test ziemlich gut funktioniert hat. Laut Hersteller erkennt das Ortungsgerät Metall und Holzstützen aber nur in Trockenbauwänden. Auch die im Griff versteckte Laser-Wasserwaage leistet gute Dienste und lässt sich trotz der geringen Größe genau ausrichten.
Insgesamt ist die Zusammenstellung aber doch sehr spezifisch und wird nicht zu jedem Heimwerker passen. Laser-Wasserwaage und Wandscanner sind praktisch, nur eignet sich der Dremel Blueprint 3-in-1 nicht wirklich dazu, Löcher in die Wand zu bohren. Exakt passend wäre er wahrscheinlich für Wohnungen und Häuser mit vielen Trockenbauwänden. Dafür wäre die spezielle Ausstattung super.
Bosch Ixo 7. Generation
Der Bosch Ixo 7. Generation hat sich nach dem Motto »back to the roots« einen Pluspunkt verdient. Das Design der 6. Generation wurde verworfen und der Ixo sieht wieder aus wie vorher. Das wird sicher nicht nur uns gefallen, denn der von Bosch erdachte Easy-Stil der vorherigen Gerätegeneration ist einfach langweilig. Die 7. Generation sieht wieder mehr wie ein Wekzeug aus.
Doch es handelt sich nicht nur um ein bloßes Facelift, die Leistung des kleinen Kultschraubers wurde ebenfalls verbessert: Das Drehmoment erreicht jetzt 5,5 Nm statt den bisherigen 4,5 Nm. Der Ixo gehört in dieser Geräteklasse definitiv zu den Stärksten. Von den Zahlen sollte man sich aber nicht verwirren lassen, auch wenn gerade die Hersteller von günstigen Geräten behaupten, ihre Mini-Akkuschrauber hätten unglaubliche 10 Nm.
Aber auch wenn der Ixo der 7. Generation wieder besser aussieht und mehr Leistung mitbringt, ist er in unseren Augen nur begrenzt eine Verbesserung. Warum wurde die Ladefunktion in einer Ladeschale wegrationalisiert? Gerade das war ein großer Vorteil gegenüber all den anderen kleinen Schraubern. Leider ist auch die Micro-USB-Ladebuchse ziemlich veraltet und eine richtige Akkuanzeige sucht man vergebens. Da war der 6. Ixo dann doch besser.
Parkside PAS D7
Bekommt der Ixo etwa von Parkside Konkurrenz? Zumindest kann niemand abstreiten, dass der Parkside PAS D7 den Ixo mitsamt seinem Zubehör imitiert. Uns liegt zum Test dafür die BBQ-Edition vor, die neben dem Akkuschrauber auch ein Gebläse, zwei Gewürzmühlen und einen Korkenzieher enthält. Exakt dasselbe Zubehör, das es auch zum Ixo gibt.
Ist der Parkside deswegen eine echte Konkurrenz? Na ja, zumindest preislich könnte man dem Parkside durchaus den Vorzug gewähren. Zum Zeitpunkt des Tests (Juli 2025) kostet das BBQ-Set in einer schicken Holzbox nur 20 Euro und ein besseres Geschenk kann man wohl kaum zur Grill-Einladung mitbringen.
Trotzdem reicht uns das nicht für eine besondere Auszeichnung. Zwar bleibt der Parkside auch ohne Aktionspreis weit unter dem Bosch, aber die Frage bleibt: »Braucht man ein solches Set wirklich?« Und bewertet man nur den kleinen Akkuschrauber, liegt der Parkside gerade in puncto Leistung deutlich hinter Bosch. Und das, obwohl Bosch 5,5 Nm angibt und Parkside satte 10 Nm.
Workpro W121063A
Gerade bei den kleinen Akkuschraubern wird vor allem auf eins geachtet – auf den Preis. Dadurch werden viele nur in einer Pappschachtel und nicht in einem Werkzeugkoffer geliefert. Da diese Schrauber meist im Haushalt genutzt werden, ist das nicht weiter schlimm. Eine kleine Box mit Halterungen für das Zubehör hat aber dennoch seine Vorzüge und sorgt für Ordnung.
Genau darum gefiel uns der Workpro W121063A auf den ersten Blick auch besonders gut. Eine solide wirkende Kunststoffbox mit Klarsichtdeckel, die den Akkuschrauber mit 3,6-V-Akku, einen Bohrer mit Sechskant-Schaft, drei lange Bits, 19 normale Bits und das Ladekabel (USB-C) aufnimmt. Das ist praktisch und sieht gut aus.
Auch der Akkuschrauber selbst sieht in Weiß-Grau mit neongrünen Absätzen schick aus und fühlt sich wertig an. Betrachtet man sich allerdings die Spaltmaße an den Gehäuseschalen, wird der günstige Preis doch offensichtlich. Dasselbe gilt für die Bits.
Im praktischen Test verabschiedet sich der Workpro dann endgültig von seinem guten ersten Eindruck. Das beginnt bei der Drehzahlmessung, die es nur auf 214 statt der versprochenen 240 U/min brachte und von dem angeblich 7 Nm starken Drehmoment ist der Workpro meilenweit entfernt. Selbst eine nicht allzu große Schraube (4 x 40 mm) versenkte er nur mit Mühe gerade so bündig. Damit war das Limit schon erreicht.
Hi-Spec JY-CS007
Sofern man nur das Zubehör betrachtet und den Hi-Spec JY-CS007 auf der Waage liegen lässt, gefällt der Akkuschrauber sehr gut. Neben dem USB-C-Ladekabel liegen ein Bithalter, zwei Sechskant-Bohrer, drei Langbits und auch 20 kurze Bits bei. Dazu ist der Hi-Spec mit gerade mal 302 Gramm wirklich sehr leicht.
Nimmt man den Schrauber jedoch in die Hand, spürt man den günstigen Kunststoff und die Absätze an den Gehäuseschalen. Es wird deutlich spürbar, dass es sich um billige Materialien und Technik handelt. Dazu gehört auch, dass mit 1.300 mAh ein wirklich kleiner Akku verbaut wurde.
Im praktischen Test ließ das Gefühl leider nicht nach, denn selbst bei der kleinsten Schraube (3 x 15 mm) klingt das Getriebe unschön und man hört deutlich, dass es keine Lust auf richtige Arbeit hat. Die zweite Schraube mit 4 x 40 mm wurde kurioserweise doch versenkt, aber ob das auf Dauer gutgeht, ist mehr als fragwürdig.
Parkside Rapidfire 2.2
Der Name Parkside Rapidfire 2.2 klingt schon irgendwie cool. Und cool ist sicher auch, dass sich im Akkuschrauber eine Bittrommel mit 9 Bits befindet, die relativ leicht gewechselt werden können. Entnommen werden kann die Trommel allerdings nicht, sie muss einzeln im Schrauber bestückt werden.
Leider sind damit auch schon alle coolen Sachen aufgezählt, die der Rapidfire zu bieten hat. Die Bittrommel macht den vorderen Teil sehr lang und damit auch schwerer, was im Grunde genau gegen die kleinen und handlichen Akkuschrauber spricht.
Qualitativ muss man sagen, dass sich Parkside absolut nicht verstecken muss. Würden sie jetzt noch die verspielte Optik mit vielen Mustern und Absätzen weglassen, würden die Werkzeuge fast schon professionell aussehen. Auch der Motor klingt gut und unterscheidet sich kaum vom Ixo. Parkside gibt leider nicht dazu an, ob es sich um einen bürstenlosen Motor handelt – es klingt fast so.
Nicht ganz so professionell sind die Angaben des Herstellers. Bis zu 7 Nm soll der Rapidfire erreichen, was einfach nicht stimmen kann. Der Ixo ist mit 5,5 Nm angegeben und versenkt die 5 mm starke Testschraube satte 110 mm, der Parkside mit seinen angeblichen 7 Nm erreicht gerade einmal 38 mm. Da kann bei den Angaben etwas nicht stimmen.
Hychika CS69
Von Hychika haben wir einen weiteren Knickschrauber im Test, der sich aber gar nicht so sehr vom Vorgängermodell unterscheidet. Der Hychika SD-4F ist zwar etwas kleiner geworden, bringt jedoch denselben Akku mit und unterscheidet sich auch bei allen anderen Angaben nicht vom Vorgängermodell. Das heißt, motortechnisch hat sich nichts geändert.
Hychika verspricht wieder bis zu 6 Nm aber das kann im Vergleich zu anderen Modellen mit teils niedrigeren Werten nicht stimmen. Die lange Testschraube wird lediglich 40 mm tief versenkt, was im Vergleich zu anderen günstigen Akkuschraubern zwar ok ist, aber nicht mit Bosch oder Hitachi mithalten kann, die ein geringeres Drehmoment angeben.
Insgesamt überzeugt der Hychika nicht. Er nutzt zwar ein USB-Kabel zum Laden, das ist jedoch ein Adapter auf einen Hohlstecker. Eine Akku-Anzeige gibt es nicht und der qualitative Eindruck passt leider auch zum günstigen Preis.
Stahlwerk ASK-36 ST
Es war sehr knapp und fast hätte es für den Stahlwerk ASK-36 ST zu einer Empfehlung gereicht. Im Grunde macht er alles richtig und genau so stellt man sich einen kleinen Stabschrauber vor, der für den schnellen Einsatz in der Schublade liegt.
Warum ist das so? Die kleineren Stabschrauber sind selten für den schweren Einsatz in der Werkstatt gedacht und sind eher im Haushalt zu finden. Hier brauchen sie keinen richtigen Werkzeugkoffer und sollten stattdessen eine möglichst kleine Box mitbringen, in der sich auch die Ladetechnik und einiges an Bits unterbringen lassen. Das wurde von Stahlwerk perfekt gelöst.
Aber auch der Akkuschrauber kann aus technischer Sicht voll überzeugen. Es lassen sich drei Drehmomentstufen einstellen und im Betrieb oder beim Ladevorgang zeigen dieselben drei LEDs den Zustand des Akkus an. Top umgesetzt und leider verzichten zu viele Hersteller auf eine gute Akkuanzeige. Gerade, wenn der Akku nicht wechselbar ist, ist eine solche Anzeige aber wichtig.
Was nicht so ganz passt, sind die Leistungsangaben. Die versprochenen 300 U/min können wir mit gemessenen 295 U/min absolut bestätigen, die sechs Newtonmeter allerdings nicht. Unsere Testschraube 5 × 120 mm wurde nur 50 mm im Holz versenkt. Der Fanttik kam mit ebenfalls sechs Newtonmetern auf 102 mm und der Bosch Go mit fünf Newtonmetern auf 96 mm. Das passt also nicht so ganz.
Was auch nicht so ganz passt, ist die Bedienung des Stahlwerk ASK-36 ST. Die Tasten reagieren etwas zu leicht und werden mitunter schon ausgelöst, wenn man den Akkuschrauber nur in die Hand nimmt.
Als Gesamtpaket und vor allem für den günstigen Preis ist der ASK-36 ST trotzdem ein sehr schöner Stabschrauber. Nicht ganz so stark wie versprochen, aber mit einer soliden Leistung, die für einfache Arbeiten im Haushalt ausreichend ist.
Fanttik Nex S1 Pro
Alles nur Show? Nicht ganz, aber sehen wir uns als Erstes die Show an, denn der Auftritt des Fanttik Nex S1 Pro ist echt Klasse.
Der NEX S1 Pro kommt in einer coolen Aluminiumröhre mit Gummideckel. Deckel ab und einmal kurz auf das hintere Teil des Akkuschraubers gedrückt. Durch einen Rastmechanismus hebt er sich etwas und kann entnommen werden.
Ein weiterer Druck auf den Rand drumherum und auch dieser hebt sich zum Entnehmen etwas an. Am Innenteil haften acht verlängerte Bits, die sich sehr leicht aus ihrer magnetischen Halterung entnehmen lassen. Optisch und technisch wurde die gesamte Einheit perfekt umgesetzt.
Ebenso klasse ist der Auftritt der technischen Daten. Satte sechs Newtonmeter soll der Fanttik mitbringen und über vier einstellbare Drehmomentstufen verfügen. Das klingt wirklich gut und tatsächlich lassen sich die Drehmomentstufen gut nutzen. Auch unsere Testschraube von 5 x 120 mm wird sehr gute 102 mm im Holz versenkt. Ein wirklich solides Ergebnis.
Jetzt der Haken. Um mit der guten Leistung sinnvoll umgehen zu können, braucht man auch einen guten Griff, und den bietet der Fanttik Nex S1 Pro leider absolut nicht. Der Akkuschrauber ist einfach nur ein Stück Rundmaterial, das weder sicher noch ergonomisch in der Hand liegt. Hier wurde vielleicht doch etwas zu viel auf die Optik und weniger auf den praktischen Einsatz geachtet.
Wiha zai Hause DHT0001
Der kleine Wiha Zai Hause DHT0001 macht für seinen günstigen Preis einen erstaunlich guten Eindruck. Er kommt in einer kleinen stabilen Tasche, in der auch noch eine Verlängerung, das Ladekabel und acht Bits ihren Platz finden. Bei Bedarf passt sogar ein USB-Netzteil rein, das gehört aber leider nicht zur Grundausstattung.
Etwas schwergängig ist die Entnahme des Akkuschraubers und des Zubehörs, aber dann hat man wirklich das Gefühl, solide Arbeit in der Hand zu halten. Alles wirkt gut verarbeitet, das Arbeitslicht lässt sich manuell einschalten und laut Hersteller gibt es sogar zwei Drehmomentstufen.
Leider heißen die beiden Drehmomentstufen »schwach« und »schwächer«. Auf Stufe 1 wird die kleine 3 × 15 mm Schraube gerade mal zur Hälfte ins weiche Holz gedreht. Und auch Stufe 2 schafft es nicht, diese mit Kopf darin zu versenken.
Wer auf Leistung und Drehzahl verzichten kann, dem wird der kleine Wiha Zai Hause DHT0001 sicher gefallen. Zumindest ist der Akkuschrauber mit seiner sinnvollen Aufbewahrung ein schönes Gesamtpaket, das im Wohnzimmer im Schrank liegen kann und schnell einsatzbereit ist.
Black+Decker BCF603C-QW
Stab-Akkuschrauber bieten den Vorteil, dass sie durch ihre schlanke Bauform auch schlecht zugängliche Stellen erreichen. Beim Black+Decker BCF603C-QW trifft das nicht so ganz zu. Mit einem Griffmaß von 41 × 46 mm kann man nicht wirklich von schlank sprechen. Dazu ist er mit knapp 20 Zentimetern auch relativ lang.
Um trotzdem enge Zwischenräume zu erreichen, bringt er eine aufsteckbare Bitverlängerung mit. So dünn wie andere ist diese zwar auch nicht, dafür besitzt sie einen feststehenden Mantel und leitet das Arbeitslicht vom Akkuschrauber bis an die Bitaufnahme weiter.
Trotzdem mag bei der Arbeit damit keine rechte Freude aufkommen. Die wuchtige Form stört ebenso wie der umständliche Drehrichtungswechsel. Dazu muss ein Ring am Gehäuse gedreht werden und der Taster schaltet nur noch an/aus. Dabei irritiert seine längliche Form. Schnell drückt man auf das hintere Ende, um vermeintlich die Drehrichtung zu wechseln, so funktioniert es jedoch nicht. Erst den Ring drehen und dann den Taster vorn oder hinten betätigen.
In puncto Leistung kann man mit dem Black+Decker BCF603C-QW recht zufrieden sein. Die Drehzahl ist mit gemessenen 176 U/min zwar sehr langsam, dafür wird die Testschraube 5 × 120 mm immerhin zur Hälfte versenkt. Bei der Größe des Akkuschraubers hätte man zwar mehr erwartet, aber es reicht.
Neo Tools Akku-Schraubendreher
Der erste Eindruck des Neo Tools Akku-Schrauberndrehers ist richtig gut. Er kommt in einem kleinen Kunststoffkoffer mit einem reichhaltigen Angebot an Bits. Mit etwas Glück lässt sich darin sogar noch ein passendes USB-Netzteil verstauen, welches beim Kauf nicht beiliegt.
Auch in der Hand macht der kleine Akkuschrauber eine gute Figur. Er wirkt zwar wie eine Birne und damit etwas komisch, liegt aber ausgesprochen gut in der Hand. Selbst bei einem hohen Drehmoment sollte man einen guten Griff haben. Passend dazu die Bitaufnahme mit Sicherung, die allerdings nur bei Langbits oder Bit-Verlängerung funktioniert.
Dann kommen leider die unschönen Punkte, wie der Micro-USB-Anschluss beim Laden und eine LED, die lediglich beim Ladevorgang aktiv wird. Zum aktuellen Zustand des Akkus zeigt sie leider nichts an. Und bei dem kleinen 800-Milliamperestunden-Akku wäre gerade das so wichtig.
Etwas fragwürdig sind die vielen beigelegten Bits. Da gibt es beispielsweise Torx T40 oder den 6 mm Innensechskant – damit kann man schon ordentlich Schrauben anziehen. Nur reicht der kleinen 3 × 15 mm Holzschraube bereits ein PZ1 und nicht mal die kleine Schraube wird im Holz versenkt. All das gute Drumherum bringt nichts, wenn selbst der Hersteller nur 0,4 Newtonmeter an Drehmoment angibt.
Parkside PASD 4 B2
Beim Parkside PASD 4 B2 sind wir uns nicht ganz sicher, an wen sich das Werkzeug richtet. Sollte es für Elektriker gedacht sein? Hier kann es sicher von Vorteil sein, wenn die Bits komplett in Kunststoff gefasst sind und Schutz vor bis zu 1.000-Volt-bieten. Dazu passt auch ihre sehr lange und schlanke Form, die in jede Ecke kommt.
Aber auch wenn sich das Material hochwertig anfühlt und die gummierten Flächen einen guten Griff bieten, passt der Parkside nicht so wirklich in den professionellen Bereich. Dazu fehlt ihm der letzte Schliff bei der Verarbeitung und vor allem etwas Leistung. Bereits bei den kleinsten Schrauben (3 × 15 mm) reicht die nicht einmal aus, um den Kopf im Holz zu versenken.
Dazu gibt es ein absolutes No-Go: Der Parkside-Akkuschrauber kann nur mit seinen speziellen Bits oder besser Bit-Einsätzen genutzt werden. Geht die gewünschte Größe kaputt, wird ein neuer Akkuschrauber nötig, denn Lidl selbst bietet keinen Ersatz an. Damit können wir den Parkside PASD 4 B2 nicht empfehlen.
Proxxon ASD
Proxxon ist ein Name für hochwertiges Werkzeug, das wurde auch schon oft unter Beweis gestellt. Es mag sein, dass der Proxxon ASD ein Akkuschrauber für die Ewigkeit ist, sein erstes Auftreten liegt aber deutlich hinter dem Stand anderer Modelle.
Das beginnt bereits bei der Verpackung – eine Klarsichthülle mit Pappeinlage. Dauerhaft möchte man diese sicher nicht nutzen, aber wohin dann mit dem Ladekabel und der Bithalterung?
Der zweite Punkt ist der Qualitätscheck. Das Material fühlt sich zwar hochwertig an, aber ebenso fühlt man die grätigen Körperkanten, die nicht sauber aufeinanderliegen. Optisch und auch gefühlt kein Unterschied zu Parkside. Nur zählt sich Parkside nicht zu den Profi-Werkzeugen.
Und es gibt weitere Punkte, in denen sie sich sehr ähnlich sind. Da wäre die sehr schwache Leistung, die nicht mal eine kleine Schraube von 3 × 15 mm bündig mit Kopf im Holz versenkt oder die fehlende Anzeige zur Akkuladung. Beim Ladevorgang schneidet der Parkside sogar besser ab, denn der bringt wenigstens schon einen USB-C-Anschluss mit.
Parkside PAS 5 D5
Es fehlt noch das erste kleine Geschenk für den angehenden kleinen Heimwerker? Dann, aber auch nur dann, könnte der Parkside PAS 5 D5 das richtige Geschenk sein.
In einem kleinen und praktischen Werkzeugkoffer kommt der knuffige Akkuschrauber und bringt reichlich Zubehör mit. Das beschränkt sich nicht nur auf 28 Bits, die fein säuberlich sortiert in ihrer Halterung sitzen. Obendrein hat sich Parkside vom Ixo etwas abgeguckt und liefert ebenso wechselbare Aufsätze an.
Preislich liegen wir hier weit weg vom Bosch Ixo und der gesamte Koffer mit Akkuschrauber und vier verschiedenen Köpfen ist günstiger als ein Ixo ohne irgendwelche Aufsätze oder irgendwelches Zubehör. Nur irgendwo muss der Preis dann auch bleiben.
Der Preisunterschied zeigt sich ganz deutlich im Zubehör beziehungsweise den einzelnen Aufsätzen. Der Winkelkopf dreht extrem schwer, während die kleinen Getriebe in den anderen Aufsätzen extrem rasseln und klappern. Da kann man froh sein, dass der PAS 5 D6 unter 200 U/min bleibt. Mehr würden die Aufsätze wahrscheinlich nicht vertragen.
Der Schrauber selbst macht äußerlich einen soliden Eindruck und besitzt zum Aufladen einen USB-C-Anschluss. Wie lange der Ladevorgang dauert, hängt vom eigenen USB-Netzteil ab. Das hätte nämlich nicht mehr in den Koffer gepasst und wurde daher auch nicht mitgeliefert.
In puncto Leistung ist der Parkside PAS 5 D5 eher mäßig aufgestellt. Die versprochene Drehzahl ist mit 200 U/min nicht überwältigend und wird selbst mit einem frisch geladenen Akku knapp verfehlt. Nach kurzer Benutzung dürfte sie weiter fallen.
Auch die Kraftreserven sind nicht sonderlich hoch angesiedelt. Parkside verspricht zwar ein maximales Drehmoment von unglaublichen zehn Newtonmetern, aber der Wert wurde offensichtlich erwürfelt. Bosch gibt beim IXO mit 4,5 Newtonmetern weniger als die Hälfte an und trotzdem versenkt er unsere Testschrauben doppelt so tief wie der Parkside. Da können die Angaben von Parkside nicht stimmen.
Black+Decker BCF611CK
Die kleinen 3,6-V-Akkuschrauber sind selten in der Werkstatt und eher im Haushalt in irgendeinem Schubfach zu finden. Kleine Schraubarbeiten lassen sich so schnell mal erledigen. Da ist es natürlich praktisch, wenn sie ein kleines Köfferchen mit passendem Zubehör mitbringen. Das muss auch kein stapelbarer Werkzeugkoffer sein.
Aus der Sicht wurde beim Black+Decker BCF611CK alles richtig gemacht. Der orangene, abgerundete Koffer öffnet sich zwar ziemlich schwer, ist im Schrank aber nicht zu übersehen und nimmt Akkuschrauber, Bits und Netzteil auf. Es könnten zwar gern ein paar Bits mehr sein, aber man kann auch selbst die Schlitz-Bits gegen Torx-Bits austauschen.
Der erste Eindruck vom BCF611CK könnte für manche billig wirken, was aber eher am Gewicht liegt. Solide Technik muss halt schwer sein. Schaut man aber genauer hin, ist die Verarbeitung ziemlich gut und nur die Drehrichtungsschaltung oberhalb sehr gewöhnungsbedürftig.
Bei der Leistung zeigt sich deutlich, dass die Kraft mit der Drehzahl in Abhängigkeit steht. Wer mehr Kraft möchte, muss auf Drehzahl verzichten und umgedreht. Mit 170 U/min gehört der Black+Decker wahrscheinlich zu den langsamsten Akkuschraubern in dieser Klasse. Dafür macht er aber gut Druck und hätte es fast geschafft, unsere Testschraube 5 x 120 mm komplett im Holz zu versenken.
Es gibt zwar noch deutlich kräftigere Akkuschrauber in dieser Größe, die trotzdem noch mehr Drehzahl mitbringen, aber die sind dann auch nicht so günstig wie der Black+Decker BCF611CK. Ein echtes Highlight ist er damit nicht, für seinen günstigen Preis geht er aber absolut in Ordnung.
Hoto QWLSD001
Mehr Schein als Sein! Besser lässt sich der Hoto QWLSD001 wohl kaum beschreiben. Wobei er keinesfalls untauglich ist. Vielmehr ist er einzigartig und sieht wirklich cool aus. Es ist schon edel, wenn man die runde Box aus Aluminium öffnet und darin ein ebenso runder Stabschrauber im selben Design zum Vorschein kommt, während in der Box noch zwölf Lang-Bits stecken.
Statt eines großen Tasters am Akkuschrauber und einem verschiebbaren Knopf für die Drehrichtung gibt es zwei kleine Taster, die unter einer farblich passenden Gummiabdeckung sitzen. Die LED-Beleuchtung ist integriert und steckt hinter einer milchigen Abdeckung, und wird der vordere Bereich verdreht, gibt es sogar eine dreistufige Drehmomenteinstellung. Das ist schon alles top.
Nur haben Akkuschrauber eben nicht grundlos ihre typische Form. Sie müssen sich gut halten lassen und der abgewinkelte Griff erleichtert es, der Drehkraft entgegenzuwirken. Das funktioniert bei einem glatten und runden Stabschrauber nicht. Der bietet auch mit seiner dünn gummierten Oberfläche kaum Halt und liegt vor allem nicht gut in der Hand.
Viel Halt benötigt man allerdings auch nicht und mit gerade mal angegebenen vier Newtonmeter stapelt der Hersteller wirklich nicht tief. Wahrscheinlich sind es sogar noch weniger. Wie bei der Drehzahl, bei der Hoto 220 U/min verspricht, die im Test aber gerade mal die 210 U/min erreicht. Der Hoto QWLSD001 ist eben eher etwas fürs Auge als für die arbeitende Hand.
Black+Decker CS3652LC
Black+Decker hat so einige kleine 3,6-V-Akkuschrauber im Programm und in der aktuellen Testrunde haben wir sogar drei davon. Einer ist der Black+Decker CS3652LC, der ein Drehgelenk besitzt und sich somit als Stabschrauber oder mit Pistolengriff verwenden lässt. Ob man das braucht und/oder als nützlich erachtet, muss jeder für sich entscheiden.
Grundlegend ist der CS3653LC erst einmal interessant (anatomisch) geformt und liegt wirklich perfekt in der Hand. Sogar für Rechts und für Linkshänder. Das passt jedoch nur, wenn er als Pistolenschrauber verwendet wird. Als Stabschrauber geht die Passform verloren, da er dann am hinteren Teil gehalten wird.
Was beim Drehgelenk etwas stört, ist das deutliche Spiel. Selbst verriegelt lässt sich das Griffstück etwas hin und her drehen. Beim Schrauben erzeugt das ein komisches Gefühl in der Hand und man hat ständig Angst, da wäre bereits etwas gebrochen.
Dass der Black+Decker CS3652LC in einer Pappschachtel ist, ist nicht sonderlich komfortabel, aber auch nicht schlimm. Meist liegen diese kleinen Schrauber ohnehin im Schrank, und der Karton ist nicht zu groß. Allerdings ist er groß genug und man hätte ruhig ein paar mehr Bits beilegen können. Fünf Stück sind schon etwas wenig.
Leistungstechnisch darf man nicht zu viel erwarten. Unter geringer Belastung zieht er noch gut durch und verliert nur minimal an Drehzahl. Kommt etwas Last dazu, tourt er aber sehr schnell ab und quält Schrauben mehr oder weniger nur noch rein. Unsere Testschraube mit 4 × 40 mm konnte aber immerhin versenkt werden.
Goobay 71880
Kann man machen, sollte man aber nicht. Zumindest nicht, wenn der Akkuschrauber weiter als nur auf den ersten Blick überzeugen soll. Aber fangen wir mit dem berüchtigten »ersten Blick« an. Der zeigt einen Knickschrauber mit dreistufiger Akku-Anzeige und sieben Drehmomentstufen zu einem unschlagbar günstigen Preis. Kann man da etwas falsch machen?
Ja, das kann man. Verpackt ist der Goobay 71880 in einer Pappschachtel, in der alles Lose liegt. Als Zubehör gibt es drei Bits und zwei dünne Bohrer, die bei der geringen Drehzahl keinen Sinn machen.
Während fast alle auf einen USB-C- oder wenigstens Micro-USB-Ladeanschluss setzen, gibt es hier einen Hohlstecker. Das Netzteil einfach mal zu wechseln funktioniert also nicht, und man muss mit einer Ladezeit von etwa fünf Stunden leben. So wie auch mit einer deutlich klappernden Bitaufnahme.
Was wirklich gut gefällt, ist die Drehmomenteinstellung. Die ist so fein, dass auf Stufe 1 nicht einmal die Testschraube 3 × 15 mm richtig versenkt wird. Auf Stufe 3 ist sie dann bündig und Stufe 5 versenkt sie etwas tiefer.
Mehr Stufen bräuchte es wirklich nicht, denn viel mehr Kraft kommt dann nicht mehr. Unsere Testschraube 4 × 40 mm wurde gerade mal zur Hälfte versenkt, dann war schon Schluss. Die 6er-Schraube wurde nur 8 mm ins Holz getrieben. Das ist einfach viel zu wenig.
Black+Decker Reviva REVSD4C
Die Idee war gut! Leider haperte es an der Umsetzung. Das Gehäuse des Black+Decker Reviva REVSD4C wurde zu 50 Prozent aus recyceltem Einwegplastik hergestellt, was einen dicken Pluspunkt verdient. Aber gibt es recycelten Kunststoff nur in glatt? Die rutschige Oberfläche eignet sich wirklich nicht für Werkzeug, und der Reviva ist kaum sicher zu halten.
Und wenn man bei der Produktion auf die Umwelt achtet, warum muss die Verpackung so groß sein, dass sogar drei Akkuschrauber reinpassen würden? Und den Karton zusätzlich auch noch in eine dekorative Pappe stecken? Am Ende muss alles entsorgt werden, weil es im Schrank zu viel Platz wegnimmt und es keinen Sinn ergibt, den Schrauber darin zu lagern.
Ziemlich irreführend ist auch das Versprechen »Geringere Ausfallzeiten zwischen den Aufgaben dank des 2A-Micro-USB-Ladeanschlusses«. Es wird zwar darauf hingewiesen, dass kein Netzteil beiliegt, aber Fußnoten werden gern überlesen. Letztlich hängt die Ladezeit vom eigenen Netzteil ab, und wie lang diese dann ist, bleibt offen.
Es fällt wirklich schwer und gern würden wir den guten Ansatz des Umweltschutzes besser bewerten, aber auch in puncto Leistung fällt der Black+Decker Reviva REVSD4C durch. 5,5 Newtonmeter sollen es laut Hersteller sein – wie beim Black+Decker BCF611CK. Nur dreht der alle Testschrauben doppelt so tief ins Holz. Das passt irgendwie nicht.
Xiaomi DZN4019TW
Wenn es darum ginge, einen Designerpreis zu gewinnen, hätte der Xiaomi DZN4019TW sicher gute Chancen, denn er sieht verdammt gut aus und bringt eine interessante Bauweise mit. Griff- und Motorteil sind jeweils aus einem Rohr gefertigt und besitzen daher weder Schrauben noch irgendwelche Kanten.
Auch die Bedienung fällt ein wenig anders als üblich aus. Zwar gibt es den typischen Pistolengriff (ohne Drehzahlregulierung), jedoch erfolgt die Drehrichtungsumschaltung an der Rückseite des Motors. Die gesamte geriffelte Fläche kann nach links oder rechts zur Einstellung der Drehrichtung verdreht werden.
Das erschafft zwar ein auffälliges, cooles und sehr interessantes Design, ist aber nicht wirklich praktisch. Die runde Form des Griffs ohne jeden Absatz oder irgendwelcher Gummierung bietet wenig Halt und liegt alles andere als sicher in der Hand.
Auch die Drehrichtungsumschaltung ist nicht ganz so einfach und benötigt immer eine zweite Hand. Der typische Schiebeschalter am Griff sieht zwar nicht so toll aus, ist aber schneller, einfacher und sicherer bedienbar.
In puncto Leistung muss sich der Xiaomi DZN4019TW nicht verstecken. Es gibt zwar kräftigere kleine Akkuschrauber, aber der Xiaomi ist schon sehr schlank, hat trotzdem einen 2-Amperestunden-Akku verbaut und bringt für seine Größe erstaunlich viel Kraft mit.
Wiha zai Hause D810401
Mehr Schein als sein, und das ist wirklich schade: Der Trend geht immer mehr zum dezenten Werkzeug über, und der Wiha Zai Hause D810401 setzt dem absolut die Krone auf. Bis auf den »Gasgriff« sind auf den ersten Blick keine Bedienelemente zu sehen, und die gesamte Oberfläche ist aalglatt.
Das sieht zwar absolut edel aus, bringt aber nicht unerhebliche Nachteile mit sich. Die glatte Oberfläche fühlt sich gut an, sorgt aber kaum für einen sicheren Griff. Eher das Gegenteil ist der Fall.
Dazu gibt es eine sehr ungewöhnliche Drehrichtungsumschaltung. Hierfür sind rückseitig zwei Tasten zuständig, die nicht nur die Drehrichtung umschalten, sondern ebenso eine elektronische Drehmomentbegrenzung in drei Stufen ermöglichen, wenn auch nur im Rechtslauf.
Wirklich benötigt wird die Begrenzung allerdings nicht. Zum einen gibt es nur zwei Abstufungen und die volle Leistung. Da ist es eher Zufall, dass die Begrenzung wirklich passt. Dazu ist wenig Kraft vorhanden und eine ziemlich langsame Drehzahl, die schon unter minimaler Belastung weiter abnimmt.
In »Zahlen« ausgedrückt, dreht die kleinste Stufe eine Schraube mit 3 × 15 mm gerade mal zu Hälfte in Weichholz, und auch die zweite bekommt den Kopf nicht bündig versenkt. Bereits solch kleine Schrauben benötigen also die volle Leistung, wodurch eine weitere Unterteilung kaum Sinn ergibt.
Rein optisch und technisch macht der Wiha Zai Hause D810401 wirklich was her, und auch der im Griffteil integrierte Bithalter gefällt uns gut. Wirklich praktisch ist der Akkuschrauber aber nicht. Ihm fehlen Drehzahl und Leistung, und der Drehrichtungswechsel ist umständlich.
Worx WX240
Der Worx WX240 bietet als Stabschrauber ein echt gutes Gesamtpaket. Er ist für den Wohnraum in einer praktischen Kunststoffbox untergebracht und in dieser stecken auch reichlich Bits, die den täglichen Bedarf abdecken sollten. Es ist zwar schwer nachzuvollziehen, warum ein extra PH2-Bit beiliegt, da diese Größe hauptsächlich bei Trockenbauschrauben Anwendung findet, aber okay, schaden kann es wohl nicht.
Auch die Ladevariante mittels USB-C-Anschluss ist sinnvoll gewählt, da heute fast jeder eine entsprechende Lademöglichkeit besitzt. Dennoch ist es schade, dass das benötigte Netzteil nicht beiliegt. Ebenso schade ist, dass ein Netzteil von nur 1.000 mA empfohlen wird. Aber selbst damit wird die Ladeleistung nicht voll ausgenutzt und es dauert bis zu fünf Stunden, ehe der Akku vollständig geladen ist.
Mit einer angegebenen Drehzahl von 300 Umdrehungen pro Minute (290 min-1 gemessen) ist der Worx echt flott unterwegs und erreicht aus dem Schwung der Drehzahl auch etwas Power. Allerdings bietet er keinen guten Gripp und schnell dreht er sich in der Hand, ehe die Drehmomentbegrenzung anschlägt. Achtet man aber darauf, funktionieren die drei Drehmomentstufen tatsächlich. Ob sie allerdings wirklich Sinn machen, ist fraglich. Drei Drehmomentstufen sind einfach zu grob und man reagiert selbst schneller, wenn man den Schrauber bei gewünschter Einschraubtiefe in der Hand durchdrehen lässt.
Bei der Leistung kann der Worx WX240 bedingt überzeugen. Klar holt er einiges an Kraft aus dem Schwung der Drehzahl und erreicht im harten Schraubfall damit vielleicht auch die angegebenen fünf Newtonmeter, beim Schrauben in Holz tourt er aber eben auch schnell ab und ist schwächer als andere Akkuschrauber mit einer geringeren Drehmomentangabe. Vielleicht ist die Übersetzung zu Gunsten der Drehzahl doch nicht so gut gewählt.
Insgesamt bleibt der Worx dennoch ein super Stabschrauber. Die Qualität stimmt absolut und Verpackung sowie Zubehör wurden perfekt gewählt. Mit einem besseren Grip könnte vielleicht auch die Drehzahl besser in Kraft umgesetzt werden.
Hychika SD-4C
Der Hychika SD-4C ist dem Hanmatek sehr ähnlich, bietet dafür aber reichlich Zubehör. Neben einer integrierten Taschenlampe gibt es einige Bits, einen Bohrer mit Sechskantschaft und eine kleine Ratsche. Beim genaueren Hinsehen wird aber schnell klar, dass man von der Ratsche nicht zu viel erwarten sollte. Auch die Beigabe des Bohrers ist fraglich. Natürlich bekommt man auch mit 180 Umdrehungen einen Bohrer ins Holz, aber mit Bohren hat das wenig zu tun.
Wirklich enttäuschend war allerdings die Schraubleistung beziehungsweise das maximale Drehmoment im Verhältnis zur Angabe des Herstellers. Angegeben werden sechs Newtonmeter, was für einen 3,6-Volt-Schrauber schon ordentlich wäre. Der Praxistest zeigte jedoch etwas anderes: Hier wurden nur vergleichbare Werte eines Akkuschraubers mit 4,5 Newtonmeter erreicht. Wie Hychika auf sechs Newtonmeter kommt, ist nicht nachvollziehbar.
Bosch PushDrive
Der PushDrive von Bosch weist mit einem maximalen Drehmoment von fünf Newtonmetern, einer Drehzahl von 360 Umdrehungen pro Minute und einer Ladezeit von 1,5 Stunden recht gute Werte auf. Dazu ist er sehr handlich, besitzt eine elektronische Drehmomentbegrenzung, bietet genügend Zubehör, und auch der dazugehörige Koffer gefällt uns sehr gut. Bis zu diesem Punkt hinterlässt er einen echt tollen Eindruck.
Doch dann kommt der praktische Test – und die namensgebende PushDrive-Funktion ist nicht wirklich gut umgesetzt. Drückt man den Bit auf die Schraube, dreht der Schrauber entsprechend der Voreinstellung links oder rechtsherum. Nimmt man den Druck weg, hält er an. Ganz so toll ist das dann aber doch nicht. Das beginnt bereits beim Starten, da es hier eine deutliche Verzögerung gibt. Beim Ansetzen der Schraube stört das nicht, wurde sie aber nicht korrekt versenkt, ist es durch die Verzögerung und die nicht regulierbaren sowie recht hohen Drehzahl kaum möglich, die Schraube noch etwas dosiert nachzudrehen. Der PushDrive dreht nach kurzer Pause voll auf und man kann nur reagieren, indem man ihn los- und in der Hand drehen lässt. Wirklich praktisch ist das leider nicht.
Makita DF001DW
Der Stabschrauber DF001DW von Makita wird in einer Transportbox geliefert. Wie von Makita bekannt, ist die Verarbeitung des Akkuschraubers gut. Der Hersteller liefert zudem eine große Anzahl verschiedener Bits mit: Insgesamt umfasst die Sammlung 80 Bits sowie einen magnetischen Bithalter. Das finden wir auf jeden Fall super.
Der Stabschrauber selbst lässt sich bis 70 Grad knicken, so kann man auch an schwer zu erreichenden Stellen schrauben. Insgesamt ist der Schrauber sehr einfach aufgebaut: Es gibt einen Schalter für Rechts- und Linkslauf sowie eine LED-Lampe, die mit einem externen Knopf zugeschaltet werden kann. Die Lampe ist nicht allzu stark, für die Arbeiten, für die dieser Stabschrauber vorgesehen ist, ist sie aber ausreichend.
Der Makita-Schrauber hat eine fest eingestellte Drehzahl von 220 Umdrehungen pro Minute. Das Ladegerät lädt mit 5 Volt und 1 Ampere und hat einen Mini-USB-Anschluss. Das hat den Vorteil, dass man auch ein Standard-USB-Kabel für das Ladegerät nutzen kann, wenn das originale Kabel verschwunden oder defekt ist. Der fest eingebaute Akku hat eine Kapazität von 1,5 Amperestunden.
Alles in allem macht der Makita DF001DW einen sehr soliden und vernünftigen Eindruck. Die Verarbeitung ist gewohnt ordentlich. Der Einhell ist aber noch um ein paar Euro günstiger und hat eine Drehmomentbegrenzung.
Einhell TE-SD 3,6/1 Li
Der Preis ist heiß, keine Frage. Allerdings ist der Preis auch deutlich spürbar und der Einhell TE-SD 3,6/1 Li hat für 28 Euro nicht wirklich viel zu bieten.
Eine Blechdose als Verpackung ist absolut okay, schließlich landen solch kleine 3,6-Volt-Schrauber selten in der Werkstatt und bleiben eher im Wohnraum im Schrank. Passend dazu gibt es auch gleich ein paar Bits, die zumindest den Standard-Bedarf abdecken. Qualitativ merkt man aber auch ihnen den günstigen Preis an.
Geladen wird der kleine Einhell mit dem beigelegten USB-Ladekabel, das allerdings etwas schwach auf der Brust ist. Mit etwas mehr Leistung ließe sich eventuell die Ladezeit von 3,5 Stunden noch etwas kürzen.
Bei der angegebenen Leistung von 4,5 Newtonmeter übertreibt der Hersteller vielleicht etwas und die Testschraube mit den Abmessungen 6 x 80 mm wird gerade mal 30 mm versenkt. Das kann der Bosch Ixo mit gleicher Leistungsangabe einfach besser. Der Ixo kostet allerdings auch deutlich mehr und betrachtet man das Preis-Leistungs-Verhältnis, macht man mit dem Einhell TE-SD 3,6/1 Li nicht wirklich einen Fehler. Er ist nicht der Stärkste und in vielen Details ist der sehr günstige Preis spürbar, aber dafür ist er eben günstig und macht seinen Job.
Bosch Ixo 5. Generation
Der Bosch Ixo, hier in der fünften Generation, wird in einer hübsch designten Plastikschachtel geliefert. Im Lieferumfang enthalten sind zehn Standard-Bits sowie das Ladegerät und der Schrauber selbst.
Das Ladegerät hat eine Ausgangsspannung von 5 Volt und lädt mit 500 Milliampere. Das Kabel ist fest verbaut und nutzt als Ladestecker einen Micro-USB-Anschluss.
Der Schrauber selbst ist gut verarbeitet und hat eine interessante Schalterergonomie. Es gibt einen Umschalter, um von Rechts- auf Linkslauf zu schalten. In der Mittelstellung wird der Schalter außer Betrieb genommen. Die Drehzahl ist mit 215 Umdrehungen pro Minute fest vorgegeben. Beim Betätigen des Schalters leuchtet die eingebaute Arbeitsleuchte bereits bei leichtem Druck auf, sodass man den Arbeitsbereich schon ausleuchten kann, bevor man die Schraube eindreht. Ein Nachleuchten ist diesen Fall nicht vorgesehen.
Anders als bei den Stabschraubern, lässt sich der Griff hier nicht gerade umlegen. Auch eine Drehmomentbegrenzung gibt es hier nicht. Mit dem Einhell bekommt man mehr und zahlt weniger.
Bosch PSR Select
Der Bosch PSR Select ist Geschmackssache. Er schlägt sich mit seinen Funktionen ganz gut und landet mit einem Drehmoment von vier Newtonmeter sowie 210 Umdrehungen pro Minute im Mittelfeld der getesteten Akkuschrauber. Bemängeln könnte man die fehlende Drehzahlregulierung oder die sehr lange Ladezeit von vier Stunden.
Gegen einen »kleinen 3,6er« spricht allerdings die Revolverfunktion, mit der man stets einige Bits griffbereit hat, die garantiert nicht verloren gehen. Diese benötigt natürlich ihren Platz und bringt auch Gewicht mit. So ist der PSR Select beispielsweise 200 Gramm schwerer (bei 537 Gramm Gesamtgewicht) als der Ixo, bringt aber dennoch nur identische Werte bei der Schraubleistung oder Drehzahl mit. Auf eine dreistufige Akku-Anzeige und die Drehzahlregulierung muss man sogar verzichten und dafür etwas mehr bezahlen.
Hier muss der Nutzer für sich entscheiden, was ihm wichtiger ist. Wer die Revolverfunktion mag, macht mit dem PSR Select nichts falsch – sie funktioniert echt super. Man muss sich aber damit abfinden, dass der Schrauber dafür an Handlichkeit und Funktion einbüßt.
Worx WX255
Der Worx WX255 ist ein Auf und Ab der Gefühle. Die Bittrommel kann schon echt praktisch sein und die automatische Schraubenhalterung ist absolut genial. Aber macht das alles wirklich Sinn an einem kleinen 3,6-Volt-Schrauber? Geht es hierbei nicht darum, dass er klein und handlich ist? Der WX255 ist es dadurch nicht mehr und schon recht unhandlich.
Unhandlich ist leider auch die Unterbringung, denn die ist eher für den Verkauf als für die praktische Lagerung gedacht. Einmal ausgepackt ist es ein Krampf den WX255 darin wieder zu verstauen. Sie kann also entsorgt werden.
Der integrierte Revolver bietet Platz für bis zu fünf Bits und ist auswechselbar. Ein Zweiter, den man alternativ bestücken könnte, liegt allerdings nicht bei.
Leistungstechnisch ist der Worx WX255 etwas schwach auf der Brust. Die 230 Umdrehungen pro Minute klingen zwar ganz gut, werden im Test aber nicht erreicht. Das Messgerät zeigt gerade mal 195 Umdrehungen an. Die angegebenen drei Newtonmeter sind dagegen nachvollziehbar und die Testschraube 4,5 x 45 mm wird gerade so bis zum Kopf versenkt.
Letztendlich ist der WX255 mit seiner Bittrommel und der Schraubenhalterung schon cool, aber eben eher etwas fürs Auge. So richtig praktisch ist das alles an einem kleinen Akkuschrauber eher nicht.
Black+Decker CS3652LC
Der Black+Decker CS3652LC wird ebenfalls in einem Pappkarton geliefert. Im Lieferumfang enthalten ist der Akkuschrauber mit integriertem 1,5-Amperestunden-Akku, ein Winkelaufsatz sowie ein Netzstecker mit einer zweipoligen Ladebuchse.
Der Black+Decker-Schrauber wirkt leider nicht sehr gut verarbeitet. Alle Griffflächen sind gummiert, allerdings ist der Umschalter zwischen den Drehrichtungen sehr hakelig und schwierig zu betätigen. Um den Winkelaufsatz anzubringen, muss eine Gummimanschette abgezogen werden – und das geht recht schwer. Weiterhin ist das Aufstecken des mitgelieferten Winkelaufsatzes eher hakelig und kompliziert. Hat man den Aufsatz dann aber montiert, lässt er sich recht leicht in eine Richtung verstellen.
Oben auf dem Gehäuse ist eine Nut vorgesehen, in die ein Bit eingelegt werden kann. Ein eingelassener Magnet verhindert, dass der Bit herunterfällt. Auch eine Arbeitsleuchte wurde dem CS3652LC spendiert, die sogar sehr hell ist.
Das Ladegerät hat eine Ausgangsspannung von 9 Volt und lädt mit einem Ladestrom von 0,1 Ampere, was sehr wenig ist. Eine vollständige Ladung dauert etwa 15 Stunden – das ist eindeutig viel zu lange.
So haben wir getestet
Kleine Akkuschrauber mit einem 3,6-Volt-Akku bringen nicht so viel Leistung mit wie etwa die größeren 18-V-Geräte. Vielmehr steht hier das Handling im Vordergrund. Viele liegen im Wohnzimmer in einer Schublade oder bestenfalls in einer eigenen Verpackung, die ebenso die Lademöglichkeit und eine Auswahl an Bits enthält.
Es muss aber nicht immer ein Werkzeugkoffer sein. Ein gut dimensionierter Karton mit Bithalter erfüllt im Schrank ebenso seinen Zweck. Wichtig ist es jedoch, dass sich der Akkuschrauber leicht entnehmen lässt und die Einzelteile nicht einfach herausfallen.
Eine geordnete Verstauungsmöglichkeit bringt den ersten Pluspunkt bei der Bewertung, die gesamte Bewertung des besten Akkuschraubers setzt sich noch aus weiteren Punkten zusammen.
Haptik, Gewicht, Bedienung und technische Daten
Die ersten Bonus- und Kritikpunkte werden schon vor der Benutzung gesammelt. Wir prüfen die technischen Daten, vergleichen die angegebenen Leistungen, die Ausstattung und das Ladeverhalten des Akkuschraubers. Dazu kommt die Beurteilung des Gewichts, der Gewichtsverteilung und wie sich Taster und Schalter bedienen lassen. Hierbei wird bereits deutlich, ob man länger mit einem Akkuschrauber arbeiten möchte oder lieber nicht.
Praktischer Test: Schrauben
Als Nächstes folgt der praktische Test, in dem wir das Futter auf Gripp testen, die angegebenen Drehzahlen nachprüfen und anhand unterschiedlicher Schrauben die Leistungsgrenze ermitteln. Zum Einsatz kommen Schrauben in vielen verschiedenen Größen, von 3 x 15 mm über 3 x 40 mm, 4 x 50 mm, 5 × 80 mm, bis zu 5 x 120 mm oder 6 x 200 mm
Sicher bewegen wir uns hierbei am Leistungslimit und einige Akkuschrauber drehen die große Schraube lediglich 20 mm tief ins Holz, es gibt aber auch echte Kraftpakete, die diese komplett versenken.

Anschließend wird mit einem digitalen Drehmomentmesser geprüft, wie viel Kraft aufgebracht wurde, um die Schraube in das Holz zu drehen. Da Holz keine homogene Masse ist, lässt sich die Schraube mal etwas schwerer und mal etwas einfacher hineindrehen. Der Drehmomentmesser gibt daher weiteren Aufschluss zur aufgebrachten Kraft. Bewertet wird ein Mix aus beidem.
Die wichtigsten Fragen
Welcher ist der beste Akkuschrauber?
Konkret lässt sich das nicht sagen, da viele Akkuschrauber ihre Vorzüge und Eigenheiten haben. Wir haben Wert auf eine handliche Form, flexible Nutzung und ausreichend Kraft gelegt. Der beste Akkuschrauber ist für uns daher der Bosch Ixo in der 6. Generation, der nicht grundlos einen echten Kultstatus erreicht hat.
Wie viel Volt sollte ein Akkuschrauber haben?
Das hängt ganz klar von der späteren Nutzung ab. Wer nur hin und wieder Möbel aufbaut, dem reicht ein kleiner 3,6 V Akkuschrauber absolut aus. Daher sind in unserem Test auch vorrangig die kleinen Haushaltsschrauber zu finden. Größere Akkuschrauber mit 12 oder 20 Volt sind eher im professionellen Bereich zu finden. Hier macht es Sinn, für jede Arbeit das passende gerät zu nutzen. Private Anwender nutzen für schwerere Schraubarbeiten eher Kombigeräte zum Bohren und Schrauben oder einen kleinen Schlagrauber
Warum gibt es bei Akkuschraubern 3,6/4 Volt, 10,8/12 Volt oder 18/20 Volt?
Fast alle Akkuschrauber nutzen inzwischen Lithium-Ionen-Akkus. Diese haben eine kleine Besonderheit. Eine frisch geladene Zelle erreicht eine Spannung von rund 4 Volt (Ladeschlussspannung). Nach kurzer Nutzungsdauer sinkt die Spannung dann auf 3,6 Volt (Nennspannung) und hält diesen Wert für einen längeren Zeitraum. Bisher wurde stets mit der Nennspannung von 3,6 Volt gerechnet, wodurch mit einer oder mehreren Zellen Akkus mit 3,6 V, 7,2 V, 10,8 V oder 18 V entstehen. Einige Unternehmen (hauptsächlich in den USA) geben aber schon länger die Ladeschlussspannung an und kommen somit auf 4 V, 8 V, 12 V und 20 V. Da es im Handel immer weniger Grenzen gibt und die Hersteller je nach Exportland keine unterschiedlichen Akku-Bezeichnungen nutzen wollen, bürgert es sich immer mehr ein, nur noch die Ladeschlussspannung anzugeben. Ein 18-Volt-Akkuschrauber ist also identisch zum 20 V Schrauber.
Was sagt die Leistung in Nm bei einem Akkusschrauber aus?
Die Abkürzung Nm steht für Newtonmeter und gibt die Kraft (Drehmoment) des Akkuschraubers an. Weiter muss man sich gar nicht in die Physikalische Einheit einarbeiten. Die Angabe des Drehmoments reicht für den Anwender als Vergleich verschiedener Akkuschrauber aus. Akkuschrauber mit einer höheren Angabe sind stärker. Unterscheiden muss man jedoch zwischen dem harten und weichen Schraubfall. Meist werden beide Werte angegeben. Der harte Schraubfall ist meist im Metallbau zu finden, wenn sich die Schraube ins Material dreht und schlagartig (hart) mit dem Kopf auf den Untergrund schlägt. Eine hohe Drehzahl lässt den Schraubenkopf mit mehr Wucht aufschlagen, was das Drehmoment nochmal erhöht. Bei einem weichen Schraubfall dreht sich die Schraube in ein weicheres Material wie Holz und das Drehmoment steigt langsam aber stetig an. Das bremst auch die Drehzahl, bis der Schrauber irgendwann überlastet ist und stehen bleibt. Die wahre Kraft des Akkuschraubers zeigt sich also im weichen Schraubfall.
Ist der Begriff Akkuschrauber richtig?
Wie der Name bereits sagt, ist ein Akkuschrauber zum Schrauben gedacht. Daher besitzt er kein Bohrfutter sondern nur ein Bitaufnahme. Akkuschrauber drehen relativ langsam aber dafür mit viel Kraft. In der heimischen Werkstatt oder im Haushalt sind sie meist als Mini-Schrauber mit einem 3,6 Volt Akku zu finden. Da das Anwendungsgebiet des Akkuschraubers sehr begrenzt ist, werden größere Akkuschrauber meist nur im professionellen Bereich genutzt. Viele bezeichnen ihren Bohrschrauber als Akkuschrauber, weil das Wort einfach kürzer ist und sich so festgesetzt hat. Fachlich richtig ist der Begriff in dem Fall jedoch nicht.




































































































