Wer im Winter abseits gesicherter Pisten unterwegs ist, egal ob mit Schneeschuh, zu Fuß oder mit Tourenski, der sollte zwingend eine Lawinennotfallausrüstung bei sich tragen. Neben einer Lawinenschaufel sowie einer Lawinensonde ist das Lawinenverschüttetensuchgerät, kurz LVS-Gerät, essenzieller Bestandteil der persönlichen LVS-Notfallausrüstung. Nur mit diesem kleinen Gerät ist es überhaupt möglich, im Falle einer Lawinenverschüttung unter den Schneemassen gefunden zu werden.
Direkt nach der eigenen Sicherheit steht vor allem die Kameradschaft an vorderster Stelle, denn nur durch das Tragen eines LVS-Gerätes ist es Nichtverschütteten möglich, verschüttete Personen in möglichst kurzer Zeit zu finden und mit der mitgetragenen Schaufel aus den weißen Schneemassen zu befreien. Bei der Suche zählt jede Sekunde und man kann sich durchaus die Frage stellen, was schlimmer ist: nicht gefunden zu werden oder einen Kameraden nicht zu finden, da man nicht im Besitz eines LVS-Gerätes, umgangssprachlich auch Lawinenpiepser genannt, ist.
Kurzübersicht
Pieps Pro IPS

- 80 Meter Suchbandbreite
- Viele nützliche Funktionen
- Störunanfällig
- Neigungsmesser
- Verarbeitung
- Erschwertes Handling für Linkshänder
- Empfindliches Gehäuse
Das Pieps Pro IPS ist ein leistungsstarkes LVS-Gerät und bietet neben einer enorm hohen Reichweite auch viele nützliche Funktionen, die sowohl den begeisterten Skitourengeher ansprechen als auch Bergführer oder gar die Bergwacht. Zudem hat sich gezeigt, dass es gegenüber Störquellen relativ unempfindlich ist und der Verschüttete mit großer Wahrscheinlichkeit schnell gefunden wird.
Arva Neo BT Pro

- 80 Meter Suchbandbreite
- Scroll-Funktion
- Einfache Bedienung
- Ermittelte Werte liegen nicht in den Spezifikationen
- Leichte Schwächen in der Verarbeitung
Das Arva Neo BT Pro überzeugt mit seiner Gesamtleistung und das zu einem fairen Preis. Das LVS-Gerät besitzt eine ähnlich große Suchstreifenbreite wie unser Testsieger sowie viele nützliche Funktionen. Somit spricht das Gerät sowohl den Breitensportler als auch den Bergprofi an.
Pieps Mini IPS
Das Pieps Mini IPS spricht vor allem den Wintersportler an, der Wert auf Funktionalität ohne viel Schnickschnack legt und nicht allzu tief in die Tasche greifen will. Obwohl das Mini IPS eines der günstigsten Geräte in unserem Test ist, ist die Verschüttetensuche sehr einfach, selbst bei eingeschalteten Störquellen am Körper. Ein kleiner Kritikpunkt könnte die etwas geringere Reichweite in der Z-Lage sein, die restlichen Reichweitenwerte sind durchaus sehr ordentlich.
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- 80 Meter Suchbandbreite
- Viele nützliche Funktionen
- Störunanfällig
- Neigungsmesser
- Verarbeitung
- Erschwertes Handling für Linkshänder
- Empfindliches Gehäuse

- 80 Meter Suchbandbreite
- Scroll-Funktion
- Einfache Bedienung
- Ermittelte Werte liegen nicht in den Spezifikationen
- Leichte Schwächen in der Verarbeitung

- Einfache Bedienung
- Günstig
- Gutes Suchverhalten
- Verarbeitung
- Geringe Reichweite in der Z-Lage
- Kleine Markiertaste

- 70 Meter Suchbandbreite
- Verarbeitung
- Viele nützliche Funktionen
- Einfache Bedienung
- Teuer

- 70 Meter Suchbandbreite
- Einfache Bedienung
- Viele nützliche Funktionen
- Verarbeitung
- Keine Bluetooth-Schnittstelle

- Einfache Bedienung
- Verarbeitung
- Reagiert sensibel auf Störquellen
- Einfache Bedienung
- Günstig
- Kompatibel mit iProbe
- Gehäuse wirkt günstig
- Search-to-Send Funktion deaktiviert
- Einfache Bedienung
- Keine Gruppencheck-Funktion
- Keine Bluetooth-Schnittstelle
- Zu hoher Preis für mäßige Leistung

- Verarbeitung
- Einfache Bedienung
- Geringe Reichweite
- Signalabbrüche bei der Suche
- Zu hoher Preis für mäßige Leistung
- Etwas unhandlich für kleinere Hände
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Sicher am Berg: LVS-Geräte im Test
Ein modernes Drei-Antennen-LVS-Gerät besitzt drei grundlegende Funktionen: die Sende- und die Suchfunktion sowie die Möglichkeit des Markierens eines georteten Verschütteten (Markierfunktion). Moderne, auf dem aktuellen Stand der Sicherheitsforschung befindliche Geräte bieten teilweise nützliche Zusatzfunktionen wie eine Gruppencheck‑Funktion oder einen Standby‑Modus.
Grundlegende Funktionen und Abläufe
Bevor eine Tour gestartet wird, müssen natürlich alle LVS-Geräte innerhalb der Gruppe eingeschaltet werden. Dazu ist es nützlich, eine verantwortliche Person zu ernennen. Die leitet nun den sogenannten Gruppencheck ein. Hier schalten alle Teilnehmer ihr LVS-Gerät auf »Senden«, die verantwortlichen Personen auf »Suchen« oder auf die Gruppencheck-Funktion.
Nun nähern sich die Teilnehmer einzeln dem Gruppenleiter oder der Gruppenleiterin. So kann schnell herausgefunden werden, ob das jeweilige Gerät auch wirklich ein Signal sendet. Am nächsten Punkt zueinander wird zudem der Ladezustand der Batterien oder Akkus laut dem Leiter mitgeteilt. Ist der Check abgeschlossen, muss der Gruppenleiter sein Gerät ebenfalls auf »Senden« schalten.
Am besten direkt im Tragesystem
LVS-Geräte müssen zwingend nahe am Körper getragen werden, am besten direkt über dem Baselayer mit dem entsprechenden Tragesystem. Eine mit einem Reißverschluss verschließbare Hosentasche ist auch akzeptabel. Das Mitführen des LVS-Gerätes über der Jacke, im Rucksack oder in einer Jackentasche ist fahrlässig, da entweder der Rucksack im Falle eines Lawinenabgangs abgerissen werden könnte oder das LVS-Gerät in einem unvorsichtigen Moment aus der Jackentasche fallen könnte.
Im Tragesystem kann das LVS-Gerät seine wichtigste Funktion erfüllen, nämlich das Aussenden eines Signals etwa einmal pro Sekunde, bei einer bestimmten Frequenz von 457 kHz. Hier kommen wieder die drei Antennen ins Spiel. Diese sind in den jeweiligen drei Richtungen eines kartesischen Koordinatensystems angebracht. So befindet sich jeweils eine X-, Y- und Z-Antenne innerhalb des Gerätes. Aufgrund der Dicke eines jeden Gerätes ist eine Antenne, die Z-Antenne, kürzer als die beiden anderen.
Kommt es zum Ernstfall und eine oder gar mehrere Personen werden verschüttet, senden die Geräte weiterhin ein Signal, das jetzt von nicht verschütteten Personen mit einem LVS-Gerät empfangen werden kann. Ein Beobachter oder Retter muss jetzt sein LVS-Gerät in den Such-Modus schalten und mit der Signalsuche beginnen, indem er den Lawinenkegel raster- oder mäanderförmig absprintet.
Hier kommt die Reichweite eines LVS-Gerätes ins Spiel. Je höher die Reichweite eines Gerätes, desto früher kann ein Signal empfangen werden. Nur mit drei Antennen wird ein Signal früh und sicher erkannt, um im weiteren Verlauf zuerst über die Grobsuche und ab ca. zehn Meter in die Feinsuche übergehend zum Ort des geringsten Abstandswertes zu gelangen und damit zur ungefähren Lage des Verschütteten. Hier wird mit dem Sondieren begonnen sowie mit dem Ausschaufeln nach einem Sondentreffer. Nach einem Treffer kann dieses Signal mit der Markier-Taste entsprechend markiert werden, wodurch dieses Signal ausgeblendet wird und andere Signale empfangen oder gesucht werden können.
Das sollte ein modernes LVS-Gerät mitbringen
Selbst wenn manche Hersteller behaupten, dass es nicht so wichtig sei – eine hohe Reichweite oder Suchbandbreite ist neben einer einfachen Bedienung das Wichtigste, was ein LVS-Gerät bieten muss. Die Suchbandbreite ist übrigens definiert als zwei Mal die Reichweite, die das Gerät beziehungsweise die Antennen radial abstrahlen.
Einfache Bedienung ist im Ernstfall enorm wichtig
Eine hohe Reichweite ermöglicht es, einen Verschütteten schneller zu finden, und bietet eine höhere Fehlertoleranz, sollten die Suchstreifen, die bei der Signalsuche abgelaufen werden, einmal größer sein als auf dem Gerät oder in der Anleitung vorgeschrieben. Auch wenn behauptet wird, dass eine Standardlawine statistisch gesehen nur eine gewisse Ausdehnung hat, gibt es durchaus größere Lawinen. Katastrophen entsprechen am Ende nicht einem mathematischen Bestverhalten. Deshalb ist eine hohe Reichweite oder Suchbandbreite essenziell wichtig. Wie schon erwähnt ist eine einfache und logische Bedienung ebenfalls enorm wichtig. Während eines Ernstfalles steht man unter maximalem Stress, und dann sollte alles fließend ablaufen. Deshalb muss ein gutes Gerät so einfach wie möglich gehalten sein und trotzdem maximale Information liefern.
Andere Dinge, mit denen Hersteller gerne werben, die aber mittlerweile absolut Standard sind oder sein sollten, sind eine Markierfunktion oder die standardmäßige Aktivierung der Umschaltfunktion von Suchen auf Senden im Falle einer Nachverschüttung. Aber auch die Gruppencheck-Funktion kann hier schon dazugezählt werden. Weitere Funktionen wie eine Scroll- oder Standby-Funktion sowie das Aufspielen neuer Updates über eine App machen teilweise den Unterschied zwischen einem einfachen, aber guten LVS-Gerät und einem Profigerät aus.
Übung macht den Meister
Das beste Gerät nützt aber nichts, wenn man nicht weiß, wie eine LVS-Suche abläuft. Das Thema Lawine und LVS-Suche ist ein sehr wichtiges und komplexes Thema und kann nur in einem professionellen LVS-Kurs zur Gänze vermittelt und trainiert werden. Hier werden auch verschiedene Szenarien durchgespielt, beginnend bei einer Einfachverschüttung als alleiniger Retter bis hin zur Mehrfachverschüttung mit mehreren beteiligten Rettern.
Neben der Suche mit einem LVS-Gerät ist es ebenfalls wichtig, zu wissen, was es heißt, mit der Sonde einen Treffer gelandet zu haben, und wie man danach richtig schaufelt, um den Verschütteten schnellstmöglich aus dem weißen Grab zu befreien. Auch ist es ratsam, jeden Winter eine kurze Übung mit Freunden und Begleitern vor oder nach einer gelungenen Tour einzubauen. Das macht nicht nur Spaß, sondern nur das ständige Wiederholen und Üben macht den ganzen Ablauf strukturiert und damit schnell.
Deshalb nochmals die eindringliche Bitte an all unsere Leser, vorher einen Kurs zu besuchen, wenn entsprechendes Gelände betreten wird. Im Falle einer Eigenverschüttung kann man nicht nur zügig gerettet werden, sondern man hat auch die Möglichkeit, einen verschütteten Bergkameraden schnellstmöglich zu retten.
Unser Favorit
Pieps Pro IPS

- 80 Meter Suchbandbreite
- Viele nützliche Funktionen
- Störunanfällig
- Neigungsmesser
- Verarbeitung
- Erschwertes Handling für Linkshänder
- Empfindliches Gehäuse
Das Pieps Pro IPS kam 2023 auf den Markt. Das Gerät richtet sich vor allem an versierte Nutzer und Profis, da mit diesem LVS-Gerät gezielt Rettungsaktionen entwickelt werden können. Mit etwas Einarbeitung und Übung kommt jedoch auch der normale Nutzer damit zurecht. Neben vielen Funktionen und einer sehr hohen Suchstreifenbreite von 80 Metern bietet das Gerät eine relativ störunanfällige Suche. Verarbeitet ist das LVS-Gerät sehr gut und auch der Batteriedeckel ist gedichtet. Lediglich das mattschwarze Gehäuse ist etwas empfindlich gegenüber Kratzern.
Bevor das Gerät in Betrieb genommen wird, sollte es zunächst mit dem Smartphone und der Pieps-App über die Bluetooth-Schnittstelle gekoppelt werden. Hier kann man gezielt Einstellungen vornehmen oder Funktionen aktivieren und deaktivieren, etwa die Tiefenverschüttetenerkennung oder den Backup-Modus. Auch bietet das Gerät einen praktischen Neigungsmesser. Zu den einzelnen Funktionen jedoch später mehr.
Die grundlegende Bedienung des Pro IPS ist sehr einfach. Über den roten Taster wird das Gerät ein- und ausgeschaltet. Während des Funktionschecks des Gerätes kann durch Drücken der „Function“-Taste der Gruppencheck-Modus aktiviert werden. Eine Besonderheit ist sicherlich die externe Antenne. Ist diese eingeklappt, befindet sich das LVS-Gerät im Sende-Modus. Wird sie nach oben geklappt, wird das Pro IPS in den Suchmodus gebracht. Für Rechtshänder liegt das Gerät sehr gut in der Hand, Linkshänder werden aber keine Freude mit der Bedienung haben.
Der Backup-Modus wird durch eine Zwischenstellung der Antenne aktiviert. So wird kein Sende-Signal gesendet, was vor allem bei mehreren Rettern sinnvoll ist, um den Suchenden nicht bei der Suche zu beeinflussen. Natürlich schaltet das Pro IPS nach einer einstellbaren Zeit zurück in den Sende-Modus.
Eine weitere sehr interessante Funktion, die vor allem Profis wie Bergwachtler anspricht, ist die Scan-Funktion. Durch Drücken der entsprechenden Taste scannt das LVS-Gerät den gesamten Empfangsbereich ab und gibt die Entfernungen an. Wird der detaillierte Scan-Modus über die App aktiviert, wird sogar die Entfernung sowie die Richtung der Verschütteten angezeigt. Auf diese Weise kann eine Rettung besser koordiniert werden.
Herausragende Werte im Reichweitentest
Beim Reichweitentest konnten wir 73 Meter für die X-Lage und 52 Meter für die Y-Lage ermitteln, was herausragende Werte sind. In der ungünstigen Z-Lage des Senders konnten wir eine Reichweite von 42 Metern messen, was ebenfalls ein hervorragender Wert ist. Somit bietet das Pieps Pro IPS die bisher beste Reichweite beziehungsweise Suchbandbreite von allen LVS-Geräten in unserem Test.
In der Mehrfachverschütteten-Simulation hat uns das Pieps ebenfalls sehr gut gefallen. So betrug die Distanz beim Erstempfang zu dem Erstverschütteten in einer natürlichen Lage 64 Meter, was auch hier der Bestwert ist. Auch empfing das LVS-Gerät das Zweitsignal deutlich vor Erreichen des Erstverschütteten, sodass das Zweitsignal nach dem Markieren des ersten Senders sofort angezeigt wurde. Danach lotste das LVS-Gerät uns ohne Umwege und ohne Abbrüche auf direktem Wege entlang einer Feldlinie zum Zweitverschütteten. Pieps hat in dem Pro IPS das sogenannte Interference Protection System verbaut, wodurch äußere Störsignale in einem gewissen Maße kompensiert werden können. So hat auch eine nahe am Gerät gehaltene Kamera oder ein Smartphone das Signal bei der Suche wenig gestört.
Letztlich ist das Pieps Pro IPS ein herausragendes Gerät und bietet beste Performance in nahezu allen Belangen. Die vielen Funktionen ermöglichen sogar das Entwickeln einer Rettungsstrategie, was vor allem für Profis interessant sein könnte. Auch Gelegenheitsnutzer werden nach einer gewissen Einarbeitung von der enormen Suchbandbreite und dem stabilen Signalempfang profitieren, sollte es zu einem Ernstfall kommen.
Pieps Pro IPS im Testspiegel
Der DAV hat das Pieps Pro IPS im Dezember 2024 getestet. In den Kategorien Grobsuche, Fefinsuche und Mehrpersonen-Verschüttung schneidet das Pieps sehr gut ab.
Auch die Bergzeit hat unseren Testsieger bereits mit großem Erfolg getestet:
Das Pro IPS wird in erster Linie für professionelle Anwenderinnen und fortgeschrittene Wintersportler beschrieben und beworben. Die Zusatzfunktionen für Profis und Interessierte sind sehr gut und absolut hilfreich. Jedoch ist das Gerät auch für Anfänger oder Gelegenheitsalpinisten wegen der hohen Sendeleistung als aktuell bester Stand der Technik zu empfehlen.
Weitere Empfehlungen
Arva Neo BT Pro

- 80 Meter Suchbandbreite
- Scroll-Funktion
- Einfache Bedienung
- Ermittelte Werte liegen nicht in den Spezifikationen
- Leichte Schwächen in der Verarbeitung
Das Arva Neo BT Pro ist ein gutes LVS-Gerät mit einer spezifizierten Suchbandbreite von 80 Metern. Das Gerät erbrachte in unseren Tests sehr gute Werte, zudem verfügt es über nützliche Zusatzfunktionen und ist in der Bedienung sehr einfach.
Das Neo BT Pro sieht qualitativ recht hochwertig aus, nur an den Seiten und am Schalter sind leicht scharfe Kanten zu bemängeln. Auch der Batteriedeckel ist sehr wackelig. Langfristig könnten Feuchtigkeit oder eindringender Schnee zu Problemen führen.
Bevor das LVS-Gerät in Betrieb genommen wird, sollte es zuvor über die Bluetooth-Schnittstelle mit dem Smartphone und der Arva-eigenen App verbunden werden. Hier kann man ein Update auf die aktuelle Softwareversion vornehmen und einzelne Funktionen aktivieren oder deaktivieren. So ist standardmäßig die Umschaltfunktion von Suchen auf Senden im Falle einer Nachverschüttung aktiviert, die Scroll-Funktion ist jedoch deaktiviert und muss zuerst aktiviert werden, möchte man diese verwenden.
Die Bedienung des Neo BT Pro ist sehr einfach. Das Umschalten vom Sende- in den Suchmodus geschieht klassisch über einen verriegelbaren Schalter. Über die rote Markier-Taste lassen sich gefundene Geräte entsprechend markieren. Zudem sind unter dem recht großen Display zwei weitere Tasten angebracht. Diese sind vor allem für die Scroll-Funktion notwendig, aber auch für die Aktivierung der Gruppencheck-Funktion sowie zum Umschalten in den Analog-Modus, sollte man diesen verwenden wollen oder müssen.
Nützliche Scroll-Funktion
Neben der gut funktionierenden Gruppencheck-Funktion bietet das LVS-Gerät die eben erwähnte Scroll-Funktion. Ist diese aktiviert, kann im Ernstfall mit den beiden Tasten „Plus“ und „Minus“ zwischen den bereits empfangenen Signalen gewählt werden, ohne diese zu markieren. Dies kann wichtig sein, sollte man zum nächstgelegenen Signal aufgrund von Geländegegebenheiten nicht sofort gelangen. Die Funktion bietet für den Ernstfall einen Vorteil, der jedoch viel Erfahrung voraussetzt.
Im Reichweitentest konnten wir eine Reichweite von 54 Metern für die X-Lage und 43 Metern für einen Sender in der Y-Lage ermitteln, was sehr gute Werte sind. In der ungünstigen Z-Lage konnten wir eine Reichweite von 35 Metern messen, was zwar nicht mehr in der vom Hersteller spezifizierten Suchbandbreite von 80 Metern liegt, aber dennoch ein guter Wert ist.
Bei der Mehrfachverschütteten-Simulation konnten wir eine Reichweite von 40 Metern zum Erstsignal ermitteln. Auch hatten wir bereits 3 Meter vor dem Erreichen des Erstverschütteten das Zweitsignal stabil erfasst und angezeigt. Beim Markieren des Erstverschütteten sprang das Arva Neo BT Pro nach einem kurzen Scan auf das Zweitsignal um. Anschließend hat uns das LVS-Gerät ohne Umwege und ohne Signalabbrüche entlang einer Feldlinie direkt zum Zweitverschütteten gelotst. Auch in der Feinsuche war das Signal stets stabil, das Einkreuzen ging problemlos.
Am Ende bekommt man mit dem Arva Neo BT Pro ein sehr gutes LVS-Gerät mit guten bis hervorragenden Werten in der Reichweite und einem stabilen Suchverhalten im Grob- sowie Feinsuchbereich. Die Bedienung bleibt dennoch einfach – und zwar für einen fairen Preis. Mit der Scroll-Funktion bietet das Gerät etwas mehr Möglichkeiten, setzt aber etwas Erfahrung voraus. Somit können wir das LVS-Gerät sowohl Anfängern als auch fortgeschrittenen Berglern empfehlen.
Pieps Mini IPS
Das Pieps Mini IPS ist sozusagen der kleine Bruder des ebenfalls hier getesteten Pieps Pro IPS. Das Mini ist einfach in der Anwendung, sehr kompakt und bietet gute Werte. Zwar verfügt es nicht über eine so umfangreiche Funktionsvielfalt wie das Pro, besitzt aber dennoch nützliche Funktionen und ist preislich sehr attraktiv.
Die Verarbeitung des kleinen Geräts ist sehr gut und auch der verschraubte Batteriedeckel für die zwei AAA-Batterien ist abgedichtet. Dieses kleine Detail gefällt uns sehr. Lediglich das Display ist etwas empfindlich gegenüber Kratzern.
Bevor das LVS-Gerät auf Skitour mitgenommen wird, sollte es zuvor über die Bluetooth-Schnittstelle mit dem Smartphone und der Pieps-App verbunden werden. Dort kann ein Update auf die aktuelle Softwareversion durchgeführt sowie ein Gerätecheck vorgenommen werden, der einen übersichtlichen Bericht über den aktuellen Status des LVS-Geräts anzeigt. Das 2025 auf den Markt erschienene Mini IPS wurde mit der Software-Version 1.0 ausgeliefert.
In der App können weitere Einstellungen vorgenommen werden. So lässt sich die Zeit der Auto-Revert-Search-Funktion, also das automatische Umschalten vom Such- in den Sendemodus im Falle einer Nachverschüttung, zwischen 60 und 120 Sekunden einstellen oder gar deaktivieren. Gleiches gilt für die Gruppencheck-Funktion. Zudem kann in den Einstellungen die Art der eingelegten Batterien gewählt werden. Die Standardeinstellung ist „Alkaline“, es können aber auch Lithium-Batterien oder Akkus verwendet werden. Entsprechend liegt die maximale Laufzeit im Sendemodus zwischen 400 und 600 Stunden.
Sind alle Einstellungen vorgenommen, kann das Gerät eingeschaltet und im minimalistischen Holster verstaut werden. Insgesamt sitzt das Pieps Mini IPS mit dem Holster sehr gut am Körper.
Die generelle Bedienung des Geräts ist sehr einfach und intuitiv. Um zwischen Sende- und Suchmodus per Drehschalter zu wechseln, muss auf der Rückseite eine Verriegelung nach links geschoben werden. Die unter dem Display angebrachte Markier-Taste ist gut platziert, könnte jedoch etwas größer ausfallen, damit diese mit dicken Handschuhen leichter bedient werden kann.
Im Reichweitentest konnten wir eine ordentliche Reichweite von 46 Metern für die X-Lage und 29 Metern für einen Sender in der Y-Lage ermitteln. Für den Sender in der Z-Lage lag der Wert bei 21 Metern. Der Hersteller spezifiziert eine Suchstreifenbreite von 50 Metern. Somit liegt der ermittelte Wert von 21 Metern in der ungünstigen Lage knapp außerhalb der vom Hersteller angegebenen Suchstreifenbreite.
Bei der Mehrfachverschütteten-Simulation mit zwei Sendern in einer natürlichen Lage hat das Pieps Mini IPS sehr gut funktioniert. Das Erstsignal zum ersten Verschütteten empfingen wir in einer Entfernung von 37 Metern. Zudem erkannte das Gerät den zweiten Verschütteten bereits 13 Meter vor dem ersten Sender. Nach dem Markieren des ersten Senders leitete uns das Mini IPS sofort zum zweiten Sender, entlang der Feldlinien auf direktem Weg. Insgesamt war die Suche sehr einfach, und das Gerät zeigte zuverlässig die Richtung an. Nähert man sich dem Sender, unterstützt ein sich verändernder Ton die Feinsuche.
Bei der Mehrfachverschütteten-Suche mit Störquellen am Körper erkannte das Mini diese und reduzierte die Suchstreifenbreite auf 20 Meter, was auch am Display angezeigt wurde. In einer Entfernung von 17 Metern zum Erstverschütteten zeigte das Mini IPS dennoch ein stabiles Signal. Nachdem der erste Sender markiert wurde, wurde der zweite zunächst nicht erkannt, sodass in der Realität erneut auf Signalsuche gegangen werden müsste. Dennoch erhielten wir ein stabiles Erstsignal in einer Entfernung von etwa zehn Metern zum zweiten Verschütteten. Diese Werte liegen innerhalb der angegebenen Suchstreifenbreite. Insgesamt verliefen beide Simulationen sehr gut, und das Pieps Mini IPS führte uns sicher zum Verschütteten, und das sogar mit Störquellen am Körper.
Insgesamt macht man mit dem Pieps Mini IPS nichts falsch: Es bietet alle notwendigen Funktionen. Das handliche LVS-Gerät liefert solide Reichweitenwerte und führt zuverlässig und direkt zu den Verschütteten in unseren Simulationen, selbst mit Störquellen am Körper. Lediglich die etwas geringe Reichweite in der Z-Lage und die unserer Meinung nach etwas zu klein dimensionierte Markier-Taste sind zu bemängeln. Wer jedoch nicht zu viel Geld ausgeben möchte, erhält mit dem Pieps Mini IPS ein Top-Gerät, für das wir definitiv eine Kaufempfehlung aussprechen.
Außerdem getestet
Mammut Barryvox S
Das Mammut Barryvox S ist schon etwas länger am Markt, es bietet aber nach wie vor eine große Suchstreifenbreite von 70 Metern, ist in den Grundfunktionen sehr einfach zu bedienen und überzeugt mit stets stabilem Signal ab Erstempfang. Das Barryvox S bietet noch viele weitere Funktionen und Möglichkeiten, die jedoch eher erfahrene Personen ansprechen. Lediglich in der fehlenden Bluetooth-Schnittstelle hinkt es der Konkurrenz hinterher.
Das Barryvox S ist »Made in Switzerland« und das merkt man auch. In der Qualität und in der Bedienbarkeit gibt es kaum ein besseres Gerät am Markt. Die grundlegende Bedienung des LVS-Gerätes ist sehr einfach und auch für Anfänger geeignet. Am Gerät selbst können weitere Einstellungen vorgenommen werden, etwa die Wahl der Sprache, des Gruppentests oder das Ein- und Ausschalten der Vitaldaten sowie der Pro-Funktionen. Auch lässt sich ein Gerät-zu-Gerät-Update vornehmen.
Hier liegt aber auch der größte Kritikpunkt unsererseits, denn das Barryvox S verfügt über keine Bluetooth-Schnittstelle. So ist ein Update der Software nur an einem Service-Point möglich oder wenn ein Zweitgerät mit der neuen Softwareversion in Reichweite ist. Das funktioniert aber nur bei baugleichen Geräten, ein Update von Barryvox S zu Barryvox ist nicht möglich. Das Aufrüsten des Gerätes mit einer Bluetooth-Schnittstelle bei einer neuen Generation wäre hier zeitgemäß.
Das Gerät verfügt über eine Gruppencheck-Funktion, die einfach zu wählen ist. Zudem wird der Vorgang am recht großen Display skizziert. Auch im Suchmodus wird das Ablaufen der Suchstreifen in einer kleinen Animation dargestellt, was sicherlich ein nettes Detail ist. Hat das Barryvox S ein Signal empfangen, hat es dies sicher und ohne Signalabbrüche. Durch einen gut hörbaren Signalton und durch Richtungsanzeigen am Display kann ein Verschütteter schnell gefunden werden.
Im Feinsuchbereich ist die Bewegung ebenfalls animiert. Am geringsten Wert beziehungsweise nahe dem Verschütteten wird optisch angezeigt, dass sondiert werden muss. Insgesamt wird man gut durch die Suche geführt. Bei Mehrfachsignalen kann zudem zwischen den Signalen mit den seitlich befindlichen Tasten durchgescrollt werden, sollte dies aufgrund von Geländes notwendig sein. Selbstverständlich verfügt das Gerät auf über eine automatische Umschaltung vom Such- in den Sendemodus im Falle einer Nachverschüttung.
Im Reichweitentest konnten wir 56 Meter für die X-Lage und 41 Meter in der Y-Lage ermitteln, was sehr gute Werte sind. In der ungünstigen Z-Lage konnten wir eine Reichweite von 40 Metern nachmessen, was ein hervorragender Wert ist. Somit empfängt das Barryvox S einen in jeder Lage befindlichen Sender sogar oberhalb der von Mammut spezifizierten Suchbandbreite.
Super bei Mehrfachverschüttung
In der Mehrfachverschütteten-Simulation hat uns das Barryvox S ebenfalls sehr gut gefallen. So betrug die Distanz beim Erstempfang zu dem Erstverschütteten in einer natürlichen Lage sehr gute 52 Meter. Auch empfing das LVS-Gerät das Zweitsignal deutlich vor Erreichen des Erstverschütteten, sodass nach dem Markieren des ersten Senders das Zweitsignal sofort angezeigt wurde. Danach lotste das LVS-Gerät uns ohne Umwege und ohne Abbrüche auf direktem Wege entlang einer Feldlinie zum Zweitverschütteten.
Am Ende sollte jeder mit dem Mammut Barryvox S zurechtkommen, egal ob noch unerfahren oder Profi. Das Gerät ist in seinen grundlegenden Funktionen erstaunlich einfach zu bedienen, bietet jedoch noch deutlich mehr. Diese Funktionen sind hauptsächlich erfahrenen Personen zu empfehlen. Die ermittelten Reichweiten sowie das Suchverhalten in einer Verschütteten-Simulation sind sehr gut bis herausragend, und der einzige Kritikpunkt unsererseits ist die fehlende Bluetooth-Schnittstelle, um Updates jedem sofort zugänglich zu machen.
Black Diamond Recon X
Das Black Diamond Recon X ist ein solides LVS-Gerät mit allen notwendigen Funktionen sowie einer Suchbandbreite von 60 Metern. In unseren beiden Tests hat sich das Gerät gut geschlagen. Es eignet sich vor allem für Gelegenheitsnutzer.
Unser Gefühl über die Verarbeitung und die Qualität des Gehäuses ist gemischt. Zum einen wirkt der verwendete Kunststoff günstig und anfällig für Kratzer, aber auch der große Schalter rastet nicht in der höchsten Position im Suchmodus ein, sondern minimal darunter. Zum anderen ist der Batteriedeckel gedichtet, wodurch das Recon X weniger anfällig gegenüber Feuchtigkeit ist.
Das LVS-Gerät von Black Diamond ist sehr einfach gehalten und verfügt über alle notwendigen Funktionen, wie eine Gruppencheck-Funktion sowie über ein automatisches Umschalten von Suchen auf Senden im Falle einer Nachverschüttung. Diese muss jedoch zuerst in der Pieps-App aktiviert werden, was wir generell kritisch sehen, denn solche wichtigen Funktionen sollten unserer Meinung nach standardmäßig aktiviert sein. Das Verbinden des LVS-Gerätes mit dem Smartphone funktioniert über eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle und ist einfach zu aktivieren.
Die App ist leicht verständlich, alle Funktionen lassen sich hier aktivieren und deaktivieren. Auch neue Software-Updates lassen sich mit der App auf das Gerät aufspielen. Wer sich wundert, warum das Black Diamond mit der Pieps-App kompatibel ist, dem sei gesagt, dass hier die Technologie von Pieps verbaut ist. So ist es möglich, das Black Diamond Recon X mit der iProbe von Pieps zu verwenden. Zudem ist das Recon X baugleich zum Pieps Powder BT.
Im Reichweitentest konnten wir 50 Meter für die X-Lage und 35 Meter in der Y-Lage ermitteln, was gute Werte sind. In der ungünstigen Z-Lage konnten wir noch eine Reichweite von 22 Metern messen, was gerade noch ein akzeptabler Wert ist, der aber nicht mehr in der spezifizierten Suchbandbreite liegt.
Das Zweitsignal wird früh erfasst
In der Mehrfachverschüttung konnten wir eine Reichweite von 37 Metern zum Erstsignal ermitteln. Bereits 10 Meter vor dem Erstverschütteten hatte das Recon X das Zweitsignal sicher erfasst. So war auch nach dem Markieren des Erstverschütteten das Zweitsignal sofort auf dem Display und das Gerät hat uns ohne Umwege und ohne Signalabbrüche zum Zweitverschütteten gelotst. Dabei waren die Richtungsanzeigen gut ablesbar und die Signaltöne unüberhörbar.
Somit ist das Black Diamond Recon X ein einfaches, aber modernes LVS-Gerät mit guten Testwerten in der Reichweite und in der Mehrfachverschüttetensimulation. Es richtet sich vor allem an Gelegenheitsnutzer. Lediglich die ermittelte Reichweite in der Z-Lage, die etwas günstig aussehende Qualität und die standardmäßige Deaktivierung der Search-to-Send-Funktion sind zu bemängeln.
Ortovox Diract Voice
Das Ortovox Diract Voice besitzt mit einem integrierten Akku und einer Sprachnavigation zwei Besonderheiten, die Vor- und Nachteile haben. Zudem spezifiziert der Hersteller bei diesem relativ neuen Gerät eine Suchstreifenbreite von nur 50 Metern, was gerade bei einer Neuentwicklung relativ gering ist. Die von uns ermittelten Reichweiten sind zum Teil katastrophal gering. Das Gerät ist zudem das unhandlichste unter den hier vorgestellten Geräten, besitzt aber trotzdem die ein oder andere nützliche Funktion.
Die Verarbeitung des Gerätes ist sehr gut und das Gehäuse sieht sehr hochwertig aus. Beim Diract Voice ist zudem ein Blick auf den Lieferumfang lohnenswert. So sind neben dem Gerät selbst noch eine Anleitung, ein USB-Ladekabel und das obligatorische Tragesystem enthalten. Ein nettes Detail dabei ist der im Tragesystem verarbeitete Recco-Reflektor, der ein Auffinden unter Umständen möglich macht, sollte das Gerät selbst versagen. Auch für ein Auffinden aus größeren Höhen ist der Recco-Reflektor hilfreich.
Nicht zuletzt dank des integrierten Li-Ion-Akkus ist das Gerät wasserdicht. Generell stellt sich die Frage, ob ein Akku hier notwendig ist, da es sowohl Vor- als auch Nachteile gibt. Argumente wie die bessere Temperaturstabilität sind hier nur mit Vorsicht zu betrachten, da das Gerät eh nahe am Körper getragen werden muss, wo kaum Minusgrade herrschen. Batterien haben jedoch den Vorteil, dass diese auch unterwegs am Sonntag an jeder Tankstelle erhältlich sind, sollten sie leer sein – wo ein schnelles Laden des Akkus hingegen vor einer Tour nicht möglich ist. Hier muss jeder selbst entscheiden, was man bevorzugt.
Generell lässt sich das Diract Voice sehr einfach bedienen und verfügt neben der typischen Markier-Taste noch einen Power-Knopf und eine Klappe, um zum Beispiel von Senden auf Suchen umschalten zu können. Bei allen anderen Geräten hat man entweder über die Lage des Schalters oder über eine blinkende LED sofort die Bestätigung, dass sich das Gerät auf Senden befindet. Das Diract Voice zeigt einem diesen Zustand jedoch nicht an und ein Blick auf das Display ist notwendig. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, in der Summe fallen diese jedoch negativ auf.
Einzigartig ist sicherlich die Sprachnavigation des Gerätes. Die soll im Ernstfall den Druck des Suchenden reduzieren. Auch hier mag es Geschmacksache sein, wir empfinden jedoch die Sprachnavigation als hinderlich. Voraussetzung für Touren abseits gesicherter Pisten ist der in Fleisch und Blut übergegangene Ablauf einer Suche, den man sich in einem Kurs angeeignet hat. Eine Stimme, die einem sagt, wo lang gelaufen werden muss, erscheint uns hier als überflüssig und kann den geübten Nutzer auch mal aus dem Konzept bringen. Zudem dauern die Ansagen oft mehrere Sekunden, die sich aufsummieren können. Klare Pfeile und schrille Signaltöne sind hier unserer Meinung nach effektiver.
Wo die Sprachnavigation vielleicht störend sein kann, hinterlässt die geringe Suchbandbreite oder Reichweite ein ratloses Gesicht. Im Reichweitentest konnten wir eine überschaubare Reichweite von 25 Metern für die X-Lage und 15 Metern für einen Sender in der Y-Lage ermitteln. Die 25 Meter in der besten Lage liegen zwar in der spezifizierten Reichweite, die 15 Meter in der Lage senkrecht zur Laufrichtung sind jedoch ein katastrophal geringer Wert. Für den Sender in der Z-Lage konnten wir einen Wert von 20 Metern bestimmen. Dieser Wert ist zwar nicht berauschend, aber noch vertretbar. Zumindest hier scheint die Smart-Antenna-Technologie funktioniert zu haben.
Bei der Mehrfachverschütteten-Simulation konnten wir eine Reichweite zum Erstverschütteten in der natürlichen Lage von 25 Metern ermitteln, was gerade in der spezifizierten Reichweite liegt. Das Diract Voice war jedoch das einzige LVS-Gerät, welches beim Markieren des Erstverschütteten noch kein Signal des Zweitverschütteten empfangen hatte. So mussten wir wieder auf Signalsuche gehen. Erst in einer Entfernung von 18 Metern zum Zweitverschütteten hatte das Diract Voice Empfang, jedoch lotste uns das Gerät nicht auf direktem Wege, sondern über Umwege und mit Signalbrüchen, und das Gerät gab uns die Anweisung wieder umzudrehen. In der Feinsuche war das Signal jedoch stabil.
Immerhin hat uns der Standby-Modus des Gerätes gefallen. Hier kann das Sendesignal für zwei Minuten deaktiviert werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, sollten mehrere Personen bei der Rettung aktiv sein. So können die schaufelnden Personen dem Suchenden kein Störsignal liefern. Im Falle einer Nachverschüttung schaltet das Diract Voice nach ca. zwei Minuten wieder in den Sendemodus.
Letztlich können wir das Ortovox Diract Voice, wenn überhaupt, nur bedingt empfehlen. Die Sprachnavigation und der integrierte Akku sind sicherlich Geschmackssache, die geringe Reichweite beziehungsweise Suchbandbreite mit den von uns ermittelten Werten, sowie die recht häufig auftretenden Signalabbrüche sind unserer Meinung nach nicht zu entschuldigen.
BCA Tracker 4
Der BCA Tracker 4 ist seit 2020 auf dem Markt und im Vergleich mit aktuelleren Modellen schon etwas in die Jahre gekommen. Das merkt man vor allem an der fehlenden Bluetooth-Schnittstelle und an der geringeren Laufzeit. In Sachen Reichweite und Suchverhalten kann es aber noch mit den modernen LVS-Geräten mithalten.
Die Verarbeitung des Gerätes ist ausgezeichnet, aber auch hier wäre ein gedichtetes Batteriefach für die drei AAA-Zellen wünschenswert. Der Tracker 4 kommt laut Hersteller auf eine Laufzeit im Sendebetrieb von 250 Stunden. Hier merkt man vielleicht schon das Alter, denn dieser Wert ist bis dato der geringste aller getesteten Modelle.
Aufgrund der fehlenden Bluetooth-Schnittstelle können einzelne Funktionen nicht eingestellt werden, ein Softwareupdate ist aber dennoch möglich. Das Tracker-Utility-Programm kann auf einen PC geladen werden, dann wird der Tracker 4 über ein USB-C-Kabel angeschlossen und die Software auf den neuesten Stand gebracht. Die USB-C-Buchse befindet sich unterhalb der Batterieabdeckung.
Die Bedienung ist sehr einfach, das Display jedoch sehr rudimentär gehalten. Bei der Signalsuche wird dem Suchenden keine Vorgabe gegeben, wie er oder sie laufen soll. Erst wenn der Tracker 4 ein Signal gefunden hat, erwacht das Display zum Leben und die Entfernung wird in leuchtend roten Zahlen angezeigt. Gleiches gilt für den Laufweg, der durch gut sichtbare Pfeile dargestellt ist. Das erinnert zwar mehr an einen alten Digitalwecker, dennoch ist das Display und die Angaben auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen stets deutlich zu sehen. Beim Einkreuzen des Verschütteten wird lediglich die Entfernung angezeigt. Die Suche wird von sehr lauten Signalen begleitet, was unter Umständen sehr hilfreich sein kann. Die Markiertaste ist für Rechtshänder gut angebracht und leicht zu betätigen. Linkshänder, vor allem Personen mit kleinen Händen, könnten sich aber etwas schwertun, da die Taste an der rechten Gehäuseseite schräg unter dem Display angebracht ist.
Im Reichweitentest konnten wir eine akzeptable Reichweite von 40 Metern für die X-Lage und 26 Metern für einen Sender in der Y-Lage ermitteln. Für den Sender in der Z-Lage lag der Wert bei 23 Metern. Der Hersteller spezifiziert eine Suchstreifenbreite von 55 Metern. Somit liegen die ermittelten Werte von 21 Metern in der Z-Lage und 26 Metern in der Y-Lage knapp außerhalb der vom Hersteller angegebenen Suchstreifenbreite. Dennoch sind es akzeptable Werte, wenn der Suchstreifen entsprechend gewählt wird.
Bei der Mehrfachverschütteten-Simulation mit zwei Sendern in einer natürlichen Lage hat der BCA Tracker 4 gut funktioniert. Das Signal des Erstverschütteten hat das Gerät in einer Entfernung von 34 Metern gefunden, was einen guten Wert darstellt. Noch in einer Entfernung von 19 Metern zum ersten Sender konnte der Tracker 4 bereits den Zweitverschütteten erkennen, ebenfalls ein guter Wert. Nachdem der erste Sender markiert wurde, konnte der Zweitverschüttete jedoch nicht mehr erkannt werden. Sobald wir uns bewegt haben, hat das Gerät den zweiten Sender wieder erkannt. Danach hat uns der Tracker 4 relativ zielsicher zum zweiten Sender geführt. Hier und da war jedoch die Richtungsanzeige nicht ganz klar.
Bei der Mehrfachverschütteten-Simulation mit Störquellen am Körper sank die Reichweite von zuvor 34 Metern auf etwas mehr als 15 Meter. Das Signal blieb jedoch stets stabil seit dem Erstempfang. Beim Markieren des Erstverschütteten hatten wir hier kein zweites Signal und mussten entsprechend wieder auf Signalsuche gehen. Etwa 20 Meter vom zweiten Sender entfernt konnte der Tracker 4 den Zweitverschütteten erfassen. Anschließend lotste uns das Gerät erneut relativ zielgenau dorthin. Augenscheinlich reagiert der Tracker 4 relativ unempfindlich auf Störquellen, lediglich die Reichweite ist hier ebenfalls reduziert, wie bei jedem anderen getesteten Gerät auch.
Abschließend bleibt zu sagen, dass man mit dem BCA Tracker 4 ein solides LVS-Gerät in den Händen hält, das seine Aufgabe zuverlässig erledigt. Dennoch ist das Gerät nicht mehr ganz up to date, und für den aufgerufenen Preis bekommt man schon andere LVS-Geräte mit vergleichbarer Leistung, die deutlich moderner sind.
Mammut Barryvox S2
Seit der Wintersaison 2024/25 hat das bekannte Mammut Barryvox S endlich einen Nachfolger. Mit dem Mammut Barryvox S2 bleibt sich der Hersteller in vielen Punkten, wie der großen Reichweite, treu. Eine verbaute Bluetooth-Schnittstelle vereinfacht das Updaten und Einrichten der vielen Funktionen deutlich. Preislich bewegt es sich an der oberen Spitze, wodurch das LVS-Gerät eher Profis als Breitensportler anspricht. Ist man bereit, das Geld auszugeben, erhält man ein leistungsfähiges und zuverlässiges Gerät.
In Qualität und Bedienbarkeit gibt es kaum ein besseres Gerät am Markt als das Barryvox S2. Lediglich ein abgedichtetes Batteriefach für die zwei AAA-Alkaline- oder Lithium-Zellen wäre wünschenswert. Je nach Batterieart beträgt die Laufzeit im Sendemodus zwischen 450 und 550 Stunden.
Bevor man auf Tour geht, sollte man das Barryvox S2 mit der gleichnamigen Barryvox-App verbinden. Dies geht schnell und problemlos. In der App erhält man viele nützliche Informationen über das Gerät selbst. So kann dort das Gerät registriert werden, um eine Garantieverlängerung zu erhalten, oder die Benutzerhandbücher können heruntergeladen werden. Ein Update der Firmware kann hier ebenfalls durchgeführt werden. In unserem Test war die Version 4.2 aufgespielt. Sehr hilfreich finden wir, dass in den Gerätedetails eine Information über einen etwaigen Rückruf sofort ersichtlich ist. Ist das Gerät von einem Rückruf betroffen, wird das dort angezeigt und die notwendigen Schritte eingeleitet.
In der App kann das Barryvox S2 je nach Wunsch weiter konfiguriert werden. Neben der Sprache lässt sich die Zeit der automatischen Rückschaltung vom Such- in den Sendemodus im Falle einer Nachverschüttung einstellen sowie das Einschalten der Vitaldaten. In diesem Modus erkennt das Barryvox kleinste Bewegungen wie Atembewegungen oder das Pochen des Herzens und übermittelt diese an die Rettungskräfte. In der Suche werden die Vitaldaten bei einem Verschütteten ebenfalls angezeigt, sofern dieser selbst über das Barryvox S2 verfügt. Im Übrigen werden sämtliche Funktionen in der App gut erklärt. Dort kann auch die Pro-Search-Funktion aktiviert werden. Ist dieser Modus aktiviert, stehen dem Besitzer die Pro-Check-Funktion sowie das Durchscrollen durch die Verschüttetenliste zur Verfügung, um sich die Vitaldaten ansehen zu können. Das kann zum Beispiel bei einer Triage-Entscheidung wichtig sein. Tiefenverschüttungen von bis zu sechs Metern können markiert werden. Kurzum: Das Barryvox S2 bietet viele nützliche Funktionen, vor allem für Profis wie Bergführer und Bergretter. Bei gelegentlicher Nutzung sind die vielfältigen Möglichkeiten vielleicht etwas zu viel.
Die Suche mit dem Barryvox S2 ist sehr einfach. Das Ablaufen der 70 Meter Suchstreifen wird mit einer kleinen Animation dargestellt. Hat das Barryvox S2 ein Signal empfangen, hält es dieses sicher und ohne Signalabbrüche. Durch einen gut hörbaren Signalton und durch Richtungsanzeigen am Display wird ein Verschütteter schnell gefunden. Im Feinsuchbereich ist die Bewegung ebenfalls animiert. Am geringsten Wert beziehungsweise nahe dem Verschütteten wird optisch und akustisch angezeigt, dass sondiert werden muss. Erkennt das Barryvox S2 Störsignale wie ein Handy, wird das im Display angezeigt und die Suchstreifenbreite in der Signalsuche auf 20 Meter verringert.
Im Reichweitentest konnten wir 65 Meter für die X-Lage und 45 Meter für die Y-Lage ermitteln, was hervorragende Werte sind. In der ungünstigen Z-Lage konnten wir eine Reichweite von 29 Metern nachmessen, ebenfalls ein Top-Wert, jedoch leicht außerhalb der angegebenen Suchstreifenbreite von 70 Metern.
In der Mehrfachverschütteten-Simulation hat uns das Barryvox S2 ebenfalls sehr gut gefallen. So betrug die Distanz beim Erstempfang zum Erstverschütteten in einer natürlichen Lage sehr gute 47 Meter. Auch empfing das LVS-Gerät das Zweitsignal 18 Meter vor Erreichen des Erstverschütteten, sodass nach dem Markieren des ersten Senders der Zweitverschüttete sofort angezeigt wurde. Danach lotste uns das Barryvox S2 ohne Umwege und ohne Abbrüche auf direktem Weg entlang einer Feldlinie zum Zweitverschütteten. Im Übrigen lässt sich die Markier-Taste auch mit dicken Handschuhen gut bedienen.
Im Test mit Störquellen am Körper machte das S2 ebenfalls einen guten Eindruck. Wie bereits erwähnt, werden vorhandene Störquellen wie ein Handy oder eine laufende Actioncam erkannt und die Suchstreifenbreite auf 20 Meter reduziert. In unserem Test konnten wir einen Wert von 18 Metern Distanz zwischen Suchendem und Erstverschüttetem in einer natürlichen Lage ermitteln. Das Zweitsignal wurde, nachdem der erste Sender markiert war, zunächst nicht gefunden, sodass in der Realität wieder Suchstreifen abgelaufen werden müssten. Bei entsprechender Suche konnten wir aber erneut einen Entfernungswert zum Zweitverschütteten von 18 Metern ermitteln. Somit liegen die Werte deutlich innerhalb der reduzierten Suchstreifenbreite. Hatte das Barryvox S2 erst einmal ein Signal gefunden, beobachteten wir keine Signalabbrüche, auch mit Störquellen am Körper.
Am Ende bekommt man mit dem Mammut Barryvox S2 ein sehr leistungsstarkes und zuverlässiges LVS-Gerät, das sich vor allem an Profis richtet. Technikbegeisterte und leidenschaftliche Skitouren- oder Schneeschuhgeher werden mit dem Gerät ebenfalls zurechtkommen. Dennoch ist ein UVP von 500 € eine deutliche Ansage und für etwas weniger Geld bekommt man auch schon unseren Testsieger, das Pieps Pro IPS, welches zudem noch etwas leistungsstärker ist. Sollte man sich jedoch für das Barryvox S2 entscheiden, wird man definitiv nicht enttäuscht.
Arva Evo BT
Das Arva Evo BT ist sozusagen der kleine Bruder des hier ebenfalls getesteten Arva Neo BT Pro und bietet eine solide Leistung zu einem fairen Preis. Für nur wenige Euro mehr bekommt man jedoch bereits das Neo BT Pro, welches mehr Funktionen und eine bessere Reichweite besitzt. Nichtsdestotrotz erhält man mit dem Evo BT ein einfaches und meist zuverlässiges LVS-Gerät.
An der Verarbeitung des Geräts gibt es fast nichts auszusetzen. Lediglich der Batteriedeckel ist etwas wackelig. Zudem wäre ein abgedichtetes Fach für die drei AAA-Batterien wünschenswert. Je nach Batterieart, Alkaline oder Lithium, beträgt die Laufzeit im Sendemodus zwischen 450 und 550 Stunden.
Auch bei diesem Gerät sollte vor der ersten Tour eine Kopplung mit dem Smartphone stattfinden. Über die integrierte Bluetooth-Schnittstelle sowie die notwendige Arva-App ist dies möglich. Ein kurzer Hinweis an dieser Stelle: Für die Kopplung muss aus unbekannten Gründen das Standortsignal am Handy aktiviert sein.
In der App selbst erhält man nützliche Geräteinformationen und kann das Handbuch herunterladen. Auch ein Softwareupdate ist über die App möglich. Unser Testgerät wurde mit der zum entsprechenden Zeitpunkt aktuellen Version V 1.4.0 getestet.
Nach Wunsch können in der App einige Änderungen am Evo BT vorgenommen werden. So kann der Gruppencheck-Modus aktiviert werden sowie die Umschaltzeit vom Such- in den Sendemodus im Falle einer Lawinennachverschüttung. Außerdem findet sich dort ein Hinweis auf eine LVS-Geräteprüfung, hierbei handelt es sich jedoch nur um einen Link, hinter dem Informationen zum Vorgehen sowie zu den Kosten stehen. Ein kleiner Hinweis noch: Sollte man die App in deutscher Sprache betreiben, sollte man keinen allzu großen Wert auf Rechtschreibung legen.
Sind alle Einstellungen vorgenommen, kann das LVS-Gerät auf Tour eingesetzt werden. Die generelle Bedienung ist sehr einfach. Der große Wahlschalter und die Verriegelung lassen sich gut bedienen, und auch die Taste der Markierfunktion lässt sich problemlos drücken, selbst mit dicken Fäustlingen.
Kommt es zu einem Ernstfall, bietet das Arva Evo BT folgende Reichweitenwerte: Im Test konnten wir eine Reichweite von 55 Metern für die X-Lage und 36 Metern für einen Sender in der Y-Lage ermitteln, was gute Werte sind. In der ungünstigen Z-Lage konnten wir eine Reichweite von 27 Metern nachweisen. Dies liegt zwar nicht mehr innerhalb der vom Hersteller angegebenen Suchbandbreite von 60 Metern, ist aber dennoch ein vernünftiger Wert.
Bei der Mehrfachverschütteten-Simulation konnten wir eine Reichweite von 44 Metern zum Erstsignal ermitteln. Bis zum Erreichen des Erstverschütteten zeigte uns das Arva keinen weiteren Sender an. Beim Markieren des Erstverschütteten sprang das Arva Evo BT nach einem kurzen Scan auf das Zweitsignal um. Somit hatte das Gerät augenscheinlich bereits das zweite LVS-Gerät erkannt, jedoch noch nicht am Display angezeigt. Anschließend lotste uns das Evo BT sicher auf direktem Weg sowie ohne Signalabbrüche entlang einer Feldlinie direkt zum Zweitverschütteten. Auch in der Feinsuche war stets ein stabiles Signal vorhanden, und das Einkreuzen verlief problemlos.
Bei der Mehrfachverschüttung mit Störsignalen zeigt das Arva Evo BT jedoch kleine Schwächen. Zwar weist das Gerät den Suchenden darauf hin, dass Interferenzen vorliegen, es zeigt jedoch nicht an, dass unter Umständen die Suchstreifenbreite reduziert sein kann. Auffällig war, dass beim Annähern an den Erstverschütteten sogenannte Phantomverschüttete angezeigt wurden. Im Ernstfall ist somit nicht klar, ob es sich um ein reales Lawinenopfer handelt oder nicht. Die Phantomsignale waren meist nur von kurzer Dauer, traten jedoch relativ häufig auf. Bei einer Entfernung von 20 Metern zum Erstverschütteten zeigte das Arva dann doch ein stabiles Signal bis zum Schluss. Gleiches Verhalten zeigte sich beim zweiten Sender mit ähnlicher Entfernung. Interessant war zudem, dass nach dem Markieren des Zweitverschütteten der Erstverschüttete wieder als zu suchend angezeigt wurde. Der Test zeigt eindrucksvoll, dass das Arva Evo BT empfindlich auf Störsignale reagiert und die Suche dadurch deutlich erschwert wird. Hier gilt es im Ernstfall, unbedingt darauf zu achten, alle unnötigen Geräte wie GPS-Uhr, beheizbare Handschuhe usw. abzulegen und das Handy möglichst weit entfernt vom LVS-Gerät zu platzieren, sollte man allein suchen müssen.
Abschließend lässt sich sagen, dass man mit dem Arva Evo BT ein solides LVS-Gerät mit vernünftigen Reichweiten erhält, das leicht zu bedienen und auch preislich fair ist. Dennoch reagiert es sehr empfindlich auf Störsignale, und für etwas mehr Geld bekommt man bereits das Arva Neo BT Pro, welches wir bevorzugen würden.
So haben wir getestet
Zunächst ermitteln wir die Reichweiten jedes Geräts. Dazu platzieren wir in einer Entfernung von 100 Metern vom Startpunkt einen Sender und gehen dann mit den einzelnen Testgeräten darauf zu. Bei einem stabilen Erstempfang notieren wir die jeweilige Reichweite.
Den Sender, ein aktuelles Mammut Barryvox, platzieren wir einmal parallel und anschließend senkrecht zur Laufrichtung, um die Reichweite für die X- und Y-Lage zu ermitteln. Am Ende platzieren wir den Sender noch stehend, um auch die Reichweite für die Z-Lage eines jeden Testgerätes zu bestimmen. Die Entfernungen messen wir jeweils mit einem Maßband aus.
Neben dem Reichweitentest simulieren wir noch eine Mehrfachverschüttung. Dazu platzieren wir in einer Entfernung von ca. 28 Metern schräg oberhalb des Mammut Barryvox ein Arva Neo BT Pro. Beide Geräte legen wir in einem Rucksack in einer spontanen oder natürlichen Lage in den Schnee. Danach ermitteln wir mit jedem Testgerät zunächst die Reichweite zum Erstverschütteten in dieser natürlichen Lage. So finden wir heraus, wann ein Gerät das Zweitsignal des Zweitverschütteten empfängt und anzeigt, wie uns die Testgeräte zu dem Zweitverschütteten führen und ob das Signal dabei stets stabil und der Weg der kürzeste entlang der Feldlinien ist.
Seit dem Testupdate im Winter 2025/26 untersuchen wir zudem die Mehrfachverschüttung mit Störquellen am Körper. Dazu platzieren wir ein laufendes GPS-Gerät in der Hosentasche sowie ein Handy mit laufendem GPS und Bluetooth in der Jackentasche. Zudem führen wir den Versuch mit einer laufenden Action-Cam durch. Wir evaluieren das Verhalten des suchenden LVS-Gerätes und schreiben die erhaltenen Reichweiten erneut auf.
Die wichtigsten Fragen
Welches ist das beste LVS-Gerät?
Das beste LVS-Gerät ist für uns das Pieps Pro IPS. Es ist sehr leistungsstark und bietet neben einer sehr hohen Suchbandbreite viele nützliche Funktionen. Damit spricht das Pro IPS sowohl den begeisterten Skitourengeher als auch den Bergführer an.
Wann brauche ich ein LVS-Gerät?
Sobald man sich im Winter abseits gesicherter Pisten mit den Skiern oder mit Schneeschuhen bewegt, ist eine LVS-Ausrüstung obligatorisch, wobei das LVS-Gerät die zentrale Rolle einnimmt.
Beeinflusst ein Handy oder eine GPS-Uhr das Signal des LVS-Geräts?
Werden bei der Suche eines Verschütteten ein Handy, eine GPS-Uhr oder beheizte Handschuhe nahe am LVS-Gerät getragen, dann können diese elektronischen Geräte das Signal stören.
Wann müssen die Batterien bei einem LVS-Gerät getauscht werden?
Sollte der Ladezustand unter 50 % fallen oder die Batterien über fünf Jahre alt sein, müssen diese getauscht werden, um die einwandfreie Funktion zu garantieren.
Sind LVS-Geräte von Rückrufaktionen betroffen?
Allgemein sind die Hersteller von LVS-Geräten sehr darauf bedacht, die einwandfreie Funktion zu gewährleisten. Bei Verdacht auf einen Produktfehler kann es also vorkommen, dass Chargen zurückgerufen werden. Es ist also sinnvoll, zu prüfen, ob das eigene Gerät von einer Rückrufaktion betroffen ist.













































































