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richtige Gartenbewässerung im Sommer Test: Aufmacher Bewässerung Im Sommer Rasenpflege Foto: ehrenberg-bilder / Adobe Stock

Die richtige Garten­bewässerung im Sommer

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Sommerliche Temperaturen sind schön. Halten sie jedoch länger an, leidet der Garten unter Trockenheit. Der Boden wird hart und verliert seine Aufnahmefähigkeit. Viele Gartenbesitzer stellen sich jeden Sommer die Frage, auf welche Weise sie am besten gießen, damit der Boden auch während der trockeneren Monate das Wasser gut aufnehmen und speichern kann. Wenn man an heißen Tagen aber einfach drauflos gießt, kann man den hitzegestressten Pflanzen sogar noch zusätzlich schaden.

Mit ein paar einfachen Tipps kann jeder die Pflanzen im Garten und auf dem Balkon optimal durch die heißen Tage bringen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit ausgetrocknetem Boden umgehen, welche Pflanzen besonders viel Wasser brauchen oder welche eher genügsam im Sommer sind. Außerdem gehen wir auf vermeidbare Fehler bei der Gartenbewässerung ein. Zum Schluss haben wir noch nützliches Equipment für Sie parat, mit dem das Gießen schneller erledigt ist, oder sogar voll automatisch erledigt wird.

Richtige Bewässerung – Basic-Tipps

Wie viel, wann und wie oft gießen?

Oft reicht die Regenmenge in heißen Sommerperioden nicht aus und die Pflanzen benötigen zusätzliches Wasser. Das gilt besonders für angelegte Gemüsegärten, Blumenbeete und Kübelpflanzen. Auch der Rasen oder Staudengewächse im Garten bekommen schnell Durst, wenn der Regen ausbleibt.

Abends gießen lockt Schnecken an, morgens ist besser

Die beste Zeit zum Gießen ist der frühe Morgen – je früher, desto besser. Das Wasser verdunstet dann nicht so schnell und kann in den Boden einziehen. Blätter, die beim Gießen nass geworden sind, können über den Vormittag hinweg abtrocknen. Neben dem Zeitpunkt der Bewässerung kommt es auch auf die richtige Menge an. Grundsätzlich sagt man: »Lieber einmal richtig als mehrmals zu wenig gießen.« So dringt das Wasser auch bis zu den Wurzeln vor und die Pflanzen können Wurzeln bilden, die tief in die Erde reichen und werden so resistenter gegen Trockenheit. Wenn nur oberflächlich gegossen wird, wachsen die Wurzeln weniger tief in den Boden.

Für den Gemüsegarten sind etwa 5 bis 10 Liter pro Quadratmeter eine gute Faustregel. Diese Wassermenge sollten Sie Ihrem Boden zwei- bis dreimal pro Woche gönnen. Für einzelne, große Gemüsepflanzen, wie Zucchini oder Kürbis rechnet man mit ungefähr 3 bis 5 Liter als eine gute Gabe Wasser. Bei hohen Temperaturen muss der Gemüsegarten täglich gegossen werden, bei anhaltend mehr als 30 Grad kann man auch zusätzlich abends noch wässern.

Im restlichen Garten kann man ein- bis zweimal pro Woche mit einer ungefähren Wassermenge von 10 bis 20 Litern pro Quadratmeter rechnen, in sehr heißen Perioden kann man auch mal 30 Liter geben. Bei neu eingesetzten Pflanzen sollte man auf keinen Fall so lange warten, bis der Boden ausgetrocknet ist, sondern auch dazwischen gießen, damit die jungen Wurzeln nicht austrocknen. Unter weit ausladenden Pflanzen ist die Erde oft sehr trocken. Daher sollte man nicht vergessen, auch die Flächen unter Bäumen und Sträuchern zu gießen.

Der Rasen muss nicht täglich gegossen werden, einmal pro Woche reicht bei sommerlichen Temperaturen völlig aus, wenn dafür ausgiebig gewässert wird. 20 Liter pro Quadratmeter sind ein guter Richtwert. Wenn das Wasser nicht ausreichend im Boden versickert, sondern schnell an der Oberfläche abfließt, bewässert man am besten zweimal hintereinander mit weniger Wasser.

richtige Gartenbewässerung im Sommer Test: Gartenbewässerung 2
Topfpflanzen benötigen im Sommer viel Wasser, besonders in Terrakotta-Töpfen, da dort die Flüssigkeit schneller verdunstet.

Pflanzen in Töpfen und Kübeln benötigen im Sommer intensive Pflege. Sie können im Topf nicht so tief wurzeln wie die Kollegen im Beet. Je kleiner der Topf ausfällt, desto mehr Wasser wird benötigt. Hängende Pflanzkörbe kann man im Sommer sogar zweimal täglich gießen. Viele Topfpflanzen machen bei starker Hitze trotzdem schlapp und gehören in den Schatten. Starkes Gießen ist dann oft nicht die beste Idee, denn das Wasser läuft meistens sofort durch die trockene Erde hindurch und aus dem Loch am Topfboden.

Man kann jedoch verdorrte Topfpflanzen häufig wiederbeleben. Dazu wird die Pflanze mitsamt Topf in einen Eimer Wasser gestellt. Wenn keine Luftblasen mehr aus dem Wasser aufsteigen, hat sich die Erde mit Flüssigkeit vollgesogen. Danach kann man überschüssiges Wasser einfach durch das Topfloch ablaufen lassen. Denn auch Staunässe ist nicht gut für die Pflanzen.

Häufige Fehler: Bei Mittagshitze mit dem Rasensprenger oder mit der Gießkanne komplett über Pflanzen zu gießen, sollte man unbedingt vermeiden. Die Wassertropfen auf den Blättern bündeln das Sonnenlicht wie eine Lupe und es besteht die Gefahr, dass Pflanzenteile verbrennen. Ein anderer Fehler ist das Übermaß. Wenn man sich nicht an die Mengen hält und regelmäßig zu viel gießt, können Spurenelemente und Stickstoff aus dem Boden gewaschen werden und fehlen dann den Pflanzen.

Schutz vor Verdunstung

Das richtige Wässern beginnt nicht mit der Kanne, sondern mit der Hacke. Unser Autor hat bereits von seinem Großvater gelernt: »Vor dem Wässern kommt einmal Hacken.« Wer mit einer Hacke die Oberfläche der Beete regelmäßig auflockert, unterbricht die Verdunstung und verbessert die Fähigkeit des Bodens, Wasser aufzunehmen. Auch zwischen Stauden kann man den Boden immer wieder ein wenig hacken. Gleichzeitig kann man dabei Unkraut entfernen. Dieses konkurriert mit den Beetpflanzen um das knappe Wasser im Sommer.

richtige Gartenbewässerung im Sommer Test: Gartenbewässerung
Erde auflockern im Salatbeet.

Das Mulchen von Beeten verringert ebenfalls die Verdunstung von Wasser. Dazu kann man verwenden, was gerade im Garten anfällt: Rasenschnitt, am besten schon getrocknet, oder klein gehäckselter Strauchschnitt von Hecken und Büschen. Mit dem Testsieger-Häcksler aus unserem großen Vergleichstest ist es leicht, abgeschnittene Äste, Laub und sämtliches Grünzeug in feines Mulchmaterial zu verwandeln.

Leiser Häcksler

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Die solide, durchdachte Konstruktion erzeugt feines Schnittgut und freut die Nachbarn, weil er leise ist.

Der Atika AMF 2800 erzeugt gleichmäßiges, feines Häckselgut und schont dabei mit seiner geringen Lautstärke die Nerven der Nachbarn. Bei diesem Gerät brauchen Sie keinen Gehörschutz. Selbst dicke Äste werden automatisch eingezogen. Feines Material ist aufgrund der schmalen Öffnung aber nicht unbedingt seine Stärke.

Den Rasen mähen Sie im Sommer am besten nicht zu kurz und nicht zu oft. Häufiges Mähen macht die Grashalme empfindlicher gegenüber Trockenheit. Im Hochsommer sollte die Schnitthöhe nicht kürzer sein als 4 bis 5 Zentimeter. Während starker Hitzewellen schadet es auch nicht, wenn der Rasen noch einmal 2 bis 3 Zentimeter höher steht.

Regenwasser nutzen

Regenwasser ist eindeutig die beste Gartenbewässerung. Es ist gratis und enthält keinen Kalk oder konservierende Stoffe wie Chlor. Kalkhaltiges Leitungswasser führt bei vielen Pflanzen dazu, dass sie Nährstoffe schlechter aufnehmen. Außerdem kommt das Wasser viel zu kalt aus der Leitung. Wer keine andere Möglichkeit hat, sollte das Leitungswasser in der Gießkanne einen Tag lang stehen lassen.

Regenwasser lässt sich überall auffangen, wo es ein wenig Dachfläche und eine Regenrinne gibt. Das kann ein Gartenhäuschen, eine Garage oder auch ein überdachter Fahrradabstellplatz sein. Zur Auswahl der passenden Regentonne haben wir eine kleine Übersichtstabelle für Sie erstellt. Je nach Größe und Wasserbedarf des Gartens können Sie die passende Tonne auswählen. Viele Gärtner haben zwei Tonnen im Garten stehen, um sich weite Wege mit der vollen Gießkanne zu sparen.

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Mit einer Zisterne kann man sich teilweise unabhängig von der Wasserversorgung machen. Die großen unterirdischen Tanks sind direkt an die Regenrohre am Haus angeschlossen und können je nach Größe mehrere zehntausend Liter Wasser speichern.

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Unterirdische Regenwassernutzungsanlagen und Regenwasserzisternen können Brauchwasser und Gießwasser speichern. Das spart Trinkwasser.

Mit großen Pumpen, auch Hauswasserwerke genannt, wird das Wasser dann dorthin transportiert, wo es benötigt wird. Das geht sogar so weit, dass man das Regenwasser als Brauchwasser im Haus nutzen kann, etwa für die Toilettenspülung oder für einen Wasserhahn im Außenbereich.

Die perfekte Gießausrüstung

Nachdem die Regentonne aufgestellt wurde und volllaufen kann, ist es Zeit für die passende Ausstattung, um das Wasser optimal im Garten zu verteilen. Eine Gießkanne haben die meisten Gärtner zu Hause. Damit lässt sich wassersparend gießen, das Wasser erreicht nur den Fuß der Pflanzen und wird nicht auf den Blättern verteilt.

Bei frisch eingesetzten Pflanzen sind Gießringe empfehlenswert. Diese Kunststoffringe werden in die Erde um die Pflanze gesteckt, damit das Wasser dort versickert, wo es hingegossen wurde. Doch das Schöpfen, Tragen und Gießen per Hand kann mit der Zeit ziemlich anstrengend werden.

Mit einer Gartenpumpe kann man für deutliche Erleichterung sorgen. Damit lassen sich Gießkannen ohne Bücken oder Heben auffüllen oder das Wasser wird direkt über einen angeschlossenen Schlauch verteilt. Diese Pumpen gibt es inzwischen sogar mit Akku. Auf diese Weise muss man kein Stromkabel mehr durch den Garten legen.

Akku-Fasspumpe

Gardena Akku-Regenfasspumpe 2000/2 18V P4A

Akku einlegen, Schlauch anschließen und los gießen: Die Gardena-Pumpe ist ideal für kleine und mittlelgroße Gärten.

Die einfachste Lösung sind kleine Fasspumpen, die ins Wasser gehängt werden. Sie befördern Klarwasser in null Komma nix aus der Regentonne, aus dem Pool oder aus dem Teich zum Zielort.

Beste Tauchpumpe

Al-Ko SUB 13000 DS Premium

Die beste Tauchpumpe in unserem Vergleichstest war die AL-KO SUB 13000 DS. Sie hat einen relativ schmalen Durchmesser von 24 Zentimetern. Daher passt sie auch in schmale Schächte.

Neben einem grünen Daumen ist ein ordentlicher Gartenschlauch ein unerlässliches Utensil. Doch welcher Gartenschlauch ist der richtige für den Hobbygärtner? Welcher funktioniert gut, ohne ständig abzuknicken?

Diese Fragen beantworten wir in unserem Gartenschlauch-Test. Dabei haben wir sogar Schläuche mit dem Auto überfahren, um ihre Robustheit zu testen.

Bester Gartenschlauch

Gardena Comfort HighFlex Schlauch 13 mm

Der Gardena Comfort Highflex ist für uns der beste klassische Gartenschlauch, weil er Stabilität und Flexibilität zu einem fairen Preis bietet.

Rasensprenger können zum Gießen des gesamten Gartens eingesetzt werden und nicht nur für den Rasen. Dabei ist allerdings nicht nur die Wassermenge entscheidend, sondern auch die gleichmäßige und somit sinnvolle Verteilung. Die Flächenregner sind nicht besonders wassersparend, da viel Wasser auf den Blättern der Pflanzen landet und verdunstet. Aber wenn die Regenfässer gut gefüllt sind, kann man darauf zurückgreifen und sich die Schlepperei schwerer Gießkannen sparen. Man benötigt nur eine Pumpe, wie Al-Ko Sub 1300 Premium weiter oben und einen Rasensprenger. Hier können wir wieder unseren Testsieger empfehlen:

Bester Rasensprenger

Gardena AquaZoom Compact

Von insgesamt 34 getesteten Gartensprengern war der Gardena AquaZoom Compact der beste. Er gefällt durch seine kompakte Bauform, die keinen Nachteil gegenüber breiten Rasensprengern hat – ganz im Gegenteil.

Der Perlschlauch zur Tröpfchenbewässerung von Beeten ist eine wassersparende Alternative zum Rasensprenger. Die Schläuche geben das Wasser kontrolliert und tropfenweise in einer Menge von etwa  5–10 Litern pro Minute entlang des Schlauches ab. Das spart im Vergleich zur Beregnung eine Menge Wasser.

Wenn Ihr Garten nach Wasser schreit, Sie aber lieber in den Biergarten gehen oder sich im Urlaub nicht um ihre Pflanzen kümmern können, dann ist ein Bewässerungscomputer die perfekte Lösung. Es gibt verschiedene Varianten, je nachdem, wie groß der Garten ist und was alles gegossen werden soll. Bewässerungscomputer werden an eine Gartenpumpe oder einen Wasserhahn angeschlossen. Programmgesteuert gibt die Zapfstelle ihr Ventil eine Zeit lang frei, wodurch der angeschlossene Bewässerungsstrang mit Sprinkler, Regner, Tropfschlauch oder anderem vorhandenem Equipment betrieben wird.

Bester Bewässerung­computer

Gardena Select

Der Gardena Select bietet alles, was man für den heimischen Garten braucht. Er weist kaum Druckverlust auf und ist einfach zu bedienen. Er lässt sich mit Bodenfeuchte- und Regensensoren erweitern, bietet viele Einstellungsmöglichkeiten und kostet nicht viel.

Tipps zur Optimierung

Bei der Bewässerung mit dem Rasensprenger oder mit dem Gartenschlauch stellt sich natürlich die Frage: Wann wurde genügend gegossen? Dazu gibt es ein paar einfache Hilfsmittel, die dabei helfen, genau die richtige Menge zu gießen. Mit dem Regenmesser können Sie ganz einfach die Wassermenge kontrollieren.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 15
Immer schön den Regenmesser unter den Sprenger stellen, dann wissen Sie ganz genau, wann sie ihn wieder abstellen sollen.

Mit einem Feuchtigkeitsmesser ist sofort klar, wann wieder gegossen werden muss. Bei manchen Bewässerungscomputern können die Sensoren direkt eingebunden werden. Dann startet die Bewässerung automatisch, sobald der Boden zu trocken wird.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 16
Das Feuchtigkeitsmessgerät misst die Feuchtigkeit auch tiefer im Boden.

Ein Durchflussmesser, auch Wasseruhr oder Wasserzähler genannt, kann die Menge des verbrauchten Wassers beim Sprengen oder beim Gießen mit dem Schlauch anzeigen. So weiß man genau, ob der Fleck, den man gerade gießt, laut Faustregel bereits genug getrunken hat.

Rasensprenger Test: Test Rasensprenger 01
Mit einem Durchflussmesser kann die Menge des verbrauchten Wassers beim Sprengen anzeigen.

Wenn man ansonsten alles richtig gemacht hat, dürfte dem Garten aber auch ein Tag mit weniger Wasser nicht besonders viel ausmachen. Dann nämlich ist der Boden gesund und kann genügend Wasser speichern bis zum nächsten Regen – oder bis zu nächsten Gießrunde, je nachdem, was eher ansteht.

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