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AUTOSZENE : Maybach vor dem Aus?

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An dieser Stelle ist vor Jahresfrist schon einmal über das Schicksal von Maybach spekuliert worden. Ende Dezember 2010 gab es plötzlich Gerüchte, Maybach könne künftig mit Aston Martin zusammenarbeiten.

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          An dieser Stelle ist vor Jahresfrist schon einmal über das Schicksal von Maybach spekuliert worden. Ende Dezember 2010 gab es plötzlich Gerüchte, Maybach könne künftig mit Aston Martin zusammenarbeiten. Jetzt ist diese Liaison abermals auf der Tagesordnung, wobei sich an der Grundsituation nichts geändert hat. Maybach ist eigentlich nicht zu halten. Daimler versenkt mit dem Engagement in der absoluten Oberklasse Jahr ums Jahr Millionen, und wie Aston Martin dabei helfen soll, dies nicht mehr zu tun, ist rätselhaft. Klar, die Jungs um ihren aus Deutschland stammenden Chef Ulrich Bez haben Erfahrung im Kleinserienbau, aber wie soll das Maybach weiterbringen? Soll die Produktion nach England zu Aston Martin verlegt werden? Kaum vorstellbar. Soll in der Maybach-Manufaktur in Sindelfingen für Aston Martin gearbeitet werden? Das wäre logischer. Aston Martin könnte die Kapazitäten erhöhen, die Manufaktur wäre besser ausgelastet. Hat Maybach doch 2010 keine 200 Autos gebaut und ist damit meilenweit vom einstigen Ziel von 1000 Stück je Jahr entfernt. Maybach als verlängerte Werkbank für Aston Martin? Eine nette Vorstellung. Und ein Hirngespinst. Eben hat Bez die Produktion des viertürigen Aston Martin Rapide von Graz (bei Magna-Steyr) nach Gaydon geholt. Ohnehin wäre es eine Niederlage, wenn Daimler für Maybach einen Partner bräuchte. Wahrscheinlich sollte das von Anfang an halbherzig angegangene Experiment schlicht beendet werden. Rolls-Royce und Bentley sind zu stark.

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