https://www.faz.net/-igz-aggcw

Urlaub im Ländervergleich : Die Bayern haben die meisten freien Tage

  • Aktualisiert am

Am Tegernsee lässt es sich auch gut Urlaub machen. Bild: dpa

Die durchschnittliche Anzahl der Urlaubstage und die Zahl der Feiertage variiert von Bundesland zu Bundesland. Wer wie viel frei hat und wie sich mit wenig Urlaubstagen lange Freizeit-Phasen basteln lassen.

          2 Min.

          Der Urlaub in der Corona-Zeit musste zwar häufig auf Balkonien stattfinden, aber ins kommende Jahr blicken viele Beschäftigte in dieser Hinsicht wieder optimistischer. Wie viele freie Tage dabei überhaupt zur Verfügung stehen werden, variiert aber beträchtlich. Das zeigt eine neue Auswertung der Internetportale Gehalt.de und Urlaubsguru. Nicht nur haben die Bundesländer unterschiedlich viele Feiertage, auch sind die Urlaubsansprüche je nach Branche und Beruf verschieden hoch.

          Im Durchschnitt haben Beschäftigte in Deutschland 28,3 Urlaubstage zur Verfügung, so haben es die Vergütungsspezialisten anhand von mehr als 233.500 Datensätzen errechnet. Frauen kommen dabei mit 27,6 Tagen im Jahr auf etwas weniger als Männer, die bei 28,8 Tagen liegen. Das muss kein Zeichen für Diskriminierung sein, sondern kann auch daran liegen, dass Frauen häufiger in Berufen oder Branchen arbeiten, in denen die Urlaubsansprüche geringer sind.

          Alter der Beschäftigten spielt untergeordnete Rolle

          Tendenziell steigt die Anzahl der freien Tage auch mit der Unternehmensgröße an. In kleineren Betrieben mit bis zu 100 Mitarbeitern kommen die Beschäftigten der Auswertung zufolge im Schnitt auf 27,4 Tage Urlaub im Jahr, in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern sind es dagegen rund 29,5. Auch Führungskräfte können sich in der Regel über etwas mehr freie Tage freuen als Fachkräfte.

          Das Alter der Beschäftigten spielt hingegen eher eine untergeordnete Rolle. Zwar wächst die Zahl der verfügbaren Urlaubstage mit zunehmendem Alter, doch bleiben die Unterschiede überschaubar. So hat die Gruppe der unter 25-Jährigen im Schnitt 27,8 Tage Urlaub und die Gruppe der über 55-Jährigen 28,6 Tage.

          Bis zu 63 freie Tage sind 2022 drin

          Die Berufswahl fällt da schon deutlich stärker ins Gewicht. Friseure liegen am unteren Ende der Urlaubsanspruchsrangliste und profitieren im Schnitt nur von 23,6 Tagen im Jahr. Ähnlich wenig gibt es für Kellner und Fotografen. Filialleiter in Banken hingegen können sich über den Spitzenplatz der Rangliste freuen und kommen auf durchschnittlich 30,4 Urlaubstage im Jahr. Fast ebenso gut sieht es für niedergelassene Ärzte sowie Chefärzte in Kliniken und Pharmareferenten aus. Repräsentativ sind die Daten übrigens nicht, da sie auf Angaben beruhen, die Beschäftigte von sich aus im Internet hinterlassen; somit können bestimmte Branchen oder Berufe über- oder unterrepräsentiert sein.

          Die Vergütungsexperten weisen in ihrer Auswertung auch darauf hin, dass die Anzahl der Feiertage von Bundesland zu Bundesland variiert. So gibt es in Bayern mit 13 Feiertagen pro Jahr die meisten, während Arbeitnehmer in vielen norddeutschen Bundesländern nur von 10 Feiertagen profitieren können.

          Durch geschickten Einsatz von Brückentagen lassen sich um die Feiertage herum relativ lange Urlaubszeiten mit relativ wenigen Urlaubstagen basteln. Bis zu 63 freie Tage können demnach 2022 durch eine geschickte Verteilung des Urlaubs freigeschaufelt werden – sehr viel mehr als noch im laufenden Jahr 2021, in dem viele Feiertage aufs Wochenende fallen. So war der 1. Mai ein Samstag. Der 3. Oktober wird ein Sonntag sein; auch die beiden Weihnachtsfeiertage 25. und 26. Dezember fallen auf ein Wochenende.

          Topmeldungen

          Ein Polizist kontrolliert einen Autofahrer in Stuttgart während der Ausgangsbeschränkungen im Dezember 2020.

          Corona-Auflagen : Bundesnotbremse war verfassungsgemäß

          Die im April 2021 beschlossene „Bundesnotbremse“ war mit dem Grundgesetz vereinbar – auch die Schulschließungen. Doch das Verfassungsgericht hat nun erstmals ein „Recht der Kinder und Jugendlichen gegenüber dem Staat auf schulische Bildung“ anerkannt.
          Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Oliver Krischer warnt vor dem Zurückbleiben Deutschlands im Bereich Klimatechnik.

          Koalitionsvertrag : „Die Ampel macht die Energie billiger“

          Oliver Krischer erwartet das Kohle- und Verbrenner-Aus definitiv 2030 und sieht keine Zukunft für Nord Stream 2. Der grüne Fraktionsvize warnt vor „Green Leakage“: China könnte Deutschland die neueste Klimatechnik abluchsen.
          Ein Mitarbeiter zeigt in einer Corona-Abstrichstelle einen Abstrich für einen Corona-Test.

          Corona-Liveblog : Omikron-Fall in Leipzig ohne Bezug zum Ausland

          Braun nach Karlsruher Urteil: „Wir brauchen jetzt eine Notbremse“ +++ Moderna-Chef: Impfstoffe bei Omikron wohl weniger wirksam +++ Biontech liefert früher Vakzin-Nachschub +++ Entwicklungen zur Pandemie im Corona-Liveblog.