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Kampf gegen Amazon : Online ist nicht alles

  • -Aktualisiert am

Ein Verteilzentrum von Amazon wird Ende September 2019 in Erfurt eröffnet. Bild: dpa

Amazon treibt den stationären Handel vor sich her. Inzwischen kann man Pakete des Onlineversandhändlers sogar bei der Offline-Konkurrenz abholen. Doch auch der stationäre Handel hat noch eine Zukunft.

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          Es ist ein Schritt, der verzweifelt anmutet. Wer ein Paket bei Amazon bestellt hat, kann es inzwischen in einigen Geschäften von Karstadt-Kaufhof abholen. Ähnlich wie schon an Tankstellen gibt es diesen Service nun auch bei der traditionsreichen Einzelhandelskette. Wer dem Online-Giganten nichts entgegensetzen kann, muss sich mit ihm verbünden? Was auf den ersten Blick widersinnig erscheint, hat für Karstadt-Kaufhof-Chef Stephan Fanderl durchaus Charme: Mit dem Angebot lockt er Menschen in die Geschäfte. Zudem gibt es erste Messungen, nach denen Kunden, die einmal im Laden stehen, noch zusätzlich Umsatz bringen. So erinnert sich vielleicht sogar eine Zielgruppe, die Karstadt-Kaufhof längst vergessen hat, dass man in den großen Shoppinghäusern auch noch einkaufen kann.

          Die Gesellschaft hat sich unverkennbar in eine Zwickmühle manövriert. Die Innenstädte veröden, während die Straßen von den Lastwagen der Paketdienste verstopft werden. Kostenlose Retouren und gute Arbeitsbedingungen für Paketboten passen auch noch nicht zusammen. Gleichzeitig machen die Online-Versender offenbar einiges besser als die stationären Händler: Sie sind vor allem dafür verantwortlich, dass sich der Handel in Zeiten von Rezessionsangst stabil präsentiert. Getrieben vom E-Commerce dürfte der Umsatz in diesem Jahr um 2 Prozent auf rund 537 Milliarden Euro zulegen. Der Online-Handel wird, so erwartet es der Handelsverband HDE, um 8,5 Prozent wachsen, der stationäre tritt mit nominal 1,3 Prozent praktisch auf der Stelle.

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