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Autorenporträt / Wiele, Jan Christopher

Jan Wiele

(wiel)

Geboren 1978 in Herford. Studium der Anglistik und Germanistik in Heidelberg, danach zunächst Deutschlektor in der Tschechischen Republik und an der amerikanischen Ostküste. Freie journalistische Tätigkeit, auch für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. 2010 Promotion in Heidelberg mit einer Arbeit über Metafiktion im modernen Roman. Nach einem Volontariat bei der F.A.Z. freier Autor für das Feuilleton; seit Januar 2015 dort Redakteur mit den Schwerpunkten Literatur und Popmusik.

F.A.Z., Feuilleton

Aktuelle Beiträge von Jan Wiele

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  • Warum grüßt in Bernhard Schlinks „Der Sommer auf der Insel“ der Fährschiff-Kapitän mit „Moin Moin“ und der Sandburgenbau geht in Doktorspiele über?

    Neues von Bernhard Schlink : Spannung, durch Kitsch ruiniert

    Bernhard Schlink, am Krimi geschulter Bestellerautor, hat einen Erzählband über „Abschiedsfarben“ geschrieben. Aber so zuverlässig er Spannung aufbaut, so zuverlässig zerstört er sie wieder.
  • Durchaus noch idyllisch, auch wenn die Stimmung schnell umschlagen kann: Neu Meteln.

    Bei der Bachmannpreisträgerin : Hinter der Kornkante

    Besuch in einem mecklenburgischen Dorf, das bei Christa Wolf und Sarah Kirsch Literaturgeschichte schrieb. Die Bachmannpreisträgerin Helga Schubert lebt dort und erinnert sich an ein halbgebildetes Kleinbürgermilieu der DDR.
  • Alanis Morissettes Comeback : Wie man Wunder verpasst

    Nach Jahren erscheint ein neues Album von Morissette: „Such Pretty Forks in the Road“. Ihre Chuzpe ist wieder da, aber an der Musik stimmt etwas nicht. Sie klingt, als hätten die Produzenten von Andreas Bourani mitgemischt.
  • Irgendwo im Mittleren Westen: Was wurde aus denen, die einst auf den Stühlen saßen?

    Edgard Lee Masters’ Klassiker : Die Toten dieser Kleinstadt sprechen noch

    Was sie noch zu sagen hätten, dauert ein paar Zigaretten: Edgar Lee Masters gab vor gut hundert Jahren den verstorbenen Bewohnern des fiktiven Städtchens Spoon River eine lyrische Stimme. Jetzt reden sie ungekürzt auf Deutsch.
  • Also ich habe nicht ein Wort verstanden! - Wenn die Telekonferenz wieder klingt wie live aus dem Babyfon.

    Schlechter Telefon-Sound : Der Scatman funkt im Kellerloch

    Beim digitalen Kommunizieren albträumen wir gerade die Verzerrungseffekte der Popmusik in grotesker Verdichtung. Wohl noch nie war die Telefon-Qualität so schlecht wie heute.
  • Huey Lewis wird siebzig : Square Dance mit Dr. Hip

    Wer wäre nicht gern zu seiner Musik einmal Marty McFly gewesen? Huey Lewis, der Happy Camper des Rock and Roll, der nicht nur Teenager an die Macht der Liebe glauben ließ, wird siebzig.
  • Ihre Lesung kam aus dem heimatlichen Garten in Mecklenburg: Helga Schubert

    44. Tage der Literatur : Bachmannpreis für Helga Schubert

    In einem Jahrgang mit starker Jury und schwachen Texten sticht einer klar heraus: Die achtzig Jahre alte Helga Schubert gewinnt mit ihrer autobiographischen Jahrhundert-Erzählung „Vom Aufstehen“ den Bachmannpreis.
  • Neues von den Liedermachern : Zur Seite gehen, das Glück sehen

    Reinhard Mey trinkt auf seinem Spätwerk-Album „Das Haus an der Ampel“ aus dem goldenen Becher der Erinnerung. Und stellt fest: Wir sind nur Gäste im Hotel zum ewigen Gang der Gezeiten.