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Autorenporträt / Seidl, Claudius

Claudius Seidl

(cls)

wurde am 11. Juni 1959 in Würzburg geboren. Abitur 1977 in Bamberg. Studium in München, Theater- und Politikwissenschaft; Volkswirtschaftslehre zum Ausgleich. Genauso wichtig war das Studium der Filmgeschichte im Münchner Filmmuseum bei Enno Patalas. Erste Filmkritiken 1983 in der „Süddeutschen Zeitung“, seit 1985 auch in der „Zeit“. 1990 Eintritt in die Redaktion des „Spiegels“, als Chef eines kleinen Ressorts, das sich mit populärer Kultur befasste. 1996 Wechsel zur „Süddeutschen Zeitung“ als stellvertretender Feuilletonchef. Von 2001 bis 2020 Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Seither Redakteur im Feuilleton. Bücher über den deutschen Film der Fünfziger, über Billy Wilder, das barbarische Berlin und die Frage, warum wir nicht mehr (oder ganz anders) altern. Bücher mit Till Brönner und Michael Ballhaus.

Sonntagszeitung, Feuilleton

Aktuelle Beiträge von Claudius Seidl

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  • „Gesundere, frohere, lässigere Männer als jene, die dann kapitulierten, müssen das gewesen sein – und wenn die Kinder von damals sich Jahrzehnte später zu erinnern versuchten, dann klangen ihre Erzählungen so, als wäre die amerikanische Armee nicht marschiert, sondern hätte Deutschland quasi im Tanz genommen“: Ein junger amerikanischer Soldat spielt mit deutschen Kindern und deren Hund.

    75 Jahre Amerikanisierung : How deutsch are we?

    Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg – und die amerikanische Kultur hielt Einzug in Westdeutschland. Die Jugend war offen für die neue Lässigkeit.
  • Das „Coward House“ in Nottingham, 1970 von David Shelley entworfen.

    Wie sollen wir wohnen? : Das richtige Leben im richtigen

    Wohnen, was ist das eigentlich – und kann es überhaupt gelingen? Jetzt, da die Menschen zu Hause bleiben sollen, stellt sich die Frage, ob es gut ist, dauernd ganz bei sich zu sein.
  • Capri in der vergangenen Woche, abends um halb zehn.

    Zwei stille Tage auf Capri : Der Abstand der Dinge

    Es gibt ein paar Gründe, den Golf von Neapel für die schönste Landschaft der Welt zu halten. Und doch gibt es Gründe für die vorgezogene Abreise: Im Urlaub auf Capri, während ganz Italien zur „zona rossa“ erklärt wird.
  • Ist das Gerede vom „großen Austausch“, die Drohung, dass man „sie“ jagen werde, Ausdrucksform eines grassierenden Wahnsinns?

    Der Hass und seine Stimmen : Sie sind nicht krank

    Warum die Verbindung zwischen den Morden in Hanau und der Propaganda der Rechtspopulisten die Taten nicht weniger unfassbar macht. Und wieso es falsch ist, die Neuen Rechten zu pathologisieren.
  • Durch die Thüringen-Krise wieder in aller Munde: AfD-Fraktionsvorsitzender Björn Höcke im Plenarsaal in Erfurt.

    Neue Rechte : Wer sie nur für reaktionär hält, unterschätzt sie

    Wenn es in der Politik nicht mehr um die Artikulation von Interessen, sondern nur noch um Identität geht, bleibt nichts mehr, worüber man verhandeln könnte. Niemand beherrscht diese Identitätspolitik besser als die Neue Rechte.
  • Peter Kurth, der in der Serie „Babylon Berlin“ so aussieht, als wäre er ein Wiedergänger von Otto Wernicke aus Fritz Langs „M“.

    Die doppelten zwanziger Jahre : Das Jahrhundert und sein Double

    Fangen in zehn Tagen tatsächlich die zwanziger Jahre an? Haben sie jemals aufgehört? Und woran liegt es, dass die Gegenwart in der Welt von vor hundert Jahren ihre Kämpfe, Konflikte und Hoffnungen wiederzuerkennen glaubt?
  • Mario Adorf  in Essen

    Mario Adorf im Gespräch : Ein halber Italiener

    Mario Adorf wird nächstes Jahr neunzig. Ein Gespräch über alte und neue Nazis, Karriere im Ausland und über seine sehr deutsche Liebe zur Heimat seines Vaters.
  • Greta Thunberg : Die schrecklichen Kinder

    Ist da ein Hauch von Stephen King, wenn Greta spricht? Warum uns die junge Klimaaktivistin so heftig verstört. Und warum das so sein muss.
  • Schwabing in den Sechzigern: das italienische Eis-Café „Rialto“

    Mythos Schwabing : Die angeblich besseren Zeiten

    Habermas hält Hof, Langhans fährt Fahrrad, Enzensberger überstrahlt das trübe Wetter: Schwabing ist seit jeher Münchens Ort des Geistes und der Libertinage. Doch lebt der Mythos noch, oder steht er kurz davor, in Ruhestand zu gehen?
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