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Private-Equity-Markt : In den Startlöchern

Zeitweilig sahen die Ferienparks von Roompot sehr verlassen aus. Private-Equity-Investor KKR zahlte im Juni dennoch 1,1 Milliarden Dollar für das Unternehmen. Bild: dpa

Auf dem Private-Equity-Markt geht es seit Ausbruch der Corona-Krise ruhiger zu. Doch die Anleger stehen Gewehr bei Fuß und warten auf ein Abklingen der Krise.

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          Die Corona-Krise ist auch am Markt für Private Equity, dem direkten Investieren in Unternehmen, nicht spurlos vorübergegangen. Doch der große Schreck blieb aus. Die Wertansätze der Fonds fielen bei weitem nicht so stark wie die Aktienkurse und erholten sich dann deutlich schwächer, beobachtete der Branchendienst Pitchbook. Die Anleger seien letztlich verhältnismäßig ruhig geblieben, sagt auch Ferdinand von Sydow, Geschäftsführer bei HQ Capital, dem Private-Equity-Arm der Harald-Quandt-Gruppe. Frühzeitig habe man mit den Managern der Fonds, in die man für seine Anleger investiert, Kontakt aufgenommen, um die Kunden mit einer Einschätzung zu versorgen. Diese habe sich insgesamt bewahrheitet, und das habe die Kunden beruhigt.

          Martin Hock

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nichtsdestoweniger haben die Zuflüsse in Private-Equity-Fonds über den Gesamtmarkt in diesem Jahr deutlich abgenommen. „Die Entscheider hatten zunächst einmal andere Themen und wollten zudem nicht, dass mit den drastischen Kursrückgängen an den Wertpapiermärkten ihre Private-Equity-Quoten zu sehr ansteigen“, sagt Matthias Reicherter, Geschäftsführer bei Golding Capital. Indes hätten einige Investoren sogar im März und April Anteile aufgestockt, berichtet von Sydow. Auch der seinerzeit begebene hauseigene Fonds sei mit 750 Millionen Euro größer ausgefallen als ursprünglich geplant.

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