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Wie erkläre ich’s meinem Kind? : Wie Sonnencreme unsere Haut schützt

Sonnencreme auf dem Rücken: ein schönes Gefühl Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 06:26

Sonnencreme auf dem Rücken: ein schönes Gefühl Bild: Picture-Alliance

Jeder Tag am Strand beginnt damit, die Luftmatratze aufzupusten und sich einzucremen. Denn Sonnencreme schützt uns davor, einen Sonnenbrand zu bekommen. Das weiß doch jedes Kind! Aber wie macht sie das?

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          Unsere Haut kann eine ganze Menge aushalten. Sogar vor Sonnenstrahlen kann sie sich eine Weile selber schützen. Dafür baut unser Körper bis zum 12. Lebensjahr eine Hornschicht auf, die wie ein Schutzschild funktioniert. Bei jüngeren Kindern fehlt dieser Schutz noch. Außerdem können die Pigmentzellen in unserer Haut den Farbstoff Melanin bilden. Dieser spannt sich wie ein Sonnenschirm über die DNA im Zellkern und schützt sie so vor Schäden. Übrigens ist Melanin auch der Grund, warum wir in der Sonne braun werden. Wenn wir uns aber den ganzen Tag in der Sonne aufhalten wollen, braucht unsere Haut Unterstützung.

          Bei der Entwicklung der Sonnencreme hat man sich zwei physikalische Gesetze zu Nutze gemacht, um die Sonnenstrahlen von der Haut fernzuhalten: das Reflektieren, also das Zurückwerfen von Strahlung, und das Absorbieren, das Aufnehmen. Sonnencremes enthalten mineralische Stoffe, die nach dem Eincremen auf der Haut bleiben und wie kleine Spiegel das Sonnenlicht zurückwerfen. Sie sind auch der Grund, warum man manchmal nach dem Eincremen so weiß aussieht. Mittlerweile sind diese Partikel so klein, dass unser Auge sie kaum noch als weiß wahrnimmt. Dann gibt es noch die chemischen Filter, die Sonnenstrahlen aufnehmen und ihre Energie in Form von Wärme wieder abgeben. Sie ziehen nach dem Eincremen in die oberste Hautschicht ein und bilden dort einen Schutzfilm. Sonnencremes für Erwachsene enthalten eine Mischung aus beiden Sonnenschutzfiltern, Produkte für Kinder haben dagegen meistens nur physikalische Sonnenschutzfilter zum Reflektieren.

          Das Gefährliche am Sonnenlicht ist die ultraviolette Strahlung – oder kurz: UV-Strahlung. Sie ist der energiereichste Teil der optischen Strahlung, zu der neben UV-Strahlung natürlich noch alles gehört, was wir sehen können, und auch die Infrarotstrahlung. UV-Licht dringt tief in die Haut ein. Dort beschädigt es die Erbinformationen in unseren Zellen. Unser Körper hat zwar ein Reparatursystem für solche Schäden, wer aber viel in der Sonne ist oder oft Sonnenbrand hat, überlastet dieses System.

          Bild: F.A.Z.

          UV-Strahlen kann man in drei Gruppen einteilen: UV-A, B und C. Über UV-C-Strahlen müssen wir uns keine Gedanken machen, die werden in der Erdatmosphäre gefiltert und erreichen gar nicht erst den Boden. Auch von den UV-B-Strahlen wird ein Teil von der Atmosphäre abgehalten. Die UV-A-Strahlen dagegen erreichen fast ungebremst die Erde und schädigen genau wie UV-B-Strahlen unsere Haut.

          Bei einem Sonnenbrand schädigen die UV-Strahlen zuerst die oberste Hautschicht. Daraufhin entzündet sich die darunterliegende Schicht, die Lederhaut. Durch die Erweiterung der Blutgefäße färbt sich die Haut rot. Diese Rötung ist die erste Stufe des Sonnenbrands und wird in der Medizin Erythem genannt. Hellhäutige Menschen mit blonden Haaren bekommen diese Rötungen im Durchschnitt schon nach fünf bis zehn Minuten Sommersonne, bei dunkelhaarigen Menschen dauert es ohne Sonnencreme zwischen zehn und zwanzig Minuten, bis sich die Haut rötet. Bei längerem Sonnenaufenthalt kommen zu den Rötungen noch Blasen dazu. Außerdem können nach jedem Sonnenbrand Narben auf der Haut zurückbleiben. Langfristig sorgen häufige Sonnenbrände dafür, dass unsere Haut schneller faltig wird und die Gefahr steigt, Hautkrebs zu bekommen.

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