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Wie erkläre ich’s meinem Kind? : Wie Kunstschnee entsteht

Eine Schneegarantie gibt es auch in den Schweizer Alpen nicht – dafür jede Menge Schneekanonen, die Kunstschnee auf die Pisten zaubern. (Archivbild) Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 06:31

Eine Schneegarantie gibt es auch in den Schweizer Alpen nicht – dafür jede Menge Schneekanonen, die Kunstschnee auf die Pisten zaubern. (Archivbild) Bild: dpa

Skifahrer sind nicht mehr vom Wetter abhängig: Wenn es schon nicht vom Himmel schneit, dann wenigstens aus der Schneekanone. Aber wie funktioniert das eigentlich?

          3 Min.

          Für fast alles, was im Winter Spaß macht, braucht es Schnee: Rodeln, Schneeballschlachten, Iglus bauen und natürlich Skifahren. Weil das Wetter aber unberechenbar ist und die Winter durch den Klimawandel wärmer werden, gibt es selbst in den Bergen längst keine Schneegarantie mehr. Wie schön es da doch wäre, wenn jeder von uns eine Frau Holle hätte. Dann könnte sie es im Winter so oft schneien lassen, wie wir wollen.

          Anna-Lena Niemann
          Redakteurin im Ressort „Technik und Motor“.

          So einfach wie im Märchen geht es zwar nicht. Ein wenig Hilfe fürs Schneetreiben gibt es aber schon. Wer möchte schon auf braune Berghänge schauen statt auf weiße Pisten, wenn er in den Skiurlaub fährt? Gut also, dass man Schnee künstlich herstellen kann. Im Grunde braucht man dazu nur zwei Zutaten: Luft und Wasser. Dass daraus am Ende Schnee wird, ist aber gar nicht so einfach, denn natürliche Schneeflocken brauchen eigentlich viel Zeit, bis sie fertig zum Boden hinabschweben können. In kalten Wolken sammeln sich feine Wassertropfen zunächst um ein winziges Teilchen an, zum Beispiel ein Staubkorn, und gefrieren. Zuerst sind es genau sechs Wasserteilchen, doch an die kleben sich wiederum neue Tröpfchen an, die auch gefrieren. Das geht immer so weiter, bis die Schneeflocke so groß und schwer geworden ist, dass sie aus der Wolke fällt – und es schneit.

          Bei Kunstschnee muss das etwas schneller gehen. Hier kommen Schneekanonen und Schneilanzen zum Einsatz, die man in den Skigebieten oft entlang der Pisten stehen sieht. Die Lanzen, die aussehen wie Straßenlaternen, sind fest installiert; die kompakten Kanonen können dagegen immer dorthin bewegt werden, wo sie gerade gebraucht werden. Ein großer Propeller an ihrem hinteren Ende wirbelt in kurzer Zeit viel Luft durch die Kanone und erzeugt eine Art Windkanal. Vorne sitzen derweil zahlreiche kleine Düsen, durch die mit viel Druck Wasser gepresst und zerstäubt wird.

          Wie es den Tröpfchen dann im Windkanal ergeht, kennen wir aus eigener Erfahrung. Wenn uns der Wind um die Ohren pfeift, wird uns schließlich auch kalt. Ganz besonders, wenn wir vorher nass geworden sind. Den Wassertropfen in der Schneekanone geht es nicht anders. Sie fangen buchstäblich an zu frieren. Je feiner und gleichmäßiger das Wasser durch die Düsen zerstäubt wird, desto besser und pulveriger kann auch der künstliche Schnee werden. Nur kalt muss es trotzdem sein. Wenn das Thermometer mehr als null Grad anzeigt, nützt auch die Schneekanone nichts. Und wenn die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, muss es noch kälter sein, damit alles funktioniert.

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