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F.A.Z.-Podcast für Deutschland : Flutopfer im Ahrtal: Wut über Behördenversagen und bürokratischen Wiederaufbau

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Bild: dpa

Ein Jahr nach der Flut kommen wieder Politiker ins Ahrtal. Die Unzufriedenheit ist groß. Noch immer sind nur wenig politische Konsequenzen aus der Katastrophe gezogen worden.

          1 Min.

          Mehr als 180 Menschen sterben bei einer Flutkatastrophe. Nicht irgendwo, in einem Entwicklungsland. Sondern tief im Westen Deutschlands. Ein Versagen von Meldesystemen, denn Warnungen gab es Tage zuvor, ein Versagen von Behörden, die zu spät evakuieren. Besonders hart hat es das Ahrtal getroffen. In der ländlichen Weinbauregion sind in einer Nacht 134 Menschen gestorben. Ein Jahr ist die Katastrophe nun genau her.

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.

          Pfarrer Jörg Meyrer aus Bad Neuenahr-Ahrweiler hat als Seelsorger vielen Betroffenen geholfen. Zweifeln die Menschen mehr an Gott oder am Staat? Viele Flutopfer, die teilweise alles verloren haben, sind zornig. Unbürokratisch sollten sie Hilfe bekommen - aber das Geld für den Wiederaufbau fließt langsam.

          Der Katastrophenforscher Frank Roselieb hat sich angeschaut, was im Ahrtal falsch gelaufen ist – und was sich künftig ändern muss im Katastrophenschutz. Der Abgeordnete Stephan Wefelscheid (Freie Wähler) über die Arbeit des Untersuchungsausschuss in Rheinland-Pfalz und die bisherigen Erkenntnisse. Er sagt: „Es ist alles schief gelaufen, was hätte schief laufen können.“

          Außerdem: Wie die Bundesregierung als Folge der Flut den Ländern Kompetenzen abnehmen will – und wie die Länder darauf reagieren.

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