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F.A.Z.-Podcast für Deutschland : CSU-Generalsekretär: „Für AfD-Wähler wieder anschlussfähig werden“

Markus Blume, CSU-Generalsekretär Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 35:09

Markus Blume, CSU-Generalsekretär Bild: dpa

„Nie jemanden verloren geben in der Demokratie“: CSU-Generalsekretär Blume will die AfD als Partei bekämpfen, aber um die Wähler werben. Ein Historiker sieht in Ostdeutschland eine höhere Verbreitung autoritärer Ansichten als im Westen.

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          Der CSU-Generalsekretär Markus Blume plädiert für eine scharfe Abgrenzung von der AfD, will ihren Wählern aber inhaltliche Angebote machen. „Man darf nie jemanden verloren geben in der Demokratie“, sagte Blume im F.A.Z.-Podcast für Deutschland. Man müsse als Union schauen, dass man „wieder anschlussfähig“ unter den Wählern der Partei werde. Es gehe darum, in die Meinungshöhlen im Internet vorzudringen, um dort einen faktenbezogenen Diskurs zu führen. „Man darf nicht sagen: Bestimmte Sorgen und Nöte sind nicht zulässig“, sagte Blume.

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.

          „Wer sich um bestimmte Wählergruppen gar nicht mehr bemühen will, sie zu erreichen, der macht sich auf Dauer immer kleiner“, sagte er, Ziel der Union müsse es hingegen sein, sich möglichst breit aufzustellen. Eine Volkspartei müsse möglichst viele Menschen ansprechen – auch AfD-Wähler. Die Zusammenarbeit mit der AfD verbiete sich, das habe auch Sachsen-Anhalt gezeigt. „Die AfD ist eine Ansammlung von Rechtsradikalen und zum Teil Rechtsextremen – deshalb ist, was die AfD angeht, nur eines richtig: Sie bekämpfen, sie stellen und schauen, dass wir sie aus den Parlamenten bringen.“

          Außerdem im Podcast zu Gast ist der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk, der über autoritäre Ansichten in Ostdeutschland spricht und viele Probleme in der mangelnden historischen Aufarbeitung der DDR sieht.

          Der Leiter des Berliner Büros Eckart Lohse spricht darüber, ob Armin Laschet vom Erfolg in Sachsen-Anhalt profitieren kann, F.A.Z.-Korrespondent Reinhard Bingener erklärt, was die Menschen im Bundesland an Reiner Haseloff schätzen.

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