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Podcast Künstliche Intelligenz : „Mit Google gewinnt die Deutsche Bank enorm an Geschwindigkeit“

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Bild: F.A.Z.

Deutsche-Bank-Vorstand Bernd Leukert bilanziert die neue Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Tech-Konzern.

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          Der Deal hat für Aufsehen gesorgt: Ende 2020 hat die Deutsche Bank verkündet, ihre IT-Infrastruktur in die Google Cloud zu verlagern und künftig gemeinsam Bankprodukte zu entwickeln. Gut ein halbes Jahr später zieht Bernd Leukert, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, im F.A.Z.-Podcast Künstliche Intelligenz eine erste Bilanz: „Mit der Kombination aus Bankwissen und Technologie-Knowhow unseres Partners gewinnen wir enorm an Geschwindigkeit, aber auch an Effektivität.“

          Die Deutsche Bank hätte weder die Kompetenz noch die Investitionsmöglichkeit gehabt, diese KI-Expertise aufzubauen, wie Google sie hat. „Wir können jetzt direkt auf KI-Lösungen in der Google Cloud zugreifen“. Das spart viel Zeit, die vor allem in der Entwicklung von KI-Produkten eine große Rolle spiele. Die Deutsche Bank gehe daher zu agilen Arbeitsweisen über, baue aber auch die nötige Kerntechnologiekompetenz im eigenen Haus auf. Daten in ein anderes System zu kopieren, um dort Zugriff auf Künstliche Intelligenz zu haben, Erkenntnisse zu gewinnen und diese Erkenntnis zurück zu kopieren – das werde in Zukunft kein Geschäftsmodell mehr sein. „Früher hat man die Daten zum Algorithmus gebracht. Jetzt bringt man den Algorithmus zu den Daten“, beschreibt Leukert den Paradigmenwechsel, der dank Cloud-Technologie möglich ist.

          Diese Kompetenz sei nötig, um neue datenbasierte Geschäftsmodelle aufzubauen. Großes Potenzial sieht Leukert vor allem in den „Equipment as a Service“-Modellen, bei denen Maschinenbauer ihren Kunden nicht mehr die Maschine, sondern störungsfreie Maschinenstunden verkaufen. Damit verbunden sei eine komplette Umstellung des Geschäftsmodells, für die viel Finanz-Knowhow notwendig sei.

          Die Folge ist Teil unseres Podcasts „Künstliche Intelligenz“. Er geht den Fragen nach, was KI kann, wo sie angewendet wird, was sie bereits verändert hat und welchen Beitrag sie in der Zukunft leisten kann. Für den Podcast hat die F.A.Z. mit Peter Buxmann und Holger Schmidt zwei ausgewiesene KI-Experten an Bord geholt: Beide erforschen und lehren die Potenziale der KI und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit an der Technischen Universität Darmstadt. Peter Buxmann ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Anwendungen von KI, der digitalen Transformation sowie datenbasierten Geschäftsmodellen. Sein Podcast-Partner Holger Schmidt ist Digital Economist, Speaker und Autor. Seine Kernthemen sind KI, Plattform-Ökonomie und digitale Geschäftsmodelle.

          Die beiden Hosts greifen in jeder Folge einen neuen Aspekt der Künstlichen Intelligenz auf, erklären Zusammenhänge und geben präzise Einordnungen. Die Folgen haben eine Länge von rund dreißig Minuten und erscheinen monatlich jeweils am ersten Montag.

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