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Podcast Künstliche Intelligenz : „Wir brauchen Dax-Unternehmen als Ankerinvestoren für KI-Startups“

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Bild: F.A.Z.

Bastian Nominacher hat mit Celonis ein Novum geschaffen: einen digitalen Weltmarktführer in Deutschland. Im Podcast erklärt er, was nun zu tun ist.

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          Bastian Nominacher hat mit Celonis ein Novum geschaffen: einen digitalen Weltmarktführer in Deutschland. Celonis, das erste deutsche Startup, das zehn Milliarden Dollar wert ist, hat mit dem sogenannten Process Mining ein eigenes Segment in der digitalen Wirtschaft geschaffen. Dahinter verbirgt sich die Suche nach Ineffizienzen in Unternehmen, indem alle verfügbaren Daten analysiert werden. „Die Deutsche Telekom hat mehr als 60 Millionen Euro in ihren Finanzprozessen gespart, weil Dinge wie Doppelzahlungen, unnötiger Verlust von Skonti oder Mehrfachbearbeitungen vermieden wurden“, erzählt Nominacher im F.A.Z.-Podcast. Die Künstliche Intelligenz erkenne, wem eine eingehende Rechnung zuzuordnen ist, und leitet sie direkt zum richtigen Sachbearbeiter weiter.

          Dass Celonis einmal so groß wird, war zum Beginn nicht abzusehen. „Als wir gestartet sind, haben wir keine Geldgeber gefunden. Drei Studenten in einem Hochtechnologiebereich – da war die Skepsis groß“, erinnert sich Nominacher an die Startphase nach dem Abschluss an der TU München. Inzwischen sei zwar genügend Geld für die Frühphase der jungen Unternehmen vorhanden. „Aber in den mittleren bis späteren Phasen, wenn es in den Bereich von 50 oder mehreren 100 Millionen Euro geht, dann sind wir in Deutschland immer noch nicht gut aufgestellt. Zum Beispiel dürfen die Pensionskassen ihre Mittel nicht in Startups anlegen. Ganz wichtig auch: Die großen Dax-Unternehmen und auch der Staat müssen intensiver als Ankerinvestoren in Startups investieren. Das erfordert ein gewisses Risikobewusstsein, ermöglicht aber ein ganz anderes Level an Innovation. Dann könnten wir mit KI-Startups in Deutschland viel mehr erreichen“, sagt Nominacher.

          Die Folge ist Teil unseres Podcasts „Künstliche Intelligenz“. Er geht den Fragen nach, was KI kann, wo sie angewendet wird, was sie bereits verändert hat und welchen Beitrag sie in der Zukunft leisten kann. Für den Podcast hat die F.A.Z. mit Peter Buxmann und Holger Schmidt zwei ausgewiesene KI-Experten an Bord geholt: Beide erforschen und lehren die Potenziale der KI und deren Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeit an der Technischen Universität Darmstadt. Peter Buxmann ist Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Anwendungen von KI, der digitalen Transformation sowie datenbasierten Geschäftsmodellen. Sein Podcast-Partner Holger Schmidt ist Digital Economist, Speaker und Autor. Seine Kernthemen sind KI, Plattform-Ökonomie und digitale Geschäftsmodelle.

          Die beiden Hosts greifen in jeder Folge einen neuen Aspekt der Künstlichen Intelligenz auf, erklären Zusammenhänge und geben präzise Einordnungen. Die Folgen haben eine Länge von rund dreißig Minuten und erscheinen monatlich jeweils am ersten Montag.

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