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F.A.Z. Essay Podcast : Die Symbiose von Schleppern und Seenotrettern beenden!

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Eine Gruppe Migranten kommt Mitte Februar im Hafen von Motril in Südspanien an. Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 22:55

Eine Gruppe Migranten kommt Mitte Februar im Hafen von Motril in Südspanien an. Bild: dpa

Für die Beendigung des massenhaften Ertrinkens im Mittelmeer gibt es mehrere Optionen. Eine von ihnen führte direkt in einen gemeinsamen europäischen Asylraum. Wie der aussehen könnte, erklärt die neue Folge des F.A.Z.-Essay-Podcasts.

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          Nach Ansicht einer großen Mehrheit der Europäer ist die Aufnahme von Migranten beziehungsweise Flüchtlingen sowie die Bearbeitung von Asylanträgen eine nationale Angelegenheit, mit der jeder Staat nach seinem demokratischen und gesetzgeberischen Willen umgeht. Die Illusion einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik, die vor allem in Deutschland gepflegt wurde, musste spätestens im März 2019 mit der Einstellung der EU-Marinemission „Sophia“ aufgegeben werden.

          Die internationalen Fluchtbewegungen werden zunehmen – und die inneren Widersprüche der europäischen Flüchtlingspolitik wohl so schnell nicht abnehmen. Grund für Fatalismus ist das nicht. Es gibt eine Alternative. Das ist die Bildung eines europäischen Asylraums mit einer gemeinsamen Asylpolitik der „Willigen“ unter den Staaten, die zu einer begrenzten und gesteuerten Aufnahme von Migranten bereit sind. Vorschläge zur Güte von Professor Dr. Egbert Jahn.

          Der Verfasser ist Emeritus für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte der Universität Mannheim.

          Daniel Deckers, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort verantwortlich für das Ressort „Die Gegenwart“, trägt den Essay vor. Weitere Texte des Ressorts finden Sie hier, das Blog zum Podcast hier. Mehr über die Geschichte hinter dem Podcast erfahren Sie in diesem Text von Daniel Deckers.

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