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F.A.Z. Essay Podcast : Seit an Seit

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Das Logo der Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist an einem Gebäude in Frankfurt zu sehen. Bild: dpa

Seit ihrer Gründung im Jahr 1919 ist die Arbeiterwohlfahrt nicht ohne die SPD zu denken. Aber sowohl der Wohlfahrtsstaat wie auch die Parteienlandschaft sind in Bewegung. Was bleibt?, fragt die neue Folge des F.A.Z.-Essay-Podcasts.

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          Wer in den vergangenen Wochen auf den Namen „Awo“ stieß, sah sich mit widersprüchlichen Eindrücken konfrontiert: In vielen Städten Deutschlands wurde in Jubiläumsveranstaltungen an den Gründungstag der Arbeiterwohlfahrt vor 100 Jahren im Dezember 1919 erinnert und die Bedeutung des Verbandes zur Verankerung von Solidarität und gesellschaftlicher Teilhabe in Deutschland gewürdigt.

          Fast gleichzeitig führten Verfehlungen in zwei großen hessischen Kreisverbänden der Arbeiterwohlfahrt aber auch zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und zahlreichen kritischen Kommentaren über die Verquickung des Wohlfahrtsverbandes mit sozialdemokratischer Parteipolitik.

          Bei der Kritik an fehlenden Kontrollinstanzen auf lokaler Ebene und der Selbstbedienungsmentalität einzelner Funktionsträger blieb aber ausgeblendet, woher die Verbindungslinien zwischen Arbeiterwohlfahrt und Sozialdemokratie rühren und inwieweit diese die Strukturen die Arbeiterwohlfahrt bis heute kennzeichnen. Ein Essay von Professor Dr. Jürgen Mittag.

          Der Verfasser, Inhaber des Jean-Monnet-Lehrstuhls für Politikwissenschaft und Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln, hat gemeinsam mit Dr. Philipp Kufferath eine Gesamtdarstellung zur Geschichte der Awo vorgelegt.

          Daniel Deckers, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort verantwortlich für das Ressort „Die Gegenwart“, trägt den Essay vor. Weitere Texte des Ressorts finden Sie hier, das Blog zum Podcast hier. Mehr über die Geschichte hinter dem Podcast erfahren Sie in diesem Text von Daniel Deckers.

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