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F.A.Z. Essay Podcast : Solidarität und Verantwortung in der Corona-Krise

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Das Virus, das Covid-19 verursacht, in einer elektronenmikroskopischen Aufnahme Bild: dpa

Der Deutsche Ethikrat hat eine ethische Orientierungshilfe in dramatischen Handlungs- und Entscheidungssituationen verfasst, vor allem solchen der sogenannten Triage. Eine gekürzte Version der sogenannten Ad-hoc-Empfehlung hören Sie im Essay-Podcast.

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          Die gegenwärtige Pandemie fordert unsere Gesellschaft in beispielloser Form heraus. Zumindest aus der jüngeren Geschichte gibt es keine Erfahrungen mit entsprechenden gesundheitlichen Gefahren. Gleiches gilt für die aktuellen rigorosen, massiv und flächendeckend freiheitsbeschränkenden staatlichen Maßnahmen.

          Der ethische Kernkonflikt besteht in Folgendem: Ein dauerhaft hochwertiges, leistungsfähiges Gesundheitssystem muss gesichert, und zugleich müssen schwerwiegende Nebenfolgen für Bevölkerung und Gesellschaft durch die Maßnahmen abgewendet oder gemildert werden. Garantiert bleiben muss ferner die Stabilität des Gesellschaftssystems.

          Vor diesem Hintergrund ist zunächst der epidemiologisch begründete Imperativ zu bekräftigen, dass die Infektionskurve abgeflacht werden muss („flatten the curve“). Noch ist allerdings unklar, ob dies im angestrebten Maße gelingen und den erwünschten Effekt haben wird. Daher muss zugleich darüber nachgedacht werden, in welchem Ausmaß und wie lange die Gesellschaft erhebliche Einschränkungen ihres Alltagslebens verkraften kann. Eine gekürzte Version der sogenannten Ad-hoc-Empfehlung des Deutschen Ethikrats.

          Daniel Deckers, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort verantwortlich für das Ressort „Die Gegenwart“, trägt den Text vor. Sie können ihn hier (mit einem Digitalabonnement) nachlesen. Die ungekürzte Fassung des Dokuments ist auf der Webseite des Ethikrats verfügbar.

          Weitere Essays des Ressorts finden Sie hier, alle Podcast-Folgen hier. Mehr über die Geschichte hinter dem Podcast erfahren Sie in diesem Text von Daniel Deckers.

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