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F.A.Z. Essay Podcast : Religiöse Konflikte unter dem Grundgesetz

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Eine muslimische Lehrerin sitzt am 24.09.2003 im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vor den Richtern. Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 24:19

Eine muslimische Lehrerin sitzt am 24.09.2003 im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe vor den Richtern. Bild: dpa

Auf die zunehmende Sichtbarkeit muslimischer Symbole reagiert das Gemeinwesen mit deren Ausschluss aus immer weiteren Bereichen von Staat und Gesellschaft. Was ist damit gewonnen?, fragt der neue Essay-Podcast.

          1 Min.

          Die sogenannte Kruzifixentscheidung aus dem Jahr 1995 stellte einen ersten Schritt zunehmender Laizisierung des öffentlichen Lebens in Deutschland dar. Religion und religiöse Symbole werden Schritt für Schritt aus bestimmen Bereichen des staatlichen, möglicherweise auch des gesellschaftlichen Lebens zurückgedrängt. Es besteht kein Zweifel, dass die zunehmende Präsenz muslimischer Symbole insbesondere religiös konnotierter Bekleidung hierbei eine besondere Rolle spielt.

          Die deutlichste Einschränkung der Präsenz religiöser Symbole lässt sich im staatlichen Bereich beobachten. Am stärksten trifft das die Verwendung eines Kleidungsstücks, das wie kein anderes in vielen westlichen Ländern auf entschiedene Ablehnung stößt: des Gesichtsschleiers, das heißt von Burka oder Niqab. Ein Essay von Professor Dr. Rudolf Steinberg.

          Der Verfasser war Professor für öffentliches Recht und zwischen 2000 und 2008 Präsident der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main.

          Daniel Deckers, Politikredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und dort verantwortlich für das Ressort „Die Gegenwart“, trägt den Essay vor. Nachlesen können Sie ihn hier (mit Fplus).

          Weitere Texte des Ressorts finden Sie hier, das Blog zum Podcast hier. Mehr über die Geschichte hinter dem Podcast erfahren Sie in diesem Text von Daniel Deckers.

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