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F.A.Z. Einspruch Podcast : Wann man sich Urlaub auszahlen lassen kann

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Bild: Nicole Strasser / VISUM

Zwangsurlaub muss der Arbeitgeber seinen Angestellten zwar nicht verordnen, um Abgeltungsansprüchen zu entgehen, urteilt der EuGH. Aber blind darauf vertrauen, dass die ihren Urlaub schon nehmen werden, darf er auch nicht.

          2 Min.

          Herzlich willkommen zur 48. Folge des F.A.Z. Einspruch Podcasts!

          Constantin van Lijnden

          Redakteur für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          Corinna Budras

          Redakteurin in der Wirtschaft und für Frankfurter Allgemeine Einspruch.

          In den Vereinigten Staaten konnten die Demokraten bei den Zwischenwahlen die Mehrheit im Repräsentantenhaus, nicht jedoch im Senat erringen. Wir erklären, welche Unterschiede das für künftige Gesetzgebungsverfahren, aber auch für die Ermittlungen gegen den Präsidenten und ein etwaiges Amtsenthebungsverfahren bedeutet.

          Am Bundesverfassungsgericht ist Ferdinand Kirchhofs Amtszeit bereits vor Monaten geendet, doch den Parteien gelingt es nicht, sich auf einen Nachfolger zu einigen. Ist das ein Ausdruck zunehmender Politisierung des Gerichts, oder bloß der allgemeinen Handlungsunfähigkeit der Großen Koalition?

          Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Arbeitnehmer für ihre nicht genommenen Urlaubstage nach Ende des Arbeitsverhältnisses eine Kompensation verlangen können, es sei denn, sie wurden vom Arbeitgeber umfassend aufgeklärt. Außerdem kann der Urlaubsanspruch auch auf Erben übergehen.

          Etliche YouTuber laufen gegen die Urheberrechtsrichtlinie Sturm, nachdem ein irreführendes, aber extrem erfolgreiches Video das Ende der Plattform prophezeit hat.

          In Hamburg wurde einem Angeklagten Akteneinsicht gewährt und dabei versehentlich auch Unterlagen mitverschickt, die eigentlich beim Richter verbleiben sollten, und nahelegen, dass dieser einer Verurteilung bereits vor der Beweiserhebung zuneigte. Befangen macht ihn das trotzdem nicht.

          Ein Todesurteil wegen Blasphemie aus Pakistan wirft ein Schlaglicht auf die bizarre Art und Weise, wie noch das größte Unrecht auf formell rechtsförmige Weise ins Werk gesetzt wird.

          Am Ende steht wie stets das gerechte Urteil, diesmal zum Streit um den Namen eines Kindes.

          Den Podcast können Sie gleich hier auf Faz.net hören.

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          Kapitel:

          02:40 Midterms

          09:38 Richterwahl am BVerfG

          18:37 EuGH zu Arbeitszeit

          28:29 YouTube und die Urheberrechtsrichtlinie

          39:25 vorgeschriebenes Strafurteil

          49:32 Blasphemie-Urteil in Pakistan

          56:40 Das gerechte Urteil

          Shownotes:

          EuGH zu Arbeitszeit:

          https://einspruch.faz.net/einspruch-magazin/2018-11-07/misstrauensvotum-gegen-arbeitgeber/164765.html

          Richterwahl am BVerfG:

          https://einspruch.faz.net/recht-des-tages/2018-10-18/will-gut-ding-weile-haben/155651.html

          vorgeschriebenes Strafurteil:

          https://www.lto.de/recht/justiz/j/ag-hamburg-harburg-urteil-vorgeschrieben-befangenheit-richter-umweltaktivist/

          Aktivismus gegen Urheberrechtsrichtlinie:

          https://www.sueddeutsche.de/panorama/video-zur-zukunft-von-youtube-schock-im-kinderzimmer-1.4198275

          Blasphemie-Urteil Pakistan :

          https://www.nytimes.com/aponline/2018/10/31/us/ap-as-pakistan-blasphemy-glance-.html

          https://www.nytimes.com/2018/11/02/opinion/pakistan-bibi-blasphemy-death-sentence.html

          Gerechtes Urteil:

          https://www.justiz.bayern.de/gerichte-und-behoerden/oberlandesgerichte/nuernberg/presse/2018/32.php

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