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Bücher-Podcast : Von Reich-Ranickis „ärgster Feindin“ zur „allerliebsten Monika“

Da hatten sich zwei gefunden: Marcel Reich-Ranicki und Monika Kunz, seine Sekretärin von 1973 bis 1989. Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 41:43

Da hatten sich zwei gefunden: Marcel Reich-Ranicki und Monika Kunz, seine Sekretärin von 1973 bis 1989. Bild: F.A.Z.

Als er kam, wollte sie sofort gehen. Ein halbes Jahr hat sie ihm gegeben, Paroli hat sie ihm geboten: Zum hundertsten Geburtstag von Marcel Reich-Ranicki erinnert sich seine langjährige Sekretärin Monika Kunz.

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          Als Marcel Reich-Ranicki im Dezember 1973 als Literaturchef bei der Frankfurter Allgemeinen anfangen sollte, war die Aufregung in der Redaktion groß. Mit dabei: Monika Kunz, damals zweite oder „kleine“ Sekretärin – und dem Vorgänger Reich-Ranickis so verbunden, dass sie sich vorgenommen hatte, spätestens ein halbes Jahr nach dem Amtsantritt des heute legendären Literaturkritikers, der am 18. September 2013 gestorben ist und dessen hundertsten Geburtstag wir an diesem 2. Juni feiern, zu gehen. Als Reich-Ranicki schließlich die Redaktionsleitung an Frank Schirrmacher abgab, war sie immer noch da.

          Andrea Diener
          Korrespondentin im Main-Taunus-Kreis
          Fridtjof Küchemann
          Redakteur im Feuilleton.

          „Meiner ärgsten Feindin in großer Herzlichkeit“, hatte Marcel Reich-Ranicki Monika Kunz 1976 als Widmung in eines seiner Bücher geschrieben, zwölf Jahre später in ein anderes: „Meiner allerliebsten Monika mit Gruß und Kuss, einer Umarmung und einer Verbeugung“. Wir haben mit ihr über die Jahre mit Marcel Reich-Ranicki gesprochen.

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