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Julia Schoch Bild: Anne Heinlein

Bücher-Podcast : Eine Linie des Schocks: Julia Schoch und ihr Roman „Das Vorkommnis“

  • Aktualisiert am

Der eigene Vater soll noch eine Tochter gehabt haben? Ein Abend aus dem Literaturhaus Frankfurt stellt Julia Schoch und ihren Roman „Das Vorkommnis“ vor. Es moderieren Hauke Hückstädt und Melanie Mühl.

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          „Sie hatte gehen müssen, damit es uns, meine Schwester und mich, geben konnte“: Als die namenlose Ich-Erzählerin in Julia Schochs Roman „Das Vorkommnis“ erfährt, dass sie eine Halbschwester hat, wachsen die Fragen, die Zweifel, die Ungewissheiten. Dabei war die Schriftstellerin, die beim Signieren nach einer Lesung von einer Frau aus dem Publikum gesagt bekommen hatte, sie hätten übrigens denselben Vater, der Fremden noch in einer ersten Reaktion um den Hals gefallen. Nachdem ihr der Füller – „eine Linie des Schocks“ – auf der Buchseite entgleist war und einen langen, tiefen Strich hinterlassen hatte. Dabei wird ihr später klar, dass die Existenz dieser Halbschwester nicht einmal unbekannt war in der Familie, war der Vater, inzwischen an Krebs erkrankt, doch einst durch eine Alimentequittung überführt worden. Sie war nur gründlich verdrängt.

          Was löst ein solches Erlebnis aus? Was heißt es, die eigene Familiengeschichte sich selbst neu erzählen, sie neu bewerten zu müssen? Wie fasst man das in einen Roman? Am 1. Juni war Julia Schoch mit ihrem Buch „Das Vorkommnis“ im Literaturhaus Frankfurt zu Gast. Es moderierten Hauke Hückstädt und Melanie Mühl.

          „Das Vorkommnis – Biographie einer Frau“ von Julia Schoch ist bei dtv erschienen, hat 192 Seiten und kostet 20 Euro.

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