https://www.faz.net/-iux-9vlr1

FAZ.NET-Podcast „Am Tresen“ : „Ein Text sollte klingen wie eine Popsingle“

Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 1:02:22

Bild: Jork Weismann/Pieper Verlag

Eckhart Nickel war Ende der 90er Teil der Popliteraturwelle und reiste mit Christian Kracht nach Nepal. Im Podcast erzählt er von seiner Reisebibliothek, seinem ersten Roman und was er an Filterkaffee liebt.

          1 Min.

          20 Jahre hat es gedauert, bis Eckhart Nickel seinen ersten Roman veröffentlicht hat. Ende der Neunziger war er Teil der Popliteraturwelle um Benjamin von Stuckrad-Barre und Christian Kracht. Zusammen wollten sie die Literatur revolutionieren. “Es gab die Vision, dass ein Text so toll klingen soll wie eine Popsingle”, sagt Nickel im F.A.Z.-Gesprächspodcast „Am Tresen“. “Der Text kann musikalisch sein, aber er ist nie Musik”, resümiert Nickel heute. Statt aber wie die anderen Romane zu veröffentlichen, ging Nickel in den Journalismus. Das Buch, das nun erschienen ist und gleich für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde, heißt “Hysteria” und handelt vom Öko-Totalitarismus.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          “Am Tresen” einer Trinkhalle im Frankfurter Gallusviertel philosophiert Nickel über Filterkaffee, über Würstchen, über die alte Frankfurter Altstadt und wieso er den VW-Polo liebt.

          Wenn er nicht in seiner Heimatstadt Frankfurt ist, ist Nickel auf Reisen. Über zwei Jahre lebte er Mitte der 2000er in Kathmandu, um dort mit Christian Kracht das legendäre Magazin “Der Freund” zu produzieren. In der nepalesischen Hauptstadt stellten sich die beiden Autoren die Aufgabe, jeden Tag ein Buch in einem der vielen Antiquariate zu kaufen. Entstanden ist darüber die “Kathmandu Library”: Bücher, in denen verfallene Flugtickets, Briefe und Fotos steckten – viele zurückgelassen auf dem Weg zum Himalaja.

          Das Reisen beschreibt Nickel als den “angenehmst möglichen Zustand”. Weil das Neue von außen komme und man es nicht von innen produzieren muss. “Es gibt eine Reizüberflutung, eine Überwältigung durch die Entgrenzung des Neuen. Das Reisen hört nicht auf, mich in einem euphorischen Zustand zu bringen. Auch wenn es nur bei einer Überlandfahrt mit dem Fahrrad ist.”

          Wie kann ich den Podcast abonnieren?

          Über alle gängigen Player. Auf dem Desktop (Windows oder Mac) ist das zum Beispiel iTunes, auf Android-Geräten Podcast Addict, auf iOS-Geräten ist Apple Podcasts meist vorinstalliert.

          Der Podcast ist auch auf Spotify verfügbar. Suchen Sie innerhalb der jeweiligen App einfach nach „am Tresen“ bzw. „FAZ Gesprächspodcast – Am Tresen“ oder abonnieren Sie den Podcast händisch über folgende Url:  https://faz-gespraechspodcast.podigee.io/feed/mp3

          Gefällt Ihnen der Podcast?

          Wir freuen uns über Bewertungen bei Apple, Spotify und in anderen Apps. Melden Sie sich mit Kritik, Anmerkungen und Vorschlägen für Gäste bei uns: tresen@faz.d

          Topmeldungen

          Corona-Krise : Warum die Zahlen in Spanien wieder ansteigen

          Nirgendwo in Westeuropa gibt es so viele Neuinfektionen wie in Spanien – und das, obwohl nahezu überall Maskenpflicht herrscht und die Behörden wieder Ausgangssperren verhängen. Nun warnt das Auswärtige Amt auch vor Reisen nach Madrid.
          Mike Pompeo und seine Frau Susan bei der Ankunft am Prager Flughafen am 11. August

          Zum Auftakt der Europareise : Pompeo erhält eine deutliche Botschaft

          Der amerikanische Außenminister besucht in dieser Woche vier europäische Länder. Es geht um Truppenstationierungen und um China. Gleich zu Beginn kommt aus Moskau deutliche Kritik: vom deutschen Außenminister.

          Putins Corona-Politik : Der Impfstoff-Murks aus Moskau

          Putin hat mit der Zulassung des weltweit ersten Corona-Impfstoffs vielleicht seinen Sputnik-Moment, doch Sektkorken knallen keine. Das rücksichtslose politische Manöver kann der Impfstoffentwicklung weltweit schaden.