https://www.faz.net/podcasts/am-tresen/f-a-z-gespraechspodcast-luegnern-betruegern-und-hurenboecken-verdanken-wir-die-weltliteratur-16618288.html

F.A.Z.-Gesprächspodcast : „Lügnern, Betrügern und Hurenböcken verdanken wir die Weltliteratur“

Bildbeschreibung einblenden Podcast starten 58:16

Bild: Timo Steppat

Literaturkritiker Denis Scheck kritisiert die politische Korrektheit im Land – und verteidigt den Nobelpreis für Peter Handke. Warum er ein Geschäft in Entenhausen besitzt und TV-Serien nicht an Literatur heranreichen können, berichtet er im Gesprächspodcast.

          1 Min.

          Als Denis Scheck 13 Jahre alt war, gründete er eine Literaturagentur und wollte seine Helden der amerikanischen Science Fiction-Literatur im deutschsprachigen Raum vertreten. So handelte er mit der DDR und freundete sich bei einem Stammtisch in Stuttgart mit Koryphäen der Literaturübersetzung an. Ob er sich mit dem Denis von damals gut verstehen würde? „Nein“, sagt Scheck, 54. Inzwischen ist Scheck mit seiner Sendung „Druckfrisch“ in der ARD einer der einflussreichsten Literaturkritiker Deutschlands. Scheck hat die Entscheidung für den Nobelpreis für Peter Handke gelobt.  

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.
          Maria Wiesner
          Redakteurin im Ressort „Gesellschaft & Stil“.

          Dieser habe sich „mit seinen politischen Äußerungen, mit seinem Engagement im Serbien-Krieg vollkommen vergaloppiert. In Schweden ist man aber zur Erkenntnis gelangt, dass man sich politisch total in die Nesseln setzen kann und trotzdem ein künstlerisches Werk von titanischer Größe schaffen kann“, so Scheck. „Diese Ambiguität auszuhalten, das lehrt ja gerade die Literatur. Können böse Menschen gute Literatur schreiben?“ Im F.A.Z.-Gesprächspodcast „Am Tresen“ spricht Scheck darüber, wie furchtbar es für ihn war, dass seine Eltern mit ihm aufs Land gezogen sind, Lesen als Rettung, politische Korrektheit, ob er sich nochmal das Gesicht in der Sendung schwarz anmalen würde, und wieso Fernsehserien keine Chance gegen Bücher haben.

          In Baden Baden: Denis Scheck / Foto: Timo Steppat

          Wie kann ich diesen Podcast abonnieren?

          Über alle gängigen Player. Auf dem Desktop (Windows oder Mac) ist das zum Beispiel iTunes, auf Android-Geräten Podcast Addict, auf iOS-Geräten ist Apple Podcasts meist vorinstalliert.

          Der Podcast ist auch auf Spotify verfügbar. Suchen Sie innerhalb der jeweiligen App einfach nach „am Tresen“ bzw. „FAZ Gesprächspodcast – Am Tresen“ oder abonnieren Sie den Podcast händisch über folgende Url: https://faz-gespraechspodcast.podigee.io/feed/mp3

          Gefällt Ihnen der Podcast?

          Wir freuen uns über Bewertungen bei Apple, Spotify und in anderen Apps. Melden Sie sich mit Kritik, Anmerkungen und Vorschlägen für Gäste bei uns – tresen@faz.de

          Topmeldungen

          Licht aus! Der Berliner Dom strahlt nicht mehr so hell wie zuvor.

          Energiekrise : Wann mangelt es an Erdgas?

          Egal wie man rechnet – Haushalte und Industrie müssen mehr Energie sparen. Forscher fordern deshalb noch höhere Gaspreise.
          Teilnehmer nehmen bei einem Yoga-Kurs unter freiem Himmel auf einer Wiese am Ufer der Elbe

          Hanks Welt : Geld ist besser als ein Yogakurs

          Die Verhätschelung am Arbeitsplatz greift überall um sich. Statt sich um alles zu kümmern, sollten Unternehmen lieber mehr zahlen.