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F.A.Z.-Gesprächspodcast : „Lügnern, Betrügern und Hurenböcken verdanken wir die Weltliteratur“

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Bild: Timo Steppat

Literaturkritiker Denis Scheck kritisiert die politische Korrektheit im Land – und verteidigt den Nobelpreis für Peter Handke. Warum er ein Geschäft in Entenhausen besitzt und TV-Serien nicht an Literatur heranreichen können, berichtet er im Gesprächspodcast.

          1 Min.

          Als Denis Scheck 13 Jahre alt war, gründete er eine Literaturagentur und wollte seine Helden der amerikanischen Science Fiction-Literatur im deutschsprachigen Raum vertreten. So handelte er mit der DDR und freundete sich bei einem Stammtisch in Stuttgart mit Koryphäen der Literaturübersetzung an. Ob er sich mit dem Denis von damals gut verstehen würde? „Nein“, sagt Scheck, 54. Inzwischen ist Scheck mit seiner Sendung „Druckfrisch“ in der ARD einer der einflussreichsten Literaturkritiker Deutschlands. Scheck hat die Entscheidung für den Nobelpreis für Peter Handke gelobt.  

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.
          Maria Wiesner
          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Dieser habe sich „mit seinen politischen Äußerungen, mit seinem Engagement im Serbien-Krieg vollkommen vergaloppiert. In Schweden ist man aber zur Erkenntnis gelangt, dass man sich politisch total in die Nesseln setzen kann und trotzdem ein künstlerisches Werk von titanischer Größe schaffen kann“, so Scheck. „Diese Ambiguität auszuhalten, das lehrt ja gerade die Literatur. Können böse Menschen gute Literatur schreiben?“ Im F.A.Z.-Gesprächspodcast „Am Tresen“ spricht Scheck darüber, wie furchtbar es für ihn war, dass seine Eltern mit ihm aufs Land gezogen sind, Lesen als Rettung, politische Korrektheit, ob er sich nochmal das Gesicht in der Sendung schwarz anmalen würde, und wieso Fernsehserien keine Chance gegen Bücher haben.

          In Baden Baden: Denis Scheck / Foto: Timo Steppat

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