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Gespräch mit Carolin Kebekus : „Ich war blond, hässlich, Matschgesicht“

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In der Kölner Südstadt: Carolin Kebekus Bild: Stefan Finger

Wieso sie nur noch glückliche Kühe isst, warum der Karneval so männlich wie die katholische Kirche ist, über Sexismus in der Comedy – und die Angst vor Jesus in der Kindheit. Ein Gespräch mit der Comedy-Frau Carolin Kebekus.

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          An einem normalen Kiosk in Köln könne man das Gespräch mit Carolin Kebekus nicht führen, ist ihr Manager überzeugt. Zu viele blieben stehen, wollten Autogramme oder Selfies.  Deshalb geht es in den hinteren Teil eines Büdchens in der Südstadt, wo Bierkisten lagern. In Köln ist Kebekus, die im Stadtteil Ostheim aufgewachsen, FC-Fan und begeisterte Anhängerin des Karnevals ist, eine Art Volksheldin.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          In ihrer Kindheit in Köln-Ostheim spielte der Glaube eine wichtige Rolle – ihre polnische Oma gab ihr mit, dass Jesus alles sieht und Fehler bestraft. Als in der modernen katholischen Kirche, in der sich ihre Familie engagierte, ein Kruzifix aufgehängt wurde, bekam sie Angst vor der ausgemergelten Jesus-Figur. Im Podcast erzählt sie, wieso sie sich vom Glauben abwandte, dass sie kein schönes Kind war (“Ich war blond, hässlich, Matschgesicht”), wie sie später mit ihrer Oma nach Polen reiste, um sich dort die alte Heimat anzuschauen und wie ihre Kindheit in der Kölner Vorstadt bis heute ihre derbe Comedy prägt. 

          Kebekus, die in ihren Programmen immer wieder das Hohelied auf Leberwurstbrot und Mettbrötchen sang, isst inzwischen weniger Fleisch. Die letzte Kuh, die auf ihren Teller kam, kannte sie persönlich. Sie hieß Lise. Außerdem reden wir „Am Tresen“ über Greta Thunberg, Sexismus in der Comedy und die Folgen der MeToo-Debatte. 

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