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F.A.Z.-Podcast „Am Tresen“ : „Zu oft wird man in die Schublade des Jüdisch-seins gesteckt“

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James Ardinast (rechts) mit seinem Bruder David Bild: Lottermann and Fuentes

James Ardinast ist kein Koch, aber er weiß, wie man Restaurants entwickelt: Im Podcast spricht der jüdische Gastronom über die Kosher Nostra, Pastrami, das Frankfurter Bahnhofsviertel und wie ihn noch heute die Gerichte seiner Oma prägen.

          1 Min.

          James Ardinast hat Pastrami nach Frankfurt gebracht. Der Gastronom eröffnete mit seinem Bruder David vor einigen Jahren das Maxie Eisen im Frankfurter Bahnhofsviertel – ein Restaurant dessen Namen auf einen berühmten jüdischen Mobster der zwanziger Jahre anspielt und dessen Gerichte sich stark von der jüdischen Küche inspirieren ließen. Ardinast, der zwar gerne kocht, aber eigentlich Betriebswirt ist, weiß wie man Gastro-Konzepte entwickelt, die nicht sofort wieder eingehen, was man herausfindet, wenn man mit seinem eigenen Bruder jeden Tag zusammenarbeitet und warum „Neue jüdische Küche aus Tel Aviv“ gerade das große Ding ist.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Die Familie Ardinast ist seit mehreren Generationen in der Gastronomie tätig. Die Großeltern gehörten zur jüdischen Bevölkerung Polens. Nach der Flucht aus dem Konzentrationslager und dem Ende des Zweiten Weltkriegs verschlug es sie nach Frankfurt. Über Polen haben die Großeltern nie wieder geredet. Die Küche seiner Großmutter lebt heute in einigen Gerichten in Ardinasts Restaurants weiter. Und wie ist es heute mit jüdischen Wurzeln in Frankfurt zu leben? In seiner Kindheit habe er Antisemitismus zu spüren bekommen und derzeit werde das gerade wieder salonfähiger, erzählt er und beschreibt, wie man damit umgeht. 

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