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Zehn Unterschätzte

4. Januar 2021

Ob Mieter oder Villenkäufer – wer in der Großstadt eine neue Wohnung oder ein Haus sucht, braucht in der Regel gute Nerven und einen frischen Blick. Schließlich gibt es in jeder Metropole noch Stadtteile mit Potential, manche davon sogar in Zentrumsnähe.


Dresden: Friedrichstadt

Foto: Picture Alliance
Wer von Norden und Westen mit der Bahn nach Dresden reist, fährt unmittelbar an ihr vorbei: Die Yenidze, ein riesiges, einer Moschee gleichendes Gebäude, das jedoch nie ein religiöses war, sondern einst ein Tabak-Kontor und heute Bürohaus, ist wie ein Wahrzeichen von Friedrichstadt. Nur die Eisenbahn trennt den direkt an das westliche Zentrum der sächsischen Landeshauptstadt anschließenden Stadtteil, zu dem auch die Messe, ein Stadion, eine Eishalle, ein Hafen und ein Krankenhaus gehören. Baulich wirkt das einst barocke Viertel unmittelbar an der Elbe oft noch wie ein Flickenteppich, in dem sich Gründerzeit- und Plattenbauten munter abwechseln, die nur durch viele Baulücken und Freiflächen unterbrochen sind. Letztere jedoch werden weniger, neue Häuser schießen wie Pilze aus dem Boden. „Friedrichstadt liegt zentral, ist aber weitläufig und hat viel Natur“, sagt Alexander Müller vom Verband der sächsischen Wohnungswirtschaft. „Auch die noch günstigen Preise machen die Lage attraktiv.“ Vor allem junge Leute und Familien ziehen hierher; die Einwohnerzahl hat sich in den vergangenen zehn Jahren auf gut 10.000 fast verdoppelt. Und Platz ist noch jede Menge da. Seinen Namen bekam der Stadtteil von August II., dem Sohn des Sachsen- Kurfürsten und Polen-Königs August des Starken.
Stefan Locke

Einwohnerzahl 10.000
ÖPNV Mehrere Bus- und Straßenbahnlinien, acht Minuten Fahrt bis ins Zentrum
Mieten und Kaufpreise* 5 Euro (unsaniert) bis 13 Euro (Neubau oder saniert), im Durchschnitt zwei Euro günstiger als in sehr gefragten Stadtteilen wie Alt- und Neustadt. Kauf: im Schnitt bis zu 2000 Euro unsaniert, gut 3000 Euro saniert, bis zu 2000 Euro günstiger als in sehr gefragten Lagen
Anteil der 25- bis 44-Jährigen Anstieg um 5,2 Prozent**, die Zahl der
Ein- und Zweipersonenhaushalte ist um knapp 5 Prozent zurückgegangen.
*je Quadratmeter **seit 2015

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