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HSV bleibt zweitklassig : Kühne wusste es besser

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Mäzen Kühne: „Ich habe das Erfordernis eines Trainerwechsels anschließend mehrfach thematisiert“ Bild: dpa

Den Trainer hätte er längst entlassen. Nachdem der Hamburger SV ein weiteres Jahr in der zweiten Liga kicken muss, meldet sich der milliardenschwere Mäzen mit kritischen Worten.

          Investor Klaus Michael Kühne hat der Führung des Hamburger SV nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg fehlende Handlungsbereitschaft vorgeworfen. „Ich habe Aufsichtsrat und Vorstand der HSV Fußball AG sowie den Präsidenten des Hamburger Sportverein e.V. am 26. Februar schriftlich empfohlen, den Trainer auszuwechseln, weil sich mit dem in Regensburg verlorenen Spiel der Niedergang für mich abzeichnete und er durch falsche Entscheidungen des Trainers gekennzeichnet war“, teilte der Milliardär am Montag in einem Statement mit, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

          „Ich habe das Erfordernis eines Trainerwechsels anschließend mehrfach thematisiert. Die fehlende Handlungsbereitschaft der einschlägigen Gremien war aus meiner Sicht verhängnisvoll. Dass der Aufstieg nicht gelingen würde, war mir schon vor mehreren Wochen klar“, betonte der 81-jährige Unternehmer und HSV-Fan. Kühne hält 20,57 Prozent der Anteile an der HSV Fußball AG; der HSV e.V. (76,19) gibt dort den Ton an. Er hofft, dass nach „mutigen Personalentscheidungen eine gänzlich neue Mannschaft aufgebaut wird“, wie er weiter mitteilte. „Nur ein Neuanfang mit vielen frischen, engagierten Spielern kann zu Aufbruchsstimmung und einer neuen Moral führen.“

          Der HSV hatte nach zehn Spielen Trainer Christian Titz freigestellt. Hannes Wolf trat am 23. Oktober dessen Nachfolge an, verpasste aber mit dem HSV nach einer miserablen Rückrunde den anvisierten Aufstieg. Ende Februar beim Zweitligaspiel in Regensburg hatten die Hamburger mit 1:2 verloren und büßten die Tabellenspitze ein.

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