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Vor der Zulassung : Freie Fahrt für E-Scooter in Frankfurt

Auch in Frankfurt sollen E-Scooter bald die Straßen erobern. Bild: dpa

Trotz anfänglicher Zweifel gibt Frankfurts Verkehrsdezernent grünes Licht für Elektroroller. Doch es sollen bestimmte Regeln für die handlichen Zweiräder gelten.

          Elektroroller dürfen in Frankfurt künftig überall dort verkehren, wo jetzt schon Räder erlaubt sind. Das stellte Frankfurts Verkehrsdezernent Klaus Oesterling klar. „E-Scooter werden behandelt wie Fahrräder“, sagte der SPD-Politiker. Damit dürfen sie auch gegen die Einbahnstraße fahren, wenn dies für Räder erlaubt ist. Oesterling korrigierte damit die bisherige Ansicht seines Dezernats, die bis zu 20 km/h schnellen E-Scooter benötigten eine spezielle Freigabe für Fußgängerzonen wie die Zeil. Dort dürfen Räder verkehren, wenn sie Schrittgeschwindigkeit fahren. Auch eine Mitnahme in Bussen und Bahnen sei künftig kein Problem, da sie zusammengeklappt als Gepäckstück gelten würden.

          Falk Heunemann

          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Noch sind E-Scooter in Deutschland nicht erlaubt, ihre Zulassung steht aber unmittelbar bevor. Der Bundesrat hatte am vergangenen Freitag eine entsprechende Verordnung beschlossen. Sie muss nun noch vom Bundeskabinett gebilligt und dann im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden. Dies dürfte im Juni geschehen, sagte Oesterling. Zehn Anbieter von Verleihsystemen hätten schon bei der Stadt vorgesprochen, er rechne aber damit, dass nur etwa die Hälfte tatsächlich an den Start geht und dann insgesamt 2000 bis 2500 Leih-Elektroroller in Frankfurter verteilt. „Ich gehe zudem davon aus, dass auch viele Privatleute sich E-Scooter anschaffen.“ Ein Chaos wie bei der Einführung der Leihräder vor anderthalb Jahren erwarte er nicht. „Auch als Sozialist sage ich: Manchmal ist der Markt ganz nützlich und regelt das von selbst.“

          Der Verkehrsdezernent kündigte überdies an, dass Radwege in Frankfurt breiter geplant werden sollen. Das sei nicht nur wegen der Elektroroller, sondern auch wegen des zunehmenden Radverkehrs geboten. Mit den Organisatoren des Radentscheids würden dazu Verhandlungen geführt. Geplant sei, dass neue Radwege baulich stärker abgegrenzt würden. Dies soll unter anderem verhindern, dass Autos auf dem Verkehrsstreifen parken. Mittelfristig würden auch ältere Radwege entsprechend umgerüstet.

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