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: Zentis wächst in Nordamerika

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csc. KÖLN, 4. Februar. Das vor allem durch Marmelade und Marzipanartikel bekannte Aachener Familienunternehmen Zentis verzeichnet ein starkes Wachstum in den Vereinigten Staaten. Der Umsatz mit Fruchtzubereitungen für Joghurts von ...

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          csc. KÖLN, 4. Februar. Das vor allem durch Marmelade und Marzipanartikel bekannte Aachener Familienunternehmen Zentis verzeichnet ein starkes Wachstum in den Vereinigten Staaten. Der Umsatz mit Fruchtzubereitungen für Joghurts von Kunden wie Danone oder Yoplait habe sich im vergangenen Jahr mit 115 Millionen Dollar nahezu verdoppelt, berichtet Geschäftsführer Karl-Heinz Johnen. Für das laufende Jahr rechnet er abermals mit einem Zuwachs von 30 bis 40 Prozent.

          Der amerikanische Markt für Joghurts biete viel Wachstumspotential, sagt Johnen. Während Westeuropäer jährlich pro Kopf zwischen 10 und 13 Kilogramm Joghurt verzehrten, seien es in den Vereinigten Staaten erst 3,5 Kilogramm. Jedes Jahr lege der Verbrauch dort um 4 bis 5 Prozent zu. "Und das wird sicher noch zehn, fünfzehn Jahre so weitergehen", erwartet er. Manche hier gängigen Produkte seien den Amerikanern noch gar nicht bekannt, darunter etwa Quarkdesserts. Zentis erweitert gerade sein vor vier Jahren eröffnetes Werk für Fruchtzubereitungen in Plymouth (Indiana). Vom Sommer an soll die Kapazität von 45 000 auf 70 000 Tonnen im Jahr steigen. Möglich wäre ein weiterer Ausbau auf 85 000 Tonnen.

          Auch in seinen Werken in Aachen, Polen und Ungarn stellt das Unternehmen Fruchtzubereitungen her, die zwei Drittel des Konzernumsatzes ausmachen. Mit einem Anteil von 40 Prozent (364 000 Tonnen Jahresproduktion) liegt Zentis in diesem Geschäft global auf dem zweiten Platz hinter dem Konkurrenten Agrana-Atys. In Europa sieht Zentis als Marktführer. Im vergangenen Jahr machte 34,5 Prozent seines Geschäfts im Ausland. Der Bruttoumsatz legte von 649 Millionen auf 681 Millionen Euro zu. Für dieses Jahr wird ein Zuwachs von 3 bis 5 Prozent erwartet.

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