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: Porsche verkauft immer weniger Sportwagen

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sup. STUTTGART, 29. September. Die klassischen Sportwagen tragen immer weniger zum Geschäft der Porsche AG bei. Nur noch 19 700 Stück des Klassikers 911 verkaufte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009/2010, das am 31.

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          sup. STUTTGART, 29. September. Die klassischen Sportwagen tragen immer weniger zum Geschäft der Porsche AG bei. Nur noch 19 700 Stück des Klassikers 911 verkaufte das Unternehmen im Geschäftsjahr 2009/2010, das am 31. Juli endete. Das ist ein Rückgang von mehr als 27 Prozent, nachdem schon in den Vorjahren immer weniger Käufer für den Sportwagen gefunden wurden. Noch 2007 vermeldete Porsche fast doppelt so viele Verkäufe des Sportwagens 911. Auch beim Einsteigermodell Boxster setzt sich der Rückgang fort. Verkauft wurden 11 700 Autos, während vor drei Jahren noch ein Absatz von mehr als 26 000 erzielt wurde. Gleichwohl vermeldet Porsche für das zurückliegende Geschäftsjahr einen Umsatzrekord mit einem Plus von 17,9 Prozent auf 7,79 Milliarden Euro. Der Fahrzeugabsatz stieg um knapp 9 Prozent auf 81 850 Autos. Möglich ist dies, weil Porsche im vergangenen September eine vierte Baureihe auf den Markt gebracht hat. Die beiden Sportwagen 911 und Boxster sowie der Geländewagen Cayenne werden nun um die Limousine Panamera ergänzt. Von diesem Luxusauto verkaufte das Unternehmen auf Anhieb 20 600 Stück.

          Porsche, noch vor wenigen Jahren ein reiner Nischenhersteller, begibt sich mit dieser Modellpolitik immer stärker in unmittelbare Konkurrenz zu den großen Autokonzernen. Nach dem Willen von VW-Konzernchef Martin Winterkorn soll Porsche das Absatzvolumen auf 150 000 Autos jährlich steigern. So lautet die Vorgabe für Matthias Müller, der am 1. Oktober sein Amt als neuer Vorstandsvorsitzender der Porsche AG antritt. Dazu soll unter anderem ein weiterer Geländewagen beitragen. Wie viel Porsche im vergangenen Jahr mit dem Autogeschäft verdient hat, wurde noch nicht berichtet. Die Porsche Holding SE als Muttergesellschaft legt die Bilanz über das zurückliegende Geschäftsjahr am 19. Oktober vor.

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