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: Mehr Wettbewerb auf dem Zahlungsmarkt

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jul. FRANKFURT, 12. November. Die Schaffung eines Einheitlichen Euro-Zahlungsraums (Sepa) Anfang des Jahres habe vor allem den Wettbewerb in der Zahlungsbranche gesteigert und zu einer Liberalisierung des Marktes geführt.

          jul. FRANKFURT, 12. November. Die Schaffung eines Einheitlichen Euro-Zahlungsraums (Sepa) Anfang des Jahres habe vor allem den Wettbewerb in der Zahlungsbranche gesteigert und zu einer Liberalisierung des Marktes geführt. Davon zeigte sich Luke Olbrich, der für Sepa-Lösungen verantwortliche Manager des Kreditkartenunternehmens Mastercard, bei einem Pressegespräch in Frankfurt überzeugt. Im Moment gebe es noch 16 verschiedene Debitverfahren in Europa - was dazu führe, dass nationale Debitkarten nicht überall in Europa akzeptiert würden. Dank des Einheitlichen Euro-Zahlungsraums könnte den Verbrauchern schon bald eine Debitkarte zur Verfügung gestellt werden, die überall in Europa benutzt werden kann. Schon jetzt akzeptierten 85 Prozent aller deutschen Händler Maestro-Debitkarten, die zum Produktportfolio von Mastercard gehören. Nach einer Umfrage von Mastercard verbindet der Handel mit Sepa vor allem die Hoffnung auf sinkende Transaktionskosten, eine größere Auswahl von Anbietern sowie niedrigere Gebühren durch mehr Wettbewerb.

          "In Deutschland hat sich die Nutzung von Maestro-Debitkarten beim Einkauf von 2005 bis 2007 mehr als verdoppelt", sagte Peter Ehmke, der Geschäftsführer von Mastercard Deutschland. Die Benutzung von Geldautomaten zum Abheben von Bargeld würde hingegen immer weiter abnehmen. Im vergangenen Jahr hätten die EU-Bürger ihre Maestro-Karten schon in über 197 Ländern benutzt. In Zukunft wolle Mastercard die Möglichkeiten, die Sepa biete, verstärkt nutzen, um den Kunden noch mehr Zusatzfunktionen für ihre Maestro-Karte anzubieten. So könne man in Spanien zum Beispiel schon jetzt Rechnungen und auch seine Steuern am Geldautomaten zahlen. Auch bestehe in anderen Ländern die Möglichkeit, Kontostände bei jeder Bank abzurufen, was in Deutschland bislang nur bei der Hausbank möglich ist. Ein anderes Projekt, das im kommenden Jahr realisiert werden soll, ist das sogenannte "Cash Back System". Es ermöglicht, dass sich der Kunde beim Einkauf an der Kasse auch Bargeld auszahlen lassen kann.

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