https://www.faz.net/-1va-6mm6q

: Heckler & Koch stellt Börsenpläne in Frage

  • Aktualisiert am

ols. STUTTGART, 6. September. Der Waffenhersteller Heckler & Koch stellt den Zeitplan für den möglichen Börsengang in Frage. Eine Sprecherin des in Oberndorf am Neckar ansässigen Unternehmens sagte, das Thema stehe nicht mehr ganz oben auf der Tagesordnung.

          ols. STUTTGART, 6. September. Der Waffenhersteller Heckler & Koch stellt den Zeitplan für den möglichen Börsengang in Frage. Eine Sprecherin des in Oberndorf am Neckar ansässigen Unternehmens sagte, das Thema stehe nicht mehr ganz oben auf der Tagesordnung. Sie verwies unter anderem auf die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten. Es bestehe auch kein Zeitdruck, weil man bis zum Jahr 2018 Zeit habe. Um die Verschuldung des Unternehmens weiter zu senken, war an einen Börsengang in Frankfurt und London gedacht worden. Zwar hatte das Unternehmen offiziell nie einen konkreten Zeitplan für dieses Projekt vorgelegt. Trotzdem war immer das Jahr 2012 im Gespräch.

          Im Mai hatte der Waffenhersteller seine Refinanzierung zunächst gesichert und eine neue Anleihe über 295 Millionen Euro mit einem Kupon von 9,5 Prozent Zinsen aufgelegt, die 2018 zurückgezahlt werden muss. Damit wurden eine alte Anleihe sowie ein Spezialkredit der Dachgesellschaft HKB zurückgekauft. Offenbar laufen die Geschäfte des Unternehmens, das Handfeuerwaffen für die Polizei und Bundeswehr sowie Streitkräfte der Nato und deren Verbündete herstellt, nicht mehr so gut. Die "Financial Times Deutschland" hatte unter Berufung auf einen internen Unternehmensbericht berichtet, dass Heckler & Koch von April bis Juni 3,4 Millionen Euro Verlust verbucht habe. Im Vorjahr war es noch ein Gewinn von 6,1 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz sei im zweiten Quartal um 26,5 Prozent auf 36,6 Millionen Euro gesunken. Eine Sprecherin sagte lediglich, das Geschäft sei stabil, aber etwas schlechter als im vergangenen Jahr. Der Umsatz war 2010 um 5 Prozent auf 247 Millionen Euro geklettert. Unter dem Strich verblieb ein Gewinn von 30 Millionen Euro.

          Topmeldungen

          Steinbach und der Fall Lübcke : „Du trägst Mitschuld an seinem Tod“

          Nach dem Mord an Walter Lübcke hat der frühere CDU-Generalsekretär Peter Tauber seinen Vorwurf gegenüber seiner früheren Parteifreundin Erika Steinbach wiederholt. Steinbach sieht darin eine Diffamierung.