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Glosse Wirtschaft : Pakete statt Briefe

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Bestellt wird im Internet, geliefert vom Paketboten. Immer mehr Verbraucher kaufen lieber bequem am heimischen Computer, als sich auf den Weg in die Stadt zu machen. Ob Deutsche Post DHL, Hermes oder DPD: Das Geschäft der Paketdienste brummt.

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          Bestellt wird im Internet, geliefert vom Paketboten. Immer mehr Verbraucher kaufen lieber bequem am heimischen Computer, als sich auf den Weg in die Stadt zu machen. Ob Deutsche Post DHL, Hermes oder DPD: Das Geschäft der Paketdienste brummt. Allesamt rüsten sie sich für Wachstum, investieren in neue Sortieranlagen, Auslieferungsfahrzeuge und Personal. Die 750 Millionen Euro, welche die Post in den kommenden Jahren in ihr Paketnetz stecken will, zeigen, welche Chancen sich der Konzern hier ausrechnet. Sie belegen aber auch, dass ihm die Konkurrenz im Nacken sitzt. Die Verbraucher haben die Wahl, und sie nutzen sie. Längst nicht jeder gibt sich mit den hohen Preisen der Post zufrieden, sondern entscheidet sich für einen der Wettbewerber, die zusammen auf einen Marktanteil von rund 60 Prozent kommen. Vor allem die Hamburger Hermes-Gruppe hat große Ambitionen, will die Post in wenigen Jahren als größten deutschen Paketdienst überflügeln. Doch so einfach wird sich der Bonner Konzern die Butter nicht vom Brot nehmen lassen. Auf dem Paketmarkt ist er zum Erfolg verdammt, um das schrumpfende Traditionsgeschäft mit den Briefen auszugleichen. Den Kunden kann es nur recht sein.

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