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: Weiter Putsch-Vorbereitungen auf den Fidschis

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job. DELHI, 4. Dezember. Der Armeechef der Fidschi-Inseln, "Frank" Bainimarama, hat am Montag große Teile der Polizei entwaffnen lassen und seine Soldaten an strategischen Punkten in der Hauptstadt Suva postiert.

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          job. DELHI, 4. Dezember. Der Armeechef der Fidschi-Inseln, "Frank" Bainimarama, hat am Montag große Teile der Polizei entwaffnen lassen und seine Soldaten an strategischen Punkten in der Hauptstadt Suva postiert. In einer "Pressekonferenz", bei der keine Fragen erlaubt waren, vermied er es, von einer Machtübernahme zu sprechen, obwohl er angeblich schon ein Übergangskabinett gebildet haben soll.

          In seiner kurzen Stellungnahme begründete er lediglich die Entwaffnungsaktion als notwendigen Schritt für die nationale Sicherheit. Die Polizei sei entwaffnet worden, damit sie ihre Waffen nicht gegen die Armee richten könne. Trotzdem habe die Polizei auch in Zukunft eine wichtige Rolle zu spielen. Gemeinsam mit dem Militär solle sie für die Sicherheit der Einwohner sorgen. Der Polizeichef nannte die Aktion der Militärs ungesetzlich. Der Premierminister des Landes, Laisenia Qarase, ließ am Montag verlauten, daß er sich nach wie vor im Amt befinde, auch wenn niemand genau weiß, wo er sich aufhält.

          Bainimarama hatte in den vergangenen Wochen mehrfach angekündigt, Qarase zu entmachten. Er wirft dem Regierungschef unter anderem Korruption sowie Unterstützung früherer Putschisten vor.

          Obwohl der Premierminister mehrere Ultimaten für einen Rücktritt verstreichen ließ, riß der Armeechef die Staatsgewalt entgegen seiner Ankündigungen nicht vollständig an sich, sondern beließ es bislang bei (sich allerdings verstärkenden) Machtdemonstrationen. Qarase, dessen Leibwächter ebenfalls entwaffnet worden sein sollen, wurde am Montag nach Agenturberichten nicht einmal zum Amtssitz des Präsidenten vorgelassen, mit dem er offenbar ein Krisengespräch führen wollte. Bislang fiel in Suva kein Schuß, auch von Festnahmen wird nicht berichtet. Die Frage, wer jetzt das Land beherrsche, beantwortete Bainimarama nicht.

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