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Vergütung aktuell : In Zukunft gibt es mehr Kurzeinsätze im Ausland

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Bild: F.A.Z.

Multinationale Konzerne wollen die Zahl der kurzfristigen Auslandseinsätze von weniger als einem Jahr Dauer erhöhen. Dafür bieten sie ihren im Ausland eingesetzten Mitarbeitern überdurchschnittliche Gehälter an.

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          Der weltweite Wettbewerb macht es nötig: Auslandsentsendungen von Mitarbeitern gehören für große Unternehmen zur Tagesordnung. Dabei stehen allerdings Veränderungen bei der Dauer dieser Einsätze an, legt eine Studie der Unternehmensberatung Mercer nahe.

          Bei einer Befragung von 230 multinationalen Konzernen gaben fast zwei Drittel der Unternehmen an, in Zukunft die Zahl der kurzfristigen Auslandseinsätze von weniger als einem Jahr Dauer zu erhöhen. Zugleich haben 38 Prozent der Unternehmen vor, demnächst weniger Mitarbeiter für länger als fünf Jahre ins Ausland zu schicken.

          Als konventionelle Auslandseinsätze stuften die Berater dabei Entsendungen für ein bis fünf Jahre ein, die auf eine Rückkehr ins Heimatland ausgelegt sind. Wer für eine längere Zeit im Ausland arbeiten soll, aber dennoch mit der Rückkehr rechnet, gilt als langfristiger Auslandsmitarbeiter. Im Gegensatz dazu leben und arbeiten die globalen „Nomaden“ dauerhaft in verschiedenen Ländern, und ihre Laufbahn ist nicht mehr an ein bestimmtes Heimatland gebunden.

          Überdurchschnittliches Nebenleistungs-Paket

          Als ortsgebunden gelten Mitarbeiter, die auf unbestimmte Zeit in einem anderen Land arbeiten und für die eine Rückkehr nicht vorgesehen ist. Von den Auslandsmitarbeitern im kurzfristigen Einsatz wurden in der Studie nur die berücksichtigt, die für ihren Aufenthalt auch umziehen müssen.

          „Die passenden Mitarbeiter für ein Auslandsprojekt zu finden und diese später auch zu halten ist eine schwierige Aufgabe. Die meisten Unternehmen bieten ihren im Ausland eingesetzten Mitarbeitern deshalb ein überdurchschnittliches Nebenleistungs-Paket an“, sagt Bernd Thomaszik, Partner in der Vergütungsberatung bei Mercer. Fast alle befragten Unternehmen hielten die Ausgestaltung der betrieblichen Nebenleistungen für Auslandsmitarbeiter für besonders wichtig. Drei Viertel der global tätigen Konzerne haben verbindliche Richtlinien zur Gestaltung und Handhabung betrieblicher Nebenleistungen der „Expatriates“ aufgestellt.

          Internationale Pensionspläne

          Für die betriebliche Altersversorgung der Auslandsmitarbeiter haben nur 23 Prozent der Unternehmen internationale Pensionspläne. Wo es diese internationalen Pläne gibt, überwiegen beitragsorientierte Pensionszusagen. In Europa stärker als in Nordamerika: Die Hälfte der Unternehmen in den Vereinigten Staaten und 72 Prozent der Konzerne mit Hauptsitz in Europa bieten Pensionspläne an, in denen den Mitarbeitern zugesagt wird, einen bestimmten Beitrag für die Altersvorsorge anzulegen.

          Der Umfrage zufolge werden Pensionspläne, die den Mitarbeitern eine bestimmte Leistung versprechen, weiterhin abnehmen. „Mit den beitragsorientierten Zusagen können die Unternehmen die Kosten leichter planen. Außerdem können diese Zusagen flexibler gestaltet werden“, sagt Raimund Rhiel, Mitglied in der Geschäftsleitung bei Mercer. Von den Unternehmen, die ihre Nebenleistungs-Programme für Expatriates ändern möchten, erwägen 46 Prozent, die Verwaltung der Pensionen auszugliedern.

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