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: Das verfehlte Unternehmen in Afghanistan

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Der neuerliche Tod von drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan lässt noch einmal das ganze verfehlte Unternehmen in den Blickpunkt rücken. Da klingt es schon makaber, wenn die Politiker in Berlin, allen voran die Kanzlerin, den Angehörigen ...

          Der neuerliche Tod von drei Bundeswehrsoldaten in Afghanistan lässt noch einmal das ganze verfehlte Unternehmen in den Blickpunkt rücken. Da klingt es schon makaber, wenn die Politiker in Berlin, allen voran die Kanzlerin, den Angehörigen ihr Mitgefühl wegen dieses "hinterhältigen Angriffs" bekunden. Es ist Krieg! Da gehört der Hinterhalt dazu! Was soll dann dieses Geschwätz? Betroffen dreinblickende Gesichter und das Lied vom guten Kameraden geben diesem Einsatz keinen Sinn. In der ZDF-Dokumentation "Sterben für Afghanistan", welche die offiziellen Lügen um diesen Kriegseinsatz schonungslos aufdeckte, sagte der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat ein Wort, das eigentlich das ganze Parlament in Berlin vor ein Gericht bringen müsste: Skrupellos! Niemand hat ihm widersprochen. Wenn aber Politiker skrupellos handeln, dann müssen sie abtreten und zur Rechenschaft gezogen werden - angefangen von Peter Struck bis hin zu Karl-Theodor zu Guttenberg. In wie viel Reden hat man der Kriegsgeneration von 1939 bis 1945 Versagen vorgeworfen.

          Jetzt in der Verantwortung und unter keiner eigenen Lebensgefahr bringt man nicht den Mut auf, die Jungs nach Hause zu holen. Die ehemalige Landesbischöfin Margot Kässmann hatte recht: Nichts ist gut in Afghanistan Und sie meinte damit nicht die Soldaten, sondern eben diese skrupellosen Politiker.

          Dr. Karl-Heinz Kuhlmann, Bohmte

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