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Schweiz verteidigt Bankgeheimnis : HSBC-Datendieb in Spanien verhaftet

  • -Aktualisiert am

Herve Falciani Bild: dpa

Ein ehemaliger Angestellter der britischen Großbank HSBC ist auf Antrag der Schweizer Behörden in Barcelona festgenommen worden. Der Computerspezialist hat rund 15.000 Kundendaten den französischen Behörden zugeleitet - aus „staatsbürgerlicher Verantwortung“, wie er selbst sagt.

          Die spanische Polizei hat den Computerspezialisten Hervé Falciani verhaftet, der in den Jahren 2006 und 2007 rund 15.000 Kundendaten der Bank HSBC in Genf den französischen Behörden zugeleitet hatte. Der italienisch-französische Doppelbürger und mutmaßliche Datendieb, der als Motiv seine staatsbürgerliche Verantwortung im Kampf gegen Steuerhinterzieher nannte, soll an die Schweiz ausgeliefert werden. Das Bundesamt für Justiz hat nach eigenen Angaben am 5. Juli ein entsprechendes Gesuch gestellt, über das die Behörden in Madrid nun entscheiden müssen.

          Der Fall Falciani hatte für großes Aufsehen gesorgt. Ein Gericht in Paris hat wegen des Diebstahls die Verwertung der Unterlagen durch die Steuerämter allerdings verboten. Falciani selbst hat sich Ende 2009 in französischen Medien dazu bekannt, Kundendaten seines ehemaligen Arbeitgebers kopiert und nach Frankreich mitgenommen zu haben. Geld sei für ihn aber nie im Spiel gewesen, sagte er damals dem Sender France 2.

          In der Schweiz droht Falciani wegen Verletzung des Bankkundengeheimnisses ein Strafverfahren. Dort hatte Mitte Dezember das Bundesstrafgericht einen Datenlieferanten an Deutschland zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 3500 Franken Buße verurteilt. Die Strafe fiel vergleichsweise milde aus, weil der Mann den Verkauf von Unterlagen der Credit Suisse über 1500 bis 2500 deutsche Geldanleger gestanden hatte.

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